Ich fürchte, es ist dem Mann wirklich ernst. Der pensionierte evangelische Pfarrer Ulrich Wagner erstaunte in der vergangenen Woche mit dem Vorschlag, für die Asylbewerber in Flüchtlingsheimen Prostituierte zur Verfügung zu stellen. Diese Männer hätten doch „ein sexuelles Bedürfnis“, was sich in seinem Dorf u. a. daran zeige, dass Männer aus dem Asylbewerberheim immer wieder Frauen auf der Straße belästigten. Den Flüchtlingen Essen und Trinken zu geben, reiche nicht aus. Finanziert werden solle das Projekt aus einem neu zu gründenden Unterstützerkreis, der „Freie Liebe für freie Menschen“ heißen könne. Vielleicht, so Wagner weiter, finde sich auch „ein Bordellbesitzer“, der bereit sei „ein gutes Werk zu tun“. Man ist sprachlos angesichts der Frauenverachtung, die aus diesen Worten des Herrn Pfarrer spricht. Der Bordellbesitzer, der „ein gutes Werk tut“, indem er Frauen für lau zur Verfügung stellt, sozusagen als Befriedigungsmaschinen. „Am Vormittag ist da ja eh nicht viel los, vermute ich“, fügte er zynisch hinzu. Wir reden immer viel über die Glaubwürdigkeit der Kirchen, und die können nicht für das dämliche Geschwätz eines einzelnen ihrer Repräsentanten in Haftung genommen werden. Aber wie ein Mann, der Güte und Barmherzigkeit als Lebensaufgabe haben sollte, derart zynisch und menschenverachtend daherreden kann, schockiert mich dann doch ein wenig.

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Dieser Artikel wurde 15 mal kommentiert

  1. MisterX Antworten

    Soll ER doch seine 3 Töchter zu den Asylanten schicken, dann bleibt das Glück in der eigenen Famile.
    Und als ob der Bordelbesitzer über das Leben der Damen zu bestimmen hätte, der Pfarrer hat wohl zu viel verbotenes Zeug geraucht.

  2. Pingback: Herr Pfarrer und das “gute Werk” - Wertewandel

  3. Helmut Zilliken Antworten

    Heh Mann Wagner, wie wärs denn mit ner kostenfreien Grundausbildung an der scharfen Waffe und einer Ausrüstung mit „Kalaschnikow und Revolver“. Wenn die Neonazis mal wieder Asylanten jagen, können die sich wenigsten verteidigen.

  4. Alexander Droste Antworten

    Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ironie:

    In Deutschland ist doch Gleichberechtigung, oder? Dann sollten Puffs subventioniert werden und finanziell Minderausgestattete bekommen eine Freikarte pro Woche. Wie wäre es, wenn die Kirche so barmherzig ist und solche Einrichtungen unterhält? Oder tut sie das sogar schon? „Make love not war!“ Der Himmel auf Erden!

    Ironie aus.

  5. Andreas Schneider Antworten

    Es gibt Tage, an denen man sich fragt, welche Nervenheilanstalt ihren Insassen Freigang erteilt hat.

    Unglaublich, der Mann!

  6. Renate Antworten

    Ja, Herr Droste, der Vatikan soll schon lange Bordelle in England betreiben. Welch eine Moral!!!

    • Renate Antworten

      Gelesen habe ich darüber in einem Buch. Eine frühere Kollegin von mir hatte es mir geliehen. Der Titel des Buches ist mir leider entfallen; ich weiß nur, dass es für recht viel „Wirbel“ gesorgt hat.

  7. Friedrich-Wilhelm Giroud Antworten

    In Bremen wurde ein Pfarrer ( den Namen habe ich vergessen ) aufs Übelste von seinen Berufskollegen und „gesellschaftlich relevanten Gruppen “ beschimpft weil er eine realitätsnahe Predigt gehalten hat ( „Wutpredigt “ ). Ich bin mal gespannt, was jene Schimpfer ( oder soll ich sagen: Mischpoke ) jetzt zu vermelden haben.

  8. Bernd Helmut Minzenmay Antworten

    Unmöglich! Ich finde es einfach unverschämt, was dieser völlig antiquierte Herr Pfarrer sich da so leistet: da denkt der doch sowas von zurückgewandt tatsächlich nur an die Notlage von Heteros!
    Ich bin jedenfalls dafür, dass absolut zeitgemäss auf 5 Nutten mindestens ein Strichjunge mit angeliefert wird. Und überhaupt, was ist denn mit den SchwuP`s? Sollen die denn aus ihrer Notlage heraus vielleicht erst die Kinder auf unseren Spielplätzen belästigen müssen?
    Oh Herr, bitte lass Abend werden! Möglichst noch heute Morgen!

  9. Hans Wolfgang Schumacher Antworten

    Dieses Dummschwätzen eines evangelischen Pfarrers zeigt mal wieder, welche bizarren Auswüchse das Gutmenschentum in unserem Lande erreicht hat. Gibt es dagegen eigentlich keinen Impfstoff?
    Das Kernproblem in dem Dorf scheint mir allerdings weniger ein möglicherweise etwas seniler Pfarrer zu sein, sondern dass dort die Asylbewerber in besonders vielen Fällen die einheimischen Frauen belästigen. Sonst hätte der Herr Pfarrer das Thema ja wohl nicht so engagiert aufgegriffen.
    ( Sind da eigentlich nur männliche Asylanten? Wo sind deren Frauen? )
    Was wird eigentlich unternommen, um diesen Asylbewerbern mal eindringlich beizubringen, dass in unserem Land, in unserem Kulturkreis Frauen nicht zu belästigen sind und kein Freiwild sind ? Sowohl den Asylbewerbern in dem besagten Dorf als auch grundsätzlich allen anderen?
    Hat in unserer Willkommenskultur noch niemand den Asylbewerbern erzählt, dass in unserem Land unsere Gesetze und Regeln gelten?
    Wäre das nicht mal eine Aufgabe für diesen Super -Gutmenschen – Pfarrer?
    Die Zeit hat er als Pensionär ja. Da kann er ja höchstpersönlich vor der Tür des Asylantenheims die brünstigen Männer abfangen und im pastoralen Ton belehren.

  10. Susanne von Belino Antworten

    Obschon sein Lösungsansatz völlig krank und abwegig ist, hat dieser Herr Pfarrer i. R. ein in der Tat sehr brisantes Problem angesprochen. Sowohl orientalische als auch afrikanische Männer haben in der Tat ein Frauenbild (und -verständnis), das ganz erheblich von unserem westlichen abweicht. Männlichkeit wird in vielen anderen Ländern der Welt eben noch in ihrem ursprünglichen Sinne definiert und praktiziert. Soviel ist sicher. Man muss also davon ausgehen, dass es vermehrt zu sehr unangenehmen oder gar gefährlichen Übergriffen auf Frauen kommen wird (da ja der größte Teil der Zuwanderer aus jungen Männern besteht, denen man es fast nicht einmal verdenken kann, dass sie die Freiheiten der hiesigen Mädchen und Frauen in ihrem Sinne deuten und nutzen wollen). Wie wird sich das dann wohl mit dem von Links-Grün gepflegten Willkommenshype vertragen? Bleibt nur zu hoffen, dass die Übergriffe nur denjenigen gelten werden, die diese Problematik stets naiv gutmenschlich unter den Teppich gekehrt haben.

  11. Felix Becker Antworten

    Ist der Herr Pfarrer denn auf einem Auge blind? Was ist denn mit den sexuellen Bedürfnissen von Asylantinnen? Da eröffnet das Thema „Gute Werke tun“ ja ganz neue Dimensionen- und das nicht nur für Bodellbesitzer 🙂

  12. WG Werbonat Antworten

    Bei Beate Uhse gibt es Befriediegungsmaschinen die mit Gut getestet wurden.
    Da kann der Herr Pfarrer seine Gemeinde aufrufen für diesen guten Zweck was in den Klingelbeutel zu werfen.
    Dann hat der drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
    Seine Gemeinde tut ein gutes Werk,
    Beate Uhse verhilft´s zum Umsatz
    und die armen unbefriedigten Flüchtigen werden befriedigt.

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