Wenn Sie eine junge Frau sind und einen Job suchen, sollten Sie irgendwo in Ihrem Lebenslauf als Qualkifikation das Wort “Klimaaktivistin” unterbringen. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat jetzt in Sachen Frauenförderung ganz neue Maßstäbe gesetzt, als er der – Achtung! – Klimaaktivistin Luisa Neubauer einen Sitz in einem Aufsichtsgremium der künftigen Siemens Energy AG angeboten hat. Ob es der Aufsichtsrat oder ein anderes Gremium sein soll, dürfe sich die Klimaaktivistin Neubauer selbst aussuchen.

Die Göttinger Studentin, Mitglied bei den Grünen und wichtigste Unterstützerin von Greta Thunberg und “fridays for future” in Deutschland, hatte den mächtigen Wirtschaftsboss auf Twitter öffentlich angegriffen und gefordert, dass sich Siemens nicht am Kohlebergwerksprojekt eines indischen Konzerns in Australien beteiligen soll. So starten steile Karrieren. Vielleicht bekommt die junge Schwedin Thunberg auch noch einen Aufsichtsratposten…beim Daimler oder so. Qualifikation braucht man heute nicht mehr. Und wenn es mit dem Aufsichtsrat nichts wird – SPD-Vorsitzende geht allemal…

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Dieser Artikel wurde 19 mal kommentiert

  1. Andreas Meier Antworten

    Es reicht für Frauen heutzutage aus, jung, hübsch und medientauglich zu sein, um Spitzenposten angeboten zu bekommen. Ein Rückschritt für die Emanzipation, wenn an Frauen für die Karriere nur noch die Kriterien für das ehemalige Seite1-Girl der Bild-Zeitung angelegt werden.

    Frau Neubauer soll den Job heute Abend abgelehnt haben, da sie wichtigeres zu tun habe. Schließlich dürfte ihr bei den Grünen ein vorderer Listenplatz für die nächste Bundestagswahl sicher sein.

    • Hans-Joachim Leyh Antworten

      Hallo Herr Meier, leider muss ich Ihnen wiedersprechen!
      Als Frau in einem Spitzenposten kann bzw. muss mann auch DUMM sein! Beispiel: Frau Esken, mit dem Vorschlag Sozialismuss bzw DDR 2.0 isterstrebenswert. Mit all seine negativen Erscheinungen, Stasi, Enteignung, 5 jahres Plan usw.

  2. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Das Job-Angebot “Klimaaktivistin” ist bestimmt der letzte Versuch, Simens nicht in’s Ausland “Outsorsen” zu müssen. -Der Versuch wird scheitern, denn die “Aktivisten” kennen keine Gnade.

    Die Linken beschuldigen einen Lockführer der Reichsbahn, der einen Zug dorthin fuhr, genauso, wie die Henker von Auschwitz für Massenmord an den Juden.

    Jetzt ist Siemens dran. Siemens hat meines Wissens nur technische- und Signalanlagen an einen Indischen Großauftraggeber zu liefern, der einige hundert Kilometer Gleisanlagen zu einer Kohlegrube bauen will.

    Wird jetzt auch der Hersteller des Füllfederhalters aus dem Land gejagt, mit dem der Vertrag unterschrieben wurde?

  3. Stefan Schmidt Antworten

    Ja sicher. 😀 Alles nach Parität tatt Kompetenz zu besetzen scheint mir ein wunderbares Anliegen zu sein. Was kann schon groß schiefgehen?

    Viele werfen der Regierung vor sie würde deutschlands Wirtschft mutwillig zerstören….ich glaube die Wirtschaft kriegt das auch ganz gut selbst hin….

  4. HB Antworten

    Natürlich ist die Signalanlage einer Bahnstrecke in Australien wichtiger als die Tatsache, dass in Deutschland täglich gemessert, (massen)-vergewaltigt und / oder gemordet (erlebt) wird.
    Nachrichtenfüller, um vom Entscheidenen abzulenken.

  5. Alexander Droste Antworten

    Eine Klimaaktivistin, die gegen ein Unternehmen schießt und ihm die Realisierung eines – wenn auch kleinen – Projektes verbieten will, muss man in den Aufsichtsrat rufen. Warum? Weil die kleinen Häschen dann sehen können, worum es in einem weltweit agierenden Konzern geht. Da kann man nicht einfach irgendwas links liegen lassen, weil das so ein Clübchen von Klimaaktivisten will. Außerdem schert das den indischen Kohlekonzern nicht die Bohne, ob eine schwedische Gretel oder deutsches Luischen dem deutschen Unternehmen Siemens verbietet, an dessen Infrastruktur zu bauen. Dann nimmt der eben ein anderes.

    Wie viele Grüne wurden schon in Aufsichtsgremien aufgenommen und welch wundersame Wandlung haben sie dort erfahren? z.B. Joschka Fischer: Siemens, BMW, RWE
    Welche Firmen wiederum werden von linksgrünen in Führungsgremien in den Ruin getrieben? z.B. BER

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Herr Kaeser geht auch meiner Meinung nach davon aus, daß das Mädel in einem Aufsichtsrat oder einem anderen Firmengremium entzaubert werden würde, was noch längst nicht sicher wäre. Ideologen sind schwer zu überzeugen und Argumenten nicht zugänglich.
      Ich halte diesen Vorschlag für idiotisch und Herrn Kaeser als Vorstandschef inzwischen für fehl am Platz, weil er sich mit solchen Vorschlägen erpressbar macht.

  6. Ruth Antworten

    Die Motivation von diesem Herrn Käser für dieses Angebot ist wirklich zu lächerlich, oder durchdacht? Will er diese Plappertussi, damit vielleicht einfach nur anderweitig binden, damit sie von dem FFF-Girl-Trip runterkommt?

    Andererseits, vielleicht erhoffte sich Herr Käser durch dieses Angebot noch was ganz anders? Wer weiß, wieviel Me-Too Geplärre dieser Herr in einigen Jahren noch zu hören bekommen wird.

    Nein, auf Qualifikation wird keinerlei Wert mehr Wert gelegt. Bei der verachtenden Forderung nach Frauenquoten ist das nichts anderes.

  7. colorado 07 Antworten

    “Auf Qualifikation wird keinerlei Wert mehr gelegt…” Kann sich unsere Wirtschaft das auf Dauer leisten?
    Ein Unternehmen, das ideologisch geführt wird, wird nicht überleben.

  8. S v B Antworten

    Heißt es jetzt eigentlich “Dummheit siegt?” Oder doch eher “Frechheit”? Au weia, da muss Herr Kaeser in seiner Eigenschaft als Alter Weißer Mann wohl auf den Charme der sehr ansehnlichen, blutjungen Weltreisenden hereingefallen sein. Anders ist diese grobe Fehlbesetzung eigentlich nicht zu erklären. Wenn man hört, was Neubauer schon so alles von sich gegeben hat, erstarrt man förmlich in Ehrfurcht ob ihrer ungeheuren Expertise. Na ja, Herr Kaeser, sowas ist anderen Männern schließlich auch schon passiert. Wenn vielleicht auch an nichts anderem, wird Siemens durch Kaesers untrügliches Gespür für top Qualifizierte wie Neubauer garantiert an Erfahrung reicher. – Wenigstens wird Neubauer auf ihrem neuen Posten nicht auf Steuerzahlers Kosten alimentiert, sondern auf die der Aktionäre. Puh, da haben wir aber nochmal Glück gehabt.

  9. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Ach der arme herr Kaeser; er ist eben auch nur ein Mann. Er hatte sicher Phantomschmerzen, denn es fehlt ihm ein Stück einer Rippe. Sicher sah er hier die Möglichkeit, das fehlende Teil zurückzubekommen. -Kann man doch verstehen, so als Mann, meine ich.

    Qualifikation braucht man schon. Die erwerben sich die Aufsichtsratsaspiranten in den Hinterzimmern sog. Politiker lange vorher. Nur, wer sich dort bewährt, hat Lobbyismus-geprüft, die Sicherheit, gut dotiert, in den Olymp eines Aufsichtsrates emporzusteigen. Großer Fleiß ist da gefragt.

    Als Vorbild dient diesem Rippchen, ich meine der Frau Neubauer sicher der Frühere Sprecher der besonders Grünen, der Spitzenmann und oberschwätzer Rezzo Schlauch. Der saß gleich einer Sammlung von Aufsichtsräten, zB. bei EnBW, Spreadshirt, Teldafax, ISPAT, seit 2015 ist er Honorarkonsul von Albanien,…

    – Ich glaube das reicht, um die Qualifikation für ein Amt im Bundestag nachzuweisen.

  10. W.lerche Antworten

    Ich mag das alles gar nicht glauben, so abgefahren gehts im Lande zu. Das ist so traurig, dass es schon lächerlich ist. Das ist kaum steigerungsfähig, jedoch für diese Ideologie kein Problem.
    Ich vernahm dieser Tage, dass Siemens sich mit Fördermittel über Wasser hält. Das heißt Siemens bekommt unsere Steuern, sonst wäre es pleite. Vielleicht muss der Kaeser solch Unfug tun, damit weiterhin Fördermittel fließen.

  11. Achim Koester Antworten

    Hätte J.W.v.Goethe seinen “Faust” auf die heutige Zeit umgeschrieben, könnte ein Passus daraus möglicherweise so aussehen:

    Grün ist der Geist, der stets verneint,
    Das Monopol auf Umwelt und Natur zu haben meint.
    Glaubt sich im Recht, daß alles was entsteht,
    Wert sei, daß es zugrunde geht.
    Drum besser wär’s, daß nichts entstünde,
    Für die heißt Fortschritt Umweltsünde.
    O glücklich, wer da hoffen kann,
    Aus diesem Sumpf und Filz noch aufzutauchen!
    Integre, gute Leute brauchte man,
    Die, die man jetzt hat, sind nicht zu gebrauchen.

    Mit herzlichen Grüßen an H-J. Leyh, und ja, Sie dürfen mich gern beim Vornamen nennen.

  12. Susanne Antworten

    Kurze Frage: wer in diesem Forum arbeitet bei Siemens und kennt die Fakten?
    Ich arbeite dort, die Intention von Herrn Kaeser war: der Jugend vermitteln dass man als Konzern-Chef auch Verantwortung für Mitarbeiter, für die Einhaltung von Verträgen usw hat. Einseitig meckern ist ja einfach, besser machen ist schon schwieriger.
    Das Angebot hat nichts mit Frauenquote zu tun und ich persönlich kenne keine Frau, die beei Siemens nur wegen einer Quote eine Führungsposition inne hat.
    Aber wer natürlich nur Negatives wittert, wird auch nur Negatives finden. So funktioniert unser Gehirn nun mal….

    • Klaus Kelle Antworten

      Liebe Susanne,

      schön, wenn jemand hier im Forum auch mal die andere Seite beleuchtet – herzlich willkommen!

      Niemand kritisiert, dass sich Herr Kaeser mit Frau Neubauer getroffen hat – das war von der Sache her geboten und auch unter PR-Gesichtspunkten absolut in Ordnung. Aber ihr in so einem Gespräch einen Aufsichtsratesposten anzubieten? Das ist dann doch ein wenig zu viel Populismus, Und letztlich hat sie ihn dann auch noch vor die Wand laufen lassen, was es ja nicht besser macht.

  13. Susanne Antworten

    ich finde, sie hat bewiesen dass sie nicht genug A…. in der Hose hat, es besser zu machen 😉

    • Klaus Kelle Antworten

      Natürlich nicht, aber hätte man das nicht vorher ahnen können. Diese dauernde Gefühligkeit in der politischen Debatte nervt einfach nur noch.

      Ich bin ein intensiver Kritiker des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in Deutschland, schreibe und rede viel über das Thema. Bietet mir deshalb jemand an, Intendant von Radio Bremen zu werden?

      • S v B Antworten

        Natürlich nicht, lieber Herr Kelle. Viele Kommentatoren im Blog könnten sich hingegen gut vorstellen, dass Sie ebendiese Aufgabe beim WDR mit Bravour meistern würden. Also auf geht’s! Und – viel Glück…

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