Ist Ihnen schon aufgefallen, dass manche Leitmedien in Deutschland (Staatsfunk/SPIEGEL Online u.a.) neuerdings auch über kleinste Demonstrationen in den USA berichten – sofern sie sich gegen Präsident Trump richten? Gerade jetzt zum Beispiel haben „Hunderte Menschen“ gegen die Trennung von Flüchtlingskindern von ihren Eltern in den USA demonstriert. Nun muss man sich mal kurz erinnern, dass da 300 Millionen Menschen leben, und was eigentlich der Nachrichtenwert einer solchen Meldung für uns Deutsche ist.

Aber wenn es denn schon ein Thema werden soll, möchte ich vor Ihnen meine Ansicht nicht verbergen. Zwischen dem 19. April und dem 31. Mai haben US-Behören 1.995 Kinder aus Flüchtlingsfamilien von ihren Eltern getrennt. Und das ist unmenschlich, was übrigens auch Melania Trump in einem Tweet auf twitter „hasst“, wie sie mitteilen ließ. Flüchtlinge reinlassen oder nicht, das ist Ansichtssache. Aber wenn ein Staat Kinder von ihren Eltern trennt, dann ist das unmenschlich.

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Dieser Artikel wurde 10 mal kommentiert

  1. colorado 07 Antworten

    Ja, es ist unmenschlich, Herr Kelle!
    Aber das ist auch die Folge davon, dass man die Verhältnisse treiben lässt. Lässt man die Verhältnisse treiben und immer mehr Flüchtlinge rein – wobei ja viele gar keine echten sind -, so drängt sich immer mehr das sozialdarwinistische Prinzip des sozialen Wettbewerbs vor. Und das bringt dann automatisch unmenschliche Zustände hervor, auch wenn im Moment auf Seiten der gutmenschlichen „Macher“ noch niemand daran denkt.

  2. Ruth Antworten

    Nun, dass kann man auch von einer anderen Seite sehen – sollen die Kinder mit in den Knast? Sollen die Eltern, die genau wissen, dass sie versuchen, illegal über eine Grenze in ein anderes Land einzudringen, und die auch genau wissen, dass dies strafbar ist, mit Wattebäuschchen beworfen werden und straffrei bleiben, weil sie ihre Kinder dabei haben?

    Die Einreiseregeln für die USA sind bekannt und das sollte man auch respektieren. Genauso wie ich mir wünsche, dass jeder unser Grundgesetz respektiert …

    Nachher wird dann wieder gejammert und gehetzt, natürlich über Herrn Trump. Das der „heilige“ Herr Obama ebenso mit illegalen Migranten verfahren ist, auch er hat Familien bei der rechtswidrigen Einreise in sein Land „getrennt“, das wird von der Presse gerne „vergessen“ zu erwähnen. Aber gleich wieder „hau drauf auf Trump“.

    Unmenschlich? Wirklich? Die Kinder werden versorgt, haben ein Dach über den Kopf, erhalten Bildung. Unmenschlich verhalten sich primär die Eltern, die ihre Kinder in diese Situationen gebracht haben. Die Gesetze sind bekannt, auch die Konsequenzen – wer dennoch die Gesetze bricht und illegal einzureisen versucht, geht dieses Risiko bewußt ein und der muss auch mit den Folgen leben und nicht nachher jammern.

    In diesem Zusammenhang denke ich auch automatisch an das tragische Schicksal von Alan Kurdi. Der Bub der noch medienwirksam am Strand auf eine andere Stelle gelegt wurde, damit man seine Leiche besser fotografieren kann. Die Vita seine „tollen“ Vaters ist inzwischen bekannt, wird nur zu gerne von den Medien verschwiegen.
    Auch hier ist weder die EU, noch Deutschland, noch unsere Gesetze Schuld, sondern allein der Vater, der seinen Sohn in diese Lage gebracht. Komisch, dass dieser nie zur Verantwortung gezogen wurde. Warum eigentlich nicht?

  3. Heidi Bose Antworten

    Der in Freiburg im Darknet von Mutter und Lebensgefährten angebotene kleine Bub war bereits in Obhut des Jugendamts und wurde vom Familiengericht wieder der Mutter zugesprochen. Dieses Urteil wurde vom OLG bestätigt!
    Wer illegal mit kleinen! Kindern eine Grenze übertritt, handelt kriminell und bringt Unschuldige in größte Gefahr.
    Man frage doch die heutigen Alten, welche Gefühle heute noch bei Ihnen hochkommen, wenn sie an ihre Flucht als Kinder oder Kleinkinder denken nach dem Krieg von Ost nach West.
    Und natürlich werden heute die Zwangsadoptionen der ehemaligen DDR verurteilt bei versuchter Republikflucht, aber wer bringt seine Kinder in eine solche Gefahr?

  4. Andreas Schneider Antworten

    Fangen wir bitte einmal bei Null an (das geht auch und gerade in Deutschland völlig unter): sind es tatsächlich „Flüchtlinge“, deren Kinder von ihnen getrennt werden?

    Die von den Behörden praktizierte Trennung der Kinder von ihren Eltern stößt in der Tat ab. Stehen seitens der Eltern jedoch andere Beweggründe als ein (wirkliche) Flucht im Vordergrund ihrer Einreise (oder wie immer man das nennen mag), so darf doch wohl in erster Linie deren Verantwortung ihrem Nachwuchs gegenüber in Frage gestellt werden.

  5. S v B Antworten

    Wie kommen Sie darauf, dass es sich im Falle der zentral- und südamerikanischen Kinder um Flüchtlingskinder handelt? Es handelt sich vielmehr um Kinder von Migranten, die es sich in den Kopf gesetzt haben, in den USA zu leben. Die Sache selbst macht diese Tatsache natürlich keinesfalls besser; auch entschulden tut es sie keinesfalls. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass Kinder von ihren Eltern manchmal sehr bewusst instrumentalisiert werden. Entsprechende Fälle wurden auch im Jahre 2015 während teils hochdramatischer Aktionen von Migranten- oder Flüchtlings-Vätern in Südosteuropa dokumentiert. In den Median wurden auch diese enorm wirkmächtig veröffentlicht. Die Macht der Bilder eben.

    Übrigens hat es eine meiner Nichten (gutsituiert, also weder Wirtschaft-Migrantin noch Flüchtling) vor fast 20 Jahren absichtlich so eingerichtet, dass ihr drittes Kind in New York zur Welt kam, sodass ihre Tochter heute neben der deutschen (EU) Staatsbürgerschaft auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat. Für alle Fälle eben, man weiß ja nie. Über ein derart opportunistisches Gebärverhalten könnte man ganz sicher auch unterschiedlicher Meinung sein.

  6. labrador12 Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    einige zusätzliche Informationen (aus Ben Shapiro, What In The Everloving Hell? The Ben Shapiro Show Ep. 561, ab 55:25; in einer früheren Episode hat Ben detaillierter dazu Stellung genommen):
    – zuvor waren in diesem Fall Eltern und Kinder gemeinsam im Gefängnis
    – der court of appeal (9th circuit) hat, wenn ich das richtig verstanden habe, verlangt, dass Kinder nicht gemeinsam mit den Eltern angehalten/eingesperrt werden dürfen)
    – Sarah Huckabee Sanders weist (58:35) darauf hin, dass sich die gesetzliche Lage durch Trump (seit langem) nicht verändert hätte.

    Trump setzt also nur die von seinen Vorgängern gemachten Gesetze um. Die Demoktraten hätten ja unter Obama eigentlich 8 Jahre Zeit gehabt, dieses „unmenschlichen“ Gesetze zu ändern, nicht wahr?

    Und so ganz nebenbei: Wenn eine junge, alleinerziehende Mutter anstelle einer älteren Frau die Offentliche-Medien-Zwangsabgabe nicht bezahlen würde und daher ins Gefängnis käme, dann würden die deutschen Behörden entweder die Kinder mit ins Gefängnis gehen lassen oder genau das selbe tun wie die Amerikanischen.

    Wie schon einige andere Poster weiter oben festgestellt haben, gibt es nur 3 mögliche (sinnvolle) Szenarien:
    – Eltern und Kinder ins Gefängnis,
    – Elter ins Gefängnis und die Kinder nicht, was zwangsläufig auf ein trennen hinausläuft
    – mitgeführte Kinder sind ein Freifahrtsschein, d.h. die Eltern die Kinder dabei haben, müssen nicht ins Gefängnis

    mehr Möglichkeiten gibt es nicht (die 4-te, rein theoretische, es gibt halt 4 bei 2*2 Variablen: Eltern frei, Kinder im Gefängnis halte ich für vollkommen sinnlos)

    P.S.: Den Titel hat Shapiro deshalb gewählt, weil ein Bericht des Justizministeriums rausgekommen ist, der zeigt, wie sehr das FBI Hillary Clinton in der email Affäre geschont hat, und wie James Comey, im Wissen um Clintons Führung in den Umfragen und um Schatten von ihrem „Sieg“ abzuwenden ihr schlußendlich den Sieg gekostet hat. Einfach mal anhören und staunen.

  7. Rosebrock Antworten

    In Deutschland werden so viele – viel zu viele Kinder unter dem Label „Kindeswohl“ durch Jugendamt und Gerichte aus ihren Familien gerissen und MÜSSEN ohne Bindung und Elternliebe in „Heimen“ aufwachsen. Dagegen anzugehen – vor Gericht – ist so gut wie aussichtslos.
    Es interessiert offenbar keinen – ich versuche seit Jahren, darüber zu informieren.
    Traurig – dieser (formal so bezeichnet „Rechtsstaat“ ist in manche Hinsicht ein UNRECHTSSTAAT! Ich habe – aus eigener Anschauung – jedes VERTRAUEN in Gerichtsbarkeit und Behörden-Instanzen verloren. Leider.
    DRAMATISCH werden Leben zerstört, Familien zugrundegerichtet. entwurzelte Kinder in den Suizid getrieben… . Keinen interessiert es – die Betroffenen leiden still – niemand hört ihr Schreien. Deutschland 2018!

  8. W. Lerche Antworten

    Lieber Herr Kelle, ich empfinde Ihre Haltung als inkonsequent. Wie sollte denn ein Staat, der sich zu illegaler Einwanderung klare Gesetze gegeben hat, damit umgehen?

    Sie schreiben gelegentlich zum sinngemäßen Thema „Die Hoheit des Deutschen Staates über Kinderbetten“, welche eigentlich einzig und allein den Eltern gebührt. Findet dabei keine Trennung der Kinder von ihren Eltern statt? Ist sowas menschlich?

  9. Ursula Reimann Antworten

    Ja es wird mit allen Mitteln versucht,obwohl es verboten ist, in ein anderes Land einzudringen. Das kennen wir doch gut, die Migranten schicken ihre Kinder vor um dann nach zu kommen. Unsere Politiker sind entweder naiv oder dumm, das unsere Grenze nicht geschlossen wird. Ich denke Merkel mit ihren Lakaien wird sich durchsetzen. Das ist dann für die Illegalen eine erneute Einladung. Erst wenn der deutsche Michel gar nicht mehr auf die Str. gehen kann, wird es eng, dann ist es aber zu spät.

  10. Heidi Bose Antworten

    Zwei Polizisten haben ein Buch geschrieben über die Chaostage 2015: Mittendrin. Darin äußern sie sich erschüttert über den Umgang der Flüchtlinge mit Kindern. An der Grenze wurden die Säuglinge so lange gequält, bis sie erbärmlich schrien und die Familie vor- und durchgelassen wurde. Manchen Säuglingen wurden schon zuhause am Brustkorb Herzoperationsnarben beigebracht, obwohl unsere Ärzte keine Schäden und Operationen feststellen konnten. Und wer dann hier und durch war hat sein Kind auch gern einmal im Aktenschrank vergessen. Heuer im Frühjahr wurde ein 5-jähriger auf der Strecke Italien – Bayern allein in einem Güterwagen gefunden.

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