Unsere Wirklichkeit erscheint mir unglaublich surreal

Gerade Brötchen holen beim Bäcker um die Ecke.

Auf der Straße kommen mir bestimmt 80 Rennradler – alle sinnigerweise in gelben Trikots – in Zweierreihen entgegen. Keine Wettfahrt, sondern anschenend Training irgendwie. Die Gesichter gelöst, nicht angestrengt, manche lachen und freuen sich anscheinend über uns paar Zuschauer am Straßenrand.

Kürbiskernbrötchen gekauft, Rückweg zu Fuß nach Hause.

Auf dem Gehweg kommen mit vier Kindergärtnerinnen mit bestimmt 30 Kita-Kindern entgegen. Alle gut drauf, die Kids lachen und klatschen sich ab, die meisten mit Rucksack, es sieht nach einem Ausflug aus. Sicher haben sie Schokolade, Bananen und belegte Brote drin. So wie bei uns früher…

Sie werden denken, was schreibt der Kelle denn heute (wieder) für einen Quark, vielleicht versteht aber auch der ein oder andere von Ihnen, was ich sagen will und was mich gerade wirklich intensiv beschäftigt. Es ist die Kluft, die sich zwischen unserem gesellschaftlichen Alltag und der tatsächlichen Situation aufgetan hat. Und es beschäftigt mich weit mehr als Fragen wie, welche Partei man wählen kann oder wählen müsste oder neu zu gründen sei.

Wir lesen, dass die deutschen Flughäfen den Ansturm Sonnenhungriger kaum noch wuppen können, DSDS plant eine neue Staffel mit Dieter Bohlen und Robert Lewandowski will immer noch nicht beim FC Bayern bleiben. Ich muss mich damit beschäftigen, weil es viele Menschen interessiert, und Zugriffe auf meinen Seiten die Währung ist, um das nötige Geld zum Überleben zusammenzukratzen.

Gleichzeitig ist der Euro so schwach wie seit 20 Jahren nicht mehr, die Inflation so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr, zwei Flugstunden entfernt lässt ein Irrer ein Nachbarland mit seinen Raketen und Panzern in Schutt und Asche bomben, weil er Phantomschmerz nach seinem alten Reich verspürt. Und Diesel kostet weiter über 2 Euro pro Liter trotz der groß angekündigten spürbaren Entlastungen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber an manchen Tagen empfinde ich unsere Wirklichkeit in Deutschland nahezu surreal, und ich weiß nicht mehr, ob die da draußen vollkommen bekloppt sind und unser Land bewusst vor die Wand fahren, oder ob ich selbst nur in einer Depri-Blase stecke und viel wichtiger ist, dass „Layla“ nicht mehr auf Volksfesten gesungen werden darf, man einmal im Jahr sein Geschlecht wechseln darf – ich meine, wie bekloppt ist allein der Gedanke? – und man Deutsche „Kartoffel“ nennen darf, natürlich nur, wenn sie weiße Hautfarbe haben. Sonst, Zack, Rassismus!

Vielleicht habe ich schonmal erwähnt, dass uns langsam aber stetig das Geld für diese Arbeit ausgeht. Auch anderen alternativen Medien übrigens, die Sie alle kennen. Konten werden dichtgemacht, Facebook und Youtube blockieren, Werbeverträge werden ohne Begründung aufgekündigt. In Deutschland tobt eine Schlacht um die Meinungsfreiheit, das wollen Sie im Detail gar nicht alles wissen. Jede Hilfe, jeder Euro bringt uns weiter, hilft mir und den anderen geschätzten Kollegen weiter. Also, wenn es Ihnen möglich ist: Bitte unterstützen Sie meine Arbeit mit einer Spende über PayPal @KelleKlaus oder auf unser Konto DE18 1005 0000 6015 8528 18.

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Dieser Artikel wurde 59 mal kommentiert

  1. Tina Hansen Antworten

    Mir geht es ganz genauso.
    Gestern hörte ich zufällig ein Gespräch zwischen zwei jungen Frauen – ich tippe auf Büroangestellte auf dem Heimweg – die zunächst leicht spaßig, aber doch mit der gehörigen Portion Ernst den Plan entwickelten, Plasma spenden zu gehen, um ihre Nebenkostenabrechnung bezahlen zu gehen. Zwei Minuten später waren sie dann bei ihrer Urlaubsplanung für nächstes Jahr: „Da bleibe ich aber nicht wieder in Deutschland, sondern fliege – ich will Sonne und Strand!“
    Viele Menschen ahnen vieles und können es sich zugleich noch nicht vorstellen.

    • Nordlicht Antworten

      In den Urlaub zu fliegen zu Sonne und Strand ist kostengünstiger als ein Urlaub in Deutschland.

      Vergleichen Sie einmal ein Hotel auf einer deutschen Nordseeinsel oder Usedom oder an einem bayrischen See mit Mallorca oder den Kanaren (- einschl. Reisekosten)

  2. Alexander Droste Antworten

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Die Kinder machen es vor, die Radfahrer auch. Nicht beirren lassen, einfach weiter machen. Jetzt ist Erfindungsreichtum und Flexibilität gefragt. Das war in früheren Erdzeitaltern die Generaltugend derer, die im Mitteleuropa heimisch waren (und ggf. noch sind). Diejenigen, die es gerade werden wollen, müssen es noch lernen. Schließlich müssen sie auch mit den Geisteskrankheiten der Führungselite klar kommen.

    Und weil mich diese Geisteskrankheiten glücklicher weise daran nicht hindern, fahre ich nach Weißrussland und freue mich, dass dort noch normale Menschen leben. Das wird eine fröhliche Fahrt mit staatlicher Gedenkfeier, Bürgermeister und Sehenswürdigkeiten. Ungarn könnte als nächstes Ziel werden.

  3. gerd Antworten

    Wenn mir auf dem Fahrrad die Sonne meine Nase und die Ohren verbrennt, dann weiß ich wie real die Wirklichkeit ist. Sommer=Juli=Hitze! Surreal ist alles was aus Berlin und den ÖR kommt. Das kann man ja abschalten um wieder mehr in der Realität zu leben.

  4. John Brunswick Antworten

    Die sogenannte „Zivilgesellschaft “ wird bald vor einer richtigen Aufgabe stehen, welche man allgemein „Überleben “ nennt. Viele Ostdeutsche der älteren Generation werden noch die entsprechenden Tugenden und Fähigkeiten besitzen, der Rest der Bevölkerung,welcher nicht über diesen Erfahrungsschatz verfügt, muss diesbezüglich in kurzer Zeit eine extrem steile Lernkurve meistern. Um es kurz zu sagen, die fetten Jahre sind vorbei. Sollte mittlerweile jeder begriffen haben, dass der Politik die breite Masse der Bevölkerung schlicht und ergreifend egal ist. In den maßgeblichen Kreisen interessiert es niemanden, ob „der Bürger “ finanziell oder direkt physisch vor die Hunde geht. Die Katastrophe im Ahrtal ist nur ein Beispiel von vielen. Und was den kommenden Winter angeht, würde ich mich nicht unbedingt auf den Katastrophenschutz verlassen, das weiß ich aus eigener Erfahrung, das der zumindest in Niedersachsen gnadenlos runtergespart wurde. Und die zahlreichen Ehrenamtler werden in erster Linie damit beschäftigt sein, das Durchkommen ihrer Familien sicherzustellen. Gab vor einigen Jahren mal einen Fernsehfilm, nannte sich „Die kommenden Tage „. War gar nicht so schlecht, und kommt der erwartbaren Zukunft recht nahe.

  5. S v B Antworten

    Wer das eine will, muss (auch) das andere mögen. Zwangsläufig. Und sich sämtlichen Implikationen des Dilemmas (welches von Habeck bekanntlich nicht als solches gewertet wird) fügen. Die Regierung und weite Kreise der Bevölkerung waren, bzw. sind sich offenbar nach wie vor bezüglich dessen, was sie wollen, erstaunlich einig, Dass sie letztlich mit den logischen Konsequenzen ihrer Entscheidungen auch leben mögen (wenn diese allmählich beginnen sollten, sich in aller Härte in ihr Leben hineinzufressen), wage ich dann doch zu bezweifeln. Schauen wir mal, wie weit man die Sache auf die Spitzte treiben kann, bzw. wird.

    Leider dürfte nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Bürger in der glücklichen Lage sein, mit dem ersten Kälteeinbruch in den eigenen vier Wänden dem Land de Rücken zu kehren, um den Restwinter in wärmeren Regionen auf dem Globus zu verbringen. Meine Wahl fiele in diesem Falle natürlich auf Südafrika, wo ich mich zudem immer noch zuhause fühle. Dort friert man nur sehr selten, und dies ganz sicher nicht in den dortigen Sommermonaten.

    Allerdings hoffe ich, dass die Politik nicht schon mit dem Gedanken liebäugelt, Bundesbürgern längere Reisen außer Landes, gar in südliche Gefilde, während eines Notwinters von Amts wegen komplett zu untersagen. Von wegen sozialer Gerechtigkeit, Solidarität und dergleichen. So würde dann das erbarmungslose Aussitzen der winterlichen Kälte Deutschlands qua Gesetz für alle verpflichtend. Schließlich zeigt die Erfahrung immer wieder, dass man inzwischen mit vielem rechnen kann. Warum also nicht auch mit derlei Reisebeschränkungen? Spätestens seit Corona halte ich Im Grunde alles für möglich. So auch dies.

    PS: Auweh, hoffentlich habe ich mit meiner Befürchtung keine schlafenden Hunde geweckt…

  6. H.K. Antworten

    „Unsere Wirklichkeit erscheint mir unglaublich surreal“ ??

    Ich würde es etwas weniger elaboriert ausdrücken:

    Immer öfter denke ich, ich bin im falschen Film.
    In einem science fiction Film, um es genauer zu sagen.

    Was in diesem Land los ist, hätte ich mir vor 10, ach, was sage ich: vor 2 Jahren nicht vorstellen können.

    Und was den Krieg in der Ukraine betrifft, dafür gilt sogar „vor einem halben Jahr“.

    Daß in einem Land der Dichter und Denker, in einem vergleichsweise sehr wohlhabenden Land einmal über die Rationierung von Warmwasser und Heizung ernsthaft debattiert wird, daß wir Krieg vor der Haustür haben und gleichzeitig unsere Bundeswehr immer noch nach Mali, Niger und weiß der Teufel wo schicken, statt für die Verteidigung unserer Heimat dazusein, daß eine irrationale Entscheidung nach der anderen von unserer Politelite getroffen wird und wir sehenden Auges mit Anlauf und Hurra unser eigenes Land vor die Wand fahren, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

    Und daß eine Regierung unter Beteiligung der „Freien“ „Demokraten“ einmal entscheidet, daß jeder ab 14 sich einmal pro Jahr sein Geschlecht und seinen Namen neu ausdenken darf, mit behördlichem Segen und in Dokumenten ordentlich bestätigt und daß ich morgen ohne Probleme auf einem Frauenparkplatz parken und in der Frauenfußballnationalmannschaft mitspielen darf, wäre mir bis vor wenigen Wochen auch noch nicht in den Sinn gekommen.

    Mittlerweile verstehe ich auch, daß Friedrich Merz für die Quote in der CDU plädiert.
    Er will sicher auch mal wissen, wie es ist, aufs Damenklo zu gehen …

    • gerd Antworten

      „Und was den Krieg in der Ukraine betrifft, dafür gilt sogar „vor einem halben Jahr“.

      Na ja, was den Krieg in der Ukraine betrifft, ist auf diesem Blog eine gewisse Funkstille zu bemerken. Selenski ist wohl doch nicht mehr der strahlend tapfere Held für den ihn so manche Kommentatoren gehalten haben. Mittlerweile stellt sich die Lage so dar, dass sich dort zwei Despoten gegenseitig bekämpfen, die mitnichten den Frieden in der Region wollen. Das Mantra, es gehe in der Ukraine um die Verteidigung westlicher Werte und Demokratien, stellt sich als das Lügengebäude heraus, welches ich und andere von Anfang an so bezeichnet haben. In Russland benutzt Putin die Oligarchen und in der Ukraine benutzen die Oligarchen einen mittelmäßigen Schauspieler der für einige Zeit einen nützlichen Idioten abgibt. Wir sanktionieren die Gaslieferungen und jammern wenn Putin uns das Gas absperrt. Irrer geht’s nimmer.

  7. Freichrist343 Antworten

    Wählbar ist z. B. die Partei FW. Denn diese Partei ist gegen die verdammten Corona-Beschränkungen.
    Deutschland sollte sich im Ukraine-Konflikt neutral verhalten. Dann kann die Wirtschaftskrise überwunden werden. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

  8. B. Minzenmay Antworten

    „unsere Wirklichkeit in Deutschland“.
    Erst Würburg, dann Düsseldorf, morgen der Rest der Republik?
    Und dann habe ich heute Nacht geträumt, dass 10.000 junge Leute mit einem Meer schwarz-rot-goldenener Fahnen zum Hambacher Schloss hinaufgehen, lautstark „Leyla“ singend. Ich glaub, ich muss zum Arzt oder so!

    • S v B Antworten

      Wenn dieses Land keine anderen Probleme hat als sich an einem harmlosen Bierzelt-Hit abzuarbeiten, na, dann können wir alle doch erleichtert aufatmen. Leyla, ein typischer Ballermann-Stimmungsmacher wie schon so viele davor. Sollen ihn die Leute im Sommer 22 doch singen, wann und wo immer es ihnen ihr durch viele Sorgen beschwerter Sinn gestattet. Das plötzlich so prüde Gehabe einiger Institutionen passt im Grunde nicht einmal zu den vielen anderen Entgleisungen, die dem Zuschauer und -hörer tagtäglich in den Medien – selbst den ÖR – unbeanstandet vorgesetzt, besser wohl noch zugemutet, werden. Also wieder einmal viel Geschrei um – gar nichts. Wie gut, dass in dieser Hinsicht eine zunehmende Abstumpfung beim Bürger stattzufinden scheint. Der woke Tugendterror findet stets weniger Beachtung. Schließlich musste dies irgendwann so kommen. Jegliche Übertreibung bremst sich letztlich selbst aus. Gut so. Allerdings – da besagter Song doch einen literarisch recht anspruchsvollen Text aufweist, werde ich ihn mir im Netz noch ein paarmal anhören (müssen). Damit ich ihn bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit dann lauthals mitplärren kann. Ob dies dann – fahnenschwingend – beim Anstieg zum Hambacher Schloss oder aber auf einem zünftigen sommerlichen Volksfest in der Nähe sein wird, anzieht sich zur Zeit noch meiner Kenntnis. Lang lebe Leyla!

      • S v B Antworten

        „…entzieht sich meiner Kenntnis“ natürlich. Hach, immer das eigensinnige Korrekturprogramm… Woher will dieses eigentlich immer so genau wissen, was ich just zu schreiben gedenke, hä?

      • Achim Koester Antworten

        Liebe S v B,
        wenn es sich bei den Verbotsaktionen gegen den Ballermann-Song nur um die Prüderie einiger weniger handeln würde, könnte man ja noch damit leben. Leider habe ich die Befürchtung (mag man mich für einen Verschwörungstheoretiker halten), dass hinter der Sexismus Exegese ein Plan steckt, unser Handeln bis in die Feierabend- und Freizeitgestaltung von ideologischen Werten bestimmen zu lassen, bzw. den Leuten, die diese erfunden haben und propagieren. Da finde ich es erfrischend, dass das Würzburger Publikum das Lied, das ich übrigens für grottenschlecht halte, lauthals gesungen hat, den Verboten zum Trotz.
        Apropo Verbot: die Veranstalter haben ja die Ausrede, es handele sich um eine Bitte, nicht um ein Verbot, das erinnert mich stark an Don Corleone, „ein Angebot, das man nicht ablehnen kann“.

        • S v B Antworten

          Lieber Achim Koester,
          die Hoffnung auf eine langsam um sich greifende Verweigerungshaltung seitens der Bürgerschaft möchte ich mir dann doch nicht nehmen lassen. Dies trotz des Eindrucks, dass sich inzwischen schon eine Art Wächterrat nach dem Muster des iranischen Mullah-Regimes etabliert hat. Allerdings ist die Verwurzelung in der großen Mehrheit der Bevölkerung noch eher dürftig. Ich denke, dass sich der – wie ich jüngst schon einmal kommentierte – nach wie vor erfreulich weit verbreitete gesunde Menschenverstand noch länger auf einem zumindest hinreichenden Niveau halten wird. Dieser, gepaart mit dem entsprechenden Sinn für Ironie und Witz, dürfte die Integration so manchen verordneten Irrsinns in unser alltägliches Leben wohl noch eine ganze Weile hinauszögern; wenn nicht sogar irgendwann einmal eine Umkehr herbeiführen.

          Anlässlich des CSD, der morgen in München von Zehntausenden in gewohnt freizügiger Weise gefeiert wird, hat nun auch der Bayerische Landtag beschlossen, zu diesem Anlass das Landtagsgebäude mit einer Regenbogenfahne zu schmücken. Somit ist diese endlich in die Riege der Amtsflaggen aufgestiegen. Welch‘ erstaunlich steile Karriere. Mal schauen, von welcher Seite demnächst vielleicht ähnliche Erwartungen, bzw. Forderungen geäußert werden. Der Möglichkeiten gäbe es jedenfalls unendlich viele. Und der Staat wird sich gewiss davor hüten wollen, irgendeine Gruppierung im Lande zu benachteiligen. Es könnte demnach noch spannend werden. Die Tage der „seriösen, reinen“ Amtsflagge jedenfalls sind jedenfalls nicht mehr nur gezählt, sondern definitiv vorbei.

          • H.K.

            🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈

            Herr Kelle sollte auch endlich mal Flagge zeigen !

            🤧

          • S v B

            Seien Sie aufs herzlichste bedankt ob Ihrer generösen (Regenbogen-) Beflaggung, lieber H.K.. Flagge oder Kante zeigen, Zeichen setzen und noch so vieles mehr… Am besten weithin sichtbar und möglichst ohne Leerlauf. Darin gefällt man sich hierzulande; das kommt an. Deutschland wäre inzwischen ja kaum noch vorstellbar ohne die mannigfaltigen Beweise für seine haushohe moralische Überlegenheit. Hach, tut das gut. Zudem man sich auch noch in der Gewissheit sonnen kann, dass sich kein anderes Land der Welt diesbezüglich mit dem unseren messen kann.

          • H.K.

            Zudem können wir immer argumentieren, daß im Regenbogen schließlich ( auch ) die Solidarität mit der ( gelb-blauen ) Ukraine gezeigt wird …

            Hach, was SIND wir doch für GUTE …

          • Achim Koester

            Liebe S v B,
            Beim Thema „gesunder Menschenverstand“ habe ich in Deutschland so meine Zweifel, z.B. seit vor Jahren bei einer ZDF Umfrage nach dem „größten Deutschen aller Zeiten“ hinter Konrad Adenauer Boris Becker den zweiten Platz belegte. Keine Idee von Goethe, Schiller, Gutenberg, Beethoven, Dürer, Luther ….
            Noch Fragen?
            @CSD: Meine beiden besten Freunde seit Jahren sind ein schwules Männerpaar, großartige Menschen von hohem Niveau. Beide lehnen die Zurschaustellung auf diesen Veranstaltungen strikt ab, damit tue man ihnen keinen Gefallen, ziehe sie eher ins Lächerliche. Das sehe ich ganz genauso. Es dient nicht der Würde, sich zum Clown zu machen.

          • H.K.

            Lieber Herr Koester,

            sind Sie wirklich sicher, daß man ( frau auch ) in diesem Land ( noch ) weiß, was „Würde“ bedeutet ??

          • S v B

            Lieber Herr Koester, auch ich kenne, sorry, „stinknormale“ homosexuelle Mitbürger. Diese sind ganz wunderbare Menschen; freundlich, hilfsbereit, verlässlich sowie gebildet und kultiviert. Die Bekanntschaft, bzw. Freundschaft mit ihnen stellt für jeden, also auch für jeden „Hetero“, eine echte Bereicherung dar. Da diese Herren sich mit einem ausgeprägten natürlichen Selbstwertgefühl in der sie umgebenden Gesellschaft bewegen, ist mir noch niemand begegnet, der ihnen gegenüber irgendwelche Vorbehalte, geschweige denn Ressentiments hätte. – Letztlich ist es doch stets nur das Überspannte, das Aufdringliche, das ständig in den Vordergrund Drängende und bewusst Provozierende, welches der Gesellschaft zunehmend lästig wird. Übrigens fühlen sich homosexuelle Mitbürger wie die von mir beschriebenen Herren von den mitunter karnevalistisch auftretenden Aktivisten wie z. B. den Teilnehmern am CSD weder verstanden noch vertreten. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass Homosexuelle mit einem dezidiert gefestigten Selbstverständnis manch überzogener LGBGTQ-Aktivität oder -forderung ähnlich verstört, ja verständnislos gegenüberstehen wie die „Vertreter der Hetero-Community“.

      • B. Minzenmay Antworten

        Liebe SvB,
        gerade das mit dem „Abstumpfen“ sehe ich als das entscheidende Problem: Bis Vorgestern kannte ich „Leyla“ nicht, ein blödes Lied. Aber dass Sittenwächter unseres Staats jetzt anfangen, blöde Lieder zu verbieten, geht überhaupt nicht. Denn das ist ja nicht nur noch blöder, sondern eine Anmaßung. Das mag vonmiraus in Steinzeitländern wie Iran, Afghanistan u. Co. gehen, aber doch nicht in einem aufgeklärten Land! Vielleicht sollten wirklich mal 10.000 junge (und noch nicht „abgestumpfte“!) Leute lautstark darauf aufmerksam machen, dass sie nicht ständig und überall durch eine verschwindende Minderheit durchgedrehter Ideologen bevormundet werden wollen: Diesen Genderblödsinn (nur als eines von vielen Beispielen) lehnen laut Civey über 80 % entschieden ab, und obwohl kein Parlament jemals über diese geisteskranke Sprachverhunzung debattiert, geschweige denn entschieden hat, lassen wir das einfach so über uns ergehen und machen da sogar noch fleissig mit?
        Wir brauchen keinen allgegenwärtigen Wächterrat, sondern eigentlich mal wieder ein paar ´` ` 68-er, die mit ihrer Lautstärke eindrucksvoll gegenhalten können.

        • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

          Die besagten 68iger haben den Marsch durch die Institutionen geschafft. Sie sitzen heute in Parteien (besonders bei den Grünen), Behörden und auf Richterstühlen. Ihre Kinder und Enkel bescheren uns die neue, schöne Welt, in der diese Eliten dem unmündigen Bürger zu einem Paradies verhelfen.

  9. Jutta Antworten

    Ihr geschriebener „Quark“ ist mir sehr vertraut. Um das Leben mit der derzeitigen surrealen Note irgendwie lebenswert zu gestalten, bleibt mir nur der Rückzug auf Essentielles: Familie, Natur, körperliche Betätigungen wie z.B. Brennholz spalten und der Kontakt mit ähnlich denkende Menschen. Ich kann nicht das Leben weiterleben, als hätte es das Gestern nicht gegeben. Und manchmal überkommt mich das Gefühl, dass es einen Schmerz für viele braucht um unseren „Quark“ auch zu fühlen.

  10. Nordlicht Antworten

    „… zwei Flugstunden entfernt lässt ein Irrer ein Nachbarland mit seinen Raketen und Panzern in Schutt und Asche bomben, weil er Phantomschmerz nach seinem alten Reich verspürt.“

    Bei solch politisch hoch differenzierten Argumenten wird deutlich, wie unersetzbar dieser Blog ist. Sicherlich wird es Leute oder Institutionen geben, die für die Analyse „ein Irrer“ bezahlen.

  11. Claudia Antworten

    Man kann es doch eigentlich nur als surreal empfinden, wenn man die Nachrichten verfolgt. Leider verfolgen diese einen überall, auf Bildschirmen in der U Bahn etc, selbst wenn man kein (Leit) Medium aktiv konsumiert. Ich weiß von einigen Leuten außer mir und glaube es ist sehr verbreitet, dass sie einfach nichts mehr hören und lesen wollen und es auch vermeiden. Die Politiker kommunizieren somit nur mit den Medien und den beruflich damit Befassten. Wir dagegen leben einfach weiter wie vorher und ignorieren so viel wie möglich und denken daran wieviele Menschen wie viele irre Regierungen und Wahnsinnige überlebt haben…..

    • Alexander Droste Antworten

      Ja, so könnte man diesen Stumpfsinn aussitzen, wäre der nicht so hochgradig schädlich, dass man meinen könnte, die Industrie würde mit Absicht zerschlagen und die Menschen sollen mit Absicht alsbald verhungern und erfrieren. Ist jetzt sehr schwarzmalerisch. Aber wenn man seine Augen nur einen Schlitz weit auf macht, kommt das Gruseln. Und das natürlich wegen der westlichen Werte, Demokratie und gegen ein menschenfressendes Ungeheuer im Kreml. Dass solches völlig schwachsinnig ist und bei Licht betrachtet ausschließlich unser („Wertewesten“) Problem ist, sei nur noch nachgeschoben. Am gruseligsten dabei ist, wie sich die Massen vergackeiern lassen.

  12. H.K. Antworten

    Das Schlimme ist, daß wir immer mehr in eine Verbotsgesellschaft umgewandelt werden, Schrittchen für Schrittchen, nicht zu schnell, nicht zu deutlich, so daß niemand es wirklich wahrnimmt.

    Jeden Tag ein kleines bißchen mehr, quasi in „homöopathischen Dosen“.

    Heute meldet die „Zeitung mit den vier Buchstaben“

    „Bauministerin Geywitz will, daß wir in kleineren Wohnungen leben

    Der Quadratmeter-Schreck“.

    Müssen wir demnächst alle umziehen in kleinere Wohnungen ? Oder bekommen wir „Einquartierungen“ wie nach dem II. Weltkrieg ?

    Wir lassen uns korrektes Sprechen, Schreiben und vor allem Denken durch Gendergagastottersprech vorschreiben; die Temperatur im Wohnzimmer; die Dauer unserer Duschzeit; demnächst das Tempolimit, für das immer neue Begründungen gesucht werden; welche Vorträge zu welchem korrekten Thema in den Unis gehalten werden dürfen; wer, welche Partei in den Medien ( insbesondere den Öffentlich Rechtlichen) auftreten darf; ja sogar, wieviele von uns wann in einen Laden zum Einkaufen gehen dürfen; ob wir zu zweit auf einer Parkbank sitzen dürfen und ob wir auf unserem Fußweg von A nach B irgendwo „verweilen“ dürfen, ohne ein Bußgeld zu kassieren.

    Von Abstand, Masken, „verbotenen“ Gottesdiensten, Besuchen unserer Lieben im Altenheim oder Krankenhaus, Sprechverbot im ÖPNV, Schulverbot unserer Kinder, Feierverbot von Omis 80., etc etc etc gar nicht zu reden.

    Und nun wird ein saudummes Lied „verboten“.

    Weit ist es nicht mehr zur „entarteten Kunst“ und zur „Bücherverbrennung“.

    WOLLEN wir das alles nicht merken ?

    Oder merken wir einfach schon nichts mehr ?

    Manchmal glaube ich, die Menschen in der DDR hatten mehr Freiheiten als wir im „Land, in dem wir gut und gerne leben“, im „besten Deutschland, das wir jemals hatten“ …

    Warum nur habe ich den sich immer weiter verstärkenden Eindruck, daß dieses Land mit Gewalt „umgemodelt“ werden soll ?

    • Achim Koester Antworten

      Lieber H.K.
      zunächst einmal drei Daumen für Ihren Beitrag 👍👍👍

      „Manchmal glaube ich, die Menschen in der DDR hatten mehr Freiheiten als wir“:
      Aber eine Freiheit haben wir der DDR voraus: wenn es uns nicht passt, können wir ja das Land verlassen, wie es der erschossene Walter Lübcke empfohlen hat. (Ironie aus)

      • H.K. Antworten

        Lieber Herr Koester,

        besten Dank für die Blumen !

        Ich frage mich immer, wenn ich etwas schreibe ( wie wahrscheinlich jeder hier ), „wer liest das und was bewirkt es ?“.

        Es gibt leider keine „Klickzahlen“ und weder den „👍“ noch den „ 👎“ als grundsätzliche Einstellung.

        Von daher tut ein Kommentar wie Ihrer natürlich gut. ( Aber auch Kritik nehme ich – wie kürzlich – absolut ernst. Sofern denn auf zwei Nachfragen noch etwas kommt … ).

        Andererseits habe ich oftmals den Eindruck, daß wir hier schreiben und kritisieren können, daß die Schwarte kracht – „die da draußen“ machen eh, was sie wollen in ihrer ideologischen Verblendung und Beratungsresistenz und laufen dem links-grünen Blödsinnpopanz hinterher, bis sie im kommenden Herbst/ Winter vor lauter Zähneklappern auch ohne Wecker aufwachen.

        Heute lese ich, selbst die CDU ist inzwischen für ein Tempolimit – wegen weil Energiesparen und so …

        Was Walter Lübcke angeht:
        Als ich seine Äußerung seinerzeit zum ersten Mal hörte, konnte ich mich trotz aufrechten Sitzens eines gewissen Reflux nicht erwehren.

        Daß eine derartige Entgleisung keine „öffentliche Hinrichtung“ auf seiner Terrasse rechtfertigt, müssen wir ganz sicher nicht diskutieren.

        Sie ist aber ein Beispiel dafür, wie weit es ideologisch in diesem Land schon zu der Zeit inzwischen gekommen war – sowohl von links als auch von rechts.

        Daß all das ( lediglich ) zum „Kampf gegen räääächts“ führt, spricht Bände.

        Daß dieses Land einmal „DDR 2.0“ genannt würde, war spätestens seit Merkels unseliger Flüchtlingspolitik klar.

        Daß wir uns einmal an nordkoreanische Verhältnisse annähern, hätte zumindest ich mir nicht vorstellen können.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Klare Worte und eine umfassende Aufzählung der Zumutungen, die wir im Lauf der Jahre und besonders in der Corona-Zeit über uns haben ergehen lassen.
      Die Mehrzahl der Bürger hat den Politikern geglaubt, daß sie es gut mit uns meinen. Sie glauben es heute immer noch!

      Nur wenige waren skeptisch, rochen den Braten und haben gewarnt. Sie sind die Schwurbler, die Verschwörungstheoretiker, die sogar in den eigenen Familien und im Freundeskreis gegen Windmühlenflügel argumentieren.

      Die Deutschen wollen sich nicht mit Problemen belasten, sie sind denkfaul, träge und lassen sich durch die gleichgeschalteten Medien und die geschickte Propaganda verblöden.

      Daß die Menschen jetzt noch einmal auf den Putz hauen, kann ich verstehen. Mehr als zwei Jahre ihres Lebens sind ihnen geklaut worden und wie die Zukunft wird, möchte man gar nicht wissen.

      Ob wir für unser sauer verdientes Geld oder unsere Rente noch das konsumieren können, was wir wollen, steht in den Sternen. Kloppen wir es auf den Kopf, ehe der Staat es uns aus den Taschen zieht, um sinnlose Tests, Masken, Beatmungsgeräte usw. davon zu kaufen. Das, was wir brauchen, Benzin, Strom, Gas, wird es nicht in dem Umfang geben, wie es nötig wäre, es sei denn die Figuren an der Spitze kämen aus Angst vor Aufruhr noch zur Besinnung.

  13. S v B Antworten

    Wie in der Welt zu lesen war, ist es jetzt anscheinend auch noch verwerflich, rechtslastig, ja rechtsextrem, wenn man öffentlich Vorbehalte, Bedenken oder gar Ängste vor negativen Entwicklungen thematisiert, welche sich innerhalb der kommenden Monate fraglos einstellen könnten. Oder wenn man sich gar erdreisten sollte, laut Kritik an den Plänen und Entscheidungen der politischen Entscheidungsträger bezüglich eines zu erwartenden massiven Energie-Engpasses sowie einer fragwürdigen Geldpolitik und deren dramatische Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung zu äußern. Dabei scheute man in besagtem Medium offenbar nicht einmal davor zurück, solchermaßen besorgte Zeitgenossen in unmittelbare Nähe von Reichsbürgern und Nazis zu rücken! Ziemlich heftig, oder? Es scheint also, als fürchte man sich vor Volkes Zorn. In einer durchaus prekären Situation sind kritische Stimmen von Bürgern also absolut nicht mehr willkommen. Hocherfreut über diese zeigt man sich ja schon seit längerem nicht mehr. Man sieht sie nun wohl noch eher als Gefährdung an. Wie sonst könne man sich erklären, dass man Kritik und die, die sie äußern, in Bausch und Bogen verunglimpft, sie als Rechtsextremisten oder Reichsbürger abstempelt. Unwillkürlich fragt man sich, wie weit man dieses Spiel noch zu treiben gedenkt. Will man Kritik eines Tages vielleicht ganz verbieten? Will man den kritischen Bürger letztlich mundtot machen? Solches darf in einer Demokratie keinesfalls zugelassen werden. Regelrecht unheimlich kann einem werden angesichts einer der höchst undemokratischen Attitüde, welche sich in besagtem Welt-Artikel offenbarte. Irgendwie unheimlich, das Ganze.

    • H.K. Antworten

      Da wir Deutschen ( und Deutschinnen ) einerseits ein Volk von leicht aufmüpfigen, zu „zivilem Ungehorsam“ neigende Menschen sind, andererseits zu vorauseilendem Gehorsam, verbunden mit eher schläfriger Gleichgültigkeit, neigen, können wir getrost als ideale, nach grün-linkem Gutdünken beeinflußbare, begierig, als „gute“, moderne, nach allen Seiten offene kosmopolitische Untertanen gelten, die lediglich eines nicht wollen: „rääächts“ sein.
      Alles andere ? Egal …

    • Tina Hansen Antworten

      Will man den kritischen Bürger letztlich mundtot machen?

      Liebe SvB,
      bitte geben Sie – wenn Sie Zeit und Interesse haben sollten – bei youtube ein:

      „Faeser will Demos gegen hohe Preise verhindern“

      Das Format „Achtung Reichelt“ war mir bis heute unbekannt, ich habe es gerade erst entdeckt.
      Hier geht` s jetzt um Heiz-Schwurbler und Energie-Leugner 🙂

      • Achim Koester Antworten

        Liebe Tina Hansen,
        danke für den Beitrag von Julian Reichelt, total(itär) entlarvend für unsere Politiker der (H)ampelkoalition.
        „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles im Griff haben“, könnte glatt von Nancy Faeser sein.
        Den Kanal Achtung Reichelt werde ich mir merken.

      • H.K. Antworten

        Ich hab‘s mir gestern abend auch angesehen.

        Schon abenteuerlich, was unsere Sozial-„Demokraten“ da so im Kopf haben.

        D.h. was sue tatsächlich im Kopf haben, können wir höchsten erahnen angesichts dessen, was sie für „reif“ erachten, das gemeine Volk wissen zu lassen.

        Für meinen Geschmack ist das Video zu lang. Über 17’. Er sagt irgendwie mehrmals das Gleiche.

        Aber besser so, als gar nicht.

      • S v B Antworten

        Liebe Tina, Zufall – gerade gestern bin auch ich auf das genannte Format gestoßen. Ich hatte mich schon gewundert, wo Julian Reichelt abgeblieben war.

        Was Frau Faeser uns da ankündigt, ist mit den Rechtsgrundlagen einer Demokratie absolut unvereinbar. Regierungskritik quasi zu delegitimieren, zu unterdrücken, am besten gar komplett abzuschaffen? Da muss man erst einmal drauf kommen. Hallo, geht’s noch?

        In der Landesregierung von NRW erwägt man sogar die Einrichtung von Meldestellen, in denen jeder jeden, der ihm politisch irgendwie verdächtig vorkommt, verpfeifen kann. Will heißen, man kann Leute, die einem beispielsweise durch regierungskritische Äußerungen oder gar durch Vorbereitungen einer Demo aufgefallen sind, bei diesen Stellen melden. Daneben natürlich auch alle nur nur möglichen „Unwokeheiten“. Die der historischen venezianischen Boca di Leone nicht ganz unähnlichen Meldebüros sollen explizit auch Anlaufstellen zur Meldung von Fällen sein, die sich noch unterhalb der Schwelle zum Justiziablen bewegen. Wie krank ist das denn?

        Heaven help, die bewusste Förderung abstoßenden Denunziantentums durch den Staat ist an Perfidie nur noch schwer zu übertreffen. Jedenfalls nicht von einem Staatswesen, welches nach wie vor für sich in Anspruch nimmt, eine gefestigte westliche Demokratie zu sein. Dennoch, die von Ministerin Faeser kommunizierten Ansichten und Vorhaben erinnern fatal an die düstersten Kapitel auch und ganz besonders der deutschen Geschichte. Beklemmend…

  14. H.K. Antworten

    Ach, wo wir gerade bei „Verbiten“ in diesem Land waren:

    Man kann „Verbote“ natürlich so formulieren, wie @Achim Koester es genannt hat, also als „Bitte, die man nicgt ablehnen kann“.

    Darunter fällt wohl auch due Meldung der heutigen „Zeitung mit den vier Buchstaben“:

    „Studie warnt

    Unter 40-Jährige sollten keinen Alkohol trinken“.

    Dort lernen wir – VOR der Bezahlschranke –

    „ Laut Robert Koch-Institut liegen „die Grenzwerte für riskante Alkoholtrinkmengen bei mehr als 10 Gramm pro Tag für Frauen und 20 Gramm für Männer.“ 10 Gramm reiner Alkohol wären 250 ml Bier oder 100 ml Wein.
    Ein internationales Forscherteam kommt zu einem ganz anderen Schluss. Demnach steigt die Menge an Alkohol, die konsumiert werden kann, ohne die Gesundheitsrisiken zu erhöhen, erst im Laufe des Lebens an – und sollte in der ersten Lebenshälfte auf ein absolutes Minimum beschränkt werden.
    Die Empfehlung der Wissenschaftler, deren Studie im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde:
    Jüngere Männer sollten höchstens ein Schnapsglas (40 ml) voll Bier oder zwei Teelöffel Wein pro Tag trinken. Jüngere Frauen dürften etwas mehr konsumieren: höchstens zwei Esslöffel Wein oder 100 ml Bier.“

    Also, am besten den Artikel vor dem heutigen Grillabend nochmals lesen – VOR den zwei Teelöffel Wein …

    • S v B Antworten

      Lieber H.K., wetten dass uns schon bald Massen von Ge- und Verboten um die Ohren fliegen werden? Wenn die Grünen noch länger das Sagen im Land haben sollten, dann gnade uns Gott. I mean it. Der erstaunliche Elan, mit dem man sich nun daranmacht, immer mehr Aspekte der bürgerlichen Lebensführung unter staatliche Kontrolle zu zwingen und nachfolgend bis ins kleinste Detail zu reglementieren. Dabei wird wohl kaum eine, wenn nicht gar keine, Facette unseres menschlichen Daseins von der erschreckenden Überwachungs- und -Regulierungswut ausgenommen bleiben. Die Anfänge dieser unseligen Entwicklung liegen bereits hinter uns. Die demokratischen Strukturen ächzen beängstigend. Soll man das alles etwa gutheißen?

    • GJ Antworten

      Oh je. Irgendwie sind diese neuesten Regeln bei unserer Dorfjugend noch nicht angekommen. Ich bin aufs Äußerste besorgt. Vielleicht hatten sie auch keine Tee- und/oder Eßlöffel*innen auf dem Dorffest und der Beauftragte*in für den Jugendschutz war krank oder selbst besoffen. Dank der jüngsten Sau, die derzeit durch den Blätterwald gejagt wird hatte ich von dem unschicklichen Liedgut besagter Leyla Kunde, so konnte ich erschütterte Zeitzeugin werden, als heute nächtens um 2:30 Uhr ein Teil vorgenannter Dorfjugend mit einem Pegel, der ca. 15-jährige Mädels auf alle Viere zwang, lautgrölend irgendwas von sich gaben, wovon ich nur „Leyla“ verstand. Der restliche Text war unverständlich, weil die Interpreten so besoffen, daß die Jugendlichen der deutschen Sprache nicht mehr mächtig waren. Heute steht auf Facebook ( sagt mein Mann, ich habe
      keinen Zugang zu diesem Gesichtsbuch), das Dorffest habe einen stimmungsvollen Auftakt genommen. Wie schön! Und was Leyla oder Layla betrifft: Da könnte man zig schlüpfrige Lieder von Roland Kaiser, die Rosi von der SMG und Vieles mehr verbieten und was ist eigentlich mit politisch korrekten Texten wie die der Fischtruppe in Sahnesoße? Am Lagerfeuer der KSJ sangen wir einst Lieder wie „Negeraufstand ist in Kuba“. Die Lektüre des Textes sei im Internet empfohlen. Das hieß „Moritaten“ und wurde als solches nicht beanstandet. Ach ja, und die 10 nackten Friseusen bedürfen auch dringender Hilfe, es gibt einen kalten Winter….

      • S v B Antworten

        An das „N-Lied aus Kuba“ entsinne ich mich auch noch recht lebhaft. Auch die eingängige Melodie erklang beim Lesen Ihres Kommentars sofort wieder in meinen Ohren. Von wegen „humba-humba-hassa“ und so. Heute würde gewiss jeder, dem auch nur die erste Zeile über die Lippen käme, wohl umgehend dingfest gemacht und abgeführt. Anzunehmen, dass derjenige mit einer empfindlichen Geldstrafe, wenn nicht gar einer Bewährungsstrafe zu rechnen hätte. Wie grausam verroht müssen auch Sie und ich als Jugendliche doch gewesen sein! – Die von Ihnen erwähnten „nackten Friseusen“ hingegen muss ich wohl irgendwie verpasst haben. Aber Sie haben recht, das musikalische Genre der Moritaten war eine ganze Weile top aktuell. Ob dadurch allerdings auch die jährlichen Kriminalstatistiken auffällige Veränderungen gezeigt haben, ist mir leider nicht bekannt. Ihnen?

        • hk Antworten

          Hm.

          Sie kennen „Zeeeehn nackte Frisööööösen“ nicht ??

          Das ist in der Tat keine Bildungslücke.

          DAS ist ein BildungsKRATER !!

          😂

          • S v B

            Werte/r hk,
            noch heute Abend werde ich alles daransetzen, den offenbar unverzeihlichen Bildungskrater mithilfe von Google zu schließen, Erst danach können Sie und ich dem morgigen Tag entspannt entgegen schlummern.

          • H.K.

            Uuiiiii …

            Habe ich mich wieder mal selbst verkleinert …

            „H.K.“ mußte es selbstverständlich heißen …

            ( hk ist nur mein Künstlername – also quasi incognito … )

          • S v B

            Sie haben bei mir wirklich für einige Verwirrung gesorgt. Machen Sie sowas niiieee wieder, okay? Allerdings gebe ich zu, dass mir die Diktion irgendwie bekannt vorkam. Wie Sie sehen, verfüge ich über die seltene Gabe, selbst das Genie, welches für sich den exotischsten nom de plume ausgesucht haben könnte, zeitnah zu enttarnen. Und jetzt kommen Sie. – Ach ja, muss noch schnell die Frisööösen googlen.. .

  15. H.K. Antworten

    Es ist in der Tat erstaunlich oder auch „surreal“, was in diesem Land so los ist.

    Da wird Nordstream 2 aus diversen Gründen nicht ans Gas genommen.

    Nordstream 1 läuft wochen- oder sogar monatelang OHNE eine bestimmte Gasturbine, die Gazprom gehört.

    Diese Gasturbine mußte nun unbedingt gewartet werden – in einem Werk von Siemens.

    In etwa in Deutschland, nein, sie mußte zur Wartung nach Kanada.

    Nun ist sie wohl gewartet, und obwohl Nordstream 2 auch ohne just diese Turbine gelaufen ist, wurde die Gasdurchleitung abgestellt.

    Da aber kanadische Sanktionen gegenüber Rußland verhindern, daß die Turbine nach Rußland und an Gazprom zurückgeliefert wird, bleibt Nordstream 1 vorerst dicht.

    Nun hat der deutsche Wirtschaftsminister Habeck Kanada gebeten, idiese Gasturbine nach Deutschland zu schicken, damit sie von hier aus nach Rußland gehen kann.

    Dummerweise hat ein gewisser Herr Selenski das mitbekommen und den kanadischen Botschafter in Kiew einbestellt, um gegen die Lieferung der Gasturbine aus Kanada heraus zu protestieren und so „erheblichen Druck“ auf die kanadische Regierung auszuüben.

    Wie die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ heute abend titelt

    „Wo steckt die verdammte Gas-Turbine ?“

    weiß offenbar niemand so wirklich, wo das Ding denn nun ist.

    Obwohl es eigentlich egal wäre, denn Nordstream 1 könnte auch OHNE sie weiterlaufen.

    Warum eine russische Gasturbine in einem deutschen Siemens-Werk in Kanada gewartet werden muß, erschließt sich mir allerdings nicht so ganz.

    Sachen gibt‘s …

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Kein Fleisch, Kein Tabak, kein Alkohol, aber Haschisch.
      Keine gentechnisch veränderten Lebensmittel, aber Gentechnik in „Impfseren“.
      Kein Bauland, wo sich seltene Tiere und Pflanzen aufhalten könnten(!), aber Windrädchen, die Insekten und Vögel schreddern.
      Kein Negerkuß, Zigeunerschnitzel, Indianerkostüm, aber wechselnde Geschlechtszuordnung mit Androhung von Strafe bei Nichtbeachtung der neuen Identität.
      Wie heißt ein Buch von Manfred Lütz?: „Irre-Wir behandeln die Falschen!“

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Es handelt sich um eine routinemäßige Überprüfung und Abschaltung mit anschließendem Testlauf.
      Bei Ausfall einer Turbine wird automatisch weniger Gas durch die Pipeline geleitet.

      Daß der Herr aus der Ukraine sich erdreistet gegen den Einbau der reparierten Turbine zu protestieren, ist eine Unverschämtheit.
      Wir werden noch viel Freude mit ihm bekommen.

  16. S v B Antworten

    Sorry, aber dass Präsident Selenskyj nun mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, die Auslieferung besagter Turbine zu verhindern, spricht für mich nicht nur Bände, sondern das literarische Gesamtinventar einer bestbestückten Nationalbibliothek. Ich gebe ja zu, dass ich mich – aus unerfindlichen Gründen – dem ukrainischen Präsidenten noch nie sonderlich verbunden gefühlt habe (und erst recht nicht seinem merkwürdigen Berliner Botschafter). Aber mit dem Schachzug, den Herr Selenskyj jetzt anstrengt, verwischt er selbst die letzten Spuren meiner Sympathie. Schon Herrn Melnyk schien die vielfältige Hilfe, die Deutschland an sein Land leistet (unter etlichem anderen z. B. die großzügige Aufnahme und Versorgung Hunderttausender Ukrainer) nicht wirklich zu beeindrucken. Und gewissermaßen als Akt der Anerkennung (Dankbarkeit wird Deutschland in der Welt ohnehin nur sehr selten zuteil) plant Selenskyj jetzt doch tatsächlich, das großzügige Geberland (welches Deutschland gegenüber der Ukraine wohl noch auf Jahrzehnte bleiben wird) im kommenden Winter gründlich ausfrieren zu lassen. Und zwar, indem er die deutsche Bevölkerung – welche die stattlichen Zuwendungen letztlich erwirtschaften muss – von russischen Gaslieferungen abzukoppeln trachtet. Eine wahrhaft edelmütige, menschliche Geste, für die sich Deutschland dereinst einmal erkenntlich zeigen sollte. Doch zunächst herzlichen Dank für die hingebungsvollen Bemühungen des Präsidenten um eine termingerechte Rücklieferung der Gas-Turbine zum Einsatzort. Gerade diese scheinen in besonderem Maße geeignet, einen wertvollen Beitrag zur Vertiefung des Vertrauens sowie zur Völkerfreundschaft zwischen der Ukraine und Deutschland zu leisten. Thumbs up!

    • H.K. Antworten

      Ach, liebe SvB, wer glaubt, wenn die Ukraine erst in der EU Vollmitglied ist, würde Herr Selenski eine Forderung nach der anderen stellen und eine Extrawurst nach der anderen gebraten bekommen wollen, der liegt mit Sicherheit vöööööllig – richtig …

      Es wird eine „Ost-EU“ geben, unter lautstarker Führung der Ukraine, zu der dann Polen, Ungarn, Tschechien, Moldau, Georgien und wer weiß noch gehören werden.

      Und diese „Ost-EU“ und infolge dann die „Ost-NATO“ wird ein ständiger Dorn im Auge Rußlands sein.

      • S v B Antworten

        Genauso sehe ich es auch, lieber H.K. Letztlich würden diese Erweiterung und die sich danach bildende Untergruppierung vermutlich bald zu einer Spaltung der EU führen. Wenn nicht gar zur Implosion des Gesamtprojekts. Zu dem ohnehin vorhandenen Nord-Süd-Gefälle würde, bzw. wird sich garantiert noch ein West-Ost-Gefälle gesellen. Besser, will heißen finanziell ausgewogener und harmonischer ging’s dann wirklich nimmer, meinen Sie nicht auch? Nur soll dann bitte keiner mit dem labbrigen Argument daherkommen, dass man das Unheil nicht hätte voraussehen können. Oh doch, man hätte. Und ob man es hätte. Wenn allerdings die Politik nicht endlich lernt, erst nach längeren, intensiven und von ausgewiesenen (nicht ideologiebesessenen!) Experten begleiteten Denkprozessen zu entscheiden und zu handeln, könnten wir zukünftig öfter Zeugen eklatanter Fehleinschätzungen und -entscheidungen werden. Die daraus resultierenden, vielleicht mitunter verheerenden, Folgen für unser Land und Europa könnten dann wohl weder durch späte Einsichten noch durch leere Reuebekenntnisse abgemildert werden. In jüngerer Zeit gewinnt man immer häufiger den Eindruck, als wäre der von den Regierungs-Mitgliedern geleistete Amtseid nicht mehr so gewichtig wie in früheren Zeiten. Zählt er am Ende – fast – nichts mehr?

  17. H.K. Antworten

    Ach, was wünsche ich mir einen von den beiden Helmuts zurück …

    ( Dummerweise ist nirgends, weit und breit, keiner von diesem Kaliber in Sicht … )

    • S v B Antworten

      Wäre sicher nicht schlecht, wenn man Scholzens Olaf durch Schmidts Helmut austauschen könnte. Letzterer hat mir seinerzeit nämlich ganz dolle imponiert. Immerhin hatte auch er die eine oder andere hochdiffizile Entscheidung zu treffen. Remember? Dieser Mann verfügte jedenfalls über Rückgrat. Etwas, das ich auch und gerade an Politikern sehr schätze. Mir wäre Schmidt also definitiv lieber als sein beleibter Vornamens-Vetter. Wobei ich Letztgenannten trotzdem immer noch allen vorziehen würden, die sich nach ihm um das Bundeskanzleramt bemüht haben, ob mit Erfolg oder ohne. – Nun aber Schluss mit der sinnlosen Polit-Nostalgie. Lassen Sie uns also den Blick wieder nach vorne richten, lieber H.K.

      • H.K. Antworten

        Wir schauen nach vorn !

        ( Trotzdem soll es angeblich hilfreich sein, über einen Rückspiegel zu verfügen … )

        😉

        • S v B Antworten

          Yep. Wie hieß es doch damals schon so richtig bei Herrn Fahrlehrer Pürschel in Wuppertal? Vorsicht, Umsicht, Rücksicht. Nie werde ich die weisen Worte dieses Mannes vergessen. Welch ein Zufall, dass just diese Sichtweisen auch von der Politik beherzigt werden könnten. Könnten??? Nein, sie sollten, ach was, sie müssen es sogar.

  18. H.-J.Pöschl Antworten

    Komme gerade von den (oder aus den?) Masuren zurück. Üppige grüne und bunte Wiesen, gesunde Wälder, freundliche Menschen, gutes Bier und im Einzelhandel ein volles Angebot.
    (Die unverbesserlichen Polen verheizen und verstromen doch hauptsächlich Kohle! Kaum Windräder – Stromkosten günstig – kann und darf eigentlich nicht sein)
    Zuhause angekommen, musste ja der Kühlschrank wieder mit dem Notwendigsten gefüllt werden.
    – Senf – nur ein Becher erlaubt.
    – Butter – auf 2 Stück limitiert.
    – Speiseöl – keine inländischen Produkte, dafür um das fünffache verteuert
    – Gemüse – „hätten sie morgens kommen müssen!“.
    Ich überlege gerade, wann und wie ich das in meinen 39 Lebensjahren in der DDR erlebt habe.
    Herr Kelle – da ich gerade dabei bin – noch eine Bitte:
    Vermeiden Sie doch in Zukunft diese hässlichen Wörter wie „Kids“ und „Kita“.
    Vielen Dank.

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