In Berliner Bezirk Schöneberg haben sich SPD und Grüne etwas Neues ausgedacht, um die Welt ein klein wenig lebenswerter zu machen. Allmonatlich soll es im Stadtbad Schöneberg spezielle Zeiten geben, zu denen ausschließlich Trans- und Intersexuelle dort baden dürfen. Durch solch einen geschützten Raum seien sie vor Diskriminierung durch „misstrauische Blicke und abfällige Bemerkungen“ bewahrt, heißt es. Das mag sein, und ich gönne diskriminierten Menschen jeden Schutz, den sie brauchen, auch wenn ich nicht sicher bin, ob das Kassenpersonal im Hallenbad wirklich geeignet ist, zu erkennen, wer trans- oder intersexuell ist. Aber warum überhaupt nur in diesen beiden Fällen? In einem Schwimmbad werden auch behinderte Menschen bisweilen mit abfälligen Bemerkungen traktiert. Oder alte, weiße Männer wie ich, mit ein paar Kilos zu viel auf den Hüften. Und in manchen Städten gibt es bereits heute spezielle Badetage nur für muslimische Frauen. Und was ist mit jüdischen Mitbürgern, die besonders in jüngster Zeit wieder von einem islamistischen Mob beleidigt und bedroht werden? Wann dürfen die ins Stadtbad Schöneberg, ohne Angst vor Belästigung und Diskriminierung haben zu müssen? Oder Pfarrer und Ordensleute? Wollen die von anderen wohlmöglich nicht erkannt und beim Schwimmen angesprochen werden? Was ich sagen will: Wo fängt das an, wo hört das auf? Wäre es nicht sinnvoller, von den Badegästen offensiv Toleranz und anständiges Benehmen einzufordern, statt Separierung im Chlorwasser zu betreiben?

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Dieser Artikel wurde 2 mal kommentiert

  1. Dieter Krüll Antworten

    Parteipolitiker sind Nachläufer der angeblichen öffentlichen Mehrheitsmeinung, oft genug auch Wendehälse.
    Keine „Minderheit“ hat eine solche Lobby wie Schule, Lesben und Trans- bzw. Intersexuelle.

    Dieter Krüll

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