„What if someone wipes them out?“

Die Berichterstattung über Trumps Amtseinführung und seine Vereidigung war in den deutschen öffentlich-rechtlichen Medien einmal mehr unterirdisch. Schon die Berichterstattung in der Wahlnacht, als sich der überraschende Sieg des republikanischen Kandidaten anbahnte, glich eher der Kommentierung einer Naturkatastrophe denn eines sachlichen und fairen Journalismus. Wer um alles in der Welt hat diese Leute zu Medienleute ausgebildet? Dieselben Gestalten, die völlig kritiklos Barack Obama zum Superhelden hochjubelten, schütten Spott und Hähme über den gewählten Präsidenten unseres wichtigsten Bündnispartners aus.

Aber nicht ist so dämlich, als dass es nicht noch von noch dämlicheren Leuten und Medien getoppt werden kann. Dieses Mal erfreulicherweise in den USA.

Am Tag vor Trumps Vereidigung entblödete sich der weltweit bekannte Moderator Wolf Blitzer in der Sendung „The Situation Room“ des Clinton-nahen Sender CNN nicht, darüber zu philosophieren, das Obama im Amt bliebe, wenn zum Beispiel jemand ein Attentat auf Trump und seinen Vize Mike Pence verübe, bei dem beide ums Leben kämen. Das klang wie eine Aufforderung an irgendwen da draußen, das Schlimmste noch schnell zu verhindern.

Oder wörtlich: “What if an incoming president and his immediate successors were wiped out on day one?”

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Dieser Artikel wurde 18 mal kommentiert

  1. Werner Meier Antworten

    Was dieser Typ absondert, ist einfach widerlich und im Grunde eine verdeckte Haßbotschaft. Was wurde andererseits daraus für ein „Skandal“ gemacht, als Donald Trump sich auf seiner Pressekonferenz weigerte, einem CNN-Journalisten zu antworten, mit Hinweis auf die verzerrte Berichterstattung des Senders? Und jede, den Journalisten nicht passende Äußerung, wurde gleich als „Pöbelei“ oder „Poltern“ dargestellt. Donald Trump wird vorgeworfen, das Land angeblich gespalten zu haben. An dieser Spaltung hat ein Obama, der z.B. die überwiegend weiße Bevölkerung im desolaten Rostgürtel mit seinen massiven Sozial- und Drogenproblemen im Stich ließ, wohl keine Schuld? Was für eine primitive Boshaftigkeit, die jeden Respekt für eine demokratische Mehrheitsentscheidung der amerikanischen Bevölkerung vermissen läßt.

  2. Sonja Mueller Antworten

    Ich bin ganz der Meinung des Autors, obwohl ich Trump wirklich nicht mag.
    Meinem „Vorschreiber“ Herrn Meier muss ich allerdings folgendes sagen: Sicherlich hat und hatte Obama seine Schwächen, bzw. tat Dinge die ich auch nicht gut fand. Aber das er nicht versucht hat die sozialen Probleme zumindest anzugehen kann man ihn wirklich nicht vorwerfen.
    Beispiel: Meine Schwester profitiert von obama care, denn sonst hätte sie KEINE Krankenversicherung. Durch eine Scheidung hat meine Schwester ihre Krankenversicherung verloren (sie war bei ihrem Mann versichert). Dummerweise bekam sie vor der Scheidung eine Krebserkrankung. Mit einer Vorerkrankung wie Krebs nimmt dich aber keine amerikanische Krankenversicherung. Klar, für immens viel Geld sicherlich. Nur meine Schwester ist eine ganz normale Bürgerin wie 1000 Andere auch. Sie hat einen Bürojob und kann nur „normale“ Krankenraten bezahlen.
    Glauben Sie mir, meine Schwester „zittert“ zur Zeit bezgl. der Krankenversicherung. Gerade eben habe ich gelesen das Trump obama care zurück nehmen will. Was soll meine Schwester machen wenn der Krebs wieder kommt und sie keine Versicherung hat….

    • Helga Antworten

      Ich würde meiner Schwester empfehlen nach Deutschland zu kommen, als Flüchtling. Die Chancen stehen gut, dass wer vor Trump flüchtet, genauso mit offenen Armen aufgenommen wird wie „Flüchtlinge“ aus islamischen Ländern.

      Da wir hier bereits nur noch Wohnbevölkerung sind und jedem , der es hierher schafft Zugriff auf alles zusteht, wäre das aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung. Es brächte auch die beiden Schwestern einander näher, wenn sich das Leben dem Ende zuneigt.

      Ich meine das keinesfalls ironisch. Meine Devise: Lösungsorientiertes Denken pflegen! Sie hätte damit auch Anspruch auf Grundversorgung im Alter.

    • Uwe Monheimius Antworten

      Aber Sonja Mueller.
      ,
      US Praesident Trump hat schon beim ersten Treffen bei Obama gesagt, er will die KV nicht abschaffen, nur aendern.

      Steht in keiner Zeitung. Richtig.
      Nur in der JF junge Freiheit.

    • Werner Meier Antworten

      Mir tut das schwere Schicksal Ihrer Schwester leid. Ich hoffe, dass es für Sie eine gute Lösung für die Krankenversicherung gibt. Dass Obama keine Sozialpolitik betrieben hätte, hatte ich nicht behauptet. Mir ging es speziell um die Menschen im Rust Belt, einer alten Industrieregion in den USA, in der es seit Jahren durch die Krise der Stahl- und Autoindustrie wirtschaftlich bergab geht. Es mag ja sein, dass Obama Care eingeführt wurde. Aber eine bessere Krankenversicherung allein hilft diesen Menschen wenig, die sich Sorgen um ihre Existenz und Zukunft machen. In dieser Gegend haben doch auch massenweise ehemalige Demokraten Trump gewählt, weil sie sich nicht mehr von der Politik Ernst genommen fühlten. Vorschreiben will ich niemand etwas. Ich appeliere nur an mehr Gelassenheit und Objektivität, weil das die Kommunikation erheblich vereinfacht.

  3. Helga Antworten

    Wir als Gesellschaft befinden uns völlig in Auflösung.

    Rationales Denken ist out, weil rechts. Denken in Zusammenhängen ist abgeschafft. Jede Entscheidung „kostet“. Ich meine das gar nicht einmal materiell. Kosten, die man vergisst mit einzubeziehen, machen die schönsten Pläne zunichte.

    Was gestern noch furchtbarer Antiamerikanismus war, ist heute en vogue und progressiv. In der veröffentlichten Meinung stellt man sich ganz „mutig“ gegen Putin UND Trump. Es ist geradezu ein Treppenwitz der Geschichte, dass die „progressiven “ Geistesriesen total Mainstream sind und so wunderbar spuren. Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass wir völlig abgewirtschaftet haben, dann durch die Erkenntnis, dass wir überall nur noch Kindergarten haben, noch dazu einen gegenderten.

    Mit der Dekonstruktion der Geschlechter ging leider auch die Dekonstruktion der Gehirne einher. Sogar die Kirchen sind davon befallen. Dekonstruktion auf allen Ebenen, ohne dass eine brauchbare Konstruktion die Lücke füllt.

    Da heißt es zugreifen für die Kräfte mit solider Konstruktion, die den Umweg über Dekonstruktion als Energieverschwendung betrachten.

    • Werner Meier Antworten

      Zu diesem Kindergarten gehören auch die öffentlich-rechtlichen Märchenonkels und -tanten, die die meist vom Clinton-Anhänger Soros finanzierten Anti-Trump-Proteste und dessen Hetzreden gegen Trump für „hauptnachrichtenwürdig“ befinden. Richtig rührend fand ich die unheimlich „wichtige“ Botschaft in dem Pseudo-Weltuntergangs-Szenario bei Obamas Abtritt, dass er das letzte Telefonat mit Angela Merkel führen wollte. Ausgerechnet mit der Frau, die ihm die geplante Wahlkampfrede am Brandenburger Tor untersagte und mit der er nie einen herzlichen Kontakt hatte. Und die gleichen Medien empören sich über die Offenheit und Ehrlichkeit Trumps?

  4. ky Antworten

    Donald Trump ist nicht mein „Lieblings-Präsident“, aber ich konnte ihn auch nicht wählen, aber er ist ein demokratisch gewählter Präsident des US-amerikanischen Volkes, und das habe ich zu akzeptieren. Punkt.
    Ich glaube, er wird weniger Schaden anrichten als die beiden „Bush’s“, und er wird – „unabsichtlich“ Europa einen.
    Wenn er tatsächlich hohe Nato-Beiträge (übrigens völlig zu Recht) von den zu schützenden europäischen (und indo-chinesischenen) Staaten fordern wird, kann sich Europa ggf. endlich seiner Lage als überalterter und kleiner Kontinent bewusst werden… Sollte allerdings Marine Le Pen französische Präsidentin werden und Italien zahlungsunfähig werden (beides nicht unwahrscheinlich), wird Europa erstklassig beerdigt… dann gehe ich mit meinen Kindern nach Neuseeland, denn Mutti Merkel wird es nicht mehr richten können.
    Und sie konnte eh nie was richten – der übereilte Atomausstieg hat nicht nur unsere Strompreise verdoppelt, er macht auch die Bewohner Aachens oder Saarlouis nicht glücklicher, wenn dt. Atomkraftwerke keine „Gefahr“ mehr sind, aber 30 km hinter der Grenze belgische oder franzöische Meiler weiter laufen. Politiker-Kasten haben ohne Weitsicht Europa torpediert.
    Ich wünschte mir einen Friedrich Merz etc., der Europa wieder „great“ macht…
    Eine kluge Politik erfordert Weitsicht und Geradlinigkeit, keine Meinungsumfragen.
    Donald Trump wird die USA besser führen, als es Nahles, Roth und Co. jemals könnten… Der Mann hat zumindest eine Vision, was er will. Damit ist er den meisten Politikern um Lichtjahre voraus, und Obama hatte das Pech, durch die Mehrheit der Republikaner im Senat leider 8 Jahre eine „lame duck“ zu sein.
    Nichts ist so klar, wie es scheint… und Aufklärung tut Not, immer und immer wieder – danke Herr Kelle für ihren Blog und die Gründung von „The Germanz“.

    • Uwe_aus_DO Antworten

      Ich gebe Ihnen in vielen Punkten (zuallererst bezüglich Friedrich Merz) recht, aber in mir ist nicht nur Sorge, sondern Angst, dass John Kornblum richtig liegt, wenn er sagt: „Wenn es ein zweites 9/11 geben sollte, drückt Trump ohne über die Folgen“ (für die ganze Welt) „nachzudenken auf den roten Abschussknopf“.

  5. Klaus Hilbert Antworten

    Trump hat der gesamten Politikerkaste bescheinigt, sich selbst sehr gut versorgt zu haben und darüber ganz den Bürger vergessen zu haben. Klingelt es da nicht manchen in den Ohren? Reisen nicht unsere Politiker um die ganze Welt und verkünden überall, wie wunderbar es den Deutschen geht und das Deutschland noch nie so gut dastand? Sie sollten mal Hartz-4 Empfänger fragen, wie phantastisch deren Leben aussieht! Die Ansichten Trumps treffen auf sehr viele Länder zu.

  6. Walter Lerche Antworten

    Ich bewerte die Äußerung des Moderators Wolf Blitzer gleich einem Aufruf zu Doppelmord.
    Nichts anderes waren und sind die weltweiten Mordaufrufe islamischer Anführer gegen Satiriker, Kritiker und Autoren wegen Beleidigung ihres islamischen Gründers Mohamed.
    Was würde denn in solchem Fall in Deutschland passieren? Nicht, dass das davon abhängt, gegen wen es gerichtet ist…

  7. treu Antworten

    Es ist ja nichts dabei, wenn einige auch in diesem Lande Trump nicht mögen und mit seiner Wahl unzufrieden sind, weshalb auch immer. Das Schlimmste ist, wie schnell sich in Windeseile Politik, Regierung und Medien verlogen und heuchlerisch gewendet haben und wie sehr sich der Bürger wieder manipulieren und ideologisieren läßt. Ob beim Putinbashing oder jetzt beim neuen Präsidenten der bis eben noch deutscherseits in völliger devoter Haltung hofierten Schutzmacht USA.

  8. Andreas Schneider Antworten

    Die Anwältin Jaklin Chatschadorian vermerkte am 20. Januar: „Trump Tag – Jene die uns nach jedem Anschlag zur Besonnenheit mahnen, drehen nun am Rad.“

    Passt auch hier.

  9. Günter Munz Stuttgart Antworten

    Es fängt immer mit Gedanken an und endet dann mit der Tat. Wir müssen uns aber immer bewusst sein, dass Herr Trump viele Feinde hat und er als Präsident der USA zu den meistgefährdeten Menschen auf der Welt zählt. Wer sich für das Amt des Präsidenten der USA entscheidet, der weiß das. Es ist und bleibt eine mutige Entscheidung und dafür danke ich Herrn Trump von ganzem Herzen. Er wird die Welt beeinflussen und sicherer machen. Davon bin ich jedenfalls überzeugt.

  10. Ludwig Fent Antworten

    Eine rote oder grüne Schnepfe (sorry für die Bezeichnung, aber ich kann nicht anders) mokiert sich darüber, dass Nordafrikaner im Polizeijargon als „Nafris“ bezeichnet und damit „diskriminiert“ werden, und der Polizeipräsident katzbuckelt.

    In einem Land, in dem sich ein Polizeipräsident für die Bezeichnung „Nafri“ öffentlich entschuldigt und damit seiner Mannschaft in den Rücken fällt, muss man sich über nichts mehr wundern.

    Vermutlich täte ein Mann wie Trump einem Land wie Deutschland mit einer völlig verweichlichten politischen Führung gar nicht so schlecht. Jemand, der mit der Faust auf den Tisch drischt, dass die Gläser und Teller springen, so wie früher ein Franz Josef Strauss oder ein Herbert Wehner.

    Ich freue mich schon darauf, wie die politische Kaste beim ersten Trump-Besuch demselbigen in den Hintern kriecht. Ganz nach deutscher Art.

    Das Wörtchen „darf“ ist in Deutschland zu Hauptwort geworden. Das „darf“ man nicht. „Darf“ ich das überhaupt, usw. usw.

    Früher war weniger Etikette. Weicheier – allesamt!

    • Walter Lerche Antworten

      Jawohl. Was wir dürfen und was nicht, das werden wir in absehbarer Zukunft wohl im Koran nachschlagen müssen oder einen Imam fragen. Das ist ein Grund, warum islamische Regionen wirtschaftlich nicht mithalten können und folglich die Leute überall dort auf keinen grünen Zweig kommen und die Verlierer sind.
      Da verdampft jede Entwicklungshilfe.

      Ganz in Vergessenheit geraten und in den Hintergrund gerückt ist die Moral für unser Miteinander, nämlich die Frage „Das tut man nicht!“ Früher, als es noch nicht so viele Gesetze und Rechtsanwälte gab, da wusst man das, da gehörte es selbstverständlich zur Kultur des Umgangs miteinander. Heute sind Wortbruch, Betrug, Täuschung, Trickserei an der Tagesordnung, fängt ganz oben bei unseren „Eliten“ an. Alles, was gesetzlich nicht geregelt ist, scheint erlaubt zu sein.
      Gesinnung steht über allem. Der größte Geldverschwender und Blender ist ein guter Mensch, wenn er die richtige Gesinnung trägt und Haltung zeigt.

  11. Walter Lerche Antworten

    Es ist gut Herr Kelle, dass Sie unsere Medien und insbesondere unsere öffentlich-rechtlichen, kritisch konkret ansprechen, sich nicht auf Putins Medien beschränken.
    Ihren letzter Focus-Beitrag dazu finde ich allerbestens, wie ein frischer Luftzug voll mit Sauerstoff für meine Seele.

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