Habe heute Nachmittag beim Nachrichtensender N24 reingeschaut. Es lief eine Dokumention über den 11. September 2001, als sich in New York und im Pentagon in Virgina der bisher größte Terroranschlag in der Geschichte der Menschheit ereignete mit mehr als 3.000 Toten. Osama von Laden und sein islamistisches Terrornetzwerk Al Kaida hat es geplant und ausgeführt, und genau das können und vor allem wollen viele Menschen bis heute nicht glauben, die den Vereinigten Staaten grundsätzlich alles Böse zutrauen. „Truther“ nennen sie sich nach dem englischen Wort für Wahrheit.

Genau deshalb war diese Dokumentation so eindrucksvoll für mich, weil sie den Flug American Airlines AA 77 und die Ereignisse dieses Tages noch einmal detailiert schilderten. Welche Passagiere saßen in der Maschine, wer im Cockpit? Wer waren die Terroristen, und wie konnte das FBI sie identifizieren? Wer hatte Kontakt per Handy mit der Außenwelt? Wer saß in der Flugleitzentrale, was sagten die Leute dort über den Kurs der Maschine? Alles, wirklich alles, wurde im Einzelnen absolut plausibel erklärt. Keine Frage blieb offen.

Meine Lieblingsszene in der Doku ist, wie Augenzeugen des Einschlags von AA 77 ins Pentagon-Gebäude schilderten, was sie damals sahen. Mehr als 750 waren außerhalb des Gebäudes und auf dem Highway unterwegs und erlebten den Angriff live und in Farbe. Sie sahen das silverglänzende Verkehrsflugzeug mit dem Schriftzug „American Airlines“, wie es in einem gewaltigem Feuerball am massiven Gebäude zerschellte – übrigens auch der Grund, weshab vergleichsweise wenige Trümmer übrig blieben. Über 750 Augenzeugen und nicht ein einziger von ihnen sagte aus, etwas anderes gesehen zu haben. Nicht einer! Und was behaupten die „Truther“ weltweit bis heute unter dem Beifall ihrer Fans? Es war gar kein Flugzeug, es war ein Marschflugkörper.

Ich kann diesen ganzen Verschwörungsquatsch nicht mehr hören…

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Dieser Artikel wurde 14 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Marschflugkörper, tsiss. Wer glaubt denn so was?
    Ich habe mir die Videos auf YouTube x-mal angesehen. Da waren zwei Flugzeuge, zivile Passagierflugzeuge. Die flogen eindeutig in diese Gebäude.

    Das ist aber auch alles, was belegbar ist.

    • Alexander Droste Antworten

      Ich vergaß: Belegbar ist auch,
      dass ein drittes Hochhaus eingestürzt ist. Da ist kein Flugzeug hineingeflogen. Das stürzte sogar ein 20 minuten nachdem es eine Nachrichtensprecherin prophezeiht hatte. Im Hintergrund sah man es noch stehen. Dieses dritte Hochhaus WTC7 ist eindeutig fachgerecht gesprengt worden.

      Den Rest reimen wir uns zusammen; vielleicht mit Hilfe eines NIST-Mitarbeiters, den die Skrupel gepackt haben. Er sprach so etwas von Vorgaben

      Architekten und Bauingenieure, weltweit, Sprengexperten, Luftfahrtingenieure, Militärstrategen, Feuerwehrleute, alles Verschwörungstheoretiker.

  2. labrador12 Antworten

    Lieber Herr Droste,

    auf ein Neues:
    Herr Kelle schrieb, ich zitiere „Pentagon-Gebäude“. Das war zumindest als ich das zum letzten Mal gegoogelt habe, in Washington DC.
    Sie antworten mit dem WTC, das (ich danke darin stimmen wir überein) in New York stand …

    Verzeihen Sie bitte, aber sinnerfassend lesen scheint nicht zu Ihren Stärken zu gehören.

    • Alexander Droste Antworten

      „Verzeihen Sie bitte, aber sinnerfassend lesen scheint nicht zu Ihren Stärken zu gehören.“

      Meistens schon. Wie konnte mir das nur passieren?

      Zum Pentagon Attentat gibt es kaum Videos. Nur Fotos von eonem großen runden Loch an einer Stelle, die zufalliger weise gerade wegen Baumaßnahmen nur von wenigen Menschen bevölkert gewesen sein soll.

      Merkwürdig dabei ist, dass die Flugabwehr so völlig still gehalten hat. Ist den Sicherheitsfachleuten in ziviler und militärischer Luftfahrt ein großes Rätsel.

      • labrador12 Antworten

        Lieber Herr Droste,

        ich selbst würde Ihnen sinnererfassendes Lesen (im Gegensatz zu Ihrer eigenen Einschätzung) eher selten zugestehen.

        Aber Sie lernen dazu. Sie argumentieren immer unpräziser und werden dadurch weniger widerlegbar. Hätten Sie nicht das verräterische Kürzel „WTC7“ verwendet, wäre es für mich viel aufwendiger gewesen, Ihnen zu antworten.

        Allerdings trägt das nicht zu Ihrer Glaubwürdigkeit oder Überzeugungskraft bei.

        Das mit der Flugabwehr hatten wir doch schon einmal: Sie können es gerne dort nachlesen.

        Wenn ich Ihre Gedanken 1:1 auf den Flug von Herrn Rust von Helsinki nach Moskau übertragen würde, müßte das auch eine „False Flag“ Operation gewesen sein und (immer noch Ihren Gedankengängen folgend) der KGB hätte hinter der Alktion stehen müssen.

        Die russische Flugabwehr war in desem Fall noch viel verdächgtiger „ruhig“: Rust flog etwa 5,5 Stunden davon die meiste Zeit einer Eisenbahnlinie entlang. Er wurde lange Zeit von MiG-23 eskortiert. Wenn eine langsame Propellermaschine in einem eher leeren Luftraum so lange einer Eisenbahnlinie folgt, dann ist weder das darauf Reagieren noch das Auffinden der Maschine ein Problem. Und über Land kann man ein Flugzeug auch relativ gefahrlos runterholen, ohne allzuviel Schaden am Boden anzurichten.

        Trotzdem durfte Rust noch dazu während des Kalten Krieges in den Lufraum der Hauptstadt eindringen und wurde von der Luftabwehr auch nciht gehindert, den Kremel und den Roten Platz zu überfliegen und in dessen Nähe zu landen.

        Einmal ein bischen Nachbrennerluft atmen, und Herr Rust sollte ziemlich schnell auf dem Erdboden gelandet sein.

        Das und andere Fakten lassen mich meinerseits an Ihren „Sicherheitsfachleuten“ zweifeln, sowohl an dem Wort „Sicherheit“ als auch an dem Wort „Fach“. Einzig beim Wort „Leute“ stimmen wir überein.

    • Alexander Droste Antworten

      Wenn das eine schon sehr merkwürdig ist, so wird das andere nicht minder zweifelhaft.

      Es gibt derart viele fingierte Indizien, dass man zur offiziellen Darstellung nur sagen kann:

      Verschwörungstheorie

      Darauf hat man einen Bündnisfall konstruiert und den Krieg gegen unbeteiligte Länder angestrengt.

      Die eigens von CIA aufgestellte Al Qaida wird bezichtigt, das Attentat begangen zu haben. Der sich stets zu seinem Coup stolz bekennende saudische „Freiheitskämpfer“ Obama sin Laden hat dieses aber sogleich nicht für seine Heldentat reklamiert sondern abgestritten. Trotzdem „Krieg gegen den Terror“ mit dem brutalsten Terror, den man sich nur denken kann.

      Stinkt nach false flag operation.

      • labrador12 Antworten

        Lieber Herr Droste,
        „von CIA aufgestellte Al Qaida wird bezichtigt“

        Sie konstruieren einen Gegebsatz zwischen vom CIA aufgestellt und sich gegen Amerika wendend und notwendigerweise,
        dass sich gegen einen Geldgeber/(Gründer/… wenden etwas ziemlich einzigartiges wäre.

        1) Ich denke, wir stimmen überein, dass die al-Qaida nach 9/11 gegen die USA gerichtet war.
        Sie wissen, dass es auch vor 9/11 gegen die USA gerichtete Anschläge gegeben hat, die al-Qaida zugeschrieben werden. Ich denke, dass auch Sie erkennen können, dass Sie zur Aufrechterhaltung Ihrer These, jeden einzelnen dieser Anschläge „umdeutenj“ müssen. Glück Auf!

        2) Die Einzigartigkeit betreffend.
        – War da nicht (zugegeben schon vor langer Zeit) ein Germane der von den seinen Feinden ausgebildet, eben diese vernichtend schlug. Wie hieß der doch gleich?
        – In jüngerer Zeit und in vergleichbaren Kontext, ein Name: Noriega …

        Bei dem Was bin Laden und viele seiner engsten Vertrauten gesagt hat, müssen Sie ebenso Vieles Ausblenden, damit Sie Ihere Behauptung aufrecht halten können (siehe Wiki mit den zugehörigen Verweisen auf die Quellen)

  3. Alexander Droste Antworten

    Wo liegt eigentlich das Land Terror? Man hat ja den Bündnisfall und Krieg gegen Terror aufgerufen.

    Der nette Herr hier erklärt es uns.
    https://youtu.be/9RC1Mepk_Sw
    Kein geringerer als der damalige Oberbefehlshaber der NATO.

  4. Andreas Schneider Antworten

    Warme Leseempfehlung: „Physics for future Presidents“, Richard A. Muller, 2008. Ob die deutsche Ausgabe mit dem etwas sperrigen Titel „Physik für alle, die mitreden wollen“ noch erhältlich ist, weiß ich leider nicht.

    Eine auch für Laien verständliche Abhandlung verschiedener Themen, bei der mich nach meinem Kauf das erste Kapitel („Der 11. September“) nun doch überraschte. Vielleicht sind die Ausführungen dieses Harvard-Professors gerade dazu hilfreicher als jeglicher wissenschaftlichen Grundlagen entfremdete Theorien.

    Wobei ich jedoch annehme, daß die Verschwörungsgläubigen nun auch Muller auf ihren Index setzen werden…

  5. Heidi Bose Antworten

    Es war in jedem Fall eine teuflische Meisterleistung des Piloten. Das Pentagon ist ein platter Bau, das man erst einmal finden und dann im Sink-Landeanflug ansteuern können musste.

    • Alexander Droste Antworten

      Und dann noch den Teil zu treffen, wo der Schaden am geringsten ist. Ein Schelm, der sich seinen Teil dazu zusammenklamüsert.

      • labrador12 Antworten

        Lieber Herr Droste,

        und wenn der Teil getroffen worden wäre, wo der Schaden am Größten gewesen wäre, würden Sie sich ebenfalls Ihren „Teil dazu zusammenklamüsen“, Was wetten?

    • labrador12 Antworten

      Liebe Frau Bose,

      eine Landebahn ist oft 45m (FRA) oder 60m (MCH) breit. Die Piloten setzt das Verkehrsflugzeug in einem relativ kleinen Bereich auf (sieht man an den Reifenspuren)

      Die Außenwand des Pentagon ist 280m lang (breit) das sollte für einen Piloten zu treffen sein.

      Wenn sie sich mal die Lage des Penatgon direkt neben einem großen Park (Friedhof in Arlington) und dem Fluß auf einer Karte ansehen, dan wird die „Meisterleistung“ viel weniger herausragend als Sie vermuten, „teuflisch“ bleibt sie natürlich.

  6. W. Lerche Antworten

    Lieber Herr Kelle, Ihren Beitrag zur N24-Doku könnte man im Kontext zu Ihrem Beitrag „Vier Morde und ein Todesfall… viele Todesfälle…nur Zufall natürlich“ vom 16. März 2018 sehen, den ich in der Gesamtschau Ihrer Tagebucheinträge vermisse.
    Ich stelle mir Ihren Tonfall zu einer Reportage vor, spielte sich dieses Drama seinerzeit nicht in den USA sondern in Russland ab. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie aus 750 Sehenden Blinde werden.

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