Deutschlands Wehrbeauftragter Hans-Peter Bartels (SPD) sorgt heute für Aufsehen. Er schlägt vor, muslimische „Seelsorger“ für die etwa 1.500 Soldaten islamischen Glaubens in der Bundeswehr einzusetzen. Ehrenamtliche Imame wünscht sich Bartels. Immerhin: ein Modell wie die katholischen und evangelischen Militärpfarrer fordert er für die Muslime ausdrücklich nicht, die weniger als ein Prozent der Truppenstärke ausmachen und zudem über viele Standorte verteilt sind.

Mein erster Gedanke: Gibt es im Islam eine „Seele“ nach unserem christlichen Verständnis überhaupt? Lassen wir das mal dahingestellt.

Aber die Frage ist legitim: Wenn muslimische Soldaten in unseren Streitkräften dienen, warum sollen sie dann nicht ihre Art von Gottesdienst feiern oder Gespräche mit ihrem Imam führen dürfen, wie die christlichen Staatsbürger in Uniform auch? Für Deutschland im Ernstfall sterben aber nicht gemeinsam beten dürfen? Ganz ehrlich: Da fällt mir kein wirklich gutes Argument ein. So wie bei Moscheebauten oder in den Schulen unseres Landes. Wenn Millionen Muslime in Deutschland leben dürfen, dann dürfen sie auch ihren Glauben leben. So legt es das Grundgesetz fest.

Ich halte den jüngsten Massenzuzug „junger Männer“ aus dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland mit allen Problemen, die sich tatgtäglich zeigen, für eine ernste Bedrohung unserer Inneren Sicherheit und unserer Art zu leben. Und mancher Gender-Traumtänzer, mancher jüdische Mitbürger, manche(r) Homosexuelle(r) wird – hoffentlich nicht! – vielleicht eines Tages ein böses Erwachen erleben.

Die Frage müsste sich ganz anders stellen: Ist es richtig, 1.500 Muslime in unseren Streitkräften einzusetzen? Auch für diese Frage habe ich keine überzeugende Antwort. Auch diese Soldaten sind deutsche Staatsbürger, auch sie haben geschworen, unserem Land „treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe“. Und ja: Welchem Gott eigentlich? Welchem Glauben? Welchen Werten? Ich mag diese jungen Männer (gibt es muslimische Frauen in der Bundeswehr?) nicht unter Generalverdacht stellen!

Auf jeden Fall zeigt dieses Thema wieder einmal eins ganz deutlich: Politik ist ein ernsthafte Angelegenheit, in dem es einfache Lösungen nicht gibt.

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Dieser Artikel wurde 4 mal kommentiert

  1. Ruth Antworten

    Ein interessantes Thema, sehr geehrter Herr Kelle.

    Vor allem wie verträgt sich der Schwur mit den Vorgaben im Koran? Steht der Koran nicht über dem Grundgesetz? Und was ist mit dem Koran und dem Schwur, Deutschland zu dienen?
    Was sagen denn die, um die es geht? Nämlich die 1.500 Muslime in unseren Streitkräften, dazu?

    Und auch ich bin neugierig, Gendergaga ist doch überall angesagt, gibt es keine Musliminnen in unseren Streitkräften? Wo bleibt die Frauenbeauftragte die hier irgendwelche Jobs für Musliminnen per Quote erzwingen will? O.k. – die ist mit „metoo“ beschäftigt – vielleicht auf der Suche nach Ex-von Willi oder Gerd?

    Bin ich heute wieder sarkastisch – entschuldigung.

    Dennoch, ein interessantes Thema – danke dafür.

  2. colorado 07 Antworten

    Schon einmal etwas von „taqiya“ gehört? Das mit dem Schwur auf das Grundgesetz ist so eine Sache.

  3. Hans Wolfgang Schumacher Antworten

    Ein ehrenamtlich tätiger Imam bei der Bundeswehr ? Und wo wurde der dann ausgebildet ? In der Türkei ? In Saudi – Arabien ? Was wird dieser Imam den leicht zu fanatisierenden jungen Moslems wohl beibringen ?

    Ich war vor 2 – 3 Jahren noch wesentlich toleranter, aber mittlerweile sage ich:

    Der Islam ist keine Religion, sondern eine politische Weltbeherrschungs – Ideologie. Wer den Koran wörtlich nimmt, ist verpflichtet, unser Feind zu sein. Solange , bis wir uns unterwerfen oder eben tot sind.

    Ich traue keinem Moslem mehr, der den Koran ernst nimmt. Und ich will nicht, dass diese Menschen in der Bundeswehr tätig sind und an Waffen ausgebildet werden.
    Und schon gar nicht, dass sie zusätzlich von irgendwelchen Imamen aufgehetzt werden.

  4. labrador12 Antworten

    Lieber Herr Kelle, Lieber Herr Schumacher,

    Der Angriefer auf den, die iranische Botschaft bewachenden, österreichischen Soldaten war laut übereinstimmenden Medienberichten „österreichischer Staatsbürger. Die Familie hat Wurzeln in Ägypten“
    „Auf seiner Facebook-Seite verbreitete der Mann ausschließlich religiöse Inhalte. Er behauptete auch, in die „islamische Schule“ gegangen zu sein. Bei der Tat hatte der 26-Jährige seinen österreichischen Pass dabei“

    Aber es wird noch besser: Laut einem Bericht war er Jahre davor sogar Gardesoldat beim Österreichischen Bundesheer.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass sich zwei als Polizist und Terrorist gegenüberstehen, die Jahre davor gemeinsam die Schulbank gedrückt haben, aber das scheint mir harmlos im Vergleich zu oben, wo sich ein (Ex-)Soldat ohne jeden Bezug gegen einen anderen wendet.

    Und warum ein Sunnit gerade einen Soldaten vor einer „schiitischen“ Botschaft angreift. Da scheint der Oberbegriff „Moslem“ einige Problemzonen darunter zu verdecken.

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