Sebastian Kurz in Österreich und seit gestern auch Markus Söder in Bayern zeigen all den „Alternativlos“-Schwätzern in der etablierten Politik, wie es geht. Ja, wie einfach es im Grunde ist, die Politik zu verändern, wenn man es nur will. Kurz setzt – gut drei Monate nach Amtsantritt – klare Korrekturen in der Flüchtlingspolitik der Alpenrepublik durch. Und er stellt klar, dass in Kindergärten und Schulen Kopftücher künftig verboten werden.

Markus Söder von der CSU fördert endlich Familien mit Kindern, ganz egal, ob diese in eine Tagesbetreuung kommen oder zu Hause von den Eltern selbst erzogen werden. Er stellt Polizisten ein, weil er die Gefährdung der Inneren Sicherheit nicht mehr hinnehmen will. Und – Achtung! – er lässt in allen bayerischen Amtsstuben christliche Kreuze aufhängen.

Kurz und Söder sind zwei Politiker, die die Lehre aus dem Niedergang ihrer Parteien in den vergangenen Jahren verstanden haben. Sie hören endlich zu, was „das Volk“ umtreibt, und sie handeln.

Was für ein Gegenmodell zur CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach der schlimmsten Schlappe ihrer Partei bei einer Bundestagswahl ungerührt sagte: „Ich wüsste nicht, was ich hätte anders machen sollen…“ Kurz und Söder wissen es…

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Dieser Artikel wurde 17 mal kommentiert

  1. Andreas Schneider Antworten

    „… Ihrer Partei“??

    Läge der Kanzlerin auch nur ein Deut an der CDU, hätte sie wohl kaum derart selbstherrliche Alleingänge vorgenommen.

    • Heidi Bose Antworten

      Leider tut sie es – immer noch – und sie kommt immer noch damit durch! Denen ist Deutschland anscheinend komplett egal, wenn nicht schlimmeres!

  2. colorado 07 Antworten

    Kurz und Söder wissen auch nicht alles, aber zumindest mehr als die , die „alternativlos“ alles zu wissen glauben.

  3. S v B Antworten

    Die vor Jahr und Tag noch als geradezu todesmutig bezeichneten Schritte Söders in die richtige Richtung lassen zumindest ein wenig hoffen. Allerdings hätte er in der Vergangenheit längst Gelegenheit gehabt, sich – bestenfalls im Verein mit weiteren, sich allmählich outenden, Merkel-Kritikern in CSU und CDU – laut und nachdrücklich fordernd in Opposition zu Merkel zu gehen.

    Angesichts unseres nun durch eine Koalition aus ÖVP und FPÖ geführten südlichen Nachbarlandes und dessen forsch-konservativen Kanzlers wagt sich Markus Söder nun endlich mal ein bisschen aus dem doch recht politisch korrekten Schneckenhaus, in dem auch er bis dato ausharrte. Die CSU fürchtet eben eine erneute, vielleicht noch größere Wahlschlappe zugunsten der AfD, hervorgerufen durch zu Recht bitter enttäuschte Wähler. Bis zur Landtagswahl 2018 wird es Söder und Co. jedoch nicht gelingen, meine Stimme für die CSU wieder zu gewinnen. Dafür ist, für meinen Anspruch, in der jüngsten Vergangenheit zu vieles schief gelaufen. Sorry, meine Damen und Herren, aber da warte ich lieber noch etwas hin und prüfe Ihren neuerlichen, mir noch ziemlich gewöhnungsbedürftigen, konservativen Aktionismus erst einmal auf die von mir gewünschte Nachhaltigkeit. Verlorenes Vertrauen gewinnt man so schnell dann doch nicht wieder.

  4. Wolfgang Antworten

    Also zu Kurz kann ich nicht viel sagen, doch wer mal Tante Google quält, der wird feststellen, das Markus Söder in München 30.000 GBW-Wohnungen verkauft hat und zwar offenbar an Heuschrecken. Der Preis pro Wohnung soll unter 30.000 Euro gelegen haben (im Durchschnitt).

    Also ich kann sowas nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht bei jemandem, der sich öffentlich als Christ outet.

  5. maja1112 Antworten

    Zu Kurz fällt mir nichts ein, nur eines, ich traue ihm nicht. Söder, wenn er es ernst meinen würde, dann würde er zusehen, daß die bayerischen Grenzen nicht auf wären wie Scheunentore. Das was er jezt veranstaltet ist nur der nächsten Landtagswahl geschuldet. Er weiß genau wie tief die CSU in Bayern gesunken ist und er will das mit solchen Aktionen nur wettmachen. Mal abwarten, was nach der Wahl passiert.

  6. Theisen Antworten

    Na ja! In Österreich ist bisher nichts passiert, was das Land voranbringt! Kurz‘ Symbolhandlungen befriedigen nur die Gemüter einiger Nationalusten! Die rechtsextremen Dummheiten seines Koa-Partners werden hingenommen! Lass uns mal in einem JHr sehen, was von dem forschen Hoffnungsträger übrigblueb!

    • W. Lerche Antworten

      Mal sehen, welche neuerlichen „Veränderungen“ in einem Jahr uns Merkel wird einbringen, die ideologischen Unsinnigkeiten ihres Koalitionspartners hinnehmend.

    • Klaus Kelle Antworten

      Naja,nach drei Monaten neuer Regierung ist natürlich erstmal sortieren angesagt. Aber allein die Erhöhung der staatlichen Zuschüsse für Familien mit Kindern, die Umstellung der Leistungen für Flüchtlinge auf Sach- statt Geldzuwendungen und das Kopftuchverbot in Schulen wäre es mir schon wert, Kurz zu wählen…

      • S v B Antworten

        Ich beneide meine österreichische Freundin um „ihre“ neue, endlich vernünftigere Regierung, zu deren Wahlsieg sie und ihre beiden erwachsenen Kinder selbstredend auch beigetragen haben. Ihr Mann, ein Bayer, hatte an den Wahlen zum Deutschen Bundestag teilgenommen und gleichsinnig gewählt. Insofern herrscht zwischen den beiden, zumindest was die Politik angeht, erfreuliche Harmonie. Aus vielen Gesprächen mit Österreichern weiß ich, dass diese vor der Nationalratswahl im letzen Jahr die Verhältnisse in ihrem Land genauso satt hatten wie unsereiner die hiesigen. Allerdings ist uns trotz Bundestagswahl der ersehnte deutliche Richtungswechsel bis heute leider verwehrt geblieben.

  7. Ursula Reimann Antworten

    Ich wünsche mir nur das Kurz und auch Söder das halten was sie versprechen. Von Merkel wissen wir ja das da nichts kommt, so viel Unfähigkeit in einer Person ist mir leider noch nie begegnet. Ich frage mich oft warum so viele Leute diese Frau noch wählen ? Sie zerstört unser Land sieht das denn niemand ? Ich bin froh das die AFD im Parlament sitzt, die Dinge die Söder und Kurz jetzt umsetzen wollen, waren Ideen der Blauen. Obwohl ich bei weitem nicht mit allen einverstanden bin.

  8. S v B Antworten

    Wenn alles nach Plan läuft, wird es munter weitergehen mit dem offiziellen Resettlement Programm. Gegen unvermindert anhaltende, beabsichtigte Zuwanderung wird sich auch ein Herr Söder kaum zur Wehr setzen können, selbst wenn er es denn wollte. Nie mehr sollten wir auf Effekt heischendes Wahlgetöse hereinfallen. Auf leere Versprechungen kann der Wähler angesichts der gravierenden Probleme im Land mehr denn je verzichten. Er sollte die Damen und Herren Politiker dieser Tage prinzipiell und ausnahmslos „an ihren Taten“ messen – und nur an diesen. Die Bürger Bayerns sind gut beraten, wenn sie besonders lange und gründlich nachdenken, bevor sie im kommenden Herbst mal wieder ihr Kreuzerl setzen dürfen.

  9. Frank Emath Antworten

    Weder Söder noch Kurz werden was unternehemen können! Wer in dieser Anstalt (BRD) noch ein bisschen Verstand und Realitätsinn hat, der wird sich darum kümmern müssen, seinen eigenen Kindern den Weg dorthin aufzuzeigen, wo sie zwar ihr Muttersprache ablegen müssen, aber in Freiheit, Menschenwürde und vor allem Sicherheit leben können. In Europa bietet sich hier m.E. Ungarn, Rumänien, Polen und mit Abstrichen die Kanaren an, die bereits jetzt auf dem besten Weg sind, das Altenheim Europas zu werden.
    Viele prophezeien diesem, noch unserem Land, einen Bürgerkrieg und suggerieren dabei, dass auf diesem Weg, das alte Vaterland wieder hergestellt werden könnte.
    Leute, vergisst das! Wir sind weder bereit, noch fähig dieses Land samt unserer Errungenschaften zu verteidigen. Wir geben es einfach her, weil wir durch unsere Sättigung nicht mehr im Stande sind, diese Errungenschaften zu verteidigen.
    Wie dieser Krieg ausgehen wird, kann man schon heute in den Innenstädten Deutschlands beobachten!
    Und noch etwas, wir kommentieren seit Jahren auf der Seite von Herrn Kelle, er gibt uns die Vorlagen und wir treten diese durch unsere Kommentare breit. Ähnlich geht es bei Tichy, achgut und noch einigen der Vernunft verpflichteten Medien zu.
    Und, was hat sich getan? Nehme gerne objektive, an Fakten orientierte Antworten entgegen!

    • S v B Antworten

      Vielleicht erklärt sich diese geradezu unfassbare Lethargie der Deutschen bezüglich einer angemessenen Behauptung, ja Verteidigung, ihrer Ansprüche auf einen auf ihren Wertvorstellungen und Traditionen basierenden Lebensraum mit den von Douglas Murray in seinem hervorragenden Buch „The Strange Death of Europe“ nachzulesenden Ausführungen; insbesondere in Kapitel 13, welches er mit „Tiredness“ (Müdigkeit) überschreibt. In diesem beschreibt er sehr eindrücklich die ganz besonderen historischen, religiösen, philosophischen und psychischen Entwicklungen und Interdependenzen, durch welche „the Germans“ seines klugen Erachtens nach in diese fast ausweglose Situation geraten mussten.

      Man verzeihe mir die Wiederholung, aber das genannte Buch möchte ich jedem ans Herz legen, der sich angesichts der (gesellschafts-)politisch beklemmenden Entwicklungen nach Erklärungen sehnt.

      • S v B Antworten

        PS: habe gerade festgestellt, dass es das Buch inzwischen auch in deutscher Übersetzung gibt. Sein Titel: Der Selbstmord Europas.

  10. colorado 07 Antworten

    Wer eine Zusammenfassung der wesentlichen Thesen Douglas Murrays auf die Schnelle haben will, sollte mal „Bund St Michael“ aufrufen.

    • S v B Antworten

      Perfekt „gespottet“, prima Hinweis, lieber colorado 07. Trotz allem würde ich meinen, dass jeder, der die dafür nötige Zeit erübrigen kann und die Mühe nicht scheut, das ganze Buch lesen sollte. Bestenfalls natürlich in der Sprache des Autors, auf dass eventuell im Text verwobene gedankliche Feinheiten und/oder Hintergründigkeit vom aufmerksamen Leser im Detail genau so wahrgenommen werden wie vom Autor beabsichtigt. Solches gelingt bei Übersetzungen von einer Sprache in eine andere leider allzu oft nicht.

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