Auch am Niederrhein wurde heute Erntedank gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein waren Kelles komplett zur Dankmesse auf einem Bauernhof erschienen. Es fiel dabei auf, dass viel mehr junge Leute und Kinder dabei waren, als man normalerweise sonntags in der Kirche antrifft. Derartiges Brauchtum schlägt auch abseits besonderer Religiosität auf dem Land nach wie vor tiefe Wurzeln. Familien kommen, damit ihren Kindern bewusst wird, dass ein Brot nicht wie durch Zauberhand aus einer Maschine beim Bäcker fällt. Dass gesät, geerntet und gemahlen werden muss, bevor gebacken werden kann. Und dass alles irgendwo einen Ursprung gehabt haben muss, damit der Kreislauf der Natur so funktioniert, wie er funktioniert. An die 600 Menschen waren heute Morgen allein in unserer Gemeinde dabei, die ganz offensichtlich genossen, Teil einer großen Familie zu sein, die sich um einen Ährenkranz und ein Kreuz versammeln, ganz ohne VIP-Tickets, Gästeliste und Chill-Out-Area. Auf dem Land chillt man halt anders.

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