Am S-Bahnhof Treptower Park in Deutschlands großartiger Hauptstadt Berlin hat am vergangenen Samstag ein Jugendlicher eine Mutter angepöbelt und mit voller Wucht gegen den Kinderwagen getreten, den sie mitsamt einem Kleinkind schob. Und dann passierte etwas Ungewöhnliches. Ein Mann (47), der das Geschehen gesehen hatte, drehte sich nicht etwa weg, sondern griff beherzt ein, wobei er den 15-jährigen Treter auch einmal ins Gesicht schlug. Der zog dann ein Messer, wurde aber vom Älteren entwaffnet und der Bundespolizei übergeben. Gegen den jungen Mann, einen polizeibekannten Intensivtäter, wird nun ein Strafverfahren eingeleitet. Nach der Vernehmung konnte er nach Hause gehen. Den Mann, der mutig geholfen hat, erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung. Ja, Sie lesen richtig – ein Strafverfahren wegen Körperverletzung. Nun bin ich auch überzeugt, dass es zu den großen Errungenschaften eines Rechtsstaates gehört, bei einem Anfangsverdacht erst einmal unvoreingenommen zu ermitteln und alle Sachverhalte zu klären. Insofern kein Problem. Aber wenn dieser tapfere Mann auch nur zu 10 Euro Geldstrafe verurteilt wird, werde ich an dieser Justiz verzweifeln.

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Dieser Artikel wurde 4 mal kommentiert

  1. Rudolf Jahns Antworten

    Das deckt sich mit den Berichten über ähnliche Vorfälle aus der RP. Bei böser Tat beobachtet, der Polizei übergeben, vom Richter entlassen. Beweislage unklar… Bürger und Polizisten begeben sich in Gefahr mit rotzfrechen Kriminellen slawischer oder nordafrikanischer oder ja auch deutscher Provenienz, machen sie dingfest, Richter lassen sie laufen und dann liest man nichts mehr über diese Vorfälle. Wann bekommen wir ein „Zero Tolerance“-Programm? Das würde helfen.

  2. Andreas Schneider Antworten

    Wenn ein mutiger Helfer nur noch dann einer Strafe für seinen Einsatz zu entgehen vermag, wenn der das Schicksal der armen Tuğçes A. teilt und sich totprügeln lässt, sind tatsächlich die Paradigmen der Justiz zu hinterfragen. Aber vielleicht, Herr Kelle, ist die harsche Reaktion gegen den 47jährigen Berliner ja auch nur dessen fehlendem „Migrationshintergrund“ geschuldet?

  3. Siegfried Kieselbach Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,
    vielleicht ändert ja mal einer dieser Gutmenschen-Richter sein Verhalten, wenn er selbst oder ein Mitglied seiner Familie Opfer wird. Ich will ja nicht boshaft sein, wäre aber mal eine heilsame Medizin für diese Krankheit im Kopf. Was passiert denn, wenn sich solche Fälle häufen ? Nun, die meisten Mitbürger schauen weg und haben nichts gesehen. Die andere mögliche Variante wäre, daß die Helfer den Täter krankenhausreif prügeln und ihm das Handy unbrauchbar machen. Sebstverständlich vergessen sie anschließend, die Polizei zu rufen.
    Fälle von dieser Art Selbstjustiz soll es ja schon in Berlin gegeben haben.

  4. Rüdiger Meier Antworten

    Sehr geehrter H. Kelle
    Solange wir Richter und Staatsanwälte aus der 68ziger Bewegung im Amt haben wird sich nichts ändern . Erst wenn diese Leute ihren Stuhl freimachen wird wieder Recht gesprochen. Denn die Devise derer die noch im Amt sind lautet destabilisierung der Gesellschaft.

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