AfD schmeißt Abgeordneten aus der Bundstagsfraktion
Die AfD-Bundestagsfraktion hat ihr Mitglied Jan Wenzel Schmidt (34, Sachsen-Anhalt) rausgworfen. In einer Fraktionssitzung sprachen sich heute 80 Prozent der anwesenden AfD-Abgeordneten für einen Ausschluss Schmidts aus.
Grund ist ein Interview, das Schmidt gegenüber „Nius“ gegeben und darin öffentlich die eigene Partei als „Beutegemeinschaft“ bezeichnet hatte.
Schmidt steht allerdings seit Ende 2025 selbst in der Kritik, weil er Mitarbeiter seiner E-Zigaretten-Firma zum Schein in seinem Bundestagsbüro beschäftigt und so Steuergeld veruntreut hatte. Als die AfD gegen Schmidt ein Ausschlussverfahren einleitete, drohte er mit Enthüllungen über „Vetternwirtschaft“.



Wer Dreck am Stecken hat: RAUS !
( Ich würde mir nur wünschen, alle „demokratischen Parteien“ würden genau so vorgehen … ).
@H.K.
Wenn das alle Parteien machen, ist der Bundestag leer.
So wäre es bei „UnsereDemokratie“ – Treffer versenkt!
Und es ist richtig, dass er aus der Fraktion geflogen ist.
Interessant in dem Zusammenhang die Rede von Baumann vergangene Woche zum Thema „Beschäftigung/ Vetternwirtschaft“ …
Dazu hört man(n) in den Öffentlich Rechtlichen nichts, keinen Ton.
@H.K.
Ich habe mir das lange und ausführlicheNIUS-Interview mit Jan Wenzel Schmidt fast bis zur letzten Minute angeschaut und muss gestehen, dass es mir nicht gelang, mir anhand dessen ein Urteil über Schmidt zu bilden. Will heißen, dass ich nicht weiß, was ich von dem Mann halten soll. Offenbar fand das Interview mit Nius noch vor seinem Rauswurf aus seiner Bundestagsfraktion statt. Dabei hatte ich durchaus den Eindruck, dass Schmidt seine Anliegen (seines Erachtens nach massive Missstände in der Reihen der Sachsen-Anhalter AfD. Schmidt sprach ruhig, sachlich und nannte seine Argumente. Überzeugend, da – wie es schien – wohlbegründet. Seine sachliche und unaufgeregte Art, die Dinge und Lage aus seiner Sicht darzustellen, hat mich, wie ich offen zugebe, sehr beeindruckt. Und nun weiß ich nicht, was ich von der Causa Schmidt halten soll. Irgendwie weiß ich nicht so recht, was man von dem Ganzen halten soll. Ob Schmidts Rauswurf aus der Alternativen BT-Fraktion wirklich gerechtfertigt war oder nicht, wage ich nicht zu beurteilen. Vielleicht könnte entweder der Partei oder auch Herrn Schmidt sogar ein Schaden durch ihr Vorgehen bzw. Verhalten entstehen? Man weiß es noch nicht so recht. – Mit der mehr als gewagten Titulierung seiner sachsen-anhaltischen Parteifreunde als „Beutegemeinschaft“ war Schmidt schließlich zu weit gegangen, hatte er definitiv eine rote Line überschritten. Gerade so kurz vor einer Landtagswahl konnte die Parteiführung in Berlin wohl nicht anders als ihn dafür aus der Berliner Fraktion rauszuwerfen. Nachvollziehbar, aber irgendwie auch schade zugleich. PS: Werde gleich noch mal Google zur Person Jan Wenzel Schmidt konsultieren…
Liebe @S v B,
Mit der mehr als gewagten Titulierung seiner sachsen-anhaltischen Parteifreunde als „Beutegemeinschaft“ war Schmidt schließlich zu weit gegangen, hatte er definitiv eine rote Line überschritten.
Wieso?
Der Begriff „Beutegemeinschaft“ ist in der AfD seit Jahren gebräuchlich, besonders oft habe ich das in ostdeutschen Landtagsfraktionen gehört, auch von „Abgeordneten“ selbst, die dazu gehörten. Ich wiederhole mich, aber es sind nicht nur die Besten, die da als unsere Volksvertreter berufen sind. Und bevor sich einzelne Foristen wieder aufregen, das ist keineswegs nur bei der AfD so. Das gibt es bei ALLEN.
Mir sagte ein CDU-Mann aus Westdeutschland mal über seine Landtagsfraktion: „Ein Drittel unserer Fraktion sind Landespolitiker. Ein Drittel sind Kommunalpolitiker und brauchen das Geld. Und ein Drittel brauchen nur das Geld…“
Klaus
Lieber Klaus,
hätte man es sich nicht schon denken können?!
Ach übrigens: über viele Jahrtausende der Menschheitsgeschichte war der Zusammenschluss von Individuen zu Beutegemeinschaften die Voraussetzung fürs, ja die Garantie zum Überleben. Demnach ist kaum zu erwarten, dass sich dieser vorteilhafte, uralte Zug des Menschen irgendwann von ihm verabschiedet haben könnte. Will heißen, dass wir alle, ausnahmslos, in unserem Innersten „weitaus älter“ sind als es uns bewusst ist. – Zur Besänftigung Aufgebrachter könnte man allenfalls darüber nachdenken, den Begriff der Beutegemeinschaft gegen einen moderneren, nämlich den der Interessengemeinschaft, auszutauschen.
„Erst kommt das (Fr)essen, DANN die Moral“ …
Und das in jeglicher Hinsicht.
Auch Bertolt Brecht wusste um die naturgegebene Setzung von Prioritäten im menschlichen Leben.
Auch Korruption, in „modernen“ Kulturen stets vehement verteufelt und leidenschaftlich bekämpft (doch niemals auszurotten!), hat wohl eine ebenso lange und ähnliche Entwicklungsgeschichte hinter sich wie besagte Beutegemeinschaft. Bildlich ausgedrückt, teilen sich die beiden „Schreckgespenster“ ein und dieselbe Schublade der menschlichen Kultur.
Im Bundestag bleibt er aber, oder? Gewählt ist gewählt.
Jemand, der über die Landesliste einer Partei in den Bundestag einzieht, bleibt nach dem Rauswurf aus deren Fraktion „normaler“ Abgeordneter ?
Ich könnte mir vorstellen, daß das massiven Widerstand der Partei gibt.
Bei einem direkt gewählten MdB wäre das vermutlich etwas anders.
Quelle Deutscher Bundestag:
„Fraktionslosigkeit und Fraktionswechsel von Abgeordneten seit 1990“
Ein Beispiel von X:
Jürgen W. Möllemann gehörte dem Bundestag von 1972 bis 2000 und wieder ab 2002 an.
In der dreijährigen Wahlperiode von 2002 bis 2005 schloss die FDP-Fraktion ihren nordrhein-westfälischen Abgeordneten am 11. Februar 2003 wegen umstrittener Wahlkampf-Finanzierung aus; er blieb fraktionsloser Abgeordneter bis zu seinem tödlichen Fallschirmsprung am 5. Juni 2003.
2003 – da war die Welt – zumindest in Deutschland – noch eine andere …
Jan Wenzel Schmidt wäre gut beraten gewesen es so zu machen wie Mario Voigt: Zuerst eine Doktorarbeit frisieren, dann 18 000 Euro Sitzungsgeld kassieren, ohne bei einer Sitzung des MDR Rundfunkrates überhaupt anwesend zu sein. Sein Lohn: Er wird mit 79 Prozent der Stimmen in den Bundesvorstand der CDU gewählt.
Herr Blogbetreiber, die „Wing of Zion“ soll sich in Berlin befinden?
Jetzt betätigen Sie sich aber mal als Investigativjournalist, wo sich denn der mit internationalem Haftbefehl Gesuchte befindet, statt aus dem warmen Stübchen gleich zweimal AfD-Bashing zu betreiben.
Und nicht vergessen, G.M. ist kein Mitglied einer Partei, wohnt nicht am Niederrhein und klebt keine A.W. Plakate!
Ich denke, dass Herr Kelle uns beide verwechselt hat. Ich bin Mitglied einer Partei wohne am Niederrhein, aber, um den Fake News mal ein Ende zu bereiten: Ich klebe keine Plakate. Schon gar nicht für A. W., die ich zwar für smart und klug halte, aber auf keinen Fall als Bundeskanzlerin sehen möchte.
Hm …
Wen denn ?
( ) Chrupalla ?
( ) Brandner ?
( ) Baumann ?
( ) von Storch ?
( ) Curio ?
( ) Espendiller ?
( ) Frohnmaier ?
( ) Helferich ?
( ) Kaufmann ?
( ) Keuter ?
( ) Krah ?
( ) Höcke ?
Ich bin gespannt …
Frau Weidel zieht mit ihrer „Frau“ zwei „gemeinsame“ Söhne groß. Wie genau man als zwei Frauen gemeinsame Kinder ohne einen Mann zu erkennen haben kann erschliesst sich mir nicht. Ich lehne dieses „Familienbild“ grundsätzlich ab. Eine Familie besteht aus Mann und Frau und im Idealfall bekommen sie dann Kinder. Es gibt ausserdem nur zwei Geschlechter. Das hat wohl seinen Grund. Wenn die Familie laut AfD die Keimzelle der Gesellschaft ist, dann sollte eine zukünftige Kanzlerin das auch nach aussen glaubhaft vertreten. Das kann Frau Weidel definitiv nicht. Da kann man noch so viele Plakate kleben.
Was den Rest ihrer Liste angeht…..da ist ja nur eine Frau dabei!
😉
Ich habe zugegebenermaßen auch ein anderes „Familienbild“ als Alice Weidel.
Aber wenn das das einzige und ausschlaggebende Kriterium dafür ist, ob jemand als „politischer Führer“ geeignet ist oder nicht, dürfte es in kaum einem Land noch eine Regierung geben.
Die Namen aller, die da gemeint sein könnten, kennen Sie auch.
Abgesehen davon sollen ALLE so leben, wie sue meinen, leben zu wollen.
( Eine nach außen „heile“ Familie, in der der meist besoffene Vater sowohl seine Kinder als auch seine Frau regelmäßig verdrischt, hat m.E. nicht wirklich „Vorteile“ gegenüber anderen – hoffentlich gewaltlosen – „Lebens(abschnitts)gemeinschaften ).
Daß damit eine „Auflösung“ des jeweiligen Volkes, der Kultur und der Familie im herkömmlichen Sinn voranschreitet, es massive demographische und soziale Probleme gibt, wissen wir beide.
Meinerseits endet jegliche Toleranz da, wo es um Minderjährige oder gar Kleinstkinder geht.
Einem ehemaligen, wirklich netten und sympathischen Kollegen habe ich auch nie angesehen oder die Vermutung gehabt, er könne sich an seinen beiden Kleinstkinder „verlustieren“. Alles sah nach „heiler, deutscher Familie“ aus …
Aber zurück zum Ursprung:
Weidel wäre nach meiner derzeitigen Sicht der/ die / das Einzige, von dem wir uns ein halbwegs vernünftiges Deutschland, wie wir es kannten, erhoffen können.
Das mag auch daran liegen, daß ich sonst NIEMANDEN sehe …
Was Ihren letzten Satz ( „nur eine Frau dabei“ ) angeht:
Mir ist es schnurzegal, ob eine Frau oder ein Mann an der Spitze steht.
Eine Frauenquote ist m.E. eine absolute Beleidigung für JEDE Frau.
Wenn er/ sie/ es ES kann, kann da auch ein Orang-Utang Vorturner sein.
„Aber wenn das das einzige und ausschlaggebende Kriterium dafür ist, ob jemand als „politischer Führer“ geeignet ist oder nicht, dürfte es in kaum einem Land noch eine Regierung geben.“
@H.K.
Ok. Ich habe da eine andere Meinung.
Die Antwort auf die Frage, wer denn Ihrer Ansicht nach der/ die/ das nächste Bundeskanzlernde sein sollte, wollen Sie uns aber nicht schuldig bleiben, oder ?
@H.K.
Mein persönlicher Favorit wäre Martin Vincentz. Römisch/Katholisch, verheiratet 2 Töchter.
Für wie groß halten Sie die Chance, daß ein Landtagsabgeordneter aus NRW nächster Bundeskanzler wird ?
Hm …
„ Showdown in NRW-AfD – Parteichef Vincentz kämpft um sein Amt“
4. März 2026, 5:00 Uhr
Quelle: dpa Nordrhein-Westfalen
„Für wie groß halten Sie die Chance, daß ein Landtagsabgeordneter aus NRW nächster Bundeskanzler wird?“
Keinen Hauch einer Chance. Ich finde ihn einfach nur sehr besonnen und bodenständig. Er ist kein Marktschreier oder Krawallbruder.
…endlich haben wir mal etwas gemeinsam…
Und das, obwohl Ihr Friedrich Merz in der Liste der Kandidatenden für die nächste BTW gar nicht einmal vorkommt ?
Mal eine Frage off topic:
Bin ich der Einzige hier, dem nun zum x-ten Mal die „Nius“-App beim Lesen eines Artikels zur „Förderung muslimischen Lebens in Deutschland“ abstürzt ?
Neustart und auch Neuinstallation bringen keine Besserung.
Wieder und wieder stürzt alles ab.
Sind‘s die Russen oder die Iraner ? Oder der Verfassungsschutz ?
Oder „Mutti“ ? …
Die Frage eines Kanzlers oder einer Bundeskanzlerin aus der AfD stellt sich in absehbarer Zeit wohl eher weniger.
Mir würde es zunächst genügen, wenn man der AfD alle üblichen Gepflogenheiten im Bundestag einräumen, die sinnlose Debatte des Parteienverbots aufgeben und der ÖRR ohne Schaum vorm Mund und objektiv berichten würden.
Der nächste Schritt wäre eine Regierungsbeteiligung in Bund und Ländern als Juniorpartner. Die Partei sollte Gelegenheit bekommen, in die Verantwortung hineinzuwachsen. Sie hat zwar eine Reihe von durchaus politisch fähigen Abgeordneten, die durch die Bank eine abgeschlossene Berufsausbildung haben(!), aber die Lage ist so schlecht, daß sie mit der Führung der Regierungsgeschäfte sicherlich überfordert wäre.
Aber man hätte dann wenigstens einen Buhmann, dem man die ganze Misere in seine politischen Schuhe schieben könnte. Zweifellos gibt es vorteilhaftere und weniger vorteilhafte Momente, in Regierungsgeschäfte bzw. -verantwortung einzusteigen. Vernünftigerweise sollte man vielleicht auf letztere warten…
„Regierungsbeteiligung in Bund und Ländern als Juniorpartner“?
Etwa der Union?
Soll die AfD als „Altenpfleger“ denen Brei & Süppchen zum Munde führen, weil deren Kiefer durch fortschreitenden Knochenschwund (Substanzverlust) selbst für Implantate ungeeignet ist?