Christdemokratische Politikerin verurteilt: Sie hält Homosexualität für eine „Entwicklungsstörung“
Dr. Päivi Räsänen ist langjährige Abgeordnete der kleinen Christdemokratischen Partei in Finnland (seit 1995), war zwischen 2011 und 2015 sogar finnische Innenministerin und elf Jahre lang auch Vorsitzende ihrer Partei. Am Dienstag wurde sie nach einem langjährigen Rechtsstreit vom Obersten Gerichtshof wegen „Aufstachelung“ gegen eine Menschengruppe verurteilt. Räsänen, gelernte Ärztin, hatte auf ihrer Internetseite 2019 und 2020 behauptet, es sei „wissenschaftlich erwiesen“, dass Homosexualität eine Entwicklungsstörung darstelle. Dafür wurde sie jetzt zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt.
In dem Urteil, das mit 3 gegen 2 Stimmen fiel, urteilten die Richter: „Der Oberste Gerichtshof ist der Ansicht, dass … Räsänen verstanden haben muss, dass beispielsweise die Behauptung, Homosexualität sei eine Störung der psychosexuellen Entwicklung, angesichts des vorherrschenden medizinischen Verständnisses eine falsche Aussage ist.“
Die Politikerin nannte die Entscheidung einen „Schock“ und sagte gegenüber Medienvertretern, sie lasse prüfen, ob sie gegen das Urteil beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Berufung einlegen sollte.
Ville Tavio, Minister für Außenhandel und Entwicklung von der „Partei der Finnen“ und selbst gläubiger Christ, sagte: „Das Gesetz zur Aufstachelung gegen eine Gruppe sollte geändert werden.“
Der Oberste Gerichtshof sprach Dr. Räsänen von einer weiteren Anklage frei, die auf einem Bild eines Bibelzitats beruhte, das homosexuelle Beziehungen verurteilte und das sie 2019 in einem Social-Media-Beitrag geteilt hatte.
Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben Dr. Räsänen inzwischen zu einer Anhörung vor dem Justizausschuss in Washington eingeladen. Thema des Hearings: „Europas Bedrohung für die amerikanische Rede- und Innovationsfreiheit“.
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Dieser Artikel wurde 23 mal kommentiert

  1. aha Antworten

    Ich habe vor Jahren mal gelesen, Homosexualität käme von einer Hormonstörung bei der Mutter in der 10 ( ?) Woche der Schwangerschaft.

    Das wäre eine gute, natürliche Erklärung dafür. Aber wahrscheinlich gibt es mehrere Ursachen und an der Mutter kann es eh nicht liegen.

    Irgendwas habe ich auch in Erinnerung, dass nach mehreren Geburten von Kindern gleichen Geschlechts Homosexualität auftritt.

  2. Achim Koester Antworten

    Evolutionsbiologisch ist es doch so, dass die Natur auf die Erhaltung der Art, also der Fortpflanzung fixiert ist, eine gleichgeschlechtliche Veranlagung darf deshalb m.E. durchaus als Entwicklungsstörung bezeichnet werden, ungeachtet des Umgangs mit homosexuellen Menschen, die natürlich respektiert werden müssen. Aber diese beiden Phänomene sollten sauber getrennt werden.

    • gerd Antworten

      Im Buch Moses wird davon berichtet, dass im Paradies nur Adam und Eva gewandelt sind. Von Adam und Stefan steht da nix…..

    • Elena Antworten

      „Die Natur“ hat keinen Willen, sie handelt nicht, und ist auch nicht „fixiert“. „Die Natur“ bringt, bedingt durch die sexuelle Fortpflanzung, Nachkommen hervor, die unterschiedlich sind. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes „natürlich“. Eine Festlegung von Nachkommen mit bestimmmten Merkmalen als „Entwicklungsstörung“ zu bezeichnen, ist daher ideologisch.

      • gerd Antworten

        @Elena
        Eine Verständnisfrage: Wenn die Natur keinen Willen hat und nicht handelt, dann kann die Natur auch nichts hervorbringen. Die sexuelle Fortpflanzung ist doch eine Handlung, oder etwa nicht?

          • gerd

            @Elena

            Es sollte erst mal geklärt werden, wie Sie den Begriff der Natur definieren. Stichwort: Naturgesetze. Als Christ glaube ich, dass die Natur eine Schöpfung ist, von jemandem geschaffen, der ausserhalb der Natur, so wie wir sie wahrnehmen, existiert. Wäre das ein Gedanke?

          • Elena

            @gerd
            Natur ist das, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Also Autos, Häuser oder Kachelöfen sind in diesem Sinne nicht natürlich, weil von Menschen geschaffen. Lebewesen, Vulkane und die Welt sind natürlich.

            Dass die Natur von jemanden geschaffen wurde, ist in Religionen ein weit verbreiteter Gedanke, etwa Christentum, Judentum, Islam. Aber ich glaube das nicht.

      • H.K. Antworten

        „Die Natur“ hat einen ÜBERLEBENS-Willen.

        Leider wird der zumindest den Deutschen und Deutschinnen mit Erfolg aberzogen.

  3. Elena Antworten

    Wenn das Urteil sich nur darauf bezieht, Homosexualität sei eine Entwicklungsstörung, dann dürfte es vor dem EGMR in Straßburg keinen Bestand haben. Auch Unsinn ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das sollte auch nach finnisches Recht straflos möglich sein.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Der Philosoph Robert Spaemann hat Homosexualität in einem Interview mit der „Welt“ (2014) im Kontext seiner anthropologischen und ethischen Überzeugungen als „Defekt“ bezeichnet.
      Spaemann erklärte, dass das Natürliche das moralische Maß für die Beurteilung von Defekten sei. Er definierte folglich Homosexualität als das Fehlen der sexuellen Anziehungskraft zum anderen Geschlecht, was er als einen Defekt ansah, da er die Fortpflanzung – „die Fortexistenz der Gattung“ – als Zweck der Sexualität betrachtete.

      Die Ursachen von Homosexualität sind unklar. Sie existiert immerhin schon vor tausenden von Jahren in den Schriften des Alten Testaments.

      Selbst wenn Frau Räsänen etwas Falsches behauptet hätte, sollte das nicht Gegenstand eines Prozesses sein und erst recht nicht zu einer Verurteilung führen.
      Es ist sehr bedenklich, daß die Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt wird.

      • Elena Antworten

        Robert Spaemanns Philosophie ist katholisch-konsevativ geprägt, und Bibelsprüche wie „wachset und mehret euch“ waren für ihn „Wahrheit“. Daraus dann zu schließen, dass Homosexualität ein Defekt sei, ist nachvollziehbar.

        Aber er macht einen logischen Fehler in seiner Argumentation, wenn er dann „das Natürliche [als] das moralische Maß für die Beurteilung von Defekten“ heranzieht, denn: Homosexualität IST „natürlich“. Er widerspricht sich also selbst in seiner Argumentation.

        • Uwe Antworten

          Das Natürliche kann in zweierlei Weise verstanden werden: Einmal als das, was meistens der Fall ist, ein andermal als das, was alles möglich ist. Für die Erhaltung einer Art zählt nicht der gesamte Bereich des Möglichen, sondern der des Durchschnittlichen, das sich in der Erhaltung der Art ausprägt. Wenn man sich also mit dem Problem befaßt, was zu tun ist, um den Menschen als Menschen zu erhalten, dann kann die Antwort nur darin bestehen, ihn in dem Bereich zu halten, in dem er sich durch Jahrtausende bewährt und bewahrt hat. Dieser Bereich ist nicht der Bereich der sexuellen Ränder, in denen es alles Mögliche gibt, das aber im Wortsinne unfruchtbar ist. Dieser Bereich ist alleine der fruchtbare Bereich. An dieser Stelle muß jeder entscheiden, ob er durch sein Verhalten diesen Bereich stützen will — und also entsprechende Wertentscheidungen trifft, wie Spaemann und andere es getan haben. Oder ob er die Sache einfach in allerlei unfruchtbare Ränder ausdehnen will, aus denen sich außer kurzfristigen Bedürfnisbefriedigungen langfristig nichts ergibt. In diesem Sinne: Moral ist nicht beliebig, sie hat als ein Sollen ein Fundament in der Natur. Wer dieses Fundament nicht anerkennt, zerstört langfristig den Bereich, in dem der Mensch sich erhält.

          • Elena

            @Uwe
            Das alles widerlegt nicht meine Aussage, das Spaemann sich selber widerspricht.

            Aber zu Ihrem Tetx.
            „Das Natürliche kann in zweierlei Weise verstanden werden: Einmal als das, was meistens der Fall ist, ein andermal als das, was alles möglich ist.“

            Wieso? Das Natürliche ist das, was es von Natur aus gibt. Das beinhaltet alles. Was „möglich ist“, muss nicht unbedingt natürlich sein: Wenn ich eine Kinderschaukel baue will, ist diese keineswegs natürlich, aber möglich. Also warum eine solche widersinnige Unterscheidung?

            „Für die Erhaltung einer Art zählt nicht der gesamte Bereich des Möglichen, sondern der des Durchschnittlichen…“

            Was ist durchschnittlich? Das ist die Masse, die Norm, das was als „normal“ gilt. Evolutionsbiologisch also dasjenige, das am besten der Umwelt angepasst ist. Der Vorteil der sexuellen Fortpflanzung ist die immer wieder auftretende Andersartigkeit der Nachkommenschaft. Dadurch erst ist eine Entwicklung möglich.
            „…um den Menschen als Menschen zu erhalten, dann kann die Antwort nur darin bestehen, ihn in dem Bereich zu halten, in dem er sich durch Jahrtausende bewährt und bewahrt hat.“ Das ist falsch. Die Erhaltung einer Art besteht in der Felxbilität der Nachkommen, eine Flexibilität, sich anzupassen, „Survival auf the fittest“.

            „In diesem Sinne: Moral ist nicht beliebig, sie hat als ein Sollen ein Fundament in der Natur.“

            Können Sie mir dies näher erläutern? Welches natürliche Fundament hat das „Sollen“? Wie haben Sie dieses „Sollen“ und dessen Fundament festgestellt? Und was hat dies mit einer „nicht beliebigen“, also feststehenden Moral zu tun?

  4. Joe Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle! Die Verwendung des Adjektivs „gelernt“ für eine Ärztin wertet Frau Räsänen in Ihrem Artikel auf subtile Weise ab. Medizin studiert man. Als Arzt kann man approbiert sein. Der Artikel Ihrer Frau Birgit Kelle auf der Achse des Guten zu diesem Thema hat ungleich höheren Informationswert und kommt ohne Abwertung aus. Gruß von Dr. Joe

    • Klaus Kelle Antworten

      Sehr geehrter @Joe,

      das mag sein, aber es wäre auch möglich, wenn Sie selbst Ihre Ansicht ohne gleichzeitige Abwertung meiner Person äußern könnten…

      Gruß zurück!

      kk

  5. H.K. Antworten

    Es gibt m.W. heterosexuelle, lesbische und schwule Menschen.

    Alle sollen nach ihrer Façon glücklich werden und leben.

    Verwunderlich finde ich, daß mittlerweile zwei dieser drei Genannten in nahezu jedem Fernsehfilm, in jeder Serie incl. „Tatort“, zumindest eine der beiden Letztgenannten im Vordergrund stehen muß. I.d.R. sind das dann „die Guten“, oder zumindest die Hauptdarsteller.

    Genauso kommt kein Film, keine Serie incl. „Tatort“ mehr ohne wenigstens ein paar „PoC“ aus.

    Die Täter sind niemals Migranten – genau wie in der realen Welt.

    Und wenn der Kommissar sagt „ich fahre schon mal vor, vielleicht kann ich den Kolleg*/-/:/_/•/Innen helfen“, dann ist das inzwischen „normal“ – schließlich reden Kommissar*/-/:/_/•/Innen ja in der realen Welt auch so.

    Und schließlich tragen „männliche Kommissar*/-/:/_/•/Innen“ ja auch in der Realität im Dienst einen Rock. Meist nur in Schottland, aber egal.

    Es soll jeder/ jede/ jedes glücklich werden, wie er/ sie/ es will, solange alle Beteiligten d’accord sind.

    Aber muß man den Menschen, Erwachsenen und mittlerweile auch Vorschulkindern, wirklich mit dem Dauerdampfhammer eintrichtern, was das neue „Normal“ ist ?

    Müssen bestimmte Interessensgruppen lautstark und wie eine Monstranz mit Dauerempörung und „Teilhabe“-Forderungen ihre Lebensvorstellungen der ganzen Welt mit dem Megaphon verkünden und kreuzritterartig überstülpen ?

    „Betreutes Denken“ macht Fortschritte – die Öffentlich Rechtlichen, die Justiz und die Regierung marschieren voran …

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Abhilfe würde die Abschaffung der Zwangsfinanzierung des ÖRR bewirken, was leider noch nicht möglich ist, aber bei den Printmedien funktioniert, solange sie nicht mit Steuergeld gepampert werden.

      • H.K. Antworten

        Der „sensible“ Investitionsminister arbeitet wohl dran, wie zu erfahren ist, sich „seine“ Medien zusammenzubasteln …

  6. Sarnersee Antworten

    Den Vorwurf, den man der LGBTIQ-Community nicht ersparen kann, ist ihre Verweigerung eines ergebnisoffenen Diskurses, in dem konträre wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre jeweiligen Argumente gegenübergestellt werden. Man denke an die Anzeigen wegen Beleidigungen und gar Volksverhetzung gegen den Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera, oder an die Biologin Marie-Luise Vollbrecht, deren Vortrag zur biologisch gesicherten Erkenntnis der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen an der Berliner Humboldt-Universität zunächst verhindert wurde. Nicht sachlich fundierte Argumente, empirisch ermittelte harte Fakten führten die Empörten ins Feld, sondern allein ihre Befindlichkeiten und  Betroffenheitsrhetorik wie der Link hier zu letzterem Fall unmissverständlich erkennen lässt (Suchbegriff: antifeminismus-begegnen-mediathek,  vortrag-abgesagt-biologin-vollbrecht-vollzieht-taeter-opfer-umkehr).

    Das Ich und dessen Apotheose steht über allem. Dem muss sich auch die etablierten und bewährten Methoden der Wissenschaft unterordnen. Der Wissenschaft erweisen sie damit einen Bärendienst. Der Gemeinplatz „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ sticht im Zweifelsfalle eben auch Empirie und Theorie, wenn beide Ergebnisse zutage fördern, die ins eigene Bild nicht passen und Irrtümer offenbaren würden, an denen bisher festgehalten wurde. Man hat eben nicht geirrt. Niemals. Der eigene Stolz verhindert genuine Wissenschaft, heute mehr denn je. Die Gerichte bestätigen nicht mehr wissenschaftlich gesicherte Fakten, sondern sprechen nun in diesem Kontext günstigenfalls salomonische Urteile, in dem sie für die klagende Seite unbequeme Fakten als Meinung der beklagten einordnen, die von der Meinungsfreiheit aber geschützt ist (Freispruch Kutschera).

    Die Menschen der LGBTIQ-Community meinen stets geradezu zwanghaft und reflexartig ihr sexuelles Tun rechtfertigen zu müssen, obwohl das Gros der Gesellschaft sie gar nicht dazu nötigt und gleichgeschlechtliche Partnerschaften längst als individuellen Lebensentwurf akzeptiert. Und dennoch werden sie nicht müde, für ihre Rechte zu kämpfen, die sie aber längst haben, mit einer Intensität und fast schon Aggressivität bis wirklich auch der letzte Mensch im Land glaubwürdig ihr intimes Tun für ebenso selbstverständlich hält wie er sein eigenes heterosexuelles Verhalten.

    Oder ist es gar Vergeltung? Vergeltung für das, was Homosexuellen Jahrhunderte lang angetan wurde. Das könne man nicht verzeihen, niemals. Vielleicht aber auch weiß oder zumindest ahnt ein Teil, dass ihr Tun doch irgendwie ein „Fehl“, eine Art Verstoß gegen eine doch existierende natürliche Ordnung sein könnte und ersticken sogleich diesen Gedanken, der sie ja zu einer Aufgabe ihres Tuns verpflichten könnte, was folgerichtig Aggressionen freisetzt. Psychologisch sind diese Reaktionen hochinteressant, weil überaus aufschlussreich.
    Warum diese Aggressivität dieser eingeschworenen Gemeinschaft? Diese Menschen fallen im Kontext des normalen Alltags nicht selten auf mit einem ausgeprägten narzisstischen Verhalten. Sie machen keinen Fehler. Nie. Widerspruch ertragen sie nicht. Fragen, die sie herausfordern könnten, stellt man besser nicht. Jeglich Kritik an ihrer Person ist tabu oder Todsünde. Deshalb die  „Erinnerungskultur“ im „Bootsektor“ verankert, als eine ewig währen müssende Vergeltung. Denn Narzissten können und wollen nicht verzeihen.

    Es sind persönliche Beobachtungen, langjährige. Belastbare, weil unmittelbare, im privaten, familiären wie im beruflichem Umfeld. Kutscheras entwicklungsbiologischer Befund, pränatale Prozesse, ist ebenso empirisch plausibel wie der von ihm allerdings abgelehnte sozialkonstruktivistische.
    Ein Junge, der alleine mit einer alleinerziehenden Mutter aufwuchs, die ihn mit einem Übermaß an Zuwendung umsorgte, auch mit körperlicher Nähe, später vielleicht in ihm unbewusst ein Ersatz für den fehlenden Lebenspartner sieht, könnte durchaus eines Tages erkennen, dass er sich sexuell mehr nach Männern sehnt als nach dem Geschlecht seiner Mutter. Umgekehrt Mädchen, die ein schwieriges Verhältnis zu ihrem vielleicht überaus gefühlskaltem Vater hatten, oder jene, die sexuell sehr früh und  „abwechslungsreich“ aktiv wurden, rebellisch-künstlerische, kreative Charaktere, die einfach nur experimentieren wollen, gegen Obrigkeiten, gegen patriarchalische Strukturen wie sie in der klassischen Familie gesehen wetden, aufbegehren und Zeichen setzen wollen. All das können sehr wohl Ursachen für spätere nicht-heterosexuelle Orientierungen sein. Als Multiplikatoren dieser vermeintlich „natürlichen“, mitunter ja auch volatilen Orientierungen tragen dieser Community äußerst wohlgesinnte Medien, in denen nicht zufällig vergleichsweise viele aus dieser Community ihren Lebensunterhalt vierdienen, diese in die breite Öffentlichkeit mit dem Ziel, die in ihren Augen irrige Überzeugung allein die heterosexuelle Orientierung entspräche der natürlichen Ordnung endgültig in der Gesellschaft auszulöschen. Niemand anderes steht so sehr für diese Agenda, den „Neuen Menschen“ zu formen, durch Apotheose des Ichs, wie die Partei der Grünen. Ihr Zuckerbrot ist die Einflüsterung, jenseits der normativen moralischen Vorgaben der in ihren Augen gleisnerischen christlichen Kirchen der gute Mensch sein zu können, wenn er mithilft, das Gute zu tun und es zu fördern. Was das Gute aber ist, darüber reklamieren die Grünen für sich die alleinige Deutungshoheit. Umwelt und Klima bieten sich deshalb so hervorragend als „Spielwiese“ für gutes Tun an, weil ihre Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit für jeden eindrücklich sind, im Menschen Urinstinkte wecken, da sie unmittelbar seinen Lebensraum betreffen. Diese „Spielwiese“ dient vornehmlich dazu, zunächst Vertrauen in die Politik der Grünen zu schaffen, um dann die ganz großen Würfe erfolgreich landen zu können. Der Journalist Matthias Matussek enttarnte die Grünen schon vor vielen Jahren mit ihrer Agenda zur (Er)Schaffung des „Neuen Menschen“, der endlich von Gott befreit sein würde –  ihrem eigentlichen Ansinnen. Grüne sind die modernen Marxisten des 21. Jahrhunderts.

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