Die Affäre Spiegel: Ich wüsste keinen Grund, warum sie im Amt bleiben sollte

Ehrlich gesagt, ich kann mir das nicht vorstellen.

Die heutige Bundesministerin Anne Spiegel von der Grünen ist seinerseit beim Hochwasser in Rheinland-Pfalz, das viele Existenzen, vor allem aber 134 Leben ausgelöscht hat, für vier Wochen in Urlaub gefahren mit ihrem Mann und den vier Kindern.

In einer emotionalen Stellungnahme gestern vor der Hauptstadtpresse versuchte sie das zu erklären. Ihr schwer kranker Mann und ihre Kinder hätten dringend Urlaub gebraucht. Wer braucht das nicht, Politiker sind auch Menschen. Nur: Politiker haben nicht nur eine besondere Verantwortung gegenüber ihrer eigenen Familie, sondern auch gegenüber den Bürgern, die Ihnen die Macht verleihen, solche Ereignisse zu managen. Und das kann man nicht vom Strandkorb aus. Schon gar nicht, wenn man ein üppiges Gehalt aus dem Steuersäckel dafür kassiert.

Sie habe telefonisch damals an den Kabinettssitzungen in Mainz teilgenommen, behauptete sie früher. Nun hat sich herausgestellt: an keiner einzigen. Und mit den kaltschnäuzigen Messenger-Gesprächen mit ihren PR-Leuten damals will ich hier gar nicht anfangen, Sie erinnern sich sicher noch daran.

In NRW ist Frau Ministerin Heinen-Esser inzwischen zurückgetreten, die es während der großen Flut ebenfalls in die Sonne Mallorcas zog.

Welchen Grund sollte es also geben, dass Frau Spiegel nicht sofort zurücktritt? Mir fällt keiner ein…

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Dieser Artikel wurde 8 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Wie sagte Ricarda Lang soeben ?

    „Wir werden zeitnah einEN NachfolgER vorschlagen“.

    Ein Versprecher ?

    • H.K. Antworten

      Sie begreift es einfach nicht.

      War aber schon gestern abend in ihrem Statement klargeworden.

      „Ich überleg gerad mal. Wir müssen da jetzt noch was abbinden“.

      Bundesministerin …

    • S v B Antworten

      „Fehler eingestanden hat sie aber nicht.“
      Doch, hat sie, liebe Tina Hansen. Dazu gibt es eine Videoaufzeichnung. Wenn man Frau Spielgel in dieser hört und sieht, kann sie einem im Grunde leid tun. Aber Politik ist nun mal ein beinhartes Geschäft. Deshalb sollte man vorher wissen, auf was man sich einlässt.

      @H.K.
      Tatsächlich ist für die Grünen auch ein Familienminister vorstellbar. So jedenfalls vernahm man es auf Bayern24. Auch Claudia Roth und KGE scheinen für das Amt im Gespräch zu sein. Andererseits – hieß es – habe der Wechsel einer der beiden genannten Damen ins Familienministerium den Nachteil, dass man an anderer Stelle auf sie verzichten müsse. Hach! Dass nicht wenige Frau Roth wohl aufgrund fehlender Erfahrung zumindest als Mutter nicht als Idealbesetzung ansehen könnten, verstehe wer will. Schließlich wurden und werden der weit überwiegenden Zahl von Ministern und Ministerinnen Portefeuilles anvertraut, über die sie allermeist ebenso wenig Fachkenntnis vorweisen können wie der berüchtigte Bock vom Gärtnern. Insofern wäre also auch gegen Claudia Roth als Ersatz für die ausgeschiedene Frau Spiegel kaum etwas einzuwenden. 😉

      • H.K. Antworten

        1. „ Dazu gibt es eine Videoaufzeichnung.“

        Ja, liebe SvB, due gibt es sogar HIER auf diesem Kanal live und in Farbe:

        „ Die Ignoranz der Mächtigen für das Leid ihrer Untertanen“

        Bisher letzter Beitrag dort, der Hausherr hatte den Link bereits freigeschaltet. Schaut aber leider wohl niemand mehr rein.

        2. Claudia Roth und Familienministerin ?

        In diesem Leben nicht. Da müßte sie ja richtig arbeiten !
        Sie scheint mit ihrem jetzigen Amt mehr als zufrieden zu sein. Durch die halbe Welt juckeln, mit Regierungsflieger und Blaulicht, Häppchen hier, Schlückchen Schampus da, von „Kultur“-Festival zu Berlinale & Co, nach Cannes und hier und da ein paar Millionen für „indigene“ und „diverse Kunst“ verplempern.

        Wenn ich nochmal auf die Welt komme: DAS wäre mein Traumberuf.

        Da es offenbar unbedingt eine Frau sein muß, auch noch eine linke, doch besser der Anton. Die entsprechende Frisur hat er ja schon.

        Bart ist ok. Hat Conchita Wurst ja auch.
        Oder Herr Hofreiter erklärt sich „eh im falschen Körper“ zur Frau.

        Passt dann schon.

  2. S v B Antworten

    „Nur, Politiker haben nicht nur eine besondere Verantwortung gegenüber ihrer Familie, sondern auch gegenüber den Bürgern…“

    Nicht zu vergessen, dass die Herren und Damen Minister auf das Wohl des Volkes, also auf das der Bürger, sowie auf die Erfüllung ihrer Pflichten sogar einen Eid abgelegt haben. Leicht gewinnt man den Eindruck, dass selbst erwachsenen Menschen heute mitunter die gerade auch für die Bekleidung einer verantwortungsvollen politischen Position nötige menschliche Reife abgeht. Anders ist sowohl Siegels damalige Entscheidung für einen Urlaub als auch ihr jetziges Lavieren kaum zu erklären.

  3. B. Minzenmay Antworten

    Theorie und Praxis
    Interessante Erfahrung für eine dem linken Flügel angehörige Familienministerin der Grünen, dass Familie und Beruf sich wohl doch nicht ganz so elegant vereinbaren lassen, wie sie es uns jeden Tag so dahererzählen …
    Die normative Kraft des Faktischen scheint bei den Grünen zur Zeit ohnehin auf der Überholspur zu sein: Wer hätte jemals zu denken gewagt, dass Baerbock und Habeck zur Zeit die Einzigen sind, die in dieser Regierung eine ausgesprochen gute Figur machen? Und gestern hätte ich noch mein Vermögen verwettet, dass der Hofreiter Anton eher bereit ist, dreimal durchs Fegefeuer zu gehen als Kohlekraftwerke länger laufen zu lassen und die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine zu fordern.
    Alles wird gut. (Vielleicht).

    • H.K. Antworten

      Liebe/r B. Minzenmay,

      ich muß zugeben, daß auch ich mich sowohl in Frau Baerbock als auch in Herrn Habeck offenbar deutlich getäuscht habe.

      „Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben“.

      Bei ihrem Amtseid hat sich sicher niemand in der neuen Ampelregierung vorgestellt, bereits nach kurzer Zeit vor derart komplizierte Aufgaben gestellt zu sehen wie einen möglichen III. Weltkrieg.

      Während zumindest sich bei den beiden genannten Minister*/-/:/_/Innen dieser alte Spruch zu bewahrheiten scheint, scheint auf mehr als nur zwei andere Regierungsmitglieder*/-/:/_/Innen das Gegenteil zuzutreffen.

      So etwas kommt dabei heraus, wenn ein Regierungschef Kabinettspost*/-/:/_/Innen nach Quote statt nach Qualifikation vergibt.

      Vielleicht hat er sich auch nur vertan. Beides fängt schließlich mit „Qu“ an …

      Und eine Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt, also die Person, die für die Äußere Sicherheit dieses Landes verantwortlich ist ( man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen … ), die in der Wüste Malis mit offenen Hackenschläppchen und wehender offener Seidenrobe unterwegs ist ( die Skorpione dort wurden für die Zeit ihres Besuches sicher alle ins „Aaaachtung !“ gestellt ), macht schon etwas her – insbesondere bei den vor ihr angetretenen Soldaten. Vom Eindruck in der NATO, insbesondere aber in Rußland und China, halte ich mich lieber geschlossen.

      Eine Bundes-Horst-Nachfolgerin, die zwar die Registrierung und vernünftige Verteilung von ukrainischen Flüchtling*/-/:/_/Innen nicht auf die Reihe bekommt, dafür eher Sorge trägt für die der „LGBTQXY-Community“ ( ich hoffe, ich habe niemand*/-/:/_/In vergessen ) gerechte Beflaggung öffentlicher Gebäude mit der Regenbogenfahne, ist eher überqualifiziert für diesen Job.
      Schließlich geht es in diesem Fall ja nur um die INNERE Sicherheit dieses Landes. Und das macht man halt mit links.

      In Sachen „Ministerium für Frauen und Gedöns“ ( G. Schröder ) erfolgt ja in den nächsten Tagen voraussichtlich der Ersatz für die zumindest in Familienfragen völlig überforderte Familienministerin.

      Last but not least geht es nicht nur um „Qu“, sondern um Twitter.

      Wenn ein Ministerposten nach Maßgabe der höchstqualifizierten Twitter-Community in den ( a)-sozialen Netzwerken besetzt wird, so kann sich auch da bereits nach kürzester Zeit herausstellen, daß es sich um den berühmten „Griff ins …“ gehandelt hat. Einige finden den Inhaber dueses Ministeriums offenbar so „toll“, daß sie ihn entführen und für sich allein haben wollten, wie heute gemeldet wurde.

      Unser rhetorisch bewundernswert bewanderter und inzwischen gerne auch „Plappermäulchen“ genannter „Mutti“-Nachfolger scheint bei seiner Besetzung für die Kabinettsposten nicht nur mit einem Arm ins … gegriffen zu haben …

      Es bleibt spannend.

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