Es sind nur diese Kleinigkeiten, die wir jeden Tag in den deutschen Staatsmedien erleben, hinnehmen und erdulden. Aber sie nerven, und deshalb muss man sie erzählen.

Heute Mittag, ziemlich genau eine Stunde vor der mit einiger Spannung erwarteten Pressekonferenz der Bundeskanzlerin hörte ich im Autoradio WDR 2. Die Moderatorin führte ein Interview mit der Grünen-Chefin Simone Peter. Sie wurde um Auskunft gebeten, was die Kanzlerin denn nun gleich sagen solle und sollte erraten, was Merkel denn wohl sagen werde. Das darf der WDR natürlich so machen, freies Land, freie Medien und so. Aber mir drängte sich direkt die Frage auf: Was soll das? Wäre es nicht die Aufgabe der Medien, einfach eine Stunde zu warten und dann über die Pressekonferenz zu berichten? Und dann anschließend vielleicht ein Interview mit der Dame von den Grünen führen über das, was die Kanzlerin tatsächlich gesagt hat? Was soll dieses Stochern im Nebel, diese Kaffeesatzleserei? Kostenlose Werbezeit für einen guten Zweck, könnte der Zyniker denken. Aber vielleicht war es ja ein Beitrag zur Rettung unseres Klimas…

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Dieser Artikel wurde 7 mal kommentiert

  1. Fritz - Ulrich Hein Antworten

    Werter Herr Kelle,
    es war ein Beitrag, um nicht die rot/grüne Regierung in NRW zu schaden. Schließlich stehen dort vor der BTW auch noch eine LTW statt und Frau Kraft ist auf dem gleichen Level wie Frau Merkel.

  2. Andreas Schneider Antworten

    Nun gut, ich habe nachmittags auf SWR1 die Stellungnahme eines Kommentators gehört. Der war doch glatt der Meinung, eine weltmännisch auftretende Kanzlerin habe damit einmal mehr gezeigt, dass das pragmatische Handeln kennzeichnend für
    sie sei.

    War das nun erhellender als dieser Unsinnsbeitrag von WDR2?

  3. Wolfgang Antworten

    Also: Sie haben eine Nachricht von 10 Minuten Länge und Sie haben 3 h Sendezeit. Was machen Sie? Antwort: Genau das.

  4. Siegfried Simperl Antworten

    Frau dr. Merkel hat ein EU- und BRD-Gesetz nach dem anderen gebrochen, mit ihrer selbstherrlichen „Einladung“, Millionen von Migranten sollen völlig unkontrolliert nach Europa und Deutschland kommen. Jetzt hat der ehemalige Verfassungsrichter Michael Bertrams, von 1994 bis 2013 Präsident des Verfassungsgerichtshofs NRW, im „Kölner Stadt-Anzeiger“ geschrieben, „Merkels Alleingang war ein Akt der Selbtsermächtigung“. Er vermutet sogar einen Verfassungsbruch und spricht von „selbstherrlicher Kanzler-Demokratie“. In anderen Worten, Merkel benimmt sich wie eine Diktatorin, die sich nicht mehr an die Gesetze hält und an die Kompetenzen des Parlaments. War das nun erhellender ?

  5. Dreadnoughts Antworten

    Sehr geehrter Herr Simperl.

    Zum Wort ‚Erhellend‘ möchte ich auch einen kleinen Umstand beisteuern – und zwar §62 Asylgesetz, der eine Gesundheitsuntersuchung zwecks Krankheiten für Asylbewerber vorschreibt, die in Erstaufnahmeeinrichtungen zu residieren haben. Das ganze in Verbindung mit der Zahl der gestiegenen Krankheitsfälle (bspw. Masern) und der Zahl der nichtregistrierten (illegal aufhältigen) Personen im Bundesgebiet. Frage: Sollte ein Regierungschef das nicht wissen, bevor er Grenzen öffnet?

    D.

    • Ex-CDU Antworten

      Sehr geehrte Frau/ Herr Dreadnoughts,

      so ein Blödsinn …

      Wozu sollte „unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel“ sich mit derlei Kleinkram beschäftigen ?

      Ihnen ist offenbar entgangen, daß Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, seines Zeichens „Ärztepräsident“, schon vor Monaten festgestellt hat, daß „die Flüchtlinge“ „alle übernormal gesund“ sind und deutlich weniger Kosten verursachen, als ein ( beitragzahlender ) deutscher Patient.

      Also bitte – noch Fragen ?

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