Heterosex ist böse…da muss erstmal eine Abgabe her!

In einer Blase zu leben, das ist ein häufig verwendeter Vorwurf gegen Menschen, die gegen den Strom unterwegs sind, gegen den Mainstream. Und gegen den Strom anzuschwimmen, das ist in einer Demokratie nicht nur wichtig, sondern geradezu notwendig. Denken Sie nur an die vielen Kritiker der Corona-Maßnahmen, die als „Schwurbler“, Querdenker und Rechtsradikale geschmäht wurden! Bei manchen Themen stellte sich dann Monate später heraus, dass ihre Kritik absolut berechtigt war, und dass uns die Regierenden schlicht Unsinn erzählt haben.

In einer Blase leben auch manche unserer ostdeutschen Landsleute, die irgendwie denken, man könne mit Putin auf einem Bären reitend, 1989 nochmal zurückdrehen und Robotron sei eigentlich doch die bessere Technologie geworden. Und die Amis seien ja nur so erfolgreich, weil sie damals Wernher von Braun entführt und die deutschen Konstruktionspläne für Raketen aus Peenemünde geklaut hätten.

Alles ok, dies ist zumindest jetzt noch ein freies Land. Und im Moment sieht es gerade ganz gut aus, dass das noch eine Weile so bleiben wird. Also denkt und redet, was Ihr wollt!

Aber jetzt habe ich einen Schwachsinnstext in der linksalternativen taz gelesen, der so unfassbar doof ist, dass es selbst meine ohnehin geringen Erwartungen in dieses Milieus mühelos unterbietet. Unter der Überschrift „Heterosex ist nicht natürlich“ lässt sich eine „Autorin“ wie folgt aus:

Sperma und Scheidenflora haben völlig unterschiedliche PH-Werte. Die Vagina hat ein saures Milieu, um Krankheitserreger abzuwehren. Durch das basische Sperma steigt der PH-Wert zumindest kurzzeitig an – die Scheidenflora wird also weniger sauer – und Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten. Viele Menschen mit Vagina bekommen deshalb von ungeschützem Geschlechtsverkehr mit Penissen eine Pilzinfektion.

Und so weiter.

Sie kommt zu dem Schluss, es sei nun an der Zeit, „die medizinischen Kosten umverteilen, die insbesondere Frauen durch Heterosex entstehen.“ Also, wenn man schon unbedingt nicht auf heterosexuelle Geschlechtlichkeit verzichten wolle.

Dazu sei es aber dann wenigstens sinnvoll, „eine Sex-Abgabe für Heteromänner“ einzuführen…

Bin ich froh, dass ich schon etwas älter bin und eines Tages nicht in einer Gesellschaft leben muss, die komplett vom Schwachsinn geprägt wird…

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Dieser Artikel wurde 13 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Wie hat es die Menschheit eigentlich bis heute überlebt, so ganz hetero und ohne Zwangsabgabe für biologische Notwendigkeiten? Und wieso gibt es eigentlich noch Tiere und Pflanzen? Die müssten sich eigentlich alle an Pilzkrankheiten etc. ausgestorben sein. Ach so! Ich vergaß: Sie haben eine Sexabgabe bezahlt.

    Aber Hand aufs Herz: Ist es nicht wunderbar? Es gibt Leute, die dürfen ungestraft den letzten Blödsinn verbreiten und bekommen sogar Geld dafür. Da gibt es auch ein Publikum, das zustimmt und freudig klatscht. In diesem freien Land darf man fast alles behaupten, nur eben nicht valide Tatsachen. Dann wird man ausgestoßen aus der Gemeinschaft der Toleranten.

  2. S v B Antworten

    Na ja, die Kosten für Impfungen junger Mädchen vor deren „Einstieg“ ins heterosexuelle Geschlechtsleben werden ja bereits von den Kassen übernommen. Gut so, denn das HPV-Virus, welches oft erst nach Jahren zur Ausbildung eines Gebärmutterhals-Karzinoms führen kann, wird tatsächlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehrt übertragen. Ebenso eine Reihe anderer, mehr oder minder gefährlicher Infektionskrankheiten. Wie gut, dass man sich dagegen schützen und sowohl diagnostische Vorsorge als auch Therapien in Anspruch nehmen kann. So ganz unrecht hatte die Verfasserin des Artikels also wohl nicht. Dennoch mag ich nicht glauben, dass sie es explizit darauf angelegt hat, Paaren die Lust am – heterosexuellen – Geschlechtsverkehr zu vergällen. Schließlich muss auch ein homosexuelles Paar befürchten, sich mit der Übertragung von HPV-Viren Infektionen oder gar noch Schlimmeres „einzufangen“, heimtückische Vorstufen von Dickdarmkrebs beispielsweise. Schützende Maßnahmen oder aber ein Leben in totaler Keuschheit wären durchaus geeignet, sich die genannten Gefährdungen vom Leibe zu halten. Allerdings würde sich die Zeugung von Nachkommenschaft entsprechend problematisch gestalten, wenn sich nicht gar als unmöglich erweisen. Hm….? Ob ein Leben unter solchen Umständen noch lebenswert oder gar doch zu freudlos wäre – diese Frage muss sich ein jeder selbst beantworten. – Schon die Aufschlüsselung und Zuordnung der Kosten dürfte in diesem Zusammenhang eine Unmöglichkeit darstellen; ebenso wie deren Erhebung und Einzug. Also – nächstes Thema!

  3. H.K. Antworten

    Es soll Menschen geben, die permanent von unserer „historischen Schuld“ reden, und uns ein schlechtes Dauergewissen einimpfen. Manche sehen auch eine „Umvolkung“ im vollen Gange.

    Die deutsche Gesellschaft ( um nicht zu sagen „das deutsche Volk“ ) schrumpft jedes Jahr und immer weiter.

    In den deutschen Medien, speziell den Öffentlich Rechtlichen, gibt es inzwischen kaum einen Film oder eine Serie, wo nicht wenigstens ein Haupt-Akteur schwul oder lesbisch ist und als sehr sympathisch dargestellt wird.

    Schwul und lesbisch, öffentlich als Monstranz vor sich hergetragen, und „woke“ sind das neue „chic“ und „in“ und „fortschrittlich“.

    „Familie“ ist etwas Konservatives, eher rechts Angesiedeltes, für due „ewig Gestrigen“, vor allem, wenn die Töchter auch noch Zöpfe tragen und die Junx Sport lieben und halbwegs trainiert aussehen.

    ( Wenn diese Familie auch noch sonntags in die Kirche geht – auweia … ).

    Die „alten Weißen“ sind die „Bösen“, „Umweltsäue“ und „sterben ja sowieso bald“.

    Nun ein solcher Bericht in der objektiven und niemals nicht ideologischen „TAZ“.

    Es gibt Menschen, die könnten auf die Idee kommen, daß die Schrumpfung der deutschen Bevölkerung manchem nicht schnell genug geht …

    Was für Leute es in diesem Land gibt und auf was für Gedanken die so kommen …

  4. S v B Antworten

    Och, man las schon, dass sich selbst von Politik und Medien verhätschelte Leute ein Aussterben des deutschen Bevölkerungsanteils herbeisehnen. Gehörte nicht auch der aus türkischer Hand „gerettete“ Deniz Yücel zu diesen? Ich meine, dass ich da mal sowas gelesen hätte… Diesem Sinn entsprechende Äußerungen finden sich zuhauf. Den deutschen Lesern scheint es nichts auszumachen. Na dann ist ja wohl alles in Ordnung.

    Ihre Beschreibung „konservativer Kinder“ ist mir aus der Kindergarten-Broschüre des Landes Berlin wohl bekannt. Mit wohlmeinendem Grußwort der heutigen Regierenden Bürgermeisterin, na ja, der Gute-Kita-Gesetz-Ministerin eben. Interessant wäre, festzustellen, wie man die damals so auffallend aparte Julia Timoschenko mit ihrem geflochtenen hellblonden Haarkranz heute beurteilen würde. Ihr Erscheinungsbild müsste, besagter Broschüre nach, als „sowas von N…“ abgetan werden. Vor allem, wenn sie keine Ukrainerin, sondern ein deutsches Mädel, vielleicht aus dem Bayerischen, wäre. Ich fand Timoschenkos so besonderen Look einfach fantastisch. Leider trägt sie heute eine ganz andere Frisur.

    Dass die deutsch-sprachige Bevölkerung einem Schrumpfungsprozess unterliegt, ist mittlerweile allenthalben sicht- und hörbar.

    • H.K. Antworten

      Und der deutsche Michel und die Micheline merken nicht, wo die Reise hingeht.

      Man ( frau auch ) ist ja schließlich weltoffen und tolerant.

      ( Wie war das ? „Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein“ … ).

  5. Maria Antworten

    Endlich mal ein Artikel in der TAZ, der konservative Vorstellungen unterstützt. Die Katholische Kirche proklamiert schon seit 2 jahrtausenden Sex nur zur Fortpflanzung. Das vermindert die Ausbreitung der gefürcheten Krankheitserreger bei Menschen mit Vagina enorm. Das sollte man nicht als „komplett vom Schwachsinn geprägt“ abtun.

  6. Jörg Schmitz Antworten

    Mir fällt dazu nur ein: Die Dummheit der Linken, ist die Pest der Neuzeit. Ansteckend, Gesellschaftstötend und immer viraler.

    • Alexander Droste Antworten

      Ich würde das nicht so pauschal bestätigen. Das, was man heute so unter „Linken“ oder „linksliberal“ versteht, ist nicht das, was es ursprünglich mal war. Ich würde es mal als pathologischen Narzissmus bezeichnen. Andere nennen es Satanismus. Andere wiederum entdecken den Antichrist, der allerdings aus dem Verborgenen heraus agiert.

      Links, das war mal die Antibewegung gegen Klerus und Adel, gegen die Ausbeutung durch eine Bourgeoisie für die Freiheit des Individuums, Selbstbestimmung und ausgleichende materielle Gerechtigkeit. Sogar die Nationalstaatlichkeit als Garant für kulturelle Prosperität stand einmal für links progressiv. Ich finde das eigentlich begrüßenswert.

      Was ist denn dann rechts? Alles, was eben das nicht beinhaltet? Machterhalt, Elitentum, Unterdrückung, Ausbeutung und all die Instrumente, dieses durchzusetzen. Das kann ich gerade aktuell in unserer politischen Entwicklung deutlich erkennen. Von daher würde ich mal sagen: Wir haben ein Problem mit „rechts“.

      Und wenn wir uns in die Mitte bewegen: Dann haben wir beides in ausgewogenen Verhältnissen. Das ist uns leider im öffentlichen Diskurs vollständig abhanden gekommen. Lasst uns über Auswege diskutieren!

      Der Erste wäre: Aufhören zu spalten, stattdessen integrieren.

  7. H.B. Antworten

    Völlig dekadenter Schwachsinn. Eigentlich sollte man sich jeglichen Kommentar verkneifen😾😾.

    • H.K. Antworten

      „Dekadent“ hieß sowas früher.

      Heute heißt es „woke“ und „genderkorrekt“ …

      ( Egal wie – wahlweise in den Abgrund oder gegen die Wand führt sowohl das Eine als auch das Andere … ).

  8. Hannah Müller Antworten

    Jeden Morgen steht ein/er Dumme/r auf. 😉 Da sind auch AutorInnen der TAZ nicht von verschont.

  9. Wolfgang Heppelmann Antworten

    „In einer Blase zu leben, das ist ein häufig verwendeter Vorwurf gegen Menschen, die gegen den Strom unterwegs sind, gegen den Mainstream. Und gegen den Strom anzuschwimmen, das ist in einer Demokratie nicht nur wichtig, …“

    Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: „Nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom“, denn ein lebendiger Fisch steht in demselben, und schwimmt gegenan, um seine Position zu halten und an Nahrung zu kommen. Ich für meinen Teil schwimme seit Wochen an jedem Montag ab 18 Uhr mit vielen anderen gemeinsam gegen den Strom, und das nicht nur am Montag. Das hält gesund, das erfrischt!

    Und es hat den Vorteil, daß wir ‚Spaziergänger‘ uns zumindest in der Zeit zwischen 18 und 19 Uhr keine Pilzerkrankung einfangen können. Die Verfasserin von „Sperma und Scheidenflora“ sollte Spazierengehen, dann ist sie auch geschützt. Vermehren kann sie sich dann später durch klonen oder durch Zellteilung.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Zu den „Spaziergängern“ gehöre ich auch, obwohl ich befürchte, dass wir demnächst vom Verfassungsschutz beobachtet werden, weil wir angeblich die bereits stark ramponierte Demokratie untergraben.
      Den Blödsinn der krankmachenden Heterosexualität kommentiere ich nicht. Vergeudete Zeit.

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