In der Krise hören wir erstmal, was wir alles nicht können
Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nach München geflogen. Ohne Passagiere. Und das, obwohl sich Zehntausende in der Region dringend aus dem Kriegsgebiet verabschieden wollen.
Eine Passagierbeförderung sei zwar geprüft worden, sei aber leider nicht möglich, schreibt die Fluggesellschaft. An Bord der Maschine seien nämlich lediglich zwei Piloten. Aber – Vorschrift ist Vorschrift – für die Beförderung von Passagieren wäre eine mindestens 17-köpfige Kabinencrew erforderlich gewesen, die leider nicht zur Verfügung gestanden habe.
Tja, da kann man nichts machen, oder?
Mich erinnert das an einen Vorfall ziemlich zu Beginn des Afghanistan-Krieges, der im August 2003 bekannt wurde.
Da durften Bundeswehrsoldaten nicht mit ihren NATO-Partnern auf Patrouille ausrücken, weil – halten Sie sich bitte fest – Jeeps vom Typ „Wolf“ und andere Fahrzeuge für den Dienstbetrieb gesperrt wurden. Denn: Ihre Plaketten zur Abgassonderuntersuchung (ASU) waren abgelaufen.
Unser Land ist einzigartig
Inmitten eines heißen Krieges setzten die militärisch und politisch Verantwortlichen in Berlin die Durchsetzung deutscher Umweltstandards durch. Kein Wunder, dass manche internationale Partner sich über uns lustig machen. Zumal dort damals und wahrscheinlich heute auch die Luftqualität durch Schrottautos und Dieselruß sowieso katastrophal ist.
Nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 gegen die Ukraine hat der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz von einer „Zeitenwende“ gesprochen. Die gibt es bis heute nicht. Wann immer eine Krise ist, erfahren wir erst mal, was alles nicht geht und was wir alles nicht können.
Stromausfall in Berlin – wir haben keine Notstromaggregate verfügbar. Militärpatrouille in der Hölle amKundus – tut uns leid, die ASU-Plakette fehlt. Deutsche stecken fest im Kriegsgebiet – leider ist keine Evakuierung möglich, weil das Personal nicht ausreicht, um Bordservice zu machen und Tomatensaft auszuschenken …



Wenn ich höre, was sich dieser unser deutscher Staat tagtäglich ausdenkt um Bürger, Militär, Infrastruktur und Produktion zu behindern, fällt mir dafür langsam nur ein Begriff ein.
Sabotage:
ist die absichtliche, heimliche Zerstörung, Beschädigung oder Störung von Anlagen, Produktionsprozessen, Maschinen oder Infrastruktur, um wirtschaftliche, militärische oder politische Ziele zu erreichen. Es handelt sich um eine bewusste Behinderung oder Vereitelung, oft im Kontext von Kriegen oder Arbeitskämpfen.
Wir sollten uns dabei insbesondere ins Gedächtnis rufen, dass es sich um etwas bewusst Herbeigeführtes handelt. Es besteht eine Absicht dahinter, die eine Zielerreichung zur Folge haben soll.
Jeder sollte sich seine Gedanken darüber machen, welche Ziele hier verfolgt werden und ab wann Widerstand nach Art. 20 IV unseres Grundgsetzes als Ultima Ratio herangezogen werden darf.
Untätigkeit ist das Eine, wenn auch sie in Notsituationen nur schwer zu entschuldigen ist. Die Behinderung von Nothilfe hingegen ist für mich in aller Form zu verachten und duch nichts zu entschuldigen.
Man stelle sich nur vor, es würde eine Rakete in das Flughafengebäude in Abu Dhabi einschlagen und eben diejenigen dabei ums Leben kommen, die man bewusst nicht ausgeflogen hat.
Wären dann endlich die Politiker und Entscheidungsträger haftbar, die den Leerflug des Airbus zu verantworten haben? Handelt es sich hier nicht mindestens um Mord durch Unterlassen (§§ 211, 13 StGB) oder gar Beihilfe zum Mord? (§ 27 StGB)
Wer sollte Widerstand leisten? Die deutsche Bevölkerung hat sich im Bürokratiezirkus eingerichtet und ist selbst Teil davon geworden.
Otto Normalverbraucher macht noch nicht einmal den Mund auf um zu protestieren.
Wie Schafe haben sich die Menschen in der Corona-Krise zur
Impfbank führen lassen. Und heute ignorieren sie noch die Grundrechtsverletzungen und Menschenrechtsübertretungen dieser unseligen Zeit.
Nur etwa 20 Prozent der Bevölkerung war wach, hat sich informiert und unermüdlich protestiert.
Um auch diese Gruppe zum Maulhalten zu bringen, arbeiten Kanzler, Ministerpräsidenten, Politiker aller Couleur von links bis Union mit den sog. Qualitätsmedien und dem ÖRR gezielt zusammen.
Ein Verbot der Sozialen Medien muß her, die oppositionelle Meinungsäußerung muß verhindert werden.
Das sieht leider nicht nach einer Änderung aus.
Werter Herr Kelle,
so verärgert man in diesen Tagen über unsere „Staatsairline“ sein kann (man lese die zutreffenden Beiträge über die Lufthansa Ihres Kollegen Reitschusters in jüngster Zeit), so sehr hat die Lufthansa in diesem Fall aber richtig gehandelt. Die Durchführung eines kommerziellen Fluges mit Passagieren ist an ein Mindestmaß unverhandelbarer Sicherheitsstandards gebunden. Das ist Gesetz. Dazu gehört zentral das Evakuierungsverfahren, das sicherstellt, dass alle Passagiere das Flugzeug in vorgeschriebener Zeit verlassen können (über Notrutschen), sollte es zu einem Notfall kommen, wie z.B ein Brand an Bord. Die Passagiere müssen zuvor eingewiesen werden, Sie kennen das, und im Ernstfall gelenkt und unterstützt werden. Die Fertigkeiten hierzu ist zentraler Gegenstand der Ausbildung des Flugbegleiterberufs. Der A380 hat gleich zwei Passagierdecks, deshalb die Mindestzahl von 17 Cabin-Crew-Mitglieder. Das Flugzeug wurde in München wieder dringend für den Einsatz gebraucht und natürlich ist man angehalten hochpreisige Betriebsgüter wie Flugzeuge zu sichern.
@Sarnersee
Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht. Nur befinden wir uns gerade in einer Ausnahmesituation. Warum heißt eine solche Situation genau so, wie sie nunmal heißt? Weil in diesen Fällen einfach eine Ausnahme von der Regel angezeigt ist.
Im Leben bedarf es häufig einer Risiko-Nutzen-Abwägung. Diese Abwägung ist in manchen Fällen zwar markaber, gleichwohl ist sie notwendig, um komplexe Entscheidungen faktenbasiert treffen zu können.
Im vorliegenden Fall lauten die Fakten so:
2024 (letzter vollständiger Datensatz) lag die Zahl der Unfälle in der Passagier-Luftfahrt bei 46 Unfällen auf 40,6 Mio. Flüge. Die Chance als Passagier, Pilot oder Flugbegleiter bei einem dieser Zwischenfälle ums Leben zu kommen beträgt statistisch 1 zu 13,97 Millionen.
Die Unfallstatistiken für 2025 sind noch nicht komplett, zeigen jedoch bereits jetzt eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr – was das Risiko also nochmals schmälert.
In anbetracht DIESER Zahlen sind Sie tatsächlich der Meinung, dass in einer Notsituation wie der genannten keine Ausnahme der regelmäßigen Sicherheitsprotokolle gemacht werden sollte?
Wenn dem tatsächlich so ist, dann rate ich Ihnen dringen, keinen Tag Ihres Lebens mehr aus dem Haus zu gehen. Beträgt doch die Chance, dass sie im Straßenverkehr um Leben kommen, auf Ihre Lebensspanne gerechnet 1 zu 100.
Daheim verbleiben ist allerdings auch schlecht, da die Chance im eigenen Haushalt bei einem Unfall zu versterben bei 1 zu 25.230 liegt.
Auch die zivile Schifffahrt für den Heimweg scheidet übrigen aus. Die Chance auf dem Heimweg zu versterben ist nämlich tatsächlich nahezu doppelt so hoch wie im Flugzeug.
Man muss schon wahnsinnig deutsch oder Versicherungsexperte bei Airbus sein, um aufgrund der genannten Zahlen die einzig falsche Entscheidung zu treffen.
Werter Herr Ludwig, auch Ausnahmesituationen entbinden nicht von Sicherheitsstandards. Man stelle sich folgende Situation vor: ein Triebwerk fängt durch Vogelschlag unmittelbar Feuer nach dem sog. Liftoff, das Flugzeug muss nach sofort zu aktivierendem Notfallverfahren sofort wieder landen, die Passagiere werden über Notrutschen evakuiert. Erst gestern ist genau das in Los Angeles passiert (https://www.aero.de/news-51985/Boeing-787-9-nach-Notlandung-in-Los-Angeles-evakuiert.html). Nun aber gelingt die Evakuierung wegen fehlendem qualifiziertem Personal nicht für alle Passagiere, d.h. Notlandung mit Todesfolge. Keine Versicherung wird hier infolge grober Fahrlässigkeit entschädigen und mehr noch, die geltenden Policen sogar kündigen wollen. Das kann sich keine Airline leisten. Darüber hinaus besteht schon seit längerem eine Reisewarnung für die Region; es lohnt sich durchaus auch einmal das Kleingedruckte im Beförderungsvertrag zu lesen.
Vielflieger (beruflich wie privat) sollten sich hier definitiv nicht beklagen – um diese Dinge inzwischen wissen!
Hier wollten ahnungslose, offensichtlich allein Empörung schüren wollende Medien, unter deren Beschäftigte sich sicherlich nicht wenige Vielflieger befinden, eine Sache aufbauschen, vielleicht auch ihren Unmut mit dieser Airline ausdrücken.
Im Übrigen war dieser Flug ein sog. Überführungsflug nach einer umfangreichen Wartungsmaßnahme inkl. sog. Werkstatt- oder Abnahmeflug in Abu Dhabi. Hierzu werden speziell von der Airline dafür ausgebildete Piloten mit mehr techn. Hintergrundwissen eingesetzt, die sich zusammen mit begleitenden Technikern an Bord dann während dieses Fluges sogar selbst versorgen, also die Bordküche bedienen müssen. Flugbegleiter sind nicht an Bord und hätten eigens für einen Flug mit Passagieren eingeflogen werden müssen. Inzwischen hat die Lufthansa sog. Rückholflüge gechartert.
Werter Herr Ludwig, auch Ausnahmesituationen entbinden nicht von Sicherheitsstandards. Mit der überragenden Unfallstatistik gegenüber anderen Verkehrsträgern hat die Bewertung der Entscheidung hier nichts zu tun. In der Luftfahrt fehlt gegenüber den landgebundenen Verkehrsträgern und dem Wasserverkehr die Rückfallebene. Fällt der Antrieb aus, kommen die Fahrzeuge auf Straße und Schiene und dank Archimedes auch die zu Wasser zum Halt. Fahrzeugführer und Insassen oder Reisende steigen aus oder in Rettungsboote. In der Luftfahrt fehlt diese Option. Deshalb ist bei einem solchen Ausfall der Aufwand, den Reisenden zu Luft unversehrt den Boden wieder unter ihre Füße zu stellen, der vergleichsweise größte. Allein für diesen Tag X wurde die Crew zuvor ausgewählt und ausgebildet mit dem kategorischen Anspruch eine Selbstdisziplin zu internalisieren, damit diese Befähigung künftig unterjährig immer wieder nachgewiesen werden kann. Ein Berufsleben, in dem die für die Zukunft entscheidenden Prüfungen nie enden. Dieser immense Aufwand, der hinter den Kulissen dafür betrieben wird, bleibt dem Passagier gewöhnlich gänzlich verborgen.
Man stelle sich folgende Situation vor: ein Triebwerk fängt durch Vogelschlag unmittelbar Feuer nach dem sog. Liftoff, das Flugzeug muss nach sofort zu aktivierendem Notfallverfahren sofort wieder landen, die Passagiere werden über Notrutschen evakuiert. Erst gestern ist genau das in Los Angeles passiert mit einer Boeing 787 von United Airlines. Nun aber gelingt die Evakuierung wegen fehlendem qualifiziertem Personal nicht für alle Passagiere, d.h. Notlandung mit Todesfolge. Keine Versicherung wird hier infolge grober Fahrlässigkeit entschädigen und mehr noch, die geltenden Policen sogar kündigen wollen. Das kann sich keine Airline leisten. Es wäre ihr Ende. Darüber hinaus besteht schon seit längerem eine Reisewarnung für die Region; es lohnt sich durchaus auch einmal das Kleingedruckte im Beförderungsvertrag zu lesen.
Vielflieger (beruflich wie privat) sollten sich hier definitiv nicht empören – um diese Dinge inzwischen wissen!
Hier wollten ahnungslose, offensichtlich allein Empörung schüren wollende Medien, unter deren Beschäftigte sich sicherlich nicht wenige Vielflieger befinden, eine Sache aufbauschen, vielleicht auch ihren Unmut über dieser Airline ausdrücken.
Im Übrigen war dieser Flug ein sog. Überführungsflug nach einer umfangreichen Wartungsmaßnahme inkl. sog. Werkstatt- oder Abnahmeflug in Abu Dhabi. Hierzu werden speziell von der Airline dafür ausgebildete Piloten mit mehr techn. Hintergrundwissen und sie unterstützende Techniker eingesetzt, die sich an Bord dann während dieses Fluges sogar selbst versorgen, also die Bordküche selbst bedienen müssen. Flugbegleiter sind nicht an Bord und hätten eigens für einen Flug mit Passagieren eingeflogen werden müssen. Inzwischen hat die Lufthansa aber sog. Rückholflüge gechartert.
So viel Text, nur um an dem von mir angesprochenen Sachverhalt vollständig vorbei zu schreiben, Herr Sarnersee.
Ich sprach von einer Risiko-Abwägung, während Sie von einem (!) Vorfall in L.A. schreiben. Die statistische Wahrscheinlichkeit ist einfach so verschwindend gering, dass sie in manchen fällen ausgeblendet werden muss. Das tut übrigens sogar die Airline, wenn sie Sicherheitsmaßnahmen intern diskutiert.
Es gibt dafür eine schon fast menschenverachtende Formel, die angewendet wird, um eine Entscheidung für oder gegen die Einführung neuer Sicherheitssysteme zu treffen.
Man stellt die Wahrscheinlichkeit eines durch die fehlende Sicherheitsmaßnahme auftretenden Todes, den Kosten für die Entschädigung der betreffenden Angehörigen gegenüber.
Übersteigen die Entschädigungskosten die Kosten der Maßnahme, wird sie ergriffen. Ist das jedoch nicht der Fall, wird der statistisch ohnehin unwahrscheinliche Tod von Menschen in kauf genommen – weil es billiger ist.
Menschen wollen diese Abwägungen nicht hören und wissen. Sie entsprechen aber der Realität und es ist naiv zu sagen „Ein Menschenleben kann nicht in Geld aufgewogen werden“… denn genau das ist, was Versicherungen täglich berechnen.
Abgesehen davon:
Ich bin ziemlich sicher, es hätte sich eine Crew für das Flugzeug vor Ort finden lassen. Die Airline möchte nur nicht, dass Personal einer anderen Airline aushilft – hat auch hier wieder „Versicherungsgründe“.
Wenn individuelle Risikoabwägungen Standards ersetzen würden, würde kein Flugzeug einer großen Airline mehr abheben, denn „konstruieren“ ließen sich unendlich viele Szenarien. Wer würde denn letztinstanzlich entscheiden? Niemand könnte und würde das. Und wenn es in der gesamten bisherigen Luftfahrt nicht einen enzigen Vorfall gegeben hätte, müsste genauso gehandelt werden, als wäre der nächste Flug der erste. Der Beförderer haftet in jedem Fall für Gründe, die er allein zu verantworten hat. Die „Formel“, die Sie ansprechen, ist die mathematische Wahrscheinlichkeit von 10^-9 pro Flugstunde(!), d.h. es wird bei der Auslegung der techn. Flugzeugsysteme, die maßgeblich für die Flugtüchtigkeit sind, (und auf deren Ausfall allein begründet sich das Notfalltraining) die Annahme getroffen, dass es ein Totalverlust nach 1 Mrd. Flugstunden geben darf. Es ist immer auch ein Abwägen der Wirtschaftlichkeit, damit zivile Luftfahrt überhaupt stattfinden kann. Dass hier vieles inzwischen höchst grenzwertig ist, ist ein anderes Thema. Die Expertise selbst an den hochkritischen Stellen fehlt zunehmend und dieser Mangel wächst gerade exponentiell.
Wechseln Sie einmal in den Gesundheitsbereich. Da erwarten Sie auch Mindeststandards, wenn es um einen operativen Eingriff geht (selbst für jenen, den Sie vielleicht sogar ein Stück weit selbst zu verantworten haben).
Kürzlich mußten hunderte Passagiere in den Fliegern auf dem Rollfeld aushalten, weil kein Personal zur Verfügung stand.
Für mich ein Versagen der Flughafenverwaltung. Feierabend.
Die russische Fluggesellschaft Aeroflot startete heute Morgen aus Dubai nach Moskau.
An Bord befand sich die volle Passagierzahl mit 159 Passagieren, darunter Familien mit Kleinkindern.
Der Flug wird einen Zwischenstopp im türkischen Antalya einlegen, um dort aufzutanken, um dann in die russische Hauptstadt weiterzufliegen.
Nicht schon wieder diese Russen… ! 😉
Tja, wo kein Wille ist, ist eben auch kein Weg. Lächerlich das Argument, dass zwei ausgeschlafene Piloten die schlappen knapp 7 Stunden nicht wuppen könnten. Ein üblicher Sicherheits-Check der Maschine, zwei, drei Wasserfläschchen für jeden Fluggast, vielleicht noch ’ne Stulle in die Hand jedes Passagiers(auch die der die Piloten!), funktionierende Toiletten, und es könnte mit einem Hauch guten Willens losgehen. – Da lob‘ ich mir doch South African Airways, die über Wochen gestrandete – vorwiegend deutsche – Urlauber fleißig aus Südafrika nach Deutschland verfrachteten. Und DAS zu Beginn der weltweit so gefürchteten Seuchenzeit (siehe mein Bericht oben)! Im krassen Gegensatz zu den notorischen „Wenn-und-Aber“-Deutschen sind Südafrikaner eben klassische „Hands-On“-Menschen. Meine Jahre dort haben mich immer wieder gelehrt, dass man in prekären Situationen aller Arten dort weitaus besser aufgehoben ist bzw. wäre als hierzulande. Nicht umsonst lautet ein in Südafrika – noch immer – beliebtes Sprichwort “ ’n boer maak ’n plan“, wörtlich übersetzt „ein Bauer macht einen Plan“, was bedeutet, alles nur Mögliche (ja auch unmöglich Scheinendes) dranzusetzen, um sich selbst oder auch anderen in einer Notsituation zu helfen. Generell neigt man in Südafrika dazu, schnelle, „unbürokratische“ und dennoch zumindest akzeptable Lösungen für ein unverhofft aufgetauchtes Problem zu suchen und zu finden. Die alte Pionier-Attitüde wirkt eben bis weit in die Gegenwart hinein, und zwar unabhängig von der Tönung der Haut. Währenddessen Deutschland bald endgültig im Meer der Bürokratie zu ertrinken scheint – und deutsche Touristen sich weitab von zuhause vergeblich Hilfe aus der Heimat erhoffen…
Zusatz vorletzte Zeile: …und zurecht verängstigte und verzweifelte deutsche Touristen…
Liebe Leute, man merkt, dass Sie keine Ahnung vom Fliegen haben. Da gehts nicht darum einen Bus von A nach B zu fahren. Es gibt Sicherheitsstandards die die Sicherheit aller gewährleisten, auch die der Piloten!! sowie der anderen Teilnehmer am Flugverkehr. Ohne Besatzung ist das Harakiri.
Zudem sollte man schon mal hinterfragen, warum sich soviele Mitbürger in diese Region begeben haben, obwohl seit Wochen bekannt ist was sich zusammenbrauen könnte.
Et hätt noch emmer joot jejange so sagt der Kölner
Als die „Westmächte“ aus Afghanistan abzogen, hat von denen, die unbedingt, koste es, was es wolle, mitfliegen wollten, kein Einziger an Notrutschen, Einweisung oder Tomatensaft gedacht.
Wenn ich die Bilder richtig im Kopf habe, saßen ich weiß nicht wieviele Menschen auf dem Boden der Frachtmaschinen – und waren froh, daß ihr Leben gerettet wurde.
„Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen“.
Aber es gibt auch Menschen, die verunglückt sind, und im Nachhinein den Notarzt auf Schadenersatz verklagen, der, um sie zu reanimieren, die teure Seidenbluse oder das Designerhemd zerschnitten hat …
@KK
Genau so ist es, lieber Klaus. Und davon, dass eine Maschine, lt. @Georg, „ohne Besatzung“ von Qatar oder Dubai nach München fliegen soll, hat nun wirklich niemand gesprochen. Einen Flug auf dem Boden sitzend zu absolvieren, könnte jedoch in der Tat schwerste Konsequenzen nach sich ziehen. Wer schon einmal mit „seinem“ Flieger in ein größeres Luftloch geraten ist, sieht spätestens beim nachfolgenden Aufsteigen der Maschine ein, wie nützlich auch einem Flugzeug Sitzgurte sind. Gut, wenn man den seinen über den ganzen Flug über angeschnallt lässt. Luftlöcher können, wenn’s ganz dumm laufen sollte, völlig überraschend auftreten, selbst für die Cockpit- Besatzung. Angeblich soll schon der eine oder andere Passagier danach an der Kabinendecke kleben geblieben sein (Ironie aus). Nach dem Verbleib der Servicewagen samt ihren Speisen und Getränken will man sich erst gar nicht erkundigen. Eine volle Kanne gekühlten O-Safts wurde mir vor Jahren nicht lange nach dem Abflug der Maschine von Heathrow (Richtung Johannesburg) vom Steward über den Schoß gekippt. Ein kleines Holpern, und schwupp, schon war’s passiert. Noch in Johannesburg war alles klamm bis auf die Haut. Wortreich entschuldigte sich der arme Mann, worauf ich ihm freundlich lächelnd versicherte, dass alles halb so schlimm wäre. Er sollte sich bitte keine Vorwürfe machen. Zugegeben, ein besonders angenehmes Reisen war es in diesem Falle nicht. – Aber selbst weitaus gravierendere Dinge würde ich nur allzu gerne in Kauf nehmen, wenn ich, am Ende gar mit meiner Familie, irgendwo auf der Welt in einem plötzlich unter feindlicher Bombardierung stehenden Gebiet festsäße und soeben die erlösende Nachricht erhalten hätte, dass mein Rückflug gen sichere Heimat für den kommenden Tag um 6 Uhr früh oder noch für dieselbe Nacht um 1 Uhr GST avisiert wäre.
Du hast völlig recht, Klaus, es gibt wohl kein ernst zu nehmendes Argument, welches gegen eine möglichst baldige Evakuierung (sprich gegen sgn. Repatriierungsflüge) der in der Golfregion gestrandeten Landsleute spräche.
@Georg, Danke! Sie werden der Namensgebung dieses Blogs jedenfalls gerecht!
Hat nicht Herr Kelle selbst das Beispiel gebracht vom Fußgänger, der nachts um 4:00 Uhr an einer menschenleeren Kreuzung auf die grüne Fußgängerampel wartet?
Dem ist nichts hinzuzufügen!
In Deutschland ist Gesetz nun mal Gesetz und Gesetze werden befolgt – zumindest von den Deutsch*/-/:/_/•/Innen !
Schließlich gehen wir ja auch nicht bei ROT über die Straße !
Und wenn die Ampel ausgefallen ist, bleiben wir stehen, bis Grün kommt.
So einfach ist das.
Und wenn in Berlin keine Notstromaggregate vorhanden sind, nimmt die Regierung richtig Geld in die Hand – und pflanzt hunderttausende Bäume und macht Straßen zu Fahrradwegen !
Und wenn Winter ist und man kein Streusalz hat, verdoppelt man das Personal in den Notaufnahmen der Krankenhäuser.
Berlin eben … ?
Wenn in München Flüge wegen Schneefalls verschoben, schließlich gestrichen werden, und dann „Nachtflugverbot“ angesagt ist, bleiben die Passagiere über Nacht halt im Flugzeug – schließlich haben die Busfahrer ja längst Feierabend !
Wer hierzulande schon einmal neben einer Baustelle wohnen durfte, weiß u.a. das gesetzlich vorgeschriebene Piepen von Baufahrzeugen und Kränen zu schätzen, das alle im Umkreis von gefühlt 3 km vor fahrenden/ sich bewegenden Fahrzeugen u.ä. warnt.
Da das ohrenbetäubende Gepiepe aber gar nicht mehr aufhört, weil sich irgendwas immer bewegt, glaubt man als Bauarbeiter schon eher an Tinnitus und hört gar kein Warnsignal mehr.
Das Gepiepe hört aber jeder Anwohner im größeren Umkreis über Monate, wenn nicht Jahre.
Nervend und allerseits bekannt – aber:
Gesetz ist nun mal Gesetz und Gesetze – Sie wissen schon …
Ich habe im ersten Moment auch gesagt, das die Lufthansa ne Macke hat, leer zu fliegen. Aber dann hab ich mich erinnert das zuletzt mal ein Flugzeug notlanden musste, weil ein Passagier ne Prügelei angefangen hat. Da dachte ich mir, vielleicht hat die Lufthansa doch Recht.
Es könnte auch ein Piepmatz, der schlecht geschlafen hat und noch leicht dösig ist, die Flugbahn kreuzen oder gar ein Triebwerk genauer besichtigen wollen …
Man(n) kann nicht vorsichtig genug sein !
So Mancher fährt mit dem Auto in den Urlaub in den bayrischen Wald und lässt sicherheitshalber noch schnell eine Hauptuntersuchung beim TÜV machen, obwohl die letzte erst vier Monate her ist.
Man(n) weiß ja nie …
( Deshalb trage ich auch Gürtel UND Hosenträger – und das gleich in doppelter Ausführung. ).
@H.K.
„(Deshalb trage ich auch Gürtel UND Hosenträger – …..).“
Hatte ich mir’s doch schon gedacht!
@gerd_rau
Viele Male leer von Deutschland nach Südafrika zurückgeflogen ist auch South African Airways, SAA, welche zu Anfang der Corona-Zeit Tausende vornehmlich deutscher Urlaubs-Gestrandeter von Südafrika zurück in die Heimat „verfrachtet“ hat. Und das zu einem, angesichts der erschwerten Umstände, durchaus reellen Preis pro Passagier, sprich für 500 Euro pro Erwachsenem. Zumindest habe ich diesen Betrag an eine Berliner Stelle überweisen müssen. (Irgendwo stand doch tatsächlich zu lesen, dass etliche Passagiere sich geziert hätten, ja es mitunter abgelehnt hätten, für ihren Rücktransport nach Deutschland zu zahlen). – Mir ist nicht bekannt, wie dieses pekuniäre Tauziehen letztlich ausgegangen ist. – Ebenso wenig weiß ich, wieviele von meinen 500 Euro es letztlich aufs Konto der Fluggesellschaft geschafft haben. Verdient hätte SAA es sich redlich. Insbesondere unter den so widrigen Bedingungen. Sollte auch der deutsche Staat einen Teil des Betrages für sich reklamiert haben, müsste man vielleicht auch dafür Verständnis haben. Die betroffene Botschaft in Pretoria ebenso wie die dortige Deutsche Schule, haben sich für ihre „Landsleute in Not“ ganz enorm ins Zeug gelegt. Deshalb hätten beide vielleicht doch etwas mehr als nur Lob und ein Dankeschön verdient. – Organisation und Abrechnung von Rückführungsflügen sind also keineswegs frei von organisatorischen und monetären Fußangeln.
Ach übrigens…
am besten sollte sich der Iran schon mal darauf einstellen, dass man ihm seinen Golf mitleidlos entreißen wird. Oder glaubt wirklich jemand, dass der Persische Golf nach einem Sieg Trumps über das Mullah-Regime noch länger seinen angestammten Namen tragen dürfte? Wie man Trump kennt, würde er das Gewässer schon am Tag des Sieges, spätestens jedoch am Tage 2, feierlich zum „Arabischen Golf“ deklarieren. Wetten, dass? Im Falle des Golfs von Mexico ist ihm Ähnliches sogar ganz ohne Sieg über das gleichnamige Land gelungen. (Ironie aus).
„dass man ihm seinen Golf mitleidlos entreißen wird.“
Wir werden bald soweit sein, dass einige ihren Golf nicht mehr betanken können. Kommt aufs gleiche raus…..
😉
Als hätte ich’s geahnt! Meinen geliebten, Uralt-Golf habe ich unmittelbar vor Ausbruch der „Unruhen“ vollgetankt. Da ich vorwiegend zu Fuß unterwegs bin, dürfte die Tankfüllung leicht bis Ostern reichen. – Bin gespannt, ob und wann die Linienbus-Tarife erhöht werden…
Es ist schon bemerkenswert, daß der deutsche Diplomat*/-/:/_/•/Innenchef in Sachen Evakuierung deutscher Staatsbürger*/-/:/_/•/Innen dermaßen blauäugig vorgeht.
Erst hat er eine Reisewarnung ausgesprochen.
Und er verneint Evakuierungspläne, weil „die Veranstalter sind verantwortlich“.
Dann wird ihm entgegnet, daß er KEINE Reisewarnung ausgesprochen hat.
Dann zeigen andere ( europäische ) Länder, wie sie ihre Leute zurückholen und wie man ( frau auch ) so etwas macht.
Dann kündigt er Evakuierungen „ab Mittwoch“ ( heute ) an.
Dann landen gestern die ersten Flieger mit evakuierten Deutsch*/-/:/_/•/Innen.
Dann wird er gefragt, wieviele Personen bzw. wieviele Sitze der Flieger hat. Leider weiß er auch das nicht.
Da wundert es auch niemanden mehr, wenn von 4 Paketen in den letzten 10 Tagen bei 4 Sendungen „unvorhergesehene Einzelfallprobleme“ auftauchen, bei einem sogar die Unterschrift gefälscht wurde und das Paket gar nicht da ist.
Deutsches Spitzenpersonal …
„WIR sind BEREIT ( Herr Putin ) !“
Friedrich Merz, Bundeskanzler