Martin Vincentz zum dritten Mal AfD-Chef in NRW: Aber die Angriffe von Rechtsaußen werden giftiger
Gerade im bevölkerungsreichsten Bundesland werde eine „handlungsfähige und schlagkräftige AfD“ gebraucht, beschwor Parteichefin Alice Weidel gestern in einem Grußwort die 500 Delegierten des AfD-Landesparteitags in Nordrhein-Westfalen. Der größte Landesverband müsse als „geeint und vertrauenswürdig“ wahrgenommen werden. Tja, leichter gesagt als getan, wie sich in Marl danach zeigte.
Denn der Landeschef der NRW-AfD, Martin Vincentz, ist das bürgerliche Gesicht der ständig von Verfassungsschutz, Medien und politischer Konkurrenz unter Rechtsextremismus-Verdacht geframten Partei. Landesvorsitzender im größten und mitgliederstärksten Landesverband, der mehr Mitglieder hat als die AfD-Landesverbände in Ostdeutschland zusammen.
Und so ist klar, dass Rhein und Ruhr für die Rechtsaußen der Gesamtpartei, die nicht politisch gestalten, sondern in ihrer Wagenburg Deutschlands System schwächen und instabil gestalten wollen, so etwas wie ein „Battlefield Ground“ ist, ein entscheidendes Schlachtfeld.
Denn Martin Vincentz ist das Gegenmodell zu rechten Schreihälsen in Provinzregionen und den völkisch motivierten Vordenkern in Schnellroda. Er ist der lebende Beweis, wie die AfD anschlussfähig werden könnte an die politische Mitte der Gesellschaft – 38 Jahre jung, ein Familienvater, Allgemeinmediziner, römisch-katholisch vom Niederrhein. Einer, der auch ohne politische Ämter bestens klarkommt und der keine Verwandten fürs Familieneinkommen irgendwo unterbringen muss. Ein Patriot, sympathisch und erfolgreich mit seinem Landesverband.
Aber die AfD ist anders als andere Parteien
Denn gerade deshalb hassen ihn viele in der AfD, organisieren rechte Netzwerke, promoten Gegenkandidaten. Weil sie nicht wollen, dass ein bürgerlich-konservativer Spitzenmann zum prägenden Gesicht der AfD wird.
Gestern hat er sich noch einmal durchgesetzt, wurde mit 54,7 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt.
Sein Gegenkandidat, der Bundestagsabgeordnete Fabian Jacobi, kam auf starke 43,4 Prozent.
Zuvor hatte es einen harten Schlagabtausch mit Vincentz-Gegnern und -Unterstützern auf offener Bühne gegeben mit Vorwürfen („Lügner“, „Intrigant“), lauten Buhrufen und Pfiffen für den Chef, der allerdings auch bei seiner Rede immer wieder lautstark gefeiert wurde.
Dabei warb er für einen moderaten Kurs seiner Partei und kritisierte besonders die neu gegründete Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD). „Die Menschen in NRW wollen nicht irgendwelche Verrückten von rechts“, rief er in den Saal. Das Pendel der AfD dürfe nicht auf die rechte Seite umschwenken. Auch für diese Aussage starker Beifall und gleichzeitig viele Buhrufe.
Vincentz legte vor den Delegierten eine Erfolgsbilanz vor, verwies darauf, dass die AfD unter seiner Führung ihr Ergebnis bei der Kommunalwahl auf 14,5 Prozent fast verdreifacht habe. Die AfD stehe kurz davor, in NRW 14.000 Mitglieder zu haben. „Wir brauchen keine AfD, die sich gegenseitig bekämpft, sondern die sich gegenseitig hilft und zusammensteht“, bekräftigte er.
Der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich, rechter Flügelmann und Strippenzieher gegen Vincentz in Nordrhein-Westfalen, der in erster Instanz aus der Landespartei ausgeschlossen wurde, durfte übrigens in Marl nicht in den Saal.
Vincentz hat gewonnen, aber mit einem schlechteren Ergebnis als vor zwei Jahren. Und die bisher komfortable Mehrheit im Landesvorstand ist auch Vergangenheit. AfD-Insider sprechen jetzt von im Idealfall 7:5 sicheren Stimmen für den wiedergewählten Chef. Gemütlicher wird es für ihn nicht.



Es ist doch klar, dass die etablierten Parteien einen AfD Kandidaten, der ernsthafte Chancen auf Stimmen hat, giftiger angreifen als jenen Schreihals, der sich von vornherein als unwählbar outet, weil von Ersterem viel größere Gefahr für die eigenen Pfründe ausgeht.
Niemand sagt, dass es ein Spaziergang wird.
Wünsche ihm die erforderliche Härte und Klarheit im innerparteilichen Richtungsstreit. Und gute Leute an der Seite; denn nur so kann man denen gegenüber bestehen, die sich die AfD versuchen zur Beute zu machen.
Denn die allermeisten sind keine extremem Rechten, sondern nur EXTREM GIERIG, wie ich selbst in Rheinland-Pfalz erlebt habe.
Ich will da niemanden in Schutz nehmen.
Aber auch „die da“ kommen nicht umhin, zu sehen, was die „demokratischen Parteien“ sich und ihren Genoss*/-/:/_/•/Innen, Verwandt*/-/:/_/•/Innen und den ihnen wohlgesinnten NGO‘s so alles zuschieben – und das nicht in in 4- oder 5-stelligen Größenordnungen.
Von den Geldern, die ganz offiziell und für jeden sichtbar an die „Verteidiger*/-/:/_/•/Innen unserer Demokratie“ sowie deren „Stiftungen“ verteilt werden, auf unsere Kosten, gar nicht zu reden.
„Gleiches Recht für ALLE“ gilt schon lange nicht mehr,
In Baden-Württemberg haben die Grünen wieder gewonnen.
Die Deindustriealisierung ist noch nicht abgeschlossen.
Jetzt haben sie wieder 4 jahre zeit um sie zu vollenden, und insbesondere
die Automobilindustrie richtig platt zu machen
Wie es in Baden Württemberg weiter geht, kann man exemplarisch an Detroit ablesen. Dort dauerte der Untergang 60 Jahre……
Yeaaaah, endlich! Da isser wieder: der UNTERGANG….
„Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.“
Sie sind gar kein Prophet…
Das ist der erste Vorwurf der den Propheten gemacht wird.
Klaus Kelle ist ein absoluter Optimist, der manchmal die Augen vor der Wirklichkeit verschließt.
An der Tankstelle könnte er aber mal in der Realität ankommen. Ich musste heute meinen Firmenbus mit 70 Liter Diesel volltanken. 153 Euro. Meine Chefin hält nun genau noch 4 Wochen durch, danach ist Schicht. Untergang sozusagen.
Bei was genau?
Ich habe gesagt, Merz wird Kanzler. Merz ist Kanzler.
Ich habe gesagt, die CDU hält die Brandmauer gegen die AfD. Das gefällt mir nicht, aber die CDU macht es.
Ich denke, ich liege mit meinen Einschätzungen ganz gut im Rennen…
Es gab hier nicht wenige Stimmen die prophezeiten, dass Merz es nicht kann. Das könnte man als Gleichstand betrachten.
Hallo Herr Kelle,
haben Sie auch vorhergesagt, daß der Merz sich von dem Klingbeil einseifen lässt, daß er die Schuldenbremse schleift, daß er seine Wahlversprechen brechen wird, daß er große Töne spuckt, aber nichts dahinter ist?
Übrigens sind seine Beliebtheitswerte nach einem Jahr bereits so tief im Keller wie bei Scholz am Ende seiner Kanzlerschaft.
Guten Abend, liebe Frau Dr. Königs-Albrecht!
Nein, natürlich nicht. Ich bin nicht Nostradamus, und der selbst liegt ja bisweilen auch daneben. Ich hab vorhergesagt, dass Friedrich Merz 2025 Bundeskanzler wird. Und nun betrachte ich das, was er macht oder nicht macht. Außenpolitisch ist er aus meiner Sicht sehr stark. Innenpolitisch unterirdisch. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, es gibt viele Grautöne. Auch bei Friedrich Merz und der CDU, auch bei der AfD. Schwarz und Weiß gibt es allenfalls beim Ukraine-Krieg, denn selbst wenn alles stimmen würde von der „Vorgeschichte“ und was der Westen falsch gemacht hat und was weiß ich: NICHTS, ich wiederhole mich: NICHTS rechtfertigt das, was Putins Barbaren da jede Nacht veranstalten in der Ukraine.
Jeden Tag wird in Berlin eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Manches gelingt, manches ist peinlich schlecht. Das muss ich Ihnen nicht erzählen, Sie wissen das selbst.
Die CDU ist seit vergangener Woche in der Landesregierung in Brandenburg, sie wird jetzt wieder gestärkt und auf Augenhöhe in Baden-Württemberg regieren.Ich gehe davon aus, dass die CDU die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewinnen wird. Weiß ich es sicher? Nein, wie könnte ich? Und wenn der Wähler gesprochen hat, dann schauen wir es uns an und diskutieren darüber. Was sicher ist: die AfD wird weder in BaWü noch in Rheinland-Pfalz irgendwas zu melden haben. Dafür haben sie im Herbst im Osten dann die Chance, die Brandmauer zu überrennen.
Und so weiter, liebe Frau Dr. Königs-Albrecht!
Und wenn ich nur noch das denken und schreiben darf, was die Mehrheit hier im Forum schreibt, dann können wir aufhören, weil es hier um kultivierten Meinungsstreit geht, der zugegeben in den vergangenen Monaten gelitten hat. Es hängt von Ihnen und den meisten langjährigen Foristen hier ab, ob sie sich das, was wir zusammen aufgebaut haben, wegnehmen lassen oder ob sie es erhalten wollen.Das ist nicht meine Entscheidung.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Nachtruhe!
Klaus Kelle
„Und wenn der Wähler gesprochen hat, dann schauen wir es uns an und diskutieren darüber.“
Aber bitte nicht so wie F. Merz, der den Wählern der Alternativen weißmachen will, dass sie für die Machtübernahme der Grünen in BW verantwortlich sind. So dumm ist kein AfD Wähler.
„Außenpolitisch ist er aus meiner Sicht sehr stark.“
Soso:
Drei Minuten Redezeit und 30 Minuten zustimmendes Nicken plus einen Klaps vom US-Präsidenten auf ’s Knie Ihres derzeitigen Favoriten haben Spötter anlässlich dessen Besuches in Washington registriert.
Der US-Vizepräsident lachte (höflich?), der US-Außenminister setzte ein „Pokerface“ auf, und AchGut titelte:
„Musterschüler Merz im Weißen Haus“.
Kindergarten-Niveau: Sie reduzieren die deutsch Außenpolitik auf „einen Klaps vom US-Präsidenten“? Ernsthaft? Jetzt muss unbedingt Riesenstaatsmann Frohnmaier ran…der Wahlsiegr der Herzen im Ländle…
@ Klaus Kelle:
Es geht hier um „kultivierten Meinungsstreit“ und Sie löschen nun auch Kommentare von mir ??
Na dann …
Ich lösche keine Kommentare – ich lösche Ihre dümmlichen Grinsesmileys, die Sie geballt zu meinen Wortbeiträgen stellen.
Das ist etwas anderes als „kultivierter Meinungsstreit“, das ist ein Schritt hin zum kultivierten Meínungsstreit, solche „Beiträge“ von Ihnen zu löschen.
„Kultivierter Meinungsstreit“ besteht bei Ihnen also im Löschen von Kommentaren, nur weil Sie den Sinn nicht verstanden haben ?
Im Übrigen:
Wer das, was er anderen vorwirft, selbst tut, wird als „Pharisäer bezeichnet.
Hat allerdings nichts mit dem bekannten Kaffee zu tun.
Aber egal. Ist schließlich immer noch Ihr Blog.
Ich freue mich, dass Sie sich daran erinnern
„ Ich denke, ich liege mit meinen Einschätzungen ganz gut im Rennen…“
Quatsch.
Sie sind der EINZIGE, der die Entwicklung der Regierung 100 %ig richtig vorausgesagt hat !
👏👏👏👏👏