In Bremen müssen sich zwei junge Männer vor dem Landgericht verantworten. Sebastian R. (25) und Niels L. (24) haben zwischen dem 25. August 2015 und dem 29. November 2017 nachts Pflastersteine, Steinblöcke und Gehwegplatten, aber auch mit Nägeln präparierte Bretter oder einen 30 Kilogramm schweren Ständer eines Verkehrsschildes auf Straßen und Autobahnzubringer in Bremen gelegt. Jetzt sind sie wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes angeklagt. Bei einem so verursachten Unfall wurde eine Frau verletzt. Niemand kam zu Tode. Die Angeklagten weinen und beteuern, sie hätten nicht vorgehabt, Menschen zu töten. Die Taten hätten sie aus Frust und Langeweile begangen. Was machen wir bloß falsch in dieser Gesellschaft?

image_pdfimage_print

Dieser Artikel wurde 13 mal kommentiert

    • HB Antworten

      Und dann hat es nicht geklappt mit der linken Politikerkarriere oder ist man noch in der Bewerbungsphase?
      Für meine infame, pietätlose Bemerkung entschuldige ich mich in aller Form, bin froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist und wünsche dem Opfer restlose Genesung, aber ich kann momentan gar nicht so viel essen, wie ich k…. könnte.

  1. Alexander Droste Antworten

    Es werden noch ganz andere Dinge aus Frust und Langeweile gemacht.

    Was machen wir falsch in unserer Gesellschaft? Ich sage es Ihnen, die Grausamkeiten sind unzählig.

  2. colorado 07 Antworten

    Ich möchte mit den Worten des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog antworten: „Diese unendliche, ausweglos und schleichende Banalisierung und Trivialisierung des Fernsehens macht die Hirne total kaputt.“

  3. Siegfried Kieselbach Antworten

    Was haben solche Kreaturen eigentlich da, wo normalerweise ein Gehirn sein soll? Eine stinkende braune Masse? Entschuldigung für meine Ausdrucksweise.

  4. S v B Antworten

    Der Ausdruck „junge Männer“ scheint mir in diesem Fall doch sehr unpassend zu sein, lieber Herr Kelle. Diese potenziellen Mörder können bestenfalls in unserer hoffnungslos infantilisierten Gesellschaft als „jung“ bezeichnet werden. Noch vor einigen Jahrzehnten war die Mehrzahl der Männer besagter Altersklasse nämlich mit dem Broterwerb für ihre eigene Familie beschäftigt. Solche völlig hirnlosen, zutiefst böswilligen Aktionen würde ich eher total bekifften und/oder völlig besoffenen männlichen Exemplaren im Teenageralter zutrauen; wenn ich sie eigentlich überhaupt jemandem zutrauen möchte. Abscheulich, was uns in diesen Zeiten alles geboten wird. Nur, wie findet unsere Gesellschaft aus diesem Sumpf jemals wieder raus?

    • Alexander Droste Antworten

      Bildung und verantwortungsvolle Aufgaben, ein soziales Umfeld, das Kontrolle und Stütze ist, Liebe, Respekt und Achtung. Dann kommt keiner auf solch absurde Ideen.

      • S v B Antworten

        Die von Ihnen angeführten Umstände, die beinahe schon als Garanten für ein gedeihliches Erwachsenwerden angesehen werden können, finden sich heute anscheinend immer seltener, Herr Droste. Das ist doch gerade die Crux.

  5. W. Lerche Antworten

    In früherer Geschichte wurden übermütige Männer mit derart gefährlich-überschüssiger Kraft regelmäßig in Kriegen verheizt. Heute werden sie von der Allgemeinheit durchgefüttert und deren Frust absorbiert.
    Vielleicht sollten wir ihnen eine Spielkonsole schenken mit zahlreichen Spielen drauf. Oder wir schenken ihnen eine Weltreise mit der Aida, am besten alle auf einem Schiff.
    Nachwachsende Generationen haben scheinbar immer weniger Empathie. Ob das wohl an der überwiegend links-grün-roten Lehrerschaft liegt? Das Wort „Herzensbildung“ war einmal.
    Und was werden diese Männer als Nächstes anstellen, nachdem sie wieder auf freiem Fuß sind bzw. nachdem ein Gericht sie mit Samthandschuhen angefasst hat oder eine Psychiaterin deren SchuldUNfähigkeit festgestellt hat?

  6. KJB-Krefeld Antworten

    Lösungsvorschlag in Abwandlung eines Zitats von Wilhelm Busch:
    Solche Probleme lassen sich lösen vermittels
    eines kräftig geschwungenen Knüppels.

  7. Konrad Kugler Antworten

    Ja, da fangen wir doch erst einmal bei der Kita an. 20 % der Kinder haben im 4. Lj Verhaltensstörungen. Die Kleinsten sehen sich täglich von Neuem von der Mutter verlassen.

    Christa Meves lesen. Lauter alte Bücher! Die Autorin ist jetzt über 90.

    • HB Antworten

      Das ist politisch und wirtschaftlich global gewollt. Die produktive Bevölkerung soll ohne Bindungen an die Kinder (Kita, Kiga, Ganztagsschule) und Eltern / Alten (Senioren…..alles mögliche) international über 24 Stunden der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Da erschien am 26.10.2013 ein hervorragenden Artikel in der SZ: Die Familien AG

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.