Sperrmüll, Nachbarschaft & Co.
Bestimmt haben Sie auch schon mal Sperrmüll abtransportieren lassen, oder? Besonders wenn ein Umzug bevorsteht, ist die richtige Zeit zum Auszumisten. Was braucht man wirklich noch von dem alten Kram? Das angewetzte Nachttischchen von der Oma, das morsche Bücherregal und die Waschmaschine, die bei jedem Waschgang klingt, als drohe in Kürze eine Explosion im Haus. Weg damit!
Und, glauben Sie es oder nicht: Sperrmüll funktioniert zumindest in der Provinz prima. Portal der Stadtverwaltung online anschreiben, Antwort vom städtischen Müllabholer, Termin ausgemacht und fertig. Wirklich fertig. Heute Morgen zwischen 8 und 10 Uhr war Abholzeit, um 8:02 Uhr waren die Jungs mit ihrem großen Laster da. Die klingelten gar nicht, die packten einfach an, luden ein paar Minuten lang den ganzen Kram auf und fuhren weiter. Als ich um Viertel nach acht aus dem Fenster schaute, war alles weg. Hammer, ich finde es schön, in einem Land zu leben, wo die kleinen Dinge einfach funktionieren.
Und natürlich weiß ich auch, dass nachher einige auf Facebook unter meinem Link posten werden, dass früher 8 Uhr 8 Uhr hieß und nicht 8:02 Uhr, Scheiß-System. Und Einzelne werden schreiben, dass Deutschland untergeht, weil … irgendwas. Ach ja, die Gasspeicher sind grad hipp. Gibt es eigentlich so was wie „Sperrmüll-Untergang“? Herr Kelle, schauen Sie sich mal das neueste Ganser-Video auf YouTube an, damit Sie verstehen, wie die Ablagerungen der Chemtrails, mit denen uns die Amerikaner vergiften, in alte Möbelstücke eindringen … ja, ist viel los in der Welt.
Ich habe übrigens hier die Provinz besonders hervorgehoben, also wo wir leben, weil es in vielen deutschen Ballungszentren anders zu sein scheint.
In Berlin zum Beispiel, nur ein paar Kilometer entfernt von uns
Die deutsche Hauptstadt hat ein massives Müllproblem, obwohl sich die Berliner Stadtreinigung (BSR) nach Kräften bemüht. Zumindest haben die gute Pläne ausgearbeitet, aber es scheitert halt in der Realität genauso wie bei den Fahrplänen der Deutschen Bahn. Pläne gut, Umsetzung ungenügend.
Und in Berlin, wahrscheinlich auch in Dortmund, Duisburg oder Nürnberg, liegt es halt auch am asozialen Verhalten mancher Mitbürger – Zugereiste ebenso wie Einheimische. Allein im Berliner (Problem-)Bezirk Neukölln gehen jährlich rund 15.000 Meldungen über illegale Müllkippen ein. Das „Stadtbild“ leidet in vielen Kiezen unter Holzregalen, Matratzen und Möbeln, die einfach am Straßen- oder Wegesrand vor sich hinschimmeln. Und was macht die Politik? Vielleicht mehr Kontrollen, mehr Müllmänner und Fahrzeuge? Ach iwo, es werden höhere Bußgelder verhängt, was aber völlig egal ist, weil man die Verursacher sowieso nicht erwischt. Aber eine weggeworfene Zigarettenkippe – dafür zahlt der Berliner, der sich erwischen lässt, schon mal 250 Euro.
Lassen Sie mich noch einen anderen positiven Aspekt erwähnen!
In der Vergangenheit haben wir bei Umzügen meistens ein Unternehmen beauftragt, das alles erledigt. Das ist fein, kostet aber viel Geld. Wenn man rechnen muss, bevor man Geld ausgibt, organisiert man vieles selbst und legt auch selbst Hand an. Und, nebenbei bemerkt: Eine Waschmaschine durchs Treppenhaus wuchten, das war gestern Abend das letzte Mal in meinem Leben …
Aber es ist erstaunlich, was es alles an Nachbarschaftshilfe und Services gibt, von denen zumindest ich nie zuvor etwas gehört habe.
Wussten Sie, dass Sie sich nicht nur Umzugsfirmen mit LKW, Kisten und Gurten mieten können, sondern auch einfach nur einzelne Kistenträger, oft Studenten? Also starke Jungs, die morgens vorbeikommen, eine Stunde schleppen und wieder gehen für kleines Geld. Oder auch für gar nichts, wenn Sie an das wunderbare Portal www.nachbarschaftshilfe.de denken. Beispiel: Ich bin handwerklich überfordert, einen schweren Hängeschrank in der Küche ab- und in einer anderen wieder anzubauen. Ehrlich, ich hab es versucht, aber es überforderte mich technisch und physikalisch. Also auf nachbarschaftshilfe.de und kurz das Problem geschildert. In Minuten melden sich Hans, Lothar und Sven aus der Nachbarschaft und kommen vorbei. Problem gelöst. Das ist wirklich mega, was es heute alles gibt. Und ja, ich weiß, früher kannte man alle Nachbarn persönlich. Aber das war halt früher …



Eigenartig. Ich habe die Seite mal interessehalber aufgerufen, die betrifft aber nur Pforzheim.
Ja, und es wendet sich ausdrücklich an Senioren. Scheint eine tolle Initiative zu sein, die auf ehrenamtlicher Arbeit basiert – in Pforzheim.
Lieber H.K.,
sorry, aber auch Müll sowie sämtliche die mit diesem vergesellschafteten Probleme sind integraler Teil des bundesdeutschen Alltags. – >No Smiley. – Wie Sie bemerken werden, habe ich sogar einen „etwas längeren“ Artikel zum Thema verfasst. – Ich bin sehr sicher, dass darüber andere Themen nicht aus dem Blickfeld des Hausherrn und/oder seiner Kommentatoren verschwinden werden. Ruhig Blut – und ein ausgesprochen erholsames Wochenende!
Herrje, falsch platziert. Sollte weiter unten stehen…
Mich macht eher anderes besorgt. Zieht Klaus Kelle jetzt nach Niederrhein und Brandenburg nsch Pforzheim um?
Ich bin schon zumindest etwas erstaunt.
In Stuttgart läuft unter den wohlwollenden Augen von „Mutti“ der CDU-Parteitag.
In Großbritannien wird der älteste Bruder des Königs festgenommen aufgrund seiner Epstein-Kontakte.
Im Nahen Osten liegt eine ganze Armada der US-Navy, bereit, den Iran anzugreifen.
Von all den sonstigen, inzwischen alltäglichen Irrsinnsmeldungen ganz abgesehen.
Und hier wird über Sperrmüll und Nachbarschaftshilfe geredet ???
In Stuttgart, wo meine allerbeste(!) Freundin wohnt, ist die Sperrmüllabholung perfekt organisiert. Ein, zwei Mal im Jahr kostenlose Abholung durch die Stadt an feststehenden Terminen. Ansonsten kann man bei der Stadt private Sondertermine gegen entsprechende Gebühren vereinbaren. Da kommt bei mir blanker Neid auf. Hier, in der oberbayerischen Provinz, muss man selbst entsorgen, will heißen, die zu entsorgenden Teile selbst zum Wertstoffhof fahren, wo für manche Artikel bzw. Materialien sogar teils noch „ordentliche“ Gebühren fällig werden. Wenn man’s anders will, ruft man eine der stets zahlreicher werdenden Entrümpelungs-Unternehmen an, die einem den lästigen Ballast zum Wertstoffhof verfrachten. Sollte sich unter den „Altertümern“ nichts finden, das der Abholer gegenrechnen könnte, zahlt man den Entrümplern den vereinbarten Lohn plus etwaig noch beim Wertstoffhof angefallene Kosten. Das Stuttgarter Modell sagt mir natürlich weitaus besser zu als das – hoffnungslos veraltete – oberbayerische. Allerdings muss man auch in der Hauptstadt des Ländles jeglichen Sperrmüll bis zum Bürgersteig transportieren, was , je nachdem in welchem Stockwerk man wohnt, schon genug Last und Mühe bedeutet, wenn man, insbesondere als Senior/in, nicht mindestens zwei physisch fitte Söhne oder Freunde um die Ecke wohnen hat. – Übrigens… wäre es interessant zu erfahren, ob auch wirklich alle zu Hilfe eilenden Kräfte während Abholung und Transport der Artikel unfallversichert(!) sind. Falls nicht, könnte die Angelegenheit im Falle eines Unglücks, einer Verletzung o. ä. für den privaten Auftraggeber wohl sauteuer werden. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass der Teufel ein Eichhörnchen ist. Hierzulande allemal.
Wenn man in Ländern, in denen Überfluss den meisten Menschen noch völlig unbekannt ist, einen zwar nicht mehr benötigten, doch noch brauchbaren Artikel jedweder Art auf öffentlichem Grund abstellt, so ist das Objekt in den allermeisten Fällen schon nach wenigen Minuten verschwunden. Mitgenommen, also kostenlos entsorgt durch Menschen, die das Objekt gerne und dankbar mitnehmen und es entweder weiter nutzen oder es gegen einen entsprechenden Betrag an Nachbarn oder Freunde verhökern. Viele Male habe ich diese umweltfreundliche Art der „Entsorgung“ selbst betrieben. – Als regelrecht schmerzlich, ja als dekadent empfinde ich es, wenn ich Zeugin davon werde, dass noch völlig intakte Artikel – wie z. B. Möbelstücke – achtlos in große Container geworfen, nein geschmissen, werden oder gar mit einem Lastwagen abgeholt werden, der über eine Crushing-Vorrichtung“ verfügt. Wenn durch diese dann bestens erhaltene Möbelstücke unter entsprechenden – für mich regelrecht – Geräuschen zu Müll zusammengepresst werden, ist der Gipfel der Dekadenz für mich erreicht und ich suche schnellstens das Weite.
Ich bin auch etwas erstaunt, liebe SvB.warum hat jemand, der für BILD, FPCUS etc tätig war, kein Geld für ein Umzugsunternehmen? Warum gibt Frau Birgit in so einer Situation ihren Job bei NIUS auf? Es entwickelt sich alles zu einem Rätsel.
Korr. „… – für mich regelrecht SCHMERZHAFTEN – Geräuschen…“
Mich macht eher anderes besorgt. Zieht Klaus Kelle jetzt nach Niederrhein und Brandenburg nsch Pforzheim um?
Warum denn jetzt nach Niederrhein und Brandenburg plötzlich Pfortzheim?
Liebe Tina,
auch für meine Ohren klingt das alles etwas rätselhaft. Aber – ob Niederrhein, Brandenburg oder Pforzheim, die Kelles sind alt und lebenserfahren genug, um zu wissen, was sie wollen oder nicht. Ich wünsche den beiden jedenfalls von ganzem Herzen alles Gute, wo immer sie ihr Weg auch hinführen möge. – Übrigens… für den Namen der Stadt Pforzheim konnte ich mich nie so recht erwärmen. Goldstadt hin oder her. Und wenn man erst weiß, wie die Pforzheimer ihre Stadt in lokaler Mundart nennen, verliert sie für manchen vielleicht noch etwas mehr von ihrem „goldigen“ Charme. – Interessant in diesem Zusammenhang sgewiss die Tatsache, dass Pforzheim im Übergangsgebiet schwäbischer, südfränkischer und alemannischer Mundarten liegt. Ach sooo! 😉 Liebe Wochenendgrüße nach Hannover!
PS: Wie finden Sie eigentlich des Kanzlers pfiffige Idee mit den obligatorischen Klarnamen? Genial, oder? ;-).
@SvB, pfiffig finde ich diese Idee natürlich, einfach pfiffig! Der Mann scheint allerdings im Moment ohnehin ein bisschen durcheinander zu sein. Neulich las ich, dass er der Meinung ist, dass der Ukrainekrieg nun, nach vier Jahren, schon länger dauere als der Zweite Weltkrieg gedauert habe. Hat er Nachhilfe bei Annalena Baerbock genommen? Die brachte einst ja auch ihre erstaunliche Erkenntnis zum Ausdruck, dass die Soziale Marktwirtschaft in den 1960er Jahren von der SPD eingeführt worden sei. Es schwirrt einem manchmal der Schädel…
Da sieht man ( frau auch ) mal wieder, wie falsch „wir Volk“ immer wieder liegen.
Wir sollten viel mehr auf unsere Politiker*/-/:/_/•/Innen hören – DIE wissen, was gut für uns ist !
@Tina Hansen / @H.K.
Für den einen, Merz, hat der Ukraine-Krieg an Jahren bereits den 2. Weltkrieg überholt; für den anderen werden wir von einem SPD-Kanzler, Lars Klingbeil, regiert (!!!). So jedenfalls der Generalsekretär Casrsten Linnemann. Allmählich fragt man sich wirklich, was auf dem letzten CDU-Parteitag wohl alles zum Kiffen angeboten wurde. 😉 Nach Souveränität in der Führung aufgrund wohlbeordneter Gedankengänge sieht das nämlich nicht mehr aus. – NB: Beide steilen Behauptungen stammen vom jüngsten CDU-Parteitag und dürften leicht zu ergoogeln sein. Seltsam nur, dass nicht einmal ein erstauntes Raunen durch die Menge ging, als Linnemann Klingbeil mal eben zum Kanzler machte. Am Ende war vielleicht doch der ganze Saal mit irgendwas vernebelt… 😉
PS. Nach Linnemanns Kanzlerwechsel war nicht ein einziger Ton im Saal zu vernehmen, kein Lachen und erst recht kein empörter Aufschrei. Dass Linnemanns Lapsus unter mehr als 1000 Leuten offenbar niemandem, nicht mal einem der anwesenden Medienvertreter, aufgefallen sein sollte, mag man fast nicht glauben. Es sei denn, auch all diese standen ebenfalls unter irgendeinem chemischen Einfluss. Vor allem Linnemanns Aussage hätte im Normalfall mit lautem Gelächter quittiert werden müssen. Doch nur auf Klingbeils Antlitz meinte ich – ob dessen völlig unverhofft plötzlichen Beförderung zum Kanzler – ein selig–verschämt-amüsiertes Lächeln ausgemacht zu haben…Köstlich, einfach köstlich.
Die beiden… Ich muss gestehen, daß ich allmählich an meine persönliche Grenze komme.
Wieso, wenn ich fragen darf…?
Na ja… es geht mich ja eigentlich nichts an. Andererseits: Klaus und Birgit Kelle stehen beide in der Öffentlichkeit. Ich bin seit über zehn Jahren treue Leserin dieses Blogs und registriere natürlich mit einer gewissen Anteilnahme, ja auch etwas Sorge die immer wiederkehrenden Klagen über den Mangel an Moneten. Wenn ein 66jähriger Mann nach einem schweren Herzinfarkt die Waschmaschine durchs Treppenhaus wuchten muss, weil das Geld fürs Umzugsunternehmen fehlt, dann macht mich das betroffen. Allerdings verstehe ich gerade vor diesem Hintergrund nicht so recht das Ausscheiden von Birgit Kelle bei NIUS. Sie war für mich immer ein Highlight der Nachrichtenwoche gewesen. Sicher wird das alles seine Gründe haben, aber als denkender Mensch geht einem schon das eine oder andere Fragezeichen durch den Kopf.
Ich wünsche beiden von Herzen alles Gute, ob nun am Niederrhein, in Brandenburg oder wo auch immer!
PS: Hier bei mir um die Ecke hat sich eine arabische Grossfamilie mit einem Umzugs- und Entrümpelungsservice selbständig gemacht. Klasse Sache, zuverlässige Leute, pünktlich, bauen für kleines Geld auch neue Möbel auf. Nur für den Fall, dass es jemand mal hierher verschlagen dollte 😉
@Tina Hansen
Warum, glauben Sie bettelt KK regelrecht um Spenden?
Mmn lebt dieser Mann für seinen Beruf und möchte sich nicht verbiegen lassen, also, bitte nicht nur Ihr Herz, auch Ihre Geldbörse öffnen, wir wollen doch alle, dieser Blog erhalten bleibt.
Hm.
Sie meinen, man(n) solle sich regelmäßig vors Knie treten und beschimpfen lassen, daß man(n) nichts als dummes Zeug schreiben und ohnehin hier nichts leisten würde, um dann in der Hosentasche nach dem Geldsäckel zu kramen und großherzig zu spenden ?
Ich habe ja schon von Leuten gehört, die sich „Denselben“ versohlen lassen, und dafür gut bezahlen – aber ein Fan von SadoMaso muß man(n) doch nicht sein …
Abgesehen davon ist eine gelegentliche „kleine Spende“ wirklich ein sehr „nachhaltiges Geschäftsmodell“.
Wer jahrzehntelang Angestellter war, dürfte jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Und wer nicht bis 67 warten will, kann auch mit Abschlägen ( von 0,3 % p.M ) vorzeitig in den Ruhestand gehen.
Die Rentenbescheide werden jährlich verschickt, nicht erst ein Jahr vorher. Wer also wieviel an Altersrente bekommt, weiß das viele Jahre vor seinem Ruhestand.
Und wer nicht immer angestellt, sondern ( auch oder immer ) selbstständig war, dürfte sich irgendwann auch einmal Gedanken über seine „Ruhestandsbezüge“ gemacht haben, und sorgt sinnvollerweise entsprechend vor – so wie JEDER Handwerker oder Kleinunternehmer.
Wer das – bedauerlicherweise – nicht getan hat, den holt die Realität irgendwann ein.
Es soll sogar ganz schlaue Menschen geben, Schauspielermillionäre, die nicht einmal eine Krankenversicherung haben, im Alter ernsthaft erkranken und sich dann fragen, wer denn nun bitteschön mal für ihre Krankenhausrechnung in 6-stelliger Höhe spendet. Bei Heinz Hoenig hat das halbwegs geklappt.
„Man beißt nicht die Hand, die einen füttert“ – und es darf ergänzt werden „wer die Hand beißt, die einen füttern soll, darf sich nicht wundern, wenn sie gar nicht daran denkt, zu füttern …“ – erst recht nicht, wenn man(n) ihr wiederholt öffentlich sagt, sie wüßte ja, „wo die Tür ist“ …
@ H.K.
Ihr persönliches Verhältnis zu Klaus Kelle ist das eine. Das andere scheint mir das Modell Spenden zu sein, das sicherlich nicht (mehr) auf Dauer trägt. Ich persönlich habe seit 2019 keinen Fernseher mehr und informiere mich über alternative Medien. Tichy, NIUS, Reitschuster, natürlich Kelle, aber auch einige youtube-Kanäle höre ich zur Abwechslung gerne mal – den Digitalen Chronisten, Milena Preradovicz, Bonelli, Eva Herman und Andreas Popp… Sogar meine wöchentliche Portion Unterhaltung / Neues von unseren blaublütigen Freunden hole ich mir seit einiger Zeit auf einem neu entdeckten Format auf youtube. Der guten Dame ist gerade ihr Drucker kaputt gegangen, deshalb freut sie sich jetzt ganz besonders über Spenden…
Mein Einkommen reicht zum Leben. Mehr nicht.
Ein Freund von mir, der etwas mehr und einen sehr bescheidenen Lebensstil ohne Auto und Urlaubsreisen hat, spendet monatlich für den Kontrafunk. Den ich in meiner Liste vergessen hatte…
Es ist einfach ein Fass ohne Boden.
@ Tina Hansen
Wennich nicht einmal persönlich kenne, zu dem habe ich auch jein Verhältnis.
Aber ganz allgemein und ganz einfach:
Wer zu mir nett ist, zu dem bin ich auch nett.
Und wer nicht, zu dem eben nicht.
Aber da hierzulande ja – spätestens seit „Mutti“ – üblich ist, sich auf der Nase herumtanzen zu lassen und dazu nicht nur zu klatschen, sondern das auch noch zu bezahlen, wundert mich Vieles nicht mehr.
🤗
@ Achim Koester,
diese Situation kenne ich. Ich habe gelebt für meinen Beruf und wollte mich nicht verbiegen. Ich habe mich nicht verbogen, aber der Preis war unendlich hoch. Meinen Doktortitel habe ich bei Vorstellungsgesprächen verschwiegen, um zumindest an kleinere Jobs zu kommen und nicht, wie mein hochdotierter Ex-Chef, ein hoher, ein sehr hoher SPD- Funktionär, mir hämisch vorschlug, einfach Grundsicherung zu beantragen.
Das sind schwere Erfahrungen. Im Leben. In diesem Land.
Ich habe niemals einen Menschen um Spenden gebeten, nicht mal meine Eltern.
Wenn Klaus Kelle glaubt, dass die CDU die Rettung ist – bitte dann glaubt er das halt.
@Tina Hansen,
Guten Morgen erst einmal!
Ich habe tatsächlich nach zwei Tagen gerade erst diese anregenden Diskussionen nachgelesen. Das ist ja wirklich atemberaubend, was hier alles an Gedanken zusammengetragen wird, und gleichzeitig auch ein Lehrbeispiel, wie Dinge aus dem Nichts plötzlich eine Dynamik entwickeln.
Ich habe es jetzt nicht im Einzelnen analysiert, aber wer und wie darauf gekommen ist, dass ich nach Pforzheim gezogen sein könnte, das wüsste ich doch gern 🙂 Nichts würde mir ferner liegen – außer Moskau natürlich.
Ich möchte nicht ins Detail gehen und zu persönlich werden, aber weil es Sie und Euch anscheinend beschäftigt:
Wir müssen eine Waschmaschine nicht selbst tragen, weil wir es uns nicht leisten könnten, sondern weil wir Umzüge von jeher als Familienevent gestalten. Zusammen Kisten packen, zusammen Regale abschrauben, diskutieren, wo welches Bild aufgehängt wird, und zusammen essen und trinken. Ein ganzes Wochenende lang.
Nein, ich/wir leben nicht in Pforzheim.
Birgit ist nicht bei Nius raus, weil sie verarmen möchte oder unter der Brücke schlafen will, sondern weil sie einen deutlich besser bezahlten neuen Job übernommen hat. Dazu will (und darf) ich hier aber nichts schreiben.
Ich habe – es ist Fastenzeit – nach meiner täglichen Gebetszeit um 6 Uhr gleich vor, Brötchen fürs Frühstück zu holen. Das und Kaffee kann ich mir leisten. Ich esse übrigens 40 Tage kein Fleisch und keine Wurst. Nicht, weil ich ohne die üblichen großzügigen Spenden von @H.K keine Mortadella mehr kaufen kann, sondern weil ich das mit meinem Glauben ernst nehme.
Diejenigen, die schon lange hier dabei sind, merken allerdings, dass die Zahl meiner Beiträge hier abgenommen hat. Und das ist tatsächlich der Tatsache geschuldet, dass ich die Brötchen, von denen ich eben sprach, auch im hohen Alter weiter vorwiegend selbst verdienen muss. Und da kann ich halt nicht nur unterwegs sein, wo es mir Spaß macht, sondern schreibe, rede und denke dort, wo man mich dafür bezahlt oder wenigstens durch gelegentliche Spenden Respekt für mein Engagement zum Ausdruck bringt. Das tun übrigens die allermeisten von Ihnen hier, und dafür bin ich Ihnen und Euch ehrlich dankbar. Nicht wegen der Brötchen und der Umzugskosten, sondern weil Sie sich hier selbst als Teil einer wunderbaren Community verstehen.
Eine schöne Woche Ihnen allen!
Morgen nehme ich übrigens an einer Demo in Berlin anlässlich des vierten Jahrestags des Beginns des russischen Angriffs auf die Ukraine teil. Hoffentlich bekomme ich einen preiswerten Flixbus von Pforzheim zum Brandenburger Tor …
Ihr Klaus Kelle
@KK
Bei welcher Truppe marschieren Sie denn morgen mit?
Rotes Mützchen/Trillerpfeife wohl nicht – doch eher T-Shirt mit „make russia small again“ Aufschrift?
Aber nicht das Sie sich bei Marieluise und Ralf einreihen?
Und Sie so? #Wagner, #Kremlstricher #FSB?
@KK,
achten Sie mal darauf wer allein am Straßenrand steht und zum Klang der Balalaika mit wohltönendem Baßbariton das „Wolgalied“ aus Franz Lehárs Zarewitsch intoniert – hierbei besonder akzentuiert die Passagen:
„Vorüber rauscht die Jugendzeit in langer banger Einsamkeit …“ – beim Vorbeimarsch der Omas gegen rechts.
Und bei Ihnen:
„Du hast im Himmel viel Engel bei dir – schick doch einen davon auch zu mir“?
* Da wird manch hartleibigem Bellizisten das Wasser in die Äuglein schießen.
Lieber H.K.
Dass ich Sie und Ihre Beiträge schätze, wissen Sie seit langem. Allerdings finde ich es absolut nicht korrekt, ja sogar unfair, wenn man man es kategorisch ablehnt, demjenigen, der einem überhaupt erst die Möglichkeit bietet, seine Meinung einem größeren Kreise kundzutun, gelegentlich einen gewissen Betrag zukommen zu lassen. Einen Blog einzurichten, zu führen und technisch bzw. auch sicherheitstechnisch auf der Höhe der Zeit zu halten, ist „nicht eben billig“, wie ich schon vor längerer Zeit mit Erstaunen erfahren habe. Und nein, es war nicht durch KK. Wer es sich partout , ja „ums Verrecken“, nicht leisten kann, sich mit wenigstens ein paar Euro pro Jahr oder. Halbjahr zu beteiligen, ist selbstverständlich entschuldigt. Aber für Leser – und erst recht für Kommentatoren, die sich einen Beitrag ohne Verzicht auf anderes leisten könnten, habe ich eher kein Verständnis. Schließlich sind auch alle anderen Formate darauf angewiesen, immer wieder um Spenden zu bitten. Mir persönlich gefällt das diesbezügliche Reitschuster-Motto, das da – sinngemäß – lautet: „Wer sich in der Lage dazu sieht, zu spenden, möge dies doch bitte tun; aber wer jeden Euro zweimal im Geldbeutel umdrehen muss, möge sein Geld bitte behalten“. Diese Einstellung finde ich prima. Und ich vermute, mal dass KK dies wohl ähnlich sehen dürfte.
Anmerkung…
Die letzte Spendenaufforderung erfolgte am 03.02.2026 – Titel:
„Alltag in Deutschland: Täter „Jugendliche“ und Machete nicht gefunden“
Danach sind 16 Blogbeiträge erschienen.
@H.K., soll ich mal die Prozentzahl ermitteln, die Sie allein in diesen 16 Beiträgen erreichen?
Die Poleposition ist Ihnen sicher, da wette ich d’rauf – falls nicht, steht Ihnen eine dieser beiden Bezeichnungen meiner Person zur Wahl:
Korinthenkacker/Krümelkacker – wie’s beliebt!
Dass dieser….
Mich dünkt, ich steh‘ auf dem Schlauch…
Herr Koester schreibt weiter oben:
„@Tina Hansen
Warum, glauben Sie bettelt KK regelrecht um Spenden?
Mmn lebt dieser Mann für seinen Beruf und möchte sich nicht verbiegen lassen, also, bitte nicht nur Ihr Herz, auch Ihre Geldbörse öffnen, wir wollen doch alle, (dass) dieser Blog erhalten bleibt.“
Und berichtigt mittlerweile ins „Abseits“ gerückt:
„Dass dieser….“
Ach sooo! Ich danke für Rätsels Lösung und weise bei dieser Gelegenheit – der guten Ordnung halber – darauf hin, dass ich in meinem Kommentar ein „man“ vergeudet“ habe. 😉
@KK, S v B, Tina Hansen, GJ , H.K. etc. (Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen)
Ich möchte noch einmal unser geplantes Szegediner Gulasch in Erinnerung bringen, damit es nicht in Vergessenheit gerät, wäre doch schade. Also, her mit euren Terminvorschlägen.
Achim
@Achim Koester
Aber nicht doch, lieber Achim Koester! Ihr verlockendes Angebot einer
„koest-…lichen“ SG-Mahlzeit ist keineswegs in Vergessenheit geraten. Vielleicht sollten Sie einfach mal einen Zeitrahmen nennen, der Ihnen bzw. Ihrer Frau(!) am genehmsten wäre. Innerhalb dieses Rahmens könnte dann unter den Geladenen – hoffentlich – ein exaktes Datum vereinbart werden, an dem sie sich zur SG-Mahlzeit verlässlich einfinden würden. – Die diesbezügliche Korrespondenz sollte allerdings möglichst kurzfristig ins Private verlagert werden, wie ich finde. PS: im Monat März sieht’s bei mir z. B. schon „recht eng“aus.
Ich werde im März wieder in Süddeutschland sein…wäre schön, wenn es klappt
@KK
Leider haben wir da schon das erste Terminproblem, es sei denn, S v B könnte doch was möglich machen. Mir als Rentner ist fast jeder Termin recht, außer Montag, der gehört den Schlaraffen.
Ich bin jetzt erst mal weg. Ich kann das alles nicht mehr nachvollziehen. Einer der wirkmächtigsten Komservativen…
Sorry, ich habe es als Frau allein geschafft, aus einer schweren Krise mich rauszubuddeln.
Ohne Spenden von wem auch immer. Und ohne Gejammer im Gegenteil: In der schlimmsten Zeit hatte ich mich komplett zurückgezogen. Ich hatte mich ausschlieslich geäussert, wenn man Spenden von mir wollte.
Das Leben ist das Leben, lieber Klaus Kelle!
@Tina.Hansen,
Gejammer? Sie meinen damit hoffentlich nicht mich?
Ja, Sie jammern!
Wo jammere ich, bitte genau! Ist doch nicht meine Idee, hier einen Diskutierclub über mich zu führen. Und ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust mehr, mich mit solchem Schwachsinn zu bschäftigen
Wo Sie jsmmern? Schauen Sie sich bitte an, was Sie hier tun.
Wissen die Menschen, die Sie hier um Spenden angehen, dass Sie in einem Insolvenzverfahren stecken?
Sie tun mir echt leid, aber es gibt Grenzen. Sie sind pleite, ja. Aber dafür trägt keiner hier die Verantwottung.
Ich besorge Ihnen einen Job, okay? Wir zwei Mäuse treffen uns immer um 6:
43 Uhr an der Bahn. 5 Mal die Woche bei 28 Urlaubstagen pro Jahr. Ausgemacht? Schlagen Sie ein?
Hans, Lothar, Sven. Warum nicht Hassan, Mohammed, Abdul? Wir haben hier in meiner Gemeinde auch einen „Taschengeldservice“, bei dem Schüler für verschiedene Arbeiten um Haus und Garten engagiert werden können.
Ich habe solche Angebote als Student vor rund fünfzig Jahren auch gerne selber angenommen. Weinflaschen etikettieren. Nachhilfe erteilen. Beim Umzug helfen. Einen Puff (sic!) renovieren gegen Bares und ein „piece“ (Teutonengras). Alles dabei gewesen. Da durfte man auch noch Sperrmüllsachen mitnehmen, da es keinen „Eigentumsvorbehalt“ der „Entsorger“ gab. Meine erste Waschwaschine hatte ich vom Sperrmüll. Für paar Mark geflickt. Den Gefrierschrank, den ich für kaum zwei Mark Ersatzteilkosten reparieren und dann weiterverkaufen konnte.
Und ja, auf dem Land und in Kleinstädten klappt das mit der Müllbeseitigung (es scheut mich, von Wiederverwertung zu sprechen). Mein Nachbar „entsorgte“ an drei oder vier Sperrmüllterminen den Nachlass/Hausrat seiner verstorbenen Mutter.
Warum machen Sie das zum Thema?
Als meine Mutter vor knapp vier Jahren verschied, habe ich entsprechende „Entrümpler“ beauftragt. Deckt der Verkaufserlös der Hinterlassenschaft (ohne Schmuck) die Beseitungskosten? Er deckte.
Ein Mensch machte sogar geltend, dass da ein Montblanc-Füller gewesen sei, den er jetzt haben müsse, um in die Gewinnzone zu kommen. Er hat den Füller bekommen.
Nein, werter Herr Kelle, was das betrifft, geht es heuer nur noch um Cent und Euro.