Der von mir sehr geschätzte Autor Heinrich Schmitz arbeitet sich im „European“ an der AfD ab, bei der er „braune Streifen in der hellblauen Unterhose“ wahrnimmt. Mich überzeugt er damit nicht. Das Wahlergebnis von Sachsen belegt, dass der größte Zustrom zu Luckes neuer Partei aus dem Lager der Nichtwähler (40.000), gefolgt von der CDU (33.000) kam. Für mich ist das ein Beleg dafür, dass sich viele Wähler, ich tippe auf viele frühere Unions-Wähler, vom politischen und personellen Angebot ihrer früher bevorzugten Partei nicht mehr angesprochen fühlen. Auch in meinem Freundeskreis gibt es einige, die früher begeistert von der Union waren und nun – quasi als Hilferuf – AfD wählen, ohne überzeugt zu sein, dass die neue Partei irgendwas verändern kann. Ich denke, das beste Mittel gegen die AfD wäre, wenn sich insbesondere die bürgerlichen Parteien in Deutschland wieder damit beschäftigen würden, was den Mann und die Frau von der Straße bewegt – zum Beispiel die Probleme durch gescheiterte Integration oder die geplante komplette Verstaatlichung der Kindererziehung. Das bringt mehr, als den eher langweiligen Herrn Lucke zu dämonisieren.

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