„Timmy“, der Wal: Schwimm endlich weiter!
Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber mir geht die Story mit dem gestrandeten Buckelwal in der Ostsee inzwischen wirklich auf die Nerven.
Ja, ich weiß, Tiergeschichten bringen Abverkäufe und Quoten, das habe ich schon früh in meinem Journalistenleben gelernt. Und gleichzeitig bedauert, dass positive Kindergeschichten nicht annähernd so viele Abverkäufe und gute Quoten bringen. Das allerdings ist nicht die Schuld der bösen Medien, sondern die der Konsumenten.
Während der 13-jährige Junge in Hamburg, der von einem jungen Syrer abgestochen wurde, nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, und der 28-Jährige, der in der Düsseldorfer Altstadt wohl ins Koma geprügelt wurde und dessen Handy dann in der Nähe eines Flüchtlingsheims in Mönchengladbach geortet wurde, NICHT die Titelseiten und Nachrichten beherrschen, wissen wir alles über Wal „Timmy“. Und wir entgehen dem ja auch nicht. WELT TV, n-tv, ARD und ZDF – der Buckelwal ist omnipräsent.
Mal ist er verschwunden, mal ist er gerettet, dann steht sein Tod unmittelbar bevor. An manchen Tagen verzweifle ich an meinem Berufsstand…
Und nicht mal hier lasse ich das Thema weg…



Dazu gehört auch, dass man dem Wal einen Namen gegeben hat, um ihn zu personalisieren. Dadurch regt sich das Mitleid ganz besonders. Es gab mal einen s/w Film mit dem Titel „Der Karpfen Ferdinand“, der dieses Phänomen überdeutlich beschrieben hat.
Das eigentliche Drama spielt sich wohl unter den so genannten „Helfern“ des Buckelwals ab. Die Experten waren für gewisse Gruppierungen zu negativ eingestellt, nachdem sie das Tier begutachtet und seine Überlebenschancen als sehr gering betitelt hatten.
Jetzt haben die Moralisten und Gutmenschen übernommen und die Experten wurde des Feldes verwiesen. Ohne Rücksicht auf Tierwohl, Kosten und Mühen wird nun alles dafür gegeben, dieses vermutlich todgeweihte Tier „retten“ zu müssen. Der Wal hingegen möchte vermutlich einfach nur in Ruhe sterben und nicht ertrinken müssen. Aus diesem Grund setzt er vorsichtig in stets der gleichen Wassertiefe auf. Genau so, dass er nicht von seinem eigenen Gewicht erdrückt wird, jedoch ohne große Mühen Luft an der Oberfläche atmen kann.
Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, mit welcher Rücksichtslosigkeit vermeintlich moralisch Überlegene meinen, ihren Willen allen und jedem auferlegen zu müssen. Selbst vor der Natur und dem Tod macht ihr Wahn nicht halt. Es wäre schon fast zum Lachen, wäre es nicht gleichzeitig so tragisch… und wie so oft handelt es sich um Gratis-Profilierung, weil die Kosten der Aktion der Allgemeinheit auferlegt werden, dafür dass sich am Ende Einzelne ins Rampenlicht drängen können. Um den Wal und dessen Wohlergehen ging es den meisten Beteiligten dabei übrigens zu keiner Zeit.
@Martin Ludwig
„Der Wal hingegen möchte vermutlich einfach nur in Ruhe sterben und nicht ertrinken müssen.“
Exakt das, was ich auch denke!
Und dem Rest Deines Betrages stimme ich ebenfalls komplett zu und spare mir daher weitere Worte zu den „Bemühungen“ der links/woken Kamarilla.
„ … „Bemühungen“ der links/woken Kamarilla“
Im Ernst ??
Ja, Herr Ludwig, der Waal möchte nur sterben. Das können die Dummen, welche heute die Öffentlichkeit darstellen, natürlich nicht erlauben. Es ist so traurig. Sie machen noch nicht einmal vor dem Tod halt. Deren Dummheit kennt keine Grenzen.
Möglich.
Wie jedes Tier, das sich „verlaufen“ hat.
Wußte gar nicht, daß Sie ( Buckel-)Walexperte sind !
Hm.
Ich bin doch etwas befremdet, wenn jemandem das Schicksal dieses riesigen Meerestieres und die Berichterstattung „auf die Nerven geht“.
Ja, es ist ( nur ? ) ein Tier, juristisch gesehen wohl „eine Sache“.
Trotzdem nimmt zumindest mich sein Schicksal doch mit, verbunden mit dem Respekt und der Anerkennung für die Helfer, die seit eineinhalb Wochen versuchen, den Wal zu retten.
Was die Berichterstattung über den niedergestochenen 13-Jährigen und den verletzt an der Kö Aufgefundenen betrifft:
Von dem Schwerverletzten an der Kö habe ich z.B. zuerst und ausschließlich hier durch den Artikel überhaupt etwas erfahren.
Der 13-Jährige aus Hamburg war zumindest in mehreren Medien und in den Öffentlich Rechtlichen Thema, wenn auch nur relativ kurz.
Warum wird über einen gestrandeten Wal mehr und länger berichtet als über die beiden anderen genannten Fälle ?
Ganz einfach:
Der Wal hat mit völlig fehlgeleiteter und fehlgelaufener Politik NICHTS zu tun.
Zum Einen hat die Republik ein Thema für die Schlagzeilen und etwas „fürs Herz“, zum Anderen ist das zumindest der Politik und den ihr wohlgesinnten Medien ein willkommener Anlaß, von unliebsamen Ereignissen und Zuständen geflissentlich abzulenken.
Dazu kommt, daß ein Wal, der sich verirrt hat, nicht jeden Tag vorkommt.
Während Messerattacken und Morde ebenso wie Massenvergewaltigungen aber mittlerweile niemanden mehr wirklich aufregen – man ( frau auch, es sowieso ) hat sich daran „gewöhnt“.
Würde ausführlich und detailliert berichtet, klar und unmißverständlich, nicht mit „ein Mann“, sondern mit Namen und Herkunft des/ der Täter*/-/:/_/•/Innen, würde „das Volk“ sich ja intensiver damit beschäftigen- und „die da“ stünden nicht nur im Osten bei 40 + x.
Also, bloß nicht weiter über Messerüberfälle & Co berichten / es würde nur „denen da“ nutzen.
Abgesehen davon: wird selbst ein eindeutiger zugewanderter Täter gefasst und verurteilt, ist er eh entweder „schuldunfähig“ oder er bekommt eine „Bewährungsstrafe“ in Form von Sozialstunden oder dümmstenfalls – wie der Polizistenmörder heute – landet er wie nahezu ausnahmslos alle migrantischen Täter in der Psychiatrie.
Komm, „Timmi“, kämpf weiter ! Alles Gute und ich drücke die Daumen !!
@H. K.
Ich empfehle an dieser Stelle den überragenden Klassiker „Moby Dick“ von Herman Melville, der ausgerechnet einen Wal als Metapher verwendet hat.
Kapitän Ahabs Wahnsinn und die Aussicht auf Gold, Ruhm und Ehre steckte nahezu die gesammte Mannschaft an und alle waren bereit, mit aller Kraft gegen dieses riesige Tier zu kämpfen und es zu besiegen.
Der Wal steht dabei jedoch als Sinnbild für die Naturgewalten und die Moral der Geschichte besteht darin, dass selbst eine Crew aus den erfahrensten, stärksten und besten Männern nicht gegen die unbändige Natur bestehen kann.
Die Aroganz und der Hochmut, mit denen der Mensch meint gegen etwas derart unbezwingbares und gewaltiges zu bestehen,werden hervorragend beschrieben – der Ausgang der Geschichte beschreibt dabei ebenso treffend, welchen Einfluss wir tatsächlich auf den Lauf der unbändigen und teilweise unbahmherzigen Natur nehmen können.
Es steckt noch sehr viel mehr in diesem Buch, aber der Kampf Mensch gegen Natur ist eine der beiden deutlichsten Botschaften, die Melville dem Leser auf seine eigene, herausragende Art vermitteln wollte. (Rache und, dass diese ins Verderben führt, ist die Zweite, unmissverständliche Botschaft)
„Moby Dick“ ist mir sehr wohl bekannt, bereits aus frühester Jugend.
Auch die Verfilmung habe ich gesehen.
„Moby Dick“ wurde zuerst vor 175 Jahren veröffentlicht, 1851.
Das Ganze spielt in Massachusetts, in den USA.
Ohne selbst dabeigewesen zu sein, denke ich, daß die Welt, insbesondere in Amerika, 1851 eine völlig andere war.
In den USA war Sklaverei völlig normal, in Deutschland war die Eisenbahn gerade einmal ins Dampfen gebracht worden.
Carl Benz hatte noch nicht einmal sein erstes „Automobil“ als Patent angemeldet, dafür mußte er noch ganze 35 Jahre warten.
Das Fernsehen startete 1935, ein Dreivierteljahrhundert später, seinen Betrieb.
Selbst ein kabelgebundenes Telefon war gerade einmal im Entstehen.
Von iphone, Internet und Raumfahrt war man Lichtjahre entfernt.
Tierschutz, Umweltbewußtsein ? NICHTS gab es.
Also, diese Zeit mit dem festsitzenden Wal in der Ostsee zusammenzubringen, ist schon mutig.
😉
Der Gedanke, daß er vielleicht zum Sterben gekommen ist, ist reine Spekulation, aber durchaus möglich.
Ich drücke trotzdem alle Daumen, daß er nicht lange leiden muß – auch, wenn es sich nur um eine „Sache“ handelt …
Es ist unverantwortlich rücksichtslos, ja regelrecht Tierquälerei, den stolzen Meeressäuger nicht in Würde sterben zu lassen. Sein Leid wird lediglich gedankenlos verlängert. Egoismus pur, könnte man sagen.
Ich hatte das Privileg, ja das große Glück, schon vielen Walen bei ihren faszinierenden, offenbar von purer Lebenslust gezeichneten Kapriolen zuzuschauen. Umso mehr dauert mich das Schicksal des gestrandeten Tieres. Bitte verkürzt sein Leid und lasst es endlich sterben.
Gemach, Herr Kelle, nicht gleich verzweifeln. Was sind „positive Kindergeschichten“? Ich denke mal, Sie haben genauso wie viele andere mitgefiebert, als Kleinkinder in Peru, Marokko oder anderswo in tiefe Brunnen oder Löcher gefallen sind, und ihre Rettung Tage dauerte und alles versucht wurde. Es wurde ständig über den Stand der Dinge berichtet. Auch die Jungs samt Lehrer in Asien, die aus der überfluteten Höhle durch Taucher gerettet wurden, geradezu spektakulär, bekamen zu recht täglich und fast stündlich ihre Berichterstattung. Es mag jetzt abwegig erscheinen, aber wir Älteren wuchsen mit Serien und Filmen wie Lassie und Fury auf, und heulten schon als Kinder, wenn diesen Protagonisten Ungemach erwuchs! Will damit sagen, ja, Tiere haben nun mal einen gewissen Stellenwert in vielen menschlichen Herzen, auch in meinem. Wir werden es nicht ändern, wenn sie die Titelseiten füllen. Und wir wissen doch, wie unsere Mainstreamer seit gut 10 Jahren so drauf sind in Sachen Mord und Totschlag. Der Deutsche muss ruhig gestellt werden, also lieber Wal als tägliches Entsetzen.
„ … wir Älteren wuchsen mit Serien und Filmen wie Lassie und Fury auf …“
„Flipper“, „Rin Tin Tin“ und „Ivanhoe“ nicht zu vergessen. Und ohne Frage „Die kleinen Strolche“ …
🤗
Liebe @Inge H.,
Sie erinnern mich daran, dass ich hier noch ausdrücklich bekunden wollte, dass ich natürlich Anteil am Schicksal ds Wals nehme. Aber leider wird s wohl kein Happy End für „Timmy“ geben, wie es scheint…
kk
Die Geschichte um den Wal zeigt mir, daß es auch hier nur um Gefühl, nicht um Vernunft geht.
Spätestens nach dem ersten gescheiterten Versuch, das Tier wieder „flott“ zu machen, hätte man es in Ruhe lassen sollen.
Wir sollten lernen, der Natur ihren Lauf zu lassen, bei Pflanzen, Tieren und Menschen.
Ich widerspreche Ihnen, wie Sie sicher wissen, nur ungern.
Aber jede dumme Katze, die sich auf einen Baum verirrt hat und nicht wieder herunterkommt, wird von der Feuerwehr mit Drehleiter und und und gerettet.
Jede Möve oder jeder Schwan, der im Winter – zumindest erinnere ich mich an diverse Vorfälle in meiner Heimatstadt – irgendwo auf einem Teich festgefroren war, wurde ( und wird hoffentlich immer noch ) von der Feuerwehr befreit.
Darüber kann man diskutieren. Ich halte es trotz der Kosten für richtig und einer zivilisierten Gesellschaft angemessen.
Wenn wir grundsätzlich „der Natur ihren Lauf lassen“, auch bei Menschen, handeln wir im Grunde wie manche Gruppen, die aus religiösen Gründen Bluttransfusionen oder sogar jede Operation ablehnen.
Sicher muß man niemanden ewig künstlich am Leben erhalten. Aber es sollte alles getan werden, um Menschenleben zu retten und zu erhalten – auch, wenn es eine Menge Geld kostet.
Es ist immer eine Frage der Abwägung.
Vor etlichen Jahren äußerte ein mir bekannter Internist bereits Bedenken, ob sündhaft teure Therapien bei einem aussichtslos krebskranken Patienten Sinn machen, wenn sie das Leben nur um wenige Monate verlängern. Und das oft auch mit sehr eingeschränkter Lebensqualität.
Bei dem Buckelwal hat das Ausbaggern einer „Schwimmrinne“ letztendlich nichts gebracht. Es macht keinen Sinn, diese Maßnahme zu wiederholen.
Vielleicht ist der Wal ja tatsächlich dort hin gekommen, um in Ruhe zu sterben.
Vielleicht hat er sich aber auch nur „verlaufen“.
Bei uns zuhause wird jeder Vogel, jedes Eichhörnchen, jede Maus, ja jeder Käfer und jede Spinne, die sich in Haus verirrt hat, behutsam nach draußen bugsiert.
Kann man mitleidig belächeln. Wir machen es trotzdem so.
äGenauso, wie wir nicht die Straßenseite wechseln oder bewußt und gezielt wegsehen, wenn einer alten Dame die Handtasche geklaut wird.
„So gehört sich das“ sagt man da, wo ich groß geworden bin.
@H.K.
Au weh, Mensch und Tier…
Lieber H.K., Sie werden mir immer sympathischer. Wie bei Ihnen zuhause wird auch bei mir jedes Tier – teils mit nicht unerheblichem Aufwand – in die Freiheit entlassen, sprich sanft nach draußen komplimentiert. Ich bringe es nicht einmal fertig, nach einer lästigen Wespe zu schlagen. Geschweige denn, sie zu erschlagen. Seit ich weiß, dass Wespen unfassbar fleißige Geschöpfe sind, denen am Ende ihrer Aufgabe (und ihres ohnehin kurzen Lebens) nur wenige Wochen unbeschwerter Selbstbestimmung und Freiheit vergönnt sind, lasse ich sie gerne freigiebig von meinem Zwetschgenkuchen oder einer Scheibe Wurst kosten. Leute, die bei jedem Erscheinen eines selbst kleinen Tierchens hysterisch aufspringen und wie wild um sich schlagen, mag ich nicht. Selbst einer grünen „Schiller-Fliege“ kann man eigentlich nicht böse sein, oder? – Schlimm war’s in dieser Hinsicht mitunter in Südafrika, mit Besuch aus Deutschland, wie man sich wohl schon denken kann. Manchmal reagierten selbst liebste Freunde regelrecht hysterisch auf Flatter- , Krabbel- und andere Tiere. Andererseits wollten manche partout nicht darauf verzichten, Affen zu füttern. Letzteres ist – aus guten Gründen – ein absolutes No-go, und zwar landesweit. Das einzige, was mir, egal wo, Schwierigkeiten bereitet hat, waren die in wärmeren Gebieten der Erde meist extrem lästigen Ameisenstraßen. vor allem dann, wenn sie ausgerechnet meine Schlafstatt querten. Dann musste man schon mal etwas rabiatere Maßnahmen ergreifen. Schlangen ließ man gemeinhin in Ruhe; größere und gar bekannt giftige Exemplare hingegen konnte man von einem professionellen Snake-Kenner und -Catcher abholen, der sie, je nach Art und seinem Dafürhalten, seinem Snake Park einverleibte oder aber irgendwo in der freien Natur aussetzte. PS: Je nach Wetterlage hing sich oft ein ganz entzückendes, beflügeltes weibliches Exemplar einer Fruit Bat (eine Art von Flughunden) mit ihrem noch entzückenderem Baby gerne in die Sicherheit einer Stange oberhalb des Terrassen-Esstisches auf. An diesen Tagen musste zwangsläufig im Innenbereich gegessen werden, da der Außen-Esstischvor herunterfallenden Exkrementen von Flughund-Mutter und Baby alles andere als sicher war. Ach, hätte ich bei meinem Aufenthalt in Vanuatu gegen Ende der 70er doch schon gewusst, wie bewundernswert und putzig gerade auch Flughunde sind, hätte ich von der Bestellung der örtlich hochgelobten (und auch wirklich super leckeren) -Flughundpastete wohl gerne Abstand genommen.
Nachtrag für näher Interessierte:
der offizielle englische Name besagten Flughundes lautet Peters Epauletted Fruit Bat, ihr wissenschaftlicher Epomorphorus Crypturus. Letzterer klingt fast schon beängstigend. Damals war von einem eventuellen Zusammenhang zwischen dem Kot von Flughunden bzw. Fledermäusen und Covid-Viren übrigens noch keine Rede.
@H.K.
Ist ja löblich, Ihr Tun, aber was machen Sie in einem solchen Fall:?
Vor einigen Jahren haben sich in unserem Haus während unserer Abwesenheit 22(!) Mäuse eingerichtet. Wir konnten sie nur mit Fallen und Giftködern an der Übernahm hindern. (Bitte keine Analogien erdenken).
Hm.
Schwierige Frage …
Wie wärs damit:
Wenn man ( frau auch, es sowieso ) das Haus verlässt, schließt man ( … ) sowohl die Fenster ( alle ! ) als auch die Türen ( auch alle ).
Zudem soll bei längerer Abwesenheit hilfreich sein, einen Nachbarn oder Freund ( es darf auch eine NachbarIN oder eine FreundIN sein ) zu bitten, gelegentlich ( es darf auf „regelmäßig“ sein, sogar in kürzeren Intervallen ) nach dem Rääächten zu schauen.
Selbstredend verbunden mit der eindringlichen Bitte, bereits die ERSTE Maus ins Freie zu geleiten und nicht zu warten, bis sich eine handvoll zusammengefunden und mit der Vermehrung begonnen haben.
Wenn ich‘s mir rääächt überlege: so würde vermutlich und nach mehrfacher Tagung des Familienrates ich das machen.
🤗
Ich teile – wieder einmal – Ihre Ansicht, liebe Frau Dr. Königs-Albrecht, und wünsche Ihnen Frohe Osterfeiertage.
Werter Herr Kelle, nichts für ungut, aber auch Sie befleißigen sich – zweifellos unabsichtlich – des verharmlosenden Tons, der sich in den letzten Jahren unter Journalisten Bahn gebrochen hat.
„…der 13-jährige Junge in Hamburg, der von einem jungen Syrer abgestochen wurde…“ Wissen Sie, traditionell werden Schweine bei der Schlachtung nach der Betäubung „abgestochen“. Menschen werden gestochen oder mit Messern mehr oder weniger schwer verletzt oder getötet bzw. ermordet. Schweine dagegen können im Prinzip nicht ermordet werden.
Es sind u.a. diese verbalen „Ungenauigkeiten“, die nicht unwesentlich zur offenbaren Verrohung der Gesellschaft beitragen. Nach der Sapir-Whorf-Hypothese bestimmt die Sprache das Denken. Ich kann mich insofern nur in Denkkategorien und Kategorien der Realität bewegen, die ich in Worte fassen kann. Und die mir zur Verfügung stehenden Worte bestimmen die Granularität der Realitätswahrnehmung und deren Interpretation.
Ansonsten stimme ich Ihrem Unmut hinsichtlich der medialen Priorisierung des Themas „Wal“ nachdrücklich zu. Die olle Kamelle „Mann beißt Hund“ eben.
Mit den besten Osterwünschen
Franz R.
Finde ich sehr nachdenknswrt, lieber @Franz R.,
Auch Ihnen gesegnete Ostertage!
Klaus Kelle
@Franz R.
Die Sprache ist das Werkzeug des Journalisten, und er handhabt es je nach Fähigkeit, politischer Ausrichtung und Ausbildung mehr oder weniger geschickt. Dazu gehört, wie im Falle des Propaganda TV auch das Framing, also die Umdeutung mancher Begriffe. Besonders perfide verwenden dies die ÖR Medien z.B. mit „Aktivist“ statt Terrorist“, „Geflüchteter“ statt „illegal Eingereister“. Auch die Adjektive „populistisch“,“gesichert rechtsextrem“, mit denen denen eine unliebsame Partei immer zusammen genannt wird, gehören in diese Kategorie. Eklatant: Der Begriff Phobie“, in der ursprünglichen Bedeutung Angst, wird im Zusammenhang mit Sexualität und Islam als Hass interpretiert . All das geschieht nicht ohne Absicht.
Nun, werter Herr Koester, das ist eine Seite der Medaille. Die andere und mir bedeutend wichtigere ist, dass durch die verharmlosende Nutzung der Sprache die wirklichen Sachverhalte als Normalität bzw. wahlweise Naturereignis erscheint.
Da wird der Messerangriff zu einem „Vorfall“, der sich „ereignet“ hat. Der Stoß, der jemanden vor einen Zug stürzen läßt, ist Ergebnis eines „Schubsers“. Das Schädel-/Hirntrauma wurde durch eine „Rangelei“ unter „Jugendlichen“ ausgelöst. – Da kannste halt nix machen. Die Jugend! Die stoßen sich die Hörner schon noch ab, ist der Kontext im Unterton.
Kinder werden nicht beraubt, sondern „abgezogen“. Mädchen werden nicht zum „Sex“ „genötigt“ oder „erpresst“ , sondern um „sexuelle Gefälligkeiten“ gebeten, um die Verbreitung „freizügiger Aufnahmen“ zu verhindern.
Interessant auch, dass bei der Beschreibung derartiger Straftaten fast immer eine Passivkonstruktion genutzt wird. Nicht, dass der Täter – in Einzelfällen (Mädchenbanden) die Täterin – etwas aktiv tut. Nein, dem Opfer widerfährt quasi naturgewaltlich etwas. DAS kotzt mich so an.
Und wir haben dieser Tage die Justizpraxis erlebt. Der Mörder, der in Völklingen einen Polizisten mit 17 Schüssen aus dessen Dienstwaffe ermordet hat, wurde wegen schweren Raubs verurteilt.
Memes auch nur zu teilen wird schärfer bestraft, als Körperverletzung oder Vergewaltigung.
@Franz R.
Da sind wir völlig einer Meinung. Das Vokabular einiger sog. Journalisten verharmlost die eine Seite und dramatisiert die andere.
„Links – Deutsch, Deutsch – Links“.
Steht auf der Bestsellerliste des Spiegel auf Platz 1.
Ja, Sie haben recht.
Allerdings mit der Einschränkung, daß Messerattentate, die eine Spezialität von „traumatisierten Flüchtlingen“ sind, nach meiner Kenntnis zumeist so durchgeführt werden, wie anderswo Vieh der Hals durchgeschnitten wird, d.h. Stiche gehen i.d.R. in den Hals oder ins Herz.
Insofern und auch von der Menge der „Aktionen“ kann man durchaus von „abstechen“ reden.
Menschen werden „abgestochen wie Vieh“ – im „besten Deutschland, das wir jemals hatten“ …
Und wir gewöhnen uns dran, an das „neue Normal“ …
Wer mit dem Messer auf die Halsschlagader zielt, hat Tötungsabsichten. Und wer ein ganzes Magazin auf einen am Boden liegenden „Gegner“ abfeuert, will ebenfalls töten.
Ich denke, die deutsche Richterschaft bräuchte dringend Nachhilfe in der Beurteilung von Gewalttaten. Statt automatisch Psycho-Fachleute bei Straftätern aus arabischen Ländern hinzuzuziehen, sollten Richter durch Soziologen unterrichtet werden, wie die Gesellschaft in diesen vom Islam geprägten Ländern funktionieren.
Vielleicht wäre es hilfreich, wenn unsere Richter*/-/:/_/•/Innen einfach ihren Job machen und die Interessen des Landes, dem sie zu dienen geschworen haben, wahrnehmen würden.
Vollkommen richtig, Sprache fasziniert gerade durch ihre Feinheiten, werter Franz R. Für meine Ohren klingt der Begriff „abgestochen“ noch um einiges widerwärtiger als das Wort „erstochen“ ohnehin schon für sie klingt. Dass Menschen nur „gestochen werden sollen“, klingt mir eindeutig zu schwach. Im Kontext mit einem grausamen Mordversuch bzw. Mord verwendet, ist mir dieser Ausdruck schlicht zu banal; er beschreibt für mich eher den zwar unangenehmen, doch meist harmlosen Stich eines Insekts oder einer Nadel. – Frohe Feiertage!
@SvB
Ich glaube, Franz meint „erstochen“, so zumindest würde ich es ausdrücken
Der FOCUS titelt heute „Dem Wal die letzte Ruhe geben“
Ja, geht’s noch? Wie weit soll denn die Vermenschlichung der Tiere noch gehen? Seit Walt Disney können Enten sprechen, das ging ja gerade noch, aber wie manches Schoßhündchen heutzutage vergöttert wird bzw. als Kinderersatz verhätschelt, geht mir eindeutig zu weit.
Hm …
„Die letzte Ruhe lassen“ oder „gewähren“ wäre wohl die bessere Ausdrucksform gewesen. Wale haben nun einmal eine ganz besondere Aura. Das kann ich als (ehem.) Taucherin nur bestätigen. Wenn man sich zusammen mit einem der stattlichen Meeressäuger im Wasser aufhält, so ist dies schon eine sehr eindrucksvolle, Ehrfurcht einflößende, ja Ehrfurcht gebietende Begegnung. Ich zumindest vergesse nicht, dass es Vorfahren moderner Wale waren, die vor unermesslicher Zeit als erste das liquide Medium, Wasser, verließen, um sich, über viele Entwicklungsstufen (sogar Rückschritte) hinweg, letztlich für immer an Land niederzulassen. Nicht von heute auf morgen, dafür letztlich aber in schier atemberaubend vielfältigen Formen und Arten, von denen wir etliche noch bis heute bestaunen können.
Sorry, sorry, sorry – ich muss und will mich ehrlicherweise korrigieren!
Habe gerade sicherheitshalber nochmal nachgeschaut. Wale – ja, auch der Buckelwal – haben in ihrer Entwicklung zwar schon zig Millionen Jahre auf dem Buckel, aber sie sind nicht dem Meer entstiegen, um sich an Land anzusiedeln. Im Gegenteil, sie bzw. ihre Vorfahren, haben dem Land irgendwann den Rücken gekehrt, um fürderhin im Meer zu leben. Ein Move, den ich, als ehemalige Taucherin, gut nachvollziehen kann.
Wie unschwer zu erkennen, lässt mich das Schicksal dieses riesigen Meerestieres nicht kalt.
Ich halte es absolut für richtig, dem Wal zu helfen und alle zur Verfügung stehenden Mittel zu seiner Rettung einzusetzen.
Gleichwohl ist es auch möglich, daß das Tier tatsächlich gekommen ist, um in Ruhe zu sterben.
Wir wissen es nicht.
Aber was sich derzeit offenbar abspielt, überschreitet auch bei mir eine „rote Linie“.
Daß sich Helfer und Interessengruppen uneins sind und streiten, was das Beste für das Tier ist, war vorauszusehen.
Daß inzwischen aber nicht nur Strafanzeigen wegen „unterlassener Hilfeleistung“ gestellt, ja sogar Morddrohungen ausgesprochen werden, geht m.E. eindeutig zu weit.
Über einen – freiwillig oder nicht – gestrandeten Wal sorgt sich die halbe Republik. Zu recht.
Über Rinder, Kälber, Schweine, Lämmer, Hühner etc etc, die jeden Tag in diesem Land teils mit größter Brutalität „geschlachtet“ werden, redet – nahezu – kein Mensch.
Vielleicht ist es höchste Zeit, darüber auch einmal nachzudenken.
Tiere, Vieh, sind keine Menschen – aber unmenschliche Behandlung haben sie ganz sicher trotzdem nicht verdient.
@H.K.
Unsere Gesetze lassen es nicht zu, dass z. B. Rinder und Schweine „brutal“ geschlachtet werden, auch wenn Veganer und sog. Tierschützer das immer wieder behaupten. Einzige Ausnahme ist das Schächten, aber das ist ein anderes Thema.
Waren Sie schon einmal in einem Schlachthof oder haben wenigstens Bilder von innen dort gesehen ?
Da das mit meinen Links nicht so wirklich klappt, bitte mal selbst bei youtube schauen:
„ Nach Tierschutzverstößen: Vier Schlachthof-Mitarbeiter gekündigt“
Ich suche Ihnen aber ( un-)gern noch weitere Beweise heraus …
So, dann reicht es aber auch …
„CO₂-Betäubungsanlage: Tierquälerei im Schlachthof“
Ebenfalls bitte bei youtube zu finden.
@H.K.
Aus Rücksicht auf mein Seelenwohl an Ostern möchte ich die von Ihnen genannten Hinweise nicht weiter verfolgen. Dennoch: könnte es sein, dass die Tötung von Schlachttieren zum menschlichen Konsum (Genuss scheint mir in diesem Zusammenhang das falsche Nomen) mit CO2-Gas speziell im Zusammenhang mit Fleischwaren zur Belieferung von Bioläden „erfunden wurde“? Ich meine, vor kurzem so etwas gehört oder gelesen zu haben. Diese Art, Tiere zu töten gehört sicher zu den inhumansten, grausamsten von allen: Schweine z. B. werden langsam immer tiefer in ein „CO2-Bad abgelassen. Mit anderen Worten – sie werden so langsam wie kaltblütig ERSTICKT!!! In Schlachtanlagen dieser Art soll ein lautes, kaum zu ertragendes, verzweifeltes Quieken der todgeweihten Schweine zu vernehmen sein. Un-er-träg-lich! Dieser teuflische Wahnsinn gehört sofort gestoppt, sofern es. noch nicht geschehen sein sollte…
@H.K.
Sie schreiben selbst „nach Verstößen“, also liegt da keine regelkonforme Handlung vor. Wenn, was in der Regel auch geschieht, Schlachttiere vorher betäubt werden, sieht es anders aus. Haben Sie schon mal ein Krokodil ein Gnu verschlingen sehen? DAS ist Brutalität (oder Natur).
„ Sie schreiben selbst „nach Verstößen“,“
Wo ?
Wann ?
@H.K.
„…dass das Tier tatsächlich gekommen ist, um in Ruhe zu sterben.“
Ein interessanter Aspekt. Würde heißen, dass sich Wale – zumindest Buckelwale – absichtlich von der Gruppe separieren, wenn sie den nahenden Tod spüren. Selbiges Verhalten ist insbesondere von Katzen, aber durchaus auch von Hunden belegt. Bei meinen geliebten Vierbeinern (Hunden) habe ich schon Tage vor ihrem Tod eine wachsende Tendenz zum Rückzug festgestellt; ein Bedürfnis, welches ich, so gut es mir rotz aller Trauer gelang, respektierte. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang bedenken, dass auch Wale Säugetiere sind und insofern Ähnlichkeiten mit elementaren Verhaltensweisen terrestrischer Säuger aufweisen könnten. Who of us would know for sure?
Ich bin alles andere als ein „Wal-Experte“.
Aber daß gerade ein Wal nicht unbedingt „ersticken“ will, weil er nicht mehr auftauchen und atmen kann, sich eine seichte Stelle sucht, um dort nicht elendig zu ertrinken, liegt m.E. durchaus im Bereich des Möglichen.
Auch, wenn ich mich hier bei Manchem vollends zum Affen mache: Ich denke – ohne es zu wissen ider gar beweisen zu können – daß Tiere durchausveine „Seele“ haben, genauso wie Gefühle.
Wenn ich mir Bilder von Tieren, seien es Hunde oder Rinder oder sonstwas, die quasi nichts als ein Leben an der Kette, auf wenig Platz, verbracht haben, ansehe, die z.B. auf Gut Aiderbichl ein „Gnadenbrot“ bekommen, wie sie die Freiheit, die Sonne, den Auslauf, frisches Gras und und und genießen, geht mir buchstäblich das Herz über.
Kann man ( frau auch, es sowieso ) teilen, muß aber keiner.
( Ich muß allerdings zugeben, daß Ihre geliebten Flughunde über meinem Teresentisch nicht lange verweilen würden … 😉 )
Was die Vermutung bzw. Gewissheit einer tierischen Seele angeht, bin ich voll bei Ihnen. Nach vielen Jahren der Interaktion Mensch – Tier ist für mich gar nichts anderes vorstellbar. – Was Aiderbichl angeht, bin ich nicht ganz Ihrer Meinung. Ich war vor Jahren – insgesamt zweimal – dort und habe – wohlgemerkt vereinzelte – Beobachtungen gemacht, die mit meinem Verständnis von Tierwohl nicht so recht übereinstimmen wollten. Dennoch ist Gut Aiderbichl grundsätzlich eine begrüßenswerte Einrichtung.
Übrigens… Wale würden, wie wir Menschen, jämmerlich ertrinken/!), bzw. ersticken, wenn sie nicht immer wieder zum Luftholen auftauchen könnten. Schließlich sind sie keine Fische. Selbstredend unterscheiden sich die Intervalle der einzelnen Atemzüge bei Mensch und Wal teils ganz erheblich. Bis zu einer Dreiviertelstunde Atempause ist beim Wal alles drin… Als Mensch sollte man von jeglichem Versuch, den Wal hierin zu toppen, in ureigenstem Interesse Abstand nehmen. 😉
Ich war selbst noch nicht dort. Bisher kenne ich nur Bilder bzw. Videos von da.
Es geht mir auch nicht ausschließlich um Aiderbichl, sondern um den Umgang mit nicht-menschlichen Geschöpfen.
Und da sollte sich m.E. dringend etwas ändern.
…und was Ihre Haltung gegenüber „meinen“ Flughunden angeht, bin ich mir, nach allem, was Sie in Sachen Tierliebe kommentiert haben, ziemlich sicher, dass auch Sie beim Anblick einer liebenden Flughundemutter und ihres Babys (das sie schützend mit einem ihrer Flügel umarmte, dahingeschmolzen wären. Sie suchte für sich und ihr Kind ja nur vorübergehend Schutz vor ungemütlichem Wetter. Die meiste Zeit hatten wir den Esstisch, gründlich abgewischt und desinfiziert, für uns. Zudem war auch noch ’ne Decke drauf. Ehrlich.
Es gibt Tiere, die zumindest mir sympathischer sind als andere.
Von Schlangen und Krokodilen halte ich mich tunlichst fern, von Vogelspinnen u.ä. auch.
Meine Tierliebe geht auch nicht so weit, daß ich versuchen würde, einem Puma oder Löwen mit der Hand ein „Leckerli“ zu reichen, wie kürzlich ein Amerikaner, der sich anschließend wunderte, daß das „liebe Tier“ wohl doch nicht nur spielen wollte … ( Ich denke, bei youtube ist das Video zu finden ).
Es sind nicht alles nur kleine süße Schoßhündchen …
@H.K.
Schlimm finde ich, dass in vielen Ländern der Welt (mit teils deutlichem Nord-Süd-Gefälle) unfassbar viele Streuner, Hunde wie Katzen, herumlaufen die sich meist von Abfällen ernähren müssen und auch sonst ein erbärmliches Tierleben fristen. Oft wird im Vorbeigehen verächtlich nach ihnen getreten. Die meisten Straßen- oder Strandhunde der Welt dürften übrigens von deutschen Tierfreunden adoptiert worden sein. Andernorts ist zu beobachten, dass ein Welpe her muss (vorzugsweise ein Rassetier) weil er, ach Gott, ja so niedlich ist. Sobald das Tier ausgewachsen ist, erlischt das Interesse an ihm schneller als man „Warum“ fragen kann. Was man diesbezüglich selbst auf sgn. Trauminseln oder selbst in beliebten Urlaubsländern Europas beobachten kann, ist für den echten Tierfreund nur schwer zu ertragen. – Selbst meine spanisch-deutsche Verwandtschaft, wohnhaft auf dem Lande außerhalb von Madrid, würde sich nie dazu herablassen, sich einen anderen als einen Rassehund-Welpen vom Züchter anzuschaffen. Da kann ich mir den Mund noch so fusselig reden. Wie oft passiert es z. B. in Indonesien (aber genauso auch anderswo in der Welt), dass man als Passagier in einem Kleinbus sitzt, dessen Fahrer mit seiner rasanten Fahrweise schon mal einen sich am Straßenrand ausruhenden Streuner überfährt. Das so typische Geräusch dieser Untaten wird mir wohl für immer in den Ohren klingen. Ich vermute, ja wette, dass explizit von deutschen Hundefreunden die meisten Straßenhunde weltweit adoptiert werden. In einigen Urlaubsländern haben sich Tierheime und/oder Kastrations-Initiativen gebildet, die nicht selten auf Initiative deutscher Urlauber gegründet wurden. Insofern sehe ich absolut keinen Grund, dass vielleicht gerade „wir“ uns für mangelnde Tierliebe oder mangelnden Einsatz für Tiere beschuldigen lassen müssten. Die Vielfalt an Zamperln, denen man in deutscher Feld und Flur begegnet, bellt weit überwiegend in Fremdsprachen. In erstaunlich vielen sogar. Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass in der Disziplin Adoption von todgeweihten Hunden aus aller Welt Deutschland seit vielen Jahren schon seine Weltmeister-Stellung unangefochten verteidigt. – Der zunehmende Rassehunde-Handel zwischen Südosteuropa und westlichen Ländern steht freilich auf einem anderen Blatt. – PS: fast 13 wunderbare Jahre lang war ich Frauchen einer maurizianischen Mischlingshündin. Sie war mit nur einem halben Jahr tatsächlich clever genug, sich ausgerechnet in mein Herz einzuschleichen. Was ihr mit Bravour gelungen ist…
Wir können nicht die ganze Welt retten.
Aber wenn jeder zumindest versucht, ein kleines bißchen davon zu retten, ist schon eine Menge erreicht.