Es gibt Leute, die einfach nur nerven. Nicht, weil sie eine andere Meinung haben als ich, sondern weil sie vollkommen faktenbefreit unbedingt recht haben wollen. Herr Polenz von der CDU ist so einer und – wegen der Ausgewogenheit – auch Ralf Stegner von der SPD. Sozusagen eine große Koalition, gefangen in einer Parallewelt, die sich von jeglicher Realität abkapselt und dennoch meinungsstark daherkommt.

Ein Facebook-Freund schickt mir heute einen Link zu einem Interview des Deutschlandfunks mit Stegner aus dem Jahr 2016, was das schön belegt.

„Es werden wöchentlich Flüchtlingsheime in Deutschland angegriffen“, behauptet der SPD-Politiker da und fordert, die AfD durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Da fällt mir spontan ein, dass gerade in Essen drei Wahlkampf-Autos der AfD abgefackelt wurden, wie man das in diesen Kreisen nennt. Autos von AfD-Poltikern wurden schon häugiger Ziel von Brandanschlägen, Farbbeutel werden gegen ihre Häuser geschleudert, ein AfD-Bundestagsabgeordneter wurde vor ein paar Wochen in Bremen auf offener Straße niedergeschlagen und schwer verletzt, Radmuttern an Autos werden gelöst, Familienangehörige von AfD-Politikern beschimpft und bedroht. In Köln wurde jüngst eine AfD-Kommunalpolitikerin mit Bier überschüttet. Und das alles im Deutschland der bunten Vielfalt.

Herr Stegner und die Seinen wären deutlich glaubwürdiger, wenn sie auch solche  Hetze und linke Gewalt klar beim Namen nennen würden.

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Dieser Artikel wurde 21 mal kommentiert

  1. colorado 07 Antworten

    Was famose Herr nicht sagt, aber vielleicht denkt, ist, dass die Gewalt gegen die AfD – egal wie hinterrücks -durchaus berechtigt ist, weil sie ja nur Gegengewalt gegen Feinde der Demokratie ist.

  2. Alexander Droste Antworten

    Hass und Hetze darf man nicht. Hass und Hetze gegen rechts darf man.

    Nennt man das nicht auch Pogrom, wenn der wie-auch-immer-Gegner alle Arten von Gewalt über sich ergehen lassen muss? Nennt man das nicht auch Faschismus, wenn eine solche Haltung gegenüber einer verfemten Gruppe von Regierungsseite, aller staatlichen Organe sowie der genehmen Presse her, verharmlost, gebilligt oder gar gefördert wird? Nennt man das nicht sogar Holokaust, also wörtlich „vollständige Verbrennung“, wenn die gesamte Bevölkerung ideologisiert gegen diesen Gegner aufgehetzt wird? Was kommt als nächstes? Internierung? Vernichtung? Ausschluss aus dem sozialen Leben ist einem Bekenner zu eben jener politischen Gruppe bereits sicher! Wer sind die Feinde des demokratischen Rechtsstaates?

    Diese Fragen richten sich jetzt mal explizit an die Damen und Herren der SPD, der Grünen, der Linken und teilen von CDU und FDP! Sie richten sich auch an die Damen und Herren der großen Verlagshäuser.

    Abgesehen von einigen nervigen Hinterbänklern in den Kreisen der AfD konnte ich auf Bundestagsdebatten ganz überwiegend sachliche Beiträge mit schwerwiegenden Kritikpunkten vernehmen, die unwürdig einer zivilisierten Debatte von der Gegenseite mit kindischem Gejohle kommentiert wurden. Wie schäme ich mich für diese Politikkultur! Ganz besonders im Hinblick auf eine unrühmliche Epoche der Deutschen Geschichte!

    Ich fordere Sachlichkeit, Korrektheit und Fairness.

  3. W. Lerche Antworten

    Dazu fallen mir die jetzt wieder aufgehängten Gesichter anlässlich der EU-Wahl ein.
    Niemand scheint sich bewusst zu sein, wer diese Leute eigentlich sind. Es sind genau die Leute, welche aus Brüssel die Verbotsspirale antreiben. Es wird verboten, limitiert, begrenzt was das Zeug hält. Genau diese Leute, deren Gesichter jetzt überall aufgehängt werden, sind das, die uns das Leben schwer machen.
    „Mehr Wohlstand “ ist zu lesen, dass ich nicht lache!

    Und weil es „demokratische Wahl“ heißt: Lieber Herr Kelle, der Sie doch jede Gelegenheit nutzen, um das Krim-Referendum als „nicht demokratischen Akt“ darzustellen, können Sie mir bitte mal 2 bis 3 Stichpunkte benennen, WAS wir zur Eurpa-Wahl zu für uns wirklich wichtigen Themen „wählen“ dürfen?

    Als parallele, von der Realität abgekoppelte Welt erscheinen mir alle die uns zu Wahlen (außer Kommunalwahlen) zur Wahl gestellten Themen zu sein.
    Nach der Wahl wird dann über unseren Kopf hinweg regiert mit Entscheidungen zu Themen, die nie zuvor zur Wahl standen.

  4. HB Antworten

    Fragen Sie einmal die Münchner Gastronomen, warum in München keine Lokalität die AfD für eine Abendveranstaltung nimmt, nehmen darf! Eine ehrliche Antwort werden Sie nur hinter vorgehaltener Hand erhalten. Am Verzehr liegt es nicht, auch nicht an den Gästen, das weiß ich ich bin einer (weiblich, ohne Gender).

    • Stefan Schmidt Antworten

      Abgesehen, dass ich dafür bin, dass ein Gastronom_//*-In“§% bestimmen darf wen er/sie/es/….. als Gast/Gästin/Gä… (ok genug) akzeptiert, verstößt das nicht gegen das Antidiskriminierungsgesetz?

      Aus Ihrem Kommentar liest sich heraus, dass Sie das eigentlich nicht machen würden, es aber wohl Druck gibt sich dieser Sache anzuschließen.
      Ein absolutes Unding, aber hauptsache die Gefahr ist rechts.

  5. gabriele bondzio Antworten

    Auf der Linklsradikalen Platform „indymedia2“ fühlt man sich auch an ein reaktionäres Netzwerk erinnert.
    „In der Nacht vom 17. auf den 18. April haben wir der Gaststätte Lounge Deluxe in der Elberfelder Straße mit Steinen, Farbe und Bitumen einen Besuch abgestattet. Sehr gefreut haben wir uns über die Nachricht, dass in der gleichen Nacht in Essen drei Autos der AFD abgefackelt wurden.“…schreibt man dort ganz öffentlich.
    „Zum dritten Mal in Folge plant die AfD am 1. Mai ein Fest in Pankow. … Lasst uns der AfD ihr Fest vermiesen!“
    Stegner und & haben hierzu noch nie etwas zu sagen gehabt.
    Legitime Gewalt sozusagen gegen Andersdenkende in einem demokratischen? Staat.

    • Stefan Schmidt Antworten

      Interessant, Linke stilisieren den 1.Mai doch gerne zu ihrem Feiertag, aber statt selbst eine Feier abzuhalten vermiesen diese genannten Linken lieber anderen ihr Fest.
      Der ganze Zirkus hier ist doch eine Farce (schreibt man das so?) sondergleichen.

      Aufwachen, Stefan, aufwachen, das ist alles nur ein übler Traum, Aufwachen!

  6. Stefan Schmidt Antworten

    Es gibt auch Leute die nerven grade weil sie Recht haben. Christus ist so einer.
    Aber das ist eher ein positives nerven.

    Es sind einfach immer wieder dieselben Personen mit immer wieder denselben NPC Antworten auf alles, man könnte es auch Populismus nennen, aber die billige Variante.
    Solche Sachen sind halt wie Belgien, da muss man einfach durch und gut ist.
    Immer wenn ich solche Leute reden höre ist Durchzug, komplett. Inhalt kommt ja sowieso nicht rüber.

      • Stefan Schmidt Antworten

        Oh man, jetzt wo ich’s nochmal lese fällt’s mir auf, das ist nicht gut ausgedrückt.

        „Polenz und Stegner in eine Linie mit Jesus Christus zu bringen“
        Das hatte ich zu keiner Zeit vor.

        In meinem ersten Absatz wollte ich mich lediglich auf Ihren ersten Satz beziehen. „Es gibt Leute, die einfach nur nerven.“ Da fiel mir, grade jetzt zur Osterzeit, Jesus ein, der mit seinen Forderungen, seiner Predigt auch oft aneckt und unbequem ist und eben manchmal schon nervt, insofern, dass er uns in unserer Bequemlichkeit herausfordert. Dass er das tut sehe ich aber insgesamt absolut positiv, ganz im Gegenteil zu dem was Stegner und Co. so verzapfen.

        Dieser Teil war in meinen Gedanken vollkommen getrennt von dem anderen Absatz, das habe ich leider versäumt richtig zu verschriftlichen.

        In meinem zweiten Absatz beziehe ich mich dann auf Stegner und Polenz oder andere.

        Danke, dass Sie mich mit Ihrem Kommentar auf meine schlechte Ausdrucksweise hingewiesen haben, ich hoffe ich konnte meine Gedanken jetzt besser formulieren.

  7. W. Lerche Antworten

    Mir fallen bei Herrn Stegner seine starken Sprechmuskeln auf. Jedesmal wünsche ich mir, er möge sie wenigstens einmal vernünftig einsetzen. Es gibt gewiss wenige Leute, die permanent einseitig Unsinn reden. Er schafft das. Ich frage mich, wer diesen Mann wählt? Oder gilt er mit seinen beruflichen Sprechmuskeln auf jeder Liste als gesetzt? Also, wer Herrn Stegner gut findet, der sollte SPD wählen.

    • HB Antworten

      Der Herr Stegner ist halt auch nie Minister geworden, das nagt! Und der Druck der Grünen auf Jamaika soll lt. einem Berliner Politiker auch nur deshalb so stark sein, weil in dieser Partei einige noch in den Startlöchern stehen, für die letztmögliche Chance auf einen Ministerposten, als da wären z.B. (vorsichtshalber mal mit evtl.) Hofreiter und KGE. „Zum Wohle des deutschen Volkes“

      • Wolfgang Heppelmann Antworten

        Lieber HB,

        Stegner ist kein Herr. er ist ein Dummschwätzer und schlecht Launeverbreiter. Herr ist jemand, der etwss zu sagen hat, der schwätzt nur.

        Man sagt ja, der Mensch ist, was er ißt. Ich sage: Der Mensch wird wie und was er Spricht. Seht euch sein Gesicht an und ihr seht darin, was er vorher geschwätzt hat. Deswegen reicht mir ein Blick in diese Fisage. von dem lasse ich mir den Tag nicht verschwatzen.

  8. S v B Antworten

    Leider scheinen böswillige, das ganze Land verunglimpfende, Unterstellungen (Fake News, Lügen) wie die des Herrn Stegner („wöchentlich würden in Deutschland Flüchtlingsheime angegriffen“) selbst einen so kompetenten und meist sehr ausgewogen schreibenden britischen Journalisten/Schriftsteller wie Tim Marshall überzeugt zu haben. Zumindest in der englischsprachigen Originalausgabe seines 2018 erschienenen Buches Divided, Why We’re Living in an Age of Walls (Titel der deutschen Ausgabe: Abschottung, Die neue Macht der Mauern) führt er explizit häufige gewalttätige Angriffe auf Flüchtlingsheime in Deutschland an. Darüber hinaus betreibt er ein geradezu befremdliches, billiges, ja fast uninformiert wirkendes, AfD-Bashing. Schade, da das Buch dieses Fachmannes für Geopolitik sehr empfehlenswert ist. Aber wenn selbst ein deutscher Spitzenpolitiker sich erdreistet, Fake News zum Nachteil unseres Landes zu verbreiten, könnte letztlich auch ein seriöser Journalist wie Marshall zu den gutgläubigen Opfern einer solchen Schmierkampagne gehören.

  9. W. Lerche Antworten

    Hin in eine Parallelwelt navigieren auffallend bisher gern gelesene Medien, wie z.B. Focus online, welcher in mehreren Schritten seine Kommentarfunktion eingeschränkt hat:
    1. Schritt: Im Focus-Mail zur Freischaltung wurden die Links zum eigenen Kommentar sowie zu Twitter entfernt. Somit wurde es müßig, nach Antworten auf den eigenen Kommentar zu schauen.
    2. Schritt: Je näher man auf der Seite den Kommentaren scrollte, desto weiter entfernten sich diese. Es wurde müßig und zum Geduldsspiel, die Kommentare zu erreichen.
    3. Schritt: Die Like-Funktion zu den Kommentaren ist entfernt worden. Seitdem mehren sich agitierende, meinungsbildende Beiträge mit Kommentatoren, die voll solche Berichte bestätigen. Das sieht alles sehr wie „bestellt so geliefert“ aus.
    Ich meine, den Focus-Online kann man nicht mehr lesen, ich jedenfalls nicht mehr. Deswegen habe ich mich dort abgemeldet und die Löschung aller meiner Daten gefordert, um mich anderswo zu informieren, wo noch Meinungsvielfalt praktiziert wird.

    Es scheint so, als ob unser gesamtes Land, so wie wir es kennen und lieben, sich in eine Parallelwelt verabschiedet.
    Was jetzt noch kommt, dass ist das Letzte, was wir brauchen: Verbote, Grenzwerte, Limits, Beitragserhöhungen, Leistungskürzungen, Steuererhöhungen, Verdummung, Gender, Meinungsdiktatur.

  10. GJ Antworten

    Herr Lerche, ich kann Ihre Ausführungen zu den Veränderungen bei Focus-online nur bestätigen. Total unübersichtlich geworden. Es soll uninteressant gemacht werden, die Kommentarfunktion zu nutzen. Irgendwie versinkt hier alles in einem unheilvollen Nebel.

    • W. Lerche Antworten

      Hier die Antwort von Focus-Online auf meine Forderung zur Löschung meiner Daten:
      :
      „Um unsere Server zu entlasten mussten wir die Bewertungsfunktion in den Kommentaren auf unserer Seite abschalten. Die Seite ist dadurch viel leistungsfähiger geworden, was schlussendlich auch für Sie als Leser von Vorteil ist. Darüber hinaus gab es in letzter Zeit immer öfter technische Probleme mit der Funktion bei einigen Nutzern. Diese waren nur mit erheblichem Aufwand zu lösen – auch deswegen haben wir uns dazu entschieden, die Funktion für alle einheitlich abzuschalten. 
Wir wollen Ihnen selbstverständlich weiter eine offene Diskussion und Plattform für Ihre Meinung ermöglichen. Unsere Nutzer sind uns wichtig und sollen gehört, aber nicht bewertet werden. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie weiter an den Diskussionen unter unseren Artikeln teilnehmen.
      Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
“

      • W. Lerche Antworten

        In Zeiten von Industrie 4.0, dem 5G-Netz und künstlicher Intelligenz ist die Server-Performance nicht lösbar?
        Ich glaube, bei Welt-online darf man noch kommentieren und bewerten.
        Viel von einst gibt’s nicht mehr.
        Was für ein Eingeständnis von Intoleranz und Meinungs-Un-Freiheit!!!
        Man stelle sich das mal vor, die haben Angst davor, dass deren Leser anderer Meinung sind und deren Interessen geleitete manipulative Beiträge in der Luft zerreißen. Armes Deutschland! Wo und wie kann ich besser am Fortschritt in diesem unserem Lande teilhaben?

        • S v B Antworten

          Der Leser soll, zumindest in den MS-Medien, mundtot gemacht werden. Den Reigen der Leser-Mundtot-Macher hat seinerzeit die Süddeutsche Zeitung eröffnet, deren Kommentarfunktion zu aktuellen Artikeln sehr plötzlich eingestellt wurde. Zack-bäng; eine mediale Hammer-Maßnahme, die von vielen, auch von mir, mit einer Protest-Mail quittiert wurde, die jedoch – zumindest in meinem Fall – unbeantwortet, wenn nicht gar ungelesen, blieb. Ach, wen wundert’s? Das, was noch vor ein paar Jahren als mediale Hammer-Maßnahme galt, scheint immer öfter zur traurigen Gewohnheit zu werden. Ja, auch der Focus, den ich vormals schätzte, hat nun offenbar damit begonnen, seinen Lesern jegliches Kommentieren madig zu machen, ja zu vergällen. Man darf sich also nicht wundern, wenn „alternative Netz-Medien“ immer mehr wache und kritische Leser an sich binden. Es dürfte absehbar sein, dass sich die „etablierten“ Online-Medien durch solche Maßnahmen über kurz oder lang ihr eigenes Grab schaufeln. Ich habe mich allerdings entschlossen, ihnen nicht nachzutrauern, wenn sie dereinst verschwunden sind. .

  11. HK Antworten

    Wenn Flüchtlingsheime angegriffen und in Brand gesetzt werden, gehört es sich, ohne jede Diskussion, daß gründlich, ordentlich und sorgfältig gegen die ( rechtsradikalen ? ) Täter ermittelt wird.
    Punkt.

    Wenn Wahlkampfhelfer, ihre Häuser, Autos oder sonstetwas angegriffen werden, gehört es sich, daß gründlich, ordentlich und sorgfältig ermittelt wird und die Täter nachhaltig ( ein schönes Wort in diesem Zusammenhang ) bestraft werden.
    Punkt.

    Und: es ist mir sch…egal, wo die Angriffe/ der Terror herkommen.

    Ich will GAR KEINEN TERROR, WEDER VON LINKS, VON RECHTS, VON OBEN, UNTEN, VORN ODER HINTEN.

    JEDER Terror gehört strengstens bestraft.

    Ich wünschte, daß das tatsächlich ALLE Politiker einmal sagen und danach handeln würden.

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