Zukunftsvision der Union ohne Migration, Sicherheit und Familie?

Der CDU-Politiker Friedrich Merz sagt voraus, dass der Union vor einer „vollständigen Neuausrichtung“ stehe. Das kann sein, und man muss auch kein Politikwissenschafter sein, um zu erkennen, dass der Kurs der Union in den vergangenen fünf bis zehn Jahren eine einzige Katastrophe war. Dieses Personal an der Spitze, dieses Vorbeireden an großen Teilen der Bevölkerung hat die Union in den Augen vieler ihrer einstigen Wähler unwählbar gemacht.

Und nun sagt Herr Merz, es komme bei der Neuausrichtung der Union für die Zukunft auf Antworten in folgenden Themenfeldern an: Soziale Sicherheit, Steuer- und Sozialstaat, Klimawandel und Deutschlands Rolle in der Welt.

Lieber Herr Merz, zweifellos müssen CDU und CSU zu all diesen Themen Ideen und Konzepte entwickeln, vor allen Dingen auch Antworten bereithaben. Aber so lange die Union ihre Zukunft ohne klare Aussagen zu Migration und Flüchtlingen, zur Inneren Sicherheit und zur Familie mit Kindern gestalten will, ist sie für Menschen wie mich nicht mehr wählbar.

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Dieser Artikel wurde 25 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Merz und der konservative Rest der Union können sich schon mal Gedanken machen, wie sie die abgewanderten Kapazitäten zurückrufen können, die da bei AfD, FW, LKR etc. gelandet sind. Ohne die wird es nichts mehr mit Volkspartei. Um das Profil wieder auf konservativ und liberal zu schärfen, müsste sie sich auch vom rot-grünen Flügel trennen. Die passen ohnehin besser in die entsprechenden Parteien. Es wäre wirklich anstrebenswert, wenn sich alle Parteien auf einer Kernaussage ihr Profil schärfen würden. Diese Einheitssauce macht ja orientierungslos.
    Im Übrigen bin ich für Koalitionsverbot und Haftung für Fehlentscheidungen und Rechtsbrüche.

  2. Querdenker Antworten

    Nach 16 Jahren Merkel merken wir, dass sich Berge von ungelösten Problemen aufgetürmt haben. Dabei gibt es die Themenfelder wie Klimawandel und Deutschlands Rolle in der Welt, die man offen ansprechen darf und weitere Themenfelder wie Migration, Flüchtlinge oder innere Sicherheit, die alle sehen, aber man besser nicht anspricht. Egal zu welcher Gruppe ein Thema gehört, das bearbeiten einzelner Themen ist für mich nur ein Herumdoktern an den Symptomen. Zu leicht wird die eigentliche Krankheit übersehen. Die gesamte Gesellschaft und besonders die heutige CDU, bedarf eines grundlegenden Neuanfangs. Alle müssen raus aus der einlullenden Komfortzone. Wenn ich auf die CDU blicke, sehe ich einen denkfaulen und bequem gewordenen Möchtegern-Musterschüler, dem die Wähler ein ganz schlechtes Zeugnis ausgestellt haben. In allen wichtigen Funktionen erkenne ich Personen, die schlicht unfähig sind, über den als absolute Wahrheit gesetzten heutigen Istzustand hinauszudenken. Die sogar alles dafür tun, diesen Zustand zu erhalten, und wenn dann eben überall nur geflickt, geklebt, abgestützt und herumgemurkst wird. Was sie dann mit „Konservativ“ verwechseln.

  3. H.K. Antworten

    „ Der CDU-Politiker Friedrich Merz sagt voraus, dass der Union vor einer „vollständigen Neuausrichtung“ stehe.“

    Da sieht man( frau auch ) mal wieder, wie weltoffen und gendergerecht der Kelle-Blog ist.
    ( Wo es doch normalerweise „DAS Union“ heißen müßte ).

    Im Übrigen kann ich allen Einschätzungen des „Herrn Präsidenten“ nur zustimmen.
    Als ich den „Merz-Letter“, der mich vergangenen Sonntag erreichte, las, dachte ich sofort an das Thema „Flüchtlinge und Migration“.

    Das scheint für nahezu alle in der Union ein brandheißes Eisen zu sein.

    Und wenn ich mir dann noch in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ die Berichte und das Video bei „Bild.tv“ über diesen netten, sympathsichen, sofort mein Herz erreichenden, leider, leider inzwischen abgeschobenen afghanischen Clan-Chef, der nun von seiner Heimat aus droht, „seine Afghanen“ in Frankfurt & Co. deutsche Polizisten ermorden zu lassen, ansehe, heute nur getoppt von dem abericht, daß unsere charmante, gazellengleiche Bundestagsvizepräsidentin von den Grün*/:/-/_/Innen 2017 versuchte, die Abschiebung dieses freundlichen Herrn zu verhindern, kann ich verstehen, daß selbst Friedrich Merz im Sauerland sich nicht traut, dieses Thema anzupacken.

    Aber, was soll‘s – was zählt schon meine eine Stimme …

    • H.K. Antworten

      Nachtrag:

      Das Video ist bei youtube zu finden unter

      „ Abgeschobener Afghane droht mit Morden: Todesangst um deutsche Polizisten“.

      Jeder, der noch nicht komplett aufgewacht ist, sollte sich DAS einmal ansehen …
      ( Alle anderen auch … ).

      Der Artikel über Claudia Roth‘s Versuch, die Abschiebung zu verhindern,
      ist – leider HINTER der Bezahlschranke – zu finden unter

      „Hetz-Afghane Sanger Ahmadi

      Claudia Roth wollte 2017 Abschiebung stoppen“.

      Die beiden vorausgegangenen Artikel sind leider nicht mehr zu finden – Zufall ?

      • Wolfgang Heppelmann Antworten

        Lieber H:K:,

        Zitat: – „ Abgeschobener Afghane droht mit Morden: Todesangst um deutsche Polizisten“.

        Da hätte ich einen Vorschlag: Mutti, die defakto ja bislang noch weitereregirt, sollte anordnen, daß alle Polizisten die Uniform ausziehen müssen, damit sie als solche nicht mehr zu erkennen sind. Schon wäre das Problem erledigt. Und wenn alle Deutschen Männer einen Vollbart trügen, wie schon jetzt in der Fernsehreklame, wären diese für Islamisten nicht mehr als weiße alte Männer mit entzwischen vergessenem christlichen Hintergrund auch nicht mehr zu erkennen. Schon garnicht, wenn diese ihren Arsch öffendlichkeitswirksam fünfmal am Tage in den Himmel gegen ALLLLLLLLah strecken würden. Dann gäbe es hier nichts mehr zu sprengen, und die gewalttätig – friedliebenden Islamisten würden ihrer Lieblingsbeschäftigung beraubt, frustriert woandershin weiterziehen. – Ein wunderfoller Gedanke für eine friedvolle Zukunft….

    • GJ Antworten

      Werter H.K., ich habe das Video mit dem abgeschobenem Verbrecher gesehen. Und die Aussage dazu, er könne/ dürfe ja wegen Einreisesperre nicht mehr hierher zurückkommen. Das erste was ich dachte war, daß solche Typen in den Evakuierungsfliegern gesessen haben könnten. Körperliche Durchsetzungskraft ist reichlich vorhanden bei ihm und seinen Kumpels. Dann war zu hören, er sei derzeit in der Türkei. War Frau Roth schon dort zwecks Besuch? Bei dem Thema sind die Hosen voll. Auf seiner und anderen Todeslisten möchte keiner stehen.

  4. Martin Ludwig Antworten

    Was Herr Merz sagt ist also, dass die Union und die AfD zusammenrücken und einen konservativen Gegenpol zur Links-Links-Öko-Gender-Gagapolitik bilden. Sollte die Union hingegen weiterhin auf ihren Standpunkt beharren, dass alles was die AfD tut und sagt schlecht ist, dann wird das nix mit der Neuausrichtung, weil die AfD nunmal alle Themenfelder von Mitte bis Rechts abdeckt und zwangsläufig überlagerungen bestehen würden.
    Schön auch die heutige Diskussion, dass eine Ampel wahrscheinlicher ist als eine Jamaikakoalition, weil jemand Gepsrächsthemen der Sondierung augeplaudert haben soll. Wie wahrscheinlich ist denn, dass der Informant in den Reihen der Union sitzt? Natürlich hat man aus den anderen Sondierungsgesprächen nichts gehört, weil die FDP tatsächlich vernünftig ist und schweigt und die Grünen und die SPD diese Koalition bevorzugen. Fakt ist aber doch auch, dass die Union alles zu verlieren hat, wie dumm wäre man, das für eine Schlagzeile auf’s Spiel zu setzen, die nur der Gegenseite dient. Das absolut glaubhafte Szenario muss also lauten, dass jemand der Union mit diesen Aussagen schaden wollte. Dieser Jemand sitzt höchst wahrscheinlich in den Reihen der Grünen, die bei Jamaika weit weniger Einfluss hätten. Alternativ kommt natürlich unser Bayerischer Ministerpräsident in Frage, da dieser dafür bekannt ist über Leichen zu gehen um an Ziel zu kommen. Laschet mit einem Zug Schachmatt gesetzt und sich bei der nächsten Wahl als einzige Kanzleroption anbieten…. trägt durchaus auch seine Handschrift.

  5. colorado 07 Antworten

    Das Andocken an gerade gängige Zeitgeistthemen ist keine Erneuerung und zu wenig, um überzeugend zu sein.

  6. colorado 07 Antworten

    Die CDU müsste sich erstmal wieder aus dem Komplott befreien, das sie mitgeschmiedet hat und das inhaltlich darin bestand, bestimmte wichtige Themen ( Migration…..) unerwähnt zu lassen.
    Spielt sie jetzt den „Bittsteller“, um ja an der Macht beteiligt zu werden, hat sie wieder eine Chance verschlafen und muss das üble Spiel weiter mitspielen.

  7. H.K. Antworten

    Nach der heutigen „Blutgrätsche“ des bayrischen Löwen hat diese Union nichts anderes verdient als die harten Oppositionsbänke.

  8. H.K. Antworten

    Zum Zustand unseres „Qualitätsjournalismus“ in diesem Land und dem Messen mit mindestens zweierlei Maas ( äääähemmm ) nimmt das heutige „Morningbriefing“ von Gabor Steingart interessant Stellung.

    Lesenswert.

  9. S v B Antworten

    Wie auch immer – die CDU hat fertig. So einfach ist das. Merkel sei Dank. Respekt, sie hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Vier Jahre Ampel, für die FDP unter Umständen das endgültige Aus (welcher Wähler wird wohl FDP gewählt haben, um sie als schwächliches Endlicht in einer Ampel-Koalition wiederzufinden? Die meisten haben mutmaßlich FDP gewählt, weil sie sich davon wenigsten einen etwas größeren Einfluss des Konservatismus im Regierungsgeschehen versprochen haben. In vielen Fällen passierte dies wahrscheinlich sogar aus mangelnder Courage, ohne Umschweife die AfD zu wählen (in meinem Bekanntenkreis fehlte etlichen diese Courage). Und jetzt überrascht eben diese FDP ihre Wähler mit der freudigen Überraschung, gemeinsame Sache mit Links-Grün zu machen. April, April! Zeugt von ziemlich viel Chuzpe dem Wähler gegenüber. Als FDP-Wähler würde ich mich dumm und dämlich ärgern, mich geradezu hinters Licht geführt, ja betrogen fühlen. Die FDP sollte also bei der Wahl, mit wem sie ins Bett steigt, diesmal besonders vorsichtig sein. Genauso vorsichtig wie 2017. Auf der anderen Seite hat diese CDU es nicht einmal verdient, in die Regierungsverantwortung gehoben zu werden. Vier Jahre auf der harten Oppositionsbank wäre für diese Partei eine angemessene Ahndung für ihre massiven Fehler. Gerade recht, um entweder wieder zur Vernunft zu kommen oder aber ganz in der Versenkung zu verschwinden. Wen es innerlich dazu drängt, schließt sich mit wehender Fahne endlich den Grünen an, Konservativere vermutlich der FDP, und die ganz mutigen Konservativen der AfD. Im Grunde sehe ich zumindest absolut keinen anderen Weg aus dem unsäglichen Parteien-Dilemma. Das sprichwörtliche Ende mit Schrecken wäre auch hier einem endlosen Schrecken vorzuziehen. Man kann’s schon jetzt nicht mehr mit ansehen…

    • H.K. Antworten

      Ich sehe einen positiven Punkt.

      EINEN.

      Die Mauerschützenpartei ist nicht mit von der Partie. Weder mit ihrer Floristin, der Blumenstraußwerferin, noch mit ihrer Altstalinistin oder ihrem „Gemeinnütziger-Arbeit-Zuführer“.

      • S v B Antworten

        Ein Trost, fürwahr – wenngleich ein schwacher… Darüber, dass Angela Merkel die CDU während ihrer 16 Jahre als Kanzlerin dermaßen rigoros und radikal entkernt hat, während sie ihre ganz eigenen Machtstrategien höchst unbeirrt und konsequent verfolgt hat, kann einem immer noch sprachlos machen. Dass dies so war, kristallisierte sich spätestens ab 2015 immer deutlicher heraus.

        Wirklich geschockt ob der erbärmlichen Verfassung dieses zerfetzten parteiähnlichen Gebildes, welches sich bis heute immer noch CDU nennt, kann deshalb nur der sein, der die vergangenen Jahre politisch im Tiefschlaf verbracht hat.

        Dass das alles nicht gut gehen konnte, war auch für die meisten hier im Blog (und auch in einer Reihe weiterer) deutlich abzusehen. Seltsamerweise war es immer wieder Herr Kelle, der selbst noch bis in die jüngste Zeit nicht wirklich an die drohende Implosion „seiner“ Partei glauben wollte und sich innerlich vielleicht sogar noch bis heute mit erstaunlichem Optimismus an den Gedanken einer inneren Erneuerung, einer Wiederauferstehung seiner CDU zu klammern scheint. Ich habe Herrn Kelle diesbezüglich nie verstanden. Und manch andere/r sicher auch nicht.

        Dass Grüne und FDP schon nach relativ kurzer Zeit auf Distanz zu einer Jamaica-Koalition zu gehen scheinen, muss man ganz einfach verstehen. Wer würde mit einem solch gärigen Haufen wie es die CDU – nun gleichsam verwaist, ohne ihre Graue Eminenz, ohne den beständigen, mehr oder weniger sanften Druck seitens „Mutti“ Merkel – offensichtlich ist, eine Koalition bilden wollen? Müsste doch davon ausgegangen werden, dass diese sich während der gesamten Legislatur auf ziemlich maroden Fundamenten befinden würde. In die ausreichende, vier Jahre überdauernde Stabilität einer solchen Koalition könnte man jedenfalls keine allzu großen Hoffnungen setzen. Und das noch zudem angesichts eines gigantischen Problemstaus, den es schleunigst aufzulösen gilt.

        Wie dem auch werden sollte – in spätestens vier Jahren werden wir alle schlauer sein. Mutmaßlich sogar sehr viel schlauer.

        • H.K. Antworten

          Nach dem befremdlichen Umgang der führenden Köpfe der Union miteinander fragt sich der interessierte Wähler unwillkürlich:

          Wenn die schon MITeinander SO umgehen, wie tun sie es erst mit Nicht-Unionsmitgliedern ?

          Die beiden Parteien sollten schleunigst das „C“ in ihrem Namen streichen.

          Es hat dort NICHTS mehr verloren.

          • S v B

            „Es hat dort NICHTS mehr verloren.“

            Schon lange nicht mehr. Regelrecht spaßig schien mir vor wenigen Jahren auch mal die Nachricht, dass es eine Untergruppierung von „Muslimen in der CDU“ gebe, die – damals – bereits aus mehreren hundert Mitgliedern bestand, wenn ich mich recht entsinne. Man fragt sich doch unwillkürlich, ob es in muslimisch geprägten Staaten vielleicht Vergleichbares geben könnte. So etwas wie „Christen in der Muslim-Brüderschaft“ Ägyptens beispielsweise. Na ja, oder so ähnlich jedenfalls. Unsere beiden ach so christlich orientierten Parteien haben schon einen ganz eigenen touch, nicht wahr?

          • H.K.

            Nun, wenn wir uns ehrlich machen, müssen wir in dem Zusammenhang auch fragen, ob unsere beiden großen christlichen Kirchen eigentlich christlich oder auch nur noch opportunistische „profit center“ sind.

            Wenn die Herren Bedford-Strom und Marx am Tempelberg ihre Kreuze ablegen, an bzw. über ihren Kirchen die Regenbogenflaggen wehen lassen, Hunderttausende von € aus Kirchensteuergeldern ( ja, ja, nicht „Kirchensteugelder“, sondern „aus Bischöflichen Stuhl“ – aber woher kommt DAS Geld ? ) für sogenannte „Seenotrettung“ ausgeben, „Flüchtlingsunterkünfte“ ( selbstverständlich zum Selbstkostenpreis ) betreiben, gleichzeitig zusehen, wie Arme und Bettler neben der Kirche schlafen, für blitzversehrte Kirchentürme gespendete Gelder dann für „Flüchtlinge“ verwenden wollen, verkünden, „Christen haben in oder bei der AfD nichts verloren“, aber zu hunderttausendfachem Mord an ungeborenen Kindern und zu ebenso zahlreichen Mißbrauchsfällen donnernd von der Kanzel schweigen, so kann zumindest ich mich nur wundern.

            Das gesamte Staats- und Gesellschaftsgebälk in diesem Land hängt schief und ächzt aus dem letzten Loch.

            „Christliches Abendland“ kurz vor dem ( Sonnen- ? ) Untergang …

  10. H.K. Antworten

    Sehr interessanter Artikel im heutigen „Morningbriefing“ von Gabir Steingart über die Orientierungslosigkeit der CDU.

    „ Was ist konservativ? | Sascha Lobo über Facebook | War Beethoven schwarz?“

    Okay, der „Herr“ mit der vorpubertären fortschrittlichen Gockelfrisur ist da nicht gemeint, wesentlich der Leitartikel über die CDU.

    • H.K. Antworten

      uups

      Der Herausgeber heißt GabOr Steingart …

      ( Immer wieder dieser dicke Daumen auf der iphone Tastatur – oder war‘s der Ellenbogen ? …)

  11. S v B Antworten

    Lasst jetzt nur mal die FDP mit Grünen und SPD ran. Heute Morgen auf Bayern 24 wurden die supertollen politischen Zukunftspläne von Grünen und NFDP (die Neue FDP, die sich inzwischen offenbar ein gutes Stück von der alten entfernt hat) vorgestellt. Besonders weit scheinen diese von einander nicht mehr entfernt zu sein. Erstaunlich, was sich die „Jungen“, bzw. was man sich für die Jungen im Lande, so alles einfallen lässt. Zum Beispiel stößt die Herabsetzung des generellen Wahlalters auf 16 offenbar bei beiden Zünglein an der Wage-Parteien auf Wohlwollen. Ei, wer hätte das noch vor einiger Zeit von der eher bürgerlich-biederen FDP gedacht? Vor allem die Bemerkung einer Expertin zum Thema fand ich ziemlich tollkühn, ja nachgerade unverschämt. War diese Dame (weiß leider nicht mehr, ob sie die Grünen oder die NFDP vertrat) doch der Meinung, dass es die Alten wären, die alles „verbockt“ (sic) hätten. Dass Letztere jedoch meist einen eher bescheidenen, teils sogar sehr bescheidenen, Lebensstil großteils weit bis in ihr Erwachsenenalter gepflegt haben, während die jungen Leute unserer Zeit allgemein in entschieden komfortableren Verhältnissen leben. Ein Abgleich der Klima-Bilanz zwischen jungen Menschen in früherer Zeit und denen von heute würde fraglos zugunsten der damaligen ausfallen. Was man sich heute oft schon erstaunlich früh nicht alles vergönnt. Ein allzu gerne als Sabbatical bezeichneter längerer Aufenthalt in Australien beispielsweise, gleich im Anschluss ans Abitur, häufiges Internet- und Analog-Shoppen bei Zalando, Amazon und Co., Kosmetikartikel aller Nuancen, ein eigenes kleines Auto gar, top aktuelle Sportartikel, ein Abo im Fitness-Center vielleicht, selbstredend eine möglichst neue Version eines Smartphones, Diskobesuche, Flugurlaube, diverse Gadgets, mit oder ohne Elektroantrieb, ein eigenes Zimmer oder Appartement gar – um nur einige der zahllosen „little luxuries“ zu nennen, von denen die Alten in ihrer Jugend nicht einmal hätten träumen können. Den Jungen heute gelten sie hingegen mehr oder weniger als Selbstverständlichkeiten.

    Schon seit einigen Jahren fällt auf, dass man die jungen Leute quasi systematisch gegen die Älteren in Stellung zu bringen versucht, sie fast schon gegen die Alten aufzuhetzen versucht. Parolen wie „Ihr macht uns unsere Zukunft kaputt“ oder die berüchtigte Oma, welche sich als alte Umweltsau beschimpfen lassen musste, das alles kann und wird sich ganz gewiss nicht Frieden stiftend auf das Verhältnis zwischen Jung und Alt in diesem Lande auswirken. Auch entlang der Alterslinie bemühen sich offenbar irgendwelche Kräfte, eine weitere Spaltung der Bevölkerung herbeizuführen. Geradezu diabolisch. Aus anderen Ländern ist mir Vergleichbares übrigens nicht bekannt. Mir bereitet dies Sorgen.

    • H.K. Antworten

      Interessant in diesem Zusammenhang finde ich, daß angesichts dieses welterschütternden Ereignisses, des Ausfalls von Facebook für ein paar Stunden, zumindest hier und da, u.a. in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“, festgestellt wird, daß diese sogenannten „social media“ das Land bzw. die Gesellschaft spalten, da ihr wesentliches „Geschäftsmodell“ der Hass bzw. die Wut ist.

      Friede, Freude, Eierkuchen würden Mr Zuckerberg & Co kaum Milliarden ins Portemonnaie spülen.

      Schön, daß auch „die Katzenberger“ nach Hasskommentaren zumindest teilweise diese Meinung zu teilen scheint.

      • S v B Antworten

        Stimmt, Harmonie wird, wenn sie denn allzu lange anhält, von manchen als gähnend langweilig empfunden. Seelenfrieden, ein eigentlich überaus kostbares Gut, scheint längst nicht mehr erstrebenswert. Die digitalisierte Menschheit ist inzwischen global auf Krawall gebürstet. Und dies hauptsächlich wohl verursacht durch social media wie die von Zuckerberg und Co. Mit Wutreden und Verletzungen aller Arten lassen sich erwiesenermaßen Milliarden „machen“. Sicher eine der eigenartigsten, wenn nicht gar DIE eigenartigste Kapitalanlage der Welt. Ein Wert im gegenständlichen Sinne ist weit und breit nicht auszumachen. Der Gegenwert der Milliarden besteht im Grunde aus nicht mehr als – Luft. Und natürlich aus einem wahrhaft gigantischen Wissen über alle, die dieses Sch…-Spiel Tag für Tag so bereitwillig mit- und damit einige wenige Leute stinkreich machen. Wer’s mag, wer’s braucht.

  12. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Die schlimmste Kankheit, die ein Volk befallen kann, ist nicht Corona, sondern der allgemeine Wohlstand. Der macht denkfaul, Leistungsunwillig und führt am Ende zur persöhnlichen Einsamkeit. Schließlich braucht man den anderen nicht mehr zu seinem Glück, man hat ja schon alles. Wozu braucht man da noch Nächstenliebe, Mitgefühl, Echte Freundschaft, wenn man durch eine kleine Spende oder anderen Ablaß Absolution haben kann.

    Als ich Jung war, wurde nichts verschwendet. Das Wort „Entsorgen“ gabes nicht. Wir hatten nichts fortzuwerfen, also lag auch kein Wohlstandsmüll auf den Straßen. Man dachte für andere mit, und die anderen taten es auch. Beim Verlassen eines Raumes wurde selbstverständlich das Licht gelöcht. Wir liehen uns am Monatsende einander Brot, Zucher oder Magarine, wenn es zu guter Butter nicht reichte usw. Das war wirklich „Nachhaltiges“ Wirtschaften. In meiner Straße gab es 1957 ein einziges Privatauto.

    Was „Unsere“ jungen Leute, auch bereits ältere, Kinder im Geiste gleichsam, heute anstreben, sind genau diese Verhältnisse. Und daß sie in ihrer vollkommenen Verantwortungslosigkeit genau diese Verhältnisse wiederherstellen, werden sie erst merken, wenn sie sich vor dem Monatsende vom Nachbarn etwas Brot leihen müssen, oder Zucker, – na Sie wissen schon.

    Dekadenz ist der Agregatzustand, aus dem mit großem Aufwand und ebensolchen Opfern ein Volk wieder genesen kann. Wenn nichts meh da ist, wird man sparsam. Vom Aufbruch einer Gesellschaft aus Krieg oder Katastrophe bis zur völligen Dekadenz brauch es heute kaum mehr als drei bis vier Generationne. Das ist das Gegenteil von „nachhaltig.- Es ist eine gigantische Verschwendung von Energie, Kraft und Ressourcen. Die Oma im Hühnerstall war daran NICHT beteligt.

    Friedrich Merz ist meiner Meinung nach vollkommen ungeeignet für ein Regierungsamt, weil er ein klassischer Vertreter des gesellschaftlichen Herbstes ist, der nicht das Vorankommen der Gesellschaft im Auge hat, sondern sein persöhnliches fortkommen. Ein beleidigter Natziss, der sich durch „Mutti“ zurückgesetzt und beleidigt fühlt. Genau deswegen hat er nochimmer nicht begriffen, was die Grundlegenden Probleme dieser ausgelaugten Gesellschaft sind. – Also kein Hoffnungsträger, sondern bereits Vergangenheit!

  13. H.K. Antworten

    Die ersten Köpfe rollen ( freiwillig ? selbstlos ? ) von AKK und der „1. pinkigen Krawatte“ dieses Landes.

    Popcorn holen und schauen, wie es da weitergeht.

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