Sie haben Sie! Großer Fahndungserfolg der Hamburger Polizei

Den Strafverfolgungsbehören in Deutschland ist heute ein schwerer Schlag gelungen. Eine Polizeistreife wurde gegen Mittag auf der Langenhorner Chaussee in Hamburg auf eine alte Frau aufmerksam, die dort zu Fuß unterwegs war. Bei der Personenkontrolle stellte sich heraus, dass es sich um die 96-jährige Irmgard F. handelte, die seit dem Vormittag mit Haftbefahl gesucht wurde.

Irmgard F. war Stenotypistin in der Kommandantur im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen vor. Zwischen Juni 1943 und April 1945 habe sie den Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von Gefangenen Hilfe geleistet, steht in der Anklageschrift.

Heute wurde bekannt, dass die 96-Jährige wenige Tage vor dem geplanten Prozessbeginn einem Brief an das Gericht geschrieben und mitgetielt hatte, sie wolle nicht zum Prozess kommen. Das hätte nicht für einen Haftbefehl gereicht, aber als die alte Frau heute morgen irgendwann zwischen sechs und sieben Uhr ihre Wohnung verließ und mit einem Taxi nach Hamburg-Ochsenzeoll aufbrach statt ins Gericht zu kommen, wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Nun entscheidet ein Haftrichter noch am Abend, ob sie Gnade zu erwarten hat oder in einer Zelle muss.

Die Nazi-Barbarei und der Holocaust sind unentschuldbar, darüber müssen wir hier nicht reden. Es macht mich heute noch wütend zu sehen, wie der Antisemitismus nach Deutschland zurückkehrt – von den zahlreichen Gästen der Bundeskanzlerin aus dem islamischen Kulturkreis ebenso wie in den widerwärtigen braunen Kameradschaften, die sich in abgedunkelten Räumen mit NS-Devotionalien treffen und auf ein Wiederaufleben ihres menschenverachtenden Rassenwahns hoffen.

Aber mir geht es um das Rechtssystem an sich und die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen. Man sperrt Menschen ein, wenn sie eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen oder um sie zu bestrafen, damit sie zur Einsicht ihres Irrweges gelangen. Aber wie wahrscheinlich ist das bei einer 96-Jährigen? Oder wenn Sie an Ursula Haverbeck denken, 92 Jahre und unbeirrbar in ihrem Nazi-Wahn und der Leugnung des Holocaust. Auch die sperrt man immer wieder mal ins Gefängnis ein. Aber warum? Fürchtet man, dass sie „Allahu Akbar“-Mäßig mit einem Säbel durch die Fußgängerzone wütet?

Ich bin nicht der Meinung wie die „Schuldkult“-Typen, denen dieses lästige Erinnern an die Nazizeit und die Judenverichtung lästig sind, weil sie doch gern wieder Herrenmenschen sein würden. Sie ekeln mich an. Aber wird ein Prozess gegen eine 96-jährige ehemalige Nazi-Schreibkraft dem Rechtsstaat nach Jahrzehnten noch gerecht?

 

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Dieser Artikel wurde 26 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Weil die alte Dame, die inzwischen Pflegefall ist, zu Beginn ihrer „verbrecherischen Tätigkeit“ 17 oder 18 war, die Volljährigkeit m.W. damals jedoch bei 21 lag, wird sie nun vor einer Jugendstrafkammer angeklagt.

    Ich gehe davon aus, daß zu ihrem „Schutz als Jugendliche“ keine Kameras, keine Journalisten und keine Zuschauer anwesend sein dürfen.

    Und bei 11.000-facher Beteiligung an Morden versteht sich von selbst, daß diese „Nazi-Massenmörderin“ lebenslang in den Knast muß, mit anschließender „Sicherheitsverwahrung“.

    Aber in diesem Land könnte es selbstverständlich auch sein, daß die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird und sie zu Sozialstunden, z.B. in einem Pflege- oder Altenheim, verdonnert wird.

    SO sieht „das beste Deutschland, das wir jemals hatten“ aus.

    DAS ist Gerechtigkeit „in dem Land, in dem wir gut und gerne leben“.

    Hurra ! Hurra ! Hurra !

    Und anschließend können wir endlich alle wieder gut schlafen.

  2. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Man sollte die Privatpost der alten Frau kontrollieren. Die hat bestimmt schon mehrfah in ihrem Leben die Buchstaben a,f,oder d geschrieben. Da kann bestimmt ein Zusammenhang hergestellt werden.

    Ich bin neugierig, was einmal an Schuld und Verrat zutage kommen könnte, wenn es zur Abrechnung mit unserer Zeit käme. Das in Berlin Politkriminelle am Ruder stehen, ist nie deutlicher geworden, als bei der letzten Wahl. Sei’s drum: Der deutsche Kopf ist nunmal Berlin, und der stinkt am meisten, wie schon am Ende der 20-er Jahre- ‚mal abgesehen von München. Aber da stinkt es fast genauso. Je doller sie es dort treiben, je schneller kommt auch das Ende. Hoffendlich nicht wieder blutig.

  3. Alexander Droste Antworten

    Wem nützt das eigentlich noch, ein, zwei oder drei uralte Menschen „lebenslang“ in ein Gefängnis zu stecken wegen Verbrechen, zu deren Tatzeit sie noch unreife Jugendliche waren und deren rezente Opfer nun auch bereits verstorben sind bis auf ein paar ganz wenige? Ganz ganz große Mittäter haben nach dem Krieg munter Regiert und Gericht gehalten. Wer kräht eigentlich da nach?

    Wer kräht eigentlich danach, dass sich jetzt zugewanderte „Fachkräfte“ für die heimlichen Drahtzieher die Hände schmutzig machen für die „Endlösung“? Ach ja, ich vergaß: Natürlich! Die Rassisten, die Antisemiten, die Nazis, die allerböseste Partei AfD (natürlich kann das nur ohne Gendersternchen korrekt sein, wegen dem Tätergeschlecht). Die stört sich daran.

    • Alexander Droste Antworten

      Was mir noch einfällt zu „Holocaustleugnern“. Auch wenn es in der aktuellen Rechtssprechung ein Verbrechen ist, den Holocaust zu leugnen, so ist es eigentlich mehr ein Zeugnis von Dummheit denn eine Boshaftigkeit. Die Bestrafung dieser Dummheit macht das Verbrechen von vor 80 Jahren nicht ungeschehen. So sagte der recht klug argumentierende Neubürger Feroz Khan. Dieser darf als nichtdeutscher Neudeutscher so reden, man kann ihn nicht zum Nazi erklären. Er plädiert für die Abschaffung dieses Paragraphen.
      Zu Ursula Hafergebäck weiß ich zu berichten, dass sie den Holocaust gar nicht leugnet, gar verurteilt, jedoch Details zu den Zahlen in der Geschichtsschreibung anzweifelt. Selbst für den leisesten Verdacht, man könnte an der Geschichtsschreibung zweifeln, mach jemanden zum Nazi, Mittäter, Verbrecher. Ich finde es nicht gerecht und sogar mir bekannte Juden finden es übertrieben.
      Es bleibt dabei noch eine Frage offen, die auch unter Strafe steht. Wieso alle Deutschen und wieso Alleintäter? Wenn man da ein bisschen im Dreck wühlt, der ja schon ziemlich hart getrocknet ist, sollte dieses Narrativ einmal überprüft werden. Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand war das Regime des Dritten Reiches nützlicher Idiot für andere, die nicht in Deutschland waren. Am Ende kann man sagen, ohne das Naziregime in Schutz zu nehmen: Die Deutschen waren genauso Opfer – und sind seit es 1914 bis heute.

      Ich verweise dabei gerne auf den amerikanischen Professor William Toel.

      • Alexander Droste Antworten

        Zu Ursula Hafergebäck weiß ich zu berichten, dass sie den Holocaust gar nicht leugnet, gar verurteilt, …

        sollte heißen: … , ihn gar verurteilt, …

        Ich habe die Angelegenheit eine weile lang verfolgt. Für viele genügt, dass sie für irgendwas verurteilt wurde. Wir wissen doch, wie politische Urteile zustande kommen!

      • S v B Antworten

        Gott bewahre uns vor einer Technik, die es z. B. mittels einer implantierten Sonde, eines Chips oder was immer ermöglicht, die Gedankenwelt eines Individuums sehr präzise auszuforschen. Selbst erleben werde ich den Durchbruch dieser gleichsam faszinierenden wie mega-diabolischen technischen Errungenschaft findiger Geister wahrscheinlich nicht mehr. Dem Himmel sei Dank.

        Ich tu mich ohnehin etwas schwer mit der Vorstellung, dass eines vielleicht gar nicht so fernen Tages selbst ein gedachter Gedanke justiziabel sein könnte. Ebenso damit, dass ein einziges ausgesprochenes Wort schon als Verbrechen gilt. Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, dass Lügen – soweit mir bekannt – nicht strafbar ist (bis auf den Meineid). Aber, so vieles was nicht ist, kann irgendwann ja noch werden. Die technischen Möglichkeiten im Verein mit dem Wandel von Anschauung und Moral werden den Weg weisen.

  4. Ruth Antworten

    Dieser Prozess – was kostet er? Wer verdient alles an dieser Posse?

    Die Angeklagte war zum Zeitpunkt ihrer schlimmen Tat, ja sie war mit 18 vielleicht noch nicht mal fertig mit ihrer Ausbildung, sie hat stenographiert, getippt – war damals selbst noch minderjährig.

    Welche Gefahr ging von dieser Frau die letzten 78 !!! Jahre aus? Hat sie jemanden ermordet, betrogen, vergewaltigt?

    Warum ein Prozess jetzt? 78 Jahre nach der schlimmen Tat, dass die Briefe getippt hat?

    Gleichzeitig werden junge Männer die mit Messern herumfuchteln, rauben, Massenschlägereien anzetteln, nach Feststellung ihrer Personalien, die sie sich selbst zusamemnphantasiert haben, wieder frei gelassen, damit sie weiter machen können. Jeder Mord ist natürlich durch die Ausrede psychisch gestörter Einzeltäter entschuldigt.

    Es ist lächerlich….

    Der Brüller heute im Focus, es gibt in hanau jetzt „Vielfalt-Parkplätze“ … kein Scherz.

    • S v B Antworten

      Alles völlig richtig kommentiert, liebe Ruth. Aaaber – Maschinenschreiben ist eben ein Tatbestand, der nie verjährt. Und, so ein junges, dummes Ding muss man irgendwann doch mal Mores lehren. Auch mit einiger Verspätung kann man ihm ganz sicher noch eine Lektion fürs Leben erteilen. Welch‘ irrwitziges Exempel soll hier eigentlich statuiert werden? Deutschland verkommt allmählich zum Narrenschiff.

  5. Jörg Schmitz Antworten

    Mich würde mal die (politische) Vita des maßgeblichen Staatsanwaltes interessieren, der das verfolgt – nur so…

  6. H.K. Antworten

    Die moralische Erhebung der Gutmenschen qua „Siegermentalität“ …

    Ich gehe davon aus, daß diese „Bedrohung der Freiheitlichen Grundordnung“ nach ihrer Festnahme mit Handschellen und Fußfesseln abgeführt und in einen Streifenwagen verfrachtet wurde, um dann unverzüglich in eine Einzelzelle mit „Rollstuhl-Hoffahrt“ verbracht zu werden.

    Bei Wasser und Brot, versteht sich.

    Der Rääächtsstaat kann stolz auf sich sein !

  7. Zorn Dieter Antworten

    Leider, leider versteht hier niemand den Hintersinn der Geschichte: Hier tobt sich der Links-Grüne Hypermoralismus aus, der in der ehemaligen Hansesstadt Hamburg herrscht. Es ist in kurzem Abstand der zweite Prozess dieser Art. Damit signalisieren sie ihren Anhängern, was sie doch für tolle Typen sind: Moralisch hochstehend und jeder Wiederholungsgefahr trotzend. Und die Medien und die Justiz spielen mit. Einfach ekelhaft.

  8. H.K. Antworten

    „U-Haft in Lübeck nach Flucht vor Prozess

    Das neue Zuhause der KZ-Sekretärin ( 96 )“

    Unter diesem Titel berichtet heute die „Zeitung mit den vier Buchstaben“-HINTER der Bezahlschranke.

    Daher gebe ich hier einmal einen Großteil des Artikels wieder.
    Ich hoffe, „mit Erlaubnis des Herrn Präsidenten“.

    „Lübeck – Ihr Zimmer ist 11,86 Quadratmeter groß, das WC 3,39, die Dusche 3,06. Das neue Zuhause von KZ-Sekretärin Irmgard Furchner (96) in der JVA Lübeck.
    Mindestens bis zum 19. Oktober bleibt sie dort, dem nächsten Prozesstag. Furchner ist wegen Beihilfe zum Mord in 11 387 Fällen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, als Schreibkraft im Konzentrationslager Stutthof (Polen) zwischen 1943 und 1945 bei der Tötung von Inhaftierten geholfen zu haben.

    Nach einer Nacht in der Jugendanstalt Schleswig wurde die 96-Jährige nach Lübeck verlegt. JVA-Vizechef Jens Franke (56) zu BILD: „Aufgrund ihres Alters und ihrer Pflegebedürftigkeit wurde entschieden, dass sie bei uns besser aufgehoben ist.“
    Furchner ist in der medizinischen Abteilung untergebracht – Corona-Quarantäne. Eine Stunde am Tag darf sie draußen alleine verbringen. Nach der Quarantäne kommt sie in eine Einzelzelle. Nach jedem Prozesstag, 26 Termine sind angesagt, wird neu entschieden, ob die Angeklagte in Haft bleibt.

    Ihr Tag hinter Gittern ist klar strukturiert. 7.30 Uhr Frühstück, 11.30 Uhr Mittagessen, Abendbrot spätestens um 19 Uhr. Heute gibt es Pichelsteiner Eintopf mit Kohlwurst.
    „Telefonieren kann sie nicht“, weiß der renommierte Strafverteidiger Frank-Eckhard Brand (57). „Besuch ist nur erlaubt, wenn das Gericht dem zustimmt.“
    Furchners Flucht hatte bei den 25 Nebenklägern für Entsetzen gesorgt. „Eine unglaubliche zynische Verachtung des Rechtsstaates und der Opfer“, sagt Christoph Heubner (72), Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitee. „Sie war im SS-Dunstkreis. Und dieses Verhalten spielt die Grundhaltung wieder. Verachtung, Hohn und Häme für die Opfer“.

    Efraim Zuroff (73) von „Wiesenthal Center“ unterstrich unterdessen die Wichtigkeit des Prozesses. Gegenüber BILD sagte der Historiker: „Der Prozess gegen Irmgard Furchner ist eine wichtige Erinnerung daran, dass die Verbrechen der Nazis nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen begangen wurden, die in Konzentrationslagern und sogar in den Einsatzgruppen dienten.“

    Seit ich weiß, daß diese „Massenmörderin“ nicht mehr in ihrem Pflegeheim, sondern im Knast sitzt und von ihr keine akute Gefahr mehr ausgeht, kann ich sicher wieder beruhigt schlafen …

    • S v B Antworten

      Die ganze Sache dient wohl irgendeinem Selbstzweck. Ich bin nur noch nicht recht dahinter gekommen, welchem. Finstere Rachegelüste? Ein Pro-Forma-, ein Alibi-Prozess in Ermangelung der wahrhaft Schuldigen? Es wäre enorm aufschlussreich, die – aufrichtige, da unbeeinflusste – Einschätzung langjährig erfahrener Psychologen gerade zu diesem Fall zu hören. – Als ich im Auf Bayern 24 erstmalig die Meldung vernahm, wurde mir für einen kurzen Moment regelrecht übel. Ein solches Vorgehen hätte ich mir bis dato weit eher in „manch anderer Art von Staatswesen“ vorstellen können als ausgerechnet hierzulande. Wie man sich doch täuschen kann.

  9. Juvenal Antworten

    Einfach nur noch wiederwärtig was da geschieht. Ohne Worte – ein 96jährige einsperren. Da fehlen mir echt die Worte.

  10. GJ Antworten

    Hat die Angeklagte die falschen Buchstaben getippt oder die Schreibmaschine in Tötungsabsicht geworfen? Warum braucht es 70 Jahre für solche Ermittlungen? Und dann eine 96,jährige inhaftierte mit Pflegestufe. Wieviel Pflegekräfte gibt es in Santa Fu? Oder muß da erst eine Ü-90-Station aufgebaut werden? Irgendwie alles ziemlich schräg.

  11. GJ Antworten

    Im Übrigen hat HH sowieso zu wenig Haftplätze. Es gibt deutlich mehr Haftbeschlüsse als Plätze

  12. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Hier ein wichtiger Hinweis für die demokratischen Verbrechensverfolger: Haben Sie schon Haftbefehle für die Hersteller der Mauersteine oder die Hersteller von Stacheldrat für Zäune, oder die Waldarbeiter, die rein zufällig die Bäume geschlagen hatten, aus welchen die Bretter für Baracken gesägt wurden? Da läßt sich noch einiges herausfinden, womit dann bewiesen werden kann, daß auf jeden Fall die Schuld an den Verbrechen im dritten Reich nicht von Eizeltätern mit persöhnlicher Verantwortlichkeit, sondern von allen Anwesenden Deutschen gemeinsam begangen wuden. Das bringt mich auf die Idee, daß „Corona“ der erste Versuch war, alle Deutschen kollektiv einzusperren. – Hat gut funktioniert. Viele baten seither, uns alle noch härter zu bestrafen und einzusperren: Wegen der Kollektivvschuld. Alles Deutsche taugt ohnehin zu nichts Gutem, darum wird es ohnehin abgewickelt, rette sich wer kann!

  13. H.K. Antworten

    Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ jubelt heute

    „KZ-Wachmann mit 100 endlich vor Gericht“.

    „ Die Zeit für Gerechtigkeit ist gekommen. Aber es hat lange gedauert. Sehr, sehr lange.
    Siegmund Freund ist 101 Jahre alt. Er, der deutsche Jude aus Remscheid, hat die Hölle im KZ Sachsenhausen überlebt. Für die Gräueltaten dort muss sich ab Donnerstag in Brandenburg an der Havel ein früherer Wachmann vor Gericht verantworten.“

    Grausam, was dieser Mann von seiner Zeit im KZ berichtet.

    Und nun haben sie einen 100-jährigen ehemaligen Wächter ermittelt, der kommt nun vor Gericht.

    „Verhandlungsfähig“ – und daher muß er pro Sitzungstag 2 Stunden vor den Richter.

    Da steht ein 100-Jähriger als Angeklagter vor Gericht und ein 101-Jähriger sagt als Zeuge aus.

    Was will man dazu sagen ?!

  14. GJ Antworten

    Nur Mal ins Verhältnis gesetzt. Die 96-jährige war da mal ein minderjähriger Azubi, deren Tätigkeit das Erlernen und Ausführen von Steno und Schreibmaschine war. Der damalige KFZ-Kommandant P. W. Hoppe war nach Kriegsende zunächst über die Rattenlinie geflohen, wurde 1956 zu 9 Jahren (in Worten: Neun) Zuchthaus verurteilt, welches er bereits 1960 wegen guter Führung verließ und bis zu seinem Tod noch 14 Jahre unauffällig und
    unbehelligt lebte. Die 96- Jährige war jüngst auch „geflohen“, über ein Taxi aus dem Pflegeheim zum Spaziergang in Hamburg, das muß die Rattenlinie 2021 sein. Ich hoffe sehr, der Taxifahrer sitzt wegen Beihilfe zur Flucht in einem besonders schweren Fall internationaler Tragweite in U-Haft in Stadelheim und der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

  15. H.K. Antworten

    Dieses Land muß schließlich der ganzen Welt zeigen, wie „gut“ es doch inzwischen ist …

    Und dazu holen wir dann hunderttausende Antisemiten ins Land – und wenn die das tun, wozu sie erzogen wurden, sind wir tatsächlich „entsetzt“ und „entrüstet“ – angesichts dieser „Einzelfälle“.

    Und Herr Schuster bekommt zur Beruhigung sein Bundesverdienstkreuz ( Made in China ) …

    • Wolfgang Heppelmann Antworten

      Lieber H.K,

      Zitat: … Und dazu holen wir dann hunderttausende Antisemiten ins Land…

      Die Gewalt, Haß und Hetze gegen Juden, ist IMMER Gewalt von rechts. Damit haben wir die Verantwortlichen schon ermittelt. Sie wissen schon: Die AFD – Faschisten haben die friedliebenden und auf Ausgleich sinnenden jungen Mohammedaner angestiftet. Deswegen erscheint islamistische Gewalt in der Polizeistatistik regelmäßig als Gewalt – na von wem? eben als solche von reeeeeeeeeeechts. Alles Klar?

      • H.K. Antworten

        Lieber Herr Heppelmann,

        wenn in den Medien über Verbrechen berichtet wird, möchte ich lesen oder hören, wer der oder die Täter sind und woher sie kommen.

        Wenn der ider due Täter „Biodeutsche“ sind, möchte ich das genauso erfahren, wie wenn sie aus Ubunda-Ubundi kommen.

        Das gehört für mich zu redlichem, informativem Journalismus dazu.

        Wenn „Biodeutsche“ vor 80 Jahren Greueltaten begangen haben, so darf das selbstverständlich nicht verschwiegen, vertuscht oder unter den Tisch gekehrt werden.

        Und wenn heute Antisemitismus, Gewaltverbrechen wie Messerstechereien, Vergewaltigungen und Morde von wem auch immer verübt werden, so erwarte ich von „ordentlichen“ Journalisten, daß darüber detailliert berichtet wird.

        Leider gibt es offenkundig nicht ( mehr ? ) besonders viele von dieser Sorte.

        Ich möchte INFORMATIONEN von den Medien, keine INDOKTRINATION …

        Ich möchte, daß das, was vor 80 Jahren passierte, genausowenig vergessen wird, wie das, was u.a. seit 2015 in diesem Land geschieht.

        Und ich möchte keine Hetzjagden auf 96- und 100-Jährige in diesem „besten Deutschland, das wir jemals hatten“.

        • Wolfgang Heppelmann Antworten

          Lieber H.K.,

          Sie haben in allem Recht. ich sehe das genauso. Meine Anmerkung war rein satirisch gemeint, aber darum dennoch nicht unwahr. Da alle Gutmeinenden, linkschaffenden merkelbewunderer nicht bereit sind, anderer Leute Meinungen auch nur anzuhören, kann ich diesen besondersgut-Menschen meine Meinung nur noch mit Sarkasmus und in der Form der Satire mitteilen.

          Komisch finde ich es, wenn merkelbewunderer- (also Regierung, Parlament usw.) um so lauter auf deutsche Schuld vergangener Zeiten hinweisen, je mehr Schuld sie sebst auf sich laden. Das soll hier aber kein Relativismus sein, und vergangene Schuld nicht verharmlosen.

          (Worte, die mit Merk… beginnen, schreibe ich aus Verachtung immer klein, also kein Schreibfehler)

  16. Wolfgang Andreas Antworten

    Ich hatte mich schon gefreut,

    daß die Hamburger Polizei endlich die Verbrecher dingfest gemacht hat, die beim Gipfel von den Hausdächern Pflastersteine auf sie geworfen haben …aber dann sowas! Wem wollen diese Polizisten eigentlich mit solchen „Erfolgen“ gefallen? Ich erinnere mich: Es ist erst kurze Zeit her, da schliffen 3 (!) Berliner Polizisten eine gehbehinderte Greisin aus der Demomenge der Querdenker über den Asphalt! Super, die schafften das tatsächlich!

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