Wer durchtrennt endlich den gordischen Knoten in der deutschen Politik?

„Ein Gespenst geht um in Berlin“, schreibt die bekannte Journalistin Mariam Lau in einem Beitrag über das Raunen in den Hinterzimmern der Hauptstadt über eine mögliche Minderheitsregierung der Union im Bund. Dieses Raunen gibt es, und es wird spürbar lauter. Und wenn Bundeskanzler Friedrich Merz darauf angesprochen wird, dann antwortet er energisch, das sei mit ihm nicht zu machen.

Bloß schreckt das selbst in den eigenen Reihen niemanden mehr

Der Sauerländer hatte seine Chance, und er hat sie verbockt.

Das sage ich als einer, der vergangenes Jahr zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl nach 16 Jahren wieder die CDU angekreuzt hat. Hauptsächlich übrigens wegen Friedrich Merz.

Was nach der Regierungsbildung dann passiert ist, das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Friedrich Merz ist durch. Er hatte seine Chance, aber er hat sie nicht genutzt.

Zentrale Wahlversprechen gebrochen, Kuscheln mit der Klingbeil-Bas-SPD, statt den Ton anzugeben, wo es zukünftig langgeht. Und dann die selten dämliche Erfindung der „Brandmauer“ gegenüber der AfD.

Von all dem wird sich der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten nicht wieder erholen – davon bin ich überzeugt. 11 Prozent der Deutschen finden in einer aktuellen Umfrage noch, dass er ein guter Regierungschef ist. „Das fängste nicht mehr ein“, würde man in meiner westfälischen Heimat sagen.

Und, liebe Freunde, was gibt denn Hoffnung auf Veränderung mit einer Minderheitsregierung?

Wenn die CDU/CSU ihre Politik durchbringen will und auf die AfD setzt, dann muss davon ausgegangen werden, dass ein Teil der Union da nicht mitmacht. Frau Prien entwickelt demnächst Gesetzentwürfe mit Beatrix von Storch? Na, viel Spaß, Ihr beiden!

So, und auf der anderen Seite eine AfD, die in Teilen gar nicht gestalten will

Weil sie mit ihrer Fundamentalopposition von Wahlsieg zu Wahlsieg eilen. Ich kenne Menschen, die noch vor 5 Jahren fast hasserfüllt jeden Gedanken an ein Einbeziehen der Blauen in die Macht entrüstet von sich gewiesen haben. Und die jetzt AfD wählen, weil jeder sieht, dass dieses aktuelle Gestümpere Deutschland schadet. Weil es so wie jetzt nicht mehr weitergehen darf – egal, was danach kommt.

Insbesondere in Ostdeutschland sind in der AfD jede Menge Leute und Abgeordnete zu finden, die überhaupt kein Interesse daran haben, mit der CDU zu kooperieren oder sogar zu koalieren.

Frau Lau nennt als Beispiel den Thüringer AfD-Abgeordneten Torben Braga und zitiert ihn: „Wir haben kein Interesse daran, … die CDU am Leben zu erhalten. Schauen Sie sich doch die Umfragewerte an …“

Nun, irgendwer müsste Herrn Braga mal erklären, dass Umfragen und Wahlergebnisse zwei unterschiedliche Dinge sind und dass die CDU gerade Rheinland-Plalz zurückerobert hat und in Baden-Württemberg deutlich stärker geworden ist. Aber die Grundhaltung, ich sage die Grundarroganz, ist im Osten bei der AfD heute weit verbreitet. Wenn Sie aus dem Westen kommen und das politische Kasperletheater schon seit Jahrzehnten verfolgen, dann wissen Sie, dass auch diese Messe noch lange nicht gelesen ist…

Doch die Hängepartie – erst Merkel, dann Scholz und jetzt Merz – schadet Deutschland

Es gibt Mehrheiten für eine andere Politik in Deutschland, und gleichzeitig wird so weitergemacht mit all dem, das unser Land überhaupt erst in die Grütze gefahren hat.

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Ausgerechnet einer, der in der AfD nichts mehr zu melden hat, der abgemeldet ist beim Establishment und der dramatischen Liebesentzug bei den Rechten in seiner Partei erleben musste, weil er in einem Streitgespräch mit dem rechten Vordenker Götz Kubitschek sehr klug und realpolitisch argumentiert hat. Aber Realpolitik statt „Deutschland, Deutschland über alles“ ist genau das, was die rechte Schlagseite der AfD überhaupt nicht will.

Maximilian Krah heißt der Mann, der genau weiß, wie der Weg wäre, die AfD zu einer wirklich einflussreichen Kraft auch im Bund zu formen. Ausgerechnet Krah, dem man innerhalb und außerhalb der Partei seit Jahren ungute Kontakte zu Moskau und Peking nachsagt. Aber der Mann versteht, wie das Spiel funktioniert. Und er benennt eine echte Wende in der Migrationspolitik und das Ende des „Green Deals“ als Bedingung. Keine Finanzierung linker und linksextremer NGOs, kein Bürgergeld für Migranten … ja, auf so etwas könnte man sich einigen, wenn man wollte.

Aber man will halt nicht

Man will so weitermachen wie bisher und möglichst geliebt werden vom (Wahl-)Volk. Die Union will ganz doll hip und gegen Rechts sein und irgendwie auch das Klima retten und weiter Regenbogenflaggen schwenken (ein Teil zumindest).

Und die AfD will die EU nicht mehr, im Osten mag besonders die NATO nicht, und Amerika ist sowieso der böse Feind – hat man in der DDR „gelernt“ – und muss überhaupt ganz raus aus Europa, sagen die, die im Geschichtsunterricht oft gefehlt haben damals.

So bleibt alles, wie es ist. Und ich fürchte, das noch auf viele Jahre…

 

 

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Dieser Artikel wurde 169 mal kommentiert

  1. Zorn Dieter Antworten

    Wieso sollte denn die AfD der CDU den Gefallen tun und ihr, zb mit einer Minderheitsregierung, aus der Patsche helfen? Jetzt wo die Messe fast gelesen ist, die Kühltürme gesprengt sind, bezahlbare Energie nicht mehr vorhanden ist, Millionen Migranten in die Sozialsysteme eingewandert sind, die Industrie auf gepackten Koffern sitzt, etc. etc. Jetzt, wo diese Union das Land fast ruiniert hat, weil sie den Roten und Grünen nicht in den Arm gefallen ist, wozu sie zehn Jahte Zeit hatte. Jetzt wo vorgebliche Konservative in den Medien ernsthaft empfehlen, wenn es mit der SPD nicht klappt, dann nehmen wir halt die Grünen. So viel lachen kann ich garnicht. Jetzt muss man warten bis fast alles in Trümmern liegt und das für jeden offensichtlich ist. Wer das nicht tut, hätte politisch verloren. Die Verursacher der Misere würden sich einfach umdrehen und mit den Fingern auf die Retter zeigen. So ist Politik.

    • S v B Antworten

      @Zorn Dieter

      Absolut rationale und schon deshalb ganz hervorragende Bewertung der gegenwärtigen Lage. Haben sie besten Dank, werter Herr Zorn. – Dass es mit Merz nichts werden würde, konnte man schon seit seiner Wahl zum Parteivorsitzenden vorausahnen. Wie es dann doch geschehen konnte, dass er, unfassbar wirklich – allerdings erst im zweiten Anlauf und mithilfe von stramm Links – ins Kanzleramt gehievt wurde, wird mir immer schleierhaft bleiben. Wähler sind und bleiben komische Vögel, wie mir scheint. Politiker und Journalisten erst recht. Man hätte sich nicht nur die Ampel, sondern auch deren Nachfolgerin sparen können, nein müssen! Nun hat das Land eben fertig. Ob das Endlich-zur-Besinnung-Kommen vielleicht doch noch (gerade) rechtzeitig eintritt, bleibt abzuwarten. Man hat da so seine Zweifel. Aber: Let’s Hope for the best, but prepare for the worst, wie es Mit-Kommentator H.K. bisweilen ausdrückt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge – was eh Wurscht sein dürfte…

  2. gerd Antworten

    Wenn die AfD in einer Minderheitsregierung politisch mitgestaltet, brennen in Deutschland die Strassen. Das linke Lager ist zu jeder Gewalttat bereit. Angestachelt werden diese Chaoten aktuell von Haseloff (CDU), der doch allen Ernstes fordert, dass bei einem Wahlsieg der AfD Abiturzeugnisse in Sachsen Anhalt nicht mehr akzeptiert werden.

  3. H.K. Antworten

    Gerade schaue ich mir die Aufzeichnung der heutigen Bundestagsdebatte zum Thema „Aktuelle Stunde: Ein Jahr Regierung unter Bundeskanzler Merz“ an ( bei youtube zu finden, 16:24-17:45 ).

    Wie Staatssekretärin Gitta Connemann und Dr. Klaus Wiener für die Union auf „die da“ eindreschen, zeigt für jeden Nicht-Blinden und Nicht-Tauben deutlich, warum die Schwefelpartei keinen Anlaß sieht, der Union so oder so aus der Patsche zu helfen.

    Wer die Rede von Mirze Edis von der Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei gehört hat und weiß, daß die Nuon lieber mit DENEN zusammenarbeitet, kann nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Schon bemerkenswert, daß an der Aktuellen Stunde, in der es um die Regierung von Kanzler Merz geht, der gar nicht an der Debatte teilnimmt. Auf der Regierungsbank ist aktuell kein Minister zu sehen. Viele Plätze leer oder mit irgendwelchen „Platzhaltern“ besetzt.

    Es darf bezweifelt werden, ob diese Regierung ( in dieser Besetzung ) die Sommerpause übersteht.

    • H.K. Antworten

      Wer dann noch die Reden von Tilman Kuban, Felix Schreiner und das Gestammel von Hans Koller für die Union gehört hat, kommt nicht umhin, die Wand zu sehen, vor der die CDU mit dem Rücken steht.

      Sie schlagen ohne Argumente um sich.

      Wer dann noch die Äußerung von unserer phantastischen Arbeitgeberbeschimpferministerin liest, „NIEMAND wandert in unsere Sozialsysteme ein !“, der sieht eines:

      Diese Regierung ist am Ende.

      • gerd Antworten

        @H.K.

        Bärbel Bas ist momentan die Mitarbeiterin des Monats……bei der AfD.

        „NIEMAND wandert in unsere Sozialsysteme ein !“ steht auf einer Stufe mit „NIEMAND hat die Absicht eine Mauer zu bauen!“

        • Harald Antworten

          Da stimme ich Ihnen zu.

          Bärbel Bas ist für mich eine noch größere Enttäuschung als Merz. Wobei ich mich da vielleicht auch täuschen ließ. Möglicherweise war sie als Präsidentin des Bundestags schon der linke Wolf im staatstragenden Schafspelz.

          • H.K.

            Für Manchen in diesem Land ist Friedrich Merz nicht zu toppen …

          • S v B

            @H.K.

            „Für Manchen in diesem Land….“

            Für Manchen? Falsch. Je nach persönlicher Perspektive dürfte Merz zumindest als Kanzler wohl kaum noch für jemanden in diesem Land zu toppen sein.

  4. Sobiech Christoph Antworten

    Was soll die AfD momentan mit der Union anfangen? Diese Versagertruppe wird, in falle einer Minderheitsregierung, eher bei den Grünen, Linken und der SPD Stimmen suchen als das richtige mit der AfD zu tun.

    Und, mal für eine Sekunde angenommen, sie würden es tun, wäre das ganze umgehend von dem grün-roten pack mit schwarzem anhang im Bundesrat blockiert.

    Wie soll das also gehen? Die Union muss einfach weg damit das mitte-rechts Wahlvolk seine Vertretung bekommt. Das wird passieren wenn die 70+ Wähler der Union weggestorben sind. In Bayern gerne früher da die CSU, wenn man die Kommunalwahlen als marke nimmt, schon bei 4.9% steht und dann gibts halt nur ein teil der Erststimmen und sonst nix.

    • H.K. Antworten

      Wir entfernen uns immer weiter von der Demokratie.

      Wenn demokratische Wahlen „rückgängig gemacht“ werden und niemand, wirklich niemand laut aufjault, wenn die stärkste bzw. größte Oppositionspartei im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen gar nicht oder nur widerwillig vorkommt, weil es nicht mdhr anders geht, wundert es auch niemanden mehr, wenn abgewählte Parlamente noch schnell irgendwelche Tricks und Fußangeln beschließen, um sich dem Wählerwillen möglichst komplett zu widersetzen …

      „Wir schaffen das !“

  5. Sarnersee Antworten

    Tatsächlich beobachte ich auch eine verstörende „DDR-(N)Osta
    lgie“ unter AfD-Anhängern im Osten. Da trifft sich gewissermaßen wie seinerzeit in der SED Nationalismus und Sozialismus. Erstaunliche Einigkeit herrscht so auch in Fragen der Außenpolitik und Fragen staatlicher Daseinsvorsorge mit den beiden SED-Nachfolgern „Die Linke“ und dem „BSW“. Dass die Union jede Zusammenarbeit mit einer so gearteten AfD strikt ablehnt, ist mehr als verständlich. Und der realpolitische Flügel der AfD kann und will es auch nicht, sich vom nationalistisch-sozialistischen lossagen. Weil es die AfD sofort halbieren würde. Ein unlösbares Dilemma für all jene auf beiden Seiten, die eine Koalition aus Union und AfD als die einzige realistische Alternative sehen, den dringend nötigen Politikwechsel herbeizuführen. Ich prophezeihe, dass allein die Grünen aus dieser Situation langfristig einen Vorteil ziehen werden und spätestens von 2029 an dauerhaft Regierungspartei sein werden. Nicht ihr Programm wird überzeugen, sondern ihre ostentative Einigkeit und Entscheidungsfreude. Cem Özdemir wird da noch eine bedeutende Rolle spielen. Und da wird es nicht interessieren, wie fatal ihre getroffenen Entscheidungen für das Land sein werden. Hauptsache es passiert was. Und die Medien werden frohlocken und mit allen Kräften und Mitteln das grüne politische Tun unterstützen. Ich habe da keinerlei Hoffnung mehr in das Heranwachsen eines nüchternen Sachverstandes der Wähler oder in deren Willen diesen noch zu erlangen. Form hat schon immer Inhalt geschlagen. Durch seine Gebrochenheit ist und bleibt der Mensch zu diesem, sich immer wieder einstellenden Ergebnis stets verdamnt.

    • Harald Antworten

      Brillante Analyse. Danke!

      Mit einer kleinen Ergänzung: Ich glaube, der realpolitische Flügel der AfD kann sich nicht vom nationalistisch-sozialistischen lossagen nicht nur, weil es die AfD halbieren würde, sondern auch weil er Muffensausen davor hat, tatsächlich Regierungsverantwortung zu übernehmen. Als Partei in Regierungsverantwortung kann man aktuell nur verlieren, weil die zu dringend erforderlichen Entscheidungen derart unbequeme Wahrheiten für uns alle wären, dass die Partei, die sie zu verantworten hätte, sofort vom Wähler abgestraft würde.

      Ich empfehle, sich die Markus Lanz-Sendung von gestern anzuschauen. Einziger Gast: Joschka Fischer. Ich klebte an seinen Aussagen. Derart staatsmännisch, differenziert, unbequeme Wahrheiten und Diskrepanzen auszuhalten – Chapeau! Er brachte mich auch zum Nachdenken über das, wie ich Merz hier an anderer Stelle in Schutz nahm bzgl. dem, was jüngst vor Schülern bzgl. der nicht vorhandenen US-Strategie im Iran aussprach. Nach dem, wie Fischer es gestern darlegte (die Wahrheit bzw. deren Aussprechen in internationaler Diplomatie darf nicht wichtiger sein als das politische Ergebnis), war sehr erleuchtend. Heute würde ich Merz nicht mehr verteidigen.

      Nur, in einem konnte auch Fischer keine wirklich überzeugende Antwort liefern: Wie die Rot-Grüne Regierung es 2003 schaffte – und damals stand es um Deutschland kein Deut besser als heute – die Agenda 2010 mit für alle sehr schmerzhaften Reformen durchzubringen. Fischer sprach von dem großen Bild, der großen Erzählung, die es bräuchte.

      Ich bezweifele, dass dies heute noch nutzen würde.

      • H.K. Antworten

        „Joschka Fischer. Ich klebte an seinen Aussagen. Derart staatsmännisch, differenziert, unbequeme Wahrheiten und Diskrepanzen auszuhalten – Chapeau.“

        Äääh – „STAATSMÄNNISCH“ ? Im Ernst ??

        Sie reden gerade über den Steinewerfer und Polizistenverprügler, der dazu aufrief, „den Deutschen“ das „Geld wegzunehmen, es notfalls in alle Welt zu verteilen“ ? „Hauptsache, die Deutschen haben es nicht“ ??

        DAS ist Ihr Verständnis von „STAATSMÄNNISCH“ ?? Für WELCHES Land ??

        An diesen Lippen kleben Sie ???

        Dann wundert mich so Manches aus Ihrer Tastatur nicht mehr …

        • Klaus Kelle Antworten

          @Harald,

          merken Sie sich diesen Tweet! Die Worthülsen finden Sie immer, wenn Sie etwas Ernsthaftes zur Debatte schreiben!

          Der deutsche Außenminister – ein Steinewerfer, stellen Sie sich das mal vor. Das ist so wie Nelson Mandela – der war Terrorist einst und dann Friedensnobelpreisträger. Aber egal – Terrorist. Menachem Begin auch und noch weitere….

          Alles egal, alles Terroristen und Taxifahrer, die „nicht liefern“…. 🙂

          kk

          • Harald

            Vielen Dank lieber Klaus Kelle.

            Aber seien Sie beruhigt. Ich weiß ja, von wem diese „Worthülsen“ oder eher noch Tweet-Brandsätze kommen: Von jenen, die hinter der Brandmauer stehen und sich gleichzeitig beschweren, dass es diese gibt. Hauptsache Polarisieren und ja nicht mit dem „Feind“ zusammenarbeiten.

            Der Endsieg naht. Tut er zwar nicht, viel eher der Untergang. Was nur eines zeigt: Um Deutschland geht es diesen Leuten gar nicht.

          • H.K.

            Ja, die Wahrheit kann einen schon mal unangenehm einholen.

            Vielleicht hilft es, einmal hier zu lesen, was der rääächtsextreme „SPIEGEL“ schreibt:

            „Außenminister Fischer

            Ich habe einen Polizisten verprügelt

            Der Bundesaußenminister hat sich in einem Interview freimütig zu seiner militanten Vergangenheit geäußert. Demnach besetzte Joschka Fischer Häuser, warf Steine und „langte kräftig hin“. Die CDU fordert seinen Rücktritt.“

            03.01.2001, 13.09 Uhr

          • H.K.

            Aber: sicher auch alles nur erfunden, erstunken und erlogen.

            Schließlich hat ja auch „zu keinem Zeitpunkt“ auch nur „irgend jemand“ eine exorbitante Gehaltserhöhung für Kanzler und Minister geplant – „zu KEINEM Zeitpunkt“ …

          • H.K.

            Nö.

            Nur habe ich bei so Manchem hier die Hoffnung auf Besserung oder Einsicht aufgegeben …

          • S v B

            @KK

            Sorry, aber Joschka Fischer in einem Atemzug mit Nelson Mandela zu nennen, die beiden gar in eine Schublade zu stecken, ist voll daneben, ja eine Zumutung.

          • Klaus Kelle

            @S v B,

            ich habe das nie getan oder behauptet. Was soll das also? Wenn Joschka Fischer mal in Frankfurt ein Parkticket bekommen hat und Nelson Mandela in Johannesburg auch – sagt das doch nichts über ihre politischen Leistungen aus. Das ist einfach Whataboutism, was Du hier betreibst.

            Wir alle regen uns auf über die Studienabbrecher und Ungelernten in Regierungspositionen. Das ist schlimm, finde ich auch. Trotzdem kann jemand von denen auch politisch etwas Richtiges tun.

            Willy Brandt war Bundeskanzler und der einzige Deutsche, der einen Friedensnobelpreis bekommen hat – zurecht.

            Wenn ich das schreibe, kommst Du dann auch damit, dass er keinen Schulabschluss hatte und später Frauengeschichten?

            Was soll das?

          • gerd

            Zumal J. Fischer nur mal drei Tage in U-Haft gesessen hat. Irgendwas mit Steine auf Polizisten. Kavaliersdelikt.

          • Klaus Kelle

            ja, und er war auch nebenbei ein passabler Außenminister. Aber was ist das schon gegen drei Tage U-Haft?

          • S v B

            @KK

            Wer immer es gewagt haben sollte, einen Parlaments(Vize)präsidenten mit „Arschloch“ zu titulieren, gegen den hätte für alle Zeit ein Hausverbot für das (nach wie vor respektvoll so genannte) Hohe Haus ausgesprochen werden sollen. Weder durch oft aufgebracht laute Redepassagen eines F. J. Strauß, noch durch die berüchtigten Wutausbrüche eines Herbert Wehner wurde dem Hohen Hause die Unschuld geraubt. Vielmehr geschah dies in Form einer unerhörten verbalen Beleidigung seiner Würde durch einen der prominentesten Grünen überhaupt, Joschka Fischer. – Bezeichnend übrigens auch hier, dass „die KI“ in dieser mehr als heftigen verbalen Entgleisung lediglich einen (entschuldbaren?) Beleg für die Rauheit der frühen Grünen zu erkennen glaubt und diesen damit gnädig zu entschuldigen sucht. Man stelle sich bloß vor, einer von der AfD hätte… ach, lassen wir’s.

          • Klaus Kelle

            @S v B,

            ein vom Volk frei gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestag kann nicht „für alle Zeit Hausverbot“ bekommen. Und das ist auch gut so. Verbale Entgleisungen übelster Art gab und ibt es immer wieder, und so etwas kommt vor, seit die Demokratie und der politische Streit erfunden wurden. Zuletzt fielen Linke und AfD häufiger auf.

            Was aber nicht geht ist, dass Du wegen einer Entgleisung Fischers die Demokratie aushebeln willst, aber – so weit ich das in Erinnerung habe – noch nie gefordert hast, gewählte Abgeordnete lebenslang auszuschließen, die Kinderpornos auf dem Rechner haben, auf dem Bundestags-Klo eine Linie Kokain ziehen oder Geheimdokumente aus dem Verteidigungsausschuss an die russische Botschaft weiterleiten. Aber, er hat „Arschloch“ gesagt…

          • Harald

            @ S v B

            Da zitiere ich mal Johannes 8, 7. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Eine meiner vielen „Sünden“: Als Jungspund fand ich das „Arschloch“ damals cool. Meine Eltern fanden es gar nicht „cool“, dass ich das so cool fand und es gab mächtig Zoff.

            Als Frankfurter kenne ich einige Alt-68er persönlich, die damals auch in der linksradikalen Sponti- und Hausbesetzerszene unterwegs waren und nichts haben anbrennen lassen, danach aber eine lupenreine Karriere hingelegt haben, als Unternehmer, Führungskraft in der Industrie oder Chefarzt.

            Von schweren Kapitalverbrechen mal abgesehen, tritt für mich das, was jemand vor zig Jahren mal getan oder gesagt hat hinter dem zurück, wie er sich danach entwickelt hat. Ich möchte und muss gar nicht wissen, was viele auch rechts-konservative Politiker in jungen Jahren angestellt haben und einfach das Glück haben, dass es niemand weiß.

            Joschka Fischer entwickelte sich zum respektablen Politiker, nach Genscher vielleicht der beste Außenminister, den wir je hatten. In der Welt hoch angesehen. Er hielt uns aus dem Irakkrieg raus. Sein „I’m not convinced!“ ging um die Welt. Respektvoll im Ton aber klar in der Aussage, deutsche Interessen vertretend. Er war über 10 Jahre weltweit der einzige namhafte Politiker, der bei Juden und Israelis sowie Palästinensern gleichermaßen hoch respektiert war. In Israel wird er heute noch förmlich verehrt. Das muss man als Deutscher erst mal schaffen.

            Als ich ihn vor ein paar Tagen bei Lanz hörte stellte ich fest, er ist nicht nur älter sondern noch reifer, noch ruhiger, noch differenzierter geworden.

            Markus Lanz sagte gegen Ende der Sendung, er hoffe, die Diskussion mit Fischer bald fortführen zu können. Fischer daraufhin sinngemäß: Vielleicht, aber nicht zu häufig. Ich bin im Ruhestand.

            Klug und nachvollziehbar. Ihn drängt es nicht mehr ins Scheinwerferlicht. Und dennoch schade. Solche Stimmen fehlen in der heutigen lauten, social-media-effekthascherischen Politlandschaft.

          • Klaus Kelle

            „Joschka Fischer entwickelte sich zum respektablen Politiker, nach Genscher vielleicht der beste Außenminister, den wir je hatten. In der Welt hoch angesehen. Er hielt uns aus dem Irakkrieg raus. Sein „I’m not convinced!“ ging um die Welt. Respektvoll im Ton aber klar in der Aussage, deutsche Interessen vertretend. Er war über 10 Jahre weltweit der einzige namhafte Politiker, der bei Juden und Israelis sowie Palästinensern gleichermaßen hoch respektiert war. In Israel wird er heute noch förmlich verehrt. Das muss man als Deutscher erst mal schaffen.“

            Genau so sehe ich das auch! Grün oder nicht, er hat einen guten Job für Deutschland gemacht.

          • S v B

            @KK

            Bezug: Fischers „Arschloch“

            Es gibt eben Fälle von „Folgenlosigkeit“ denen ich prinzipiell nicht das Wort rede, lieber Klaus.

            Gerade unter einer sich allseits rasant verbreitenden Nonchalance (welche immer öfter erstaunliche Folgenlosigkeit nach sich zieht) wird unsere Gesellschaft zunehmend leiden müssen. Von rücksichtslosem, gesetzwidrigem Verhalten im öffentlichen Raum bis zum „einfachen Klau“, vom allgegenwärtigen Vandalismus bis hin zu Gewalt, Raub und Mord ist mittlerweile wenn nicht alles, so doch schon allzu vieles betroffen. Und so wird es wohl immer öfter geschehen, dass viel zu lax – oder auch gar nicht – angedroht, verurteilt und/oder geahndet wird. Beispiele dafür gibt es schon jetzt zuhauf. Vom nachgiebigen „DuDuDu!“ der Erziehungsberechtigten bis zum laschen Urteil durch die Justiz ist fast alles betroffen. Zuwiderhandlungen und Rücksichtslosigkeiten aller Arten sind eindeutig auf dem Vormarsch – gerade in unserer vermeintlich zivilisierten Zeit und Gesellschaft. Wir alle erleben es, können es – öfter als uns lieb sein kann – bezeugen. Wo dies letztlich hinführen dürfte oder gar wird, kann man sich leicht ausmalen.

          • Klaus Kelle

            Das ist alles richtig – trotzdem kannst du in einer Demokratie, die den Namen verdient, nicht einen Abgeordneten, der sich einmal daneben beninnt, lebenslang aus dem Parlament ausschließen. Hier ist nicht Russland… 🙂

          • H.K.

            Wir sollten mit „jungen Männern“, ob nun steinewerfend, polizistenverprügelnd, messerstechend, vergewaltigend, Menschen-ins-Koma-prügelnd und -tretend, nicht so streng sein. Da wird meistens überbewertet.

            Die sind jung, die wollen nur ihren „Spaß“ !

            Haben wir doch früher auch gemacht !

            Und: insbesondere Polizisten, „Bullenschweine“, sind eh nur „Bastards“ und müssen schon damit leben, daß sie mit mehreren Schüssen hingerichtet werden. Augen auf bei der Berufswahl ! Das sieht ja auch unsere Justiz so und spricht leicht übertreibende Schießübende frei.

            Lasst uns alle „jungen Männer“ tatkräftig unterstützen, damit sie sich sorgenfrei ihrer Freizeitbetätigung hingeben können !

            Wie sagte mir kürzlich ein promovierter Nachbar:

            „Wir sollten froh sein über jeden jungen Mann, der nach Deutschland kommt !“

          • Harald

            @ H.K.

            „Wir sollten mit „jungen Männern“, ob nun…messerstechend, vergewaltigend, Menschen-ins-Koma-prügelnd und -tretend…mit mehreren Schüssen hinrichten.“

            Ich sprach ausdrücklich von „schweren Kapitalverbrechen mal abgesehen“.

            Kleiner Tipp: Das Schwarze sind die Buchstaben 😉

          • gerd

            „Das ist alles richtig – trotzdem kannst du in einer Demokratie, die den Namen verdient, nicht einen Abgeordneten, der sich einmal daneben beninnt, lebenslang aus dem Parlament ausschließen.“

            @Klaus Kelle
            Als ich ins Beamtenverhältnis aufgenommen wurde, hat man mir da aber was ganz anderes erzählt. Als steinewerfender Polizistenhasser wäre ich lebenslang vom Beamtentum ausgeschlossen. Ich musste sogar eine Probezeit ablegen…..wo ich gut daran tat nicht mit Pflastersteinen auf die Ordnugsmacht einzuprügeln. Wir waren ja schliesslich nicht in Russland…..

            😉

          • H.K.

            @ Harald

            Ich habe verstanden, daß Steinwerfen und Polizistenverprügeln und -zusammentreten für Sie Kavaliersdelikte sind, die zu Ihrer ( späteren ? ) Bewunderung des Täters führen.

            Gut, daß Sie mir das mit dem Schwarz ( und Weiß ) noch einmal erklärt haben – JETZT habe ich es begriffen …

            ✌️

          • gerd

            „Eine Anstellung als Beamter ist etwas anderes als ein frei gewählter Abgeordneter.“

            @Klaus Kelle

            Formal sicher aber prinzipiell zeichnet sich eine Demokratie auch dadurch aus, dass sie millitante Steinwerfer lebenslang vom Staatsdienst ausschliessen. Zumindest in Deutschland. Wie das in Russland ist weiß ich nicht. Es gibt auch frei gewählte Abgeordnete die in einem Beamtenverhältnis stehen, wobei man davon ausgehen kann, das die noch nicht mit Betonblöcken auf Staatsdiener geworfen haben. Als Joschka Aussenminister wurde, war allerdings die Demokratie schon soweit erodiert, dass es niemanden kümmerte einen ehemalig gewaltbereiten Demonstranten aus einem millitantem Umfeld zum Aussenminister zu wählen. Dann wundern wir uns bitte nicht mehr, warum unser Land zu dem wurde was es ist.
            Ich habe im übrigens noch nie auch nur einen Kieselstein in Richtung eines Polizisten geworfen. Ich nehme mal an das ich da in bester Gesellschaft bin.

          • Harald

            @ H.K.

            So langsam machen Sie sich lächerlich!

            Mit keiner Silbe habe ich gesagt, dass ich Steinwerfen und Polizistenverprügeln für Kavaliersdelikte halte und schon gar nicht habe ich gesagt, dass dies zu meiner späteren Bewunderung des Täters führten. Ich habe klar erläutert, was ich an dem späteren Joschka Fischer achte.

            Warum legen Sie mir sowas in den Mund? Um Rumzustänkern oder zu provozieren? Ist das alles, was Sie beizutragen haben?

            Pfffffffffft…..

          • Klaus Kelle

            „@ H.K.

            So langsam machen Sie sich lächerlich!“

            Nö, seit längerem schon, @Harald. Aber wenn ich das schreibe, da können Sie mal sehen, was hier los ist…

          • gerd

            Lieber H.K.

            ich habe neue Textbausteine was unseren Kanzler angeht:

            „Was uns fehlt ist ein kommunikativer Überbau. Wir haben der weitverbreiteten pessimistischen Grundhaltung nichts Positives entgegengesetzt. Wir müssen mehr über unsere Fähigkeiten, unsere Möglichkeiten und den Weg dorthin sprechen. Dafür werde ich mich stärker einsetzen. Wir müssen das Ganze einfach noch besser darstellen.“ (Merz am 7.5.26, beim Unternehmertag in Düsseldorf)

            Ich favorisiere den letzten Satz. Aber der Begriff „kommunikativer Überbau“ ist auch nicht schlecht.

      • Klaus Kelle Antworten

        Ich glaube, der realpolitische Flügel der AfD kann sich nicht vom nationalistisch-sozialistischen lossagen nicht nur, weil es die AfD halbieren würde, sondern auch weil er Muffensausen davor hat, tatsächlich Regierungsverantwortung zu übernehmen.

        @Harald,

        das ist definitiv so. Die haben bis heute Mühe, gute Mitarbeiter für ihre Fraktionen zu finden. Wie wollen die denn Minister, Staatssekretäre und deren Stäbe in Ministerien mit qualifiziertem Personal bestücken?

        Ach halt, sie haben ja noch ihre Verwandten. Die einzigen, denen man noch vertrauen kann im „System“…

        kk

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          Das ist eine Malaise, für die die übrigen „demokratischen“ Parteien zur Verantwortung zu ziehen sind. Diese „Demokraten“ haben es auch zu verantworten, daß der Bürger Angst vor den notwendigen Veränderungen haben muß, weil der zu erwartende Terror der links-grünen NGOs und der Antifa schrecklich sein wird.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Auch bei Ihnen stelle ich ein tief verwurzeltes schwarz-weiß-Feindbild fest, das den Blick in den Spiegel vernebelt. Schuld sind immer die anderen, bei Ihnen dann die bösen Linken.

            Nein. Die Angst vor Veränderung geht nicht von zu erwartendem „Terror der links-grünen NGOs und der Antifa“ aus, sondern von uns. Wir blenden die Realitäten aus und zeigen stets auf andere, wenn es um Reformen geht.

            Beispiel Gesundheitsreform. Von den rd. 60 Vorschlägen der Gesundheitskommission, alle mit Hand und Fuß, hat Warken etwa ein Drittel rausgesucht für die Gesundheitsreform. Ärzte, Krankenhäuser, Pharmaindustrie und Patienten – alle müssen ihren Anteil leisten. Und was passiert? Alle brüllen! Ein Beleg dafür, dass die Reform richtig ist. Anstatt das aber anzuerkennen, wird die Reform Tag für Tag weiter verwässert.

            Beispiel Rentenreform, und siehe meine Diskussion mit H.K. Jeder zeigt auf den anderen. Die Alten auf die Jungen, weil sie mehr Rente wollen da das Geld nicht reicht, die Jungen auf die Alten, weil sie schon heute viel in die Rentenversicherung einzahlen wohl wissend, dass sie kaum was davon rausbekommen werden und der Staat zusätzlich noch 130Mrd jährlich – ein Viertel des gesamten Bundesetats! – zubuttert, und ihnen nichts bleibt für die private Altersvorsorge.

            Dieses Volk leidet an gravierenderer Realitätsverweigerung kombiniert mit Rufen nach Reformen aber schön in klassischer NIMBY (not in my backyard)-Kultur, weil es Angst davor hat, der bitteren Wahrheit ins Auge zu schauen.

          • gerd

            @Harald

            Sie werfen Frau Königs-Albrecht schwarz-weiß zu denken und die Schuld immer bei anderen zu suchen.
            Dann schreiben Sie „dass dieses Volk eine gravierendes Realitätsverweigerung betreibt“. Dieses Volk steht dann ja für die anderen, ausser für Sie selber, nehm ich mal an. Es ist im übrigen ein zutiefst menschlicher Reflex die Schuld bei anderen zu suchen. Das begann schon im Paradies: Adam: Die Frau ist schuld. Eva: Die Schlange ist schuld. Dass beide den Apfel verspeist haben, spielt dann keine Rolle mehr. Realitätsverweigerung in Reinform kann man in der Gegenwart an unserem Kanzler sehr gut ablesen. Schuld sind immer die anderen, aber im Gegensatz zu Adam und Eva, spricht sich F. Merz selbst von jeder Schuld frei. Er wird trotzdem aus dem Paradies vertrieben.

          • Harald

            @ gerd

            Nein, mit diesem Volk und „wir alle“ schließe ich mich persönlich explizit mit ein! Mich erwischt es eh mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für die GKV.

            Und ja: Als zukünftiger Rentner freue ich mich persönlich über 4,2% Erhöhung. Wenn ich aber an meine Kinder denke, die das werden zahlen müssen, wird mir unwohl. Sehr sogar.

          • H.K.

            Ach, von Ihrer dann überaus üppigen Rente, die Sie sicher ohnehin nicht allein verbraten können, unterstützen Sie doch bestimmt gerne Ihre lieben Kleinen.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Zur sog. Krankenversicherungsreform:

            Eine echte Reform sieht anders aus. Da wird nicht mit dem Gießkannenprinzip überall gekürzt, sondern da muß die gesamte Krankenversicherungskonstruktion geändert werden. Da habe ich schon gewisse Vorstellungen von einer Grundversicherung mit den Möglichkeiten von Zusatzversicherungen.
            Das Hauptübel der Versicherung von Menschen, die nie dort eingezahlt haben und es auch nie werden, sollte adhoc beendet werden.

            Und zu meinem Feindbild: Sie haben recht, ich habe ein Feindbild, das ein der Corona-Zeit entstanden ist und sich bei Beobachtung der Enquete-Kommission vertieft. Alle, die verantwortlich für die grundgesetzwidrigen Maßnahmen, für die Fehlurteile im Corona-Kontext und die Diskriminierung der Kritiker verantwortlich waren, die sind so lange meine Feinde, bis sie sich dafür haben zur Rechenschaft ziehen lassen.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Die jetzige Gesundheitsreform ist ja nur die Kurzfristreform, damit die Beiträge nicht noch weiter steigen.

            Die Grundsatzreform steht ja noch aus, inklusive der Idee einer Grundsicherung für alle, was ich begrüßen würde. Das ist aber weitaus komplizierter, weil man die Altersrücklagen der Privatversicherten ja nicht unter den Tisch fallen lassen kann.

            Bezüglich Ihres „Hauptübels“ der GKV – der Versicherung von Menschen, die eingezahlt haben und es auch nie werden und die „ad-hoc“ beendet werden sollte – wäre ich vorsichtig. Das beträfe auch Ehepartner, die stets mitversichert waren aber noch nie eingezahlt haben und es auch nicht mehr tun werden.

            Und ob Sie möchten, dass Menschen, die seit jeher von Hartz IV/Bürgergeld leben, an einer Appendizitis jämmerlich verrecken, weil sie sich eine Operation nicht leisten können, möchte ich bezweifeln.

            Den Haupttreiber der Gesundheitskosten sehe ich übrigens wo ganz anders, nämlich wieder bei uns. Wir werden alle älter, die Medizin immer besser und folglich die Kosten immer höher. Darum steigen die Beiträge der PKV ja genauso wie die der GKV, und in der PKV ist niemand versichert, der noch nie selber persönlich eingezahlt hat.

          • Harald

            …die noch NIE eingezahlt haben“ sollte es heißen.

          • Harald

            @ H.K.

            „Ach, von Ihrer dann überaus üppigen Rente, die Sie sicher ohnehin nicht allein verbraten können, unterstützen Sie doch bestimmt gerne Ihre lieben Kleinen.“

            Welch qualifizierter Beitrag 🤪

            P.S.: #Sarkasmus aus# sollte man bei Ihnen sicherheitshalber anfügen, nicht, dass Sie das noch für bare Münze nehmen.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @Harald

            Von einer Reform, die die Privatversicherung abschaffen will und eine Zwangsversicherung einführen will, halte ich nichts.

            Versicherte, die ihre Ehefrauen beitragsfrei mitversichert haben, haben durchaus eingezahlt, und zwar eher hohe Beiträge, weil sie sich sonst nicht leisten könnten, daß nur ein Ehepartner arbeitet. Das kann man mit Asylbewerbern, Migranten und Flüchtlingen nicht vergleichen.

            Ihre Appendizitis-Horrorvision muß man nicht kommentieren. Hier machen Sie einfach nur Stimmung. Wollten Sie etwa den Appendix aus der Grundversicherung herausnehmen?

            Der Hinweis auf die Steigerung der Lebenserwartung ist richtig. Vergessen wird, daß wir viel zu wenig dafür tun, daß0 die Geburtenrate steigt. Da wären wir wieder bei der Mitversicherung von Müttern, die ihre Kinder nicht mit wenigen Monaten einer Fremdbetreuung anvertrauen möchten.
            Zudem werden bei sehr alten Menschenoft Untersuchungen vorgenommen, obwohl feststeht, daß sie die sich daraus ergebende Therapie ablehnen würden. Jeder Arzt wurstelt vor sich hin und sieht nur sein eigenes Budget. Eine wirkliche Betreuung gerade der alten Mitbürger ist selten.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Eine Zwangsversicherung haben wir bereits. Es besteht Krankenversicherungspflicht. Ich halte eine Basis-Bürgerversicherung für alle, mit freiwillig dazu buchbaren Zusatzleistung für sinnvoll. Dies wird auf Dauer Verwaltungskosten sparen und es das weltweit fast einmalige Zweiklassengesundheitssystem mit sehr vielen Verwerfungen überwinden. Man wird es aber nur mit Stichtagregelung machen können, und alles davor (sprich abgeschlossene PKV) kann und muss so bleiben wie es ist.

            Natürlich will ich die Appendizitis nicht aus der GKV-Leistung streichen. Wie kommen Sie darauf? Im Gegenteil! Ich wies darauf hin, dass man auch einem Bürgergeldempfänger, der noch nie eingezahlt, helfen muss.

            Die kostenlose Mitversicherung des Ehepartners ist eine versicherungsfremde Leistung, weil diese nicht einzahlen. In der PKV müssen auch Ehepartner zahlen. Wer Familien bzw. den Partner unterstützen will, der wegen Kinder nicht berufstätig ist, muss das aus Steuermitteln tragen, aber das nicht nur den gesetzlichen Versicherten aufbürden.

            Wie wenig diese bisherige Mitversicherung bezüglich Geburtenrate geholfen, sieht man ja. Leider. Die Gründe, warum junge Paare sich oft gegen Kinder und nur eines entscheiden, sind ja hinlänglich bekannt.

  6. Johannes Antworten

    Für mich eine wichtige Frage ist, wie die erstarkenden AfD Westlandesverbände ihren Einfluss in der Gesamtpartei (weiter) entfalten werden und wie sich die politisch inhaltliche Bruchlinie zwischen den beiden Vorsitzeden in der zweiten Jahreshälfte auswirkt. Am 4. Juli ist Bundesparteitag und man darf sicher mit Spannung erwarten, welche Signale davon ausgehen. Ich wage da keine Prognose, nur die Hoffnung, dass die Realpolitiker sich behaupten und letztlich durchsetzen.

    Was schwer genug werden wird. Gelingt es aber, dann kann ein politisches Klima zwischen Union und AfD entstehen, dass die politische Eiszeit aufbrechen lässt.
    Seitens der Union gehört dazu dann aber auch dazu, dass die Beißreflexe besser im Zaun gehalten werden und auch in der Union die Vernünftigen die Oberhand bekommen (die z.B für eine tolerierte Minderheitsregierung eintreten). Denn für die Union und v.a. die CDU geht es inzwischen immer mehr um ihr politisches Überleben.

    Mit einem Anteil von unter 20% an den Unionswerten von aktuell 24% ist die CDU auf der schiefen Bahn. Die SPD macht es gerade vor, wie eine ehemalige Volkspartei in die Bedeutungslosigkeit abrutscht

    • S v B Antworten

      @Johannes. @KK

      Was die von Ihnen zitierten, fast schon langweilenden, dennoch stets aufs Neue demütigenden Beißreflexe seitens der CDU angeht, kann ich Ihnen nur beipflichten. Interessanterweise schaffen es solche regelmäßig auch in diesen Blog. Sollte es sich bei der starken Neigung zum Beißreflex vielleicht gar um eine Eigenschaft handeln, die man als charakteristisch gerade für CDU-Anhänger (respektive CDU-Mitglieder) bezeichnen könnte? Auf jeden Fall ist die Neigung zum Wadenbeißen keine vorteilhafte und erst recht keine wünschenswerte Eigenschaft.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Die Beißreflexe zeigen sich, wenn man sich in die Enge getrieben sieht.
        Kleine Hunde kläffen dann unmäßig.

  7. Harald Antworten

    Wie Sie, Herr Kelle, habe ich vor einem Jahr auch seit langem mal wieder die Union gewählt. Nicht wegen sondern trotz Merz.

    Beim Umgang mit der AfD wäre mir Markus Söder lieber gewesen. Nicht, weil er erfolgreich das wirtschaftsstärkste Bundesland Deutschlands führt. Auch nicht, weil er der rhetorisch versierteste Politiker im Land ist. Sondern weil er wie kein anderer Politiker sein Fähnlein in den Wind zu hängen weiß. Wie er als bayerischer Umweltminister erst den Atomausstieg voran trieb um dann noch 2025 eine Wiederinbetriebnahme von Isar 2 zu fordern, das war schlicht atemberaubend. Auch, wie wenig davon an ihm hängenbleibt. Teflon-Söder.

    Sie werden nun fragen, wie kann man so einen Wendehals gut finden. Eigentlich gar nicht, aber – und das ist das Bittere – es ist scheinbar das, was die Deutschen (und nicht nur wir) wollen: Show statt Strategie, Populismus statt Pragmatismus. Ein Erfolgsrezept, übrigens nicht nur der AfD sondern auch der Linken.

    Und damit sind wir bei denen, die diesen gordischen Knoten so veritabel verzwirbelt haben: uns Wählern. Wir wollen gewaschen aber nicht nass gemacht werden. Wir wollen Reformen, nur nicht bei einem selber. Wir haben große Erwartungshaltungen, nur nicht an uns selbst. Und Resilienz und Geduld, einst deutsche Tugenden, sind uns gänzlich abhanden gekommen. Einiges ist von der Regierung bereits auf den Weg gebracht worden und zeigt erste Früchte, aber wir Wähler erwarten Wunder, dass man binnen eines Jahres die Versäumnisse von Jahrzehnten aufholen kann. Und was dann folgt ist das, in dem wir noch immer Weltmeister sind, dem Nörgeln.

    Wer endlich den gordischen Knoten in der deutschen Politik durchtrennt? Ein paar Namen fielen mir ein. Maximilian Krah gehört nicht dazu, lieber Herr Kelle. Nicht nur, weil es selbst jenseits der „Brandmauer“ weitaus seriösere Politiker gäbe als diesen peinlichen TikTok-Spaßvogel für frustrierte Jungspunde („Echte Männer sind rechts – dann klappt’s auch mit der Freundin“), sondern weil es idealerweise ein Politiker diesseits der „Brandmauer“ sein sollte.

    Und hier wird es spannend. Denn die „Brandmauer“ geht die AfD selbst zurück. Einst führende AfD-Politiker wie Bernd Lucke, Jörg Meuthen und Hans-Olaf Henkel bezeichneten sich schon 2014 als „eine Art Brandmauer gegen rechtes Gedankengut“ in ihrer eigenen Partei.

    Die Baumeister sind längst Geschichte, die Brandmauer steht noch immer. An gleicher Stelle. Und wird dort gehegt und gepflegt. Nicht nur von Merz, mehr noch von der AfD selbst. Sie weiß warum. Als Regierungspartei kann man angesichts der aktuellen Probleme und der überbordenden Erwartungshaltung der Wähler nur verlieren. Also duckt man sich als AfD hinter dieser Mauer gegen den lodernden Brand der Realpolitik auf der anderen Seite.

    Und der Wähler honoriert dieses Wegducken. Womit wir wieder bei jenen sind, die den gordischen Knoten verzwirbelt haben.

    • Querdenker Antworten

      CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP haben dem Land in den vergangenen Jahren eine Suppe serviert, die ich eine ekelhafte und ungenießbare Brühe nenne. Wenn daraufhin die Wähler in ein anderes Restaurant gehen ist das einfach nur mehr als verständlich. Die Ungenießbarkeit der Suppe hat auch nichts mit einer zu hohen Erwartungshaltung oder nörgeln zu tun. Ich kann auch sehr gut verstehen, wenn nun einige AfD Vertreter sagen, liebe CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP ihr habt dem Land die Suppe serviert, nun löffelt mal schön euren Teller selber leer, ich schaue genüsslich zu.

      • Harald Antworten

        „Die Ungenießbarkeit der Suppe hat auch nichts mit einer zu hohen Erwartungshaltung.“

        Oh doch, lieber Querdenker! Es geht nicht um Suppe sondern Medizin, um dieses Land wieder fit zu machen und diese ist in den seltensten Fällen kulinarisch genießbar sondern im Gegenteil: bitter! Beispiele gefällig?

        Rente – seit Jahrzehnten verschleppt. Dabei weiß jeder, was nötig wäre: Länger arbeiten, für zukünftige Generationen geringere Bezüge aus der Umverteilung dafür mehr Kapitaldeckung. Und was tut die Regierung: Erhöht die Renten um über 4% (man fasst sich an den Kopf). Und die AfD? Geht sogar noch weiter, viel weiter. Verspricht 70% Rentenniveau (-> Erwartungshaltung). Wie sie das machen will, sagt sie nicht!

        Strom – Wiedereinstieg in Kernkraft fordern, suggerieren, damit würde der Strom billiger. Doppelt falsche Erwartungshaltung. Neue AKWs, selbst wenn es eine Mehrheit dafür in Deutschland gäbe, wären frühestens in 30 Jahren am Netz und deren Strom wäre der mit Abstand teuerste.

        Verbrennerverbot und Heizungsgesetz – ist weg. Technologieoffenheit und freie Wahl für mündige Verbraucher ist da. Erwartungshaltung erfüllt! Dann gibt’s einen neuen Krieg, für den Deutschland nur wirklich überhaupt nichts kann, die Preise für Öl und Gas gehen durch die Decke und dann ist der Verbraucher auf einmal gar nicht mehr so mündig und brüllt nach staatlicher Hilfe.

        Und klar kann man als AfD sagen: Nö, wir sind an der Suppe nicht schuld, also löffelt die mal schön selber aus. Damit bestätigen Sie nur, dass die AfD gar kein Interesse hat, konstruktiv Regierungsverantwortung zu übernehmen sondern nur genüsslich von außen, hinter der Brandmauer zuzuschauen. Mit welchem Ziel? Bis sie im Bund die absolute Mehrheit hat? Das wird dauern. Sehr lange! Und auch nur dann, wenn das Land völlig kaputt ist.

        Wollen Sie das?

        • H.K. Antworten

          „ Rente – seit Jahrzehnten verschleppt. Dabei weiß jeder, was nötig wäre: Länger arbeiten, für zukünftige Generationen geringere Bezüge aus der Umverteilung dafür mehr Kapitaldeckung. Und was tut die Regierung: Erhöht die Renten um über 4% (man fasst sich an den Kopf).“

          Haben Sie sich schon einmal mit einem Rentner unterhalten ?

          Z.B. mit einem, der deutlich mehr als der Durchschnittsrentner bekommt, sagen wir € 2.500, die er versteuern muß, und von den verbleibenden sagen wir € 2.100 gehen etwas mehr als € 1.200 für die PKV ab, verbleiben € 900.

          Dummerweise gehen davon für eine gar nicht mal hohe Miete noch € 800 ab – bleiben noch EINHUNDERT Euronen.

          Und diesem Rentner wollen Die erklären, bei einer exorbitanten Rentenerhlhung zum 01.07.2026 von 4,24 % schlagen SIE die Hände über dem Kopf zusammen ?

          Das würde ich auch – aber aus purem Mitleid !

          Vielleicht informieren Sie sich einmal, wie das denn bei Durchschnittsrentenbeziehern aussieht.

          Und wenn das getan ist, machen Sie sich vielleicht einmal schlau, was ein Beamter jetzt und was er nach der Pensionserhöhung bekommt.

          Und DANN schlagen Sie Ihre Empörungsfingerchen doch noch einmal über Ihrem Kopf zusammen !

          • Harald

            Werter H.K.

            Stellen Sie sich vor, ich habe 3 Rentner im engsten Familienkreis. Alle 3 bekommen eine weitaus kleinere Rente als die, die Sie da oben darlegen.

            So, und um mal nun mal die andere Seite aufzuzeigen.

            Ich habe 5 engste Familienmitglieder (darunter eigene Kinder) zwischen 25 und 35. Höhere Bildungsabschlüsse, vergleichsweise gute Jobs. Anders als die Rentner haben sie neue Mietverträge und zahlen im Ballungsraum für eine kleine Wohnung oder gar ein WG-Zimmer fast genauso viel wie die Rentner für ihre 4-Zimmerwohnung bzw. -haus mit Altvertrag. Daneben habe sie stattliche Sozial- und Steuerabgaben sowie Rentenbeiträge. Sie wissen, dass diese bei weitem nicht ausreichen werden für’s Alter, wissen aber nicht, wo sie noch was abzweigen können für die private Altersvorsorge.

            Dann wissen sie, dass bereits fast ein viertel (!!!) des gesamten Bundeshaushalts als Zuschüsse in den Rentenversicherung zur Zahlung der heutigen Renten gehen und hören dann auch noch, dass die Renten dieses Jahr um über 4% steigen, eine Erhöhung, von der sie nur träumen können.

            Merken Sie was?

          • H.K.

            Ja, vor allem merke ich, daß Sie es trotz ausführlicher Darlegung nicht begreifen ( wollen ? ).

            Und darüberhinaus merke ich, daß Sie – wieder einmal – auf den Kern gar nicht eingehen, sondern herumschwafeln.

          • Harald

            Tja, werter H.K.,

            Mit dem Rumschwafeln haben Sie angefangen. Wie man in den Wald hineinruft.

            Aber, halt: Sie nennen das bei sich ja „ausführliche Darlegung“, bei anderen Rumgeschwafel.

        • H.K. Antworten

          „ Strom – Wiedereinstieg in Kernkraft fordern, suggerieren, damit würde der Strom billiger. Doppelt falsche Erwartungshaltung. Neue AKWs, selbst wenn es eine Mehrheit dafür in Deutschland gäbe, wären frühestens in 30 Jahren am Netz und deren Strom wäre der mit Abstand teuerste.“

          Unfug wird nicht richtiger, selbst wenn man ( frau auch, es sowieso ) ihn gebetsmühlenartig wiederholt.

          • Harald

            @ H.K.

            Widerlegen Sie mich, wenn Sie können.

            Einfach nur behaupten, das wäre Unfug, ist kein Widerlegen!

          • S v B

            @H.K. (@“Harald“)

            Tschuldigung… wenn ich mich vielleicht kurz in Ihren Energie-Disput mit @Harald einmischen dürfte…

            Vielleicht sollte sich @Harald einfach mal auf die Achse des Guten begeben und sich durch die zahlreichen hochinteressanten Fach-artikel und Podcasts des ausgewiesenen Energie-Experten Manfred Haferburg arbeiten. Dies freilich nur, wenn ihn die Thematik mit all ihren Facetten ernsthaft interessieren sollte… – Ich stelle mir vor, dass @Harald die Diskussion mit Ihnen anschließend umso lebendiger – und vor allem faktenbasierter – weiterführen könnte. 😉

          • Harald

            @ S v B

            Stellen Sie sich vor: Das tue ich, und auch an anderer Stelle. Und niemand konnte mir bisher erklären, wie man ein neues AKW in wenigen Jahren planen, genehmigen und bauen lassen kann.

          • gerd

            @Harald

            Wäre es denn ein guter Plan, neue AKWs zu planen und auch zu bauen? Sollte man damit nicht schleunigst beginnen?

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Ich sehe bei Herrn Harald auch nur Behauptungen in bezug auf den Wiedereinstieg in die Kernenergie. Belege fehlen.

            Eine falsche Behauptung ist definitiv, das Verbrennerverbot und das Heizungsgesetz seien „weg“. Einzelheiten erspare ich mir.

            Es stimmt, daß jedem sein Hemd näher ist als der Rock des anderen. Aber wenn die Regierung Nägel mit Köpfen machen würde und das Rentenalter heraufsetzen würde, müsste man sich fügen. Warum tut sie es nicht, weil sie Wählerschwund fürchtet. Es geht den Akteuren nicht um Deutschland, es geht gerade ihnen um die Pfründe.

          • Harald

            @ gerd

            Danke für diese konstruktive Frage.

            Zugegebenermaßen bin ich kein Experte auf diesem Gebiet, bewerte das also von der realpolitischen und energiewirtschaftlichen Seite.

            Kurz gesagt: Ja, man kann neue AKWs planen und bauen, aber sie können nur eine Ergänzung sein im Sinne von Stromdiversifizierung. Eine teure auch den erzeugten Strom betreffende Lösung, und es wird lange, sehr lange dauern, bis sie am Netz wären.

            Alternativen?
            SMRs klingen vielversprechend, sind aber noch weit entfernt von der Serienproduktion, die sie erst bezahlbar macht. Auch sie brauchen Sicherheitsnachweise, Genehmigungen, Netzanschlüsse und Brennstoffzulassung, die ähnlich lange dauern wie die klassischer AKWs. Plus: Sie benötigen spezielles HALEU (High-Assay Low-Enriched) Uran, dessen Lieferketten sehr dünn sind.

            Deutlich näher liegend, schneller und günstiger: Regenerative und hier vor allem der Ausbau der Stromspeicher. Es vergeht keine Woche, in der nicht ein neuer großer Energiespeicher ans Netz geht. Gerade die Tage wurde über den größten Vanadium-Redox-Flow-Batteriespeicher in Europa vom Fraunhofer-Institut berichtet. Hier ginge noch viel mehr. Das, was die Kosten der Energiewende vor allem nach oben trieb, der Netzausbau (der übrigens ohnehin überfällig war) schafft hier die Voraussetzungen. Daneben dezentraler Ausbau von Energiespeichern in Privat- und Mietshäusern, auch ohne aber erst recht wenn neue PVAs installiert werden. Plus: Verknüpfung der Förderung von E-Autos mit der Verpflichtung, diese auch für bidirektionales Laden/Entladen zur Verfügung zu stellen. Eine solch dezentrale Stromnetzinfrastruktur ist zudem viel resilienter gegen Hacker- oder Terrorattacken wie durch die Vulkangruppe.

            Reicht das für die ca. 20 Tage Dunkelflaute im Winter? Noch nicht ganz. Hier müssten Gaskraftwerke einspringen, wenn wir das isoliert auf Deutschland betrachten. Und hier stellt sich eine ganze andere Frage: Muss ein Land komplett stromautark sein? Nein! Selbst Frankreich, weltweit die Nr. 1 bei Atomstrom, kann es nicht sein. Im Frühjahr und Sommer muss Frankreich regelmäßig Meiler runterfahren wegen zu warmem Flusswasser, was man dort geschickt mit ohnehin anstehenden Wartungen korreliert. Dann importiert Frankreich Strom, vor allem regenerativen aus Deutschland.

            Sprich: Insellösungen sind eh nicht nötig und auch nicht möglich sondern gefährlich, siehe den Blackout in Spanien letztes Jahr. Die Ursachen werden hier gerne verzerrt dargestellt. Richtig ist, dass der akute Auslöser eine Stromspritze durch Regenerative waren, die zugrunde liegende Ursache aber eine völlig unzureichende Stromvernetzung Spaniens. Vergleichbar mit einer Arteriosklerose, die unbehandelt bei schon moderater Belastung zum Infarkt führt. Etwas, das im EU-Binnenstaat Deutschland kaum passieren kann.

            Was mich zurück zu Ihrer Frage mit einer Gegenfrage bringt: Was wäre der Gewinn, wenn wir hier auch noch neue AKWs mit langer Vorlaufzeit und hohen Kosten planen und bauen, wenn Deutschland ohnehin eng vernetzt im europäischen Stromverbund ist, so eng wie kein anderes Land, und Strom eh ständig im- und exportiert wird, so schnell und fluide wie kein anderer Energieträger?

            Diese Frage konnte mir bisher noch keiner, den ich fragte, beantworten.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Da Sie mir vorwerfen, nur Behauptungen aufzustellen ohne Belege, reiche ich diese gerne nach. Ich ging davon aus, diese seien allgemein bekannt.

            Das jüngste AKW, das in Europa ans Netz ging, Olkiluoto III in Finnland, brauchte von Ausschreibung 2003 (dem gingen bereits einige Jahre Vorplanung voraus) bis Inbetriebnahme 20 Jahre. Die Kosten stiegen von 4,5 auf 11Mrd Euro.

            So, und jetzt liefern Sie mal Belege, warum das in Deutschland viel schneller und günstiger gehen sollte.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Es gibt noch unzerstörte AKWs, die man reaktivieren könnte. Und die neuen Werke kann man nicht mit den herkömmlichen Betrieben vergleichen. Warum der Strom der mit Abstand teuerste sein soll, ist ebenfalls nur eine Behauptung.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Von den drei zuletzt am 15. April 2023 abgeschalteten deutschen AKWs Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland befindet sich nach aktuellem Stand keines mehr vollständig außerhalb des Rückbaus. Beim AKW Emsland wurde der Rückbau zuletzt eingeleitet. Politiker und einige Kernkraftbefürworter nannten deshalb oft Emsland als „letzten theoretischen Kandidaten“. Aber auch hier winkt der Betreiber ab und spricht von einem „point of no return“, da Wiederaufbau von Nebensystemen, Hilfsanlagen gefolgt von neuen atomrechtlichen Genehmigungen, Sicherheitsprüfungen, etc. so zeit- und kostenintensiv sind, dass sie einem Neubau nahe kommen.

            Warum man „neue Werke“ nicht mit den „herkömmlichen Betrieben“ vergleichen kann, ist Ihre Behauptung, ohne Beleg. Ich habe Ihnen den Beleg des neuesten europäischen AKWs Olkiluoto III genannt. Welche „neueren Werke“ kennen Sie denn?

            Und da Sie mir unterstellen, meine Aussage zu den Kosten des AKW-Stroms sei nur eine Behauptung, hier die Zahlen.

            Strom aus AKWs: Zwischen 14ct/kWh (alte, abgeschriebene AKWs) und 49ct bei neuen.

            PVAs liegen bei 4-7ct (Freifläche) und 6-13ct (Dach).
            WKAs 4-9ct (on-shore) sowie 5-10ct off-shore.
            Kohle 15-33ct (Stein-/Braunkohle).

            Referenz: Fraunhofer Institut Studie 2024.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @Harald

            Sie können mir lange Ausführungen über Kernkraft liefern oder Belege fordern.
            Das halte ich für totalen Unsinn, weil wir beide keine Experten sind und die Diskussion immer ideologiegetrieben ist.
            Sie sind Gegner der Kernkraft und kommen mit vielen Argumenten, ich bin Anhänger der Kernkraft und sehe, daß Deutschland hier einen Sonderweg beschreitet. Machen alle anderen europäischen Länder hier etwas falsch? Oder ist Deutschland der Falschfahrer, der glaubt, ihm kommen nur Falschfahrer entgegen?

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Das waren jetzt aber Eigentore. Und gleich mehrere.
            1. Ich habe gesagt, dass ich das Abschalten der letzten AKWs im April 2023 für einen Fehler hielt. Wie Sie daraus schließen, ich sei gegen Kernkraft, wissen wohl nur Sie.
            2. Sie werfen mir weiter oben vor, keine Belege für meine Aussagen zu liefern. Tue ich das und bitte Sie, das gleiche zu tun, werfen Sie mir vor, ich würde totalen Unsinn schreiben, weil ich kein Experte sei.
            3. Darauf folgt von Ihnen, dass die Diskussionen immer ideologiegetrieben sind und stellen mich als Kernkraftgegner dar (bin ich nicht; siehe oben) und sich als Kernkraftbefürworter und sagen dann, Deutschland betreibe einen Sonderweg, den alle anderen nicht mitmachen. Googeln Sie mal, wie viele Länder in Europa keine eigenen AKWs betreiben.

            Als jemand, der Atomkraft als ein gewisses Übel befürwortet (das Übel der ungelösten Endlagerfrage) schaue ich mir aber das an, was realistisch wäre.

            Eine gesellschaftliche Debatte über den Wiedereinstieg, Standortauswahl, Planung, Bau und Genehmigung selbst nur eines einzigen neuen AKWs binnen 10 Jahre gehört nicht dazu.

            Warum, habe ich Ihnen haarklein dargelegt, ebenso, wo ich die Alternativen sehe.

    • Klaus Kelle Antworten

      Einst führende AfD-Politiker wie Bernd Lucke, Jörg Meuthen und Hans-Olaf Henkel bezeichneten sich schon 2014 als „eine Art Brandmauer gegen rechtes Gedankengut“ in ihrer eigenen Partei.

      Und sind alle gescheitert. Die AfD ist ein gäriger Haufen, die viele richtige Dinge auf die Tagesordnung bringt und damit ja auch Erfolg hat.

      Aber wollen wir Leute wie Chrupalla, Moosdorf, Höcke, Helferich, Urban wirklich in einem Kabinett sitzen haben, das verantwortlich für die Zukunft Deutschlands ist?

      Ich definitiv nicht…

      kk

      • gerd Antworten

        Die Zukunft Deutschland wird gerade von Merz, Klingbeil, Bas und Spahn in die Tonne gekloppt.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Hallo Herr Kelle,
            Sie wissen schon, daß beide eine Ausbildung genossen haben, Herr Chrupalla als Handwerker, Frau Weidel sogar Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung war und promoviert ist?

            Verglichen mit der jetzigen Besetzung des Arbeits- und Finanzministeriums sehe ich da ein erheblich besseres Potential.

            Ihre unqualifizierte Ablehnung der AfD nervt.
            Auch Ihre Abneigung gegen H.K. oder gerd, der ihren Beitrag nicht unerheblich mitträgt, finde ich mehr und mehr abstoßend.

            Ein bisschen mehr Objektivität täte gut.

          • Klaus Kelle

            Liebe Frau @Königs-Albrecht,

            ich bin es seit langem gewohnt, dass viele Bürger nur das lesen wollen, was ihnen in den Kram passt. Und Objektivität – das ist etwas für Nachrichten, das mache ich ja auch anderswo. Aber ein Blog ist der Austausch von Meinungen, und das schließt mich mit ein. Ich habe keine „Abneigung“ gegen @gerd, und wo steht eigentlich geschrieben, dass ich mich hier persönlich von einzelnen immer wieder anpöbeln lassen muss, aber wenn ich auf den groben Klotz mal einen groben Keil setze, dann ist Aufregung.

            So lange ich brav Merkel muss weg oder Migratuion ist schlecht schreibe, dann finden das alle toll. Wenn ich mir aber mal erlaube – auch aus der Innenkenntnis der AfD-Bundestagsfraktion – Kritisches über die Blauen zu schreiben oder sogar das Thema Merz differenziert zu betrachten, dann ist plötzlich Liebensentzug, erfreulicherweise nur von wenigen Foristen.

            Herr Chrupalla und Frau Weidel haben ehrenwerte Berufe und sind sicher ehrenwerte Menschen – kein Zweifel. Trotzdem werde ich niemals unterstützen, dass ein Mensch, der einen brutalen Krieg zwei Flugstunden entfernt von uns mit zerstörten Städten und Hunderttausenden Toten lapidar mit „Putin hat MIR nichts getan“ abtut, in Deutschland jemals etwas zu regieren hat.

            Ein schönes Wochenende Ihnen und Ihren Lieben!

            Klaus Kelle

          • H.K.

            Danke !

            Einen besseren Beleg für die Ausführungen von Frau Dr. Königs-Albrecht hätten Sie gar nicht liefern können.

          • gerd

            „Ich bin es seit langem gewohnt, dass viele Bürger nur das lesen wollen, was ihnen in den Kram passt.“

            So ist das. Ich erinnere mich schwach hier einst kommentiert zu haben, dass niemand den ÖR Schundfunk mehr braucht, weil die sosusagen eine Reinkarnation einer Staatspropaganda ist, die den Bürgern das zu lesen geben, was sie SOLLEN.
            Dann lese ich doch lieber das, was mir in den Kram passt. Ist besser für die Nerven……

            Im übrigen finde ich es sehr amüsant und oft lehrreich hier zu kommentieren. Gerne auch mal reden……bei einem Bier versteht sich.

          • Klaus Kelle

            @gerd,

            da Sie am Niederrhein leben und demzufolge sicher kein Kölsch trinken, soll das an mir nicht scheitern.

            kk

          • S v B

            @KK

            Du, lieber Klaus, sprichst explizit von einer „Innenkenntnis(!!!) der AfD-Fraktion“? Für meine Ohren klingt das irgendwie nach… na ja, man ahnt schon, was. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass ausgerechnet Du Dich – wohl im Auftrag Deiner geliebten CDU? – nebenher als V-Mann betätigst. Ja, da schau her! Ist eine solche frank-und-freie Offenbarung für einen V-Mann nicht allzu gewagt, allzu gefährlich gar? Ein deutliches Gschmäckle trägt Deine Aussage schon. Weshalb ich um möglichst baldige Aufklärung ersuche, ggfs. auf dem Postwege. Und wenn es noch diskreter sein müsste, durch eine schnelle und effiziente Haus-zu-Haus-Zustellung per Brieftaube. Komm, Du kriegst das hin! – Die weite, doch dunkle Welt der Spionage war mir bis dato völlig fremd.Da wird es für mich höchste Zeit, mich mit der Materie einmal näher zu befassen, obgleich, dem Himmel sei Dank – nur mittelbar. – Ach übrigens, wurde Frau BuTa-Präsidentin Klöckner schon informiert? Was sie wohl von Deiner so wundersamen Connection halten könnte…?
            😉😉😉

          • Klaus Kelle

            Liebe @S v B,

            Du kannst das ja nicht wissen, aber ich bin von Beruf Journalist. Das musste ich bisher geheimhalten, weil ich vom Verfassungsschutz als V-Mann geführt werde. Die CIA habe ich abblitzen lassen, sonst beklagt sich meine Stammkundschaft hier über die widerwärtige Amerikanisierung.

            Ich spreche mit wem ich will über was ich will und ich melde niemandem etwas und ich frage niemanden vorher.

            Manche finden das gut, andere verdächtig. Ich würde vorschlagen, Du gehst mal ein bisschen an der frischen Luft spazieren, setzt Dich in ein Café und bestellst Dir Schwarzwälder Kirschtorte und Kaffee. Und irgendwann, wenn die Kellnerin nicht aufpasst, holst Du Dein AfD-Tischfähnchen aus der Handtasche und stellst es ins Deko-Bumentöpfchen dort…

            Schönen Sonntag!

            Dein Klaus

          • Klaus Kelle

            @S v B,

            und damit Du im Café was zu lesen hast: mein aktuelles Interview mit dem neuen verteidigungspolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Jan Nolte. Zu lesen hier

            Richtig guter Typ…

        • H.K. Antworten

          Wer mit dem Rücken an der Wand steht, sollte aufpassen, daß es sich nicht um die „Brandmauer“ handelt – er könnte sich den A – ääh: Allerwertesten verbrennen …

      • Harald Antworten

        Ich auch nicht, Herr Kelle. Und ich glaube, die Mehrheit derer, die ihr Kreuzchen neuerdings bei der AfD machen, auch nicht.

        Sie tun es, weil sie enttäuscht sind. Und in diesem Wörtchen „enttäuscht“ steckt viel drin, aber keiner nimmt es wahr: Um ent-täuscht zu werden, muss man erst mal ge-täuscht sein, und in den meisten Fällen steckt dahinter gar nicht mal Täuschung von außen sondern einer Selbsttäuschung aufsitzen.

        Nun hat Merz die Wähler zweifelsohne getäuscht, gerade mit seinem Verschuldungsversprechen. Ich will mich jetzt nicht loben, aber geglaubt habe ich ihm das schon vor der Wahl nicht angesichts der überbordenden Baustellen im Land. Sprich: Täuschen habe ich mich nicht lassen, habe ihn trotzdem gewählt. Ergo konnte ich auch nicht enttäuscht werden.

        Was den großen Rest anbelangt, so haben wir es mit einer unrealistischen Erwartungshaltung zu tun, sprich Selbsttäuschung. Zu erwarten, alles könne so wie früher werden, ist schlicht naiv. Wie quasi alle führenden westlichen Industrienationen sollte wir uns eingestehen, dass wir den Zenit überschritten haben. Ein bisschen eigene Bräsigkeit trägt dazu bei, vor allem aber, dass die Welt heute eine ganz andere ist als vor 30 Jahren. Länder wie China oder Indien mit mehr als 15mal so vielen Einwohnern müssen uns zwangsläufig den wirtschaftlichen Rang streitig machen.

        Die Botschaft müsste also die sein, dass wir den Lebensstandard für die kommende Generation gerade noch werden halten können und das nur, wenn wir uns anstrengen, wir alle – jung wie alt, links wie rechts – die Ärmel hochkrempeln, zusammen anpacken und einige sehr bittere Pillen schlucken.

        Das Land, in dem Milch und Honig fließen, ist tot. So es das überhaupt je gab.

        • Klaus Kelle Antworten

          @Harald,

          ich denke, was Sie umtreibt, treibt auch mich und viele Millionen Menschen im Land ebenfalls um, die politisch heimatlos geworden sind.

          Und man kann das konkret sagen: unter der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Elend begonnen.

          Dass diese Frau so schnell den Weg an die Spitze der einstmals rheinisch-katholisch sozialisierten CDU gelangen konnte, werde ich nie verstehen. Und dass alle zugeschaut und Beifall geklatscht haben, als die dramatische Entkernung der Partei Adenauers und Kohls und ihre Folgen sichtbar wurden, das begreife ich wirklich nicht.

          Und dann ging es mir wie Ihnen!

          Als AKK an die Spitze der CDU folgte, habe ich nichts erwartet, weil sie als Merkelianerin galt. Dann Laschet sogar Kanzlerkandidat, ich habe die Hände über den Kopf zusammengeschlagen damals.

          Doch mit Friedrich Merz kam die Hoffnung zurück. Den kannte ich noch als schneidigen Debattenredner und Oppositionsführer im Bundestag, der war transatlantisch und wirtschaftsorientiert und hatte originelle Ideen („Bierdeckel“-Steuererklärung). Jetzt kann ich endlich wieder die richtige CDU wählen, dachte ich vergangenes Jahr und habe es dann auch getan.

          Es war ein Fehler, aber ganz ehrlich – was hätte ich tun sollen? Die linksvergrünte FDP? Die aussichtslosen WerteUnion und Bündnis Deutschland? Oder die „Mir-hat-Putin-nichts-getan“-AfD? No Way! Für jemanden, der Mitte-Rechts will, gibt es überhaupt nichts als den kleinen Hoffnungsschimmer in der zweiten und dritten Reihe der Union. Aber Begeisterung weckt das alles nicht mehr bei mir…

          Klaus Kelle

          • gerd

            Eine Frage ausserhalb des Sandkastens: Wenn eine Ministerin im Parlament offensichtlich und nachweislich lügt, müsste dann nicht ein „Kanzler der Hoffnung“ diese umgehend entlassen? Von wegen Amtseid und so….

          • Klaus Kelle

            Ein Kanzler muss erstmal gar nix….

            Politiker (aller Parteien) lügen dauernd… natürlich nur die der AfD nicht, die sind ganz doll anders 🙂

          • Harald

            Lieber Herr Kelle,

            da muss ich Ihnen jetzt mal ein bisschen widersprechen – und nein, nicht um unseren lieben H.K. zu verwirren 😉

            Tatsächlich sehe ich Angela Merkel etwas differenzierter. Nach 16 Jahren Kohl, der Spendenaffäre und einer personell sowie inhaltlich völlig veralteten und verfilzten Union war eine Erneuerung der Union mehr als überfällig. Und wie sie in Ihrer ersten und zweiten Legislatur die Finanzkrise gemanagt hat, war richtig gut. Auch außenpolitisch überzeugte sie. Nicht umsonst galt sie über Jahre als mächtigste Frau der Welt und Deutschland war international hoch anerkannt. Nicht umsonst war sie „der“ einzige „Staatschef“ in Europa, „den“ sogar Putin respektierte. Ich könnte mir denken, dass Merkel vor oder kurz nach Beginn des Ukrainekrieges vielleicht sogar noch hätte einiges bewegen können.

            Ich gehe sogar soweit und sage, selbst Ihre Entscheidung, die Grenzen im September 2015 nicht zu schließen war richtig und christlich. Es waren hundertausende Menschen auf der Flucht und wurden zynisch zur Verfügungs- und Verschiebemasse nationalpolitischer Interessen. Der Fehler von Merkel war damals, dies nicht als nur sehr temporäre Notfallmaßnahme positioniert zu haben sondern das Signal in die Welt gesendet zu haben: Kommt, die Grenzen bleiben auf. War es nicht Gauland, der die Flüchtlingskrise als Glück oder Geschenk für die AfD bezeichnete?

            Das noch größere Versäumnis von Merkel sehe ich aber an ganz anderer Stelle: Sie konnte sich auf den Agenda 2010-Reformen von Schröder ausruhen und gerade in den 2010ern, als diese griffen und Deutschland in der Finanzkrise sogar Negativzinsen eintreiben konnte, hätte sie was Reformen, Infrastruktur, Digitalisierung, etc. in die Vollen gehen MÜSSEN. Aber: Ihr und Schäuble waren die Schwarze Null wichtiger.

            So nun liegt das alles an der neuen Regierung und die Rechnung, monetär wie politisch, wird deutlich teurer.

          • Klaus Kelle

            Lieber @Harald,

            das ist unmöglich. Unser Forums-Philosoph hat ja aufgedeckt, dass wir beide die gleiche Person sind, da dürfen Sie mir nicht mehr widersprechen, sonst kollabiert das Raum-Zeit-Kontinuum..

            Im September die Grenzen für die 20.000 Flüchtlinge aus Ungarn zu öffnen, war absolut richtig und christlich. Leider hat sie vergessen, die Grenzen danach wieder zu schließen, so dass mal eben weitere 1,6 Mio „Flüchtlinge“ nachrückten. Na, immerhin hat sie damit den Grundstein für den Siegeszug der AfD gelegt….

          • gerd

            „Politiker (aller Parteien) lügen dauernd… natürlich nur die der AfD nicht, die sind ganz doll anders“

            Können Sie das etwas sortieren? Wenn jemand dauernd lügt, dann ist es in Ordnung wenn man lügt, weil es ein Dauerzustand ist? So richtig? Aber ein Kanzler der sinngemäß einen Amtseid ablegt um Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, sollte nach meiner Auffassung zumindest die Wahrheit mal ins Auge fassen. Das würde beinhalten den Lügner zu entlassen. Ich würde mal sagen, das wäre gutbürgerliche Tradition.
            Und nein, die AfD ist nicht doll, aber sie schafft es zumindest die CDU zu halbieren, ohne groß zu lügen.
            😉

          • H.K.

            @ Klaus Kelle

            „ sonst kolabiert das Raum-Zeit-Kontinuum..“

            Cola schreibt sich mit „C“ und „Bier“ ohne „t“ hinten, vorne, oder sonstwo.

            Nur mal so – ich hoffe, Sie nicht zu „verwirren“ …

            Prost ( Mahlzeit ) !

          • H.K.

            Da bei Ihnen offensichtlich dieser Preis am 7. des Monats vergeben wird, wollen wir mal hoffen, daß nicht bis Ultimo ein Schlauermeierer um die Ecke kommt und Ihre Statistik über den eigenen Haufen wirft …

            🤫

          • aha

            Dass diese Frau so schnell den Weg an die Spitze der einstmals rheinisch-katholisch sozialisierten CDU gelangen konnte, werde ich nie verstehen.

            Ich wiederhole mich:

            Die C-Parteien hatten die Stimmen vieler Frauen an Grüne und SPD verloren und hofften mit einer Frau an der Spitze sie wieder zurück zu gewinnen. Hat ja auch funktioniert. Der arme Hr. Laschet dann musste verlieren.

          • H.K.

            @ Klaus Kelle

            Korrigierter Text nun: „ … sonst kollabiert das Raum-Zeit-Kontinuum..“

            Werden hier auch andere Texte nachträglich bearbeitet, um Andere „bissl blöd“ darzustellen ?

          • Klaus Kelle

            Nein, jeder hat selbst die Möglichkeit, sich hier a bissl blöd dazustellen. Aber nur einzelne nutzen es intensiv…

            Es ist Ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen, aber ich habe keine Lust, mich mit Ihnen über Tippfehler zu unterhalten. Wenn Sie das stört, dann lesen und schreiben Sie bitte woanders!

          • S v B

            @KK

            „Jetzt kann ich endlich wieder die richtige CDU wählen, dachte ich vergangenes Jahr und habe es dann auch getan.“

            Tut mir leid, aber es wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben, wie gerade ein langjähriger, nach eigener Aussage intimer Kenner der CDU, ihrer Strukturen und Protagonisten sich bezüglich des zur Wahl stehenden Bundeskanzler-Kandidaten dermaßen irren konnte. Wie oft schon wurde – auch hier im Blog – der CDU ein ähnliches Schicksal wie der unseligen Democrazia Italiana vorausgesagt. Das mag zwar (noch) übertrieben klingen, spricht jedoch für einen stetig wachsenden Unmut über die Partei; und dies selbst bei vormals über Jahrzehnte treuen ältereren Wählern und Wählerinnen. Gut schaut’s jedenfalls nicht aus mit Merz und Deiner CDU, lieber Klaus.

          • Klaus Kelle

            Es ist nicht mehr „meine CDU“, liebe Freundin!

            Aber so verzweifelt, dass ich Chrupalla, Helferich und Moosdorf wähle, bin ich dann noch lange nicht.

          • H.K.

            Genau !

            Dann doch lieber die SPD, die grünen Experten – oder doch lieber die Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei ?

        • H.K. Antworten

          Warum nur kommt einem irgendwie und unweigerlich der Gedanke, „Harald“ und der „Hausherr“ könnten ein- und dieselbe Tastatur benutzen ?

          Sicher entweder „Schwachsinn“, „Unfug“ oder eine „Verschwörungstheorie“ …

          • Klaus Kelle

            Allerdings! Schön, dass Sie sich wenigstens selbst richtig einordnen können.

            @Harald,

            Sie sind ich, wussten Sie das schon?

          • Harald

            @ H.K.

            „…könnten ein- und dieselbe Tastatur benutzen?“

            Schließen Sie von sich auf andere?

            Ich frage für gerd 😉

          • H.K.

            Ich denke mal, das könnte der schon selbst tun …

            🤗

          • Harald

            @ Klaus Kelle

            „Sie sind ich, wussten Sie das schon?“

            Oha!

            Ich lausche ja immer mal in mich hinein und frage mich, wer bin ich und wenn ja, wie viel? Das ist nun eine ganz neue Perspektive, die mich auf meinen täglichen Waldspaziergängen beschäftigen wird 😉

          • H.K.

            Na, da passen Sie bloß auf, daß Sie sich nicht an einem braunen Igel pieksen – könnte verheerende Folgen haben …

            🫣

          • H.K.

            „ Klaus Kelle
            7. Mai 2026
            Nein, @gerd ist ungleich…sagen wir…sortierter in seinen Gedankengängen…“

            Fehlen uns gerade wieder einmal jegliche Argumente ?

            🫢

          • gerd

            @Harald

            Mal unter uns: H.K. und ich teilen sich eine gemeinsame Tastatur. Sie haben uns also erwischt. Ich bin der Sortierer und H.K der Verschwörungstheoretiker.

            😉

          • Klaus Kelle

            @gerd,

            Sie meinen, @H.K. meint das gar nicht ernst, wenn er schreibt „Merz liefert“?

            Das würde alles verändern…

            Ich glaube aber nicht, dass ihr ein und dieselbe Person seit. @H.K. ist ein Forums-Bot… eingeschleust von irgendeiner Fakultät für Künstliche Intelligenz, die deren Schwächen offenlegen will…

          • gerd

            Ein Verschwörungstheoretiker kann durchaus alles ernst meinen….und sogar recht behalten. (Corona!!)
            Wenn mein Kollege im Geiste H.K. schreibt, dass Merz liefert, dann fällt das in die Rubrik Sarkasmus. Geläufig?
            Wie geht’s, sagte ein Blinder zu einem Lahmen. Wie Sie sehen, antwortete der Lahme. So in etwa!

          • H.K.

            Ich verstehe den mich zugegebenermaßen komplett verwirrenden Diskurs nicht.

            Da schreibe ich EINMAL „Merz liefert“ und zitiere den Hausherrn und Blogbetreiber – und dann tut Friedrich der Große das genaue Gegenteil – und ICH bin dann der Böse ?

            Aber wahrscheinlich stimmt das alles genauso wenig wie „Friedrich Merz wird Kanzler“ – und wir glauben das alle nur, aber in Wirklichkeit ist er es gar nicht – sondern der „sensible Lars“ …

            Leidet der Herr Blogbetreiber an Alzheimer, Demenz, Scholzomanie oder gar Merzismus ??? Ist das infektiös ???

            Fragen über Fragen – zuviel für meinen kleinen ( Dumm-)Kopf …

            😢

          • H.K.

            Gut, daß wir SIE als Experten haben und Sie uns gelegentlich am Verstehen des politischen Geschehens in diesem Land gütigst teilhaben lassen !

            Dank, Dank, nochmals Dank !!

        • S v B Antworten

          @Harald

          „Das Land, in dem Milch und Honig fließen, ist tot.“ Hätte es nicht „flossen“ heißen müssen? Aber egal – so ist es, obwohl vom Lande noch ein vielleicht letztes, schwaches Röcheln vernehmbar ist. Wie fast immer im Sterbeprozess.. Merke: auch nach einem Suizid ist ein Staatswesen, definitiv tot. Mau-se-tot. Wie schön wär es doch, wenn man mit Überzeugung in Katja Ebsteins „uralten“ Mutmacher-Song von den Wundern, welche es angeblich immer wieder gibt, einstimmen könnte…

          • gerd

            @SvB

            Off Topic. Katja Ebstein hat nicht so ganz recht dass es „immer wieder“ Wunder gibt. Das würde ja bedeuten, dass es dazwischen keine Wunder gibt. Das ist allerdings so nicht haltbar. Wunder geschehen zu jeder Sekunde. Dass z.B. Ihr und mein Herz in diesem Moment wo ich das schreibe und Sie das lesen, Blut durch den Körper pumpt ist ein Wunder. Ich habe heute Morgen Unkraut gepflückt, das ist kein Wunder, aber das dieses Unkraut in 6 Wochen wieder da steht, wo ich es ausgerissen habe, das ist ein Wunder.

          • S v B

            @gerd

            Ihr Unkraut kommt in sechs Wochen wieder? Erst? Ja, wo leben Sie denn? Und liebevoll gepflückt haben Sie es auch noch? Nein, meines wird von mir, wenn’s gar so arg wird, herzlos herausgerissen und wandert in den Grünen Sack, dessen Inhalt – in Ermangelung eines eigenen Komposts – letztlich beim örtlichen Wertstoffhof landet. Trotz anhaltender Trockenheit sprießt das Unkraut unbeirrt weiter. Interessant übrigens, dass der gegenwärtige Wassermangel den Unkrautartigen teils weit weniger zuzusetzen scheint als ihren zumeist optisch weit eindrucksvolleren Stiefgeschwistern aus dem Kulturpflanzenreich. Macht im Grunde auch Sinn, oder? – Bezüglich Ihrer Definition des Wunders gebe ich Ihnen völlig recht. Im Grunde hat für mich vieles, wenn nicht gar alles, was jemals existiert hat, was derzeit existiert und was noch existieren wird, Inhalt und Wert eines Wunders. Bisweilen kommt man aus dem Staunen – und der Bewunderung – kaum noch heraus. Seit Kindheitstagen sind meine Sinne quasi feingetunt für die Wunder unserer unfassbar wunder-vollen Welt. – Herzliche Grüße zum Sonntagsausklang!

    • S v B Antworten

      @Harald

      Vielleicht schauen Sie doch mal bei der NIUS-Sendung von gestern Vormittag rein? Interessantes Gespräch zwischen Julian Reichelt, Alexander Kissler und – wer hätte es gedacht? – der Polithexe Alice Weidel, die sich tatsächlich aus der sicheren Deckung hinter der glühenden Brandmauer hervorgetraut hat…
      Über entsprechende Eingaben bei YouTube zu finden.

      PS: Bemerkenswert? Witzig? Schon irgendwie seltsam, dass das oft so gestrenge Korrekturprogramm keinerlei Anlass sah, die Eingabe meiner Wort-Neuschöpfung „Polithexe“ zu bemängeln. How come…? 😉

  8. Querdenker Antworten

    In der antiken Legende hat Alexander der Große den gordischen Knoten nicht entwirrt, sondern durchschlug ihn kurzerhand mit seinem Schwert. Nur sehe ich derzeit keinen Politiker vom Format eines damaligen Alexanders. Daher gefällt mir das Bild eines Deadlock im Straßenverkehr besser. Ein Deadlock im Straßenverkehr kann entstehen, wenn vier Fahrzeuge gleichzeitig an einer Rechts-vor-links-Kreuzung ankommen. Solange alle die Rechts-vor-links-Regel beachten haben wir eine Systemblockade und wir haben eine ausweglose Situation in der sich die Alternativen gegenseitig blockieren. Es gibt nur eine einzige Lösung, ein Fahrzeuglenker muss den Kontakt zu seinem Rechten-Nachbarn suchen und nach einer entsprechenden Absprache langsam über die Kreuzung fahren. Danach können alle Autos entsprechend der gültigen Verkehrsregeln ihren Weg fortsetzen.

    In unserem derzeitigen politischen Deadlock kann nur die CDU/CSU den Kontakt mit der AfD suchen. Dabei ist die Frage wer das CDU/CSU Auto steuert nebensächlich, es ist auch nicht wichtig, ob das AfD-Auto in seinem derzeitigen Zustand die nächste Abgas- und TÜV Prüfung bestehen würde. Hauptsache die Rechts-vor-links-Regel = Brandmauer wird durch eine sinnvolle Absprache überwunden. 

    • H.K. Antworten

      „Rechts-vor-links-Regel“ ??

      GIBT es die tatsächlich noch ?

      Ich habe eher das undifferenzierte Gefühl, in diesem Land ist es eher umgekehrt …

  9. Achim Koester Antworten

    Lieber Herr Kelle,
    Der Grundtenor dieses Blogs nimmt Formen an, die mir nicht gefallen, allen voran der „Advocatus Diaboli“, der in letzter Zeit viel schreibt. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich für eine Weile zurückziehe. Zwar werde ich gelegentlich weiter hier lesen, aber das Schreiben ist mir vergangen.
    Danke

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      @Achim Koester

      Ihre Reaktion kann ich gut verstehen. Ich habe vor kurzem weiter oben ebenfalls meinen Unmut über gewisse Formen der Diskussion in diesem Blog geäußert. Schau’n wir mal, ob es etwas bringt.

      Liebe Grüße.

    • S v B Antworten

      @Achim Koester

      Welch erstaunliche Koinzidenz! Der Blog unterliegt seit einiger Zeit einer deutlichen Wandlung, die ich – wohl ebenso wie Sie – nicht „mittragen“ möchte. Deshalb habe auch ich in Erwägung gezogen, zumindest für eine Weile Abstand bzw. „Urlaub vom Blog“ zu nehmen. – Mal schauen, wie’s danach weitergehen könnte…

    • gerd Antworten

      @Achim Köster

      Der Grundtenor dieses Blogs ist m.M. nach, dass der Betreiber jeden zu Wort kommen lässt. Diese Form wird weitestgehend auch eingehalten. Über Inhalte lässt sich bekanntlich streiten. Mal heftig mal gemäßigt. Aber immer noch besser als gar nicht. Ich habe früher als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte zahlreiche Leserbriefe an diverse Printmedien versendet. Die wurden, z.B. wenn es das Thema Abtreibung betraf und meine Haltung dazu, selten bis nie abgedruckt. Das ist hier definitiv anders. Ich habe für D.E kein Abo….wenn ich nicht schreiben will, schreibe ich auch nicht. Umgekehrt natürlich genauso.

      • Klaus Kelle Antworten

        @gerd,

        und genauso war das gedacht, als ich hier vor 13 Jahren mit diesem Blog begonnen habe. Jeder kann hier seine Meinung offen schreiben. Allerdings erwarte ich, dass die auch begründet wird. Selbst wenn etwas absurd ist, lasse ich es laufen.

        Das Einzige, was nicht geht ist, dass jemand mein Forum auf meinem Blog nutzt, um dauerhaft meine Integrität in Frage zu stellen. Meine Meinung ist nicht mehr wert als die Meinung von allen anderen hier. Demokratie und Debatte nennt man das. Aber ich reagiere zunehmend gereitzt, wenn hier einzelne – ich rede von maximal drei Leuten – penetrant versuchen, neine vermeintliche wirtschaftliche und auch schonmal familiäre Situation oder meine journalistische Reputation zum Thema zu machen. Das muss ich mir nicht geben, und da es ist wie beim Zölibat – niemand muss hier ja lesen…

        Ein gesegnetes Wochenende!

        Klaus Kelle

    • Nobby Antworten

      Lieber Achim Koester,
      ich schließe mich Ihnen an.
      Auch mich beschleicht zunehmend ein merkwürdiges Gefühl, das ich noch nicht so richtig benennen kann (das aber sicher auch mit den derzeit aktiven Akteuren zu tun hat).
      Mal sehen, wie lange ich mich zurückhalten kann. Im Moment tut ein Päuschen aber sicher gut.

    • Harald Antworten

      @ Klaus Kelle
      Vorab möchte ich Ihnen danken, dass Sie diesen Blog betreiben. Viele Alternativen gibt es ja nicht mehr. Ein Kollege, für dessen Blog Sie auch gelegentlich geschrieben haben, hat die Kommentarfunktion vor einigen Wochen dauerhaft eingestellt. Andere schalten Beiträge erst nach Stunden oder auch Tagen frei. Diskussionen sind damit kaum möglich. Und auf (a)sozialen Medien kommentiere ich grundsätzlich nicht.

      @ Achim Köster, Dr. Hildegard Königs-Albrecht und S v B
      Mich würde interessieren, welche „gewisse Formen der Diskussion“ Ihren Unmut hier erregt. Manchmal wird der Diskurs unsachlich und auch persönlich. Das ist nicht schön aber menschlich, und wenn man so in den Wald hinein ruft, muss man damit rechnen, dass es ähnlich zurückschallt.

      Ich habe auch kein Interesse an einem Blog, in dem alle in ihrer Meinungsblase den gleichen Tenor anstimmen, sich gegenseitig bestätigen, wie schlimm es um dieses Land steht, stets unisono auf die vermeintlich gleichen Schuldigen zeigen oder simple Lösungen für komplexe Probleme fordern, verbunden mit Anhimmeln und Herbeisehnen bestimmter Personen oder Parteien von denen sie glauben, sie wären die Lösung.

      Sowas brauche ich nicht.

      Ergo, wem etwas an diesem Land liegt, muss den Diskurs suchen, bereit sein, nicht nur die eigene Meinung zu posten und zu erwarten, dass man bestätigt wird, sondern auch mal andere Meinungen auszuhalten und gegenzuhalten, falls man glaubt, bessere Argumente zu haben.

      • gerd Antworten

        „verbunden mit Anhimmeln und Herbeisehnen bestimmter Personen oder Parteien von denen sie glauben, sie wären die Lösung.“

        Allein schon die Begriffe Anhimmeln oder Herbeisehnen haben nichts mit der Realität zu tun. Das ist genaus falsch wie aus Verzweiflung zu wählen. Als ich begann die AfD zu wählen, habe ich niemanden dort herbeigesehnt geschweige denn angehimmelt. Ich setze meine Hoffnung einzig und allein darauf, überhaupt noch jemanden zu wählen, der es wagt in eine echte Opposition zu gehen. Diese Opposition wurde von Merkel und aktuell von Merz gnadenlos weggebissen. Die einzige Person die ich herbeigesehnt und angehimmelt habe ist meine Frau. Was soll ich sagen……hat sich vollumfänglich als richtig heraus gestellt.

        • H.K. Antworten

          Steht die Dame auch zur Wahl ?

          😉

          Im Ernst:
          Bei meinen Wahlentscheidungen bin ich nahezu immer nach dem Ausschlußprinzip vorgegangen.

          Wer das heutzutage tut, kann m.E. nur zu einem Ergebnis kommen.

          Stünde demnächst ein Helmut Kohl zur Wahl oder ein Helmut Schmidt oder auch ein Gerhard Schröder: meine Wahlentscheidung wäre relativ klar.

        • Harald Antworten

          „…der es wagt in eine echte Opposition zu gehen.“

          Mal abgesehen davon, dass push-Motivationen meist die weniger sinnvolle Orientierung liefern als pull-Motivationen, ist das vielleicht das Hauptdilemma, da die AfD ja noch zu Daueropposition verdammt ist und es ihr das leicht macht, erst gegen fast alles zu sein.

          Ich würde mir wünschen, gäbe es eine echte Opposition, die vernünftige und realistische pull-Alternativen böte.

          • Gerd Franken

            Bestes Beispiel für eine push-Motivation ist die der Brandmauer. Die AfD ist auch nicht zur Daueropposition verdammt, sondern sie WIRD es. Niemand wird daran gehindert die AfD aus der Verdammnis heraus zu holen.

            PS: Friedrich Merz wünscht sich Klarnamen. Ich fang mal damit an! Von gerd werdet ihr hier nix mehr lesen.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Es geht um die Form. Man kann vom Thema abschweifen, um einen witzigen Kommentar unterzubringen. Mir mißfallen die Kommentare, die unsachlich und gehässig sind.
        Wie sagt man so schön: Der Ton macht die Musik!

  10. Sarnersee Antworten

    Etwas Grundsätzliches, das nicht nur auf dem Schlachtfeld „Alle gegen die AfD und alle Hoffnung in die AfD“ gilt:
    Das Ausleben der eigenen Befindlichkeiten gehört in das Privatleben, und nur dorthin, am besten in die Zeit der Muße, die man alleine verbringt. Blogs wie dieser können dabei helfen, wenn die Befindlichkeit in hohem Maße Unmut ist. Im Arbeitsleben dagegen, in dem es idealerweise um das Gemeinwohl gehen sollte, hat dieses Ausleben nichts zu suchen. Das gilt deshalb in besonderem Maße für Politiker, da sie gewöhnlich den unmittelbarsten Einfluss auf das Gemeinwohl nehmen. Der Wähler sollte auch hierauf bei seiner Entscheidung achten. Und umso mehr gilt das heute, wo die Befindlichkeiten erschreckend oft bloße Gehässigkeiten sind.

    • S v B Antworten

      Wen meinen Sie? Friedrich Merz? Gerade er hat der von Ihnen eingeforderten Maxime letztens eher weniger Beachtung geschenkt. Sensibilitäten aller Arten scheinen sich selbst in der hohen Politik jüngst mehr Raum zu verschaffen. Man denke – beispielsweise – an den von Merz als sensibel beschriebenen Koalitionspartner Klingbeil, welchem demzufolge das eine oder andere vielleicht nicht abzufordern bzw. zuzumuten wäre. Die vielzitierte, dabei oft gerühmte Wokeness macht vor nichts und niemandem Halt. Sie ist längst dabei, auch die große Politik für sich zu vereinnahmen. Das könnte tatsächlich noch heiter werden. 😉

      • Sarnersee Antworten

        @S v B
        Da ist wohl eine Begriffsklärung vonnöten. Befindlichkeiten wollte ich nicht als Empfindlichkeiten („Sensibilitäten“) verstanden haben wollen. Befindlichkeit verstehe ich alleine als (inzwischen regelrecht pathologisch) narzisstische Anwandlung.

          • S v B

            @gerd

            Friedrich Merz: „…Wir haben der weit verbreiteten pessimistischen Grundhaltung nichts Positives entgegengesetzt…“ Ach ja? Hat es denn dezidiert Positives, beim Bürger Hoffnung erweckendes, welches die Regierung Merz für sich verbuchen könnte, bisher überhaupt gegeben? Mir will da gerade nichts Konkretes einfallen. Ihnen vielleicht?

            Könnte es vielleicht sein, dass es nichts Positives gab, was man hätte entgegensetzen könnte?

          • Harald

            @ S v B

            Es gibt da schon einiges. Bei weitem noch nicht genug, aber die Richtung stimmt.
            – Migration: Grenzkontrollen, neue EU-Asylregelung inkl. Hubs außerhalb der EU, maßgeblich von Dobrindt vorangetrieben; Bau von neuen Abschiebeplätzen; immer mal Abschiebungen nach Afghanistan, obwohl wir offiziell keinen diplomatischen Kontakt mit der Taliban haben.
            – Bürgergeld -> Grundsicherung. Deutliche Verschärfung (wobei da noch mehr ginge)
            – Krankenversicherung: Solide Reform auf dem Tisch. Hoffentlich wird es nicht durch allerlei Lobbyarbeit weiter verwässert.
            – Rente: Aktivrente und erste wirklich sinnvolle Regelung für private Altersvorsorge. Wird noch deutlich mehr brauchen.
            – Körperschaftssteuer gesenkt.
            – Investitionen: Bei der Bundeswehr sieht man erste deutliche Erfolge und Infrastruktur kriegt jeder von uns mit. Kaum ein Tag, in dem man nicht irgendwo im Stau steht, weil überall gebaut wird. Nicht schön, aber nötig und ein Zeichen dafür, dass sich was tut.

            Es gibt auch einiges, über das sich zwar viele freuen, das ich aber für falsch halte. Pauschal Energiesteuer für alle abgesenkt (anstatt Kilometerpauschale erhöht) und pauschal 4,2% die Renten für alle erhöht (anstatt 2% Inflationsausgleich für alle, und bei niedrigen dafür Renten entsprechend mehr).

            Es wird dauern, bis es voll Früchte trägt, aber die Richtung stimmt. Man sollte so fair sein, das zumindest anerkennen, auch wenn noch weit mehr nötig wäre.

          • Sarnersee

            @gerd,
            mich überzeugt es nicht, die Notwendigkeit der Änderung immer nur bei anderen zu sehen. Das gilt selbstredend für beide Seiten. Angela Merkel und Friedrich Merz waren sicherlich in meinem Leben mit politischem Interesse die Politiker, die mir die größten Enttäuschungen bescherten, weil die sich abzeichnenden Realitäten ihres Wirkens diametral zu den eigenen Erwartungen an sie und denen sehr vieler ihrer Wähler standen. Täuschung ist ein großes Wort. Und Opfer einer Selbsttäuschung zu sein, muss man sich auch eingestehen können. Viele Kommentare auf sog. „alternativen“ Plattformen unterstellen beiden eine gewisse Bösartigkeit. Das wiederum ist bösartig. Die Kompromissbereitschaft, die gerade Regierungschefs in einer Koalition wie sonst wohl niemand zeigen müssen, kann gute und schlechte Ergebnisse je nach vorherrschender nationaler oder auch globaler Gesamtgemengelage hervorbringen. Vielmehr noch aber wird der Erfolg der Kompromisse bestimmt von dem Grad an Klugheit, mit dem sie zur jeweilgen Zeit mit ihrer Gemengelage eingegangen wurden. Und da waren beide zweifelsfrei zu oft zu unklug. Die Mitglieder, die sich für einen künftigen Parteichef entscheiden, sollten die Eignung für eine von weitsichtiger Klugheit bestimmten Kompromissbereitschaft vielmehr auf dem Schirm haben. Aber eben auch die Wähler mit ihrem Urteil über die Regierungschefs. Dem Tenor auf den zuvor erwähnten „alternativen“ Plattformen nach, scheinen dort auffällig Viele in Alice Weidel eine quasi „Erlöserin“ auf nahezu allen politischen Feldern zu sehen. Gerade sie hat diese zwingend erforderliche Eignung nicht, in keinster Weise, was sich ihre Fangemeinde gewissermaßen indirekt auch eingesteht , wenn sie von absoluten Mehrheiten träumt.

          • gerd

            „mich überzeugt es nicht, die Notwendigkeit der Änderung immer nur bei anderen zu sehen.“

            Das ist ja nun eine Binsenwahrheit, die allerdings gerade bei Friedrich Merz keine Früchte trägt. Wenn der davon spricht, dass alle anderen Schuld sind, aber nicht seine Person, dann ist das so als würde ein Spiegelbild sich mit seinem Spiegelbild unterhalten. Es gab mal einen Kanzler der sich von seinem eigenen Geschwätz von gestern distanzierte, weil er es ja heute besser machen kann. So muss es gehen. Alles ander ist, um mal B.Bas zu zitieren: Bullshit.

          • H.K.

            @ Harald

            – „Migration: Grenzkontrollen, neue EU-Asylregelung inkl. Hubs außerhalb der EU, maßgeblich von Dobrindt vorangetrieben; Bau von neuen Abschiebeplätzen; immer mal Abschiebungen nach Afghanistan, obwohl wir offiziell keinen diplomatischen Kontakt mit der Taliban haben.“

            -Grenzkontrollen: nach Ihrer Aussage an anderer Stelle bringen die nichts, weil die, die hierherholen, im dümmsten Fall einen km weiter über die grüne Grenze kommen.

            -„neue EU-Regelung incl. Hubs“: welches EU-Land nimmt mehr Flüchtlinge auf und entlastet Deutschland ? Wieviele Hubs besten und wo sind die ?

            -„Bau von neuen Abschiebeplätzen“: Wo bestehen die und wieviele sind es und wieviele bräuchte das Land ?

            -„Immer mal Abschiebungen“ ? 3 Syrer und 25 Afghanen, die für einen 5-stelligen Betrag PRO NASE ausgeflogen werden, mit mehr als 3 mal soviel Bundespolizisten + Arzt + Dolmetscher. Wieviele Jahre lang wollen Sie denn „immer mal wieder“ 28 Schwerstverbrecher ausfliegen, bis alle Ausreisepflichtigen außer Landes sind ? Schwarz-Rot schiebt deutlich weniger ab als die Ampel.

            -„obwohl wir keinen offiziellen Draht zu den Taliban haben“: Merkwürdig, daß in Afghanistan offenbar Menschen existieren, die gern die staatlichen Millionen € aus Deutschland entgegennehmen.

            -Außerdem: Machen Sie sich einmal schlau, wieviele Menschen aufgrund des „Familiennachzugs“ ( der offiziell zwar bis 2027 teilweise ausgesetzt ist, aber zahlreiche „Ausnahmen“ beinhaltet ), allein in 2025 „zugezogen“ sind. Diese Zahl fällt NICHT unter „Asylanträge“, belastet aber zusätzlich unsere Sozialsysteme.
            ———-
–„Bürgergeld -> Grundsicherung. Deutliche Verschärfung (wobei da noch mehr ginge)“: Sie meinen nicht zufällig die mehrfache Frage, schriftlich und persönlich, bei Bürgergeldempfängern, ob denn die Post „vom Amt“ auch tatsächlich angekommen UND ob sie denn auch geöffnet wurde oder derjenige vielleicht „Angst vor Öffnen der Post“ haben könnte ??
            —————-
            
– „Krankenversicherung: Solide Reform auf dem Tisch.“: Den Wegfall der Ehegattenmitversicherung und mit Ausnahme von Kindern bis 7 Jahre und von pflegenden Ehegatten: Wenn die Kinder 7 werden und der gepflegte Opa oder die Oma stirbt, fällt die Ausnahme weg und kostet jede Familie mehrere Hundert, wenn nicht Tausend € p.a. Dazu kommt eine deutliche Erhöhung der Pflegekosten, deren Reform noch ansteht. Gleichzeitig bleiben die zahlreichen Sozialversicherungsabkommen, die die KOSTENLOSE Krankenmitversicherung der „weiteren Familie“ von Ausländern in der halben Welt durch die deutschen Beitragszahler finanziert, unangetastet ? DAS ist für Sie eine „solide Reform“ ?
            ——————
            
–„Rente: Aktivrente und erste wirklich sinnvolle Regelung für private Altersvorsorge. Wird noch deutlich mehr brauchen.“: Allerdings. Lesen Sie mal nur den Artikel heute in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ zum Thema „Wird Ihre Rente für die Miete reichen ? Millionen droht im Alter die Mietarmut“.
            ————
            
– „Körperschaftssteuer gesenkt.“: Toll ! Dazu findet sich:

            „Die Körperschaftsteuer in Deutschland wird ab 2028 schrittweise gesenkt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Satz fällt von aktuell 15 % in jährlichen Schritten um jeweils einen Prozentpunkt bis auf 10 % im Jahr 2032. Die Körperschaftsteuer in Deutschland wird ab 2028 schrittweise gesenkt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Satz fällt von aktuell 15 % in jährlichen Schritten um jeweils einen Prozentpunkt bis auf 10 % im Jahr 2032.“

            Eine deutliche Entlastung für das Land – wenn es denn bis 2028 noch existiert.
            —————-

            -„Investitionen: Bei der Bundeswehr sieht man erste deutliche Erfolge“: Tatsächlich ?? WANN wurde die „Zeitenwende“ verkündet und WANN wurden € 100.000.000.000,00 für die Bundeswehr locker gemacht ? Machen Sie sich mal schlau und sprechen mit wenigstens einem maßgeblichen Soldaten !

            „ …und Infrastruktur kriegt jeder von uns mit“.: Tatsächlich ??
            Weil Sie im Stau stehen, geht es noch lange nicht voran ! Ich sehe immer mehr Baustellen, auf denen nicht gearbeitet wird.

            Und die Unmengen an Schlaglöchern bestehen weiterhin. Wenn irgendwo mal EINE Brücke erneuert wird, sollten wir einmal überlegen, wieviele Jahnrzehnte wir brauchen werden, um die Infrastruktur auf Vordermann zu bekommen.
            ——-

            -„Es gibt auch einiges, über das sich zwar viele freuen, das ich aber für falsch halte. Pauschal Energiesteuer für alle abgesenkt (anstatt Kilometerpauschale erhöht) und pauschal 4,2% die Renten für alle erhöht (anstatt 2% Inflationsausgleich für alle, und bei niedrigen dafür Renten entsprechend mehr).“:

            Die „Energiesteuer für alle abgesenkt“ gilt sehr befristet und wurde gar nicht oder nur bruchstückhaft an die Verbraucher weitergegeben ( wofür haben wir eigentlich ein Kartellamt und alle möglichen Aufsichtsbehörden ? ). Nicht einmal DAS konnte diese Regierung vernünftig regeln.

            Das Thema Rente mit Ihnen wieder und wieder zu diskutieren, ist sinnlos.
            Ein Rentner, der im Juli 4,24 % an Rentenerhöhung bekommt, kann sich, wenn er z.B. bisher € 2.000 zu versteuernde Rente erhält, gerade einmal über ca. € 70 mehr freuen – die selbstverständlich versteuert werden müssen.

            Das Plus reicht gerade einmal, um die deutlich höheren Benzinkosten abzumildern.

            So, und zum Schluß:

            „Niemand wandert in unsere Sozialsysteme ein !“ Dieser Satz unserer phantastischen Arbeits- und Sozialministerin ( die, die den höchsten Etat verantwortet ) steht nach wie vor unwidersprochen im Raum.

            WARUM NUR sind 83 bis 85 Prozent der Menschen UNZUFRIEDEN mit Friedrich Merz und dieser Planlos-Regierung ??

            Einen schönen Sonntag

          • Harald

            @ H.K.

            Ich habe nichts anderes erwartet als dass Sie weiterhin an allem etwas rumzunörgeln haben. Da sind wir Deutsche weiterhin Weltmeister und Sie offensichtlich besonders sportlich unterwegs.

            Denn man Butter bei die Fische: Was würden Sie anders und wie besser machen?

            Wie mit Grenzkotrollen verfahren? Einen 4000km Stacheldrahtzaun um Deutschland bauen?

            Wer soll die Renten bezahlen?

            Und wer die Gesundheitskosten?

            Wer die Pflegekosten?

            Und wie wollen Sie die Infrastruktur auf Vordermann bringen in nur einem Jahr ohne dass man was mitkriegt?

            Ich lausche…

          • Klaus Kelle

            @Harald,

            @ H.K.

            Ich habe nichts anderes erwartet als dass Sie weiterhin an allem etwas rumzunörgeln haben.

            Ein paar Tage mit dem Herrn, dann weiß man, mit wem man es zu tun hat….

          • H.K.

            Wenn ich sagen würde, ich hätte Antworten von Ihnen auf alle meine Fragen an Sie erwartet, würde ich lügen.

            Aber daß Sie nur Fragen stellen, ohne auch nur eine einzige meiner Fragen beantwortet zu haben, beeindruckt mich doch nachhaltig.

            Abgesehen davon: es ist weder die Aufgabe der Opposition noch erst recht meine, Lösungen für die von dieser sowie der vorherigen Regierung zu finden.

            Dafür haben wir Politiker gewählt, die fürstlich für das Lösen von Problemen von UNS bezahlt werden.

            Es gibt zwar auch Leute, die meinen, „ein Kanzler muß erstmal gar nix“, aber die haben nicht verstanden, daß der Kanzler einer der obersten ANGESTELLTEN „des Staates“, also VON UNS, ist.

            Und wenn der nächste meint, er „muß erstmal gar nix“, bekommt er flugs die Kündigung überreicht.

            In diesem Fall ist die bereits längst überfällig. Abmahnungen hat er bisher nicht geöffnet, nicht gelesen oder/ und nicht verstanden.

          • H.K.

            „Und wenn der meint, …“ muß es heißen.

          • Harald

            @ H.K.

            Ok, mal ein paar Antworten.

            – EU Asylhotspots gibt es bereits in Italien und Griechenland. In Deutschland werden die Zentren in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Hessen (überall dort gibt es internationale Flughäfen) gebaut, vorrangig Flughafen Frankfurt, München und Berlin-Brandenburg.
            – Abschiebehaftplätze: Zur Zeit hat Deutschland rd. 800, Planung und Teilweise Bau von nochmal 300-400 mehr sind in einigen Bundesländern unterwegs.
            – „Merkwürdig, daß in Afghanistan offenbar Menschen existieren, die gern die staatlichen Millionen € aus Deutschland entgegennehmen.“ Ja, Hilfsorganisationen, nicht Taliban. Klar, Sie können die Zahlungen an die Hilfsorganisation einstellen. Die Taliban wird’s freuen, denen sind die nämlich ein Dorn im Auge.
            – Keine Krankenmitversicherung von Ehepartnern mehr, wenn diese selber arbeiten könnten. Richtig! Es ist eine versicherungsfremde Leistung. Passiert so auch in der PKV, selbst bei jenen, die Kinder erziehen und Kranke betreuen. Wer das anders will, muss das staatlich regeln (Steuern) aber nicht über nur gesetzlich Versicherte.
            – Rente: Ich habe es Ihnen schon zigmal erklärt. Ja, es gibt Altersarmut. Darum habe ich vorgeschlagen, allen Rentnern, auch jenen, die eine stattliche Rente beziehen, nur einen Inflationsausgleich zu zahlen um dafür jenen mit geringer Rente mehr zahlen zu können. Und ja: Aktivrente ist richtig. Wir alle müssen länger arbeiten. Raffen Sie es endlich. Nennt sich Demographie. Seit Jahrzehnten absehbar. Schon heute muss der Staat jedes Jahr 130Mrd, 25% des gesamten Bundeshaushalts zubuttern. Zu zahlen vor allem von der jüngeren Generation. Wie weit wollen Sie dieses Spielchen denn noch treiben?

            Wachen Sie endlich auf. Es gibt keine einfachen Lösungen, die niemandem weh tun. Wir alle müssen was leisten.

            Und vor allem weniger rumnörgeln.

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          @ Harald

          Bingo! Sie sollten die Stelle des Pressesprechers der Bundesregierung bekommen. Der amtierende Stefan Kornelius gilt zwar als renommierter Journalist, die Schönfärberei der Regierungsarbeit liegt ihm jedoch nicht.

          Migration: Jährlich haben wir immer noch eine Zuwanderung von 200.000 Menschen, die wir nicht wieder loswerden, obwohl nur ein Bruchteil Asyl bekommt. Tausende Syrer sind nach Ende des Bürgerkriegs in ihre Heimat zurückgekehrt, aus Deutschland waren es nur sehr wenige. Noch nicht einmal 100 neue Abschiebeplätze wurden bisher geschaffen. Auch die Abschiebungen bewegen sich im niedrigen Bereich.
          Genaue Angaben finden Sie bei NIUS.

          Das Bürgergeld hat nur einen anderen Namen bekommen.

          Die Krankenversicherungsreform ist eine Heckenscherenmaßnahme und hat nichts mit einer Reform gemein.

          Zur privaten Altersvorsorge bemerkte meine Tochter gestern, was sich Herr Merz eigentlich denke, woher sich der Normalverdiener das Geld dafür nehmen solle.

          Da ist weit und breit nichts wirklich Nachhaltiges am Horizont zu sehen, leere Ankündigungen und nichts dahinter,
          – weil Herr Klingbeil sensibel ist
          – weil Frau Bas nicht mitmacht
          – weil es den Ukraine-Krieg und den bösen Putin gibt
          – weil Herr Trump den Iran angegriffen hat
          – weil weil weil
          Nur nicht an die eigene Nase fassen und erst recht nicht mit der Schwefelpartei abstimmen.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Ergänzung für Harald:
            Eine weitere Diskussion halte ich für Zeitverschwendung. Sie können sich Ihre Einwände sparen. Versprechungen und geplante Vorhaben gelten nicht, es ging hier nur um bereits Umgesetztes.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Sie antworteten weiter oben auf meine Frage, welche Formen der Diskussion Ihren Unmut erwecken, Zitat: „Mir mißfallen die Kommentare, die unsachlich und gehässig sind. Wie sagt man so schön: Der Ton macht die Musik!“

            Und dann kommt folgendes von Ihnen: „Sie sollten die Stelle des Pressesprechers der Bundesregierung bekommen.“, weiter unten ergänzt von „Eine weitere Diskussion halte ich für Zeitverschwendung. Sie können sich Ihre Einwände sparen.“

            Merken Sie was?

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Was ist daran gehässig? Jede Frau lobt ihre Butter, der Pressesprecher die Regierungsarbeit. Das haben Sie gemacht.

            Als Zeitverschwendung halte ich eine weitere Diskussion über Kernenergie und Leistungen der Koalition. Da haben wir verschiedene Meinungen, die lasse ich jetzt so stehen, weil wir uns sonst im Kreis drehen.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Wie fänden Sie es, würde ich Ihnen die Funktion der Pressesprecherin der AfD-Fraktion im Bundestag nahelegen? Außer uneingeschränkte Lobhudelei der AfD und pauschales Schimpfen auf alle und alles andere kommt ja nichts von Ihnen.

            Doch damit nicht genug. Sie werfen mir vor, ideologisch zu argumentieren und meine Aussagen nicht zu belegen. Wenn ich das haarklein tue, gehen Sie entweder nicht darauf ein oder wischen diese weg mit Aussagen, für die Sie selbst auf Nachfrage keine Referenzen liefern.

            Und letztendlich würgen Sie die Diskussion ab, weil wir „verschiedene Meinung“ haben.

            „Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist.“

            Immanuel Kant…

            …ist dieser Satz nicht eingefallen, deswegen hat ihn die geniale Lisa Eckhart geschrieben.

            Ich liebe andere Meinung, als Korrektiv, als Gedankenanregung. Aber man sollte sie auch belegen können. Und aushalten, wenn andere anderer Meinung sind, ohne diesen zu unterstellen, sie taugten als Regierungssprecher.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Bitte belegen Sie, wo ich die AfD lobgehudelt habe.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Echt jetzt?

            Unzählige Ihrer Beiträge legen Zeugnis ab, welche Partei Sie bevorzugen und stets verteidigen.

            Weiter oben, dass Klaus Kelles „unqualifizierte Ablehnung der AfD nervt“, dass Chrupalla eine Ausbildung hat, Weidel sogar promoviert ist.

            Im jüngsten Tagebuch zur Wahl eines AfD-Bürgermeisters in einem 13.000 Seelenstädtchen in Brandenburg „Geht doch! Schau’n wir mal, wie es weitergeht.“ Kennen Sie den Kandidaten?

            In früheren Beiträgen
            – kritisieren Sie Markus Lanz, weil er AfD-Politiker kritisch interviewt (richtig so!). Dass Lanz das bei allen anderen Parteien genauso tut (richtig so!) – geschenkt!
            – sagen Sie, der von der AfD geforderte EU-Austritt muss angedacht werden;
            – empfehlen Sie ein YT-Interview mit Höcke;
            – sagen Sie, dass AfD-Ausreißer zu verschmerzen sind;
            – verteidigen Sie die Russlandpolitik der AfD und vor allem Chrupalla, und wenn Klaus Kelle völlig zurecht kritisiert, wenn jemand Verständnis für Putins Metzelei in der Ukraine zeigt, relativieren Sie das, dass es um die Ursachen des Krieges geht (das tut es schon seit über 4 Jahren nicht mehr!) und dass man das nicht „mit der Durchführung und seinen Exzessen vermengen solle“ (doch, genau um die geht es!).

            Ich kann mich an keinen Beitrag von Ihnen erinnern, in dem Sie die AfD kritisieren.

            Umgekehrt suggerieren Sie aber, ich gäbe einen guten Regierungssprecher ab, obwohl ich die Regierung regelmäßig kritisiere (Bärbel Bas, Tankrabatt, pauschale Senkung der Energiesteuer etc.), und das nur, weil ich oben Beispiele brachte, was die Regierung auf den Weg gebracht hat, was laut Ihrer Darstellung aber alles Mist sei ohne zu sagen, wie es besser oder anders gehen sollte.

          • Klaus Kelle

            Klaus Kelles „unqualifizierte Ablehnung der AfD nervt“,

            Ach, das nehme ich locker. Höchstens das „unqualifiziert“ könnte nerven. Ich habe alleine heute Morgen vor 10 Uhr mit 5 Abgeordneten der AfD einzeln telefoniert. Ich schreibe nichts über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @ Harald

            Sie haben recht, daß ich die AfD eher positiv sehe.

            Unter den Blinden ist der Einäugige König, der EINÄUGIGE, also nicht der Perfekte!

            Obdie AfD eine bessere Politik machen würde und könnte, weiß ich sowenig wie Sie. Der Schlamassel ist verdammt groß.
            Meine Einschätzung geht auf die Corona-Krise und die angebliche Aufarbeitung dieser sog. Pandemie zurück. Da war und ist die AfD die einzige Partei, die eine rechtskonforme Einstellung hatte und hat.

            Die Ausbildung und Bildung von AfD-Abgeordneten sind Fakten. Viele Abgeordnete haben einen ordentlichen Berufshintergrund, kommen zum Teil aus der CDU und vertreten die frühere CDU-Politik.

            Kelle wird von mir kritisiert, weil er im Ukraine-Thema für meinen Geschmack (meine Meinung) übermäßig emotional wird. Stammtischniveau liegt mir nicht.

            Lösungsvorschläge für das politische Dilemma waren die Ankündigungen des CDU-Kanzlerkandidaten, den ich wegen seiner Haltung in der Corona-Krise nicht wählen mochte. Alle Ankündigungen sind heiße Luft gewesen, es wird eine reine Klingbeil-Bas-Politik gemacht. Winkelzüge zur Verhinderung einer Opposition finde ich unwürdig.
            Auch Höcke hat ein Recht von denen, die es wollen, gehört zu werden.
            Lobgehudelt habe ich bisher keinem AfD-Politiker, weder Chrupalla noch Weidel. Aber einzelne Beiträge von AfD-Bundestagsabgeordneten fand ich beachtenswert, zum Beispiel zum Lebensschutz!

          • Gerd Franken

            „Ich habe alleine heute Morgen vor 10 Uhr mit 5 Abgeordneten der AfD einzeln telefoniert.“

            @Klaus Kelle

            Mit Putinbesoffenen telefoniert man doch nicht. Zumal diese Seuche nach Ihrem Gusto bei der AfD grassierend ist.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Danke. Das meinte ich. Natürlich können Sie die AfD eher positiv sehen. Deswegen wollen Sie in Blogdiskussionen aber nicht als AfD-Pressesprecherin bezeichnet werden.

            Und ich nicht als Regierungssprecher, nur weil ich einige der Beispiele bringe, wo die Regierung was auf den Weg gebracht hat, das auch noch einschränke, weil es bei weitem nicht genug ist. Grundsätzlich ist die still-to-do-Liste der Regierung noch weitaus länger als die done-Liste. Ich bin aber nicht so verbohrt, letztere nicht zu sehen. Was geliefert wurde, kann man kritisieren, dann aber bitte sagen, was man anders gemacht hätte.

            Hier lasse ich auch die AfD nicht vom Haken, einäugig hin oder her. Sie kann z.B. die Streichung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern in der Gesundheitsreform kritisieren (übrigens eine interessante Schnittmenge mit den Linken!), soll dann aber erklären, warum das weiterhin nur für die GKV nicht aber für die PKV gelten soll, vor allem aber, wo sie sonst reformieren will.

            Last but not least, eine weitere bemerkenswerte Schnittmenge der AfD mit der Linken: die Russlandpolitik. Angesichts hundertausendfachem Leid und Tod, das Putin seit 4 Jahren über beide Völker – Ukrainer und Russen – bringt, für nichts, GAR NICHTS, fällt es auch mir schwer, nicht übermäßig emotional zu werden, so wie Sie es Herrn Kelle vorwerfen. Merz wird ja zurecht vorgeworfen, zielsicher in Fettnäpfchen zu treten (wobei er mit seinem „Stadtbild“-Fettnäpfchen sogar Zuspruch von der AfD bekam). Wer Merz und seine Fettnäpfchen kritisiert, sollte den Co-Vorsitzenden der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag und seinen Sprung in den ranzigen Ölcontainer mit seinem „Mir hat Putin nichts getan“ dann doch wenigstens nicht auch noch verteidigen.

          • Gerd Franken

            @Harald

            Putin, Angriffskrieg, unvorstellbares Leid……man könnte meinen, dass der erste Krieg in der Menschheitsgeschichte von Russland ausgegangen ist. Dabei bombt sich jede Supermacht in der Welt durch die Gegend. Die Amis wollen aktuell im Iran eine ganze Zivilisation auslöschen. Im Klartext auch alle Zivilisten. Hat das irgend jemand schon mal zumindest erwähnt? Ich tue das mal. Dieses einseitige moralisieren in Richtung Moskau ist einfach nur noch peinlich.

            Ach ja, wo wir gerade beim Gemetzel sind: In Nigeria wurden seit September 2025 im Süden des Bundesstaates Taraba über 98.000 Christen aufgrund der anhaltenden Gewalt von den islamischen Nomaden der Fulani vertrieben. 217 Kirchengebäude wurden vollständig zerstört. Dabei starben Schätzungen zufolge über 100 Zivilisten.
            Juckt das hier jemand? Nö, nicht wirklich. Der kommende Katholikentag beschränkt sich in seiner Blase ausschliesslich mit dem Kampf gegen rechts und den Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare. Wie wäre es denn wenn der, nach eigenen Angaben praktizierende Katholik F. Merz, über die Lieferung von Panzern, Kanonen, Sturmgewehren und reichlich Munition nach Nigeria nachdenken würde. Immerhin werden dort seine Glaubensbrüder und Schwestern hingemeuchelt. Oder sollen die Christen in Nigeria einfach nur die andere Wange hinhalten?

          • Harald

            @ Gerd Franken

            Whataboutism führt bei Kriegen nicht weiter. Dann könnte man alles abnicken weil es schon immer Kriege gab. Trump und sein Vorgehen im Irankrieg habe ich hier übrigens schon oft kritisiert und dafür ordentlich Kontra bekommen.

            Ein Krieg mitten in Europa tangiert deutsche Interessen nochmal ganz anderes als ein Krieg in anderen Ecken der Welt, nicht nur ökonomisch, sondern humanitär und sicherheitspolitisch. Der Ukrainekrieg gilt aktuell als der tödlichste weltweit (Kampfopfer) und ist der tödlichste in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs. Man kann darüber streiten, wie man als Deutschland damit am besten umgeht. Die Not der Angegriffenen sowie unsere eigenen langfristigen Sicherheitsinteressen kurzfristigen ökonomischen Vorteilen (billiges russisches Gas) unterzuordnen wäre purer Egoismus und ein gefährlicher obendrein, den ein kluger Stratege wie Putin auszunutzen wüsste. Und leider tappt die AfD mit ihrer Russlandpolitik in diese Falle. Genau wie die Linken.

            Und jetzt stellen Sie sich mal vor, Friedrich Merz hätte in Bezug auf das viel weiter entfernte, in einem anderen Kontinent liegende Nigeria gesagt, die islamischen Fulani-Nomaden hätten ihm nichts getan.

  11. S v B Antworten

    @H.K.

    Herzlichen Dank, dass Sie – wie immer bestens informiert -, sowohl Ihren realistischen Blick auf Vorhaben und Entwicklungen als auch deren persönliche Bewertung mit uns geteilt haben. – Warum eigentlich konnte die wahrhaft bullshittige Behauptung von Ministerin Bas (welche unwillkürlich an das Werk „1984“ erinnert) von offizieller Seite völlig unwidersprochen bleiben? Viele, wenn nicht die Mehrzahl der Bürger dürften diese Lüge (und eine solche war sie) als persönliche Beleidigung, ja als schallende virtuelle Ohrfeige empfunden haben. Hat Bas ihren Worten vielleicht selbst geglaubt, oder hat sie ihre Publikum einfach für dumm verkauft?

    • H.K. Antworten

      Liebe SvB,

      haben Sie besten Dank für Ihren Zuspruch.

      Es scheint, als gäbe es doch andere Meinungen als die, ich würde mich hier seit längerem „lächerlich machen“.

      Aber so ist das halt, wenn einem die Argumente fehlen: kommt man ( frau auch, es sowieso ) nicht weiter und es fehlt an Wissen, so wird der „Kombattant“ halt lächerlich gemacht – meist geht der Schuß dabei jedoch nach hinten los.

      „Rohrkrepierer“ nennt man so etwas wohl …

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Über Bärbel Bas wird in den nicht mit öffentlichen Mitteln geförderten freien Medien heftig hergezogen. Julian Reichelt, Alexander Kissler und Armin Petschner-Multari tun sich keinen Zwang an.
      Ich halte die Dame für dieses Amt intellektuell überfordert und völlig unzureichend ausgebildet. Dazu kommt eine gewisse Impertinenz gegenüber Unternehmern und Bürgern.

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