Helmut Kohl wird endlich gewürdigt in Berlin – aber nicht von Merz und Merkel
Im Berliner Bezirk Mitte wird am 9. Mai eine Straße nach dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (1930–2017) benannt. Geplant ist dazu eine Festveranstaltung, auf der Leben und Wirken Kohls gewürdigt werden sollen, wie die Senatskanzlei mitteilte. Das ist überfällig in der deutschen Hauptstadt, doch jetzt wurde bekannt, dass politische CDU-Schwergewichte wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Ex-Kanzlerin Angela Merkel, die einst ‚Kohls Mädchen‘ war, abgesagt haben.
Beim amtierenden Bundeskanzler mag es dafür sogar Gründe geben, wenn er die Straße von Hormuz gerade parallel zu dieser Feierstunde freikämpfen oder den amerikanischen Präsidenten weiter verärgern muss. Aber Angela Merkel, die ihren Aufstieg nur der Protektion Kohls zu verdanken hat? Sie müsste die Zeit haben, sie müsste sich die Zeit nehmen, um den großen Kanzler der Einheit zu ehren.
Mit der Umbenennung der Hofjägerallee in Helmut-Kohl-Allee will der Berliner Senat nach eigenem Bekunden zum 35. Jahrestag der Deutschen Einheit Kohls ‚herausragende Leistungen für unser Land‘ würdigen. Außerdem ist der 9. Mai auch der Jahrestag der sogenannten Schuman-Erklärung (1950), die als Geburtsstunde der Europäischen Union gilt.
Es könnte aber auch mit dem 20. September zu tun haben
Denn da ist Abgeordnetenhauswahl in Berlin, und vielleicht könnte man mit dieser Geste ein paar alte Kohl-Wähler in West-Berlin bei der Stange halten.
Die Hofjägerallee führt von der Tiergartenstraße zum Großen Stern mit der Siegessäule. An der Verlängerung der Hofjägerallee, der Klingelhöferstraße, liegt unter anderem die CDU-Bundeszentrale. An der Ecke Tiergartenstraße befindet sich die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Deren Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und Gerda Hasselfeldt (CSU), als stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung, sollen neben dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner reden.
Und die Frage, die sich wie der rosa Elefant im Raum aufdrängt, lautet: Ist eigentlich Helmut Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, zu dem Festakt eingeladen worden?



Jeder Auftritt der ehemaligen Bundeskanzlerin in der Öffentlichkeit ist ein Ärgernis. Ihre Teilnahme an einem Festakt für Helmut Kohl wäre außerdem reine Heuchelei. Lasst Angela Merkel dort, wo der Pfeffer wächst oder wenigstens in der Uckermark.
Sie war ein Desaster oder wie mein Mann schon vor langer Zeit unkte, sie war Honeckers letzte Rache.
Daß Friedrich Merz überhaupt keine Antenne für geschicktes politisches Vorgehen hat, ist ein alter Hut. Erst vor wenigen Tagen verärgerte ohne Not den amerikanischen Präsidenten, was zur Folge hat, daß Trump eine große Anzahl GIs aus Deutschland abziehen und Zölle drastisch erhöhen will.
Dieser Kanzler ist nicht nur innenpolitisch ein Desaster, er beherrscht auch nicht den Auftritt auf dem diplomatischen Parkett. Es wird Zeit, ihn in den Ruhestand zu schicken, ehe er noch mehr Porzellan zerdeppert.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
„…verärgerte ohne Not den amerikanischen Präsidenten, was zur Folge hat, daß Trump eine große Anzahl GIs aus Deutschland abziehen und Zölle drastisch erhöhen will.“
Ich schrieb es heute schon an anderer Stelle. Es wird nur ein vergleichsweise kleiner Teil der US-Truppen verlegt. Sowas geschieht regelmäßig. Dass der alte PR-Haudegen Trump diese Routine nicht ungenutzt lässt, um sie als Bestrafung für den bösen Friedrich umzumünzen, weil dieser nicht brav Männchen gemacht hat, war absehbar. Peinlich wird es aber, wenn Menschen auf diese nur allzu offensichtliche PR reinfallen. Als ob die USA Ihre geopolitischen und -militärischen Interessen zur Verfügungsmasse verbaler Klein-Klein-Scharmützel machen würden. Oder an der Zollschraube drehen, die vorwiegend US-Verbraucher zahlen müssen.
Überhaupt finde ich es bemerkenswert, dass die gleichen, die Trump hierzulande ob seiner klaren Kante und oft rüden Wortwahl feiern und sich selbst so einen Regierungschef wünschen, kaum, dass einer wie Merz dann auch mal Kante zeigt – freilich noch deutlich weichgespülter – sofort auf ihn einprügeln.
Patriotismus geht anders.
Leider sind die Machtverhältnisse zwischen Trump und Merz nicht ausgewogen.
Daß der amerikanische Präsident äußerst selbstbewußt und rüde auftreten kann, hat er oft genug bewiesen. Herr Merz hat weder das Format noch den Hintergrund dieses Auftreten zu -wenn auch abgeschwächt- zu kopieren.
Ich halte es weiterhin für ausgesprochen dumm, den amerikanischen Präsidenten vor einer Schulklasse anzugehen. Diese Einschätzung gehört hinter geschlossene Türen oder in Journalisten-Kreise.
Herr Merz zeigt leider viel zu oft „Kante“ zum falschen Zeitpunkt, wobei sich seine Kante später in Wackelpudding auflöst.
Besonders beschämend war seine Antwort auf den Vorwurf einer krebskranken Frau in Salzwedel. Er sagte die Unwahrheit und zeigte null, absolut null Empathie! Seine Belehrungen waren unerträglich!
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
„Diese Einschätzung gehört hinter geschlossene Türen oder in Journalisten-Kreise.“
Genau das meine ich! Trump kann Staatschefs im Weißen Haus vor laufenden Kameras demütigen, in Pressekonferenzen rüde beleidigen und tagtäglich auf seinem Truth Social-Kanal gegen jeden für alle Welt sichtbar austeilen – aber Merz soll seine Einschätzungen hinter geschlossenen Türen halten.
Und nein: Seine klare Kante war absolut berechtigt. Im Sinne Deutschlands! Er sagte, dass sich Deutschland im Persischen Golf wie schon an anderer Stelle an der Sicherung der Seewege beteiligen würde, wenn die Kampfhandlungen eingestellt sind und ein UN-Mandat vorliegt, dass er aber aktuell keine Verhandlungsstrategie der USA erkennt.
Das war und ist ein Fakt!
Ich sehe weiterhin einen gewaltigen Unterschied in der Machtfülle zwischen dem amerikanischen Präsidenten und Friedrich Merz, der zur Zeit um seine Kanzlerschaft kämpft.
Und ich bemerke auch weiterhin, daß Merz in den meisten Fällen kein Talent zur Kommunikation besitzt, das gilt im Dialog mit den Bürgern (Abkanzeln einer krebskranken Frau mit einer falschen Behauptung und ohne jegliche Empathie) und das gilt auch in der Einschätzung seiner Bedeutung international (Deutschland gilt inzwischen als der kranke Mann Europas, den die Welt ungläubig zur Kenntnis nehmen muss).
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Natürlich hat ein jeder amerikanische Präsident mehr Machtfülle als ein deutscher Bundeskanzler. Und? Heißt das, dass man als Bundeskanzler nur zu kuschen hat? Ich hoffe nicht, dass das Ihr Verständnis von Patriotismus ist.
Da Sie nun schon wiederholt Merz‘ Reaktion auf eine krebskranke Patientin anbringen: Auch wenn Merz in der Sache mit seiner Antwort vollkommen Recht hatte – er hat nie versucht, sich „nochmal 64.000€ pro auf Jahr aufs Konto zu geben“, so wie die Patientin dies unterstellte – hätte ich mir auch eine empathischere Antwort von ihm gewünscht. Die Frage war seitens der Patientin ja emotional bereits sehr aufgeladen (sie habe eine Einladung zu ihrer Beerdigung an Merz geschickt, die sie sich nicht mehr leisten könne) und die Moderatoren mussten die Dame mehrfach ermahnen, zu ihrer Frage zu kommen.
Der gesamte Vorgang zeigt, was falsch läuft in diesem Land: Eine Frage zu einem ernsten, faktischen Thema wird emotional extrem aufgeladen und anstatt irgendwann mal auf die Fakten zurückzukommen, die der Kanzler klarstellte, dreht sich die gesamte Diskussion auch bei Ihnen nur noch darum, dass Merz nicht empathisch reagiert hat.
Etwas, das Sie Trump durchgehen lassen, der wöchentlich mit unzähligen undiplomatischen, unempathischen ja geradezu zynischen Entgleisungen auffällt, gegen die Merz‘ mangelnde Empathie wie das berühmte Peanut wirkt.
Vielleicht kommen wir hier ja mal wieder zurück zu den Fakten: Was ist denn Ihre Sichtweise bezüglich der nun vorgeschlagenen Gesundheitsreform? Oder konkret: Soll das Hautkrebs-Screening bestehen bleiben?
Ob das Hautkrebsscreening bestehen bleiben soll, steht hier nicht wirklich zur Debatte. Der krebskranken Frau ging es darum, daß nach allgemeiner Meinung notwendige Prophylaxeleistungen (bisher wurden sie für notwendig erachtet) gestrichen werden sollen, weil die Krankenversicherung nicht mehr finanzierbar ist, während vor einiger Zeit über eine beträchtliche Erhöhung der Bezüge für Beamte und Politiker diskutiert wurde, die Innenminister Dobrindt Gottseidank kassiert hat.
Merz hat sich unerträglich benommen. Er hat die Unwahrheit gesagt (es ist über eine Erhöhung der Bezüge gesprochen worden, die Summe für Merz hat in den Zeitungen gestanden) , die Frau der Falschaussage bezichtigt und null Verständnis für ihre prekäre Lage gezeigt.
Mit meinem Urteil stehe ich übrigens nicht allein. Steffen Seibert z.B. sprach von einem Laschet-Moment.
Der Kanzler steht damit in einer Reihe mit Scholz und Habeck, die ebenfalls mit unsäglichen Bemerkungen gezeigt haben, daß ihnen der Wähler am …. vorbeigeht.
Ergänzung: wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts wird die Besoldungsordnung der Beamten neu geregelt. Die Gehälter werden kräftig angehoben. Die jährlichen Mehrkosten belaufen sich allein für den Bundeshaushalt auf 3,5 Milliarden Euro!
Ein Oberstudienrat erhält dann fast 1300 Euro mehr pro Monat.
Da kann ein Schwerkranker mit kleiner Rente schon ins Grübeln kommen, denke ich.
Ich würde sagen, es läuft etwas gewaltig schief im Staate Deutschland.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Die Diskussion um Beamtenbesoldung ging auf ein höchstrichterliches Urteil zurück. Darauf bezog sich auch der Einwand der Patientin. Angeregt von der Regierung oder dem Kanzler wurde das nicht.
Mal abgesehen davon, dass dies überhaupt nichts mit GKV-Kosten zu tun hat, spricht die Diskussion hier doch Bände, nämlich dass sich alles darum dreht, dass der Kanzler wenig empathisch reagierte (was ich einräumte) aber überhaupt nicht mehr über das eigentliche Thema: Kosten der GKV, und ob u.a. das Hautkrebsscreening weiterhin Kassenleistung bleiben soll.
Und dann tun Sie bitte nicht so, als hätte Merz‘ unempathische Reaktion auf diese Patientin Trump „ohne Not verärgert“. Warum es naiv ist zu glauben, Merz‘ klare und richtige Aussage bezüglich zukünftiger Bundeswehreinsätze im Persischen Golf hätten Trump bewogen, „eine große Anzahl GIs aus Deutschland abziehen und Zölle drastisch zu erhöhen“ habe ich Ihnen oben dargelegt.
Schlimmer noch: Dass so wie Merz reagierte immer noch um Welten weniger dramatisch ist als das was Trump ständig tut, lassen Sie nicht geltenSie letzterem das aber zugestehen, bei Merz aber : sich andere nicht zu wehren haben, wenn er mal wieder drauf haut)
@ Harald
Der Titel des Artikels lautet
„ Helmut Kohl wird endlich gewürdigt in Berlin – aber nicht von Merz und Merkel“
und nicht, „Was sind die Leistungen der GKV, insbesondere im Bereich Hautscreening“.
Und die von unserem höchstverehrten Herrn Bundeskanzler zusammengekanzelte, inzwischen durch sämtliche Medien geisternde Patientin hatte sehr wohl recht.
Die Vorlage zur Erhöhung der Gehälter der Minister und des Bundeskanzlers war bereits zur Mitzeichnung in sämtlichen Ministerien und im Kanzleramt abgezeichnet worden und wurde quasi in letzter Sekunde vom Bundesinnenminister zurückgezogen aufgrund öffentlicher, völlig berechtigter Empörung.
Wer das in Frage stellt, sollte sich einmal in allen einschlägigen Medien dieses Landes schlau machen. Aber wahrscheinlich haben die jeweiligen Journalisten sich verschworen und alle völlig wahrheitswidrig das Gleiche berichtet. Dumm nur, daß es bis heute keinerlei Richtig- bzw. Gegendarstellung gibt – außer der emphatielosen, unmöglichen Antwort des Kanzlers, der es trotz Blaulicht, Panzerlimousinen und Polizeieskorte wohl nicht schaffte, pünktlich zu der Veranstaltung in Salzwedel zu kommen.
Der Kanzler hat der in Rede stehenden Patientin FÜNF MAL um die Ohren gehauen, „zu KEINEM ZEITPUNKT …“ – ohne den geringsten Ansatz, rot zu werden.
Lieber H.K.
danke für die Schützenhilfe.
Harald will einfach nicht verstehen, daß es nicht um Trump geht und eigentlich auch nicht um die Frage, ob Hautscreening Kassenleistung bleiben soll oder nicht, sondern darum, daß die uns Regierenden jegliches Maß und jegliche Einsicht in das Leben der Bevölkerung verloren haben.
Ich habe Trump nicht gewählt, ich muß ihn nehmen, wie er ist.
Ich habe auch Merz nicht gewählt, weil er bereits in der Corona-Krise gezeigt hat, daß er völlig empathielos und unfähig ist, seine Entscheidungen zu hinterfragen. Wer die Kritiker in dieser fragwürdigen Pandemie mundtot gemacht und diffamiert hat, wer jede Aufklärung verhindert, wer sämtliche Versprechen gebrochen und Deutschland in eine wahnsinnige Schuldenorgie getrieben hat, um Kanzler zu werden, ist in diesem Job an der falschen Stelle.
Es gibt außer dieser unsäglichen Vorstellung in Salzwedel genügend andere Situationen, die zeigen, daß Herr Merz sich nur um seine eigene Befindlichkeit zu kümmern bereit ist.
Schlimm genug, daß heute der damalige Super-Corona-Minister erneut zum Fraktionschef der Union gewählt wurde …
Na, andererseits hat das den Vorteil. daß die für diese Woche vermutete Kabinettsumbildung ihn nicht wieder zu irgendeinem Minister gemacht hat.
„Überhaupt finde ich es bemerkenswert, dass die gleichen, die Trump hierzulande ob seiner klaren Kante und oft rüden Wortwahl feiern und sich selbst so einen Regierungschef wünschen, kaum, dass einer wie Merz dann auch mal Kante zeigt – freilich noch deutlich weichgespülter – sofort auf ihn einprügeln.“
Der Unterschied zwischen Merz und Trump besteht darin, dass Donald seinen Sprüchen Taten folgen lässt. Auf Merz einzuprügeln macht keinen Sinn, man sollte als guter Christenmensch eher Mitleid haben. Bei mir hält sich das allerdings in Grenzen.
@ gerd
„Der Unterschied zwischen Merz und Trump besteht darin, dass Donald seinen Sprüchen Taten folgen lässt.“
Stimmt. Trump lässt Taten folgen. Die werden zwar tags drauf wieder kassiert. Dann folgen Ultimaten, die kurz vor Ablauf mehrfach verlängert um dann letztlich ausgesetzt zu werden. Aktuell will oder kann Trump nicht mit dem Iran verhandeln, weil sich die Mullahs bockig verhalten und jetzt will die US-Armee die Seewege im Persischen Golf dann doch alleine sichern, entgegen dem, was Trump die Wochen stets forderte.
Merz hatte sowas von Recht: Eine Verhandlungsstrategie von Trump ist nicht erkennbar.
@Harald
Es gereicht Ihnen zu Ehren, die Nadel im Heuhaufen zu suchen um dem Katastrophen-Kanzler noch etwas positives zuzuschreiben. Donald Trump hat absolut recht unseren Friedrich darauf hinzuweisen, dass eigene kaputte Land wieder in die Spur zu bringen anstatt sich mit Strategien seiner Administration zu beschäftigen. Wer innenpolitisch ein Totalversager ist, kann aussenpolitisch auch kein Überflieger sein.
@ gerd
Nein! Trump geht es genau genommen ÜBERHAUPT NICHTS an, was wir IN Deutschland machen. Was übrigens auch umgekehrt gilt!
Hier ging es darum, was Trump von Deutschland international erwartet, und das hat Merz klargestellt: Keine Beteiligung der Bundeswehr an Kampfhandlungen im Persischen Golf sehr wohl aber Sicherung der Seewege, sobald diese eingestellt sind und ein UN-Mandat vorliegt.
Dass Trump keinerlei Verhandlungsstrategie erkennen ließ, wie er gedenkt mit dem Iran weiter zu verfahren, erkennt jeder. Darauf hinzuweisen und dass das Voraussetzung für das ist, was Trump von Deutschland fordert, war richtig!
„ Trump geht es genau genommen ÜBERHAUPT NICHTS an, was wir IN Deutschland machen. Was übrigens auch umgekehrt gilt!“
Daher hat sich Deutschland, insbesondere ja seine Politiker, mehr als deutlich in den amerikanischen Wahlkampf eingemischt.
Sagen Sie mal, glauben Sie eigentlich selbst, was Sie hier so vom Stapel lassen ??
Oder kommt das aus der Abteilung „AgitProp“ ?
Oder gar beides ?
@Harald
Immerhin sind in Deutschland amerikanische Soldaten stationiert. Das alles geht D. Trump nichts an? Es ist wohl eher so, dass den Amis Deutschland und Europa am A….. vorbei geht. Zumindest in diesem desolaten Zustand. Man kann dem Donald einiges zuschreiben, aber eine todkranke Frau in der Öffentlichkeit zu demütigen, das schafft nur unser Kanzler.
Vor allem geht es The Donald „nichts an“, wenn er laufend und immer und immer wiederum „Staatsfernsehen“ übelst beleidigt und herabgewürdigt wird.
Wenn dann auch noch der deutsche Bundeskanzler vor 13-, 14-jährigen ( ! ) Schülern und vor laufenden Kameras ( und damit in eben diesem „Staatsfernsehen“ ) äußert, POTUS hätte keinen Plan, sprich völlig ahnungslos, kommt das sicher spätestens über die amerikanische Botschaft im Oval Office an. Und all das trägt sicher dazu bei, daß Deutschland als besonders unterstützens- und beschützenswert gilt.
Dazu noch ein oberster Deutsche und „Feine-Sahne-Fischfilet“-Fan, der das Wort „Hassprediger“ kreiert hat und gleichzeitig den Mullahs wiederholt Gratulationsnoten schickt – aber auch das geht „The Donald“ sicher „nichts an“ …
@ H.K.
In Bezug auf Kommentare zur Innenpolitik fremder Länder und dass die Donald Trump nichts angeht, habe ich oben ausdrücklich geschrieben, dass das übrigens auch umgekehrt gilt. Sogar mit Ausrufezeichen! (!)
Und wie sich Elon Musk in die deutsche Politik und den deutschen Wahlkampf eingemischt hat, dürfte Ihnen nicht entgangen sein.
Die Annahme, daß die größte und zumindest militärisch bedeutendste Schutzmacht Deutschlands die deutsche Politik „nichts anginge“, zeugt von einer bemerkenswerten Blauäugigkeit.
Das gilt auch für die Aussage deutscher Politiker, der Krieg der USA gegen den Iran ginge „uns nichts an“.
Die Retourkutsche blieb – erwartungsgemäß – nicht lange aus.
Daß Europa, allen voran Deutschland, befürchten muß, daß die USA davon reden, der Krieg in der Ukraine gehe sie „nichts an“, daß er nicht „ihr Krieg“ sei, hat schon seine Gründe.
Eine ebenfalls erwartbare Antwort aus Amerika war ebenfalls zwangsläufig:
WAS bitte sollten europäische, vor allem deutsche Schiffe, die vor der Straße von Hormus festsitzen, die USA „angehen“ ?
Die großmütige Zusage, deutsche Minenjagdboote dorthin zu verlegen, wenn „alles vorbei“ sei, ist nun wirklich an diplomatischer wie militärischer geistiger Blondheit kaum zu überbieten.
Und bei all dem wundern wir uns, daß Trump das Land mit dem obersten Mullahgratulanten an der Spitze vor seiner Aktion im Iran nicht „gefragt“ hat ?
Ernsthaft ?
@ H.K.
„Die Annahme, daß die größte und zumindest militärisch bedeutendste Schutzmacht Deutschlands die deutsche Politik „nichts anginge“, zeugt von einer bemerkenswerten Blauäugigkeit.“
Mir ist gerade nicht geläufig, ob im NATO-Vertrag Artikel 5 steht, Beistand seitens der USA wird nur gewährt, wenn der angegriffene Staat innenpolitisch das tut, was das Weiße Haus vorgibt.
Aber vielleicht wissen Sie ja mehr als ich 😉
Da Sie sich mit dem von Ihnen zitierten Artikel 5 des NATO-Vertrages offensichtlich noch nicht so richtig und eingehend befasst haben, stelle ich Ihnen den Text gerne hier zur Verfügung.
„ Art. 5
[Gemeinsame Reaktion auf Angriffe. Sicherheitsrat]
Die Parteien vereinbaren, daß ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, daß im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.
Vor jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenmaßnahmen ist unverzüglich dem Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.“
Nach vielleicht schon einmaligem aufmerksamem Lesen dürfte klar sein, daß der Text „ … die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, DIE SIE FÜR ERFORDERLICH ERACHTET, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.“ einen nicht unerheblichen Ermessensspielraum beschreibt, der offenbar nicht jedem bewußt ist.
Aber das wissen Sie sicherlich alles längst …
Werter H.K.,
Wenn das Ihre Lesart von „für erforderlich erachtet“ in obigem Kontext ist, dann könnte Deutschland seine Souveränität gleich ganz aufgeben und 51. Bundesstaat der USA werden. Zwar scheint Donald gerade nicht sonderlich zufrieden zu sein mit Deutschland, aber als drittstärkste Volkswirtschaft weltweit würden wir uns sogar noch vor Kalifornien einreihen und das käme ihm sicherlich sehr zu pass und auch müsste sich keine Sorgen machen, dass Deutschland mal die Schrauben bei Ramstein und Überflugrechten anzieht😉
So, jetzt können wir hier weiter sarkastisch-polemisch rumplänkeln, ich bin aber eher für Realpolitik. Und auch wenn Sie das sonst eher selten von mir lesen dürften, aber hier stimme ich Alice Weidel voll und ganz zu, die auf der Linie von Merz ist und einer jeden militärischen Beteiligung der Bundeswehr im Irankrieg eine klare Absage erteilt hat.
Mit Verlaub: Das ist nicht „MEINE Lesart“, das STEHT DA SO !
Abgesehen davon, daß ( nicht nur ) Deutschland jahrzehntelang nicht die vereinbarten Kosten für Verteidigung aufgebracht hat, geben wir inzwischen zwar ein Milliardenvermögen in die Rüstung – aber mit welchem Erfolg ?
Wir schaffen es nicht einmal, funktionierende und überhaupt passende Funkgeräte zu beschaffen. Da werden 10-stellige Beträge verplempert und nichts funktioniert !
Da werden Transportflugzeuge bestellt, gebaut, geliefert – und dann stellt man ( frau auch ) fest, daß die eigenen Container nicht durch die Ladeluken passen.
Es werden aus Kostengründen Anker in China bestellt, die im ersten Einsatz zerbrechen.
Es soll auf jeder Stube ein Fernsehgerät installiert sein. Und das wird nicht – wie bei uns zuhause oder vermutlich auch bei Ihnen – auf einen passenden Tisch oder ein Regal gestellt, nein, es muß mit einer Halterung an der Wand verschraubt werden.
Leider liegen dann ewig und drei Tage palettenweise Fernsehgeräte in Lagerhallen, weil die Halterungen europaweit ausgeschrieben wurden und das Verfahren sich nun mal hinzieht und daher hat eben in so mancher Kaserne so mancher mit „FKK“ ( Fernseher, Kühlschrank, Kita ) angelockte Soldat eben KEIN TV-Gerät.
Da werden in allen Kasernen Kitas installiert, um die lieben Soldatenkinder und -kinderinnen zu bespaßen, und wenn die Russen in der Ukraine stehen, fällt irgend einem ganz Schlauen im Verteidigungsministerium auf, „WAS machen wir im Ernstfall mit den Kindern in den Kasernen ??“
Und was sagt angesichts all dessen unser im Verteidigungs oberster Kriegsherr gen Rußland ?
„WIR sind BEREIT !!“
Wie würden SIE denn wohl als POTUS auf diese komfortable Verteidigungssituation eines Verbündeten, dessen Schutz SIE mitbezahlen, reagieren ?
All in ??
Wer seinem großen Bruder ( oder Freund ) mehrfach mit Anlauf vors Knie tritt und ihm die lange Nase zeigt, sollte sich nicht wundern, wenn der, wenn es Ohrfeigen regnet, plötzlich schlecht hört oder gerade etwas Anderes vorhat, statt alles stehen und liegen zu lassen und dem Dauertreter zu helfen.
„aber hier stimme ich Alice Weidel voll und ganz zu, die auf der Linie von Merz ist und einer jeden militärischen Beteiligung der Bundeswehr im Irankrieg eine klare Absage erteilt hat.“
@Harald
Die AfD erteilt einer milltärische Beteiligung der Bundeswehr am Ukraine Krieg eine klare Absage. Dann sind es wieder Kreml-Stricher gell?
@ H.K.
„…die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.“
Nochmal: Wenn das für Sie bedeutet, dass die USA ihre Hilfe davon abhängig macht, ob sich Deutschland in ihrem Sinne innenpolitisch brav verhalten hat, dann ist das Ihre Lesart und nicht meine und ich kenne keinen politischen oder militärischen Beobachter, der Ihre Lesart teilt. Spanien hat Ende März übrigens seinen Luftraum für US-Flugzeuge gesperrt, die in den Krieg gegen den Iran involviert sind, sowohl den Start von spanischem Boden als auch den Überflug von Militärflugzeugen betreffend. Da habe sogar ich kurz die Luft angehalten, wie Trump darauf reagiert. Aber nichts passierte.
Militärausgaben sind da sicherlich was anderes, weil diese die NATO und damit auch die USA betreffen. Hier hat Trump Spanien deutlich kritisiert, Deutschland aber ausdrücklich gelobt! Trumps Kritik gegenüber Merz, er solle Deutschland in Ordnung bringen, bezog sich auf Wirtschaft und Energie sowie auf unkontrollierte Migration (die ganze EU betreffend).
Und wie gesagt: Mit seiner Sichtweise bezüglich des Vorgehens der USA gegen den Iran vor allem aber seiner Haltung, die Bundeswehr zur Sicherung des Seewegs erst dann zu schicken, wenn die Kampfhandlungen beendet sind, erhielt Merz volle Rückendeckung von der AfD. Dass das eng damit verbunden ist, welche Verhandlungs- und Exit-Strategie die USA verfolgt, versteht sich von selbst. Und leider ist hier nichts erkennbar. Gerade aktuell wieder: Laut US-Außenminister Marco Rubio sind die US-Angriffe beendet, es kam aber zu weiteren Attacken. Dann kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social überraschend an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus wieder auszusetzen.
Verstehen Sie das? Ich nicht! Andere übrigens auch nicht. China forderte gerade erst einen „umfassenden Waffenstillstand“.
Zu Überflugrechten der Amerikaner über Spanien:
„Da habe sogar ich kurz die Luft angehalten, wie Trump darauf reagiert. Aber nichts passierte.“
Tatsächlich ?
Dieser Punkt war doch nun wirklich in allen möglichen Medien Thema !
Sind Sie einfach schlecht informiert oder halten Sie alle Anderen für geistig blond ?
Nur als Beispiel:
„Wegen Iran-Streit: Pentagon erwägt Ausschluss Spaniens aus der NATO“
euro news 24.04.2026
@ H.K.
Ok, eins zu null für Sie – wenn man Pentagon-interne emails und die bald täglichen Drohungen aus dem Weißen Haus gegenüber vielen Staaten für bare Münze nimmt. Ich für meinen Teil habe aufgehört, das zu tun. Was zählt ist das, was wirklich passiert oder passieren kann.
Hierzu:
1. Kann die USA Spanien einfach aus der NATO werfen? Nein!
2. Hat der Krieg etwas mit der NATO zu tun? Nein!
3. Wurde ein NATO-Staat vom Iran angegriffen? Nein!
3. Beabsichtigt Trump aus der NATO auszusteigen (kam in dem gleichen Kontext auf)? Vielleicht, vielleicht nicht. Was für gravierende Folgen das auch für die USA haben würde (Stichwort US Basen etc), dürften ihm seine Berater eingeflüstert haben.
4. Könnte Trump die USA alleine aus der NATO führen? Nein. Er bräuchte eine Zweidrittelmehrheit im Senat oder ein Gesetz des Kongresses. Beides ist völlig unrealistisch. Gerade die Republikaner sind starke Befürworter der NATO.
Aber zurück zu dem entscheidenden Punkt. Ihren bisherigen Auslassung folgend (Zitat: „…deutsche Minenjagdboote dorthin zu verlegen, wenn ‚alles vorbei‘ sei, ist nun wirklich an diplomatischer wie militärischer geistiger Blondheit kaum zu überbieten.“) schließe ich, Sie wären für eine militärische Beteiligung der Bundeswehr bereits während andauernder Kampfhandlungen, richtig?
Für wie realistisch halten Sie sowas, wenn nicht nur die Regierungsparteien im Parlament sondern sogar die AfD als größte Oppositionspartei dagegen ist?
Hat eigentlich der Grüßaugust aus dem Schloss Bellevue auch schon abgesagt? Er war es doch, der Helmut Kohl am 30. Jahrestag der Wiedervereinigung mit keinem Wort erwähnt hat.
„Außerdem ist der 9. Mai auch der Jahrestag der sogenannten Schuman-Erklärung (1950), die als Geburtsstunde der Europäischen Union gilt.“
Schuman hatte eine europäische Montanunion vorgeschlagen. Wenn er das heutige Monster sehen könnte, hätte er garantiert die Finger davon gelassen.
Es ist beschämend, wie sich die „Spitzen“-Politiker verhalten. Von Anstand und gutem Benehmen keine Spur. Ist halt so eine Sache mit dem Charakter.
Helmut Kohl hat diese Ehrung verdient!
Und das Merz & Merkel dazu schweigen kommt für mich überraschend. Die Union für die Kohl stand, wurde „erfolgreich“ v.a. von Merkel entkernt und abgewickelt. Merz versucht sich zwar kosmetisch, wieder etwas konservativen Lack überzupinseln; allein Wüst & Günther als Hauptexponaten kratzen das bisschen Lack direkt wieder ab.
M & M würden – könnten sie – Kohl am liebsten vergessen machen…
Unsere „Alternativlose“, die „mächtigste Frau der Welt“, hatte bereits vor vielen Jahren dem Kanzler der Einheit, der gesundheitlich angeschlagen war, einen Flug mit der Flugbereitschaft zur Feier am 3. Oktober verweigert.
Etwas anderes als „armselig“ fällt einem dazu kaum ein.