Im Vatikan brennt noch Licht

Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, emeritierter Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und ehemaliger Bischof von Regensburg, hat die Stellungnahmen einiger deutscher Bischöfe vor und nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit deutlichen Worten kritisiert. Die geistliche Autorität der Hirten dürfe nicht genutzt werden, um eine politische Partei zu begünstigen oder zu benachteiligen.

Auf dem katholischen Nachrichtenportal kath.net mahnte er am Montag zur parteipolitischen Neutralität der Katholischen Kirche und sprach von „einigen verwirrenden Äußerungen deutscher Bischöfe anlässlich der Bundes-, Landes- und Kommunalwahlen“, die „aus theologischer Sicht einer Klärung bedürfen“.

Kardinal Müller reagierte damit auf Aussagen wie die des Münchner Erzbischofe, seines Amtskollegen Kardinal Marx, der den Wahlsieg der AfD „abscheulich“ genannt hatte. Und Berlins Erzbischof Heiner Koch hatte in einem Interview vor dem Wahltag gesagt, seine Kirche müsse das Risiko eingehen, Wähler der AfD als Mitglieder zu verlieren

 

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Dieser Artikel wurde 4 mal kommentiert

  1. gerd_rau Antworten

    Schöne Überschrift, die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht gelingt es ihm ja in den deutschen Kirchen wieder „Licht anzuzünden“

  2. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Auf Müller ist Verlass, aber leider meiden ihn die Medien, weil er sich nicht auf den Mainstream einlässt wie einige seiner Kollegen.

    • Elena Antworten

      Richtig…z. B. Müller über Putin: Der hat „einen Machtspieltrieb mit der Gefühlswelt eines Triebtäters“. Sowas mag „der Mainstream“ überhaupt nicht und deshalb meiden ihn „die Medien“.

  3. Martin Ludwig Antworten

    Wenn die katholische Kirche die Trennung von Staat und Kirche ernst meint und konsequent verfolgen möchte, dann soll sie sich bitte umgehend von der Finanzierung durch den Staat lossagen.
    Diese hat die Kirche im Übrigen in weiten Teilen Adolf Hitler persönlich bzw. dem unter ihm Abgeschlossenen Reichskonkordat zu verdanken – entsprechend wäre noch viel ehr angezeigt sich davon konsequent zu lösen.

    Der Vatikan ist (aller Wahrscheinlichkeit nach) der reichste Staat der Welt! Trotzdem werden die Kirchen vor Ort dem Verfall preisgegeben, nichmehr beheizt und teilweise sogar entweiht und verkauft. Wer als Kirchenmitglied und/oder Steuerzahler jedoch die wenigen verbleibenden, schönen katholischen Gebäude betreten will, soll hierfür „Timeslots“ mittels QR-Codes buchen und Eintrittsgelder bezahlen. So eine Unverschämtheit kann man sich eigentlich nicht ausdenken.

    Unsere Goldstücke freuen sich sehr über diese Entwicklung. Sie kaufen die entweihten Kirchen für günstiges Geld um ihre Lautsprecher an die Türme zu hängen und ihre Glaubensbrüder auf den Kampf gegen die westliche Welt einzuschwören.
    Gleichzeitig gewährt die Kirche Islamisten Schutz vor Abschiebung und setzt sich aktiv für die Schlepperei im Mittelmeer ein. Jedes Huhn wäre so clever, dem Fuchs nicht den Schlüssel für das Hühnerhaus zu überlassen – die Kirche macht jedoch das Hühnerhaus mit Kniefall zum Fuchsbau.
    Ich gönne ihr folglich den aktuellen Niedergang und wünsche mir, diesen Wahnsinn nicht länger mit meinem Steuergeld finanzieren zu müssen, gleichwohl ich diesem „Verein“ bereits vor Jahren den Rücken gekehrt habe!
    Vereint sind katholismus und der muslimische Glauben am Ende ja bereits heute – in ihrem „Umgang“ insbesondere mit minderjährigen Glaubensbrüdern und -Schwestern und der völligen Sturheit an diesen Missständen etwas zu ändern.

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