Solidarität gibt es nur unter Linken

Hans-Georg Maaßen ist ein guter Mann. Sie können mir das glauben, denn ich kenne ihn und hatte mehrere Begegnungen über die Jahre mit einem Mann, für den Pflichterfüllung und Dienen keine abstrakten Begriffe sind, sondern der etwas für sein Land tun will. Für unser Land.

Nun könnten Sie natürlich sagen: Was kann er denn schon bewegen da in Berlin in der fünften Reihe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wenn sie ihn denn überhaupt aufnehmen. Genau das wird nämlich aus den linksgrün gestrickten Zirkeln des Adenauer-Hauses kolportiert. Ich kann mir das nicht vorstellen, dass ein gewählter Direktkandidat der CDU in den Bundestag außen vor bleiben müsste. Warum denn auch? Er hat mit seiner Kritik an den vergangenen fünf, sechs Jahren Merkel-Kanzlerschaft doch absolut recht.

Hans-Georg Maaßen ist die personifizierte Hoffnung der verbliebenen Konservativen und Wirtschaftsliberalen in der runtergemerkelten Union. Es wird eine ganze Generation dauern, bis die schlimmsten Folgen der Abrissbirne aus der Uckermarkt wieder gekittet sind. Vielleicht werden die Nachfolger es niemals schaffen.

Hans-Georg Maaßen, der frühere Geheimdienstchef, hat es gewagt. Gegen das Konrad-Adenauer-Haus im Würgegriff der Kanzlerin und ihrer Helfershelfer, gegen den Willen des völlig heruntergewirtschafteten thüringischen CDU-Landesverbandes. Mit der Unterstützung der Basis in drei Kreisverbänden im Süden des Freistaates wurde er deutlich nominiert. Und jetzt ist  Alarmstufe Rot beim sogenannten Juste Milieu, das gehofft hat, Deutschland sei nach den Merkel-Jahren sturmreif zur Übernahme. Doch noch ist die Schlacht nicht geschlagen, schon gar nicht gewonnen.

Ich denke, HGM, wie seine Unterstützer ihn nennen, kann am Sonntag direkt gewinnen. Wenn die CDU-Stammwähler vom Sofa aufstehen, und wenn auch andere nicht linke Parteien zumindest die Erststimme für einen überzeugenden Konservativen aus der bürgerlichen Mitte abgeben.

Die politischen Kräfte von Links und Linksaußen, die ein anderes Deutschland wollen, das am besten nicht einmal mehr Deutschland heißt, durchgegendert und medial verblödet, organisieren sich. Ein dubioser linker Kampagnenverein namens „Campact“ versucht, Grüne und Linke zum Rückzug ihrer Kandidaten im Wahlkreis 196 zu bewegen und die Wähler dieser Parteien zur Abgabe für den SPD-Kandidaten zu bewegen, der so Maaßen auf den letzten Metern verhindern könnte.

Denn, das müssen Sie wissen, Solidarität gibt es nur unter Linken, nicht bei den Bürgerlichen. Wenn ich in den Sozialen Netzwerken den Umgang etwa mit AfD-Mitgliedern anschaue, die zur Abgabe der Erststimme im Wahlkreis 196 für Maaßen aufrufen, dann fasst man sich nur noch an den Kopf angesichts dieser geballten politischen Dummheit. Von Stil will ich gar nicht reden. Aber hey, freies Land, macht, was ihr wollt! Aber dann jammert nicht rum die nächsten Jahre, wie schlimm alles geworden ist.

Wenn Sie den SPD-Mann in Schmalkalden wählen, dann wählen Sie damit auch Kevin Kühnert und Saskia Esken – das müssen Sie wissen. Der AfD-Kandidat in Schmalkalden wird wahrscheinlich den Wahlkreis nicht direkt gewinnen können. Alles deutet auf einen Zweikampf zwischen SPD und CDU hin. Die versammelte Linke rottet sich zusammen für einen linken Kandidaten. Union, FDP und AfD wollen lieber in Schönheit sterben, so wie vergangenes Jahr im Februar. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Dieser Artikel wurde 42 mal kommentiert

  1. Christian Wiesner Antworten

    Mein Plan war es für die LKR im Wahlkreis 196 anzutreten. Das hat leider nicht geklappt.

    Mein Plan war es auch im entscheidenden Moment eine Wahlemfehlung für HG Maaßen auszusprechen und von der Direktkandidatur zurückzutreten. Mein Bundesvorsitzender, Jürgen Joost, hätte das sicher abgelehnt. Solche ‚Tricks‘ sind ihm zuwider, er ist ein echter Konservativer.

    Klar, das kann ich jetzt leicht behaupten, wir hatten ja nicht genug Mitglieder im Wahlkreis um mich aufzustellen.

    Aber wenn es irgendein Signal für konservative Politik in diesem land dringend braucht, dann dieses. Dass HG Maaßen diesen Wahlkreis mit großem Vorsprung gewinnt!

    Dass die Fans der Blauen, und speziell ihr greiser Kandidat für den WK 196, das nicht kapieren, spricht Bände. Sie beweisen damit, dass es ihnen nicht um das Land geht. Sie wollen protestieren, polarisieren und ihre Wut zum Ausdruck bringen, mehr nicht.

    Die wahren Konservativen in diesem land haben sich wohl wirklich schon in die politische Isolation zurückgezogen, die politische Landschaft ist dominiert von bildungsfernen Proletariern, Politikverdrossenen und Ideologen. Auf beiden Seiten des Spektrums…..

    • Carsten Kramer Antworten

      @Christian Wiesner, in meinem Freundes-und Bekanntenkreis/meinem Umfeld sind zahlreiche Menschen, die die AFD wählen werden. Von einem Großen Teil davon, weiß ich, dass sie eine Sehr Hohe Meinung von Hans-Georg Maaßen haben und ich bin überzeugt davon, würden diese ihm Wahlkreis „Südthüringen“ wohnen, würden diese auch Hans-Georg Maaßen ihre Erst-Stimme geben. Insofern kann ich von Ihnen den einen Satz „Dass die Fans der Blauen, und speziell ihr greiser Kandidat für den WK 196, das nicht kapieren, spricht Bände.“ nicht nachvollziehen 😉

    • Martin Ludwig Antworten

      Sehr geehrter Herr Wiesner,
      nachdem ich aufmerksam ihre Internetseite samt zugehörigem Wahlprogramm Ihrer Partei gelesen habe komme ich nicht umehr Ihnen eine Frage zu stellen: In welchen Punkten unterscheiden Sie bzw. Ihre Partei sich von der AfD? Ihr Wahlprogramm liest sich wie eine auf 25 % verkürzte Zusammenfassung des Wahlprogramms der Afd – und verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde das im Prinzip hervorragend. Das Problem, dass meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang auftaucht ist, dass Ihre Partei mit der Masse der sonstigen Kleinstparteien dazu führt, dass viele Wählerstimmen am Ende einfach unter den Tisch fallen weil, wie das für die LKR leider auch zutreffen wird, die 5 % Hürde nicht genommen werden kann. Sie sind ein Kollektiv an konservativen Menschen, die sich für eine gute Sache zusammenschließen und damit vermutlich viele Wähler ansprechen. Unter dem Strich führt ihr Engagement aber leider dazu, dass die von Ihnen „abgeworbenen“ Wählerstimmen prozentual bei fast inhaltsgleichen Parteien fehlen, welche die 5 % Hürde überspringen aber eben geschwächt im Parlament vertreten sind, weil die Stimmen der „sonstigen“ entfallen. Sie haben in meinen Augen Konkurrenz im eigenen Haus geschaffen und erreichen somit das Gegenteil dessen, was sie ursprünglich erreichen wollten.
      Zynisch bemerkt könnte man auch sagen, wenn die „Sonstigen Parteien“ sich zu einer großen „Sonstige Parteien – Partei“ zusammenschließen würden, hätten quasi alle kleinstparteien einen Abgeordneten im Parlament und könnten dort für ihre Sache einstehen (Wir reden hier immerhin von über 35 Sitzen, verteilt auf die ca. 40 Kleinstparteien). Das derzeitige System und Sie mit Ihrer LKR schaden jedoch in letzter Instanz der Demokratie mehr, als sie nützten.

      • S v B Antworten

        In genau diesem Sinne habe ich schon weit vor den Wahlen kommentiert. Irgendwie stößt besagte Logik nach wie vor auf Unverständnis. Der Ehrgeiz und die Eitelkeit Einzelner, bzw. einzelner Gruppen, ist wohl nach wie vor der Grund für die vor dieser Wahl besonders augenfällige Aufsplitterung. Sie ist leider völlig kontraproduktiv was die Anliegen konservativer Wählerkreise angeht. Opposition macht nur dann Sinn, wenn sie zahlenmäßige Stärke bei gleichzeitiger programmatischer Einheitlichkeit (oder zumindest Ähnlichkeit) aufweist. Aufgesplittert wie sie sich derzeit leider zeigt, macht sie sich beim politischen Gegner einfach nur lächerlich. Nun, offenbar will man es nicht anders.

  2. Johannes Antworten

    Ich drücke HGM beide Daumen und würde meinen thüringischen AfD-Parteifreunden sehr an Herz legen, ihn zu wählen. Ja, dies ist eine strategische Empfehlung.

    Aber HGM als Mitglied des Deutschen Bundestag – das wären Sternstunden und er wäre der Stachel im „Fleisch“ der CDU/CSU. Und er könnte als Katalysator und Kristallisationspunkt für die verbliebenen wenigen Konservativen in der CDU dienen.

    Auch die AfD im Bundestag hätte ihren Nutzen von einem HGM dort. Denn von der Positionierung her passt inhaltlich mehrheitlich kein Blatt zwischen ihn und der AfD.

    Es braucht letztlich auch Brückenbauer zwischen AfD und CDU/CSU. In HGM sehe ich das Potential für einen solchen. Natürlich hängt es auch von der weiteren Entwickllung der AfD selbst ab. Aber eben auch von der Bereitschaft am anderen Ufer, eine solche Brücke einmal in Angriff nehmen zu wollen.

    • H.K. Antworten

      „ … Aber HGM als Mitglied des Deutschen Bundestag – das wären Sternstunden und er wäre der Stachel im “Fleisch” der CDU/CSU.…“

      Ich fürchte, nein.

      Die von führenden CDUlern offen geäußerte „Aversion“ ihm gegenüber könnte durchaus dazu führen, daß die Fraktion ihn zwar „großzügig aufnimmt“.

      Das Rederecht bzw. die „Redeeinsätze“ werden von der Fraktion vergeben.

      Und wenn dann eben „keine Zeit“ für HGM da ist, tja, schade.

      Wenn selbst eine „Integrationsbeauftragte“ Widmann-Mauz bzgl. Werteunion u.ä. „mit Schaum vor dem M…“ herumgeifert und von niemandem zurückgepfiffen wird, sagt das alles über diese CDU aus.

  3. Ketzerlehrling Antworten

    Was kann er bewirken? Er hat sicher nicht die Unterstützung, die er bräuchte, um etwas zu bewegen. Dass er mit seiner Kritik an Merkel und ihrem Regime und dessen Gebaren recht hat, spielt dabei keine Rolle. DE ist ein Hippieland, da wird nur gefühlt, betreut gefühlt, nicht gedacht, nicht einmal betreut gedacht, das ist dem Deutschen noch zu anstrengend und so mancher gar nicht in der Lage dazu. Er mag gut sein, aber sein betriebener Stimmenfang bei der AfD zugunsten einer toten Partei wie der CDU ist kein Ruhmesblatt.

  4. gerd Antworten

    Ob die Solidarität nur unter den Linken zu finden ist? Armin Laschet will wohl Göring-Eckhardt in die Position der Bundespräsidentin befördern, sollte eine Koalition mit den Grünen und der FDP möglich werden. (Quelle: Merkur.de)

    Laut Wikipedia bedeutet Solidarität: „unbedingtes Zusammenhalten mit jemandem aufgrund gleicher Anschauungen und Ziele.“

    „Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!“

    „Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terroristen.“

    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“

    „Ich habe vorgeschlagen, dass, wer den Platz und die Zeit hat, eine freie Wohnung, eine leerstehende Einlieger- oder Ferienwohnung, freiwillig zur Verfügung stellen kann. Mir selbst ist das leider nicht möglich, da ich das nicht habe und es fehlt die Zeit zur Betreuung.“

    Alles Zitate von Göring Eckhardt.

    Laschet will sich also für die Bienen und die Schmetterlinge einsetzen. Dann fordere ich für Bienen und Schmetterlinge das Wahlrecht.

  5. Ruth Antworten

    Ich habe vor Herrn Maaßen großen Respekt !

    Leider gibt es in meinem Wahlkreis keine Möglichkeit, ihn zu wählen.

    Und genau das ist das Problem!

    Die Personen, die ich für kompetent halte, von denen ich überzeugt bin, sie würden sich ehrlich und gewissenhaft zum Wohle unseres Landes und für die schon immer hier lebenden Bürger einsetzen, stehen nicht auf dem Wahlzettel, den ich ankreuzen kann.

    Hierzu eine kleine Posse zum Nachdenken:
    unlängst saß ich bei uns im Rathaus im Flur, wartete brav mit Atem-Behinderungsmaske darauf, „rein“ zu dürfen, um meinen neuen Reisepass zu beantragen. Im Flur an der Pinwand, ein Plakat neben dem anderen mit Hinweisen für unsere Migranten, wo sie welche Hilfe bekommen, schön in 4-Farb Druck – nicht billig, der Steuerzahler hat es ja. Kein einziges Infoplakat für unsere Rentner oder Bürger, mit Tipps und Hinweisen für Erleichterungen für die Bürger, die schon immer in unserem Ort leben. – wie gesagt, im Flur unseres „Bürgerbüros“.

    Als ich den Pass beantragt hatte wurde ich auch gleich zur Kasse gebeten, 81 EUR (158 DM – für einen Pass!). Da fragte ich die Dame am Schalter, was denn unsere neuen Mitbürger für neue Ausweispapiere hier bezahlen müssen bzw. wer diese bezahlt.

    Ich bekam keine Antwort – nur einen sehr strengen Blick.

  6. GJ Antworten

    Ich möchte an dieser Stelle einbringe, daß sich MP Ramelow offen gegen die Campact-Kampagne positioniert hat. Zu Ruth: wenn ein syrischer Staatsangehöriger einen syrischen Pass beantragt, dann kostet der ein Vielfaches des deutschen Reisepasses. Wenn Sie z.B. Iraker sind, zieht sich die Passbeschaffungsprozedur teils über mehr als ein Jahr hin mit Einschaltung Vertrauensanwalt etc. Das kann Sie locker 2000 € und mehr kosten. Wenn Sie subsidiären Schutz oder Abschiebeschutz haben und Ihnen der Heimatpass zu teuer ist, kriegen Sie einen deutschen Ausweisersatz zu 72 €. Der gilt aber nur innerhalb Deutschlands. Das bezahlt sogar ein ausländischer Transferempfänger. Wenn Sie anerkannter Flüchtling sind, bezahlen Sie für einen Reiseausweis für Flüchtlinge nix, selbst wenn Sie keine Sozialleistungen bekommen.Dieser Reiseausweis gilt aber nicht fürs Heimatland. Nur mal zur Info.

  7. B. Minzenmay Antworten

    Ja, lieber Klaus Kelle, auf der einen Seite haben wir nunmal die „Guten“, also die untereinander unbedingt koalitionsfähigen „demokratischen Parteien“ (ausdrücklich unter Einschluss der „LINKEN“, was selbst der CDU-Ministerpräsident von S-H, Daniel Günther bestätigt hat – und eben die „Anderen“, die das Weihwasser fürchten wie die AfD und auch CDU-Kandidat Maaßen, so jedenfalls u.a. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (ebenfalls CDU) mit ihrem Anti-Maaßen-Wahlaufruf, die es sogar in Armin Laschets „Zukunftsteam“ (mein Gott, was für eine Bedrohung!) geschafft hat. Die nämlich – AfD und Leute wie Maaßen – sind alles Rassisten, Antisemiten usw., also Nazis. Merkwürdig nur, dass die AfD die einzige Partei in Deutschland ist, die eine Partei-Unterorganisation „Jüdische Bundesvereinigung in der AfD (JAfD)“ unterhält, weil, wie Historiker und Publizist Michael Wolffsohn in einem Interview mit dem MDR die Gründe analysierte, warum die AfD für manche Juden in Deutschland eine Option sei: Die Partei spreche Juden an, die sich von anderen Parteien in Bezug auf ihre physische Sicherheit im Stich gelassen fühlten. Die Angst vor der Politik der „demokratischen Parteien“ und ihren sicht- und spürbaren Folgen, vielleicht auch mit Blick auf den aktuellen Juden-Exodus in Frankreich, scheint bei ihnen offensichtlich grösser als vor dem Gespenst der „Nazis“ in der AfD.
    Interessant auch, wie offensichtlich der Herausgeber der Jüdischen Rundschau, Dr. Rafael Korenzecher, die aktuelle verfestigte „politische Szene“ unter Hinweis auf eine Glosse von Dirk Maxeiner sieht und wonach mittlerweile Deutschland
    „in der Welt als geschlossene Anstalt mit offenen Grenzen“ gilt. „Die Insassen sehen zwar keine weissen Mäuse, aber überall Nazis. Ortskundige sollten den Bereich weiträumig umfahren“, so „ wollen die Insassen durch das Aufstellen von Windrädchen und das Abfackeln ihrer Autoindustrie den Rest der Welt retten. Sie wollen elektrisch fahren und knipsen ihre Kraftwerke aus. Sie ruinieren die Bauern, damit Lebensmittel teurer werden. Sie wollen keine Kinder mehr kriegen und damit künftige Generationen retten. Sie glauben, sie seien Vorreiter und merken nicht, dass niemand hinterherreitet. Ihr Parlament hat mittlerweile 709 Mitglieder, aber nur noch eine erlaubte Meinung. Das, so sagen sie, wäre eine wehrhafte Demokratie“.
    Und, was den erschreckenden Realitätsverlust von CDU-Leuten wie Günther und Prien anbetrifft (vor der Wahl von Laschet und CDU mit solchen Opportunisten – möglicherweise getoppt auch noch von einem Tandem Laschet / Göring-Eckhardt!) wird mir jetzt schon Angst und Bange!): Die „LINKE“ soll eine demokratische Partei sein, hä? Die LINKE mit ihrer Co.-Vorsitzenden, die sich genüsslich rückblickend über Jahre in einer antidemokratischen trotzkistischen Organisation betätigt hat – das ist nach wie vor die Original-SED, die Partei einer Diktatur in einem gottlob gescheiterten Unrechtsstaat! Sie hat sich nur mehrere Male umbenannt, um das bis zu den Ellenbogen reichende Blut an ihren Händen zu vertuschen!
    B. Minzenmay
    Massarosa (It.)

    • B. Minzenmay Antworten

      Und noch ein Nachtrag zum linkslastigen, zumindest aber gestörten Demokratieverständnis der CDU: die (geheime) Wahl des thüringer 3-Tages Ministerpräsidenten Kemmerich musste „rückgängig gemacht“ werden, weil auch die AfD für ihn gestimmt hat (um Ramelow zu verhindern). Die CDUverhilft aber dann nicht nur Ramelow und seiner LINKEN an die Macht, sondern wählt auch noch aktiv mit ihren Stimmen LINKEN-Genossin Borchardt, eine Aktivistin der vom Verfassungsschutz beobachteten als linksextremistisch eingestuften „Antikapitalistischen Linken“ ausgerechnet zur Verfassungsrichterin in M.-Vorpommern (damit an anderer Stelle ihre eigenen Parteimitglieder mit den erkungelten Stimmen der Linken zum Zuge kommen) !
      Wie tief muss man selber gesunken sein, um an eine solche Partei zumindest seine Zweitstimme zu vergeuden!

  8. H.K. Antworten

    Heute blieb mir fast das Essen im Halse stecken, als ich bei focus online den Artikel von Ulrich Reitz las

    „Sie glauben, das geht nicht ?
    So könnte Saskia Esken Bundeskanzlerin werden“

    Sollte jeder Wähler sich einmal antun …

      • H.K. Antworten

        ICH ??

        Ich hoffe, nicht.

        Ich weise nur auf das hin, was vielleicht hier und da „übersehen“ wird.

        Insofern bin ich höchstens der „Überbringer“ der schlechten Nachricht.

        • S v B Antworten

          „Insofern bin ich höchstens der „Überbringer der schlechten Nachricht.“

          … nach heutiger Lesart u. U. also dem Tode geweiht. Der Sprung aufs konfuzianische schnelle Pferd reicht längst nicht mehr, um sicheres Terrain zu erreichen. Das Überbringen einer „unguten“ Nachricht will demnach gerade auch heute reiflich überlegt sein. Genau dies ist’s doch, woran Politik und Medien seit etlichen Jahren kranken. Und eine Besserung oder, ums mal auf „Coronisch“ auszudrücken, eine Genesung, steht bisher jedenfalls nicht in Aussicht. Größere Hoffnungen diesbezüglich sollte man sich auch im Zusammenhang mit dem Wahlausgang am Sonntag nicht machen. Selbst in der gefälligsten aller korrekten (und nur deshalb statthaften) Koalitions-Konstellationen wird’s unwillkürlich bei einem Weiter-so bleiben. Na dann eben auf ein Neues.

  9. Theosoph343 Antworten

    Es besteht noch Hoffnung, dass die FDP eine Ampel-Koalition verhindert. Besser wäre eine „Deutschland-Koalition“.
    Es ist gut, wenn Scholz den Mindestlohn auf 12 € erhöht und Hartz um 50 € erhöht.
    Gut ist auch, dass die Partei FW 3 % erreichen kann. Und die übrigen „Sonstigen“ (vor allem DieBasis) können 7 % erreichen. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  10. Schüler des Plato Antworten

    Ähnlich geschmacklos war der Tweet von Karl Lauterbach, der sich ja selbst permanent beschwert, die politischen Debatten seien heuer zu emotionsgeladen. Lauterbach hatte nichts besseres zu tun, als Maaßen auf Twitter als Naaazii zu titulieren um kurze Zeit später zu jammern, als Kubicki meinte, so einen wie Lauterbach würde man in seiner Stammkneipe als Spacken benennen. Der Satz des Lauterbach ist eigentlich ein Skandal. Ich wünschte dies hätte endlich mal ein Nachspiel für den SPD Politiker. Jemand als naaaaziii zu bezeichnen, ist höflich umschrieben schlichtweg verachtenswert. Selbst wenn ich traditionell eher gelb, blau, grün oder rot wäre, würde ich nun aus Protest Maaßen wählen. Ausgerechnet Lauterbach weiß doch sehr gut, wie man sich fühlt wenn man ununterbrochen von allen Seiten primitiv angefeindet wird. Er wird sich nicht wundern müssen, wenn Maaßen ihn irgendwann richtig runterputzt. An diesem Tag werde ich eine Flasche Schampus genießen. – In meiner Sturm und Drang Phase, hielt ich mich für links, später, auf die 30 zugehend für liberal. Heute würde ich Maaßen wählen, ohne zu zögern. Der Mann ist so weit weg von rechtsextrem wie man nur sein kann. Diese Kampagnen gegen ihn, finde ich ehrlich gesagt langsam aber sicher ekelerregend. In einer besseren, in einer normalen Welt – wäre jemand wie Maaßen nichts geringeres als verdienter Kanzlerkandidat, und nicht nur ich bin mir sicher, er wäre der beste Bundeskanzler den Deutschland jemals hatte, würde selbst Größen wie Adenauer mühelos überflügeln und in die Geschichte eingehen. Maaßen wusste wohl was auf ihn zu kommt, erduldet dies obschon er dies nicht müsste. Anstatt seinen Ruhestand zu genießen nimmt er all dies auf sich um Politik für die Bürger zu machen. Ich hege für Herr Maaßen nur noch Hochachtung,

    • S v B Antworten

      Dass ein H.G. Maaßen jemals einen politischen Gegner auf primitive Art und Weise „herunterputzen“ könnte, wage ich doch zu bezweifeln. Wie ich ihn einschätze, steht er als kultivierter Zeitgenosse weit über kommunikativen Ausrutschern dieser Art. Gut so.

  11. Martin Ludwig Antworten

    Unstrittig ist, dass Maaßen das beste ist, was die CDU derzeit zu bieten hat. Klar ist für mich jedoch auch, dass ich niemals einen Listenkandidaten der CDU wählen würde, gleichwohl ich viel von dieser Person halte.
    Herr Maaßen steht für alles was die CDU sein sollte – aber schlicht nichtmehr ist. Ihn zu wählen wird mit nichten dazu führen, dass die CDU ihren Linkskurs auch nur überdenkt. Er wäre in der Partei völlig fehl am Platze und würde letztlich durch Abstimmungszwang und parteiinternen Druck auf Kurs gebracht. Damit ist er Teil des Problems und kein Teil der Lösung!
    Möchte Herr Maaßen politisch wirklich etwas bewirken und stünde er wirklich hinter den Meinungen, die er (sehr glaubhaft) nach Außen hin vertritt, wäre der einzig konsequente und richtige Schritt ein Austritt aus der CDU. Ich möchte nicht sagen, dass er mit seiner Meinung in die AfD gehört, bin aber sicher, dass er dort genau das bewirken könnte, was er (vermutlich sogar aus Selbstüberzeugung) meint in der CDU sein zu können. Was der AfD nämlich derzeit fehlt ist ein Mann, der den Flügel und die konservativen innerhalb der Partei abholt und zu einer starken Partei eint. Ich bin überzeugt, jemand mit der Vita eines HGM hat das Zeug dazu eben dieser Mann zu sein. Auf lange Sicht könnte sich das sogar insofern auszahlen, als dass FDP und CDU in Erwägung ziehen Koalitionsgespräche mit einer Mitte-Rechts gerichteten aber gemäßigten AfD zu führen.
    Mit seinem aktuellen Verhalten ist Maaßen lediglich der Steigbügelhalter der CDU. Unwählbar in meinen Augen und eines Politikers von diesem Format durch und durch unwürdig. HGM ist intelligent genug zu erkennen, dass ihm innerhalb der Union der Rückhalt fehlen würde. Er gibt sich dafür her einen weiteren Wahlkreis für eben jene zu erobern, die er sonst lautstark kritisiert. Wer Veränderung anstelle eines „Weiter so“ möchte sollt im Wahlkreis 196 jeden wählen, nur nicht Hans-Georg Maaßen!
    In der Summe bleibt es aber dabei: Egal welche Partei am Sonntag das Rennen macht, Deutschland verliert.

    • S v B Antworten

      Falls H. G. Maaßen gewählt werden sollte – was ich ihm von Herzen gönnen würde – wird er vermutlich ein recht einsames Leben im parlamentarischen Alltag Berlins führen müssen. Durchaus vorstellbar nämlich, dass ihn selbst seine eigenen Parteikollegen ausgrenzen wo immer sie können. Dies wiederum hätte er ganz und gar nicht verdient. Im Gegenteil. Es täte mir schrecklich leid für den rechtschaffenen Mann, einen der letzten Vertreter des Liberal-Konservatismus in der M*CDU. Im Grunde weiß man also nicht, ob man Herrn Maaßen einen Wahlsieg wünschen soll oder lieber doch nicht. Schlimm.

  12. H.K. Antworten

    Claus Strunz von der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ versteigt sich heute zu der steilen Aussage

    „Wer AfD wählt, wählt Rot-Rot-Grün“.

    Als Video frei zu sehen bei „Empfehlungen“.

    • GJ Antworten

      Das habe ich auch gesehen, werter H.K. Und den Focus-Artikel von Herrn Reitz fand ich äußerst alarmierend. Interessant wäre eine Diskussionsrunde zwischen Lindner, Weidel, Merz und Habeck, aber mit einer Moderation, die nicht sofort den Hahn zudreht, wenn ein nicht gewünschtes Wort fällt. Wie gestern gesehen Frau von Hassel, die Frau Weidel sofort abwürgt, als diese beim Finanzthema die Flüchtlingspolitik ansprach. Nein, daß Thema ist tabu im Wahlkampf! Während die EAE Eisenhüttenstadt bereits wieder am Limit ist. Diese Meldung aber bitte erst nach der Wahl!

      • H.K. Antworten

        Liebe GJ,

        ich fürchte, die Mehrheit in diesem Land sieht all das leider nicht.

        Ebensowenig wie den Artikel bei focus online von Hubertus Knabe

        „Historiker enthüllt: So nahe stand der Jungsozialist Olaf Scholz den Machthabern in der DDR“

        den ich höchst interessant finde.

        Auch, was die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ heute berichtet

        „Union und Opposition sauer

        Scholz will Geheimprotokoll umfangreich schwärzen“

        in dem es um von der Scholz-Partei vorgenommene Schwärzungen in den Protokollen des Finanzausschusses geht.

        Desweiteren finde ich lesenswert, was focus online heute über den von einer linksextremen Werbeagentur gedrillte „Aktivistinnen“ von „Fridays for future“ und „Black lives matter“ schreibt:

        „Umstrittene Aktivistin Emily Laquer

        Nach TV-Attacke verunglimpft Linksradikale Laschet als „rechten Kanzlerkandidaten“.

        Höchst bedenklich, was in diesem Land los ist.

        Aber – Gottseidank – ist die selbstgerechte „Leiterin des Hauptstadtbüros“ nicht adelig. Mit dem von mir sehr geschätzten Kai-Uwe von Hassel hat sie m.W. gottlob nichts zu tun.

        • H.K. Antworten

          Und schwupps …

          … ist der Artikel bzgl. Finanzausschuss mal eben kurz geändert:

          „Wegen Massenschwärzung

          Scholz-Protokoll bleibt geheim“ heißt er nun …

    • S v B Antworten

      Waren nicht so gut wie alle Anwesenden der gleichen Meinung, was die als prohibitiv erachtete Stimmabgabe für die AfD angeht? Die Einlassungen der Diskussionsteilnehmer empfand ich geradezu als Beleidigung für die zuschauende Wählerschaft. Schulmeisterliches Gehabe, wie in Deutschland allzu gerne gepflegt und seit langem bekannt. Peinlich, oberpeinlich. Eine solch plumper, manipulativer Talk ist selbst einer Bild unwürdig. Belehrungen solcher Art werden wohl bei den allerwenigsten Wählern punkten. Herr Strunz, ich bitte Sie! Dass man durch solche unsägliche Mätzchen den einen oder anderen Wähler in letzter Minute zu einem Sinneswandel verleiten kann, gehört ins Reich der Fantasie. Man darf vermutlich doch davon ausgehen, dass sich die Wählermeinung während vier langer, erfahrungsreicher Legislaturjahre herausbildet. Da werden politische Schlussverkaufs-Beteuerungen dann kaum noch Sinn machen, eher überhaupt keinen mehr. Auch Laschets „Expertenteam“, welches er meinte, quasi last minute aus seinem Ärmel zaubern zu müssen, konnte sicher nur noch sehr wenige überzeugen. Wer es versäumt, sich jederzeit glaubhaft ins Zeug zu legen und stets mit offenen Karten zu spielen, wird der Achtung vieler Wähler letztlich verlustig gehen. Wie soll’s auf Dauer auch anders sein? Auch Total-Amnesien begegnet man zunehmend seltener in den Reihen der Wählerschaft. Politische Aussagen und Versprechungen werden von Wähler meist feinsinnig wahrgenommen und abgespeichert. Vor allem dann, wenn diese „vor Tische“ völlig anders lauteten. Die berüchtigte Wendehalsigkeit, die in der zu Ende gehenden Legislatur bisweilen fröhliche Urständ gefeiert hat, ist beim Wähler verpönt wie wohl niemals zuvor. Das scheint manchen Politikern noch immer nicht recht bewusst zu sein. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen sollten sie ausnahmslos tragen müssen. – Da meine Stimme längst schon zur Auszählung bereit liegt, hab‘ ich mit den Bild-Wahl-Talk mehr aus Jux und Dollerei angeschaut. Enttäuscht hat er mich nur wenig.

  13. colorado 07 Antworten

    „Die Bösen halten zusammen, auch wenn sie einander hassen. Das ist ihre Stärke. Die Guten sind in alle Winde zerstreut. Das ist ihre Schwäche“ ( Jewgenij Jewtuschenko )

  14. Alexander Droste Antworten

    Sehr interessant ist das Interview von Herrn Reitschuster mit Herrn Maaßen, das man selbstredend auf YouTube und nicht im fernsehen schauen kann – bis es dort gelöscht wird, vielleicht.
    Maaßen findet die AfD zu radikal insbesondere mit ihrem Parteibeschluss aus der EU austreten zu wollen. Wer die AfD wählt, stärkt damit R2G und schwächt die CDU, die sofort handeln muss um das Schlimmste zu verhindern. R2G machen aus Deutschland seiner Meinung nach ein Ökosozialistisches Disneyland.

    Meine Wette: R2G stellt den Kanzler, und zwar Scholz. Dann geht in D die Post ab und zwar Richtung „dritte Welt“.

    • H.K. Antworten

      Lieber Herr Droste,

      „ Wer die AfD wählt, stärkt damit R2G und schwächt die CDU, die sofort handeln muss um das Schlimmste zu verhindern.“

      Nach diesem Motto ( bzgl. SPD statt AfD ) bin ich viele Male bei den Wahlen vorgegangen.

      Das Problem ist, wer CDU wählt, wählt Laschet – und der steht für due Fortsetzung von „Muttis“ desolater, an alle, nur nicht an die Deutschen, denkende Politik.

      Selbst Söder lobt Merkel in den höchsten Tönen. Sie habe „Deutschland in all den Jahren gut beschützt“.

      Bedauerlicherweise sehe ich das alles völlig anders.

      Und jede Stimme für die CDU bzw. Laschet oder Söder würde dort als Zustimmung zu Merkels katastrophalen Entscheidungen gelten.

      Vielleicht wäre es wirklich gut, mal eine Legislaturperiode die Kommunisten machen zu lassen – allerdings könnte das Erwachen gruselig werden – oder heilsam.

      • Alexander Droste Antworten

        Wenn man die Kommunisten eine Legislatur machen lässt, wird diese wohl ungefähr zehn mal oder zwanzig mal vier Jahre betragen.

        Ich sehe das so wie Sie und weniger wie Herr Maaßen. Er muss es ja so sagen als CDU-Kandidat. Ich bin für einen radikalen Wechsel. Das gesamte Personal gehört ausgetauscht – allerdings mit der Gefahr, dass man vom Regen in die Traufe kommt, wie seinerzeit in der Türkei geschehen.

        • H.K. Antworten

          Der CDU wird ihre Arroganz, zu sagen „mit DENEN verhandeln wir nicht, wir REDEN noch nicht mal mit ihnen“ noch gewaltig auf die Füße fallen.

          Aber Ähnliches kennen wir ja schon von den Sozis unter Frau Lügilanti in Hessen seinerzeit.

          Mal schauen, wie lange es dauert …

    • S v B Antworten

      Ich schätze Herrn Maaßen außerordentlich. Dennoch möchte ich mir jegliche Wahlempfehlung seinerseits verbitten. Sorry, werter Herr Maaßen. Und – nix für ungut. Wegen des mutmaßlich letzten verbliebenen Mohikaners – sorry, des letzten offen liberal-konservativen Kandidaten in Partei natürlich – die CDU zu wählen? Mit Verlaub, aber DAS kann nun wirklich keiner mehr von mir erwarten. Nein, selbst ein H. G Maaßen nicht. Dabei mut-maaße ich sogar, dass er meine herbe Enttäuschung über meine ehemals stets bevorzugte Partei recht gut nachvollziehen könnte. Na also. Für kommenden Sonntag dennoch viel Glück, Herr Maaßen! „Sie schaffen das“.

      • H.K. Antworten

        Merkwürdig, daß auch der von mir sehr geschätzte Wolfgang Bosbach verdächtig ruhig ist.

        Sieg-mal Gabriel, der Buchhändler aus Würselen, der „mindestens-5€-Weintrinker“ – alle erstaunlich ruhig …

        • S v B Antworten

          Auch ich habe Herrn Bosbach stets sehr geschätzt. Als Menschen schätze ich ich bis heute. Allerdings ist er als Parteimitglied der M*CDU letztlich immer wieder eingeknickt. Auf diese Weise hat er so manche Hoffnung Schöpfenden stets aufs Neue enttäuscht. Nie hat er auf „die“ Partei als solche etwas kommen lassen, nie hat er sich offen und deutlich gegen die massive Kursveränderung positioniert. Dies nicht zu tun war zwar sein gutes Recht, hat aber viele seiner Anhänger immer wieder sehr verstört, ja verprellt. Auf seine CDU hat er niemals wirklich etwas kommen lassen. Eine fast aberwitzige Loyalität, ja kritiklose Unterwürfigkeit, die in der Merkel-Partei offenbar sehr weit verbreitet war (es vermutlich bis heute noch ist) und die letztlich dafür gesorgt hat, dass die CDU heute auf bis dato nie gekannten „wackeligen Beinen“ steht. Man lief mit im Pulk, der Großen Vorsitzenden immer hübsch hinterher. Kritiklos, alternativlos, widerspruchslos. Mit den inzwischen offenkundigen Konsequenzen. Gerade auch von Bosbach hat sich mancher wohl einiges versprochen; zu viel, wie man inzwischen weiß. Dem kontinuierlichen Linksdrift hat auch er sich nicht kraftvoll genug – vielleicht auch gar nicht? – entgegen gestemmt. Ein Versäumnis, das man ebenso der Werteunion anlasten muss. Und eine bittere Erkenntnis unter vielen. – In einem Doppelinterview (zusammen mit Herrn Maaßen), welches ich vor wenigen Wochen sah, hat Bosbach sich zunächst über die allenthalben geltende linkslastige politische Korrektheit echauffiert, um im Anschluss daran sofort wieder das gewohnte Hohelied auf seine Partei anzustimmen und den Zuschauern ebendiese für ihre Wahlentscheidung ans Herz zu legen. Tut mir leid, aber mit seinem häufigem opportunistischen Einknicken hat sich Bosbach für mich als unter allen Umständen verlässlicher Politiker disqualifiziert. Wie schon der eine oder andere vor ihm. M*CDU? Wie’s ausschaut nie wieder.

          • H.K.

            Naja, bei vielen Punkten haben Sie augenscheinlich recht.

            Ich muß aber zu seiner Verteidigung erwähnen, daß er einer der sehr, sehr wenigen ist, due z.B. entgegen allen anderen CDUlern Hans-Georg Maaßen in dessen Wahlkreis tatkräftig unterstützt.

            Damit allein stellt er sich – wie er zu sagen pflegt – „als Kuh quer in den Stall“.
            Und er ist einer der sehr wenigen, die tatsächlich antworten, wenn man ihn anfunkt.

            Sicher ist er nicht „der liebe Gott“.
            Aber ich persönlich halte ihn nach wie vor für einen feinen Kerl und glaube ihm – so ziemlich als einzigem Politiker – was er sagt.

          • S v B

            Na ja, wenn man ohnehin kurz vorm Ausstieg aus der aktiven Politik ist, braucht es wohl kaum noch Mut, sich im Kuhstall quer zu stellen. Auch ich weiß, dass Herr Bosbach diese Metapher des öfteren benutzt hat, wenn es ihm darum ging, seine Unzufriedenheit mit politischen Vorgängen auszudrücken. Echte Konsequenzen, also solche, welche größere öffentliche und parteipolitische Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätten, hat auch er nie gezogen. Warum nur bricht sich die Courage von Politikern immer erst kurz vor „Toresschluss“ bahn? Die Zahl derer, bei denen dies so war, wächst. Man erhebt das – plötzlich auffallend kritische, vielleicht gar verächtliche – Wort erst dann, wenn einem nichts mehr widerfahren kann, was einem den gesicherten, und meist auch höchst auskömmlichen Lebensabend gefährden könnte. Ein solches Verhalten kann man gewiss als berechnend, feige und schäbig bezeichnen. Wie schon erwähnt, hat Herr Bosbach mich letztlich enttäuscht. Das Hemd sitzt wohl und gerade auch den meisten Politikern immer noch ein gutes Stück näher als die Jacke. –
            Trotzdem wünsche ich Herrn Bosbach natürlich, dass er seinen Lebensabend noch viele Jahre lang bei zumindest zufrieden stellender Gesundheit genießen kann.

  15. Achim Koester Antworten

    Nun ist es doch passiert, H.G. Maaßen hat es nicht geschafft, wahrscheinlich bedingt durch ein rot/rot/grünes Komplott, mit dem die Stimmen seinem Gegner zugeschanzt wurden. Schade, dass so etwas bei uns möglich ist, und es genügend charakterlose Wähler gibt, die sich von Schmutzkampagnen beeinflussen lassen-

  16. Landeskirchler Antworten

    Seit gestern ist die AfD bei mir unten durch.
    Wenn die nicht so viel Hirn unter der Haube haben, diesen guten Mann Maaßen, der genuin konservative Positionen mutig vertritt, zu unterstützen, dann brauche ich die nicht mehr.
    Was hätten die verloren, wenn sie ihren Direktkandidaten zurück gezogen hätten?
    Wie bei den Sekten: „Das Heil gibt es nur bei uns, alle anderen wandern in die Hölle:“
    Echt schade!

    • gerd Antworten

      Maaßen kann nun wirklich nichts dafür, dass die Thüringer von der CDU die Schnauze voll haben, nachdem dieses Land von der Union brutal abgewatscht wurde. Da wählt die Bevölkerung konservativ und bekommt einen linken Ministerpräsidenten. Ich kann es ihnen nicht verübeln die Alternative zu wählen.

    • Martin Ludwig Antworten

      @Landeskirchler: Sie verwechseln meiner Meinung nach Ursache und Wirkung. Die AfD vertritt von Beginn an eben genau die Positionen, die Herr Maa´ßen sich zueigen gemacht und im Wahlkreis 196 propagiert hat. Der Fehler ist hier ganz offensichtlich nicht der, dass die AfD bei Ihrem Kandidaten geblieben ist -viel mehr wäre es an Herrn Maaßen gewesen, der inhaltsleeren CDU den Rücken zu kehren und in die Partei einzutreten, deren Wahlprogramm er sich zueigen gemacht hat. Hier hat eindeutig jemand im Gewässer eines anderen gefischt und daran schuld ist wohl kaum das Gewässer.
      Ich habe weiter oben einen ausführlichen Kommentar hierzu verfasst und verweise an dieser Stelle nochmal eben darauf und zitiere meinen abschließenden Absatz: „Mit seinem aktuellen Verhalten ist Maaßen lediglich der Steigbügelhalter der CDU. Unwählbar in meinen Augen und eines Politikers von diesem Format durch und durch unwürdig. HGM ist intelligent genug zu erkennen, dass ihm innerhalb der Union der Rückhalt fehlen würde. Er gibt sich dafür her einen weiteren Wahlkreis für eben jene zu erobern, die er sonst lautstark kritisiert. Wer Veränderung anstelle eines “Weiter so” möchte sollt im Wahlkreis 196 jeden wählen, nur nicht Hans-Georg Maaßen!“

  17. Landeskirchler Antworten

    Ich meine, wenn Hans-Georg Maaßen als Direktkandidat in den BT gewählt worden wäre, dann hätte sich an der Anzahl der AfD-Abgeordneten nichts geändert, dafür sind ja die Zweitstimmen entscheidend.
    Andererseits könnte Maaßen die konservativen Anliegen der AfD fraktionsübergreifend vertreten und vielleicht noch ein paar mutige Unionsabgeordnete überzeugen.
    Die Frage ist, ob es um die Sache und das Wohl des Landes geht oder eben nur um Parteigeplänkel. Hier hat mich die AfD maßlos enttäuscht.

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