Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit 2013 gibt es diesen Blog, und ich finde es wirklich phantastisch, wie viele Leserinnen und Leser der ersten Stunde immer noch dabei sind, manche diskutieren im Forum nahezu jeden Tag – und das auf hohem Niveau.

Denken Erwünscht ist kein Rabauken-Blog, nichts für Verschörungstheoretiker, sondern ein Forum des Bürgertums, der Konservativen und der Liberalen, die ihr Deutschland behalten oder zurückhaben wollen, die wissen, dass alles andere schlimmer wird, und die Extremismus jeder Art verachten. Wer Menschenfeindlichkeit und Hass predigt, wer Gewalt gegen Menschen und Sachen rechtfertigt, der ist hier nicht richtig, ja ausdrücklich nicht willkommen.

Demokratie und Rechtsstaat sind die Leitmotive für uns, festgeschrieben in unserem Grundgesetz, das ich immer noch für eine phantastische Grundlage halte, das Zusammenleben zwischen uns allen zu organisieren. Aber es gibt andere Leitmotive, allen voran die Freiheit, die Marktwirtschaft, ich scheue mich nicht, auch den Kapitalismus zu nennen, die Antriebsfeder für so vieles. Werte, ethische und moralische Standards, die auf den christlich-abendländischen Traditionen basieren. Das ist meine Welt und auch die vieler Leserinnen und Leser hier.

Aber ich würde nicht mehr darauf wetten, dass wir am Ende gewinnen und dass alles irgendwie doch noch einmal gut wird. Wir haben verlernt, zu kämpfen für unsere Überzeugungen, etwas zu riskieren, einen persönlichen Einsatz zu leisten. Alles auf die 7 setzen, wie man das beim Roulette so schön sagt. Etwas wagen. Große Teile unserer Gesellschaft wenden sich ab von dem, was uns hier wichtig ist, und sie organisieren sich unser Geld für ihre Zwecke. Und wir schauen zu und klagen…

Kommende Woche, Anfang Oktober, treffen sich zum sechsten Mal ein paar Hundert Menschen im Ruhrgebiet, die genau so drauf sind wie ich heute, und die darüber beraten wollen, was wir nach dem zu erwartenden katastrophalen Ergebnis der Bundestagswahl tun können. Oder was wir einfach lassen, weil es ja sowieso alles keinen Sinn hat. Wenn Sie dabei sein möchten, schreiben Sie mir: kelle@denken-erwuenscht.com.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

image_pdfimage_print

Dieser Artikel wurde 8 mal kommentiert

  1. Klaus aus Kiel Antworten

    Wir haben Willy Brand überlebt und Schröder/Fischer, das war jeweils mit mehr Arbeitslosigkeit usw. verbunden, wir sind trotzdem klar gekommen.

  2. H.K. Antworten

    „ War’s das jetzt mit diesem Land, das uns allen so viel bedeutet?“

    Hm.

    „uns allen“ ?

    „so viel bedeutet“ ?

    Wenn ich mir ansehe oder anhöre, wie viele großkalibrige Deutschland-Hasser es in manchen Parteien gibt, die hinter Plakaten mit „Deutschland, du mieses Stück Sch…“ oder „Deutschland verrecke“ herlaufen, dabei jedoch das zweithöchste Staatsamt bekleiden und sich von diesem „Sch… Deutschland“ jedes Jahr eine mehr als deutlich 6-stellige Summe zahlen lassen ( und NIEMAND begehrt da auf !! ), denen „ein Meer von roten türkischen Fahnen am Brandenburger Tor“ viel mehr bedeutet, wenn ich mir Parteivorsitzende anschaue, die demnächst als Minister durch die Welt laufen und „mit Deutschland nichts, aber gar nichts anfangen“ können, wenn schon politische, in diesem Land deutlich geförderte Partei-Organisationen Deutschland-Fähnchen zur WM verbieten wollen, ja, erst recht, wenn ich mir eine Regierungschefin anschaue, die am Tag des Wahlsieges ihrer Partei einem „Genossen“ vor laufenden Kameras das Deutschland-Fähnchen aus der Hand nimmt und geradezu angewidert „entsorgt“, frage ich mich

    a) wer ist „uns allen“ ?
    b) was ist „so viel“ ?

    „Bedeutet“ dieses, UNSER Land uns wirklich noch etwas ?
    Oder eher etwas weniger bis gar nichts ???

    Gibt es EIN EINZIGES Land auf dieser Erde, das von seinen Politikern und Menschen dermaßen gehasst wird wie Deutschland ?

    Gibt es EIN EINZIGES Volk auf dieser Erde, dem sein Land und dessen Zukunft so gleichgültig ist wie unserem ?

    • Alexander Droste Antworten

      Es gab mal Zeiten, da wurde Hochverrat sehr hart bestraft. Heute wird es bezahlt von denjenigen, die verraten und bedroht werden.

  3. S v B Antworten

    Tatsächlich könnte man es so sehen, lieber Herr Droste. Allerdings frage ich mich, ob die Lust an der Zerstörung des Eigenen sowie der in unserem Land so erschreckend verbreitete Selbsthass vielleicht doch typisch deutsche Eigenschaften darstellen könnten. In anderen Ländern nämlich finden sich solche Attitüden weitaus weniger, eher gar nicht. Anders lässt sich vieles von dem, was man in jüngerer Zeit beobachten kann, nicht mehr erklären. Der Bruder des verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Carl-Friedrich von Weizsäcker, hat sich einmal in diesem wahrhaft grusligen Sinne über den typischen Deutschen ausgelassen. Der kurze Text ist – unter Eingabe entsprechender Suchbegriffe – leicht zu googeln. Schnell merkt man, dass von Weizsäcker einerseits über profunde historische Kenntnisse verfügte, andererseits aber auch ein hellwacher und kritischer Beobachter seiner deutschen Zeitgenossen gewesen sein muss. Tröstlich vielleicht nur, dass die gewonnenen Erkenntnisse für von Weizsäcker seinerzeit wohl ebenso deprimierend, ja schmerzlich gewesen sein dürften wie sie es heute für unsereinen sind.

    • Alexander Droste Antworten

      Das ist eine Folge von über 70 Jahren Brainwashing, Umerziehung, Zerstörung der Volksseele. Alleinschuld für alles Übel in der Welt. Selbsthass gab es vor 1945 nicht. Das ist ein Programm, das „kluge“ Denker in den USA und GB ausgearbeitet haben. Der Krieg ist eben noch nicht zu Ende.

  4. Der Zeitzeuge Antworten

    Deutschland hat sich gesellschaftlich kontinuierlich rückentwickelt, zwischen 1945 und 1949 war Deutschland ein Niemandsland, das von Ausländern dominiert und von denen die Bevölkerung massakriert wurde, die Vergewaltigungen von deutschen Frauen gehörten zum alltäglichen Leben und das verprügeln und abstechen von deutschen Männern war ebenfalls nichts besonderes.
    Ab 1949 durften die ehemaligen NSDAP Genossen unter der Aufsicht und dem Kommando der Ausländer zwei neue deutsche Staaten aufbauen, wobei die Gesellschaftsordnung des Niemandslandes allerdings großteils beibehalten wurde.
    Patrioten waren und sind in den beiden kommunistisch und islamistisch regierten „Deutschlands“ verboten und inzwischen wurde Deutschland zu einer Virenschutzanstalt umgestaltet, in der man zum Staatsfeind degradiert wird, wenn man sich nicht mit einem toxischen Sekret verseuchen lässt. Selbst die „Trümmerfrauen“ sind wieder da, sie sammeln Pfandflaschen und durchwühlen die Container von Supermärkten nach Nahrungsmitteln, um nicht zu verhungern

  5. .TS. Antworten

    Leider zeichnet dieser Leser-Brief sehr deutlich nach woran es dem bodenständig vernünftigen Teil der hiesigen Bevölkerung am meisten krankt:

    „kein Rabauken-Blog, nichts für Verschörungstheoretiker“

    Hetzsprache und Propagandabegriffe – sollte man sich von diesen nicht tunlichst fernhalten wenn man sich mit diesen nicht gemein machen will?

    „ein Forum des Bürgertums, der Konservativen und der Liberalen“

    Auch im Prenzlauer Berg oder im grün regierten Halbhöhenkessel fühlt man sich als Bürgertum, als liberal bezeichnen sich auch Globalegalisierer und konservativ fühlen sich auch Altkommunisten. Will man mit diesen weiter auf Tuchfühlung bleiben statt konsequent sich selbst treu zu bleiben, oder hängt man nur an den alten, schon lange sinnentleerten und umgedrehten Begriffen?

    „Wer Menschenfeindlichkeit und Hass predigt, wer Gewalt gegen Menschen und Sachen rechtfertigt, der ist hier nicht richtig, ja ausdrücklich nicht willkommen.“

    Und wer entscheidet was menschenfeindlich, Hass oder Gewalt ist? Etwa ein Böhmermann dem die gebührenfinanzierte Verachtung freudig aus jeder Pore trieft?

    Das Problem ist daß man sich hier wie andernorts aus falscher Vorsicht zu sehr abgrenzt und zurückhält und dafür auf anderer Seite sich dadurch mit den Entwicklungen die man selber vermeiden will ausliefert.
    Die früher in kleinteiligen Streitigkeiten selbst fragmentierte grünrote Landschaft hat sich jahrzehntelang selbst gelähmt bevor sie sie nun zum dominanten Monolith vereint wurde – selbst bei der SPD sägt man sich heute nicht mehr ständig gegenseitig ins Bein und sowohl Kirche als auch Wirtschaft klatschen mit.

    Hoffen wir daß die rationalen Kräfte diesen Fehler deutlich schneller als die Umverteilenden erkennen und gemeinsam an enem Strang ziehen – denn nochmal mehrere Jahrzehnte bis zur Besinnung haben wir nicht wenn von unserem Land und Leben wie wir es schätzen noch etwas übrig bleiben soll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.