Morgen ist die Ära Merkel im Kanzleramt endlich vorbei

Wenn es etwas gibt, auf das ich mich morgen freue: Um 18.01 Uhr ist die Ära Merkel vorbei.

Ja, klar, sie wird noch ein paar Wochen geschäftsführend im Amt bleiben, bis die Parteien eine neue Bundesregierung zusammengemauschelt und die Posten verteilt haben. Aber Kofferpacken im Kanzleramt und ab in die Uckermark: Das ist, als wenn Ostern, Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag fallen. Man möchte mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne auf die Straße laufen und wildfremde Leute küssen, tanzen und was trinken.

Endlich Reset! Endlich Stunde null! Endlich ein neuer Morgen für Deutschland nach dunkler Nacht!

Meinungsforschungsinstituts Civey hat gerade im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen» die Frage gestellt: «Werden Sie Angela Merkel nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin vermissen?» und 52 Prozent der Befragten antworteten mit Nein. 38 mit Ja und zehn hatten keine Meinung dazu.

Die Frage, die aber unbeantwortet bleibt und die ich mir stelle: Warum immer noch 38 Prozent? Was sind das bloß für Leute?

 

 

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Dieser Artikel wurde 15 mal kommentiert

  1. Tina Hansen Antworten

    Lieber Klaus Kelle!

    Die 38 Prozent befürworten:
    – die Homo-Ehe einschließlich Adoptionsrecht
    -die Aussetzung der Wehrpflicht
    – das Kaputtsparen unserer Streitkräfte
    – unbegrenzte und unkontrollierte Zuwanderung
    – den Ausstieg aus der Atomenergie
    – den Ausstieg aus der Kohleenergie
    – Genderstern*innen allüberall
    – und last not least: die Tatsache, dass mündige Bürger dazu genötigt und erpresst werden sollen, sich mit experimentellen Pharmaprodukten spritzen zu lassen.
    Das ist alles das gute Recht dieser 38 Prozent. Die Frage ist nur, ob sie deshalb wirklich jemals CDU gewählt haben ;-))

    Liebe Grüße – und meine unvollständige Liste bitte nach Bedarf ergänzen!

  2. Ruth Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    diese 38 % , die Merkel vermissen werden sind die, die durch Merkels Politik einen richtigen Aufschwung erlebten.

    Wieviele Menschen kamen seit 2015 auf fragwürdigen Weg nach Deutschland? All diese Menschen mussten betreut und versorgt werden, all die Solzialarbeiter, Hilfskräfte, auch Anwälte, die auf unsere Kosten lange Prozesse führen, damit ja keiner dorthin geschickt wird, wo er hingehört. Nicht zu vergessen, die ganzen Zulieferanten, denn alle die kamen, bekamen Unterkünfte, oft welche, die extra nur für sie gebaut wurden, nagelneue Betten, Kleidung, medizinische Versorgung. Nicht zu vergessen, all die Vermieter, die Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung stellten, nicht weil sie so ein Mitleid für die armen Geflüchteten hatten, sondern weil sie sich damit richtig Profit gemacht haben.
    Wieviele Menschen haben sich dank Merkel an den sogenannten Flüchtlingen eine goldene Nase verdient?
    Natürlich trauern diese Merkel nach.

    Aber ein kleiner Trost, ihre Jobs und Einkommen sind auch bei den 3 neuen, die antraten sicher.

    Ob es nach der Wahl wirklich besser wird?

    • Tina Hansen Antworten

      Liebe Ruth,

      nein, nach der Wahl wird es schlimmer, nicht besser. Aber es wird auf jeden Fall ehrlicher – wir werden dann vom Original regiert, nicht mehr von einer Mogelpackung.

  3. H.K. Antworten

    „ Man möchte mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne auf die Straße laufen und wildfremde Leute küssen, tanzen und was trinken.

    Endlich Reset! Endlich Stunde null! Endlich ein neuer Morgen für Deutschland nach dunkler Nacht!“

    Lieber Herr Kelle,

    diese Gefühle hätte ich auch gehabt – am 08. Mai 1945, 23:00.

    Daß die größte Katastrophe, die jemals in diesem Land im „Bundeskanzler*/-/:/_/Innenamt“ saß, physisch weg ist, glaube ich erst, wenn ich es live im TV sehe – und selbst dann kommen bei mir noch Zweifel auf.

    Ihr ( Un-) Geist wird noch viele Jahre über diesem Land wabern wie klebriger Mehltau und ihr Konterfei wird in diesem häßlichen Betonbunker hängen.

    Und wenn Sie mit Ihrer schwarz-rot-goldenen Fahne durch die Straßen laufen, werden Sie vermutlich von den dann herrschenden rot-grünen Kommunisten ratzfatz eingekerkert – wegen „unangebrachter nationalistischer subversiver Umtriebe“.

    Dieses Land kommt vom Regen in die Traufe.

    Nach Pest und Corona kommt die grüne Cholera.

    „Was trinken“ wird da nicht helfen. Besaufen schon – aber nur kurzfristig und mit Schädelbrummen …

  4. S v B Antworten

    Teilen kann ich Ihren schier unerschütterlichen Optimismus nicht, lieber Herr Kelle. Und bitte – sprechen Sie nicht von „Reset“. Der Begriff erinnert mich dann doch allzu sehr an Mr. Schwabs Zukunftsfantasien.

    Hilfe…! So böse wie Sie kann ich Frau Merkel nicht einmal sein. Diese Erkenntnis (Selbsterkenntnis?) trifft mich völlig unvorbereitet. Sie überrascht mich, nein erschreckt mich geradezu. Wenn Frau Merkel morgen vor mir stünde, würde ich ihr – trotz und alledem – danken und einen gesegneten Ruhestand wünschen. Aus voller Überzeugung und auch von Herzen. Ob ich in diesen Tagen wohl die einzige leidenschaftliche Merkel-Kritikerin bin, die plötzlich so „irrational irrational“ denkt und fühlt? Was ist nur los mit mir? Ich bin mir selbst nicht mehr geheuer… Vielleicht fällt es mir letztlich einfach allzu leicht, Menschen zu verzeihen. Ja, das muss es wohl sein. Eine andere Erklärung habe ich nicht. Ist es sehr schlimm, wenn man so denkt? Bitte sagen Sie nein…

    • Tina Hansen Antworten

      Liebe SvB,

      sicherlich ist ein feiner Charakterzug, wenn man Menschen auch verzeihen kann. Aber im Fall von Angela Merkel ist mir dies nicht möglich. Zu vieles in ihrer Vita ist doch unklar und ungeklärt und wird wahrscheinlich auch lange, lange Zeit nicht aufgeklärt werden trotz der Flut von Biografien, die gerade auf den Markt gelangt… Die Fragezeichen hinter ihrem atemberaubenden Aufstieg sind uns doch allen bekannt und harren der Aufarbeitung. Vera Lengsfeld hat viel Interessantes dazu gesagt.
      By the way: Hat irgendjemand hier einen Tipp für mich, wie man mit eigentlich lieben oder sogar geliebten Menschen spricht und umgeht, die in Sachen Corona auch anderthalb Jahre nach dem ersten Auftreten dieses mysteriösen Virus noch völlig „freidrehen“?
      Persönlicher Anlass für die Frage: Ich schickte einer Freundin unbedacht ein paar Fotos von einer kleinen Balkon-Party, die ich vor etwa zwei Wochen mit einer Handvoll Freunden und Bekannten feierte. Grillwürstchen, Kartoffelsalat, Abendsonne, alles an der frischen Luft, aber erkennbar ohne Abstände und Masken. Nach zweiwöchigem Schweigen erhielt ich nun eine Mailvon ihr, in der sie unvermittelt das Verhalten von Menschen problematisiert, die einfach so Türklinken anfassen. Denn: Wer Türklinken anfasst, lehnt Corona-Maßnahmen ab, und wer Corona-Maßnahmen ablehnt, ist ein Querdenker…
      Auch diese doch sehr holzschnittartigen Wertungen, die zur raschen Stigmatisierung von Mitmenschen führen, scheinen mir ein Produkt der Ära Merkel zu sein.

      • H.K. Antworten

        Liebe Tina Hansen,

        die meisten Ihrer Gedanken zu unserer „Mutti“ teile ich.

        Ich anerkenne aber auch den Wunsch, Menschen zu verzeihen bzw. grundsätzlich erst einmal an das Gute im Menschen zu glauben. Ganz sicher muß ich nicht hinter jedem Gebüsch einen Massenmörder vermuten.

        Aber was unsere „Bundesmutti“ und ihre Entscheidungen bzw. ihr Nichtstun ( z.B. nach terroristischen Anschlägen ihr Umgang mit den Opfern, ob Breitscheidplatz oder Würzburg ) angeht, kann und will ich ihr weder verzeihen noch gar ihr danken.

        Danken ? Wofür ?

        Sie wollte „Deutschland dienen“, hat einen Amtseid geschworen, mehrfach, und ihn zig Male gebrochen, Europa gespalten, unserem Land Milliarden und Aber-Milliarden zugunsten der halben Welt aufgebrummt, deutsches, europäisches und internationales Recht immer und immer wieder vorsätzlich gebrochen, unsägliches Leid über unzählige Menschen und Familien durch die gesetzwidrige Aufnahme von Hunderttausenden Menschen völlig anderer, fremder, ja feindlicher Kulturkreise, denen ein Menschenleben, insbesonderer eines Mädchens oder einer Frau, NICHTS bedeutet, gebracht, die Wirtschaft an die Wand gefahren, die innere und äußere Sicherheit dieses Landes, dem sie „dienen“ wollte und dessen „Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden“ sie gelobt hat, gefährdet.

        Sie hat eine konservative, erfolgreiche Partei an den Rand des Abgrunds gebracht, zu einem links-grün versifften Kanzler*/-/:/_/Innen-Duracell-Dauerklatschhasenverein gemacht.

        Für all das und jenes, wofür hier der Platz fehlt, hat sie sich nicht ein einziges Mal entschuldigt und die Verantwortung übernommen.

        Würde sie morgen aufgrund irgendeines Notfalls vor mir liegen, würde ich selbstverständlich und ohne zu Zögern helfen.

        Danken oder ihr womöglich hinterherweinen ganz sicher nicht.

        Selbst, wenn ich ihr vergeben könnte, vergessen könnte ich nicht, was sie diesem Land und seinen Menschen angetan hat.

        • Alexander Droste Antworten

          Das Desaster hat sie aber nicht allein eingebrockt. Sie hatte 700 Abgeordnete, die das mitgemacht haben. Okay, wir ziehen die von der AfD ab und Teile von der FDP auch. Sogar die Linke hatte öfters mal Vorbehalte. Dann lassen Sie es noch 500 sein, die Merkel haben machen lassen. Dazu noch ein Bundesrat und schließlich noch der Bundespräsident. Größtenteils sogar gedeckt vom Verfassungsschutz (nach Maaßen) und vom Verfassungsgericht. Das sind alles Menschen, die mit Merkel gemeinsam die neue DDR 2.0 aufgerichtet haben.

          • H.K.

            Ja, Sie haben recht.

            Aber grundsätzlich muß in einem Betrieb, einer Behörde, einer Firma, wenn etwas schief läuft, der Chef, der Vorstand(svorsitzende) den Kopf hinhalten und nicht die gesamte Belegschaft.

            DIE aber sollte sich fragen, ob sie wirklich schuldlos ist an dem, was schief ging …

            Es bleibt: Verantwortlich ist der Chef.

  5. Alexander Droste Antworten

    Ich habe soeben den Wahlomat bemüht. Team Totenhöfer hatte mit über 76 % die meisten Übereinstimmungen mit meinen Ansichten. Interessant oder? Danach kam direkt dieBasis, auch so ungefähr drei Viertel. Selbst die DKP, die MLPD, die NPD und sonst irgendwelche seltsamen Vögel hatten mehr Übereinstimmung mit CDU, FDP oder AfD. Und an allerletzter Stelle kamen Grüne (vorletzte) und SPD (letzte). Diese werden aber gewählt, Hand drauf!

    Nein, es gibt keinen Grund zu feiern, wenn Merkel weg ist. Das Übel nimmt seinen Lauf bis zum bitteren Ende. Das ökosialistische Disneyland, wie Maaßen es nennt, ist eine neue Ausprägung des Faschismus. Demokratie war gestern, ist aber das Label – Etikettenschwindel halt. Der Basis gebe ich dann mal mein Kreuzchen. Irgendwas muss ja den Zettel zieren. Oder soll ich alle … ?

    • H.K. Antworten

      Ich erinnere mich lebhaft an eine Diskussion zwischen Jürgen Todenhöfer und Herbert Wehner, in der letzterer ihm sagte „Sie Hodentöter, Sie …“

      Sicher nur ein Freudscher Versprecher …

    • S v B Antworten

      Wenn mich nicht alles täuscht, haben Sie Ihren Mit-Kommentatoren und -innen in den vergangenen Jahren öfters eine von Ihnen favorisierte Splitter-Partei ans Herz gelegt, lieber Herr Droste. Worauf ich mich mehrfach veranlasst sah, darauf hinzuweisen, wie obsolet die Stimmabgabe für eine Partei letztlich ist, die nicht einmal den Hauch einer Chance hat, die 5-Prozent-Hürde zu nehmen. Wenn gerade jüngst auch oft darauf hingewiesen wurde, dass jede Stimme für die AfD eine verlorene sei (z. B. sehr ein- und nachdrücklich in einer Sendung zur Wahl auf Bild-TV), weise ich trotzdem stets gerne darauf hin, dass es angesichts einer zunehmend kritikwürdigen Politik opportun ist, eine Oppositionspartei zu stärken, die bereits bewiesen hat, dass sie es sowohl über die Prozent-Marke schafft als auch dass sie etliche Programmpunkte vertritt, die man selbst vielleicht schon seit einer Weile als im Grunde „sine quasi non“ erachtet. Streu-Stimmen, wie ich sie auch nennen könnte, bewirken nämlich nichts, rein gar nichts. Im Gegenteil. Zeugen sie doch von der kläglichen Zerrissenheit einer von oft nur in einzelnen Punkten bzw. Details divergierenden oppositionellen Strömung im Lande. Man darf wahrlich nicht erwarten, dass solche uneinigen, nicht selten ausgesprochen Eigenprofil-süchtigen Kleinstparteien von der Regierungspolitik ernst genommen werden. Schon am Wahlabend werden sie regelmäßig unter ferner liefen geführt (wobei die von den Parteien im Einzelnen erlangten Prozentzahlen nicht einmal genannt werden). – Welcher Beweise bedarf es eigentlich noch, um den Wähler davon zu überzeugen, dass es absolut keinen Sinn macht, eine Kleinstpartei zu wählen? Gerade in einer so ungeheuer wichtigen, da richtungsweisenden Wahl wie der morgigen sollte sich der Wähler auf das Wesentliche konzentrieren. Dieses ist in dem Wunsch zahlloser liberal-konservativer Bürger und Bürgerinnen zu sehen, denjenigen, die den unsäglichen Linksdrift der CDU zu verantworten haben (indem sie ihn offenbar überzeugt und willig mitgetragen haben) abzustrafen und der ehemals großen liberal-konservativen Volkspartei die einmalige Gelegenheit zu bieten, sich bis zur übernächsten Wahl im Sinne sämtlicher vormerkelscher CDU-Kanzler zu läutern. Innerhalb von vier Jahren könnten sie dann beweisen, wie ernst es ihnen mit ihrem Vorhaben (Versprechen, gar Gelöbnis) wirklich ist, sich des eigentlichen Markenkerns ihrer Partei zu besinnen und den linksgrün schillernden Überwurf abzustreifen.

      • Alexander Droste Antworten

        Liebe Frau SvB,
        sicherlich haben Sie als erfahrene und gebildete Frau recht. Wenn Sie recht haben, dann bleibt für meine Wahl ausschließlich für die Fortflechtung alter Zöpfe. Selbst die Bevorzugung der AfD würde das bedeuten, denn sie möchte das System, indem wir uns befinden, fortführen. Die übrigen Parteien wollen es zu einem Schlechteren umbauen, einem ökologisch ideologisierten Sozialismus.

        Wenn wir uns dieBasis anschauen, wäre deren Erfolg meiner Meinung nach ein echter Fortschritt im Hinblick auf Demokratie, Selbstbestimmung, Rechtssicherheit und effizientem Gemeinwohl. Es gab immer mal Anläufe zu solchen Bestrebungen, die dann aber leider aus verschiedenen Gründen im Sande verlaufen sind.

        Im Prinzip ist es zunächst eigentlich egal, was gewählt wird. Bestimmen tut der Wähler damit nämlich nichts. Wie Heiko Schrang betont, wird damit lediglich der Zaun, der uns einpfercht, in einer anderen Farbe gestrichen. Regiert wird an ganz anderer Stelle. Und das bestätigen Zitate von Horst Seehofer, Gregor Gysi und zahlreiche andere Prominenzen, die es ja wissen müssen.

        Wenn sich irgend etwas ändern soll, so müssen wir es selber tun und nicht darauf hoffen, dass „die da oben“ es für uns richten. Die richten nur für sich selbst. Weil ich einige der Menschen aus dieBasis kenne und die Geschichte der Partei auch, ist das zumindest ein Anfang. Die Bewegung bewegt sich. Und wenn man die letzten Demos in Berlin und weltweit betrachtet, ist sie auch nicht mehr aufzuhalten. Ein ganz großes Erweckungserlebnis ist die Coronapolitik. Sie hat uns eindrucksvoll vorgeführt, was „die Eliten“ von uns halten.

        • S v B Antworten

          Lieber Herr Dorste, in Ihrem dritten Abschnitt findet sich, wie jüngst auch in einem Kommentar von Martin Ludwig, ein deutlicher Hinweis auf die Tatsache, dass wir uns bereits auf dem besten Wege hin zum Parteienstaat befinden. Na prima, ist es doch genau das, was dieses Land so dringend braucht und was sich seine Bewohner darum so sehnlichst erträumen.

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