Landespolitik ist wichtig, aber in der Regel eher langweilig. Journalisten wissen, dass mit Themen und Personen aus Düsseldorfer Ministerien und dem Landtag weder Auflage noch Quote zu machen sind. Nur einmal alle fünf Jahre geraten die politischen Akteure an Rhein und Ruhr in den Fokus des öffentlichen Interesses: kurz vor den Landtagswahlen.

Jetzt hat die „Rheinische Post“ herausgefunden, dass es aktuell im rheinischen Karneval keine landespolitischen Motivwagen gab, obwohl 2017 ein Wahljahr ist. Die Tageszeitung über das landespolitische Spitzenpersonal: „Zu langweilig, zu blass, zu farblos, nicht bekannt genug.“ Starker Tobak, oder? Dabei ist Landespolitik durchaus eine wichtige Angelegenheit. Die Schulen und damit die Bildung, Polizei und Sicherheit, die Kinderbetreuung sind Themen, die weitgehend in Düsseldorf und nicht in Berlin entschieden werden. Und ob der rot-grüne Vorstoß für ein „Wahlrecht für Alle“ im kommunalen Bereich kommt (und dann hoffentlich vom Verfassungsgericht kassiert wird), entscheidet sich zunächst erst einmal in NRW.

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Dieser Artikel wurde 4 mal kommentiert

  1. colorado 07 Antworten

    Nun, sie hatten ja genug mit Trump zu tun. Da blieb für andere Themen nicht mehr viel übrig. An Trump kann man sich so schön abreagieren und muss nicht in den eigenen Spiegel schauen.

  2. Hans Wolfgang Schumacher Antworten

    Zumindest gab es mehrere gegen die AfD gerichtete Wagen. 2 davon von dem genialen Wagenbauer Jaques Tilly. Durchaus bissig und witzig.
    Aber leider gab es keine ähnlichen Wagen, die andere Parteien oder Gesinnungen aufs Korn nahmen. Schade.
    So blieb es auch hier bei dem üblichen und ausschließlichen „Kampf gegen Rechts“ ( Gähn! ) der nicht gewillt und nicht in der Lage ist, zwischen Faschisten und konservativen Demokraten zu unterscheiden.

  3. Jürgen Backhaus Antworten

    Ich wage zu prognostizieren das sich an der Landesregierung trotz etlicher Pannen in den letzten fünf Jahren nichts ändern wird. Die Wähler, besonders hier in NRW sind sehr vergesslich. Unser Innenminister Jäger tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste, aber von Verantwortung keine Spur. Frau Kraft ist mitunter für ein paar Tage in einem Funkloch verschwunden, auch ohne Konsequenzen. Die Beamten müssen etliche Monate auf eine Besoldungsanpassung warten, die Abgeordneten bekommen ihre Diätenerhöhung automatisch. In den Schulen gibt es ein Gezerre um G8 oder G9, zusätzlich wird noch eine weitere Schulform auf den Weg gebracht, die als großer Wurf gefeiert wurde, aber inzwischen wieder in der Versenkung verschwunden ist. Die Inklusion wird beschlossen, aber absolut stümperhaft umgesetzt. Was ist aus „kein Kind zurücklassen“ geworden? Wir haben in NRW mit die höchsten Einbruchsquoten, aber auch die niedrigsten Aufklärungsraten. In Sachen Wirtschaft rangieren wir auf einem der hinteren Plätze. Die Liste läßt sich noch um etliche Punkte verlängern, aber wie bereits zu Beginn geschrieben, der Wähler hat all das vergessen, darum: keine Veränderung.

  4. Walter Lerche Antworten

    Es ist und bleibt für mich ein Rätsel, dass eine Mehrheit diesem Rot-Grünen Filz den Vorzug gibt. Ok, dann müssen die Landsleute eben damit leben.
    Und wenn die Nafris dann auch noch in der Abschiebehaft wählen dürften, dann versinken die Bürgerlichen in der prozentualen Versenkung.

    Doch ist Herr Laschet nicht ein Merkel-Höfling und was wäre unter seiner Leitung besser? Warum sollten die Leute CDU wählen und warum nicht das rot-grüne Original?

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