Böllerspaß im ICE: Wer ist bloß dieser „ein Mann“?
Also das lief ungefähr so ab gestern Abend…
Kurz vor 21 Uhr zündete „ein Mann“ im ICE 19 am Bahnhof Siegburg (NRW) Feuerwerkskörper. Einer (oder mehrere) im Zug hielt die lauten Geräusche für Schüsse und verständigte per Handy die Polizei, die sofort mit einem schwerbewaffneten Großaufgebot anrückte – gut so. Sowas ist kein Spaß.
Im Zug befanden sich in dem Augenblick rund 180 Passagiere, die man heute wohl „Reisende“ nennen muss, um nicht verdächtig zu werden. Könnte schließlich eine „Transperson“ im Abteil sein.
Fast alle Reisenden waren auf dem Weg irgendwohin in den Osterurlaub, ich nehme an mit Zwischenstopp auf dem Frankfurter Flughafen.
Die Hintergründe des Vorfalls sind weiter unklar, schreiben die Agenturen heute Morgen. Der Tatverdächtige ist – gut so – „im polizeilichen Gewahrsam“.
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Eine Person wurde verletzt, sie erlitt ein Knalltrauma, wurde in ein Bonner Krankenhaus gebracht und nach kurzer Untersuchung wieder entlassen. „Leichte, oberflächliche Hautverletzungen“ habe sie, heißt es.
Der „ein Mann“ soll im Zug mit einem Anschlag gedroht haben, sagte später eine Sprecherin der Bundespolizei. Man fand in seinem Rucksack außerdem ein zweites Messer, frei verkäufliche Rauchkörper und eine Maske. Also, ich denke, wir können ausschließen, dass es sich bei „einem Mann“ um einen schwäbischen Ostertouristen handelte.
Wir wissen aber auch nicht, ob das, was wir alle nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre erleben mussten, doch wieder passiert ist.
Bedauerlicher Einzelfall und so…
Denn Deutsche Bahn, Messer und gelegentlich Macheten, da gibt es ja seit 2015 – danke, Angela! – eine erkennbare Kausalität.
Ich selbst hatte vor Jahren mal das zweifelhafte Vergnügen eines solchen „Events“, als ich von Süddeutschland – ich glaube von Freiburg – kommend, am Düsseldorfer Hauptbahnhof auf Gleis 10 aus dem ICE stieg. Während ich im Buchshop nach einer Zeitung suchte, um mir die Zeit zum nächsten Regionalzug nach Hause zu vertreiben, wurde es plötzlich in der Bahnhofshalle laut. Hunderte Menschen rannten nämlich plötzlich dort alle Richtung Ausgang. Während ich spontan an einen Studenten-„Flashmob“ dachte, schrie ein junges Mädchen im Vorbeilaufen uns Gaffern zu, „da hinten“ werde geschossen.
Ja, und was machen Sie dann als alter weißer Mann? Richtig! Sie rennen unvermittelt dem Strom hinterher.
Wobei, das habe ich festgestellt damals:
Alte weiße Männer sind nicht doof. Denn während geschätzt 400 Leute direkt nach dem Sturm ins Freie vor der Hauptbahnhofstür einfach stehen bleiben, weil sie denken, dann seien sie sicher, rennen wir älteren Profis noch mal 200 Meter weiter und in eine andere Richtung.
Weil, liebe Kinder, wenn „da hinten geschossen“ wird, dann fliegt so eine Kugel auch mal durch die Glastür einfach weiter. Aber lassen wir das!
Ein SEK rückte also schnell an und nahm den „ein Mann“ aus dem Rennen, der vorher mit seiner Machete noch fünf Menschen verletzt hatte auf dem Bahnsteig am Gleis 10.
Ich bin nun gespannt, ob wir während der österlichen Vorfreude noch erfahren, was für ein „Mann“ das gestern Abend wohl gewesen ist. Wenn es ein Prominenter war wie Christian Ulmen zum Beispiel, wir wüssten es schon. Wäre es ein Politiker, wir wüssten es auch schon. Wäre es ein AfD-Politiker, alle Titelseiten würden beherrscht von seinem Foto, seiner Familiengeschichte und von Nachbarn, die tiefste Abscheu ausdrücken. ARD-„Brennpunkt“ am Abend wäre sicher. Dafür weckt man auch gern mal den Intendanten am Morgen.
Aber nun ist es bloß „ein Mann“
Vielleicht wirklich ein junger Aachener Ureinwohner, der die Karnevalssession noch ein wenig verlängern wollte für sich persönlich und für Gäste der Deutschen Bahn. Vielleicht aber auch ein bereicherndes „Goldstück“.
Es bleibt spannend in Deutschland…



Bereits gestern abend war in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ zu erfahren, daß der Täter „ein Deutscher“ sei.
Heute wird gemeldet, es handele sich um einen „polizeibekannten Rechtsextremen“.
Bemerkenswert ist sicher, daß „der Mann“ von zumindest einem Mitreisenden nach dem Wurf einer „Softair-Granate“ auf den Gang des Wagens in eine Zugtoilette gesperrt wurde, bis die Polizei ihn festnehmen konnte.
Wird wohl alles so stimmen. Die für mich verbleibende Frage ist eine eher praktische: wie ist es einem Mitreisen möglich gewesen, den irren Randalierer von außen(!) in die Zugtoilette zu sperren? Dass man eine Zugtoilette von innen absperren kann, ist mir bekannt, aber von innen…? Kennt sich jemand diesbezüglich aus?
Sicher, da belegbar, ist lediglich, dass es diesem Land immer verrückter zugeht. Und es steht zu befürchten, dass alles noch schlimmer kommen könnte, wenn nicht gar wird. Die Verunsicherung der Bevölkerung ist groß, steigt ständig und langsam fängt an, teils seltsame Blüten zu treiben.
Übrigens teilte mir gerade gestern eine Freundin mittleren Alters mit, dass zwei mit ihr befreundete Familien mit Kind, bzw. Kindern, demnächst aus Deutschland fortziehen, sprich auswandern, werden. Die eine nach Portugal, die andere nach Südafrika. Erstere säßen quasi schon auf gepackten Koffern. Sie haben, was ihre Zukunft in Portugal angeht, eine sehr vernünftig klingende Planung. Nochmal – die Verunsicherung der Bevölkerung wächst, und bis dato gibt es keinerlei Anzeichen dafür, das sich dies in überschaubarer Zeit ändern könnte.
Korr. 1: „wie ist es einem MitreisenDEN möglich gewesen…“
Korr. 2: „Dass man eine Zugtoilette von innen absperren kann, ist mir bekannt, aber von AUßEN…?“
Also, wenn „ein Mann“ sich in einer Zugtoilette befindet und diese verlassen will, ein ( halbwegs kräftiger ) Mensch von außen die Türklinke blockiert, sollte das kein großes Problem darstellen.
Was die „Auswanderer“ angeht:
Wenn die gehen, denen „es hier nicht passt“ und die „ohnehin nur meckern“, ist es doch unserer Politelite nur recht, wenn sie weg sind – aus dem „Land, in dem wir gut und gerne“ gelebt haben …
Selbst wenn diese hier im Land immer brav und pünktlich ihre Steuern bezahlt haben? Na, ich weiß nicht. Vor allem, wenn es immer mehr werden sollten…?
Nach Welt-Informationen ist der Tatverdächtige bereits polizeibekannt und wird dem rechten Spektrum zugeordnet. Bild berichtete bereits kurz nach der Tat, dass es sich um einen 20-jährigen Deutschen handele. Er wird der politisch motivierten Kriminalität von rechts zugerechnet, soll aber nicht „rechtsextremistisch gefestigt“ sein, sondern eher psychisch auffällig.
Ich halte es für möglich, dass er ein Passdeutscher ist und jetzt auf rechtsextrem (Graue Wölfe?) gelabelt wird, um den wahren Hintergrund zu verschleiern.
Normlerweise gelten echte Deutsche nicht als psychisch auffällig. Dies ist, wie die Tage im Falle des Polizistenmörders, anderen Nationalitäten vorbehalten.