Punkt für Frau Schunke!

Die freie Publizistin Anabel Schunke ist zweifelos eine der Scharfsinnigsten unserer Zukunft. Vorhin hat sie einen Post herausgehauen, der mir so aus der Seele spricht, dass ich den gerade hier auf diesem Blog und in unserem Forum für Sie alle 1:1 dokumentieren möchte.

Frau Schunke schreibt:

„Warum ist unter AfD-Anhängern Selbstkritik unmöglich? Man kann 20 mal etwas Positives über die AfD sagen, wenn man es dann wagt, 1 mal etwas zu kritisieren, wird man bepöbelt als gäbe es keinen Morgen. Dann ist man direkt der CDU-Wähler, der dauernd versucht, die AfD schlecht zu machen. Es wird nichts eingesehen, für alles Erklärungen und Ausreden gefunden und nur um sich geschlagen. Man hat gar keinen Bock mehr, diese Leute irgendwie zu verteidigen, weil sie mittlerweile genauso behämmert und ideologisch durchgeknallt sind, wie Anhänger der Linken und Grünen.
Das nimmt hier Sektenausmaße an. Woke von Rechts. Hier muss man nicht minder Angst haben, direkt gecancelt zu werden. Und den meisten fehlt schlicht der Intellekt, um zu erkennen, dass sie keinen Deut besser sind als diejenigen, die sie sonst den ganzen Tag genau für dieses Verhalten kritisieren.
Man darf euch und der AfD zustimmen oder soll die Fresse halten. Was ist daran jetzt besser als das, was uns von Links seit Jahren serviert wird? Dann macht mal. Aber die letzten Wähler der Mitte, die man eben noch braucht, um wirklich mal regieren zu können, die bekommt man so nicht. Die schreckt genau das zutiefst ab.“
Genau das ist meine Erfahrung. Aus der einst notwendigen neuen politischen Kraft wird zunehmend ein Fähnchenschwenker-Verein ohne Tiefgang und Selbstreflektion… Und ich bedauere das sehr.
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Dieser Artikel wurde 37 mal kommentiert

  1. Gerd Franken Antworten

    Was hat Frau Schunke denn jetzt genau erwartet? Dass die Anhänger der AfD in völliger Ruhe und Gelassenheit auf einer rutschfesten Yogamatte darüber sinieren, warum sie als Erben des Holocaust bezeichnet werden? Come on….denk nach. Vielleicht hift ja ein altes deutsches Sprichwort: Wie man in den Wald ruft…..

    Aber ich kann Sie beruhigen Anabel, mich als AfD Anhänger können Sie gerne mehr als 1 mal kritisieren. Danach dürfen Sie auch weiter Ihre Fresse aufreissen. Es gilt ja immer noch, dass die letzten Wähler der Mitte noch die Parteien der Mitte wählen können. Es werden halt immer weniger.

    @Klaus Kelle
    Habe ich jetzt ausgeglichen?

  2. Harald Antworten

    Treffer – versenkt!

    Man sieht es auch hier im Blog. Kaum, dass man die AfD kritisiert, kommen unzählige „ja aber“, Relativierungen, die anderen seien doch viel schlimmer, „Merz liefert nicht“, und selbst wenn er es tut wie aktuell mit diversen Reformen kommt dann „der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten“.

    Ginge es nach Beliebtheit und Zustimmungswerten, wünschten sich jene offensichtlich Angela Merkel zurück. Deren Zustimmungswerte lagen über 16 Jahre Kanzlerschaft im Schnitt bei über 65%, zu Spitzenzeiten gar bei 86%. Selbst von Merkels absolutem Tiefpunkt 40-46% können alle anderen Politiker aktuell nur träumen.

    Kommt nach „Merkel muss weg“ jetzt „Wir wollen Merkel zurück“?

    • H.K. Antworten

      Ja klar !

      Die, die einen Messer-/ Machetentoten auf offener Sraße nach dem Anderen beklagen, wollen „Mutti“ zurück.

      Ihre Schlußfolgerungen sind mehr als logisch.

      Gibt es irgendwo noch einen Orden, der nur darauf wartet, an die Brust der Verursacherin dieser bundesweiten „Bereicherung“ für ihre Verdienste für dieses Land geheftet zu werden ?

  3. Sarnersee Antworten

    Auch von mir Frau Schunke und Herr Kelle: Carrément d’accord !
    Zwei sehr bekannte liberal-konservative Plattformen mit hervorragenden, hochengagierten und mutigen Journalisten, jeder der Leser hier kennt sie, fallen da bei den Kommentaren besonders auf. Da schreibt man 29 von 30 Zeilen im Sinne von AfD-Anhängern, eine Zeile völlig berechtigte Kritik an der AfD und eine Flut von Daumen runter ergießt sich über einen. Nein, die sind noch schlimmer als die oftmals nur naiven Anhänger der Grüne und Linken, denn da scheint grundsätzlich was zu fehlen. Dabei merken sie gar nicht, dass sie „ihrer“ Partei mit ihrer Rüpelhaftigkeit und Vorrohung einen Bärendienst erweisen.
    Es ist genauso wie Frau Schunke schreibt: diese Leute sind zutiefst abschreckend, mit denen will man genauso wenig eine Wählergemeinschaft bilden wie mit Linksfaschisten, Kommunisten und Ökosozialisten. Extremisten eint ihre Methoden, die über den Menschen mehr verraten als seine Überzeugungen. Deshalb bin ich schon seit Jahren überzeugt, dass sich die pol. Ränder, zu denen definitiv auch große Teile der Grünen zu zählen sind, viel ähnlicher sind als es ihren Anhänger lieb sein kann. Beide meinen, dass sich pol. Lösungen konsequent nur mit einem gut getarnten Totalitarismus umsetzen lassen.

  4. Gerd Franken Antworten

    Appropos Daumen runter: Der Auftritt von Chrupalla und Sigmund mit Steimle der die DDR Hymne angestimmt hat, war unterirdisch. Kommt bei einigen AfD Anhängern gar nicht gut. Auch das Familienbild von A. Weidel befähigt sie nicht zur Kanzlerin. Man sollte nicht besoffen von den Umfrageergebnissen den Boden der Normalität verlassen. Familie ist Vater Mutter und Kind. Alles andere ist für einen AfD Wähler so wie mich, mit katholischem Hintergrund, inakzeptabel.

    • Martin Ludwig Antworten

      @Gerd Franken

      Kontext ist etwas fundamentales. Ohne Kontext gibt es keine Wahrheit. Man kann durch gezieltes weglassen von Informationen, einseitiges Berichten, Fotografieren im richtigen/falschen Moment nahezu jedes beliebige Stimmungsbild erzeugen. Der Mensch sollte im 21. Jahrhunder jedoch dank dem Internet selbst recherchieren und sich die fehlenden Puzzlestücke besorgen. Das würde ich fast als „Plicht zur Selbstinformation“ bezeichnen, die erfolgen sollte, bevor man eine Meinung öffentlich äußert.

      Richtig ist, Chrupalla und Uwe Steimle haben die DDR-Hymne gesungen. Herr Steimle ist jedoch von Beruf nicht Poltiker, sondern Kaberttist und hat im Rahmen seiner Show (richtigerweise) darauf hingewiesen, dass die Bundesrepublik Deutschland derzeit auf bestem Weg zu einer DDR 2.0 ist. Diesen Witz hat er mit dem Anstimmen der Hymne beendet, welche Herr Chrupalla eindeutig lachend und im Spaß mitgesungen hatte.

      Nachdem die Medien hier einmal mehr der dreisten Falschdarstellung überführt wurden, wird der betreffende Karberettist jetzt öffentlichwirksam für einen weiteren Witz über das Attentat von Herrn Stauffenberg vernichtet.
      Kabarett und Humor dürfen jedoch grundsätzlich erstmal alles, weil sie von der Kunstfreiheit gedekt sind. Ob das am Ende lustig oder geschmackvoll ist, steht auf einem anderen Blatt…
      Wenn jedoch ausgerechnet die öffentlich rechtlichen und einige Politiker sich über einen dämlichen Witz so dermaßen echauffieren, sollten wir sie vielleicht auch mit Aussagen von Herrn Böhmermann konfrontieren, der einen Staatschef öffentlich als Ziegenficker diffamiert und sich anschließend unter dem Rockzipfel von Mama Merkel versteckt hat.

      Zu Ihren Ausführungen über Familie sage ich als bekennender Atheist nur, dass ich diese Meinung nicht oder nur teilweise Teile. Es gibt einfach verschiedene Definitionen von Familie, die weit über das Biologische hinaus gehen.
      Grundsätzlich gilt für mich aber: Was Politiker in ihrer Freizeit oder in ihren Betten tun interessiert mich nicht die Bohne, so lange es im Rahmen dessen liegt, was rechtlich als legitim gilt und die Politik nicht darunter leidet.

      • Gerd Franken Antworten

        @Martin Ludwig

        Danke für Ihre Einschätzung. Ich kenne den Kontext…..als Politiker der AfD muss man nicht jede kabaretistische Nummer mitmachen. Mehr wollte ich nicht sagen. Inwiefern die Politik leidet, in Bezug auf das Privatleben der Politiker, wäre mal ein Thema.

  5. H.K. Antworten

    Wer sich in diesem Land aufregen WILL, der kann das auch.

    Und wer etwas falsch, anstößig oder wen auch immer bezeigend verstehen WILL, der tut das auch.

    Wer sich selbst den Vornamen „Heinrich“ wählt, wird logischerweise irgendwann und irgendwo mit „Herr“ angesprochen.

    Dumm und bestrafenderer, wenn nicht jeder begreift, daß „Heinrich“ der Vorname einer „weiblichen Person“ ist.

    Wenn „das Land des Sushi“ schon diskriminierend und „anti japanisch“ ist, wird „Ching Tschang Tschong“ oder ähnlicher Quatsch selbstverständlich auch „anti chinesisch“ sein.

    Vielleicht sollten alle einmal so langsam wieder von ihrer moralinsauren Palme heruntersteigen.

    Wir haben offenbar zuviel Zeit, um uns mit irgendwelchem Moralgulasch zu beschäftigen.

    Das Einzige, was in diesem Land noch „normal“ funktioniert, sind die Türen am Bahnhofsklo.
    Und die sind kaputt.

    • H.K. Antworten

      Meine Güte …

      Die Autokorrektur macht auch, was sie will …

      „ Und wer etwas falsch, anstößig oder wen auch immer BELEIDIGEND verstehen WILL, der tut das auch.

      „Dumm und BESTRAFENSWERT, wenn nicht jeder begreift, daß „Heinrich“ der Vorname einer „weiblichen Person“ ist.“

      sollte es heißen …

  6. Steve Acker Antworten

    jetzt hat auch Jens Spahn sich ein Kind über eine Leihmutter besorgt (wie zuvor Streek)
    Das wird der Glaubwürdigkeit der CDU einen richtigen boost geben.

    Spahn hatte sich früher sehr vehement gegen Leihmutterschaft ausgesprochen.

  7. Gerd Franken Antworten

    Deutschland 2026: Ein ehemaliger CDU Gesundheitsminister(!!), katholisch und homosexuell „verheiratet“, kaufen sich in den USA einen Uterus und bekommen dann einen „gemeinsamen“ Sohn. Friedrich Merz ließ mitteilen, dass Jens Spahn ihn vorab über seine Vaterfreuden informiert habe und gratulierte. (Quelle: n-tv.de)

    Merz gratuliert seinem Fraktionsvorsitzenden zu einer Straftat nach deutschem Recht. Wer ist eigentlich der radikale Extremist in unserem Land?

  8. Steve Acker Antworten

    Zu dem Post von Schunke. ist sehr pauschal gehalten.
    Wer sind ‚“die AFd -Anhänger “ ?
    Sturköpfe wird es sicher geben, kann schon sein, wie sicher in anderen Parteien auch.
    Aktuell steigen die Umfragewerte, ich kann mir nicht vorstellen dass die alle so drauf sind.
    viele Konservative haben genug vom Gebaren der CDU und Merz und tendieren zur AFD.
    Der Mainstream versucht dem entgegenzuwirkend und beurteilt die AFD mit einer Akribie und Schärfe die sie niemals für andere Parteien anwenden würden.

    So Artikel in der Art: „Warum die AFD für Christen unwählbar ist._“
    Da werden dann ein paar Punkte oder ein paar Zitate rausgepickt und schärfstens beurteilt., was man mit den anderen Parteien niemals machen würde.
    Weist man dann darauf hin, dass z.b die Grünen für Christen noch viel unwählbarer sind, kommt dann die Totschlagsparole: Whataboutism.

    • H.K. Antworten

      Für zumindest genauso interessant halte ich die Tatsache, daß zunehmend ehemalige „typische SPD-Wähler“ den Genossen davonlaufen und ihr Kreuzchen bei den Räääächten machen.

      Aber das scheint im Willy-Brand-Haus ebensowenig jemanden zu beunruhigen wie das Schrumpfen der CDU offenbar den ehemals Konservativen etwas ausmacht.

      Gerade bei den „christlichen Demokraten“ scheint man – zumindest an der Spitze – eher schmerzfrei zu sein. Nach „Papa“ Streek nun „Mutti“ Spahn ( wenn sein Mann der Vater ist, … ). Da wird munter gegen geltendes deutsches Recht verstoßen – aber nach Masken- und Corona-Spendenaffäre, nach der € 4,5 Mio-Villa in feinem Berliner Viertel, mit direkt „um die Ecke“ befindlichen Wahlkreis Münster – offenbar lebt es sich völlig ungeniert, „ist der Ruf erst ruiniert“.

      Und die Meldung von heute, daß Berlin ( sprich CDU + SPD ) € 675.000 für islamistische Telefonseelsorge ausgegeben hat – und auch daran festhält, das weiterhin zu tun, dürfte „denen da“ ein zusätzliches Prozent bescheren.

      Aber DA regt man(n) sich lieber über Minijobs für Verwandte und unterirdische „Witze“ auf – alles viiiiiel schlimmer und gravierender, als gegen deutsches Recht zu verstoßen und das Land vor die Wand zu fahren.

      • joker Antworten

        Ich lese hier die Empörung über schwule Männer und ihrem illegalen Nachwuchs.
        Ich bin auch über Spahn entrüstet. Er ist einer von wenigen, die in diesem Bereich gegen geltendes deutsches Recht verstoßen.
        Aber wer regt sich eigentlich über die vielen auf, die hier mit 2. 3. und viert-Frau leben und auch noch zusätzliche Ehen entsprechend der islamischen Versorgungsehe haben und voll im Bürgergeld versorgt sind. Das sollte mal thematisiert werden

        • H.K. Antworten

          „ Das sollte mal thematisiert werden“

          Wurde es schon. Es hat sich aber kaum jemand aufgeregt, genauso wie bei „Fachkräften“ mit x Identitäten ( und damit X-facher Sozialleistungsbetrug ).

          Über das Thema „Sommerferien + Zwangsheirat“ regt sich auch keiner wirklich auf.

          Das hebt man(n) sich lieber für unterirdische Steimle-„Witze“ auf …

          Wir moralisieren gern da, wo es uns in den Kram passt.

        • Sarnersee Antworten

          @joker,
          es ist ganz einfach, ohne die „Tat“ relativieren zu wollen (Birgit Kelle hat auf X dazu allerlesenswertesten Klartext geschrieben): wäre Jens Spahn SPD- oder Grünen-Politiker mit der damals selben Aussage zur Leihmutterschaft, das Thema wäre maximal als Randnotiz in den Nachrichten-Nachformaten von ARD und ZDF versteckt worden und bei Spiegel und Konsorten als Themenleiche oder Abwinker den Lesern gleich ganz vorenthalten worden. Das Thema ist nur deshalb die erste Meldung zur prominentesten Sendezeit, weil es ein Unions-Politiker ist, dazu katholisch, da bekommt seine bekennende Homosexualität nicht mal mildernde Umstände – der Anti-Union-Reflex der ARD lebt wie eh und je.

  9. Sarnersee Antworten

    Chrupallas Einstimmen, wenn auch im Rahmen des Kabaretts gewissermaßen dazu genötigt, in die einstige DDR-Hymne lässt tiefer in die Fundis-AfD-Natur blicken als vielen AfD-Wählern das lieb sein kann. Nach seiner Forderung des US-Truppen- Abzugs aus Deutschland, den Völkerrechtsbruch der USA statt es zuerst dem Mullah-Regime im Iran vorzuwerfen, fällt seine Maske und die seines Flügels unübersehbar ein weiteres Mal. Wie oft denn noch? Wann begreift der liberal-konservative AfD-Wähler endlich das Faktum, dass es sich beim Chrupalla-Schnellroda-Flügel nicht um einen euphemistischen „gärigen Haufen“ handelt, sondern um nichts anderes als ein diffuses Konglomerat durchgeknallter Kultisten, nostalgischer Spinner, vermeintlich Zukurzgekommenener, seelisch Vereinsamter und Verletzter, Selbstwertgefühlverarmter, engstirniger National(sozial)isten, die in ihrer ganzen Verletztheit nach Rehabilitierung schreien, und entrückt reflexartig dem „gesamten System“ die Schuld an der eigenen Misere zuschreiben und im totalen Umsturz die einzige Chance auf Veränderung sehen. Diese AfD bleibt für den Bürgerlichen unwählbar. Die honorigen AfD-Aussteiger mit ihren richtigen Ansinnen haben vor dieser Entwicklung immer wieder gewarnt. Der gutgläubige Bürger hat sie entweder nicht vernommen, nicht ernst genommen oder ist inzwischen so verzweifelt, dass er keinen Ausweg sieht. Die in den letzten Jahren erfolgte Erstarkung dieser AfD ist erster Ausdruck des Niedergangs dieses Landes. Warum es Union und FDP nicht geschafft haben, diese(!) AfD auf sichere Distanz zu halten, entlarvt eindrücklich, wie es um die Kompetenz in beiden Parteien bestellt gewesen ist und das Postengeschacher insbesondere der Union stets Vorfahrt hatte. Der Fall kommt immer nach dem Hochmut. Schlimm, dass es stets ungute, extremistische Kräfte beider Seiten sind, die in solchen Zuständen ihre Chancen sehen und nutzen. Die Geschichtsbücher sind voll davon.
    Eins soll hier nicht unerwähnt bleiben. Die Altmedien haben einen erheblichen Anteil an der aktuellen Situation. Ihre überdeutliche politische Positionierung auf der rot-grünen Seite hat die Union unter Zugzwang gesetzt und sie erpressbar werden lassen. Mit Merkel an ihrer Spitze war diese faktische Geiselhaft bestens getarnt. In Merz setzten dann viele Unionler die große Hoffnung, dass diese Geiselhaft und die fortschreitende Sozialdemokratisierung ihr Ende finden. Doch Merz war und ist viel zu eitel, als dass er den Medien Angriffsfächen bieten wollte im Wissen, dass sich das Nichtangriffsabkommen zwischen Medien und Merkel-Union zwei lange Jahrzehnte etabliert und bewährt hatte. Umgekehrt erkannten die Altmedien, dass sie ihren Traum vom grünen Vorzeige-Deutschland ohne die Unionwählerschaft niemals erreichen würden, deshalb war die Union als Kanzlerpartei gesetzt, auf deren Vergrünung man aber medial geschickt Einfluss nehmen konnte.
    Zwangsläufig musste der Wähler früher als später erkennen, dass ihn die Unionsführung täuschte, seine Hoffnung in eine Kehrtwende sich in Luft aufzulösen drohte. Mehr noch, er musste mit ansehen, wie er zunehmend belogen wurde und dass seine Union letztlich nur Kanzlerpartei von sozialdemokratischen Gnaden zu sein schien, die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Parteien reziprok zum Wahlergebnis waren. Die SPD und die ihr wohlgesinnten Medien bestimmten die Regierungspolitik. Schnellen Trost fand man in der unreflektierten Wahl der AfD. Nichts schien naheliegender und die AfD kalkulierte mit der Unreflektiertheit vieler Unionswähler. Man kann nur hoffen, dass dem Vorbild von dieser Plattform „denken-erwünscht“ folgend, auch andere liberal-konservative Neumedien häufiger kritischere Beiträge über AfD bringen.

    • Steve Acker Antworten

      die Altparteien und medien sind ganz allein selber schuld am Aufstieg der AFD..
      Und sie tun alles um das noch weiter zu beschleunigen.

      Viele die jetzt AFD wählen oder wählen wollen, tun das nicht weil sie sie so toll finden, sondern weil es der einzige Weg ist , sich zu wehren.

      Die andere Möglichkeit ist, weiter tatenlos dem Untergang des Landes zuzusehen.
      Besonders die Grünen haben immer wieder klar gezeigt, dass sie Deutschland hassen, und an der Zerstörung arbeiten. Die CDU lässt das laufen und tut nichts dagegen..

      Die Unionswähler die zur AFD neigen, sind nicht unreflektiert. Für sie ist einfach die Schmerzgrenze überschritten.

      Chrupalla hat mit seiner Kritik an Trumps Iran-Krieg vollkommen recht. Mit diesem Krieg hat Trump alles kaputt gemacht, was er in den Jahren vorher an positiven bewirkt. hat.
      Nichts ist besser und vieles viel schlimmer geworden als vorher, und die ganze Welt ist hier quasi in Geiselhaft.
      Ich finde es auch erschreckend wieviel in Europa den Krieg befürworteten.
      all die anderen Regime changes in der Region haben alles nur viel schlimmer gemacht. Warum sollte das ausgerechnet beim Iran, der sehr viel stärker ist, besser laufen ?
      Auf welt de schrieb ein Autor dass sei die Chance den radikalen Islam einzudämmen . Wie kann man nur so verblendet sein ? Das Gegenteil ist der Fall, der radikale Islam wurde und wird so richtig angestachelt.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Volle Zustimmung.

        Tatsächlich hat der im Westen gefeierte „Arabische Frühling“ zwar diktatorische Regime beendet, aber es folgte das Chaos, aus dem der Islamismus erstarkte.
        Trump hat sich mit dem Iran total überschätzt und wieder fliegen Drohnen und Raketen und zerstören die Infrastruktur der Länder.
        Die Waffenproduzenten und -händler reiben sich die Hände. selbst Volkswagen versucht sich im Waffengeschäft durchzuwursteln.

        Sicherlich gibt es eine Menge an der AfD zu kritisieren und eine Regierungsbeteiligung wird mühsam und schwierig werden. Aber so wie es zur Zeit läuft, kann es nicht weitergehen.
        Der Kanzler lebt in einer anderen Welt und lobt seine sog. Reförmchen als Gamechanger. Pustekuchen. Es geht weiter bergab, täglich Attentate, Vergewaltigungen, Entlassungen, Insolvenzen. Kein Licht am Ende des Tunnels.

    • H.K. Antworten

      „ Diese AfD bleibt für den Bürgerlichen unwählbar.“

      DER war gut.

      Der war RICHTIG GUT !!

      Dann doch lieber Lügner, Rechtsbrecher und Vor-die-Wand-Fahrer in der Regierung !!

      🥳🥳🥳

      • Gerd Franken Antworten

        Die sog. Bürgerlichen können ja eine Partei wählen wo die Spitzenpolitiker sich Kinder im Ausland kaufen. Das ist ja so bürgerlich……

      • Sarnersee Antworten

        @H.K.,
        wenn Sie aufmerksam gelesen hätten: ich schrieb „diese“ AfD, – diese, die die Schnellroda-Fraktion duldet, die Weidel bis heute nicht ausschließen konnte/wollte. Die Unwählbarkeit bedeutet mitnichten den Umkehrschluss, die Altparteien zu wählen. Mit der eigenen Stimme lassen sich auch andere Signale setzen. Ich bleibe bei der festen Überzeugung, dass es die AfD nicht geben würde, wenn die Union nicht unter dem Vorsitz von Angela Merkel feige vor den grün-roten Altmedien eingeknickt wäre und nach links gerutscht wäre. Eine sich selbst auch als solche verstehende Protestpartei wird nicht kompetent in der Lage sein, auch die langweilige, wenig spektakuläre, und deshalb auch in den Medien quasi nicht vorkommende, aber zwingend erforderliche Politik des Alltags zu betreiben. Da dürften sich noch viele „Träumer“ wundern, wenn sie erkennen, was zu einem gewachsenen Politikbetrieb alles gehört, der sich nach einer Wahl auch nicht einfach austauschen lässt. Taktisch hat die AfD einen riesen Fehler gemacht, lieber die absolute Mehrheit anzustreben als Koalitionsfähigkeit durch konsequenten Ausschluss der radikalen Kräfte herzustellen. Vielleicht wird das nach der Wahl in Sachsen-Anhalt für jedermann und jedefrau auch sichtbar.

        • Gerd Franken Antworten

          „Mit der eigenen Stimme lassen sich auch andere Signale setzen.“

          Welche anderen Signale sollen das sein?

          „Koalitionsfähigkeit durch konsequenten Ausschluss der radikalen Kräfte herzustellen.“

          Man kann durchaus koalitionsfähig sein, mit radikalen Kräften. Die CDU ist da ein beredtes Beispiel. Siehe Daniel Günther…..

  10. Johannes Antworten

    Finde auch , dass Frau Schunke hier klar einen Punkt gemacht hat. Habe es selbst zu meiner aktiven AfD-Zeit als Fraktionsvorsitzender (10 Jahre) erlebt. Selbstkritik war rar & wurde scheel angesehen. Wenn ich mal empfahl, den Ball etwas flacher zu halten, wurde mir Zaudern und Ängstlichkeit vorgehalten; stets mit dem Brustton der Überzeugung, „die da“ würden es nicht wissen (i.d.R. erfahrene Kommunalpolitiker auf Kreistagsebene) und „denen“ müsse gezeigt werden, wies besser geht.

    Keiner dieser „Helden“ hat in seinem Kreistag auch nur einen einzigen Antrag durchgebracht.

    In „meinem“ Kreistag konnte ich ALLE Fraktionen EINSTIMMIG überzeugen, meinem Antrag zuzustimmen, Stipendien zur Förderung von Medizinstudenten zu vergeben, um sie im Landkreis anzusiedeln (dort droht ein massiver Ärzte Engpass im ländlichen Raum).

    Heute trägt dieser Antrag Früchte.

    • Gerd Franken Antworten

      @Johannes

      Ich denke nicht, dass Frau Schunke in ihrem Rundumschlag von irgendwelchen Fraktionsvorsitzenden der AfD gesprochen hat. Dass es in der AfD Flachpfeifen gibt die es alles besser wissen….so what? Wir leben allerdings auch in Zeiten, wo die links-woke Verblödung (Klaus Kelle) jeden, der noch über einen gesunden Menschenverstand verfügt, gerade in den Wahnsinn treibt. Da fallen die Gegenreaktionen halt entsprechend aus. Muss man nicht genauso machen, aber verstehen kann ich es.
      Merz tönte vor der letzten BTW, dass jetzt wieder Politik mit gesundem Menschenverstand gemacht wird. Ich persönlich hätte gedacht, dass er z.B. wieder zur Kernenergie zurückkehrt oder das dumme Selbstbestimmungsgesezt da hin kloppt wo es hingehört, nämlich in die Tonne. Von der Migration wollen wir dann doch besser schweigen. Wie soll man den Lügen etwas entgegen setzen? Daumen runter würde ich mal sagen.

  11. Andreas Roller Antworten

    Hier wird ein Symptom beklagt, das nichts mit der AfD selbst zu tun hat, sondern mit der Verfasstheit der Gesellschaft im Allgemeinen und den sog. „social Media“ im Besonderen. Die „AfD Anhänger..“, soso.
    Es ist wie überall: Es melden sich die Aggressiven, die Lauten, die Aufgeregten. Die große Mehrheit schweigt, liest den Text, nickt leise oder wiegt den Kopf, reagiert gar nicht oder kriegt das gar nicht mit.
    Die AfD „Anhänger“ in meinem Umfeld jedenfalls sind durchaus kritisch. Die Auffassung ist etwa: Wenn sie mal Regierungsverantwortung hat, wird sie von uns genauso kritisiert und an ihren Taten gemessen, wie die Kartellparteien. Bis dahin ist sie die einzige Alternative. Notwehr.
    Ceterum Censeo: Die meisten ExtremismusVorwürfe gegen die AfD und Ihre Protagonisten lösen sich in nichts auf, sobald man genau hin schaut und kein linkes Weltbild hat.

  12. Ernie Antworten

    Sehr geehrte, liebe Frau Schunke, Sie haben natürlich einerseits recht mit Ihrem Befund. Andererseits: Was erwarten sie denn von Anhängern einer Partei, die wie sie selbst auch seit Beginn ihrer Gründung als Nazi-Partei, Menschenfeinde, Kriminelle etc. pp. diffamiert werden, bloss weil sie der spätestens seit Merkel katastrophalen Politik vehement widersprechen und eine andere, nationale und prodeutsche Zielsetzung haben?

    Kommt Ihnen nicht in den Sinn, dass gerade dieser rechte Flügel von V-Leuten unterwandert ist, wie seinerzeit die NPD? Spaltung des Gegners war schon immer ein probates Mittel zum Machterhalt. Glauben Sie, dass die jetzigen Machthaber auf dieses Instrument verzichten? Wo es doch so schön bequem ist, den seitens der Innenministerien weisungsgebundenen Verfassungsschutz entsprechen zu instrumentalisieren? Das Verbotsverfahren gegen die NPD scheiterte, weil sonst rausgekommen wäre, wieviele V-Leute bis in die Parteispitze dort installiert waren, und dass diese möglicherweise an kriminellen Handlungen beteiligt waren.

    Und denken Sie auch daran, was Herr Dobrindt CSU jetzt plant, nämlich die ausweitung der VS-Kompetenzen bis hin zu Datenfälschung und Einbruch, um Abhörgeräte zu installieren. Damit wird JEDER Bürger zur potentiellen Zielscheibe.

    Deshalb ist es wichtig, dass die AfD sich nicht zerlegen lässt!

    Es zeigt sich doch, dass der Internationalsozialismus, als „Globalismus“ betrieben von CDU bis Linke keinen Deut besser ist als der Nationalsozialismus. Die Begriffe sind zwar andere, die Methoden aber sind gleich (Meldestellen für Tatbestände unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, Ausgrenzung bis hin zur wirtschaftlichen Vernichtung [Kontensperrung etc., Vernichtung beruflicher Karrieren und Existenzen], Hausdurchsuchungen wegen Meinungsdelikten, Gefängnis für Leute, die man einfach als Systemumstürzler definiert, obwohl sie dazu gar keine Macht haben [Sächsische Separatisten, Reichsbürger]) oder noch viel schlimmer.

    Und wer sind die Träger dieser Entwicklung? Diejenigen, die seit 2005 mit Merkel an die Macht kamen und sie mit deutlichem weiteren Linksruck bis heute innehaben.

    Da muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Bürger mit den Bremer Stadtmusikanten sagen: „Ei was, du Rotkopf“, sagte der Esel, „zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas Besseres als den Tod findest du überall. Du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musizieren, so wäre dies wohl fantastisch.“
    Bremen steht hier synonym für AfD.

    Und genauso funktioniert m.E. nach die AfD, als Sammelbecken derer, die unter dem aktuellen System in ihrer Existenz bedroht sind oder sich so fühlen.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Die Parteien, die glauben „unsere Demokratie“ zu vertreten haben mit Hilfe der Medien die AfD groß gemacht. Sie haben jede Zusammenarbeit verweigert, auch alle üblichen Einrichtungen im politischen Verfahren. Der Nazi-Vergleich wurde sogar von den „Spitzenkräften“ der Politik ununterbrochen wiederbelebt.
      Ein solches Verhalten bleibt beim Gegner nicht ohne Folgen. Es macht wütend und radikalisiert.
      Aufgrund des Versagens der Politik haben sich bei der AfD viele ehemalige FDP und CDU-Wähler versammelt. Inzwischen auch SPD-Anhänger. Sie wissen wohl, daß die AfD nicht der Stein der weisen ist. Aber welche Alternative gibt es?

    • Sarnersee Antworten

      Genau @Ernie,
      deshalb wird rituell mit HJ-Schnitt und -Exerzierhaltung den Germanischen Göttern Odin und Thor gehuldigt, 888 für das Wunschkennzeichen gewählt, „Dog Whistles“ als Tattoos gestochen, zu Konzerten der Rechtsrock-Szene mit verstörenden Bandnamen wie Stahlgewitter, Faustrecht, Hungrige Wölfe, Absurd oder Landser (inzwischen verboten) eingeladen, das Sportschießen im Verein beworben u.v.a m. … alles krude Menschen, die in die AfD ihre Hoffnung setzen, … persönlich alles selbst nicht nur einmal im privaten Umfeld erlebt, absolut gruselig, diese Naturelle. Dass die bei schon einer einzigen kritischen unter 30 Zeilen ihren ganzen Hass über einen ergießen, darf eigentlich nicht wundern. Ja, diese Fraktion gehört definitiv verboten. Warum sehen bei den AfD-Wählern soviele nur die Heilsbringer, den Schafspelz, obwohl frühere Insider immer wieder vor dem reißenden Wolf dahinter warnen? Wahnsinn, dieses Augenverschließen vor der Realität!
      Man kann sich ja nur noch mehr V-Leute in der Partei herbeisehnen, damit die Spaltung besser heute noch als morgen vollzogen wird.

        • Gerd Franken Antworten

          „Ja, diese Fraktion gehört definitiv verboten.“

          @Sarnersee

          Stellen Sie einen Verbotsantrag und begründen diesen mit HJ Schnitt, Exerzierhaltung und Dog Whistles Tatoos. Aber nicht vergessen, wir sind ein freies Land, wo sich z.B. jeder mal sein Geschlecht nach Gefühl aussuchen kann. Darunter fallen auch Haarschnitte und Tatoos.

          • Sarnersee

            @Gerd Franken,
            „Diese Fraktion innerhalb der AfD“ … hätte es korrekterweise heißen müssen. Das Äußere ist nicht selten Spiegelbild der Gesinnung, insbesondere wenn man meint, etwas sagen, andere überzeugen zu müssen und insbesondere für das eigene Selbstwertgefühl die Gruppe braucht.

          • Gerd Franken

            @Sarnersee

            Auch eine Fraktion in der AfD kann man nicht verbieten, genau so wenig wie man eine Gesinnung oder ein Selbstwertgefühl verbieten kann. Aktuell sind Leihmutterschaften in Deutschland verboten…….

  13. Konrad Kugler Antworten

    Fangen wir das Denken einmal ganz vorne an.
    DAS BÖSE IST IMMER NUR EXTREM, NIEMALS RADIKAL: Das behauptet Hannah Arendt.
    Die Forderungen zur Abschaffung der Todesstrafe ist ebenso radikal, wie die zur Wiedereinführung.
    Was ist die Gefahr, die von Rechts ausgeht? Aber bitte eine saubere Definition, damit ich endlich aufgeklärt
    bin.
    Wie kommt es, daß all der ideologische Sch . . .marrn
    fast Staatsdoktrin ist?

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