Nach den Bombenanschlägen gestern Abend auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gibt es nach Informationen aus Polizeikreisen bisher zwei Bekennerschreiben. Eines stammt aus der linksextremistischen antifa-Szene, eines aus dem Islamisten-Milieu. Wer Täter und wer Trittbrettfahrer ist, werden wir hoffentlich irgendwann erfahren. Fest steht jedoch: Die AfD war es nicht. Auch keine anderen Rechten. Keiner von denen also, gegen den sich unsere politischen Eliten im Aktionismus geradezu überschlagen. Da werden die Mittel für den „Kampf gegen Rechts“ allein im Schwesig-Etat für dieses eine Jahr auf 108 Millionen Euro aufgestockt. Da werden harmlose Zeitgenossen wie gerade in Berlin nach Jahrzehnten aus Ehrenämtern geschmissen, weil sie ein falsches Parteibuch haben. In den nächsten Tagen wollen Zehntausende gegen den AfD-Parteitag in Köln demonstrieren.

Aber da, wo derzeit ständig reale Gewalt stattfindet gegen Sachen und Personen, wo unser Rechtsstaat mit Füßen getreten wird, da ducken sich alle weg. Ich wiederhole mich gern: was derzeit in unserem Land passiert, ist beschämend.

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Dieser Artikel wurde 8 mal kommentiert

  1. Andreas Schneider Antworten

    Ob man den/die Täter tatsächlich ermitteln wird, bleibt abzuwarten. Wer weiß, ob dies nicht „nur“ ein fehlgeleiteter „Dummejungenstreich“ war?

    Tatsächlich aber wirft diese Aktion bzw. das darauf folgende Bekennertum ein bezeichnendes Licht auf die Fehlentwicklungen unseerr Gesellschaft. Mein Land erkenne ich von Tag zu Tag weniger.

  2. colorado 07 Antworten

    Man will keine Opposition! Man will keine echte Demokratie, sondern nur eine von eigenen Gnaden. In den Fehlleistungen dieser Tage wird offenkundig , dass diese Demokratie nur noch ein Mittel zur Machterhaltung ist! Da reisen prominente Politiker durch die Lande und warnen vor den -natürlich „rechten“ – Gefährdern der Demokratie. Die Gefahren, die von links kommen, übergehen sie stillschweigend und wohlwollend, als wären alle Marxisten plötzlich lupenreine Demokraten geworden.
    Im Grunde genommen aber werben sie nur für sich , damit sie an der Macht bleiben. So geht eine demokratisch verfasste Gesellschaft zugrunde.

  3. Tina Hansen Antworten

    Es würde mich in diesem Fall wundern, wenn es Islamisten waren, denn die Handschrift ist doch eine andere als sonst. Furchtbar, das so schreiben zu müssen. Gewöhnen wir uns allmählich an Terror und Gewalt? Ich sorge mich tief um dieses Land

    • Werner Meier Antworten

      Die Aufgeregtheit schwankt allerorten zwischen hilflosem Aktionismus und Ohnmachtsgefühlen. Erst wurde bekanntgegeben, dass ein junger Islamist „als Verdächtiger“ festgenommen wurde. Er wurde dann zwar nicht als tatverdächtig, aber als IS-Mitglied verhaftet. Irgendwie beunruhigend, wenn der anscheinend bisher unbehelligt herumgelaufen ist, wie vor Monaten Anis Amri. Aber klar, ist ja NRW, wo „dank“ SPD und Innenminister Jäger eine merkwürdig „tolerante“ Sicherheitsstrategie „verfolgt“ wird, bei der ganz schön viel Schäden entstanden sind, auch wenn das Jäger gerne anders darstellt. Die beiden „Bekennerschreiben“ finde ich ebenso beunruhigend, auch wenn sie nicht echt sein sollten. Was sind das für Menschen, die sich mit so einer schäbigen Tat brüsten wollen? Bei den heutigen Ermittlungsmethoden und -möglichkeiten finde ich es eigenartig, dass die Sicherheitsbehörden so lange im Dunkeln tappen. Demnach scheint es nicht die Tat von Dilettanten gewesen zu sein. War es eine Vorwarnung für weitere Anschläge?

  4. Alexander Droste Antworten

    „Chaosmanagement“ würde Hörstel jetzt sagen. Das wird absichtlich eingerührt, um Menschen gegen Menschen aufzubringen. Schrittweise werden wir in einen Bürgerkrieg getrieben.

    Verschwörungstheorie? Mal sehen.

  5. Walter Lerche Antworten

    Das Wort „Demokratie“ im aktuellen Deutschland ist für mich inzwischen ein Synonym für den Zugriff des Großkapitals auf unser Leben geworden. Diese Demokratie gilt es zu verteitigen. Dafür sind ganze Heerscharen in Lohn und Brot unterwegs.

    Wenn mangelnde Demokratie in anderen Ländern angegriffen wird, dann erkenne ich daraus, dass diese Länder die Einmisschung aus USA behindern.
    Und hat das Kapital aus USA Zugriff auf ein Land mit Diktatur, dann hört man darüber nichts.

    Wenn wir denn in Deutschland Demokratie hätten, müsste es dann nicht so sein, dass wir, die Öffentlichkeit, viele Menschen …den Parteien die für uns wichtigen Punkte für deren Wahlkampf vorgeben können und dürfen? Stattdessen bieten unsere Parteien zur Wahl von Mumpitz A bis Unsinn Z. Fehlanzeige sind wichtige nachhaltige Themen, die uns alle betreffen: Euro-Geldentwertung, Finanzierung der Schulden anderer Länder, private Altersvorsorge, Rentenpolitik, Flüchtlingspolitik, Islamisierung, generelle (unsinnige) Tempolimits, Bargeld-Politik, Gesinnungsschnüffelei, Gender-Unsinn schon im Kindergarten, Finanzierung und Management öffentlich-rechtlicher Medien,….
    Wenn jede Partei sich zu solchen Punkten festlegt oder wenigstens tendenzielle Aussagen machen würde, dann könnte ich wählen und mich für eine Partei entscheiden. So aber finde ich in Wahlprogrammen so gut wie nichts für die „arbeitende Mitte“ der Gesellschaft.
    Das ist so, als bekomme ich von 2 konkurrierenden Supermärkten Werbeprospekte, in denen nichts angeboten wird, was ich gebrauchen kann.

  6. Walter Lerche Antworten

    Aber jetzt ist Reus wieder da. Reus, Reus…Reus lese ich heute im Focus – Er hat das Samstagsspiel gewonnen. Mit Reus kann der BVB in Monaco gewinnen. Reus richtet die Manschaft wieder auf. Mit Reus ist jetzt alles wieder gut. (so schreibt Focus online heute).
    Und hätte der BVB gegen Monaco gewonnen, dann gäbe es vermutlich gar kein Problem, dann hätte die Moral gesiegt und sowieso lassen wir unsere Lebensweise vom Terror nicht vermiesen, gell.

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