ESC in Wien: Hätte der Staatsfunk die 620.000 Euro doch besser an die Bahnhofsmission gespendet

Warum guckt sich das eigentlich noch irgendjemand an? Ich verstehe es wirklich nicht. Beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien haben am Wochenende tatsächlich 8,935 Millionen Menschen in Deutschland den überflüssigsten Musikwettbewerb vor dem Fernsehbildschirm verfolgt. Europaweit waren es sogar etwa 160 Millionen Menschen – ein Indiz, dass der alte Kontinent doch untergehen könnte.

Als ich sehr viel jünger war und das Ding noch „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ hieß, waren meine Freunde und ich immer am Start, wenn Europas Länder ihre Besten ins Rennen schickten. Ihre Besten, nicht irgendwelche No-Names.

ABBA und Céline Dion wurden nach ihren Siegen im „Chanson-Wettbewerb“ richtige Weltstars.

Ich war damals gerade 15 Jahre jung und – sehen Sie mir das nach –, nach Abbas Sieg verliebt in Agnetha Fältskog, und ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um mit meinem Freund Rainer Karten für den Auftritt von ABBA in der Dortmunder Westfalenhalle zu ergattern. Und wir schafften es, saßen dort und schmachteten in der dritten Reihe zu Füßen der göttlichen Blondine. Aber die Frau konnte auch tatsächlich singen.

Singen, verstehen Sie, was ich meine?

So richtig mit Musik und Stimmen, mit Liedern, die intelligent, Schmachtfetzen oder wenigstens Ohrwürmer waren.

Aber heute? Ich wette, die meisten von Ihnen können sich an die Namen der vergangenen deutschen Bewerber nicht mehr erinnern, an deren Liedchen ganz sicher nicht.

Die aktuelle deutsche Verliererin Sarah Engels, die nur aus vier Ländern überhaupt Stimmen bekam und komplett durchfiel, hat man vielleicht noch zwei, drei Tage im Ohr.

Aber Abor & Tynna mit dem Song „Baller“, Isaak, „Lord of the Lost“ – passender Name –, Malik Harris, Jendrik, Ben Dolic … wtf, wer ist das?

Und warum dürfen sie als Vertreter unseres ohnehin schon geschundenen Landes da auftreten?

Ich bin nicht im Team „Früher war alles besser“

Wirklich nicht. Aber da gab es wenigstens – neben unseren zwei Siegertiteln von Nicole und Lena Meyer-Landrut – sehr viele Interpreten, die den Namen verdienten und die erfolgreich wurden, wie etwa der österreichische Sieger Udo Jürgens, den Sie alle kennen. Julio Iglesias und Olivia Newton-John wurden Weltstars danach, ohne in diesem Wettbewerb gewinnen zu können. Aber sie waren dabei.

Und, auch das gehört aus deutscher Sicht unbedingt erwähnt

Wenn der Kölner Entertainer Stefan Raab für Deutschland Kandidaten suchte und einmal selbst auf der Bühne stand, war jedenfalls was los und wir wurden international mal kurz als doch nicht so langweiliges Land wahrgenommen.

Nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ hat der NDR für die peinliche Teilnahme am ESC in Wien rund 620.000 Euro bezahlt. Das ist Ihr Geld. Und es wäre besser angelegt gewesen, hätte man es an die Bahnhofsmissionen gespendet.

Möglicherweise treffen Sie später irgendwann mal jemanden dort, der oder die für Deutschland beim ESC singen durfte …

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Dieser Artikel wurde 21 mal kommentiert

  1. Zorn Dieter Antworten

    Wohl wahr! Waren das noch Zeiten als Gigliola Cinquetti 1964 mit „No ho l’etat“ den Grand Prix de la Chanson gewann! Ich war unsterblich verliebt in sie. Dieses heutige Disco-Gehopse und die Fleischbeschau tue ich mir nicht mehr an. Alles zu konform. Ich kann gar keinen Unterschied zwischen dem Siegerlied und dem deutschen Beitrag, die ich in den Nachrichten gesehen habe, feststellen. Konformismus ist das Stichwort. Alles konform in einer Plastikwelt in der alle nach der Pfeife der Massenmedien tanzen, alle dieselben Autos fahren, alle Fast Food essen, alle dieselben Sozialarbeiterkrimis sehen, alle ihre Meinung in BILD abholen, alle auf Malle oder einem 5000 Betten Kreuzfahrer herumliegen; soweit sie es sich noch leisten können. Wie sagte Werner Enke in „Zur Sache Schätzchen“? „Der alte Schwung ist hin…“

  2. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Nachdem der Kulturstaatsminister Weimer Reklame für Sarah Engels gemacht hatte, habe ich mir den Anfang des Eurovision Song Contest angetan. Hat Herr Weimer kein Niveau oder Urteilsvermögen? Was reitet ihn, eine solche Veranstaltung zu promoten?

    Die Freizügigkeit im deutschen Beitrag von Sarah Engel fand ich peinlich und abstoßend. „Fleischbeschau“ ist das richtige Wort dafür. Es erinnerte mich an Tabledance in einer Pariser Nachtbar vor 50 Jahren.
    Dazu kam eine Lichtshow, die in den Augen weh tat, und ein Text, von dem ich nur „fire“ verstanden habe.

    Selbst die Gewinnerin des Abends riss mich nicht vom Hocker. Sie und ihre männlichen Begleiter schüttelten so heftig die Köpfe, daß man um die Gesundheit ihres Schädelinhalts Sorge tragen musste.

    Gefährlich finde ich das Schönheitsideal, das hier als erstrebenswert angeboten wird: überdimensionierte Brüste, aufgespritzte Lippen, perfekte Figuren. Diese Mädchen und jungen Frauen taugen nicht als Vorbilder für unsere Jugend.

  3. Zorn Dieter Antworten

    Also, wenn man diesen ESC in seiner kaputten Erscheinungsform ernst nimmt, gibt es wirklich keine Rettung für den Kontinent Europa. Alles im Eimer. Am meisten bedrückt mich, dass es 160 Mio Zuschauer gab und, dass die absolute Merhzahl der Kommentatoren in den Medien nicht sieht, dass das mit Musik und Kuktur nichts mehr zu tun hat. Das ist Kakophonie auf einer mit zuckenden Blitzen illuminierten Müllhalde. Ich zucke innerlich davor zurück, die Namen in diesem Zusammenhang zu nennen, aber wir waren einmal der Kontinent der Mozart, Beethoven, Wagner, Strawinski ,,, etc. hervorbrachte!

  4. Teide Antworten

    620k€ sind die Teilnahmegebühr. Der ganze Murks kostet Deutschland mehrere Millionen. Aussteigen aus der Nummer. ÖRR abschaffen. Wer will, kann per „pay per view“ wieder mitmachen.

    • H.K. Antworten

      Wieso ?

      Die Milliarden GEZ-Gebühren müssen doch irgendwie verbraten werden.

      Vielleicht könnte man(n) da noch ein paar Berater für einige -zig Mio € als willige Abnehmer gewinnen – schafft die Deutsche Rentenversicherung ja schließlich auch …

  5. Harald Antworten

    Da bin ich aber froh, dass die Entscheidung pro-contra ESC-Teilnahme nicht bei uns alten Knackern liegt, lieber Herr Kelle. Und nix für Ungut. Da schließe ich mich mit ein, auch wenn ich ein paar Jahre jünger bin und leider nicht das Glück hatte, ABBA je live auf der Bühne sehen zu können.

    Aber mal im Ernst, was erwarten wir? Dass neue Musik heute noch so klingt wie vor 50 Jahren? Und kann sich jemand an Nora Nova oder Atlantis 2000 erinnern? Und apropos ABBA. 1974 gab es nicht wenige, die empfanden das Glitzeroutfit auf Plateaustiefeln auch von Björn und Benny als viel zu „schwul“ und das schmissige, Waterloo so gar nicht Chanson-haft. Und dann auch noch in Englisch und nicht in Landessprache gesungen.

    Und so geschieht es alle Jahre wieder. Irgendwas findet irgendwer immer zum Nörgeln. Zu viel nackte Haut, zu wenig Gesang, zu viel Showeffekte, zu „woke“. Was war das Geschrei groß über Tom Neuwirth alias Conchita Wurst, perfekt geschminkt mit aufgemaltem Bart divenhaft in Glitzerabendkleid – alleine schon das hatte Wiedererkennungswert. Dann ihr (oder sein?) „Rise like a Phoenix“. Perfekt gesungen – oder performt, wie man heuer sagt. Er hätte auch als James Bond-Song getaugt und war damals über Wochen Gesprächsthema. Und in den Charts.

    Dieses Jahr also Dara. In Bulgarien übrigens ein absoluter Superstar. Vom Stuhl gerissen hat mich ihr Bangaranga auch nicht. Ich hatte andere Favoriten. Aber ich bin halt auch ein alter Knacker.

    Wie auch immer: Der ESC ist Gesprächsthema, im Vorfeld, während der Show und danach. Mit hunderten Millionen an Zuschauern und Klicks. Davon können selbst die größten „Influencer“ nur Träumen. Und andere TV- oder Musikbewerbe auch. Weltweit schafft das sonst keine Show. Selbst Australien macht mit und jetzt wird der ESC sogar zum Exportschlager. Nach Asien.

    Also: Mission accomplished. Und wer weiß? Irgendwann kommt auch mal wieder ein „Satellite“. Oder ein „Always on the run“ von Isaak, ein „You let me walk alone“ von Michael Schulte oder ein „Rockstars“ von Malik Harris. Sie gewannen zwar nicht, laufen aber regelmäßig im Radio.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Harald,

      ja, da haben Sie natürlich recht. Das Zeitalter von uns alten weißen Knackern neigt sich offenbar dem Ende zu. Aber ich habe ja auch nichts dagegen, sollen sie machen, wenn 160 Millionen Menschen zuschauen – fein. Nur anschauen muss ich es mir halt auch nicht. Als damals Guildo Horn beim ESC auftrat habe ich ein Party organisiert, wo wir mit 80 Leuten mitgeguckt und -gefeiert haben.

      Nur anschauen muss ich es mir heute nicht mehr…

      Übrigens, demnächst ist Fußball-WM…bin gespannt, wann das Nörgeln losgeht. Manuel Neuer, Julian Nagelsmann, Regenbogenbinde oder Ticketpreise – los geht’s!

      kk

      • Franz R. Antworten

        A propos WM, werter Herr Kelle: Mit seiner jüngsten Verbalattacke wieder die USA hat der tapfere Fritz die Fankulisse in den USA mal sicher nicht freundlich gestimmt. Gegen ein buhendes Publikum ist schlecht Fußballspielen. Und wenn Rüdiger im Kader ist, bin ich raus. Aber zu der Zeit bin ich eh in den USA und besuche meinen zwischenzeitlich in die USA eingebürgerten Bruder und Familie.

          • Franz R.

            Danke für den Tip, Herr Kelle. Wird nicht nötig sein. Denver ist nicht Austragungsort und das Interesse an Soccer da eher gering. Ich hoffe, eine Parade zum 250sten Geburtstag der USA bewundern zu können. Die Amis können feiern, das muss mal ihnen lassen, die haben ja auch allen Grund dazu. Zur Not hat mein Bruder was und wenn’s ein Trikot des unlängst drittklassig gewordenen Vereins unserer Geburtsstadt Kizmet Dusseldorf ist.

      • Gerd Franken Antworten

        Ich lege mich mal fest: Die Mannschaft wird ihre Vorrundenspiele gegen Curacao und die Elfenbeinküste gewinnen. Bei Ecuador bin ich mir nicht sicher.

        • Klaus Kelle Antworten

          Ich denke, Ecuador ist zwar der „erwartet schwere Gegner“, aber ein 2:1 für Deutschland ist drin – in der Nachspielzeit.

          Sorge macht mir, was danach kommt… Ist Monaco dabei?

          • Gerd Franken

            Nö, aber Kap Verde…..oder Panama könnten drohen.

      • Harald Antworten

        Lieber Herr Kelle,

        vielleicht ist es das, was ich mir wünsche: Mehr Guildo Horn feiern.

        Weniger Verbissenheit und Schlechtmacherei. Dafür mehr Gelassenheit, Lebensfreude und vor allem Resilienz. Und Dinge feiern, auch wenn es nun so gar nicht gut läuft. Und sind wir mal ehrlich: Guildo Horn und seine Orthopädischen Strümpfe waren musikalisch und optisch der absolute Tiefpunkt aller deutschen ESC-Beiträge. Sie haben trotzdem gefeiert. Oder gerade deswegen? Wie auch immer: richtig so!

        Es gibt ja Zeitgenossen, die projizieren auf alles politische Zeichen. Auf den ESC, die WM. Sonst liegt mir sowas fern, aber gerade bei Guildo Horn drängt sich das förmlich auf.

        1998 betrat er für Deutschland die Bühne. Im gleichen Jahr nahm die erste Rot-Grüne Regierung ihre Arbeit auf. Und schon damals war absehbar: Das wird hart!

        Und es kam noch schlimmer. Viel schlimmer.

        Der islamistische Terror schlug 2001 in einem bis dato unbekannten Ausmaß zu, live im TV übertragen. Das erste und bisher einzige Mal wurde der NATO-Bündnisfall ausgerufen. Kurz darauf wurde Deutschland von einem US-amerikanischen Präsidenten zu einem Krieg gedrängt, dem wir – not convinced – Gott sei Dank widerstanden.

        Zeitgleich befand sich Deutschland in einer scheinbar ausweglosen wirtschaftlichen Krise. Wir waren der kranke Mann in der EU. Andauernde Wachstumsschwäche und Rezession, Rekordarbeitslosigkeit vor allem im Osten, mehr als doppelt so hoch wie heute. Verkrusteter Arbeitsmarkt, davon galoppierende Lohnnebenkosten, enorme Transferzahlungen in den Osten finanziert über hohe Sozialabgaben und das alles noch getoppt von einem Blauen Brief aus Brüssel wegen zu hoher Neuverschuldung.

        Wir wissen, was folgte: Schröders Agenda 2010, mit harten Reformen. Sie löste eine der größten und langanhaltendsten Protestwellen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aus. Es gab neue „Montagsdemonstrationen“. Der Frust über den Kurs der rot-grünen Regierung führte zu einer historischen Zerreißprobe innerhalb der SPD. Enttäuschte Gewerkschafter und linke Sozialdemokraten traten aus, gründeten die Wahl“alternative“ (WASG), die sich später mit der ostdeutschen PDS zu den heutigen Linken zusammenschloss.

        Die anhaltenden Proteste, der massive Vertrauensverlust in der Bevölkerung und schwere Niederlagen bei Landtagswahlen veranlassten Gerhard Schröder schließlich dazu, im Jahr 2005 vorgezogene Bundestagswahlen durchzuführen.

        Es war der Beginn der Ära von Angela Merkel. Zu verdanken hatte sie ihre 16 Jahre währende Kanzlerschaft vor allem den Reformen ihres Vorgängers, auf dessen Lorbeeren sie sich ausruhen konnte, weil die Wirtschaft brummte, die Steuereinnahmen sprudelten und Schäuble sogar Negativzinsen eintreiben konnte von Investoren, die während der Finanzkrise ihr Geld im sicheren deutschen Hafen anlegten.

        Erkennen Sie die Parallelen zu heute?

        Und gegen Guildo Horns „…hat euch lieb!“ von damals war Sarah Engels heutiges „Fire“ musikalisch wie und optisch eine ganz andere und zwar deutlich bessere Hausnummer 😉

      • S. v B Antworten

        @KK

        Und? Wurden auf dem Event auch Nussecken und Himbeereis gereicht? Wirklich schwach, falls nicht. In der Folge habe ich mir tatsächlich beim Bäcker bzw. Konditor die eine oder andere Nussecke gegönnt. Von wegen des plötzlichen Hypes um Nussecken und so. Hatte nie zuvor in meinem Leben eine solche gegessen. – Im übrigen hat der, der uns alle so lieb hatte, für sich, seinen Produzenten und Deutschland einen respektablen 7. (in Worten: siebten!) Platz ersungen! Ist es nicht wundervoll, dass wir uns alle bis zum heutigen Tage von Guildo Horn geliebt fühlen dürfen? Also mich beruhigt diese Gewissheit ungemein. – Hach, fühlt sich das alles nicht mega krass an…?

        Aber ganz im Vertrauen… ich fand den Auftritt Guildo Horns damals gnadenlos blöd, habe mich regelrecht für ihn, seine Performance (die damals noch nicht so hieß) und Deutschland geschämt. Aber ja doch, damals schämte man sich noch. Doch auch Scham hat inzwischen wohl keinen Platz mehr beim ESC. Alles ist eben grenzenlos. Schließlich ist auch der Contest inzwischen nach allen Seiten hin offen. – Im übrigen brilliert diese Mammut-Show längst schon weit mehr mit ihren zwar hektischen, doch effektvollen „Licht-Erscheinungen“ denn mit ihren akustischen. Allerdings können beide mitunter enorm nerven. Bis Lenas Düsseldorf ging’s ja noch mit dem hektischen Geblinke und Geblitze, aber danach ging’s mit der optischen Effekthascherei so richtig los. Immerhin hat sie das Zeug, mögliche akustische Unvollkommenheiten seitens der Sänger und Sängerinnen gnädig zu übertünchen. Na, wenn DAS nichts ist? – Habe den ESC nach einer viele Jahre lang währende Pause heuer mal wieder angeschaut. Für die mir noch verbleibenden Jahren dürfte dies wohl ausreichen. – Seit wann gibt es eigentlich das neue und erfreulich schnelle (digitale) Punkte-Zuteilungs-System?

  6. Franz R. Antworten

    620.000 € scheinen ein Schäppchen angesichts der geschätzt mindestens 40 Millionen, die sich der ORF und die Stadt Wien mit mindestens 22 Mio. € Anteil daran sich das wohl perfekt durchgeführte Spektakel haben kosten lassen. Man erwartete touristische Impulse für die wohl weitestgehend völlig unbekannte Stadt an der Donau. Wolfgang Fellner hat das auf seinem oe24.tv wunderbar aufbereitet. Ich habe dort die Vorberichterstattung mit kurzen Clips aller Starter gesehen. Wenige „Acts“ mit wirklich stimmgewaltigen Sängern. Dafür viel Krach und Glitzer.
    „Fun fact“ am Rande: Die bulgarische Siegerin Dara entspricht so gar nicht der woken Vorstellung von neuen Menschen, widerlegt sie sogar. Eine – im woke Sprech – „Cis-Frau“, heterosexuell (!), verheiratet (!!), mit Kind, nett anzuschauen, die in ihrer Pressekonferenz Gott, dem Universum (na ja) und – horribile dictu – ihrem Mann dankt, der sie zur Teilnahme bewogen haben. Lugt da nicht das Patriarchat um die Ecke?

  7. Gerd Franken Antworten

    „Und wir schafften es, saßen dort und schmachteten in der dritten Reihe zu Füßen der göttlichen Blondine.“

    Göttlich war die Blondine aufgrund ihres knappen Outfits. Noch kürzer ging in der damaligen Zeit kein Rock, noch enger ging in der damaligen Zeit keine Hose. Und dann die Stiefel……Auch ich, Jahrgang 1960 habe geschmachtet um mal einen intensiveren Blick in die tiefen Dekolletees der zwei Damen zu riskieren. Sex sells. Nichts Neues unter der Sonne, ist heute nur etwas vulgärer aber das Grundprinzip ist das Gleiche.

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