Alle in der CDU wissen, dass es ohne AfD nicht funktionieren wird
Wenn Sie politischer Journalist sind und in Berlin leben, müssen Sie im Grunde nicht mehr für zu Hause einkaufen.
Sie werden ständig zu Hintergrundgesprächen, Lobby-Veranstaltungen, Frühlingsfesten und „Stallwächter“-Partys eingeladen – organisiert von denen, die in den Parlamentsferien die Stellung in Minister- und Abgeordnetenbüros und Parteizentralen halten (müssen).
Aber wenn Sie lange im Geschäft sind, ist das Interesse nur noch begrenzt
Man schaut eine Stunde rein, ob man etwas aufschnappen kann oder jemanden trifft, den man lange nicht gesehen hat, und dann ist es auch gut.
Gestern war ich bei einer solchen Party, Open-Air. Eingeladen hatte ein Wirtschaftsverband und es waren viele Gäste da. Auch viele Politprofis, Abgeordnete und wichtige Menschen aus dem „Maschinenraum“ der Politik – also da, wo geplant, entwickelt und gearbeitet wird.
Ja, die gibt es.
Ich habe mich dabei mit vielleicht einem Dutzend Leuten unterhalten, die meisten sicherlich CDU-orientiert.
Es war erstaunlich, wie schonungslos man, wenn kein Mikro dabei ist, mit der eigenen Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz abrechnete. Das hatte etwas von enttäuschter Liebe, wenn man vor zwei Jahren noch gedacht hat: Das ist es jetzt. Und es dann ein großes Desaster der Gefühle wird.

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Nicht ein einziger meiner Gesprächspartner kanzelte dabei die AfD ab, wie das in diesen Kreisen früher normal war.
Im Gegenteil: Das Highlight schlechthin war ein CDU-Abgeordneter, der direkt sagte, er hoffe, dass die AfD in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit schaffe, damit endlich die dämliche „Brandmauer“-Geschichte sei.
Alle in der Union wissen, dass es keinen Politikwechsel mit SPD und Grünen geben kann. Und alle wissen, dass neue Mehrheiten Mitte-Rechts von der Bevökerung gewollt und nur mit CDU und AfD möglich sind. Wird das dann perfekt? Muss man koalieren oder ist auch eine Minderheitsregierung möglich? Und muss man sich dann mit dem „freundlichen Gesicht des Nationalsozialismus“ und Putin-Fans an einen Tisch setzen?
Keiner weiß das jetzt, aber die eindeutige Linie in allen meinen Gesprächen war: Wir müssen endlich mit der AfD zumindest in einen Dialog eintreten.
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Dieser Artikel wurde 115 mal kommentiert

  1. Johannes Antworten

    Alle werden Kompromisse machen müssen: die CDU mit den Putin-affinen in der AfD. Die AfD mit denen in der CDU, die die Ukraine(Regierungs)Beteiligung der Nordstream 2 Sabotage unter den Tisch kehren.

    So war, so ist und so wird Politik in einer funktionierenden Demokratie immer sein: Geben & Nehmen und bei allem das Wohl der Gesellschaft im Blick haben.

    Erstaunlich und erfreulich, dass, wie Sie schildern, ein Umdenken in der CDU stattgefunden hat.

    Stellen Sie ein solches Umdenken und eine wachsende Kompromissbereitschaft auch in Gesprächen bei den AfD-Vertretern fest?

  2. Gerd Franken Antworten

    „wenn kein Mikro dabei ist,“

    Was für eine Bande von Feiglingen. Das Wohl unseres Volkes hängt von einem Mikro ab. Erbärmlich und niederträchtig.

    • S v B Antworten

      Irre, oder? – Und das Land mitsamt seinen Menschen verdankt es genau solchen angstvoll vermerkelten und vermerzten Zeitgenossen, dass das Land jetzt da steht, wo es steht. Genau diese weitverbreitete Angst- und Klatschhasen-Mentalität innerhalb der CDU trägt wohl die Hauptschuld daran, dass man seitens der Partei viele Monate, ja etliche Jahre schon ungenutzt und in besagter Sache (Stichwort Brandmauer) zwar nicht inaktiv, sondern mit Leidenschaft, sprich in total kontra- produktiver Hysterie hat verstreichen lassen. Und jetzt, quod erat exspectandum, haben eben alle den Salat (nur selten wohl war das Angebot an frischen Köpfen üppiger). Gegenwärtig sieht es also ganz danach aus, dass die unentschuldbaren Feigheiten und unverantwortlichen Versäumnisse einer über Jahrzehnte erfolgreichen großen Volkspartei einen unrühmlichen Eingang in die Geschichtsbücher finden könnten. – Gewünscht hätte es sich mancher anders.

  3. Zorn Dieter Antworten

    Ja nun, die CDU Abgeordneten sind ja nicht dumm, sie wissen genau, was die Stunde geschlagen hat. Sie wissen auch, dass das mit Merz nicht zu machen ist, weil er in dieser Sache verbrannt ist, bzw., da er nur begrenztes politisches Talent hat, sich selber verbrannt hat. Nur wer hat die Statur das durch zu ziehen? Das bräuchte einen Trump. Wer kann gegen die links-grünen Gewerkschaften, die Kirchen und die Medien regieren? Von den NGOs nicht zu reden. Eine Minderheitsregierung unter Duldung durch die AfD bedeutet quasi Bürgerkrieg und Totalblockade in diesem aufgeheizten politischen Klima. Die Merkelianer (und die untergehende SPD) bringen gerade Merkel als Bundespräsidentin ins Spiel, um neben dem Harbarth – Bundesverfassungsgericht einen zweiten Poller gegen Mitte – Rechts – Bewegungen aufzubauen. Nein, es muss in diesem Land erst so wahnsinnig schlecht werden, bevor es besser werden kann. Das ist die deutsche Mentalität. Die Linken glauben der Endsieg sei nah, wenn sie sich nur taub stellen und im Boden festkrallen.

    • H.K. Antworten

      „ … Merkel als Bundespräsidentin …“

      Der liebe Gott steh‘ uns bei …

      • S v B Antworten

        @H.K.

        Ach du liebes bisschen – wo haben Sie DAS denn schon wieder her…?

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Auch hier passt wieder der alte Spruch: „Schlimmer geht immer!“

    • Gerd Franken Antworten

      Was wir in Deutschland dringend bräuchten sind englische Verhältnisse. Keir Starmer spürt nun den Druck der Strasse. Mal schauen wie lange er noch bockig ist. Es wird wohl nichts nützen wenn die Engländer rechten europarlamentarischen Politikern die Einreise zu verbieten.
      Die Deutschen sind bekannt dafür noch im Schlachthof den Schlächtern, die sie selbst gewählt haben auch noch Orden umzuhängen.
      Dann gibt es noch die EU, wo die Abrissbirne Deutschlands, mit reichlich Blech ausgezeichnet die völlige Regulierung von allem und alles fordert und dabei von irgendwelchen Klatschaffen noch gefeiert wird. Summasumarum: Wir sind am A…….! Aber sowas von.

      • H.K. Antworten

        Nicht nur selbst gewählt, sondern mit Mehrheit so GEWOLLT !

        Sadowski-Maso ist ein Kindergeburtstag dagegen …

        Hauptsache, es gegen „gegen räääächts !“

        Dieses Land MUSS doch kaputt zu kriegen sein !

        ( Warum nur hat die Autokorrektur aus „Sado“ „SaLdo“ gemacht ??? Letzte Konsequenz ? )

        • H.K. Antworten

          Herrschaftszeiten …

          Weder „Sadowski“ noch „Swarowski“ war gemeint.

          Schlicht und einfach „Sado“

          ( Ich glaube, ohne Autokorrektur ist man ( frau auch, es sowieso ) besser dran … )

          • S v B

            @H.K.

            Nur nicht die Nerven verlieren und vorschnell urteilen – ich habe das eine oder andere Mal schon mit Erstaunen festgestellt, dass die Eskapaden des Korrekturprogramms unerwartet Sinn machen. Einen anderen als eigentlich beabsichtigt, aber dennoch einen… SINN! Dieser hat mich schon das eine oder andere Mal regelrecht ins Sinn-ieren gebracht. Echt.

  4. Sarnersee Antworten

    Boris Reitschuster hat heute auf seiner Plattform einen lesenswerten Artikel über die Zementierung der Brandmauer durch die AfD selbst veröffentlicht.
    Es geht um eine jüngere Äußerung von Alice Weidel, in der sie mit einem abstrusen Bild die eingesetzten Mittel der Selbstverteidigung der Ukraine gegen den Aggressor Russland als einfältig darstellt. Hierzu schrieb ein Leser folgenden Kommentar:

    „Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was sich hier zusammengesponnen wird.
    Weder hat sie mit dem Satz Täter-Opfer-Umkehr betrieben noch die Unwahrheit gesagt. Ebenfalls kann man den Satz auch auf USA-Deutschland übertragen, zwar nicht kriegerisch, aber wirtschaftlich.
    Und bezüglich der Brandmauer wurden bereits mehrmals die Leute aus der AfD entfernt, die versuchten, sich dem korrupten Machtkartell anzubiedern und die Partei zum Steigbügelhalter der Union zu machen. Es war gut, dass Lucke, Petry und Meuthen den internen Kampf verloren, sonst gäbe es jetzt gar keine Opposition mehr.“

    Genau wegen solcher Kommentare ist die AfD unwählbar. Und von diesen gibt es auf den sog. alternativen Plattformen zuhauf. Mit diesen Wählern will sich der Rationale sich kaum gemein machen wollen. Dazu bekam der Kommentar noch viele Daumen hoch.
    Von der AfD profitieren im großen Stil derzeit auch und insbesondere die linksgrünen, sich morlalisch selbst erhöhenden Medien, weil sie ihnen ein Dauerthema bietet, das beide Seiten gleichermaßen animiert. Das perfekte Geschäft. An wen sollten sich die Selbstgerechten Linksgrünen denn innenpolitisch, bzw. hierzulande abarbeiten, wenn es die AfD nicht gäbe? Auch das ist eine unliebsame Wahrheit.

    • Gerd Franken Antworten

      „Genau wegen solcher Kommentare ist die AfD unwählbar.“

      @Sarnersee

      Sie können aus dem reichhaltigen Schatz der „wählbaren“ Parteien ja aussuchen, was für Sie am Besten ist. Dann können Sie eventuell verhindern, dass die CDU ebenfalls im Nirwana der Einstelligkeit verschwindet. Viel Glück dabei.

      • Sarnersee Antworten

        @Gerd Franken,

        wählbar war die Union auf Bundesebene von Adenauer bis Stoiber. Warum Kohl Merkel in den „Fahrersitz hievte“, ist hinlänglich bekannt. „Gut gemeint“ ist nicht selten das Gegenteil von „gut gemacht“. Unter dem früheren Anspruch ist derzeit keine im Bundestag vertretene Partei wählbar. Das ist für sehr viele Bürger auch sichtbar. Diese Erkenntnis spült der AfD gerade im großen Stil die Stimmen zu. Die Verzweiflung über die Politik der alten Parteien ist so groß, dass in eine Partei ohne jegliche Regierungserfahrung, auf keiner Ebene, völlig irrational, immense Hoffnung gesetzt wird.

        Und auch das: ich wähle nicht, was für mich persönlich das Beste ist. Das mögen Sie mir und anderen unterstellen. Das sollte niemand aus dieser Perspektive tun. Der Wähler hat zuallererst Verantwortung, wenn er seine Stimme dem Abgeordneten seines Wahlkreises und seines Vertrauens verleiht. Hier sollte das Wohl des gesamten Landes im Fokus stehen, insbesondere das der kommenden Generationen. Schaue ich mir die Jugendorganisationen der Parteien an, gelange ich zum Schluss, dass die „Junge Union“ die kompetentesten Leute in ihren Reihen hat und deshalb verdient, dass in sie Hoffnung gesetzt wird. Man erinnere sich an die Intervention beim listreichen Beschluss des Sondervermögens, auch wenn am Ende nur wenige dagegen gestimmt haben. Dieser Blick in die Zukunft ist mein derzeit alleiniges Motiv für die Wahl einer Partei. Lange Durstrecken mit ungenügendem, geradezu dilettantischem politischen Handeln blieben der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen europäischen Ländern lange erspart. Nun erleben wir eine solche. Das muss auch ausgehalten werden können. Im Vergleich zur „Jungen Union“ erweckte die „Junge Alternative“ (euphemistisch heute „Generation Deutschland“) bisher den Eindruck, ihre Mutterpartei gerade bei den „NoGo’s“ auch noch überholen zu wollen. In den 80ern waren es die jungen Grünen, die Vorstellungen von einer linken, öko-sozialistischen, multikulturellen Politik hatten, die heute, 40 Jahre später, in damals sicher ungeahntem Ausmaß im politischen Alltag verwirklicht sind und verstörend selbstverständlich als Politik der Mitte erachtet werden. Die katastrophalen Auswirkungen dieser seit damals gepflegten, verfeinerten und weiterentwickelten ideologischen Vorstellungen spüren wir jetzt. An Leib und Seele. Die Entwicklung der Grünen, die heute weitestgehend die akademischen Milieus und ergo wichtige Deutungshoheiten in der Gesellschaft gekapert haben, sollte eigentlich Abschreckung genug sein. In ihrem Selbstverständnis und methodischem Vorgehen ähneln sich AfD und Grüne viel mehr als ihnen und ihren Wählern das wohl bewusst ist.

        • Gerd Franken Antworten

          „Unter dem früheren Anspruch ist derzeit keine im Bundestag vertretene Partei wählbar. Das ist für sehr viele Bürger auch sichtbar. Diese Erkenntnis spült der AfD gerade im großen Stil die Stimmen zu.“

          @Sarnersee

          Wohl wahr. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Stimmen für die AfD in der Breite von verantwortungslosen Wählern getätigt werden. Ich z.B. habe die AfD gewählt weil das Wohl des ganzen Landes von den Altparteien in die Tonne gekloppt wird. Bisher lag ich damit gar nicht mal so schlecht. Deswegen habe ich auch niemals auch nur einen Gedanken daran verschwendet z.B. die Grünen zu wählen und war maximal entsetzt als F. Merz mit den Stimmen der abgewählten(!) Grünen einen Megaschuldenberg den Bürgern aufgeladen hat.

          • Sarnersee

            Ich schließe mich dem „Wohl wahr“ hier gerne an. Selbstredend, dass das Gros der AfD-Wähler gerade nicht verantwortungslos ist, im Gegenteil. Das dürften eher die pol. weniger interessierten Gewohnheitswähler sein, die unreflektiert einfach das glauben, was die populären Medien verbreiten. Ich hoffe, Sie erkennen welche Motive mich wirklich antreiben. Wenn jemand die Politik der AfD gut findet, zu Russland und den USA als „Konservativer“ eine gänzlich andere Position bezieht wie die Union, dann ist das natürlich völlig in Ordnung und ist schlicht Ausdruck eines Meinungspluralismus, wie er in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte. De facto ist er es aber nicht mehr. Nur wenn Putins Angriffskrieg und seine Gräueltaten an der ukrainischen Zivilbevölkerung relativiert oder gar geleugnet werden, dann kann ich das natürlich nicht vom Meinungspluralismus gedeckt sehen oder noch schlimmer, in diesen „verschwörerischen“ Vorwürfen an Russland einen Beweggrund zu sehen, die AfD erst recht zu wählen. Denn auch das musste ich mir schon fassungslos anhören, der pauschal grundböse Westen, die pauschal grundböse USA.

          • Gerd Franken

            @Sarnersee

            Ich habe die AfD gewählt als noch kein russischer Soldat ukrainischen Boden betreten hat. Von Putin wusste ich nur was seine Rede im Bundestag 2001 anging. Dort haben die deutschen Abgeordneten dem Kremlchef mit minutenlang Standing Ovations gehuldigt. Diese Rede kann man heute noch abrufen. Vladimir kam gar nicht zum reden, denn er wurde ständig von Beifall unterbrochen. Der Mann war damals ein Star und soll heute der neue Hitler sein? Glaub ich nicht…..

    • Harald Antworten

      @ Sarnersee

      Vollste Zustimmung.

      Das Bedenkliche daran: Weidel, sonst ja eher moderat, hat diese Aussage sehr bewusst platziert. Weil, es gibt viele, sehr viele in der AfD, die genauso ticken. Siehe die vielen Daumen hoch.

      Lieber lässt man einen Machovergewaltiger gewähren, wenn er eine Frau vergewaltigt. Hauptsache, es ist nicht die Eigene.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Die abendlichen Bilder von Zerstörung und Leid in der Tagesschau, mal aus Rußland, meist aus der Ukraine, bin ich sowas von leid! Können sich vernünftige Menschen nicht endlich entschließen, dem Unsinn dieses Krieges ein Ende zu setzen? Wie lange soll das gemetzel noch weiter gehen?

        • Gerd Franken Antworten

          Laut Wadepudel wird Russland immer unser Feind sein. Egal ob Putin in einer Zelle sitzt oder im Grab liegt. Schon vergessen?

          • Gerd Franken

            Bis auf die Anmerkung, dass ich mich an Wadephul orientiere, was natürlich Unsinn ist, haben Sie eigentlich nichts gesagt. Was denken Sie denn selbst darüber, dass die Russen für immer unsere Feinde sein sollen? Ich finde das höchst problematisch, vor allem dann, wenn Putin ins Grab sinkt. Was er definitiv mit uns gemeinsam hat.

          • Klaus Kelle

            @Gerd Franken,

            meine Haltung ist eindeutig: Deutschland und Russland sollten bald wieder zu einem vernünftogen Umgang miteinander kommen. Es gab mal ein paar Jahre, da hat das gut funktioniert. Es ist in gegenseitigem Interesse. Aber ein Tankwart, der meine Nachbarinnen vergewaltigt und mein Haus anzündet und alte Leute auf der Straße verprügelt, bei dem kaufe ich halt kein Benzin mehr.

            Voraussetzung dafür, dass Deutschland, Europa und die zivilisierte (sprich: demokratische) Welt wieder einvernehmlich mit Russland auskommen und vielleicht sogar Geschäfte machen, ist die sofortige Beendigung des Krieges – das könnte Putin mit einem Anruf veranlassen. Dann muss geklärt werden, wer den Wiederaufbau der zerstörten Städte und Landstriche in der Ukraine bezahlt – da böten sich die eingefrorenen russischen Vermögen an.

            Und dann muss Wladimir Putin festgenommen, an Den Haag überstellt werden und sich für seine monströsen Verbrechen rechtfertigen (ebenso seine engsten Mittäter).

            Das ist die Voraussetzung für alles.

            Wie ich mehrfach geschrieben habe, war ich insgesamt viermal in Russland und habe dort viele tolle und gastfreundliche Menschen kennengelernt. Aber – ich wiederhole mich – das Gemetzel, das die da seit Februar 2022 veranstalten mit Hunderttausenden Toten, mit Verkrüppelten und Vergewaltigten, mit Zehntausenden verschleppten Kleinkindern – da gehen wir nicht zur Tagesordnung über.

            Und – zurück zum Beispiel oben – wie ich Sie hier kenne, wissen Sie das auch selbst, und sie würden niemals einen solchen Nachbarn akzeptieren…

            Klaus Kelle

          • Harald

            @ Gerd Franken

            Ich muss mich Klaus Kelle anschließen.

            Ich war ebenfalls öfters in Russland, hatte sogar mal drei Jahre Russisch in der Schule (ist leider nicht viel hängen geblieben), habe viele russische Freunde und Kollegen (was ich von denen aus Russland höre, würde den Rahmen sprengen und die Stimmung zu Pfingsten hier auf Null drücken), ich liebe die russische Kultur (vor allem deren Komponisten; meines Erachtens nach wurde kaum etwas besseres zu Noten gebracht) und ich würde sofort für engste politische und wirtschaftliche Verbindungen plädieren, aber: wie soll das unter der derzeitigen Führung gehen?

            Es ist ja nicht nur der Ukraine-Krieg. Zuvor gab es schon den brutalsten Tschetschenien-Krieg, die Abschaffung der Opposition, die Verfolgung und Ermordung von Oppositionellen, Journalisten und Regierungskritikern, im In- und Ausland.

            Für mich die wohl bitterste Erkenntnis seit dem Fall des Eisernen Vorhangs: Gorbatschow war eine Ausnahme! Und selbst er ist außerhalb Russlands nicht unumstritten. Fragen Sie mal die Balten warum, vor allem die Litauer. Seit Jahrhunderten werden die Russen von brutalen Machthabern regiert und agieren gegenüber ihren Nachbarn hegemonial. Die militärische, politische und industrielle Oligarchie ist so tief verwurzelt, da reichten ein paar Jahre Gorbatschow, Glasnost und Perestroika nicht.

            Man wird, auch nach Putin, nur dann mit Russland auskommen, wenn man politisch geschlossen und militärisch auf Augenhöhe entschlossen auftritt. So wie es Helmut Schmidt glasklar analysierte, als er gegen das anfängliche Zögern der USA (Jimmy Carter) den NATO-Doppelbeschluss durchzog.

            Mit der Abwahl Orbans ist die EU politisch deutlich geschlossener und ich kann nur davor warnen, in der aktuellen Situation Serbien in die EU aufzunehmen, auch wenn sie noch so sehr darum betteln.

            Und eigentlich ist Europa militärisch Russland weit überlegen, bis auf Atomwaffen. Aber konventionell hätte Russland keine Chance gegen Europa, schon gar nicht, wenn wir die Ukraine so schnell wie möglich eng an die EU binden. Die Ukraine hat nachweislich die stärkste und kampferprobteste Armee in Europa, wie sie seit über 4 Jahren leider Tag für Tag unter Beweis stellen müssen.

          • H.K.

            Wenn die Amerikaner, Briten, Franzosen und der Rest der Welt 1945 auch so über den Herrn aus Österreich und das von ihm geführte Land gedacht hätten, wie sähe es dann wohl heute in Deutschland aus ?

        • Gerd Franken Antworten

          @Klaus Kelle

          Mein erster Kommentar bezog sich auf die Aussage unseres Bundesministers des Auswärtigen, dass Russland für immer(!) der Feind der Deuschen ist. Für immer bedeutet eben das was es bedeutet, für immer. Das sagt nicht irgendein durchgeknallter Tankwart, sonder der höchste Diplomat unseres Landes. Wie erklären sie diese Aussage den tollen und gastfreunlichen Russen, die sie im Lauf der Jahre kennengelernt haben? Aber sei’s drum. Die Realtität sieht, wie bei allen „völkerrechtswidrigen“ Angriffskriegen auf unserm Planeten in Bezug auf V. Putin wie folgt aus: Er wird irgendwann den Weg allen Irdischen gehen. Dann ist er tot und wird vielleicht oder vielleicht auch nicht irgendwo einbalsamiert in einem Mausoleum vielleicht neben Lenin auf das letzte Gericht warten.
          Was Deutschland, Europa und der Rest der zivilierten Welt angeht, haben Sie selber in Ihrem Artikel „Völlig Irre! Warum verleiht die EU heute einen Verdienstorden an Angela Merkel?“ treffend dargestellt. Wenn Blinde Blinde führen……..

          • Klaus Kelle

            Wie erklären sie diese Aussage den tollen und gastfreunlichen Russen, die sie im Lauf der Jahre kennengelernt haben?

            Wie erkläre ich Ihnen, dass Jelzins und Gorbatschows Russland ein anderes war als Mordor heute?

          • Gerd Franken

            Sie wollen jetzt ernsthaft behaupten, dass es in Mordor keine gastfreundlichen und tollen Menschen gibt? Ist es das was Sie mir sagen wollen? Überlegen Sie mal…..selbst Sauron war nicht immer böse.

            Das sind nur rethorische Fragen!

            😉

  5. Eva Antworten

    Aldo Moro
    Wer kennt ihn noch und die Geschichte der DC unter Aldo Moro?
    Aldo Moro ventilierte öffentlich, auf das Angebot der PCI unter Enrico Berlinguer eingehen zu wollen. Das damalige Stichwort war: Historischer Kompromiss. Nach jahrzehntelanger Brandmauer auf nationaler Ebene der DC gegen die PCI war Aldo Moro bereit, auf die PCI, die einen Stimmenanteil von über 30% in Italien hatte, einzugehen. Das Ende ist bekannt. Aldo Moro wurde von den Roten Brigaden entführt und umgebracht. Die Linksextremen vereitelten das Ende der italienischen Brandmauer.
    Weshalb erwähne ich diese alte Geschichte?
    Nun, ich nehme an, in der CDU hat man sehr viel Angst, sich öffentlich gegen die Brandmauer zu stellen. Die Öffentlichkeit ist so verhetzt, dass die betreffenden CDU-Leute nicht nur um ihr Mandat, sondern auch um ihr Leben fürchten müssten. Der Antifa ist alles zuzutrauen.

  6. Harald Antworten

    Tja, Herr Kelle, im Grunde genommen gebe ich Ihnen Recht. Aber kaum, dass sich die Stimmen in der Union mehren, man müsse über die Brandmauer springen, packt die AfD nochmal drei Ziegelsteinreihen obendrauf.

    Und diesmal waren es nicht die völkisch-nationalistisch verstrahlten Befürworter einer Art neuen Ariernachweises und auch nicht der „Putin hat mir nichts getan“-Chrupalla, nein diesmal war es die sonst eher moderate und der Union schon öfters verbal die Hand reichende Alice Weidel, die auch noch Stacheldraht auf die erhöhte Brandmauer draufpackte.

    Bei einem verteidigungspolitischen Forum der AfD-Fraktion im Bundestag sagte die AfD-Co-Vorsitzende, die Kriegsführung der Ukraine sei, Zitat „ein hohes sicherheitspolitisches Risiko auch für die Bundesrepublik Deutschland…Sie (die Ukraine) können nicht … dem großen Bären mit einem heißen Eisen die ganze Zeit im Auge herumstochern, wie der Drohnenangriff tief nach Russland hinein, und dann erwarten, dass nichts passiert. Der Bär wird irgendwann mit der Pranke ausholen.“

    Man lasse sich das einmal auf der Zunge zergehen. Seit über 4 Jahren bombardiert Putin erbarmungslos die gesamte Ukraine, legt tausende von Wohnhäuser im ganzen Land in Schutt und Asche, attackiert Kindergärten, Krankenhäuser, entführt ukrainische Kinder, aber die Ukraine darf sich nicht entsprechend wehren? Und gerade jetzt, wo es der Ukraine gelingt, mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln Russland empfindliche Nadelstiche zu versetzen, damit auch die russische Bevölkerung realisiert, es ist Krieg und nicht nur eine Militäroperation in der Ukraine, Putin damit innenpolitisch massiv unter Druck gerät und auf einmal unerwartete Verhandlungsbereitschaft signalisiert, sagt die Vorsitzende der größten Oppositionspartei in diesem Land, die offensichtlich erfolgreiche Kriegsführung der Ukraine sei gefährlich, auch für die Bundesrepublik Deutschland.

    Wie will eine Union mit so einer Partei zusammenarbeiten? Von koalieren mal ganz zu schweigen.

    Ich habe den Eindruck: Die AfD will gar nicht und tut alles dafür, dass die Union bloß nicht auf die Idee kommt, über die Brandmauer zu springen.

    • Gerd Franken Antworten

      „Wie will eine Union mit so einer Partei zusammenarbeiten? Von koalieren mal ganz zu schweigen.“

      @Harald

      Sie hat doch die SPD. Da klappt das ja wunderbar.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Harald,

      anders sind die aktuellen Reden von Chrupalla und Weidel wohl nicht mehr zu erklären….

      Die AfD will gar nicht und tut alles dafür, dass die Union bloß nicht auf die Idee kommt, über die Brandmauer zu springen.

      • Gerd Franken Antworten

        Merz will nicht über die Brandmauer springen. Der ist dann wohl von der AfD ferngesteuert. LOLL!

        • Harald Antworten

          @ Gerd Franken

          Nicht fern- sondern selbstgesteuert.

          Wenn Sie zum Sprung über eine Mauer ansetzen, würden sie den Anlauf auch abbrechen sobald sie realisieren, dass der auf der anderen Seite gerade noch Stacheldraht auf die Mauer oben drauf setzt.

          • Gerd Franken

            „Nicht fern- sondern selbstgesteuert.“

            @Harald

            Erinnern Sie sich noch an die Abstimmung der CDU zur Migration mit den Stimmen der AfD und die darauf folgenden Anschläge auf diverse CDU Parteibüros? Spätestens da wusste Merz, dass er das Steuer nicht mehr in der Hand hat.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      @Harald

      „völkisch-nationalistisch verstrahlten Befürworter einer Art neuen Ariernachweises“

      Was soll das heißen? Geht es auch eine Spur weniger dramatisch und aufgeheizt?

  7. Zorn Dieter Antworten

    Lasst doch alles so wie es ist: Die CDU ist heilig, die SPD eine Arbeiterpartei, die Gewerkschaften sind der Angestellten beste Freunde, die Kirchen sind mildtätig, die Konzerne wollen nur das Beste, der Westen ist wohltätig, er bringt den unterdrückten Völkern die Menschenrechte, der Putin ist böse, Russland greift zum dritten Mal in der jüngeren Geschichte den Westen an, die Israelis sind Gutmenschen, die Grünen sowieso, billige Energie ist bäh, die braucht eh keiner, die Massenmedien sagen nur die Wahrheit, die Weidel ist sowas von bescheuert sich mit Diktatoren wie Putin und Trump abzugeben, …, Der Endsieg ist nahe! Wieder einmal. Frage: Warum können wir aktuell weder Fußball, noch Banken, noch Singen? Und, ist es nicht besser für uns auch vom Krieg die Finger zu lassen?

    • Gerd Franken Antworten

      Die Gegner der AfD sind so verzweifelt, dass sie nun das Märchen verbreiten, diese Partei hätte die Brandmauer selbst gebaut. Das ist wirklich komisch.

      • Harald Antworten

        @ Gerd Franken

        Das ist kein Märchen, sondern ein Fakt.

        Den Begriff Brandmauer brachten Lucke, Henkel und Meuthen selber auf, um die AfD vor den innerparteilichen rechtsextremen Strömungen abzugrenzen. Selbst Weidel wollte Höcke aus der Partei ausschließen, ruderte nach einem „persönlichen Gespräch“ mit Höcke aber wieder zurück.

        Wenn ich mir jetzt Weidels Äußerung zur ukrainischen Kriegsführung anhöre bleibt mir nur der Gedanke: Die AfD will gar nicht, dass eine andere Partei über die Brandmauer klettert!

        Und es ist ja nicht das einzige Thema, wo die AfD Fundamentalopposition betreibt, und das jüngst immer lauter.

        • Gerd Franken Antworten

          „Selbst Weidel wollte Höcke aus der Partei ausschließen, ruderte nach einem „persönlichen Gespräch“ mit Höcke aber wieder zurück.“

          @Harald

          Das war eine gute Entscheidung. Der Unterschied zwischen Höcke auf der einen Seite und Lucke, Henkel und Meuthen auf der anderen Seite ist, dass die letzteren völlig im Nirgendwo-Nebelland verschwunden sind, während einige Millionen Mitbürger heute hören wollen was B. Höcke sagt. Wenn es ein „Fakt“ ist, dass die AfD die Brandmauer selbst aufgebaut hat, dann war das im Nachhinein ein genialer Schachzug. Sind alle drauf reingefallen.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            „Wenn es ein „Fakt“ ist, dass die AfD die Brandmauer selbst aufgebaut hat, dann war das im Nachhinein ein genialer Schachzug. Sind alle drauf reingefallen.“

            Das ist doch genau das, was ich sage. Die Brandmauer wurde von der AfD selber errichtet. Anfangs noch mit anderer, innerparteilicher Absicht.

            Heute hegt und pflegt die AfD die Brandmauer und kaum dass es Stimmen von der anderen Seite gibt, diese zu überdenken, packt die AfD noch drei weitere Reihen Ziegelsteine oben drauf, garniert mit Stacheldraht. Siehe Weidels jüngste Auslassungen zur Ukraine.

            Über die Zielmotivation kann man nur spekulieren. Strebt die AfD die absolute Mehrheit an? Will man vermeiden, durch unabdingbare Kompromisse im politischen „Nirgendwo-Nebelland“ zu verschwinden? Oder aber hat man selber Angst vor Regierungsverantwortung, weil man dann mit der harten Realpolitik konfrontiert würde?

          • Martin Ludwig

            @Harald,

            was genau ist denn falsch, an Weidels Aussage? Jeder, der nicht zur traurigen Gruppe der Realitätsverweigerer gehört weis längst, dass der Krieg zwischen der Ukraine und Russland eine sehr, sehr lange Vorgeschichte hat und die Ukraine dabei ebenso wenig gut wegkommt, wie unsere Freunde jenseits des Atlantiks.
            Die Provokation ging stets von der NATO aus und Putin hat in unzähligen Reden davor gewarnt was geschehen wird, wenn die NATO der Russischen Grenze noch näher kommt oder die Ukraine weiterhin die Bevölkerung im Donbass unterdrückt.
            Auch die Zusicherung, dass es keine NATO-Osterweiterung geben wird, hat es gegeben. Ob diese nun schriftlich fixiert wurde oder nicht – sie existiert. Im übrigen gibt es durchaus schriftliche Beweise dafür. Im britischen Nationalarchiv wurden die Aufzeichungen des deutschen Diplomat Jürgen Chrobog zu den Verhandlungen des Zwei-plus-Vier Vertrags gefunden. In diesen steht, dass die NATO nicht und niemals über die Elbe hinaus ausgedeht wird.
            Daneben hat US-Außenminister James Baker damals Gorbatschow persönlich versprochen, dass die NATO keinen Zentimeter nach Osten verschoben wird.

            Die Schuld für den Krieg in der Ukraine liegt damit ganz sicher nicht einseitig bei Russland und die Ukraine hat mehrfach bewiesen, dass sie eine unmittelbare Gefahr für die NATO darstellt. Da wären z. B.

            • die Sprengung von NORDSTREAM II
            • die Drohung gegenüber Orban, Ukrainische Soldaten nach Ungarn zu schicken.
            • Die Lüge über den Zustand der Erdöl-Leitung „Druschba“
            • Beschuss auf Polnischem Staatgebiet
            • Ukrainische Drohnen auf Staatgebiet von Lettland
            • Ukrainische Drohnen auf Staatgebiet von Estland
            • Forderung von Selenkyj, dass die NATO einen Präventivschlag gegen Russland führen soll
            • Diebstahl von Gas aus bestehenden Pipelines in den Westen
            • Forderung astronomischer Durchleitungsgebühren für Gas- und Öltransit in den Westen (Was auch ein Grund für den Bau von Nordstream war)
            • Korruption
            • Veruntreuung von Hilfsleistungen

            Ja lieber Harald, wer solche Freunde in seinen Reihen hat, braucht Russland sicher nicht auch noch zum Feind.
            …und ganz sicher möchte ich die Ukraine nicht in der NATO sehen. Das wäre ungefähr so, als würde man einem Kleinkind den uneingeschränkten Zugang zu Zündhölzern gewähren, während es in einem Reisighaufen sitzt.

          • Gerd Franken

            „Das ist doch genau das, was ich sage.“

            @Harald

            Habe ich begriffen. Aber dass sie dieser Verschwörungstheorie (zumal als Wissenschaftler) auf den Leim gehen, habe ich nicht erwartet.
            Fakt ist: Die Brandmauer steht. Die CDU versinkt im Chaos und unser Land auch. Klaus Kelle findet die Brandmauer sch…..und wissen Sie was, da ist er nicht alleine. Es soll sogar Leute in der AfD geben die das für keine gute Idee halten. Nur Merz findet die Brandmauer ganz toll. Damit dürfte er schon bald ganz alleine dastehen.

          • H.K.

            Der bis vor kurzem „zugewucherte“ bayrische Ministerpräsident ist aufgrund eines „Rasierunfalls“ plötzlich wieder staatsmännisch glatt rasiert.

            Er postet keine „Fressvideos“ mehr und heute erfährt man ( frau auch, es sowieso ):

            „Söder: „Werde ab jetzt stärker auf Ton und Stil achten“.

            Quelle: Bild online, 21.05.2026, 17:46.

            Ich wage mal eine Prognose:

            In relativ naher Zukunft wird Friedrich Merz durch Markus Söder ersetzt – „aus gesundheitlichen Gründen“ – oder so ähnlich …

          • Harald

            @ Martin Ludwig

            Sagen Sie mal, auf welchem Kanal schnappen Sie all diesen unerträglichen Unsinn auf?

            Ja, in den hektischen Verhandlungen 1989/90 gab es unzählige verbale Gedankenspiele, von allen möglichen Diplomaten, in alle möglichen Richtungen, nicht nur die NATO betreffend. Unter anderem jene von James Baker bzgl. einer Zusicherung, die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Kaum, dass er sie ausgesprochen hatte, hat diese sein Chef, George Bush Sr., wieder kassiert. Gleiches gilt für Genscher, den Kohl ebenso sofort zurückgepfiffen hatte. Auch Margaret Thatcher soll getobt haben.

            Michael Gorbatschow eierte auch immer wieder mal rum, bis er im Oktober 2014 im Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“ frühere, teils gegenteilige Aussagen klarstellte: „Das Thema NATO-Expansion wurde überhaupt nicht diskutiert, und es wurde in diesen Jahren nicht aufgeworfen.“

            Viel entscheidender: Sergej Lawrow, heute noch Außenminister Russlands, hat 2005 in einem Interview mit dem Handelsblatt einem NATO Beitritt der Ukraine grünes Licht gegeben. Zitat: „Bedeutet das Recht auf Souveränität etwa für Georgien und die Ukraine auch, dass Russland nichts gegen deren Beitritt zur EU und zur Nato hätte? Lawrow: Das ist deren Wahl. Wir achten das Recht jedes Staates – unsere Nachbarn eingeschlossen –, sich seine Partner selbst zu wählen, selbst zu entscheiden, welcher Organisation sie beitreten wollen.“ („Russland öffnet Ukraine den Weg in die Nato“, Handelsblatt, 2. Januar 2005).

            Putin hat als Grund für seine „Militäroperation“ unzählige Gründe vorgeschoben. Darunter auch die NATO. Dumm nur, dass eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine 2022 überhaupt kein Thema mehr war. Merkel und Sarkozy hatten dieser auf dem NATO-Gipfel 2008 einen Riegel vorgeschoben.

            Putins Hauptgrund war ohnehin ein ganz anderer: Regimesturz, Entmilitarisierung und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Dumm nur, dass Selenskyj selbst Jude ist. Angehörige seiner Familie wurden im Holocaust verfolgt und ermordet. Putin selbst hat es schnell gemerkt und von all diesen Gründen ist heute keine Rede mehr.

            Überhaupt der Begriff „NATO-Osterweiterung“. Er suggeriert etwas völlig unzutreffendes, nämlich dass sich die NATO proaktiv, auf eigene Initiative hin ehemalige Ostblockländer einverleibt hätte. Das Gegenteil ist der Fall. All diese Länder haben teils händeringend um NATO-Mitgliedschaft ersucht, nicht ohne gewisse Skepsis bei der NATO. Diese Länder wussten warum. Putin lieferte 2022 die nachträglich Bestätigung für deren Sorgen und Bitte um NATO-Mitgliedschaft.

            Vor allem: Vor was hat Russland denn Angst? Dass die NATO Russland mit Atomraketen angreift mit dann kürzerer Vorwarnzeit? In keinem neuen NATO-Mitgliedsland sind Atomwaffen stationiert. Die NATO hält sich an den NATO-Russland-Pakt. Es ist auch ein leichtes denn kein General wäre so blöd, seine schlagkräftigsten Waffen nahe an der Grenze des potentiellen Feindes zu stationieren, weil diese mit einem konventionellen Schlag schnell auszuschalten wären. Aktuell ist es nur Russland, das mit Hyperschallraketen westliche Länder in wenigen Minuten erreichen könnte.

            Selbst wenn es Putin wirklich um eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine gegangen wäre, hätte er mit dem Schinken nach der Bratwurst geschmissen: „Dank“ seiner Militäroperation sind die seit Jahrzehnten streng neutralen und militärisch sehr starken Länder Schweden und Finnland der NATO beigetreten. Eigentor, gleich ein doppeltes!

            Und dann, mein lieber Martin Ludwig: Völlig unabhängig davon, was auch die Ukraine um 2014 und bis 2022 falsch gemacht, aber: Das rechtfertigt mitnichten (!!!) eine seit über 4 Jahren andauernden Angriffskrieg, mit hundertausenden Opfern auf beiden Seiten.

            Was falsch ist an Weidels Aussage? Muss ich Ihnen das wirklich erklären?

            Wenn Russland vier Jahre lang die Ukraine landesweit bombardiert, Nacht für Nacht tausende an Wohnhäusern als auch Krankenhäuser und Kindergärten in Schutt und Asche legt, ukrainische Kinder entführt und Massaker an der Bevölkerung bei Rückzug anrichtet, dann ist es einfach nur zynisch und eine Täter-Opfer-Umkehr die Ukraine dafür zu kritisieren, im Gegenzug vor allem strategische Ziele im russischen Hinterland mit Langstreckendrohnen anzugreifen.

            Das entspräche einem Richter, der einer vergewaltigten Frau eine Mitschuld an ihren schweren Verletzungen gibt, weil sie mit ihrer Gegenwehr den Vergewaltiger nur noch mehr gereizt hat.

            Weidels Aussage ist nicht nur falsch, sie ist zynisch und in höchstem Maße widerlich!

          • Klaus Kelle

            Weidels Aussage ist nicht nur falsch, sie ist zynisch und in höchstem Maße widerlich!

            Niemals wird irgendwer mit ener solchen Partei zusammenarbeiten. Selbst große rechte Parteien in Europa wollen mit dieser AfD nichts zu tun haben.

          • Martin Ludwig

            Harald,
            ich bin so frei deinen Beitrag zu zitieren:

            Diese Aussage

            „Ja, in den hektischen Verhandlungen 1989/90 gab es unzählige verbale Gedankenspiele…Unter anderem jene von James Baker bzgl. einer Zusicherung, die NATO nicht nach Osten zu erweitern..“

            zeigt doch genau, was von der Aussage Gorbatschows zu halten war. Der Mann war zu dieser Zeit leider nichtmehr zurechnungsfähig und hat offensichtlich gelogen oder sich aufgrund eines gleichnamigen Getränks nichtmehr an die Tatsachen erinnert. Glück für die heutigen Kriegstreiber.

            „Michael Gorbatschow eierte auch immer wieder mal rum, bis er im Oktober 2014 im Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“ frühere, teils gegenteilige Aussagen klarstellte: „Das Thema NATO-Expansion wurde überhaupt nicht diskutiert, und es wurde in diesen Jahren nicht aufgeworfen.“

            Auch der Rest deines Kommentars ist mehr polemischer Natur als faktenbasiert. Das lässt sich mit einfachen Gegenfragen aufzeigen:

            • Wenn die Expansion von Militärstandorten für Russland kein Problem darstellen kann, warum haben die USA den 3. Welktrieg riskiert um Russlands Atomraketen auf Kuba zu verhindern? Ist das nicht das gleiche?

            • Wenn ein Land durch seine Aktionen nicht verdienen kann angegriffen zu werden, hätten die USA sich dann seinerzeit aus dem 2. Weltkrieg heraushalten müssen?

            • Wie stehst du zum Nato-Angriffskrieg auf Jugoslawien. Hat die NATO hier nicht exakt das getan, was Putin gerade in der Ukraine tut?

            • Wie sieht es mit dem Krieg gegen Palästina aus?

            • Wie steht es um den Irakkrieg 2003?

            Ich könnte quasi ewig so weitermachen und du wirst dich zwangsläufig in einem Geflecht aus Zustimmung und Widersprüchen verstricken.

            Fakt bleibt dabei jedoch immer: Der Krieg in der Ukraine geht Deutschland, Europa, die EU, die NATO und den gesamten Rest der Welt genau nichts an.
            Russland hat uns nichts getan und hat keinerlei Absichten daran etwas zu ändern. Die Ukraine widerum hätte im Fall eines Angriffs gegen Deutschland keinen einzigen deutschen Flüchtling aufgenommen, keinen Hrywnja gespendet, keine einzige Patrone oder Waffe geliefert oder sich sonst irgendwie eingebracht – es sei denn, die Führungskaste dieses bis ins Mark korrupten Landes hätte sich dabei in irgend einer Weise persönlich bereichern können.
            Ich empfehle dir in diesem Zusammenhang den heutigen Artikel der Zeitung „Welt“ mit dem Titel „In abgehörten Gesprächen zum Korruptionsskandal fällt der Codename „Wowa““

            Überraschung 😉
            Nein, Doch, Ohhh….

          • Harald

            @ Martin Ludwig

            Ich will Michael Gorbatschow nichts unterstellen so wie Sie es tun, nämlich dass er dem Wodka genauso verfallen war wie sein Vorgänger. Vielleicht verwechseln Sie die beiden vorsätzlich. Das wäre dann Polemik!

            Wie ich schrieb: Fakt ist, dass in den Wirren der Jahre 1989/90 von vielen Seiten in viele Richtungen gedacht wurde, nicht nur die NATO betreffend. Alle verbale Aussagen von Baker, Genscher und anderen bzgl. NATO wurden von Bush Sr., Kohl und Thatcher sofort kassiert. Sie wussten warum! Wäre ein Nichtbeitritt aller ehemaliger Ostblockländer zur NATO Voraussetzung für den 2+4-Vertrag gewesen, wäre dieser NIEMALS NIE (!!!) zustande gekommen, denn all diese Staaten hätten dem zustimmen müssen und ihre eigene Souveränität bezüglich möglicher zukünftiger Sicherheitsbündnisse aufgeben und hinter der deutschen Wiedervereinigung anstellen müssen. Glauben Sie ernsthaft, die Polen, die Balten, die Ungarn etc. wären nach den Erlebnissen im 20. Jahrhundert (Molotow-Ribbentrop/Hitler-Stalin-Pakt, Überfall Polens, 2. WK, danach Sowjetunion, Ostblock, Prager Frühling, Eiserner Zaun etc.) so blöd gewesen, ihre gerade gewonnene Freiheit wieder einer Absprache zwischen Russland und Deutschland zu opfern???

            Fakt ist: Nichts wurde schriftlich fixiert und noch 2005 gab Lawrow in dem oben genannten Interview dem NATO-Beitritt der Ukraine grünes Licht. Nachlesbar in oben genannten Artikel.

            Zu Ihrer anderen Polemik, weil nichts anderes ist das, was Sie da betreiben.
            – Kuba-Krise: Sie wollen doch nicht ernsthaft die Atomwaffen- und Raketentechnik der 1960er mit heute vergleichen. Das ist lachhaft! Heute nehmen sich beide Atomsupermächte mit hochpräzisen, punktgenauen Langstreckenraketen, mit mehreren strategischen Atomsprengköpfen bestückt, ins Visier. Russland übrigens mit Hyperschallraketen, mit weitaus kürzerer Vorwarnzeit. Doch nicht nur das: Die Hauptabschreckung geht von ganz anderen Systemen aus: U-Boot-stationierte Atomwaffen, die jeweils in der Nähe der gegnerischen Hoheitsgewässer schippern, kaum ortbar. All das gab es in den 1960ern nicht.

            Und nochmal: In keinem neuen NATO-Mitgliedsstaat sind US-amerikanische Atomwaffen stationiert!

            – Irakkrieg, Palästina: Ich will und muss die USA hier gar nicht verteidigen. Deutschland hat sich aus beiden herausgehalten. Beide fanden bzw. finden nicht in Europa statt.

            – Operation Allied Force (NATO-Jugoslawien). Völkerrechtlich extrem umstritten, aber nicht einmal ansatzweise mit dem vergleichbar, was Russland in der Ukraine tut, und das seit vier Jahren. Der OAF ging das Massaker von Srebrenica von 1995 voraus, ein Völkermord an über 8000 Zivilisten, das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des 2. WK. In der Folge wurde mit Hilfe Deutschlands der Vertrag von Rambouillet entworfen. Jugoslawien hat ihn abgelehnt. Parallel dazu geschah ein weiteres Massaker (Racak). Ziel Jugoslawiens war die systematische Vertreibung und Vernichtung der Kosovo-Albaner. Ein UN-Mandat war undenkbar. Russland hätte es mit seinem Veto blockiert.
            Ziel der OAF war die Vermeidung dessen. Sie dauerte 78 Tage, war ausschließlich auf den Kosovo begrenzt. Rd. 500 Zivilisten starben.

            Dem gegenüber tobt der russische Angriffskrieg auf die GESAMTE Ukraine seit nunmehr über 4 Jahre, mehr als 1.500 Tage, mit über 15.000 zivilen Opfern und hundertausenden gefallenen Soldaten, auf beiden Seiten. Zudem begeht Russland unentwegt schwerste Kriegsverbrechen, inklusive Entführung ukrainischer Kinder und Massaker an der Zivilbevölkerung. Und der Krieg hat eben nicht das Ziel, die angeblich bedrohte russischstämmige Bevölkerung im Donbass zu schützen (warum sind die meisten russischstämmigen wohl erst nach Kriegsbeginn geflohen und nicht schon vorher???). Russland bombardiert die gesamte Ukraine. Und das seit 4 Jahren.

            Wollen Sie das ernsthaft mit völkerrechtlich umstrittenen OAF vergleichen???

          • Harald

            * Nachfolger, nicht Vorgänger von Gorbatschow.

  8. Gerd Franken Antworten

    „Alle in der CDU wissen, dass es ohne AfD nicht funktionieren wird“

    Ich denke nicht „alle“. Merz: „Die AfD will die Bundesrepublik Deutschland in die Zeit vor Adenauer zurückführen.“

    Was war denn vor Adenauer?….heiliges römisches Reich deutscher Nation……Weimarer Republik…..Nationalsozialismus……oh ja genau, die Nazis.

    Und nun noch ein Schmankerl von Söder: „Die AfD ist die schlimmste rechte Organisation in Europa. Wenn die Koalition scheitert gehen wir den Weg in Weimarer Verhältnisse.“

    Was kam denn nach Weimar? Genau die Nazis. Söder und Merz im Gleichschritt. Was für ein harmonisches Bild.

  9. Querdenker Antworten

    Wenn alle in der CDU wissen, dass es ohne AfD nicht funktionieren wird, warum handeln die Drückeberger denn nicht und machen den ersten Schritt auf die AfD zu. Warum werde ich stattdessen von hoch bezahlten Mainstream Medien und Politikern mit einem kleinkarierten Gezänk auf Sandkasten Niveau gelangweilt? Wenn ich in den Nachrichten unsere Politiker höre, kommt bei mir im Kopf nur an: „Mit Dir spiele ich nicht, weil Deine Schwester hier im Sandkasten gepupst hat – hat sie nicht, außerdem ist Dein Opa doof, der hat Deiner Schwester zwei Bonbons gegeben und mir nur eins.“ Weil das streiten so schön ist, ignorieren die kleinen Streithähnchen das aufziehende Gewitter und werden in wenigen Minuten klatschnass im Sandkasten dumm aus den durchnässten Klamotten schauen.

    Im realen Leben ziehen sich um Deutschland mehrere Gewitter zusammen. Da gibt es das Sozialsysteme-Gewitter, das Haushalts-Gewitter, das Deindustrialisierens-Gewitter und das Energiewende-Gewitter. Vielleicht entlädt sich zu Pfingsten das Energiewende-Gewitter als wachrüttelnder Schicksalsschlag als Erstes. Über Mitteleuropa wird sich Hoch ZENO positionieren was um die 15 Sonnenstunden bedeutet. Kommt dann noch guter Wind hinzu, nennen wir das neuerdings Hellbrise und die Wahrscheinlichkeit für einen Blackout im Stromnetz steigt.

    • Gerd Franken Antworten

      @Querdenker

      Ein guter Punkt. Wenn die AfD die Brandmauer selbst gebaut hat, (Achtung Verschwörung) könnte die CDU sehr leicht diese einreissen um die Alternative zu entzaubern, dann inhaltlich zu stellen und zu guter Letzt zu halbieren.

      • H.K. Antworten

        Das mit dem „Halbieren“ hat ja bisher schon gut geklappt.

        In Sachsen ergibt die letzte INSA-Umfrage für die ( noch regierende ) CDU tatsächlich 21% – die Hälfte der Schwefelpartei mit 42.

        SPD und Grün*/-/:/_/•/Innen liegen bei sage und schreibe 6% …

        • H.K. Antworten

          Ach ja:

          Wenn die CDU ( 21 ) mit SPD ( 6 ), Grün*/-/:/_/•/Innen ( 6 ) und Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei ( 9 ) UND BSW ( 7 ) gegen „die da“ koalieren würde, kämen sie zusammen auf 49% – und hätten die Mehrheit gewonnen – aber vermutlich die Demokratie verloren …

          • Tina.Hansen

            Sie werden das machen und als unsere Demokratie verkaufen.

          • S v B

            Hallo und ein herzliches Welcome back, liebe Tina Hansen. Ich hatte Sie sehr vermisst und freue mich deshalb umso mehr, dass Sie wieder hier sind! – Lieben Gruß!

          • Tina.Hansen

            Hallo liebe SvB -und gesegnete Pfingsten 🌷⚘🦋

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      @ Querdenker

      Antwort auf Ihre Frage, warum die Drückeberger nicht handeln:

      Siehe oben Klaus Kelle: „Niemals wird irgendwer mit einer solchen Partei zusammenarbeiten.“

  10. Zorn Dieter Antworten

    Also bitte, was ist das denn für ein Unsinn, die AfD hat die Brandmauer selbst gebaut. Diskutieren wir nun hier Verschwörungstheorien von verwirrten Geistern?

    • Tina.Hansen Antworten

      Wir / Sie diskutieren mit Verzweifelten. Herr Kelle postet einen Taschenrechner und erklärt den Vollidioten, dass 27 Prozent keine Mehrheit sind. Das ist nicht lange her. Inzwischen liegt die AFD bei 29 Ptrozent und die Union d0mpelt bei 22 Prozent.
      Persönlich kenne ich niemanden, der seine Wahlentscheidung von der korrupten Ukraine abhängig machen würde… Es geht um Deutschland.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Genau das habe ich die ganze Zeit gedacht, während ich mich durch die Kommentare gescrollt habe.
        Ist die Beurteilung des Ukraine-Kriegs das, was dem deutschen Bürger unter den Nägeln brennt? Mitnichten. Viele Mitbürger sind diesen Krieg lange leid und würden es begrüßen, wenn es endlich zu Verhandlungen, zu einem Ende der kriegerischen Auseinandersetzung und der zivilen Bedrohung käme. sie wollen auch nicht weiter viele Millionen für die Tötung unzähliger Soldaten und vieler Zivilisten und die sinnlose Zerstörung von Infrastruktur zusteuern.

        Sollte die Brandmauer endlich fallen und die AfD als Partei wie jede andere akzeptiert werden, würde das keinesfalls heißen, daß ihre sämtlichen Pläne eins zu eins umgesetzt würden. Wie man politische Vorhaben erfolgreich boykottiert, sehen wir doch an unserer wunderbaren großen Koalition!
        Allerdings rate ich zu zügigem Annähern und demokratischem Vorgehen, denn sonst könnten die Stimmen für die AfD in schwindelnde Höhen steigen.
        Eine absolute Mehrheit für diese Partei wäre für sie selbst und auch für die Bevölkerung wegen fehlender Erfahrung keine gute Lösung.
        Echt demokratisch wäre es, wenn im Bundestag endlich ohne Fraktionszwang
        abgestimmt würde.
        Es lebe die Demokratie!

        • Harald Antworten

          @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

          „…wenn es endlich zu Verhandlungen…käme.“

          Ich kann mir denken, was Sie meinen, aber gerade diese Aussage kann ich nicht mehr hören! Weil: Sie suggeriert, es hätte keine Verhandlungen gegeben! Seit über 4 Jahren gibt es diese. Unentwegt, auf unterschiedlichsten Ebenen mit verschiedensten Verhandlern.

          Noch unmittelbar vor Kriegsbeginn reisten Scholz und Macron nach Moskau, saßen an diesem maßlos langen Marmortisch Putin gegenüber und er log beiden und dem Rest der Welt offen ins Gesicht, Russland plane keinen Angriff auf die Ukraine.

          Nach Kriegsbeginn folgten dann sofort unzählige Vermittlungsversuche, mehrfach durch die Türkei, die arabischen Staaten, die EU, die Schweiz, den USA. Trump rollte Putin in Alaska sogar den roten Teppich aus und vor einem Jahr bot Selenskyj Wladimir Putin an, ihn persönlich in Istanbul treffen. Wer wollte nicht nach Istanbul reisen? Putin!

          Statt dessen beharrt Putin auf seinen Maximalforderungen, die nichts anderes als ein Diktatfrieden auf Kosten der staatlichen Souveränität der Ukraine wären. Selbst wenn Selenskyj dem wirklich dicken Brocken, der Abgabe der Krim und des gesamten Donbass inklusive der unter ukrainischer Kontrolle stehenden Gebiete zustimmen würde, könnte er es gar nicht ohne die Zustimmung der ukrainischen Bevölkerung.

          Und dann bleibt da die Kernfrage der Sicherheitsgarantien. Putin hat schon einmal eine ganz zentrale Zusage zur ukrainischen Souveränität gebrochen, das Budapester Memorandum, und das schon 2014 mit der Annexion der Krim und bisher lehnte Putin alle Vorschläge ab, welche Staaten sich hier verpflichten könnten.

          Erst jüngst gab es zaghafte Äußerungen von Putin, als er Altkanzler Schröder als möglichen Vermittler vorschlug. Und das steht in bemerkenswerter Koinzidenz mit wachsenden militärischen Erfolgen der Ukraine, mit Langstreckendrohnen vorwiegend strategische Ziele wie Ölraffinerien im russischen Hinterland zu attackieren und damit der Bevölkerung klar wird, es handelt sich nicht nur um eine Militäroperation in der Ukraine sondern um einen Krieg. Und der innenpolitische Druck auf Putin steigt, auch wegen sich dramatisch verschlechternder wirtschaftlicher Versorgungslage in Russland und immer Russen, die nicht mehr von der Front zurückkehren.

          Und just in diesem Moment haut Alice Weidel einen solchen Spruch raus, dass die Ukraine den russischen Bären doch nicht so reizen solle weil das auch gefährlich für Deutschland sei.

          Ich kann nur den Kopf schütteln ob solch einer Täter-Opfer-Umkehr sowie außen- und sicherheitspolitischer Inkompetenz, ausschließlich aus innen- und parteipolitischer Motivation heraus.

          • H.K.

            „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen !“

            Wir WISSEN doch nicht erst seit gestern, daß Kommunisten und Sozialisten ( und längst nicht nur die ) lügen, daß sich die Balken biegen.

            Selbstverständlich können wir, wie von CDU-Kiesewetter, immerhin ehemals Berufssoldat und OBERST, mehrfach gefordert und von niemandem aus der Regierung wieder eingefangen, „den Krieg nach Rußland tragen“.

            Wir können auch die Ukraine übermorgen in die EU aufnehmen und im Rahmen eines Beistandspaktes europäische, vor allem ohne Frage deutsche Soldaten in die Ukraine schicken.

            Wir können darauf hoffen, daß Putin enorm beeindruckt und verängstigt die Waffen streckt, alle Reparationszahlungen anerkennt und sich freiwillig in Den Haag in eine Zelle setzt.

            Wir müssen allerdings auch damit rechnen, daß er, wie von General a.D. Vad befürchtet, sein Gesicht nicht verlieren will, die Pranke hebt und zum äußersten, von allen möglichen Seiten als „undenkbar“ abgewiegelten ultimativen Schlag ausholt.

            Die Chancen stehen 50:50.

            Und daß ihm sein eigenes Volk egal ist, sehen wir jeden Tag auf den Schlachtfeldern. Seine eigenen Toten werden nicht nach Hause geholt und halbwegs ehren- und würdevoll bestattet, sondern in mobilen Krematorien „entsorgt“.

            Wer mit seinen eigenen Leuten so umgeht, von dem ist nicht zu erwarten, daß er seine Feinde besser behandelt oder sie ihm mehr wert sind.

            Und: Anders als der deutsche Kanzler gen Rußland sagte: „WIR sind BEREIT !!“ – wir sind es – aber nur mit dem Mund.

            Derzeit kann Deutschland militärisch so gut wie gar nichts.

          • Harald

            @ H.K.

            Man sieht an Ihnen, Putin erreicht genau das, was er will: Angst auslösen, auf dass alle mucken und sich alles gefallen lassen, dass er nur ja nicht den roten Knopf drückt.

            Falls Putin wirklich so wahnsinnig ist, wie Sie insinuieren, dann ist ihm und uns und den Russen eh nicht zu helfen. Letztere sterben dann als zweites, unmittelbar nach uns.

            Vielleicht bleiben wir aber mal dem viel näher liegenden. Margaret Thatcher formulierte es mal sehr treffend vor dem US-Kongress: „Mr. Speaker, wars are not caused by the build-up of weapons. They are caused when an aggressor believes he can achieve his objectives at an acceptable price.”

            Aktuell zeigt die Ukraine mit vergleichsweise bescheidenen aber hoch effizienten Mitteln, dass der Preis für Putin nicht mehr akzeptabel ist.

          • H.K.

            „Vorsicht ist keine Feigheit.

            Leichtsinn ist kein Mut“.

            Denken Sie mal drüber nach, wenn Sie mögen.

          • Harald

            @ H.K.

            Dann schlagen Sie doch mal vor: Was soll die Ukraine sonst machen?

          • H.K.

            Wir drehen uns ganz offensichtlich im Kreis, aber nicht jeder merkt es.

            Wenn die EU die Ukraine als „bevorzugten Kandidaten“ oder auch „Voll-Mitglied“ mit Beistandsgarantien aufnimmt, soll Herr Putin Angst bekommen und sich zurückziehen.

            Wenn Herr Putin, ein direkter Kriegsgegner, mit seinen Atomwaffen droht, sollen wir als bisher nicht direkte Kriegsteilnehmer aber keine Angst, nicht einmal Sorgen haben ??

            Eine solche Beistandsgarantie würde uns zwangsläufig zu Kriegsteilnehmern machen, wenn Herr Putin nicht umgehend kapitulieren und sich zurückziehen würde.

            Das mit dem „Face Losing“ haben wir hierzulande noch nicht so richtig begriffen.

            Wenn wir es begreifen, dürfte es schmerzhaft sein.

          • Harald

            @ H.K.

            Ich fragte, was die Ukraine Ihrer Meinung nach tun soll, nicht, was sie NICHT tun soll.

            Neuer Versuch…

          • Gerd Franken

            @Harald

            Es wäre für die Ukraine schon mal hilfreich, wenn die 325 000 wehrfähigen ukrainischen Männern, die hier „Grundsicherung“ abgreifen und in der Sonne liegen, wieder zurück in die Blutmühle ihres Landes zu holen.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            Aha, Danke!

            Demnach soll Ihrer Meinung nach die Ukraine weiter kämpfen.

            Sollen Ihrer Meinung nach diese Grundwehrpflichtigen dann auch Langstreckendrohnen steuern, um strategische Ziele im russischen Hinterland zu attackieren?

          • Gerd Franken

            „Demnach soll Ihrer Meinung nach die Ukraine weiter kämpfen.“

            @Harald

            Das lesen Sie daraus. Ist aber grundsätzlich von mir so nicht gedacht.
            Ich stelle fest, dass in unserem Land 325 000 wehrfähige ukrainische Männer keinen Bock auf den Krieg in ihrem Land haben und wir Deutsche das ebenfalls dulden und diese „Helden“ einfach durchfüttern.
            Für die Ukraine wäre es allerdings von Vorteil, dass die Kampfkraft dieser Männer nicht an einem Grillplatz in Deutschland verschwendet wird.

            „Sollen Ihrer Meinung nach diese Grundwehrpflichtigen dann auch Langstreckendrohnen steuern, um strategische Ziele im russischen Hinterland zu attackieren?“

            Nö, viel lieber wäre mir die würden einen Grundkurs in Diplomatie absolvieren. So wie ich das einschätze wollen die gar keine Langstreckendrohnen steuern, zumindest von Deutschland aus.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            „…einen Grundkurs in Diplomatie absolvieren.“

            Oh, das ist ja interessant. Empfehlen Sie dies Erdogan, Macron, Scholz, den Saudis, Trump, da Silva, Blinken, Sullivan, Wittkoff, Rubio, den Chinesen, etc. etc. etc.?

            Die alle haben schon versucht, mit Putin zu verhandeln.

          • H.K.

            @ Harald

            Entweder lesen Sie nicht, was ich geschrieben habe oder Sie verstehen es so, wie es Ihnen in den Krammpasst.

            WO bitte habe ich geschrieben, was die Ukraine NICHT tun soll ?

            WARUM bitte sollte es meine Aufgabe sein, der Ukraine mitzuteilen, was sie zu tun hätte ?

            Ich habe beschrieben, was passiert, wenn WIR DIES oder DAS tun.

            Ich rate dringend, entweder korrekt zu lesen oder, nein, besser UND mir nicht ständig Dinge in den Mund zu legen, die nicht von mir stammen !

          • Gerd Franken

            „Oh, das ist ja interessant.“

            @Harald

            Nö das ist nicht interessant. Interessant ist vielmehr, dass Sie in Ihrer Argumentation mit keiner Silbe auf die 325 000 ukrainischen Fahnenflüchtigen eingehen, die hier finanziert mit deutschen Steuergeldern ihre Eier schaukeln.
            Neuer Versuch……

          • H.K.

            „Interessant“ ist auch, daß in der Ukraine die Wehrpflicht für Männer zwischen 25 und 60 besteht.

            In Deutschland werden ( wieder ) 18-Jährige zumindest gemustert. Die Wehrpflicht für Reservisten galt vor wenigen Jahren bis zum 60. und wurde dann auf 65 angehoben. Jetzt wird eine Erhöhung auf 70 erwogen.

            Und WIR haben ( noch ) keinen Krieg …

          • Harald

            @ H.K. und Gerd Franken

            So langsam habe ihrer beider Faxen satt.

            Sie beide winden sich wie ein Aal um der Kernfrage drum rum, nämlich was die Ukraine machen soll, wenn unzählige Verhandlungen seit über 4 Jahren von verschiedensten Seiten nichts bringen, Putin auf seinen Maximalforderungen beharrt und die Ukraine jetzt sogar noch von einer führenden Politikerin aus Deutschland dafür kritisiert wird, dass sie offensichtlich recht erfolgreich strategische Ziele im russischen Hinterland ins Visier nehmen kann. So, wie es Putin umgekehrt seit über 4 Jahren in der Ukraine tut. Mit vorwiegend zivilen Zielen!

            Statt dessen zünden Sie eine Nebelkerze nach der anderen, was alles falsch wäre, wie wir als Westen und Deutschland der Ukraine beistünden, dass wir bei Sicherheitsgarantien dann Kriegspartei wären (zeigt ja, dass Sie einem Frieden seitens Putins selber nicht trauen), der große Bär den ultimativen Schlag auch gegen uns ausführen könnte und dass hier über 300.000 Fahnenflüchtige seien, die man „wieder zurück in die Blutmühle ihres Landes“ schicken solle.

            Dann haben Sie doch das Rückgrat und sagen offen, dass die Ukraine am besten kapitulieren und sich Putin unterwerfen solle.

            Solange Sie sich um diese Kernfrage rumdrücken, können Sie lange darauf warten, dass ich zu Ihren Nebelkerzen Stellung beziehe.

          • Klaus Kelle

            Die Wahrheit ist, dass es den genannten Herren scheißegal ist, wie viele Ukrainer krepieren

          • H.K.

            „ Solange Sie sich um diese Kernfrage rumdrücken, können Sie lange darauf warten, dass ich zu Ihren Nebelkerzen Stellung beziehe.“

            Dem ist nichts hinzuzufügen.

            Und: Falls es mit dem Verdauen nicht klappt: „Komm doch – mit auf den UNDERBERG !“

            🤗

          • H.K.

            „ Klaus Kelle
            24. Mai 2026
            Die Wahrheit ist, dass es den genannten Herren scheißegal ist, wie viele Ukrainer krepieren“

            Was SIE so alles wissen …

            Ääh: Wollten Sie nicht schon längst an der Front sein ?

            Mit der Waffe in der Hand oder mit dem Mund ?

          • Gerd Franken

            „Die Wahrheit ist, dass es den genannten Herren scheißegal ist, wie viele Ukrainer krepieren.“

            @Klaus Kelle

            Nein das ist nicht die Wahrheit.
            Die Wahrheit ist, dass es 325 000 ukrainischen Männern hier in Deutschland scheißegal ist, dass ihre Landsleute an der Front krepieren. Darüber wollen Sie bzw. Harald partout nicht reden, weil das allerdings meilenweit zum Himmel stinkt. Man stelle sich mal vor die Amis hätten im 2. Weltkrieg während der Kampfhandlungen einen mehrjährigen Urlaub an der Côte d’Azur geplant. Krass nicht wahr?
            Im übrigen sind mir die Ukrainer genauso wichtig oder unwichtig wie die Vietnamesen, die Afghanen, die Libyer, die Syrier, die Iraker und aktuell die Iraner, die an den Fronten krepieren oder krepiert sind. Die Amis, Chinesen und die Russen wissen genau warum sie die Zuständigkeit des IGH in den Haag nicht anerkennen. Das ist, wenn auch die bittere, Wahrheit.

          • Gerd Franken

            @Harald

            „So langsam habe ihrer beider Faxen satt.“

            Erinnern Sie sich bitte gelegentlich an Ihre eigenen Kommentare:
            „Ja, und das ist ja auch gut so, dass man unterschiedlicher Meinungen ist.“ Das dürfte nicht so schwer sein, war nämlich heute.

          • H.K.

            Die Unterstellung von Klaus Kelle ist genau so sinnhaft, wie wenn ich behaupten würde, es sei ihm völlig egal, wieviele Menschen z.B. im Sudan „krepieren“ – weil er dazu noch nicht einen Beitrag geschrieben hat.

            Oder gibt es dazu einen Artikel, der an mir vorbeigegangen wäre ?

          • Harald

            @ Gerd Franken & H.K.

            Mit Verlaub, aber Ihre Argumentation wird immer ärmlicher.

            Um die Beantwortung meiner Frage, was Ihrer Meinung nach die Ukraine und wir im Westen und Deutschland tun sollen, drücken Sie sich rum und rum und rum und bringen statt dessen ständig die 325.000 fahnenflüchtige Ukrainer und beschweren sich, dass ich mich nicht dazu äußere. Wieso sollte ich, wenn Sie meine Eingangsfrage nicht beantworten sondern mir statt dessen so einen Nebelkerze zum Beantworten vor die Füße schmeißen?

            Und wenn jemand der Meinung ist, man solle der Ukraine helfen, fordern Sie diesen auf, er soll doch selber an die Front und kämpfen. Darf sich nur derjenige ein Schnitzel am Pfingstwochenende auf den Grill legen, der das Schwein selber getötet, ausgenommen und zerlegt hat?

            Gepaart mit Whataboutism in Reinkultur: Krieg gab und gibt es ja auch im Irak, Afghanistan, Syrien, Vietnam, Sudan, im Iran, etc., also warum so viel Aufsehen um die Ukraine? Na wunderbar, damit lässt sich natürlich jeder neue Krieg rechtfertigen. Kleine Nachhilfe in Geographie: Die Ukraine liegt in Europa, grenzt direkt an die EU und schon 2014 gab es ein EU-Assoziierungsabkommen. Wenn das Haus Ihres Nachbarn brennt helfen sie dem bestimmt auch weitaus eher als wenn ein Haus am anderen Ende der Republik brennt.

            So, wie Sie argumentieren, muss ich aber befürchten, dass Ihnen selbst Ihr direkter Nachbar scheißegal ist und dessen Haus ruhig abbrennen kann. Und dass Sie darauf bauen, dass die Brandmauer (diesmal eine wahrhaftige) dem standhält.

          • Klaus Kelle

            Gepaart mit Whataboutism in Reinkultur

            Das ist genau das, was die AfD zum Prinzip erhoben hat und ihre Fans hier natürlich gerne aufgreifen

          • Gerd Franken

            „Na wunderbar, damit lässt sich natürlich jeder neue Krieg rechtfertigen.“

            @Harald

            Mal für Sie aufgebröselt: So wird (!) jeder neue Krieg gerechtfertigt. Wer Krieg führt hat ein spezielles Interesse. Die Russen in der Ukraine und die Amis im Iran. Gott weiß was uns da noch alles bevorsteht, denn nur Naivlinge glauben wirklich, dass unser Planet irgendwann mal kriegsfrei ist. Warum jetzt ausgerechnet der Ukrainekrieg die Mutter aller Kriege sein soll erschliesst sich einem Menschen mit Verstand nicht. Und nein, mir ist es nicht egal wenn bei meinem Nachbarn die Hütte brennt. Wenn allerdings der Brand auf mein Haus übergreift, muss ich bzw. die Feuerwehr handeln. Stichwort Riegelstellung.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            „Wenn allerdings der Brand auf mein Haus übergreift, muss ich bzw. die Feuerwehr handeln.“

            Tja, dann ist’s zu spät weil Ihre Hütte auch schon am brennen ist. Hätte sich vielleicht verhindern lassen, wenn Sie Ihrem Nachbarn beim Löschen geholfen und ihm Ihren Feuerlöscher gegeben hätten.

          • H.K.

            Das ist ja eine ganz schlaue Idee !

            Wer einen Feuerlöscher hat, gibt den einem entfernteren Nachbarn und steht, wenn es bei ihm selbst brennt, ohne da.

            Das erkläre man(n) mal den tagelang in Berlin vom „Stromausfall“ Betroffenen. DIE wissen, wie es ist,
            wenn alle Notstromaggregate „woanders“ sind.

            👍👍

            Wer derart tolle Ideen hat, sollte sich als Bundes-Krisenbeauftragter bewerben !

          • Harald

            @ H.K.

            Meinem Nachbarn, nicht „einem entfernteren…“.

            Herrje, das Schwarze sind die Buchstaben.

            Aber ich verstehe schon: Wenn Ihr Nachbar Hilfe braucht, heben Sie die Hände und sagen, er soll sich woanders Hilfe suchen.

            Bei einem entfernteren Nachbarn.

            Oder die Feuerwehr rufen.

            Halt irgendjemand anderen um Hilfe bitten.

            Nur nicht Sie.

            Willkommen in Deutschland im Jahre 2026.

          • H.K.

            Nun denn.

            Es entzieht sich meiner Kenntnis, was Sie während Ihres – hoffentlich stattgefundenen – Geographie-Unterrichts, auf Neudeutsch „Erdkunde“, so gemacht haben.

            Ich empfehle einen Blick auf die Landkarte.
            Auch da sind das Schwarze die Buchstaben, die – sorgfältig aneinandergereiht – den Namen des jeweiligen Landes bezeichnen.

            Und: falls es beim ersten Hinsehen nicht klappt: Nicht aufgeben ! Irgendwann klappt’s bestimmt – wie beim Lottospielen.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @Harald

            Es geht nicht darum, was Sie für richtig halten. Entscheidend wird sein, was der Wähler für richtig hält, denn der ist der Souverän.

            Es ist auch kein Argument, daß Verhandlungen nichts gebracht haben. Ohne erneute Versuche wird dieser Krieg ein Abnutzungskrieg, der auch Rußland nicht gefallen wird. Die Situation ändert sich fortlaufend, nicht nur an den Fronten sondern auch in den Köpfen der Menschen.
            Allerdings werden sich beide Seiten bewegen müssen, auch wenn das eine Täter-Opfer-Umkehr bedeutet.
            Kennen Sie das Sprichwort: Der Klügere gibt nach?

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Nein. Es geht nicht darum, was ich für richtig halte.

            Und nein ebenso: Entscheidend ist auch nicht, was der deutsche Wähler für richtig hält. Leider! Denn dann wäre Putin vor 4 Jahren schon wieder abgerückt.

            Verhandlungen laufen ja ständig weiter. Von verschiedenen Seiten, auf unterschiedlichen Ebenen. Und diese werden maßgeblich vom Kriegsverlauf beeinflusst. Und wenn just, da es der Ukraine gelingt, mit im Vergleich zu Russland sehr bescheidenen Mitteln strategisch kritische Ziele im russischen Hinterland mit Langstreckendrohnen ins Visier zu nehmen, Putin deswegen innenpolitisch massiv unter Druck gerät und jüngst erstaunlich neue Töne anschlägt, fällt die Co-Vorsitzende der größten Oppositionspartei in Deutschland der Ukraine in den Rücken, das sei gefährlich, auch für Deutschland und sie solle den „großen Bären“ nicht so reizen. Kein Wort von Frau Weidel, dass Putin dies seit über vier Jahren in der ganzen Ukraine mit vorwiegend zivilen Zielen tut. Gerade die Tage mit einer Hyperschallrakete und erneut vielen zivilen Opfern.

            Das ist dann etwas, wozu man sich als Deutscher äußern könnte, ja sollte.

            „Der Klügere gibt nach.“ Wollen Sie damit suggerieren, die Ukraine solle sich ergeben und sich den Forderungen Putins unterwerfen?

    • Harald Antworten

      @ Dieter Zorn

      Das ist kein Unsinn.

      Kann man nachlesen. Der Begriff geht auf Lucke, Henkel und Meuthen zurück.

      Das Problem: Nachdem diese einstigen AfD-Führungsköpfe geschasst wurden, haben sich die anderen Parteien dieser „Brandmauer“ angenommen, ohne diese genauer zu definieren.

      Und tappen immer wieder in die gleiche Falle, denn die Brandmauer macht die AfD nur stärker.

      Und kaum dass sich die Stimmen aus den anderen Parteien mehren, dass man das ändern müsse, ist es die AfD, die die Brandmauer weiter noch oben zieht, mit für andere Parteien völlig unnehmbaren Foderungen.

      Hier fallen mir nur zwei Gründe ein, warum die AfD dies tut.

      Entweder, sie strebt langfristig die absolute Mehrheit auch im Bund an.
      Oder, sie scheut sich vor Regierungsverantwortung, weil sie weiß, sie wird den hohen Ansprüchen und Erwartungen, die sie sie geweckt, nicht gerecht werden können.

  11. H.K. Antworten

    Auch noch wissenswert:

    „Günther macht Tor zur Linken weit auf“.

    Dazu ist in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ heute zu lesen:

    „ Berlin – Kritiker verspotten ihn als „Genosse Günther“: Jetzt hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (52) im TV-Talk bei „Maischberger“ das Tor der Union zur Linkspartei vor den Landtagswahlen im Osten erneut weit aufgestoßen. Auch das Verhältnis zu den Grünen versucht der CDU-Politiker zu verbessern. Kein Wunder: Günther regiert mit der Öko-Partei gemeinsam in Kiel.

    Günther: „Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen. Die AfD ist die deutlich größere Gefahr.“ Es gebe keine gleich große Distanz zu beiden Parteien. Deshalb müsse es eine Regierungsbildung ohne die AfD geben. „Und ich glaube, da haben wir auch in der CDU insgesamt mittlerweile einen neuen Blick drauf.“

    Politisch hat die Aussage Sprengpotenzial: Im September wählen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag – die AfD liegt in Umfragen jeweils mit Abstand vorn. Eine Regierung ohne die Rechtsaußen wäre jeweils nur mit den Linken möglich. Doch die CDU hat per Parteitagsbeschluss jede koalitionsähnliche Zusammenarbeit mit den Linksaußen ausgeschlossen.

    Günther hatte sich bereits mehrfach offen gegenüber der Linkspartei gezeigt. Für Aufsehen sorgte 2019 ein gemeinsames „Spiegel“-Interview mit Thüringens Ex-MP Bodo Ramelow, in dem Günther erklärte: „Die Zeit der Ausgrenzung ist vorbei.“

    Günther nimmt auch Robert Habeck in Schutz. Das „Bashing“ gegen den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister sei „maßlos übertrieben“ gewesen, sagt er. „Wir haben ihm in Schleswig-Holstein auch bei vielen Entscheidungen echt viel zu verdanken“. Er mache auch „keinen Hehl daraus, dass ich mit Robert Habeck als Wirtschaftsminister extrem gut zusammengearbeitet habe und er das professionell gemacht hat“.

    Mit Blick auf den Bundestagswahlkampf 2025 rechnet Günther mit der eigenen Partei ab. „Im Rückspiegel kenne ich eigentlich in der gesamten Unionsfamilie niemanden, der unsere Strategie im letzten Bundestagswahlkampf, die Grünen in Bausch und Bogen zu verdammen, noch für richtig hält“, sagte er bei „Maischberger“. Er glaube, „das empfindet jeder als Fehler“.“

    Quelle: Bild online, 21.05.2026, 13:14.

    Und wieder 1% mehr für die Schwefelpartei …

    • S v B Antworten

      Nach allem, was man von oder über Daniel Günther so hören, sehen und lesen konnte, gehört der Mann im Grunde nicht mehr in die CDU. Ein Spitzenpolitiker, der nicht davor zurückschreckt, mal eben ein Verbot(!) ihm unliebsamer Medien zu fordern, kann wohl nicht nur bei mir nichts mehr werden. – Ist in der gegenwärtigen Politik überhaupt noch auf irgendwen oder irgendwas Verlass? Es fällt gewiss nicht nur mir zunehmend schwer, auf diese simple Frage eine zufrieden stellende Antwort zu finden. Extrem enttäuschend und ganz besonders ärgerlich ist’s , dass selbst der für die Richtlinien der Politik verantwortliche Kanzler offenbar nichts dabei zu finden scheint, wenn er seiner vormals noch vertrauensvollen Wählerschaft nach Gutdünken ein lockeres April-April! nach dem anderen entgegen schmettert. – Das konnte – und kann auch zukünftig- nicht gutgehen.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      @H.K.

      Danke für den Themenwechsel. Die Beharkerei bei bestimmten Themen ist sehr unschön. Es gibt Teilnehmer, die andere Meinungen partout nicht stehen lassen können und ernsthaft glauben, sie hätten allein den Durchblick und müssten deshalb als Oberlehrer des Blogs auftreten.

      Günther allein würde schon genügen, um die CDU nicht zu wählen. Der Mann hat Ambitionen, die mich beunruhigen. Er hat auch Probleme mit der Wahrheit, leider ist er nicht der Einzige. Ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse.

  12. Zorn Dieter Antworten

    Eins und eins das macht zwei. Günther regiert ja mit den Grünen. Er selber ist grün gefärbt. Die MPs der CDU müssen einfach sehen, wie sie selber in ihrem Bundesland politisch überleben. Das heisst, so lange die Brandmauer existiert, müssen sie Mehrheiten links von der CDU organisieren. Da die SPD fast ausradiert ist, also mit der Linken oder mit den Grünen. Bisher war die Linke nur im Osten als potentieller Partner zugelassen, jetzt auch im Westen. Die Grünen müssen rehabilitiert werden, um sie als potentiellen Koalitionspartner aufzubauen. Das ist schlichte Parteien-Arithmetik. – Die Verzweiflung muss gross sein in der CDU. Da gilt der Satz: Zuerst kommt die Partei, dann das Land.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Das sehe ich noch spezieller:

      Merz: zuerst kommt das Bundeskanzleramt
      Günther: zuerst kommt mein Mandat als MP
      Abgeordnete/r: zuerst kommt mein Mandat als Abgeordnete/r im Bundestag

      Der Souverän, das Volk, wird noch nicht einmal als Stimmvieh akzeptiert.

    • S v B Antworten

      …und somit dürfte die Alt-Kanzlerin vielleicht doch noch erreichen, was ihr wohl schon von Anfang an vorschwebte. Bewundernswert, keine Frage. Steter Tropfen höhlt nun mal den Stein, und dass gut Ding Weile haben will, dürfte nicht nur uns, sondern auch Frau Merkel wohlbekannt sein. Laut Merkels eigener Aussage sollte die DDR nämlich keinesfalls zu einer zweiten Bundesrepublik werden.In der Retrospektive liegt es nahe, dass sie sich bemühen würde, den Spieß umzudrehen. Und wie es aussieht, hat sie dem Westen schon etliche Impulse zur Veränderung verliehen. Bis wann könnte Merkels Vision von einer „anderen“ Bundesrepublik wohl Realität geworden sein? Willige Assistenten auf dem Weg dorthin gäbe es gerade derzeit mehr als genug….

      • Zorn Dieter Antworten

        Es ist doch sonnenklar mit welcher Agenda Frau Merkel antrat. Da braucht es keine „Verschwörungstheorien“. Sie sagen den entscheidenden Satz: Aus der DDR sollte keine zweite Bundesrepublik werden. Natürlich hatte sie den Auftrag nicht von Mielke, lach. Dazu musste sie allerdings die größte konservative Kraft, die CDU/CSU „umdrehen“. Was sie im Wesentlichen geliefert hat ist: Eine von Links-Grün dominierte Republik. Und eine DDR 2.0.

        • H.K. Antworten

          Ein Volk, das seine eigenen Metzger ins Land holt, massenweise, sich abschlachten lässt und dann dem, der diese Messerer völlig bar jeglicher Kontrolle, ohne die Identitäten zu kennen, hereingerufen hat, auch noch einen Orden nach dem anderen an die abrupt zu tackern, kann nicht auch nur andeutungsweise gescheit sein.

          Aber schließlich unterscheiden „gescheit“ und „gescheitert“ gerade einmal drei Buchstaben …

          • H.K.

            Diese Autokorrektur …

            „einen Orden nach dem anderen an die Brust heftet“ muß es heißen…

  13. H.K. Antworten

    Off topic:

    Wer es nicht gesehen hat:

    Ich empfehle nachhaltig die Sendung „Lanz“ von gestern abend.

    Wer einmal erleben möchte, wie beim Thema Ukraine ein Oberst a.D. Kiesewetter und ein General a.D. Vad aufeinander losgehen, sollte diese Sendung gesehen haben …

    • S v B Antworten

      Herrje, warum hat der Tag nur magere 24 Stunden? Angesichts der gewaltigen Informationsflut könnten es meinetwegen gerne 48 sein. Und selbst dann würde es mir wohl kaum gelingen, wirklich umfassend informiert zu sein. Ich habe mich schon des öfteren gefragt, wie Sie dies bewerkstelligen? Nehmen Sie den Laptop mit ins Bett? Duschen Sie mit Laptop? Werden Sie von Ihrer Frau beim Kommentieren gefüttert? Schlafen Sie noch oder wachen Sie bloß? – Schon wieder halb eins, und ich hab‘ s noch nicht mal geschafft, woanders reinzuschauen… Bonne nuit!

      • H.K. Antworten

        Chacun à son gôut …

        Bonne nuit aussi à vous !

        Enchanté Madame …

        Hach, wie gesittet geht es doch heute wieder zu …

        ( Mein armer Französisch-Lehrer – hoffentlich liest der das nicht …. )

        „Kall, mei droppe !“

        ( Was sagt man(n) eigentlich auf Französisch „Friedrich Merz liefert“ ??

        Wer das bei Dr. Google eingibt, erhält folgende Antwort:

        „ Bundeskanzler Friedrich Merz überraschte die Öffentlichkeit im August 2025 bei einem offiziellen Besuch in Frankreich mit einer mehrminütigen, frei gehaltenen Rede auf Französisch. Bei dem Treffen mit Staatspräsident Emmanuel Macron in dessen Sommerresidenz Fort Brégançon verzichtete er beim gemeinsamen Pressestatement auf Deutsch und sprach stattdessen in der Landessprache des Gastgebers.“)

        Dumm nur, daß er inzwischen offensichtlich kein Deutsch mehr versteht – zumindest nicht die „Schon-länger-hier-lebenden-Deutsch-Sprechenden“ …

        Naja, man ( frau auch, es sowieso ) kann nicht alles haben …

  14. Gerd Franken Antworten

    Die (C)DU sägt eifrig am Ast auf dem sie sitzt. Die vorletzte Patrone ist eine Broschüre mit dem Titel „Abstieg für Deutschland“. Ich dachte erst etwas naiv das wäre die dringend nötige Selbstreflexion. Aber nee, die anderen sind schuld, bzw. „die da“ sind für das ganze Elend im Land verantwortlich. Die letzte Patrone dürfte ein von der CDU angestrebtes Verbotsverfahren gegen die AfD sein. Fröhliches Scheitern gewünscht.

    • H.K. Antworten

      Jeder in diesem Land weiß, daß eine Änderung der derzeitigen, mittlerweile über 10 Jahre herrschenden chaotischen Zustände weder mit der ehemals großen alten Arbeiterpartei noch mit den Grün*/-/:/_/•/Innen, denen es noch immer nicht „bunt“ genug“ ist, und erst recht mit der Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei nicht umzusetzen ist.

      JEDER weiß das. Es traut sich bislang nur kaum jemand, den rosa Elefanten im Raum auch zu nennen.

      Und wenn z.B. in Sachsen-Anhalt oder in Sachsen die CDU eine „Allparteien-Koalition“ gegen „die da“ eingeht oder womöglich tatsächlich ein Verbotsverfahren anstrengt, war es das mit „unserer Demokratie“ – für lange, sehr lange Zeit.

      Dann ist das letzte Fünkchen Vertrauen in „den Staat“ perdue.

      ( Gerade wurde gemeldet, daß der 30 Jahre alte Serbe, der den 93-jährigen Rentner in Köln zu Tode gefoltert hat, nicht nur „polizeibekannt“ war, sondern bereits ZWEIMAL ABGESCHOBEN wurde und trotzdem ( wieder ) im Lande ist. Fragt sich, mit wievielen Identitäten und auf wessen Kosten …

      Und wieder 1 % mehr für „die da“ – die anderen Parteien begreifen es ja nicht …

  15. H.K. Antworten

    Übrigens:

    Interessantes Video bei youtube:

    „ Constantin widerspricht CDU-Politiker Kieswetter.“

    Constantin Schreiber, der Lichtblick am Journalist*/-/:/_/•/Innenhimmel, im Gespräch mit Oberst a.D. Kiesewetter, der, der „den Krieg nach Rußland tragen“ will.

  16. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Constantin Schreiber ist einer der wenigen Journalisten, die erkannt haben, daß der Mainstream-Journalismus in die Irre führt.
    Bei NIUS sagt man am frühen Morgen: „Hier erfahren Sie morgens schon, was Ihnen am Abend verschwiegen wird.“

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