Die CDU möchte sich wieder in eine “große Koalition” mit der SPD retten, die übrigens in einer ganz frischen Umfrage bundesweit in der Wählergunst nur noch bei 19 Prozent liegt. Angesichts der heftigen Verluste von Union und SPD bei der Bundestagswahl Ende September ist kein erfolgversprechenderes Konjunkturprogramm für die AfD vorstellbar. Vielleicht auch für FDP und Linke.

Eine Große Koalition – das ist ganz nach dem Geschmack der CDU-Vorsitzenden und Kanzlerin auf Abruf. Sichere Mehrheit, kein Streit um Positionen, weil sich die Union nicht mehr für Politik interessiert. Das Programm heißt Angie! Wählt mich, dann könnt ihr alles haben. So war es schon bei den Koalitionsgesprächen mit den Sozis 2013. “Die haben uns damals total über den Tisch gezogen”, erinnerte sich ein Bundesvorstandsmitglied der CDU, den ich vor wenigen Tagen in Berlin auf einen Kaffee traf.

Eine Große Koalition – das bedeutet, dass nicht die SPD, sondern die AfD die Führung der Opposition im neuen Bundestag übernehmen wird. Die ersten drei Sitzungen haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, dass die rechtskonservative Partei vor hat, das genüßlich – und gekonnt – auszuspielen.

Macht nur so weiter im Adenauer-Haus. Eine Große Koalition wird den Frust in der Bevölkerung maximieren. 20 Prozent für die AfD und 15 für die Lberalen sind dann nächstes Mal locker drin. Ihr habt nichts kapiert. Wann zieht endlich einer die Reißleine und stoppt diese Laienspielschar, die sich anschickt, die Union weiter runterzuwirtschaften?

image_pdfimage_print

Dieser Artikel wurde 15 mal kommentiert

  1. Klaus Beck Antworten

    Ganz im Gegenteil: Es ist eben keine “Laienspielschar”, sondern eine professionelle Bande, der nicht nur die Vice Presidents und Secretaries, sondern auch die Members und Prospects mehr als 11 Minuten lang in voller psychohygienischer Konsistenz salutiert haben.
    Mitglied in einer solchen Bande zu sein und eine solche Bande auch noch mit Beiträgen zu unterstützen – das darf zurecht mit dem “Stockholm-Syndrom” assoziiert werden.

  2. Klaus B. Antworten

    Also mit “Laienspielschar” kann ich ja d´accord gehen, die weiteren Formulierungen finde ich unangemessen – unsere Regierung als Bande zu bezeichnen, ist nicht in Ordnung.

    • H.Urbahn Antworten

      Lieber Klaus. B.
      ich vermute, daß Herr Kelle hier nur den heiligen Ausgustinus in verkürzter Form zitiert hat, der gesagt hat, eine Regierung , die sich nicht an das Recht hält, ist nichts als eine Räuberbande. Wenn ich dann an die zahllosen Rechtsbrüche der vorigen Groko denke, ist diese Bezeichung durch aus angemessen.

      • UweEmm Antworten

        Ja Herr Urbahn.

        Vollkommen auch meine Meinung.
        Der bisherige durchwinkende “Kindergarten” zu Berlin bekommt nichts auf die Reihe.

        Abhelfen bei der. C. .kann, so er will, nur Friedrich Merz.

        Das Volk, somit wir, hat die Koepfe
        satt…

    • G. Willer Antworten

      Ist denn das Verhalten unserer Regierung etwa angemessen? Wer permanent Gesetze bricht, den Bürger, der jeden Tag arbeiten geht, Steuern zahlt und sich an die Gesetze hält, belügt und betrügt und ihn dann auch noch auf das übelste beschimpft, wenn er den Betrug durchschaut hat, der gehört auf keine Regierungs- sondern auf die Anklagebank.

  3. Norbert Lohbreyer Antworten

    Herr Kelle, wenn man sich klar macht, dass Angela Merkel die CDU völlig egal ist, dann wird alles verständlich.

  4. colorado 07 Antworten

    Nein, sie haben wirklich nichts kapiert! Sie denken nicht an morgen, sondern nur an die Macht. Die AfD braucht nicht viel zu tun, sie muss nur zu warten können.
    Sie sehen es völlig richtig, Herr Kelle.

  5. Alexander Droste Antworten

    Der Juso-Sprecher ist ja auch strikt gegen eine Koslition mit “den Arschlöchern von drr CDU”. Wörtliches Zitat. Merkwürdig eigentlich, wo doch die Merkelregierung bis auf ein Paar Ausnahmen rot-grüne Politik gemacht hat. Gerade die SPD müsste doch ganz besonders für ein Weiter so sein.
    Das mit der Bande trifft es eigentlich ganz gut, wenn man sich “Die Macher hinter den Kulissen” von Hermann Ploppa vor Augen hält. Für wen wird eigentlich Politik gemacht. Für uns doch nicht.

  6. W. Lerche Antworten

    Lieber Herr Kelle, emotional stimme ich Ihnen und auch Klaus Beck zu. Aber das ist zu kurz gedacht.
    Warum versuchen die Medien aktuell energisch, Frau Merkel den Posten zu sichern? Bisher kamen die Konservativen medial eher schlecht weg, wogegen Rot-Grün, neuerdings auch Linke geschönt wurden. Die neuerdings negative Berichterstattung zur SPD ist ungewöhnlich. – Jedoch nicht, wenn man folgendes bedenkt:

    Was bedeutet der Satz “Deutschland braucht eine stabile Regierung”? Dabei höre ich jedesmal die Kasse klingeln, nicht den Klingenbeutel!
    Bis dahin lässt sich denkend zusammenfassen: Merkel soll um jeden Preis Kanzlerin bleiben. Die Frage stellt sich, wer das verlangt und warum?
    Auf der Antworten-Seite finden wir die Herrn Macron, Junker und Größen des europäischen Bankensystems angeführt durch Herrn Draghi.
    Glauben Sie nicht? Folgende Logik:
    Politik ist kein Selbstzweck für Parteien oder Personen, sondern sie ist interessengeleitet und Mittel zum Zweck. Wessen Interessen und mit welchem Ziel erfahren wir aus Brüssel und Paris sowie starken Aufkommen neuer Player auf deutschem Markt mit riesen-großen Dollar/Euro-Noten in den Augen.
    Es geht a) um die Sicherung künftig steigenden Geldtransfers aus Deutschland heraus in ein EU-Finanzministerium, Schuldenschnitte, -teilung, … wo es als zusätzliches Spielgeld an der Börse auftauchen und die Kurse (Blasen) treiben wird.
    Es geht b) um Digitalisierung, z.B. autonomes Fahren und in weiterer Folge um die Beseitigung privaten Autobesitzes. Das private Geld/Kapital in der Garage soll weg. Dessen Entwertung läuft gerade. Ich meine damit eine weit stärkere Entwertung als nur der jährliche Wertverlust inkl. Inflation. Entwertung privaten Geldes überall: bei der Bank, Pkw, Altersvorsorge (und demnächst Immobilie?)! – Jedenfalls nimmt die Anzahl sog. “Experten” und “Institute” zu, die mit den Argumenten “Umwelt” und “E-Mobilität” darauf abzielen. Einige, z.B. Prof. Kahrst, verraten sich, wenn sie einerseits behaupten, zur Natur des Menschen gehöre das “Teilen” und nicht das “Besitzen” (Unsinn!!!), und andererseits die 3 Buchstaben LKW-Verkehr (Verdopplung in wenigen Jahren) blocken. Heute gegen Diesel, morgen gegen Benzin, übermorgen gegen das private E-Auto, weil es zu viele Ressourcen bindet (“seltene Erden” von Kindern aus der Erde gefördert…). Die Leute, also wir, sollen künftig digital vernetzt sharen, mieten, öffentlich und virtuell reisen. Das Geld in der Garage…hm, was mache ich also damit? Und später ohne Bargeld? Freiheit?

    Frau Merkel ist Garant dafür, dass a) und b) so kommen. Was dagegen sind schon CDU-Interssen?
    Die FDP dagegen möchte die Versandung unseres Geldes über Brüssel einschränken.
    Herr Schulz dagegen möchte ein Teil des Geldes für die “kleinen Leute” abzweigen.
    Ist es also Zufall, dass gezielt gegen Schulz, dessen Freund ich nicht bin, und gegen die FDP medial “gehetzt” wird? Daraus ließe sich sogar ableiten, dass die Medien nicht direkt von Parteien diktiert werden. Politik und Ideologien sind Mittel zum Zweck.
    Ich finde, dass passt alles genau zusammen, was ich o. g. kommentiere.

    Eine große Koalition oder von SPD geduldeter Minderheitsregierung wird uns, wird allen Leistungsträgern, sehr teuer zu stehen kommen.

  7. W. Lerche Antworten

    Die Berlin-Flüsterer (Focus-Beitrag)

    http://www.focus.de/finanzen/news/lobby-gruppen-welche-maechtigen-der-bundesregierung-ins-handwerk-pfuschen_id_7858552.html

    So wird in Berlin Musik gemacht! Wie primitiv dagegen sind mediale Nebelkerzen, die davon ablenken sollen, z.B die Frage an Herrn Lindner, ob er Frau Merkel nicht leiden könne.

    Täglich ist zu lesen “Die Grenzwerte der Luft”, “Pendler sollen von der Straße”, “Fahrverbote”,… ohne sicher sagen zu können, ob sich die Luftwerte ohne privaten Verkehr signifikant bessern.
    Wenn ich die vielen…vielen LKW auf Autobahnen sehe, denke ich: “Das ist krank!”. Sogar mit PKW wird es häufiger schwierig, einen freien Autobahnparplatz zu bekommen.
    Wer empfindet die zunehmende Anzahl LKW als störend? – Doch halt, umgekehrt wird ein Schuh draus. Wir mit unseren PKW stören die LKW!!!
    In wenigen Jahren wird sich der LKW-Verkehr verdoppeln. Verdoppeln!!!!
    Nicht nur wieviel Parkplätze brauchen sie dann, sondern wieviel Fahrspuren???
    Es genügt eine Grundrechenart, um auszurechen, wie viele Fahrspuren dann noch frei für Individualverkehr – für uns – sind. Früher als in 10 Jahren!

    Da ist doch der Trick aus Brüssel mit gesenkten Grenzwerten ein super Einstieg, dieses Problem zu lösen. Und niemand merkt es, niemand bemerkt wohin das führt. Übrigens sind Brüssels Grenzwerte für geschlossene Betriebsstätten, wo sich Menschen den ganzen Tag aufhalten, 70 Mal höher als für draußen, angeblich ohne gesundheitschädlich zu sein. Spätestens hier müssten eigentlich Journalisten nicht locker lassen. Aber die dürfen scheinbar nur, was sie dürfen.

    Das ist Merkel-Politik. Wie sagte Herr Rösler mal so ungefähr: “Sie erhöht die Temperatur langsam um 1 Grad. Der Frosch im Wasser merkt es nicht. So geschieht es weiter. Irgendwann bemerkt der Frosch das … zu spät”:

  8. S v B Antworten

    Tja, “hier unten” hat es auch eine ganze Weile gedauert, bis man Bob (Robert Mugabe) endlich einigermassen elegant losgeworden ist. Haben wir inzwischen gar schon zimbabwe’sche Verhaeltnisse? Merkel auf Lebenszeit? Diese Frau grinst sich durch die Welt und hat sich anscheinend vorgenommen,
    nicht nur das Klima, sondern auch diese zur Gaenze zu retten, waehrend ihr ihr eigentlicher Auftrag, naemlich sich primaer um deutsche Belange mit der geforderten Seriositaet und Glaubhaftigkeit einzusetzen, ihr schon seit einer ganzen Weile am Allerwertesten vorbeizugehen scheint. Unfassbar!

    Als ich gestern Abend im deutschen Staatsfernsehen sah, wie ausnehmend herzlich sie sich ausgerechnet einem Jacob Zuma (auf dem u. a. hunderte von teils sehr schweren Korruptionsvorwuerfen lasten!), zuwandte, traute ich meinen Augen nun wirklich nicht mehr. Die ausgewiesene Afrika-Expertin (hahaha) Angela Merkel hat ganz offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung. Ohnehin ist der Migrationsgipfel in Abidjan doch ein einziges Schauspiel. Wer mit den Verhaeltnissen auf diesem grandiosen Kontinent auch nur einigermassen vertraut ist – und solche Leute gibt es tatsaechlich – sieht alles sehr viel realistischer als die vielen wohlmeinenden Politikbastler, die vielen self-declared experts und NGO-Aktivisten, die aufgrund der in Teilen Europas grassierenden Gesinnungsethik oft voellig kontraproduktive Vorschlaege unterbreiten. Wie immer im Leben braucht es auch und gerade fuer eine wenigstens einigermassen angemessene Beurteilung der Verhaeltnisse in Afrika viele Jahre intensiver “Studien” und darueber hinaus vieler persoenlicher Erfahrungen, Und selbst danach ist man vor der einen oder anderen Ueberraschung alles andere als sicher.

    Schoenes Wochenende allerseits!

  9. Bina Bik Antworten

    Zu diesem Thema kann man eigentlich nur eines sagen..

    Der Staatsdinest muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, NICHT zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist..

    Ja ich weiß, der ist schon ein bißchen älter.. so rund 64 v.Chr. hat diesen Satz Marcus Tullius Cicero gesagt.

    Würde sich auch nur einer unserer werten Politiker auch nur mal daran erinnern, was es heißt Ein Diener des Staates zu sein,…..

  10. Ursula R. Antworten

    Noch mal 4 Jahre Merkel ist erschreckend, diese Frau wird sich nicht ändern und auch weiterhin ihre einsamen Entscheidungen treffen, zum Nachteil für die Deutsche Bevölkerung die sie ja schon bezeichnet, als Leute die hier schon länger leben. Diese machtgeile Frau gehört weg, ich würde dafür auch auf die Strasse gehen. Ihre Flüchtlingspolitik gehört mal legemitiert durch das Parlament, erst mal die 500.000 abschieben, dann kann man darüber nachdenken weitere ins Land zu lassen. Syrien ist doch frei vom IS, und die vielen jungen Männer werden gebraucht um das Land wieder aufzubauen.

  11. Frank Emath Antworten

    Wer es noch nicht verstanden hat,wo sich Deutschland gegenwärtig befindet, dem empfehle ich den Beitrag von A. Schunke auf der Achse des Guten: „Ein Kontermarsch durch die Institutionen ist fällig“. Die junge Dame verkörpert den Rest eines einmal bei uns existierenden JOURNALISMUS! Die Grünen haben 30 Jahre gebraucht um den Michel zu verblöden. Und der kapiert es immer noch nicht und er wird es auch nimmer kapieren, weil es ihm zu gut geht, um einfache Zusammenhänge wahrnehmen zu können, die seine Existenz und diejeninge seiner Nachkommen zu sichern. Herr Lindner, einer der wenigen Politiker, die ihr gesunden Menschenverstand noch einsetzen, hat das Schlimmste verhindert. Was nun kommen wird, wird vermutlich halb so schlimm werden, aber immerhin schlimm genug, um das Land rasant in den Abgrund zu führen.
    Eigentlich müssten wir hier alle still und ganz leise sein und uns dabei fragen, was wir eigentlich für eine Chance am 24.09. verpasst haben..
    Insofern hat K.K. recht, wenn er die Ansicht verbreitet, dass „das weiter so“ die AfD in absebarer Zeit so weit bringt, dass ohne sie nicht mehr regiert werden kann.
    Ich stelle mir schon lange nicht mehr die Frage, warum vor fast einem Jahrhundert ein Gastarbeiter aus dem Land mit dem weissen Adler auf weissem Hintergrund in diesem, unserem Land die Macht ergreifen konnte. Und bekanntlich soll sich ja die Geschichte wiederholen..

  12. S v B Antworten

    Mit seiner geradezu zerstoererischen Politik holt sich das kraeftig linksgruen angestrichene Deutschland geradezu begierig all diejenigen Probleme ins Haus, die man anderswo in der Welt nur allzu gerne los waere. Interessant zu beobachten, aber schlicht unfassbar, wenn das auch fuer die kommenden vier Jahre so weitergehen sollte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.