GASTSPIEL SUSANNE WENZEL: Doch kein ganz so schwarzer Tag für den Lebensschutz

Der gestrige Freitag begann für das Lebensrecht ziemlich schwarz. Heute wurde im Bundestag mit der Mehrheit der Regierung und der Linken gegen die Stimmen von CDU/CSU und AfD die Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen beschlossen.

Ich bin ehrlich erschüttert über den Stil der Abtreibungslobby in dieser Auseinandersetzung. Kaum eine der Abgeordneten aus den Reihen des links-grünen Parteienspektrums, die nicht davon sprach, das „heute ein guter Tag“ sei. Kaum eine von ihnen ist in der Lage, ihre Häme in der letzten Debatte vor der Abstimmung angesichts des sicheren bevorstehenden „Sieges“ zu verbergen. Offen wird gelacht darüber, dass man gleich triumphieren wird und immer wieder, geradezu kindisch-trotzig, wird die Formulierung vom „guten“ oder „schönen“ Tag benutzt. Als „fortschrittlich“ wird das aufgrund der derzeitigen Mehrheiten bereits feststehende Ergebnis gefeiert.

Die Auseinandersetzung um das Werbeverbot läuft seit mehreren Jahren und steuerte nun mit der Ampel-Koalition auf ihren Showdown zu. Und es gab auf dem Weg dorthin einige Geschmacklosigkeiten.

Da gab es ein widerliches Kurzvideo von FDP-Abgeordneten, augenscheinlich auf dem Weg zur Abstimmung, das mit Kopf-ab-Gesten gespickt war. Die Protagonisten des Filmchens sitzen unter anderem im Gesundheitsausschuss und im Familienausschuss, ferner waren die kulturpolitische und die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion daran beteiligt. Erwartet von diesen Leuten wirklich noch jemand fundierte Beiträge in familien- oder kulturpolitischen Belangen?

Dieselbe Frage kann man übrigens auch für die Abgeordneten der SPD stellen, die heute in einem ähnlichen Video große schwarze Würfel mit der Aufschrift §219a mit der Faust oder der Wucht ihres Körpers umwarfen zu Walzerklängen.

Man fragt sich ernsthaft, welchen Charakter man haben muss, um so etwas zu drehen.

Während der Debatte dankten etliche Rednerinnen der SPD und der Grünen den Abtreibungsärzten, die auf der Besuchertribüne die Debatte verfolgten, unter ihnen auch Kristina Hänel und Friedrich Stapf, für ihre jahrzehntelange Arbeit. Nachdem die Streichung des Werbeverbotes dann beschlossen war, standen die Fraktionen der SPD, der Grünen und der Linken sowie einige Abgeordnete der FDP auf und applaudierten auch noch in ihre Richtung. Man muss das einmal übersetzen: sie dankten und applaudierten diesen Ärzten für die Tötung von jährlich rund 100.000 ungeborenen Kindern. Das ist nicht nur geschmacklos. Es ist menschenverachtend. Auch gegenüber den Frauen, die Abtreibungen hinter sich haben, also den ehemaligen Klienten dieser Ärzte. Von denen hat ganz sicher kaum eine Freudentränen angesichts der durchgemachten Abtreibung vergossen.

Nach der Abstimmung hatten SPD und Grüne dann offenbar zu einem Empfang geladen, um die Abschaffung des Werbeverbotes zu feiern als einen Sieg für die „Rechte“ der Frau. Wohlgemerkt, die Abtreibungslobby reklamiert ein angebliches Frauenrecht darauf, einen unschuldigen Menschen zu töten. Wundert es wirklich, dass das Kind nie vorkommt in ihren Reden?

Doch es gab dann heute noch Nachrichten, die den Protagonisten der Kultur des Todes ihre Feier ordentlich verhagelt haben dürften. Der Supreme Court der USA hat heute entschieden, das Urteil im Fall „Roe vs. Wade“ zu revidieren und die Gesetzgebung zur Abtreibung wieder in die Hände der einzelnen Bundesstaaten zurückzugeben. Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika sehe kein Recht auf Abtreibung vor, so die Richter. Wir haben lange auf die Entscheidung gewartet und gebangt, ob sie wirklich so ausfällt, wie es Anfang Mai durchgesickert war. Zwischendurch gab es in den Reihen der Abtreibungslobby in den USA den Plan, einen der Richter des Obersten Gerichtshofes, Brett Kavanaugh, zu ermorden, damit US-Präsident Joe Biden dessen Posten mit einem liberalen Richter hätte nachbesetzen können, um das heutige Urteil zu verhindern. Während Linke, Grüne und SPD hier die Mär von „Gehsteigbelästigungen“ in die Welt setzen, fassen ihre Kampfgenossen in den USA schon Mordpläne. Aber niemand hier aus ihren Reihen verurteilt das. Auch das ist bezeichnend.

Mit dem Urteil Roe vs. Wade begann am 22. Januar 1973 das Drama der Abtreibung in den USA. Und vielleicht wurde gestern an diesem 24. Juni 2022, 49 Jahre später, mit dessen Revision auch das Ende eingeläutet. Am Ende also ein nicht ganz so schwarzer Tag für das Lebensrecht.

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Dieser Artikel wurde 20 mal kommentiert

  1. gerd Antworten

    Halten wir fest: Dieselbe Regierung die von einem guten Tag spricht, weil man für die Ermordung des ungeborenen Kindes nun endlich straffrei werben kann, dieselbe Regierung will schwere Waffen und den Frieden in die Ukraine bringen. Im eigenen Land die Kinder zum Abschuss freigeben und im fremden Land die Kinder schützen. Nun könnte man sagen, dass eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das ist mit Verlaub Bullshit! Wenn ein Vater seine eigenen Kinder umbringt und die des Nachbarn retten will, gehört er in eine geschlossene Anstalt, oder in den Knast.

    Das Urteil in den USA trägt eindeutig die Handschrift vom Ex-Präsidenten D. Trump. Das ist der Politiker, von dem hier geschrieben wird, dass die Welt eine bessere wäre, hätte es diesen Präsidenten nicht gegeben.

    • Alexander Droste Antworten

      Krieg = Postnatale Abtreibung staatlich organisiert.

      Pränatale Abtreibung und keine PETA in Sicht?

    • Gerd Rau Antworten

      Ich glaube, Sie vermengen Dinge die nicht zusammengehören. Unsere Meinung zum Thema Abtreibung ist identisch, allerdings bei den Waffenlieferungen in die Ukraine nicht. Die zögerliche Haltung Deutschlands hat im Ukrainekrieg bereits viele Menschenleben gekostet, auch Kinderleben. Ein kurzer Krieg kostet nun mal weniger Menschenleben als ein langer Krieg.

      • gerd Antworten

        Nun, der Krieg gegen das ungeborene Leben dauert beispielsweise in den USA schon seid 1973, weltweit fordert dieses Schlachtfeld jährlich 54 Millionen Todesopfer, ausschliesslich unschuldige (!) Kinder! Die Ukrainer beispielsweise, können sich zu Recht wehren, die ungeborenen Kinder können das nicht, sondern sind auf unsere Stimme angewiesen. Ob die zögerliche Haltung Deutschlands viele Menschenleben gefordert hat, ist nicht bewiesen. Die Opfer in diesem Krieg hat allein der Verursacher zu tragen, kein einziger Deutscher. Entgegen Ihrer Meinung ist es keine Vermengung von Tatsachen, sondern die Tötung des ungeborenen Lebens hängt stark mit der Tötung des geborenen Lebens zusammen. Wenn die Mutter ihr Kind töten lassen kann und dazu sogar ein Recht hat, dann kann jeder jeden töten. Diesen Zusammenhang gilt es zu erkennen.

  2. Freichrist343 Antworten

    Es ist ganz wunderbar, dass in den USA Abtreibungen verboten wurden. Allerdings machen viele Konservative den Fehler, Rüstung zu befürworten. Wir brauchen eine Politik gemäß Herbert Gruhl. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

  3. H.K. Antworten

    Was zu erwarten war:

    Zunächst streicht die „Zukunftskoalition“ den § 219a und alle jubeln.

    Alle ? Na zumindest die, die sich einerseits ( zu Recht ) empören, wenn es zu Kindesmißbrauch kommt, andererseits wie die Grün*/-/:/_/Innen aber nicht wirklich etwas gegen Sex mit Kindern haben und nun nur vom „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ reden, aber keine einzige Stimme für das ungeborene Leben, das schutzloseste und hilfsbedürftigste Wesen auf diesem Planeten, erheben.

    Als Nächstes haben diese „Gutmenschen“ nun – wie jeder, der nicht „auf der Brennsuppen dahergschwomma is“, anhand seiner drei Fingerchen ausrechnen konnte, den § 218 im Visier und wollen den komplett abschaffen bzw. jede Abtreibung straffrei stellen.

    Einerseits beklagen wir die demographische Entwicklung in Deutschland und fürchten um unser Rentensystem, sowie einen nicht mehr zu übersehenden Fachkräftemangel, andererseits dezimieren wir mit Anlauf und Hurra dieses Volk bis zur Unkenntlichkeit und holen unzählige Menschen aus völlig fremden Kulturkreisen in dieses Land, die sich einen Sch…dreck um unsere Regeln, Sitten, Gebräuche und vor allem unsere Gesetze kümmern.

    Messerstechereien sind in den Nachrichten an der Tagesordnung, mehrfach am Tag, eine 15-Jährige wird hier von zwei oder drei jugendlichen 13-/14-Jährigen mal eben kurz erstickt, eine 17-Jährige da von wem auch immer ermordet und verbrannt, eine 64-Jährige dort ermordet aufgefunden. Und täglich grüßt das Murmeltier – mehrfach.

    Hier geht einer mit dem Messer auf einen anderen los, da randalieren 100 Paselacken im Freibad, woanders schwingt einer die Machete und verletzt andere schwer.

    Da wird ein 14-Jähriger von vier „Männern“ mit Waffengewalt entführt, die „Männer“ werden kurz darauf jedoch festgenommen – und „durften nach freiwilliger Abgabe ihrer Personalien wieder gehen“.

    Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ berichte ausführlichst über die Kinder der Clanfamilien, die in unseren Schulklassen das Sagen haben.

    Ein Clanmitglied wird wegen Vergewaltigung vor Gericht gestellt, die „Geschädigte“ so eingeschüchtert, daß sie ihre Anzeige im Gericht widerruft – der angeklagte Clanmensch wird freigesprochen, bekommt für die Zeit der Untersuchungshaft „eine Entschädigung“ und verlässt „im Gucci-Anzug“ grinsend das Gericht.

    In Berlin wird die Villa dieses „Bushido“, der seit Jahren auf unsere Kosten unter Polizeischutz steht, versteigert und der 21-jährige Sohn eines Herrn Abou-Chaker blättert mal eben die geforderten 7,4 Mio Euro auf den Tisch des Gerichts.

    Von Kulturstaatsminister*/-/:/_/Innen, die mit Steuergeldern den Antisemitismus fördern und loben und Integrationsbeautragt*/-/:/_/Innen, die dieses Volk, das ihr üppiges Gehalt zahlen soll, als „Kartoffeln“ verunglimpfen, gar nicht zu reden.

    WAS IST IN DIESEM LAND LOS ???

    Kann hier bitte mal irgend jemand aufräumen, für Ordnung sorgen und dieses Land wieder „auf Spur“ bringen ???

    • H.K. Antworten

      Ich darf ergänzen:

      Heute morgen wird eine weitere kulturelle Bereicherung gemeldet:

      Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ berichtet

      „ Essen (NRW) – Ein prügelnder Mob zog am Samstagabend durch Essen-Altendorf. Ein Streit zwischen zwei arabischen Familienclans ist eskaliert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Mindestens ein Mann wurde schwer verletzt.
      Die Polizei zählte mehrere Hundert Beteiligte, die gegen 19.30 Uhr zwischen Helenenstraße, Altendorfer Straße und Siemensstraße aufeinander losgingen. Dabei wurde ein Essener (30) türkisch-syrischer Abstammung wohl durch eine Stichwaffe schwer am Hals verwundet. Er kam ins Krankenhaus.

      Die wilde Horde prügelte sich vor einem Café zum Teil mit Stühlen, Tischen und Stöcken. Tassen flogen. Messer wurden gezückt.

      Mehrere Notrufe erreichten die Polizei und die Feuerwehr Essen. Die sogenannte Landesalarm-Hundertschaft wurde mobilisiert, knapp 40 Streifenwagen aus Essen und umliegenden Städten sicherten den Bereich.

      Der Auslöser für die Massenschlägerei ist für die Polizei bislang noch völlig unklar. Nach ersten Ermittlungen und BILD-Informationen soll der Al Zein-Clan beteiligt gewesen sein.“

      Hey, endlich wird es „bunt“ in diesem Land !

      Das wird sicherlich DER Aufmacher heute abend im heute journal und den Tagesthemen.

      Da geht bestimmt noch was !

      Danke, „Mutti“ !!

      • Alexander Droste Antworten

        Wir können das ja so schlau machen wie bisher die Briten und im Gefolge die Amerikaner: Verkaufe an beide effektive Waffen. Dann metzeln sie sich gegenseitig. Am Ende, wenn noch ein paar übrig sind, komme man als der Schlichter und Erlöser mit Wohltätigkeiten.

        • H.K. Antworten

          Waffen an die Clanfamilien liefern ??

          Das fehlte gerade noch.

          Ich fand den Vorschlag, sie einfach gewähren zu lassen, bis sie genug haben und dann die Reste von der Polizei einsammeln zu lassen, interessant.

          Völlig unverständlich, daß unsere Polizei den Kopf für dieses Pack hinhalten muß.

          Und wir bezahlen die Kosten für solche Einsätze.

  4. gerd Antworten

    „WAS IST IN DIESEM LAND LOS ???“

    Wir bringen unsere eigenen Kinder um. Das ist in diesem Land los. Nach über 50 Jahren gewissenlosen Mordens in der gesamten Welt, ist der Frieden, über den wir nicht nur im Ukraine-Krieg reden, nur noch eine Metapher aus längst vergangenen Zeiten. Mutter Teresa hat es auf den Punkt gebracht: „Der größte Feind des Friedens in der Welt ist die Tötung des ungeborenen Lebens.“
    Die Früchte dieses satanischen Treibens, kommen nun offen ans Tageslicht. Verrückte Politiker, enthemmte Gewalt auf offener Strasse, Verfolgung von Christen weltweit. Zerstörte Kirchen in den USA, Sprengstoffanschläge auf Kirchen und Morddrohungen gegen Pro-Life Richter. Wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt hilft nur noch die Barmherzigkeit unseres Gottes.

    • H.K. Antworten

      Steigende Abtreibungszahlen, immer mehr LGBTQIKLMXY oder wie die heißen und die Dezimierung von Völkern durch Kriege müßte doch genau im Sinne derer sein, die ständig die „Übervölkerung der Erde“ beklagen.

      Ein Schelm, der denkt, es könnte ein Plan dahinterstecken.

      Sorry: eine „Schelm*/-/:/_/In“ sollte es selbstverständlich heißen …

  5. Angelika Antworten

    Egal wie man zur Abtreibung steht, 2 allgemeine Punkte:
    Zum Einen zeigt der Oberste Gerichtshof in den USA wie das Bundesverfassungsgericht in der BRD bzw der EuGH, dass die Justiz keine unabhängige dritte Gewalt ist. Sondern die Parteien (bzw. der Präsident) setzen Richter ein und die urteilen dann entsprechend.
    Zum anderen: Die Konservativen in den USA versuchen seit über 40 Jahren den Obersten Gerichtshof in den USA in ihrem Sinne zu verändern. Reagan hat es nicht geschafft. George Bush nicht. Der sehr christliche George W. Bush ebenfalls nicht. Nur der prollige, alles andere als christliche Trump hat es geschafft. Weil er sein Ding durchzog, ganz egal, was der Mainstream über ihn verbreitete.

    • gerd Antworten

      „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist.“
      Ernst-Wolfgang Böckenförde

      Das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gehört eindeutig auch zu einem säkularisierten Staat, (Strafgesetzbuch) in dem Gott mehr oder weniger aus der Verfassung verschwunden ist. Der Verfasser, Gott selbst, erschließt in diesem Buch die Zehn Gebote in ihrer vollen, das ganze Leben des Menschen umfassende Bedeutung – zur Hilfe in den Geschehnissen unseres Erdenlebens und darüber hinaus für unser ganzes Sein, über den irdischen Tod hinaus, als zuverlässige Richtschnur für unser ganzes Leben. Eine Richter der sich über dieses Gebot hinwegsetzt handelt Gottlos und somit auch menschenfeindlich.

  6. Günther M. Antworten

    Frau Wenzel zeigt sich zu recht erschüttert über Stil und Charakter der Befürworter.
    Eventuell geben Buchtitel wie – ‚Warum Kinder zu Tyrannen werden‘, ‚Generation Doof‘, ‚Die infantile Gesellschaft‘, eine Erklärung.

    Sie führt dann weiter aus
    Der Oberste Gerichtshof der USA habe entschieden, die Gesetzgebung zur Abtreibung wieder in die Hände der einzelnen Bundesstaaten zurückzugeben.

    Lese gerade – in Arkansas, Kentucky und Louisiana sind Abtreibungen nun nicht mehr erlaubt, – auch nicht nach einer Vergewaltigung?
    Das wäre allerdings ein bösartiger Akt durch diese Bundesstaaten.

    • gerd Antworten

      Warum sollte eine Vergewaltigung (bösartiger Akt) den Mord (bösartiger Akt) an das dadurch entstandene Kind rechtfertigen? Wo wären wir denn, wenn jedes Verbrechen mit einem neuen Verbrechen beantwortet wird?

      • Günther M. Antworten

        @gerd
        Zitat gerd: „Ich bin übrigens in erster Linie kein Christ, sondern Katholik. Römisch-Katholisch versteht sich. Nicht Deutsch-National! Gott behüte mich vor solchen Christen“.

        Für eine Vergewaltigung und im Falle einer Gefahr für die Gesundheit der Mutter muß es Ausnahmen geben; denn die Folgen tragen ausschließlich die betroffenen Frauen und nicht irgendwelche Moralapostel.
        (Günther M. – Abtreibungskritiker und gegen Fegefeuerphilosophien resistender Agnostiker)

        Nun Herr Katholik, Römisch-Katholisch versteht sich.
        Welche „Lösung“ wäre in den Fällen von Vergewaltigung richtig, angemessen, optimal?

        Sela

        • gerd Antworten

          „Nun Herr Katholik, Römisch-Katholisch versteht sich.
          Welche „Lösung“ wäre in den Fällen von Vergewaltigung richtig, angemessen, optimal?“

          Es ist nicht optimal, einen ungeborenen Menschen zu ermorden. So viel Übereinstimmung sollte schon sein.

          „denn die Folgen tragen ausschließlich die betroffenen Frauen und nicht irgendwelche Moralapostel.“

          Ach so, das Kind spielt bei Günter M. gar keine Rolle mehr in seinen Überlegungen, sondern nur die betroffenen Frauen. Diese „Moral“ kenne ich zur Genüge. Im übrigen werden in Deutschland nur etwa 3,8 % der getöteten Kinder aufgrund medizinischer Indikation aus dem Körper der Frau abgesaugt. Vergewaltigungen tauchen in dieser Statistik überhaupt nicht auf. Die übrigen 96,2% haben natürlich kein „moralisches“ Problem damit die Tötung ihres Kindes in Auftrag zu geben.

          Jetzt lasse ich noch den Katholiban raushängen mein lieber Günter M:

          „Die unveräußerlichen Rechte der Person müssen von der bürgerlichen Gesellschaft und von der staatlichen Macht anerkannt und geachtet werden: Diese Rechte des Menschen hängen weder von den einzelnen (!) Individuen noch von den Eltern(!) ab und stellen auch nicht ein Zugeständnis der Gesellschaft und des Staates dar. Sie gehören zur menschlichen Natur und wurzeln in der Person kraft des Schöpfungsaktes, aus dem sie ihren Ursprung genommen hat. Unter diese fundamentalen Rechte muß man in diesem Zusammenhang zählen: das Recht auf Leben und auf leibliche Unversehrtheit jedes menschlichen Wesens vom Augenblick der Empfängnis an bis zum Tod“

          Oder das hier:

          „In dem Augenblick, in dem ein positives Gesetz eine Kategorie von Menschen des Schutzes beraubt, den die bürgerliche Gesetzgebung ihnen gewähren muß, leugnet der Staat die Gleichheit aller vor dem Gesetz. Wenn die Staatsmacht sich nicht in den Dienst der Rechte jedes Bürgers stellt, und in besonderer Weise dessen, der am schwächsten ist, dann werden die Grundmauern des Rechtsstaates untergraben …“

          Mit den „am schwächsten“ ist das unschuldige wehrlose ungeborene Leben gemeitn. Jetzt müssen Sie es nur noch verstehen, werter Günter M.

          • Günther M.

            Au weh Gevatter gerd,
            zwar wortreich retouniert Herr „Katholiban“, aber leider fehlen die Quellenangaben über jene Passagen mit denen Sie Ihr Elaborat ausgeschmückt haben, wie z.B. Christliches Forum, kath. net, Kathpedia und weitere. Zur Erinnerung – abkupfern = setzen 6

            gerds Selbstanalyse…
            (1) „Ich bin übrigens in erster Linie kein Christ, sondern Katholik. Römisch-Katholisch versteht sich. Nicht Deutsch-National! Gott behüte mich vor solchen Christen“.

            Zu (1) So etwas zu kommentieren ist vergeudete Lebenszeit.

            gerds Empörungsklaviatur…
            (2) „Ach so, das Kind spielt bei Günter M. gar keine Rolle mehr in seinen Überlegungen, sondern nur die betroffenen Frauen. Diese „Moral“ kenne ich zur Genüge“…..

            Zu (2) Diese „Moral“ des Ehemannes, Vaters und Großvaters Günther M. zu einer Vergewaltigung lautet – die Sorge hat ausschließlich der betroffenen Frau zu gelten und der eliminierung der durch einen Verbrecher ev. befruchteten Eizelle, dies entscheidet allerdings allein die Betroffene und kein anmaßender …… ; und eine säkulare Gesetzgebung handelt im höchsten Maße verantwortungsvoll indem sie diesem Umstand Rechnung trägt.

            Tja Herr gerd, jetzt heißt’s tapfer sein und nicht zu ventilieren …

            In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich unter Strafe gestellt.Ausnahmen ermöglichen aber in drei Fällen eine straffreie Abtreibung

            1.)Die Schwangere nimmt an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teil und hält drei Tage Bedenkzeit ein. Dann ist ein legaler Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche möglich.

            2.)Wenn die Schwangerschaft die Folge einer Sexualstraftat ist, darf ebenfalls bis zur 12. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vorgenommen werden.

            3.)Wenn wegen Komplikationen die Gesundheit einer Schwangeren ernsthaft in Gefahr ist, dann kann der Abbruch bis zum Ende der Schwangerschaft vorgenommen werden.

            Eigene Anmerkungen:
            Zu 1. „Lifestyleabtreibungen“ & Kostenübernahme durch Krankenkassen – keine Zustimmung.

            Zu 2.&3. Der Wille der Frau hat absolute Priorität – volle Zustimmung!

            Jetzt müssen Sie Realitäten nur noch akzeptieren lernen.

            Psalmende Herr „Katholiban“

          • gerd

            „So etwas zu kommentieren ist vergeudete Lebenszeit.“

            Dafür haben Sie immerhin 2 Tage gebraucht. Chapeau! Werfen Sie ihr Leben doch nicht so einfach weg……

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