Leihmutterschaft: Die Empörung über Jens Spahn (CDU) kocht immer höher – stehen wohlhabende Politiker über dem Gesetz?
Die Empörung über den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn, der gemeinsam mit seinem Ehemann Daniel Funke am Mittwoch bekannt gegeben hatte, sie seien „Eltern“ geworden, ebbt nicht ab.
Eine sogenannte Leihmutter in den USA hatte das Baby für das prominente gleichgeschlechtliche Paar ausgetragen und zur Welt gebracht.
Gelten für die, die es sich leisten können und/oder die prominent sind und politischen Einfluss haben, andere Regeln als für die einfachen, normalen Bürger?
Denn „Leihmutterschaft“ ist aus guten Gründen in Deutschland verboten. Weil es die Kommerzialisierung des menschlichen Körpers bedeutet, wie wir das aus illegalem Organhandel oder im Grunde von der Prostitution auch kennen. Es macht Menschen und ihre Körper zu einer Ware.
„Es sollte im Jahre 2026 doch absoluter Konsens sein, dass Frauen sich nicht gegen Geld hergeben müssen, damit sich eine kleine, wohlhabende Gruppe selbstverwirklichen kann“, schreibt heute Morgen ein Freund von mir auf Facebook, und ich stimme ihm zu 100 Prozent zu.
Jens Spahn und vorher der CDU-Politiker und Suchtbeauftragte der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck haben sich – entgegen der Gesetzes- und Beschlusslage in Deutschland und ihrer eigenen Partei – etwas in Deutschland Verbotenes herausgenommen – einfach, weil sie es sich leisten können.
Und das, dazu muss man kein Prophet sein, wird die Politikverdrossenheit weiter anheizen und wird weitere Menschen von der Union wegtreiben. Zumal in Berlin glaubhaft erzählt wird, dass Jens Spahn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor der Veröffentlichung über den möglicherweise heraufziehenden Sturm informiert und dieser gratuliert habe.
In (a)sozialen Netzwerken wird neben der Doppelmoral Reicher auch die Homosexualität von Spahn und Streeck herausgestellt, was ich für höchst abstoßend halte.
Denn Leihmutterschaft ist kein „Homo-Thema“
Es ist ein Thema von Ethik und Moral. Auch heterosexuelle Paare, die sich ihren Kinderwunsch auf natürliche Art nicht erfüllen können, suchen sich Leihmütter im Ausland, die für materiellen Gegenwert ein Kind mit dem Sperma des männlichen Partners austragen. Und weil sich das alles in einer Grauzone bewegt, ist es schwer, das Thema konkret zu fassen. Experten und Lobbyisten schätzen, dass in Deutschland alljährlich mehrere hundert Kinder durch internationale Leihmütter geboren werden (Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren).
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Nach deutschem Recht (§ 1591 BGB) ist immer die Frau die rechtliche Mutter, die das Kind geboren hat. Wunscheltern müssen die Kinder oft über Umwege (wie eine Stiefkindadoption oder Vaterschaftsanerkennung) im deutschen System registrieren. Ein zentrales Register für den Weg über eine Leihmutter gibt es dabei nicht.
Agenturen vermitteln weltweit in Länder mit schwammigen Gesetzen, darunter auch bestimmte Bundesstaaten der USA (wie Kalifornien), nach Georgien, in die Ukraine oder neuerdings auch vermehrt nach Südamerika.
In den Resten der einst christlich-werteorientierten CDU kocht die Empörung über Jens Spahn besonders hoch.
Der habe sich „komplett unglaubwürdig gemacht“ und bewiesen, dass George Orwell in seinem Roman „Animal Farm“ recht hatte, als er schrieb: „All animals are equal, but some animals are more equal than others.“ Das heißt: „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere.“ Orwell wollte auf heuchlerische Ideologien wie den Sozialismus hinweisen, die trotz Versprechen auf Gleichheit privilegierte Klassen schaffen, die tun und lassen können, was sie wollen.
Inzwischen mehren sich auch in der Union die Stimmen, die Spahn einen Rücktritt nahelegen, der noch vor Jahren selbst führend dazu beigetragen hat, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten wurde. Tritt er nicht selbst zurück, so seine Kritiker, sollte die Bundestagsfraktion ihn als ihren Chef abwählen.
So äußerte sich Marion Rosin, Vorsitzende der Thüringer Frauen Union, gegenüber Funke-Medien, dass Leihmutterschaft in Deutschland aus guten ethischen Gründen verboten ist. „Wer dieses Verbot durch eine Auslandslösung umgeht, setzt sich über den Geist des deutschen Gesetzes hinweg.“ Und: Wenn die Glaubwürdigkeit eines Spitzenpolitikers verloren gehe, „ist Rücktritt eine Frage der Konsequenz“, so Rosin.
Besonders deutlich äußerte sich auch Hubert Hüppe, langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter und jetzt Chef der einflussreichen „Senioren-Union“. Gegenüber dem Magazin „Focus“ sagte Hüppe, den ich persönlich für einen der ehrlichsten, anständigsten und glaubwürdigsten CDU-Politiker der vergangenen Jahrzehnte halte: „Die Union war immer eindeutig dagegen, Frauen und Kinder zu einer Ware zu machen. Es sei nicht gut, wenn sich Politiker mit Macht und Geld darüber hinwegsetzen.“ Hüppe bekannte, er sei von der Nachricht über Spahns Elternschaft „persönlich geschockt“ gewesen.
„Ich kann den Kinderwunsch verstehen. Aber man hat von Politikern, von unseren Volksvertretern, etwas anderes zu erwarten“, sagte Sean Zielinski, Vorsitzender der Jugendorganisation des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels. Und weiter: „Spahn kann schlecht seine Handlungen als Privatmensch und Vater von der politischen Debatte trennen.“
Die CDU in Hilchenbach (NRW) schrieb auf Instagram: „Wer als führender CDU-Politiker an einem Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland festhält, selbst aber den Weg über das Ausland nutzt, schafft einen Widerspruch, der viele Mitglieder und Wähler irritiert.“
Und so weiter und so weiter …
Spahn war von 2018 bis 2021 Bundesgesundheitsminister. Im Jahr 2020 antwortete sein Ministerium auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, dass eine Änderung in der damals laufenden Legislaturperiode nicht geplant sei – und erklärte, die Ratio der Regelung liege „primär in der Wahrung des Kindeswohls“. Und im Jahr 2015 hatte das Magazin „GQ“ Spahn, damals gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, mit den Worten zitiert: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden. Zu akzeptieren, dass ich nicht auf natürlichem Weg Vater werde, verlangt ein großes Maß an Demut. Ob ich das aufbringen kann, weiß ich nicht.“
Nun wissen wir es alle…



„Stehen wohlhabende Politiker über dem Gesetz?“ Ja. Vor allem höhlen sie auch das nationale Recht aus. Ein anderes Abtreibungsrecht im Ausland, ein anderes Steuerrecht, (ein bestimmtes EU-Migrationsrecht, das das deutsche dominiert) … man darf Wetten abschließen, wann die Leihmutterschaft auch in Deutschland erlaubt wird.
Dieser Fall umfasst zwei Elemente.
Zunächst die Leihmutterschaft. Ich könnte mir Bedingungen vorstellen, die die ethisch-moralischen Bedenken ausreichend adressieren, vielleicht sogar positiv. Regelt man das hierzulande sauber unter Ausschluss kommerzieller Anreize, würden weitaus weniger Paare, die es sich leisten können, ins Ausland gehen und dort mit viel Geld die Nachfrage nach kommerzieller Leihmutterschaft anheizen.
Leider sind es oft Konservative, die nur bis zur Ländergrenze denken. Wir kennen es von der Organspende. Anstatt endlich die Widerspruchslösung sowie die verpflichtende Stammzelltypisierung für alle einzuführen (mit Widerspruchslösung für den seltenen Fall, dass tatsächlich ein Brief von der DKMS eintrifft), hält man an starren Lösungen hierzulande fest, die Betroffene, so sie es sich leisten können, dann ins Ausland treiben um dort den globalen kommerziellen Organhandel und Stammzelltourismus zu befeuern.
Das zweite Element heißt Jens Spahn. Er hat sich in der Vergangenheit und als Bundesgesundheitsminister vehement gegen jegliche Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen, einschließlich des von Karl Lauterbach und der früheren Ampel-Kommission diskutierten Konzepts einer „altruistischen“, also nicht-kommerziellen Leihmutterschaft.
Und jetzt das! „Jens Spahn leitet grundsätzlich aus seinem Privatleben keine politischen Forderungen ab.“ Das ist rhetorisch genauso brillant wie es in höchstem Maße doppelmoralisch und verwerflich ist.
Damit hat Jens Spahn für mich und viele andere jedwede Glaubwürdigkeit verloren! Dass er freiwillig den Fraktionsvorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion niederlegt, wage ich dennoch zu bezweifeln.
Die ethisch-moralischen Bedenken bei einer Leihmutterschaft sollten nicht nur für die betroffene Frau gelten, die für andere ein Kind austrägt, sie gelten auch für das bestellte Kind denken. Die Trennung von der Mutter bedeutet für das Kind einen Verlust, der unbewußt das ganze Leben bestimmen kann.
Olivia Maurel: Wo bist du, Mama? Eine Biographie
Leihmutterschaft ist auch ohne Bezahlung unethisch. Eltern, die keine Kinder bekommen können, oder gleichgeschlechtliche Paare haben kein Recht, sich auf diesem Weg ein Kind zu bescheren. Es gibt kein Recht auf ein Kind.
Video auf Youtube von Bischof Oster: Ware gegen Würde
https://www.youtube.com/watch?v=Iwbdh2HPsGY
Die Möglichkeit einer verpflichtenden Stammzellspende und die Widerspruchslösung zur Organspende verletzen die Grundrechte des Bürgers und sind in Bausch und Bogen abzulehnen.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Die Trennung Neugeborener von der leiblichen Mutter ist für die allermeisten überhaupt kein Problem. Jährlich finden alleine in Deutschland rd. 4000 Adoptionen statt. Warum ausgerechnet Olivia Maurel glaubt da ein persönliches Trauma erfahren zu haben, sollte sie mit ihrem Psychologen besprechen. Sehr erfolgreich vermarktet hat sie es ja schon.
Ich bin nicht für die verpflichtende Stammzellspende sondern nur für die verpflichtende Typisierung. Ablehnen, wenn der Brief von der DKMS kommt, kann und soll man nach wie vor dürfen, ebenso die Organspende post-mortem. Aber eben per Widerspruch. Beides, damit man sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Wer von schwangeren Frauen zurecht verlangt, vor einer möglichen Abtreibung eines ungeborenen Lebens ein Beratungsgespräch zu führen, sollte die gleiche Auseinandersetzung von allen Bürgern verlangen wenn es darum geht, bereits geborene Leben zu retten.
Dies verletzt die Grundrechte des Bürgers mitnichten sondern ist ein Gebot christlicher Nächstenliebe.
„ Die Trennung Neugeborener von der leiblichen Mutter ist für die allermeisten überhaupt kein Problem. Jährlich finden alleine in Deutschland rd. 4000 Adoptionen statt.“
Ah ja ? Selbst bei Welpen macht man(n) das nicht sofort.
Und was hat das Eine mit dem Anderen zu tun ?
Finden alle Adoptionen unmittelbar nach der Geburt statt ???
Sie scheinen ein echter Experte zu sein …
@ Harald
Eine Diskussion über die Tragweite einer Trennung von Neugeborenen von ihrer Mutter werde ich mit Ihnen nicht führen. Ihre flapsige Äußerung über eine Betroffene zeigt, daß Sie völlig empathielos über Ihre Mitmenschen urteilen.
Ihre Ansichten über die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie die Verfügung über den eigenen Körper empfinde ich als mehr als übergriffig und erschreckend. Kein weiterer Kommentar.
Liebe Frau Dr. Königs-Albrecht, danke für Ihre angemessene Einordnung von Haralds Kommentar. Ich schließe mich Ihnen Meinung gerne an.
Übrigens wurde ich sofort nach meiner Geburt für drei Monate völlig von meiner Mutter getrennt, da sie sich während der Geburt durch eine verseuchte Blutkonserve mit Typhus infiziert hatte. Nur soviel: dieser besondere Umstand wirkte sich tatsächlich und für beide Seiten spürbar auf unser Verhältnis zueinander aus. Dass dem damals so war, habe ich ziemlich spät im Leben erfahren. Danach erst wurde mir klar, warum zwischen meiner Mutter und mir nicht ein ebenso enges Verhältnis wie zwischen ihr und meinen Geschwistern bestand.Mein bescheidener Beitrag zum Thema Trennung eines Neugeborenen von seiner Mutter… Dass ich mit einer seltenen Glückshaube zur Welt gekommen war, hat später im Leben wohl einiges wettgemacht. 😉
Liebe S v B,
danke für Ihr persönliches Zeugnis zur besonderen Bindung zwischen Mutter und Kind.
Mir ist erst vor kurzem klar geworden, daß wir die besondere Nähe, die zwischen der Mutter und dem Neugeborenen besteht, viel zu wenig auf dem Schirm haben.
Daß die inzwischen übliche frühe Betreuung von Babys durch Tagesmütter oder in Kitas für die Entwicklung der Kinder kontraproduktiv ist, wird dagegen schon länger diskutiert. Die Kinder- und Jugendtherapeutin Christa Meves wurde nicht müde, ihre Erkenntnisse zu diesem Thema publik zu machen. Aber die politisch gewollte möglichst durchgehende Berufstätigkeit der Frauen, oft auch feministische Ziele und die finanziellen Zwänge haben sich leider gegen das Kindeswohl durchsetzen können.
Frauen und besonders Mütter sind heute deutlich mehr belastet als vor Jahrzehnten, ganz besonders, wenn sie alleinerziehend sind.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Es waren Sie, die despektierlich und pauschal empathielos den Stab über tausende Adoptivkinder und ihre nicht leiblichen Adoptiveltern brachen indem Sie suggerieren, diesen Kindern drohe das gleiche Schicksal wie Olivia Maurel. Sie steht zurecht in der Kritik, ihre eigenen individuellen psychischen Probleme wie Depressionen und Suchterkrankungen monokausal an ihrem Leihmutterschaftsursprung festzumachen, dies zu instrumentalisieren in dem sie das verallgemeinert. Das widerspricht nicht nur der empirischen Forschung (es gibt kaum einen Bereich, der pädagogisch-psychologisch so eng begleitet und untersucht wird wie Adoptionen) sondern ist psychologisch höchst umstritten. Maurel selbst legt in ihrem Buch die weitaus naheliegenderen Gründe für ihr Trauma dar, nämlich dass ihre Adoptiveltern ihre Herkunft über viele Jahre versuchten zu verschleiern. Daher auch der Titel ihres Bestsellers. Mal ganz abgehen davon, dass jährlich alleine in Deutschland Hunderttausende an Depressionen erkranken und Suchtprobleme entwickeln, ohne aus Adoptivfamilien zu stammen.
Gerade die Adoptionsfreigabe Neugeborener gilt als vorteilhaft gegenüber einer späteren Adoption, weil kein bewusster Beziehungsabbruch stattfindet und Adoptiveltern das primäre Bindungsfenster nutzen können. Das möglichst frühe Aufwachsen in einer liebevollen, fürsorglichen und vertrauensvollen Familie ist weitaus relevanter für das Kindeswohl als der biologische Ursprung.
Ich habe aller größten Respekt vor Frauen, die die vielleicht schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen und ihr Kind unmittelbar nach Entbindung auf Grund eigener sehr prekärer Lebensumstände zur Adoption freigegeben. Bezeichnend, dass die Sorge vor einer Trennung Neugeborener von ihrer leiblichen Mutter im Kontext der Abtreibungsdiskussion nie zur Sprache kommt, wenn die oft gleichen Stimmen Abtreibung kategorisch ablehnen und statt dessen fordern, die Mutter solle das Kind austragen und unmittelbar nach der Entbindung zur Adoption freigeben.
Eine ähnliche Doppelmoral sehe ich auch im Kontext der Verfügung über den eigenen Körper. Man selbst nimmt das für sich absolut in Anspruch, selbst post-mortem, ist strikt gegen eine lebensrettende Organ- oder Stammzellspende, ja sogar gegen die Widerspruchslösung, verfügt aber gleichzeitig über den Körper anderer indem man sie zwingt, vor einem möglichen Schwangerschaftsabbruch eine Beratung aufzusuchen (was ich für richtig halte!) und ihnen hierzulande untersagt, Leihmutter zu werden, auch wenn diese altruistisch wäre. Die Angst vor Missbrauch wird selbst missbraucht fürs Nichtstun, wohl wissend, dass man damit die kommerzielle Leihmutterschaft im Ausland, wo diese erlaubt ist, anfeuert. Auch in Ländern, in denen diese nicht sauber geregelt ist. Hauptsache, man wäscht sich hierzulande die Hände in Unschuld.
Der nun alles andere als linkspolitisch verdächtige Anwalt Dr. Ralf Höcker hat auf X in einem 12-Punkte-Plädoyer die häufigsten Argumente gegen Leihmutterschaft, sogar die kommerzielle, prägnant entkräftet. Auch er verweist darauf, dass es laut aktueller Forschung keine Hinweise auf generelle Nachteile von Leihmütterkindern gibt sondern stabile familiäre Verhältnisse entscheidend sind. Und dem Argument, Leihmütter würden zum Objekt degradiert stellt er die Selbstbestimmung erwachsener Frauen über ihren eigenen Körper entgegen.
Bei ethisch kontroversen und sehr sensiblen Fragen gibt es kein Schwarz-Weiß, keine ultimative Wahrheit, Moral oder Ethik. Sonst gäbe es diese Fragen nicht.
Entsprechend behutsam sollte man argumentieren.
Es geht nicht um Adoption, es geht um Leihmutterschaft.
@ Harald
Damit das ganz klar ist, über Adoptionen habe ich mich nicht geäußert. Das ist ein völlig anderes Thema.
Es geht hier nur um die Leihmutterschaft und ihre Bedeutung für die Leihmutter und das von ihr geborene Kind.
Dazu: Die Tagespost Kommentar von Sina Harter um „5 vor 12“
Vielen Dank, Herr Spahn!
„Leihmutterschaft ist eine unmenschliche Praxis. Gut, dass die aktuelle Debatte dem Geschäft mit dem Kinderwunsch breite Aufmerksamkeit verschafft.“
Was irgendwelche Anwälte oder Juristen dazu konstruieren, interessiert mich nicht. Die Debatte erinnert mich an die Causa Brosius-Gersdorf.
In Italien können übrigens Eltern, die mit einem Kind aus Leihmutterschaft nach Hause zurückkommen, zur Anklage gebracht und verurteilt werden.
Meine Stellungnahme zu obligatorischen Eingriffen in das Recht auf meinen Körper habe ich ausführlich dargestellt.
Die Würde des Menschen verbietet es dem Staat, diese Grundrechte einzuschränken. Bestätigt wurde diese Haltung nach den schrecklichen Nürnberger Gesetzen durch den Nürnberger Kodex.
Entscheidend ist immer meine Einwilligung und niemand hat das Recht, diese Einwilligung zu erzwingen, auch nicht durch subtile Schuldzuweisungen.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Nein! Adoption ist kein völlig anderes Thema. Sie ist inhärenter Bestandteil einer Leihmutterschaft und wer diese u.a. deswegen kritisiert, weil Kinder und Neugeborenen angeblich ein Trauma erfahren, wenn sie nicht bei ihrer leiblichen Mutter aufwachsen, dann gilt diese grundsätzliche Kritik auch in Bezug auf Adoptionen. Hier einen Unterschied zu konstruieren, ist Willkür, um die eigene Argumentation nicht angreifbar zu machen.
Ihre Auslassung zu obligatorischen Eingriffen (diese habe ich nie gefordert!) in das Grundrecht auf Ihren Körper habe ich verstanden. Wenn Ihrer Meinung nach die Würde des Menschen es dem Staat verbietet, diese Grundrechte einzuschränken, letztlich immer Ihre Einwilligung und Selbstbestimmung entscheidend sein muss und niemand das Recht hat, diese Entscheidung zu beeinflussen, auch nicht durch „subtile Schuldzuweisungen“, dann müssten Sie konsequenterweise dieses Recht auch Schwangeren zugestehen. Und überhaupt jeder Frau, mit ihrem Körper das zu machen, was sie will. Leihmutterschaft inklusive.
Man kann in Bezug auf Abtreibung, Organspende auf Widerspruch oder Leihmutterschaft verschiedener Meinung sein. Aber, für sich selbst ein absolutes Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper reklamieren, dieses Recht aber anderen absprechen, weil es einen selber generell nicht oder nicht mehr tangiert, ist verlogen.
Ich möcht hier was zu Adoption einbringen.
Diese Parallelziehung zur Leihmutterschaft ist haarsträubend.
Die Behauptung die Trennung von Neugeborenen von der Mutter sei überhaupt kein Problem ist hanebüchen.
Adoption geschieht aus einer Notsituation. Das ist etwas völlig anderes als das lukrative Geschäft der Leihmutterschaft.
Es ist immer noch besser eine Mutter gibt ihr Kind zur Adoption frei, statt es im Mutterleib töten zu lassen.
Aber was das in Frau und Kind bewirkt, können wir Aussenstehende doch gar nicht beurteilen.
und dass es in Deutschland jährlich 4000 Adoptionen gibt, belegt überhaupt nicht, dass das ganz problemlos sei. Denn: es geschieht aus Not, und dann nimmt man halt möglicherweise Nachteile in Kauf, wenn die Alternative noch viel schlimmer ist.
Es gibt eine Regelung dass die Mutter ,die ihr Kind zur Adoption freigibt, innerhalb einer bestimmten Frist, sich umentscheiden dass sie das Kind doch behalten will.
Das zeigt doch allein schon dass die Trennung nicht so unproblematisch ist. ich kenne ein Ehepaar, die hatten ein Adoptivkind bekommen, und die Mutter wollte es wieder zurück.
Diese Möglichkeit hätte eine Leihmutter gar nicht, denn sie stünde vor einem Berg von Schulden.
Adoption ist übrigens für die Kinder da, damit sie in einer Familie aufwachsen können.
Sie ist nicht, ein Mittel zu Beschaffung eines Kindes.
@ Harald
Keine weitere Diskussion mit Ihnen bedeutet nicht, daß mich eins Ihrer Argumente überzeugt hätte.
Eine Erweiterung der Auseinandersetzung um das Thema Adoption halte ich für sinnlos. Ich konzentriere mich hier nur auf die Leihmutterschaft und dazu ist alles gesagt.
Es ist nicht das erste Mal, daß wir auf verschiedenen Seiten stehen.
Eine Fortsetzung bedeutet Zeitverschwendung.
@ Steve Acker
Mit der Notsituation haben Sie natürlich einen Punkt. Und auch habe ich nicht behauptet, dass Adoptionen überhaupt kein Problem seien.
Am entscheidendsten – generell, bei Adoptiv- wie natürlichen Kindern – sind stabile und fürsorgliche Familienverhältnisse. Manchmal wünschte ich mir, natürliche Eltern würden genauso genau unter die Lupe genommen und eng begleitet wie Adoptiveltern. Wie man so schön sagt: Für’s Autofahren braucht’s einen Führerschein, für’s Kinder zeugen nicht. Aber das führt jetzt zu weit.
Um Ihre „Notsituation“ aber mal weiter durch zu deklinieren: Wäre ein ungeborenes Kind besser als eines ohne Not sondern „vorsätzlich“ für eine Adoption gezeugtes?
„Wäre ein ungeborenes Kind besser als eines ohne Not sondern „vorsätzlich“ für eine Adoption gezeugtes?“
Ein vorsätzlich zur Adoption gezeugtes Kind ist verzweckt worden. Es ist wie eine Ware behandelt worden, weil der Käufer diese Ware besitzen will.
Dieses Vorgehen ist nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar. Es widerspricht dem göttlichen Willen und bedeutet eine schwere Schuld.
Dazu gibt es eine Stellungnahme von Bischof Oster aus Passau.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
„Ein vorsätzlich zur Adoption gezeugtes Kind ist verzweckt worden…
Dieses Vorgehen ist nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar. Es widerspricht dem göttlichen Willen und bedeutet eine schwere Schuld.“
Dann sagen Sie es doch! Dass laut Ihrer und Bischof Osters christlicher Überzeugung dieses Kind nicht hätte gezeugt und geboren werden dürfen und dieser Mensch besser nicht leben sollte. Weil das wäre die Konsequenz.
Sonderlich „christlich“ klingt das nicht.
Wobei es eh irrelevant ist. Wir leben in einem säkularen Staat. Kirchen werden bei Gesetzesinitiativen gehört aber sie entscheiden letztlich nicht darüber. Und das ist auch gut so!
Mit diesem von einer Leihmutter ausgetragenen Kind sind etliche weitere Embryonen erzeugt worden. Falls kein weiterer Bedarf besteht oder sich Mehrlinge gebildet haben, werden diese Embryonen entsorgt.
Adoptionskinder haben oft massive Probleme, wenn sie älter werden. Das gilt in erhöhtem Maß für Kinder aus Leihmutterschaften. Wer das abstreitet, hat sich nicht mit dem Problem befasst.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
Auf dieses Problem der befruchteten Eizellen nach IVF/ICSI habe ich ja selbst schon weiter unten hingewiesen. Wäre das ein Grund gegen Leihmutterschaft, spräche das in der Tat für eine saubere Regelung der altruistischen Leihmutterschaft hierzulande und parallel dazu ein Verbot von Leihmutterschaft im Ausland.
Denn anders als in vielen anderen Ländern, gerade den USA, verlangt das sehr strenge deutsche Embryonenschutzgesetz (ESchG) die Befruchtung und ggf. Kryokonservierung nur bis zum Vorkernstadium. Das heißt, mütterliche und väterliche Gene haben sich noch nicht verschmolzen. Biologisch und rechtlich ist diese Vorkerneizelle noch kein Embryo. In den USA verfährt man anders. Dort werden ungenutzte Zellen standardmäßig bis zum Blastozystenstadium kultiviert und dann als biologische Embryonen eingefroren.
Und woher Sie Ihre Aussage haben, dass vor allem Kinder aus Leihmutterschaften oft massive Probleme haben, wenn sie älter werden, weiß ich nicht. Die wahrscheinlich umfassendste Langzeitstudie hierzu von der Cambridge Universität, die 65 Familien mit Kindern aus Leihmutterschaften und anderen assistierten Schwangerschaften bis zu deren 20. Lebensjahr eng verfolgten und begleiteten konnte keine Unterschiede zu rd. 50 normal gezeugten Kindern feststellen, die parallel dazu begleitet wurden. Golombok S et al., „A Longitudinal Study of Families Formed Through Third-Party Assisted Reproduction: Mother–Child Relationships and Child Adjustment From Infancy to Adulthood“, Developmental Psychology 2023.
Wer das abstreitet, hat sich nur oberflächlich mit der Fragestellung befasst. Zum Beispiel über einen Bestseller einer einzelnen Betroffenen, die ihre sehr bedauerlichen eigenen, individuellen Probleme monokausal an ihrer Herkunft aus einer Leihmutterschaft dingfest macht.
Manchen ( den allermeisten ? ) Politikern fehlt völlig jegliches Fingerspitzengefühl dafür, was „legal“ und was „legitim“ ist.
Bei Jens Spahn trifft das offenbar immer und immer wieder zu.
Bereits bei seiner Spendengala zu Coronazeiten hat er vorsätzlich und wissentlich gegen gleich mehrere rote Linien verstoßen.
Bei seiner Berliner Villa für eine handvoll Millionen ( woher die wohl stammen ? ), die er sich angesichts seines Wahlkreises Münster gekauft hatte, erntete er bereits eine Welle der Entrüstung.
Nun brüstet er sich, ein Gesetz „einfach mal umgangen“ zu haben, nach dem Motto „ICH darf das, alle anderen nicht“.
Es wundert mich, daß nicht bereits bei Hendrik Streeck kein Shitstorm losgebrochen ist und daß dessen Chef, Kanzler Merz, weder seinerzeit noch jetzt eine klare Reißleine zieht.
„Wir hier oben – und ihr da unten“ – deutlicher kann man Politikverdrossenheit nicht betreiben.
Die Wähler werden all das nicht vergessen.
Für mich ist das Verhalten von Herrn Spahn in dieser Sache schlicht Heuchlerisch.
Anderen politisch Wasser predigen, selbst köstlichen Wein trinken scheint seine Devise zu sein.
Ob er damit durchkommt? Hängt ganz vom öffentlichen Druck ab. Ich hoffe nicht, dass er damit durchkommt, bin aber pessimistisch. Die politischen Selbstreinigungskräfte sind nicht mehr die, die sie mal waren.
Tja.
„Früher“ ( … ) da trat man ( frau auch, es sowieso ) zurück, wenn man bei irgend etwas Verwerflichem erwischt wurde.
Heute ist und bleibt man Fraktionsvorsitzender, Thüringer Ministerpräsident …
Leihmutterschaft ist in den USA erlaubt!
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen!
Warum soll ein Deutscher in den USA nicht die dortige Gesetzeslage nutzen?
Ob er nun Friseur, Bauer, Lehrer oder Politiker in Deutschland ist, spielt keine Rolle!
Schwacher Versuch der Relativierung.
Spahn hat schlicht Mist gebaut; mehr ist dazu nicht zu sagen!
Blutrache ist in Afghanistan erlaubt. Warum sollte der Vater eines hier getöteten Mädchens nicht die dortige Gesetzeslage nutzen?
Ach so. Die Afghanen hier im Land, berufen sich sogar drauf.
Es gibt weltweit etwa 60 Länder bei denen gelebte Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird…….
@ Felix Becker
Ich könnte mir eine gesetzlich sauber geregelte altruistische Leihmutterschaft ohne kommerzielle Anreize auch hierzulande vorstellen.
Der Punkt ist: Selbst eine solch ethisch-moralisch weitaus weniger kontroverse Regelung hat Jens Spahn stets vehement abgelehnt. Sich privat jetzt darüber hinwegzusetzen und per kommerzieller Leihmutterschaft ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren ist in höchstem Maße doppelmoralisch. Spahns Glaubwürdigkeit ist damit dahin.
Unwiederbringlich.
Konstrukte um jeden Preis. Tut mir leid, aber schon Ihr „gesetzlich sauber geregelt“ stößt mir in einem solchen Zusammenhang bitter auf, werter Harald. Und dieser bittere Geschmack ist für mich auch mit angeblichem, ja selbst „echtem“ Altruismus nicht zu versüßen. – Darf’s vielleicht sonst noch was sein?
Dieser Kommentar sollte an Harald gehen. Sorry, falsch platziert.
Nee, richtig… muss wohl am Wetter liegen.
Die Todesstrafe ist in den USA und vielen anderen Staaten ein Mittel um zu strafen. Wieso soll ich das denn dann nicht auch nutzen können. Ein Mörder der hier – weil nicht schuldfähig – frei kommt und z.B. in die USA umsiedelt, könnte ich dann dort auf den elektrischen Stuhl bringen? Schwanz oder Kopf ab für Vergewaltiger – durch aus üblich in diversen Staaten. Warten bis so einer sich in solch einem Staat aufhält und dann Strafanzeige.
Warum sollte ich solche Möglichkeiten nicht nutzen?
altes Chinesisches Sprichwort:
„Der Wegweiser geht doch auch nicht den Weg, den er weist!“
Deutschland ist ein Feudalstaat (allerdings gemildert durch öffentliche Schlamperei).
Das mit dem Feudalstaat steht bereits im Grundgesetz: Gemäß Art. 33 Abs. 5 Grundgesetz (GG) ist das Recht des öffentlichen Dienstes „unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des (Anm.: Deutschen / Preussischen) Berufsbeamtentums zu regeln und fortzuentwickeln.“
Unser politischer Hochadel (Streek, jetzt Spahn, aber auch Andere) bestimmen, was die Untertanen bei uns zu tun und zu lassen haben. Für sie selber gilt das aber nicht. Sie machen das, worauf sie gerade Lust haben. Auch wenn es das genaue Gegenteil von dem ist, was sie gerade für die Underdogs verfügt haben.
Und wer waren denn die Leute, die ihre „hergebrachten“ Rechte 1949 so clever ins Grundgesetz ‚rübergerettet haben? Was haben die noch vor ein paar Jahren zuvor gemacht? Únd sie gehen weiter auf Staatskosten („Beihilfe“) privat zum Arzt, kriegen ohne Wartezeit sofort ihren Termin, zahlen keine Sozialabgaben und kriegen eine Pension, von der der Untertan nachts nur in Farbe träumen kann und und und so weiter.
Ich hör jetzt auf, sonst schlaf ich wieder drei Nächte nicht.
B. Minzenmay
Massarosa (It.)
18.7. 19:00 Uhr
Ich lese gerade die Schlagzeilen:
Einen Rest Anstand hat er ja, der Herr Spahn. Aber was ist jetzt noch mit dem obersten Repräsentanten der CDU und unserer Regierung? Fand der den Vorstoss seines Fraktionsvorsitzenden nicht ganz toll und hat ihm dazu auch noch herzlich gratuliert?
Aber das mit dem Anstand ist halt immer so eine Sache …
Was heißt hier er hätte noch einen Rest Anstand nur weil er unter Druck den Löffel zurück gibt. Er gehört vor Gericht wegen Menschenhandels. Das Kind sollte ihm genommen werden und einer normalen Familie zur Adoption, Pflege oder zurück an die Mutter und die gesamten Kosten diesem Typen aufs Auge drücken.
Ich muß auch sagen:
Was hat es mit „Anstand“, selbst, wenn es such nur um einen „Rest“ handeln sollte, zu tun, wenn die beiden Parteivorsitzenden einen zum Rücktritt AUFFORDERN, dem dann auch nachzukommen ?
Wäre er selbst auf diese Idee gekommen, hätte es das Sechs-Augen-Gespräch in Berlin nicht gebraucht.
Anständig wäre es gewesen, den Kanzler und die Parteimitglieder vor seiner erneuten Wahl zu informieren.
Das Vorgehen von Spahn war hinterlistig und ein Affront für Friedrich Merz, dem seine Performance, vor der Sommerpause endlich einige gelungene Aktionen zu präsentieren, zunichte gemacht wurde.
Merz sieht in der Person von J. Spahn derzeit keinen Anlass für Änderungen und kündigt weitere Beratungen im Präsidium der CDU Deutschlands an. (Quelle: Bild)
Ein Glück, dass mein Abendessen bescheidener als sonst ausfiel. So eine Tastatur lässt sich nur schwer reinigen.
Soll er ruhig noch acht Wochen Amt bleiben. Füllt das Sommerloch.
Als meine Mutter vor gut drei Jahren starb – wir hatten nicht das leichteste Verhältnis gehabt – hatte ich das Gefühl, dass etwas in mir reisst, das immer da war. Trotz Übergewicht, schöne Grüsse an Harald, wuff wuff, bin ich gerannt. Und wenn sich mir jemand in den Weg gestellt hätte, hätte er Pech gehabt. Ich kam zur rechten Zeit.- Was für eine Hybris, einen Neugeborenen der Mama wegzureissen. Abartiger Egoismus.. Nun jedoch ist es geschehen, alles Gute für den kleinen Georg und alle seine Eltern.
Der lukrative Leihmüttermarkt war zu Beginn des Ukrainekriegs ein großes Thema. Die schwangeren ukrainischen Leihmütter und die westlichen Babybesteller hatten richtig Stress. Vertrag erfüllen und im Krieg bleiben oder Flucht schwanger ins Ausland und Vertrag futsch. Der Kölner Promianwalt Hocker hat 3 Leihmutter-Kinder. Ronaldo ist auch ein prominenter Vertreter. Michael Jackson, Dr, Streeck und jetzt Herr Spahn. Frau Kelle hat sich vor einigen Monaten hierzu mit Dr. Höcker deftig bei NIUS gezofft. Daß Spahn parteipolitisch gegen die Leihmütterschaft eintrat, sich selbst aber privat darüber hinwegsetzt, ist wirklich heftig. An Rücktritt denkt er sicher nicht, aber vielleicht an Papa II-Erziehungsurlaub?
Er sollte Baby-Urlaub einreichen. Das Kind braucht in den ersten Jahren eine feste Bezugsperson. Mama kommt nicht in Frage, also sollte es ein Papa tun.
Ich frage mich, was für eine Kindheit dem kleinen Georg bevorsteht.
Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Mutter die erste Station.
Noch dazu sind beide Männer berufstätig, Spahn hat – falls er Minister bleibt – einen äußerst stressigen Beruf. In der Politik gibt es keinen Feierabend und keinen Sonntag. Die Familienministerin Kristina Schröder hat vor Jahren ihr Amt aufgegeben, weil es nicht mit der Mutterrolle kompatibel war.
Ein kanadisches Männerpaar hat vergangene Woche eine Zivilklage vor dem Ontario Supreme Court (Oberster Gerichtshof von Ontario) gegen seine Leihmutter eingereicht. Die Frau hatte sich geweigert, die Schwangerschaft abzubrechen, nachdem Ärzte beim Fötus eine Lippenspalte und einen möglichen Herzfehler diagnostiziert hatten. (Quelle: Facebook)
Ich lass das mal unkommentiert so stehen.
@ Gerd Franken
Ein weiteres Beispiel dafür, dass social media alles sind, vor allem Stimmungsmache in egal welche Richtung, aber keine seriöse Informationsquelle.
Das Kind wurde geboren, ist heute 2 Jahre alt. Das Paar stimmte der Fortsetzung der Schwangerschaft zu, nachdem Folgeuntersuchungen zeigten, dass die Lippenspalte klein ist und der Herzfehler gut therapierbar. Die jetzt eingereichte Klage gegen die Mutter bezieht sich auf wiederholten Bruch der vertraglich eindeutig geregelten Leihmutterschaft, die auch zu vermeidbaren Kosten, Schaden und unnötigem Leid des Kindes führten.
Ich fürchte, Sie haben noch nicht verstanden, daß Menschen, insbesondere aber Kinder, ob bereits geboren oder nicht, keine vertraglich handelbare Ware sind.
Wer anderer Meinung ist, dürfte auch mit dem seinerzeitigen Sklavenhandel eher wohlwollend umgehen.
Bei meinem ersten Urlaub in Nordafrika vor vielen Jahren wurden mir für meine damalige blonde Freundin acht Kamele geboten.
@ H.K.
Zunächst ging es um die Klarstellung, um was es bei dem Fall des FB-Posts wirklich ging. Lesen hilft. Verstehen noch mehr!
Ob altruistische Leihmutterschaft eine „vertraglich handelbare Ware“ ist, sei mal dahin gestellt. Zum Handel gehört eine wie auch immer geartete Gegenleistung.
Man kann dagegen sein und Moral und Ethik wie eine Monstranz vor sich hertragen. Dann sollte man aber auch Prostitution verbieten.
Und mit den Konsequenzen leben.
Aber, und jetzt werde ich auch mal pauschalisierend: Davon profitieren ja vorwiegend Herren, die sonst nicht mehr zum Schuss kommen. Da findet man(n) dann sicherlich irgendeine Rechtfertigungskapriole, dass das ja was ganz anderes sei.
„ Lesen hilft. Verstehen noch mehr!“
Gut, daß SIE mir das erklären !
👍👍
@H.K.
Wow, acht Kamele – weiblich und in Saft und Kraft? Und Sie haben nicht zugeschlagen? Für eine brünette Begleitung hätte das Angebot – wenn Sie überhaupt eines erhalten hätten – wohl kaum die Hälfte betragen. 😋 PS: im Tausch für mich würde ein männlicher Begleiter na, was sag‘ ich, maximal noch einen altersschwachen Mantelpavian erhalten. Dies allerdings nicht in Nordafrika, sondern in Arabien. wo diese Tiere heimisch sind. Als ich vor vielen Jahren im TV einmal den Tierfilm „Mantelpaviane auf der arabischen Halbinsel“ anschaute, kamen mir die meisten Verhaltensweisen dieser beeindruckenden Tiere erschreckend bekannt vor. Ein hervor-ragender von vielen Aha-Momenten in meinem Leben…
@ SvB
Ja, ich habe seinerzeit bei den acht Kamelen NICHT zugeschlagen.
Warum ? Ganz einfach: Auf meinen damaligen Balkon hätten höchstens SECHS Wüstenschiffe gepasst.
Und zwei dieser Sorte ständig vor Nachbars Wohnungstür oder unten im Hausflur abzustellen: da wäre der Knatsch vorprogrammiert gewesen …
Verstehe. Sie sind entschuldigt.
Offenbar macht in der CDU so ziemlich jeder, was er will.
Wie berichtet wird, ließ sich due Ehefrau des Bundeskanzlers allein in der „deutschen Air Force One“ von Berlin nach Köln fliegen.
„Alle Regeln eingehalten“, ließ das Kanzleramt mitteilen.
Bei ihrer Begleitung des Kanzlers nach Ankara seien „keine Mehrkosten entstanden“, hieß es zudem.
Logisch. Demnächst bucht auch ein Passagier einen Lufthansa-Flug und nimmt seine Familie incl. Oma und Opa mit. Keine Mehrkosten. Der Flieger wäre sowieso gefolgen.
Der Countdown läuft, bis die Opposition feuert.
Bekanntlich geht der Krug so lange zum Brunnen bis er bricht. Dass sich ein leises Knirschen immer öfter und durchdringender wahrzunehmen ist, hörbar wird, ist nicht abzustreiten.
PS: Ich wiederhole mich – den beeindruckenden, verunsicherten, fragenden und, wie fast schien, sehnsuchtsvollen Blick, den ich vor wenigen Jahren bei einem Mädchen von vielleicht 10 oder 11 Jahren in Begleitung zweier wirklich bemühter Väter (davon einer offensichtlich ihr biologischer Vater) beobachtete, werde ich niemals vergessen. Als eine Traditions-Familie (Vater, Mutter samt zwei Kindern) vom Tisch aufstanden und das alpine Südtiroler Alm-Lokal verließen, hat der Zwei-Väter-Nachwuchs just dieser Familien lange und irgendwie „eigenartig“ hinterhergeschaut. Ich interpretierte den Blick des Mädchens als fragend und wehmütig zugleich. Das Mädchen schien sich durchaus darüber im Klaren, dass ihr Familienleben dem der anderen Familie nicht entsprach. Ob das Kind diese Tatsache letztlich für sich in Frage gestellt hat – Will man es wirklich wissen … ?
Das erinnert mich an den Bericht einer Betreuerin der Crèche, dem Waisenhaus in Bethlehem, das oft wenige Tage alte Babys neben Mülltonnen „einsammelt“ und aufzieht. Die Erzieherin erzählte von einem kleinen Mädchen, das sich immer wieder in der Weihnachtszeit zu der großen Krippe auf dem Zentralplatz hingezogen fühlte und die heilige Familie bewunderte.
Bei unseren Besuchen in der Crèche hingen manche Kinder wie Kletten an uns, die Mädchen an den Männern, obwohl wir ihnen doch völlig fremd waren. Manchmal gab es beim Abschied sogar Tränen.
Hier wie dort handelte es sich wohl um versteckte, tiefsitzende Bedürfnisse, um die traurige innere Gewissheit, dass sie etwas Elementares in ihrem Leben entbehren. Ein tragischer Zustand, der zumindest unser Mitleid verdient.
Soweit ich weiß, bezeichnet sich Herr Spahn als konservativ und gläubig. Ebenso Herr Kelle. Ich weiß jetzt nicht, in welcher Katholischen Kirche Trauungen zwischen Ehemann und Ehemann vollzogen werden?
@Angelika,
ja, ich bin definitiv konservativ und Christ. In keiner katholischen Kirche werden Trauungen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren vollzogen. So weit ich weiß gab es einzelne Pfarrer, die homosexuelle Paare gesegnet haben – was allerdings auch den Regeln der katholischen Kirche und – meine Meinung – dem Glauben widerspricht.
Klaus Kelle
Sehr geehrter Herr Kelle,
ich betrachte mich als konservativ – und die katholische Kirche ist alles nur nicht konservativ. Sie hat mich zum Atheisten gemacht. Inzwischen kann ich keinen Katholiken mehr als konservativ betrachten. Und der Spahn ist weder christlich noch konservativ. Der hätte in jeder sozialistischen Partei ebenfalls die Macht ohne Pflicht und Vorbildfunktion gesucht. Also immer erst mal Mensch und konservativ sein, erst dann nach einer kurzen Pause vielleicht das christliche erwähnen.
Was genau empfinden Sie als Nicht-Konservativ? Das Festhalten an der Traditionellen Ehe? Die Ablehnun von Abtreibung und Sterbehilfe und Leihmutterschaft? Augen um Auge, Zahn um Zahn? Vielleicht können Sie es etwas präzisieren…
Eilmeldung: Jens Spahn tritt als Fraktionschef zurück. Friedrich Merz forderte ihn dazu auf.
Gut so.
Und damit kann man die Sache auf sich beruhen lassen.
Auf sich beruhen lassen? Das denke ich nicht.
Was sollte man Ihrer Meinung nach denn noch weiter verfolgen?
Auf sich beruhen lassen?
Keinesfalls. Das sollte erst der Anfang sein!
Herr Spahn sollte auch sein Mandat niederlegen und darüber nachdenken, ob er für eine christlich konservative Partei überhaupt tragbar ist.
@ Nobby
Sagen Sie das auch zu der Spitzenpolitikerin und Co-Vorsitzenden einer anderen Partei, die gleich in mehrfacher Hinsicht doppelmoralisch lebt gegenüber dem, was sie und ihre Partei vertritt?
Siehe weiter unten…
@Harald
Auf Ihre Art, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und eine Sache so lange zu drehen, bis Sie (selbstverständlich) Recht haben, habe ich überhaupt keine Lust.
Deshalb sage ich gar nichts dazu!
Noch einer …
Jens Spahn ist zurückgetreten
@ Nobby
Danke!
Einen prägnanteren Offenbarungseid konnten Sie kaum liefern.
Daher auch von mir: no further comment 😉
@Harald
Bei vielen anderen hier würde mich das sehr stören… bei Ihnen ist mir das egal!
Ich finde, es braucht da schon zumindest eine kritische Reflexion innerhalb der Union und ein Commitment, wie Unionspolitiker PRIVAT mit dem Thema künftig umgehen. Zumindest so lange, wie die „Leihmutterschaft“ in Deutschland verboten ist.
Politiker habe eine hervorgehobene Vorbildrolle, die m.E. gerade im Privaten besonders Bedeutsam ist. Wie ich weiter oben schon schrieb: Anderen Wasser predigen, aber selbst köstlichen Wein genießen, ist Heuchelei.
Den Rücktritt finde ich als Reaktion aber auch angemessen.
@ Johannes
„…innerhalb der Union und ein Commitment, wie Unionspolitiker PRIVAT mit dem Thema künftig umgehen.“
Da wird es heikel. Man stelle sich vor, eine Partei schreibt ihren Politikern oder gar Mitgliedern vor, wie sie privat zu leben haben. Wichtig in diesem Kontext: Jens Spahn hat nicht gegen bestehende Gesetze hierzulande verstoßen!
Aber, er hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Man kann nicht als führender Politiker gegen etwas sein, ein bestimmtes Menschen- und Familienbild propagieren, privat dann aber das Gegenteil tun und leben.
Jens Spahn ist da aber keine Ausnahme.
Es gibt in Deutschland eine führende Politikerin, deren Partei in ihrem Grundsatzprogramm das traditionelle Familienmodell aus Vater, Mutter und Kindern fordert, die für eine scharfe Anti-Migrationspolitik steht als auch einen starken Patriotismus betont. Diese Politikerin lebt mit ihrer Partnerin, einer Migrantin aus Sri-Lanka, in einer gleichgeschlechtlichen, eingetragenen Lebenspartnerschaft und erzieht zwei sukzessiv adoptierte Söhne. Sie lebt mit ihrer Regenbogenfamilie vorwiegend in der Schweiz, hat aber einen offiziellen Hauptwohnsitz in Überlingen am Bodensee (Baden-Württemberg), um dort kandidieren zu können.
Wie Jens Spahn auch, argumentiert diese Politikerin, dass ihr Privatleben Privatsache sei und betont, dass man die traditionelle Familie als Leitbild für die Gesellschaft politisch unterstützen kann, auch wenn sie selbst anders lebt.
Ihre Partei duldet diese in mehrfacher Hinsicht doppelmoralische Konstellation, da die Politikerin als rhetorisch starke Spitzenpolitikerin Wählerstimmen sichert.
Zurückgetreten ist sie nicht. Im Gegenteil. Sie ist sogar zur Co-Vorsitzenden der Partei aufgestiegen.
Sie wissen, wen ich meine.
„ Jens Spahn hat nicht gegen bestehende Gesetze hierzulande verstoßen!“
Nein, sicher nicht.
Alles ganz legal – daher ja auch die Forderung des Kanzlers nach seinem Rücktritt …
Logisch – irgendwie …
@ Harald
Ein Commitment wäre nichts ehrenrühiges und machbar; denke ich.
Das Alice Weidel privat anders lebt, als im Parteiprogramm als Leitbild beschrieben, empfinde ich nicht als Doppelmoral.
Denn: es ist ein Leitbild einer politischen Partei, ohne jede gesetzliche Bindung. für die Gesellschaft zu entfalten.
Anders bei dem Thema Leihmutterschaft: hier hat der Herr Spahn eine gesetzliche Regelung mit Bindungswirkung, die er selbst vorher vehement vertrat, via Ausland unterlaufen.
Diskutieren könnte man – vielleicht – wir es ihr gelingt, die zweifelsohne vorhandenen Spannungen auszuhalten. Aber eine „doppelmoralische Konstellation“ (übrigens: klasse Ausdruck) sehe ich da nicht.
Insofern passt Ihr Vergleich nicht (für mich).
@ Johannes
Ich geben Ihnen Recht, dass der Fall Jens Spahn besonders markant ist. Ich selbst forderte seien Rücktritt. Wer sich vehement gegen Leihmutterschaft ausspricht und ein entsprechendes Verbot hierzulande unterstützt, sich dann aber im Ausland der Leihmutterschaft bedient, hat jedwede Glaubwürdigkeit verspielt.
Bei Alice Weidel verhält es sich weniger prägnant. Gleichwohl steht ihr Lebensentwurf diametral zu dem Leitbild der AfD: Kinder brauchen Vater und Mutter.
Und damit kommt die Frage nach Ihrem „Commitment“. Wie bindend sollte das denn sein? Wie weit will ein solches Commitment in das Privatleben ihrer Politiker oder gar „nur“ Mitglieder hineindiktieren dürfen? Darf ein ein Unions-Politiker eine Leihmutterschaft im Ausland wahrnehmen, wenn er z.B. gegen den Beschluss der Union gestimmt hat? Oder darf ein AfD-Politiker seine(n) gleichgeschlechtlichen Ehepartner oder Ehepartnerin ehelichen, auch wenn die AfD gegen die Ehe für alle ist und schon einmal einen Gesetzentwurf zu deren Abschaffung eingebracht hat? Oder gilt so ein Commitment nur für das Spitzenpersonal einer Partei?
Ein Commitment, das nur wohlfeile Worte auf geduldigem Papier formuliert, braucht es meiner Meinung nach nicht. Eines, das aber weiter geht, könnte nach hinten losgehen. Gegen recht viele! Und nicht nur in der Union.
@Harald
Irrtum! Der Fall liegt bei Alice Weidel – auf die Sie ja anspielen – völlig anders. Bei ihr war eben keine Leihmutterschaft im Spiel. Ihre Partnerin ist die leibliche Mutter beider Söhne. Wenn diese Frau und Mutter sich irgendwann in ihrem Leben entschlossen hat, mit einer anderen Frau in einer gesetzlich verbrieften partnerschaftlichen Lebensgemeinschaft zu leben, dürfe dies wohl kaum noch auf Kritik stoßen. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Damit können Sie Herrn Spahn ganz sicher nicht „rauspauken“.
Liebe @ S v B
Siehe oben meine Antwort an Johannes.
Nichts läge mir ferner, als einen Herrn Spahn „rauszupauken“. Ich selbst forderte seinen Rücktritt. Da gibt’s nix mehr rauszupauken!
Für mich hat sich Spahn aber auch noch an anderer Stelle unglaubwürdig gemacht. Seine Bekanntgabe der Leihmutterschaft erscheint mir wie ein Testballon: Mal sehen, was geht.
Es ging nicht. Gut so!
Aber es zeigt, wes Geistes Kind er ist. Hätte er Rückgrat gehabt, hätte er zwei Möglichkeiten gehabt. Beides mal die Flucht nach vorne: Offen einräumen, dass er mit seiner Ablehnung der Leihmutterschaft damals einen Fehler gemacht hat und er sich jetzt innerhalb der Union dafür einsetzen wolle, den Vorschlag der altruistischen Leihmutterschaft wieder aufzugreifen (wäre auch ein Trick gewesen denn dass die CSU dem zustimmt ist höchst unwahrscheinlich)
ODER (und das wäre die sauberste Lösung gewesen):
Mit der Bekanntgabe seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender einreichen.
Chance vertan.
@ Johannes
Die CDU kann jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Es gibt einen weiteren Fall, Hendrik Streeck, der sich als Drogenbeauftragter der Bundesregierung vor kurzem mit seinem Partner ebenfalls ein Kind über Leihmutterschaft „besorgt“ hat. Auch ihm sollte man den Rücktritt energisch nahelegen.
In einer Zeit, in der sich die Union zum Schutz von Frauen für ein „Sexkaufverbot“ stark macht, kann es eine Leihmutterschaft erst recht nicht geben.
Jens Spahn ist zurückgetreten. Stand: 14 Uhr.
Spahn sollte sich aus der Politik zurückziehen.
Er hat keinerlei Fingerspitzengefühl. Von „Volksnähe“ ganz zu schweigen.
Er kann es nicht.
gut und wichtig dass er zurückgetreten ist.
Der Kampf gegen das menschenverachtende Leihmutterschaftsunwesen muss weitergehen.
Eine „altruitische “ Leihmutterschaft darf auch nicht erlaubt werden. Das würde sofort ausgehöhlt und missbraucht werden, und über die Hintertür eine kommerzielle draus gemacht.
Menschen sind keine Handelsware !
( Außer im Fußball … )
Auf den Punkt gebracht, lieber H.K.
Schon merkwürdig:
Wenn Spahn wegen seiner „Leihmutteraffäre“ zurückgetreten wird, gibt bei bei deb Öffentlich Rechtlichen Brennpunkte und Sondersendungen zur Prime Time am Samstagabend.
Von Streeck redet kein Mensch …
Habe ich mich verhört? Im heutigen ARD-Presseclub redet ein Journalist (unwidersprochen) davon, dass Maria als Leihmutter fungiert habe. Unbefleckte Empfängnis und so….
@GJ
„Maria als Leihmutter“
Kann man so sagen – wenn man unbedingt meint, gläubige Christen unter den Zuschauern mal so richtig in die Kniekehlen treten zu müssen. Ein Zeichen von grober Rücksichtslosigkeit und ja, auch für ein gerüttelt‘ Maß an persönlicher Unreife und mitmenschlicher Schwäche. Ein sittliches Faux-pas, das es nun noch zu überbieten gilt. Da geht sicher noch mehr. Der Wettbewerb ist eröffnet…
Das erinnert an die Rufe beim Marsch fürs Leben: „Hätt‘ Maria abgetrieben, wärt‘ ihr uns erspart geblieben!“
Oh nein, selbst eine grundlegend andere Meinung zu haben verleiht einem längst noch kein Anrecht, den Glauben anderer durch den Dreck zu ziehen. Wetten, dass genau diese Leute es sich dreimal überlegen würden, bevor sie z. B. Islam-Gläubige mit vergleichbaren religiösen Schmähungen überraschen würden. Dabei wäre man doch glatt davon ausgegangen, dass hierzulande längst Religionsfreiheit sowie Achtung auch vor anderen Glaubensrichtungen als der vielleicht eigenen eingezogen sind. Um dann n entsetzt feststellen, dass es Leute gibt, die sich nicht schämen, solch krasse Verunglimpfung des Christentums rauszuhauen.
Ich finde wichtiger als Streek zum Rücktritt zu drängen, wäre es , wenn die CDU jetzt konsequent gegen das Leihmutterwesen vorgeht und solche Lücken wie Spahn und Streek sie genutzt haben, schliesst.
In Italien werden im Ausland besorgte Leihmütterkinder nicht anerkannt.
Das wär doch schon mal ein Punkt.
Hier ein Artikel aus Kath.net, mit einer Zusammenfassung von einem X-Beitrag von Birgit Kelle,.
“
Publizistin Birgit Kelle reagiert auf die Debatte um Jens Spahn und legt in neun Punkten offen, wie das globale Milliardengeschäft mit Leihmüttern Frauen entrechtet und Kinder zur Ware degradiert.
Köln (kath.net/gem/rn) In der Debatte um die Legalisierung oder Akzeptanz von Leihmutterschaft wird von Befürwortern gerne auf vermeintlich „ethisch saubere“ Verträge in den USA verwiesen. Auch der CDU-Politiker Jens Spahn betonte jüngst in einem Podcast, dass er und sein Partner ihr Kind in den USA über solche vermeintlich „guten“ Verträge erhalten hätten. Die bekannte Publizistin und Buchautorin Birgit Kelle hält dem nun eine Reihe von „Hardfacts“ entgegen. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) zeichnet sie basierend auf Erfahrungsberichten von Leihmüttern, Vertragsunterlagen und Agenturrecherchen ein düsteres Bild einer zutiefst frauenfeindlichen Industrie.
Kelles Grundsatzkritik ist fundamental: „Auch mit Verträgen wäre Menschenhandel immer noch Menschenhandel. Oder macht es die Dinge hübscher, wenn man eine Urkunde und einen Kassenzettel bekommt? Eine sicher wichtige Frage für jeden Sklavenmarkt.“
Totale Kontrolle und gesundheitliche Ausbeutung
In insgesamt neun Punkten schlüsselt Kelle auf, was die oft gelobten US-Verträge in der Realität bedeuten. Sie dienten keineswegs dem Schutz der Frauen, sondern ausschließlich der Absicherung der Besteller.
Totale Überwachung: Die Verträge regeln intimste Lebensbereiche der Leihmutter. Die Kunden kontrollieren die Ernährung, den Aufenthaltsort, Reisen, medizinische Behandlungen und sogar, ob und mit wem die Frau Sexualkontakte haben darf. Ein Ausstieg sei praktisch unmöglich: Wer abbricht, wird mit immensen Kosten für Ärzte, Anwälte und Agenturen konfrontiert – Kosten, die die meist aus finanziellen Gründen agierenden Frauen niemals aufbringen können.
Körperliche Ruinierung ohne Nachsorge: Viele Leihmütter würden nach der Geburt mit massiven körperlichen und seelischen Folgeschäden (wie Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck oder Unfruchtbarkeit) allein gelassen. Spätfolgen seien oft nicht versichert, Agenturen und Kunden aus der Verantwortung.
Der erzwungene Verzicht auf Bindung: Um Bindung und Rechteansprüche zu verhindern, werden den Frauen bewusst fremde Eizellen eingesetzt. Das biologische Risiko steige dadurch massiv: Da der Körper die genetisch fremde Schwangerschaft abzustoßen droht, müssen die Frauen starke Medikamente einnehmen. Laut Kelle handelt es sich ausnahmslos um medizinische Hochrisikoschwangerschaften, bei denen Früh- und Fehlgeburten zum Alltag gehören.
Die psychologischen Folgen für Geschwisterkinder
Besonders perfide sei laut Kelle das Kriterium, dass nur Frauen unter Vertrag genommen werden, die bereits eigene Kinder haben – ein Punkt, den Spahn in einem Interview als „Sorgfalt“ angepriesen hatte.
„Der Brutkasten muss bewiesen haben, dass er gebärfähig ist. So einfach ist das“, so Kelle drastisch.
Dies diene auch dazu, dass die Frauen ihre Muttergefühle auf die eigenen Kinder fokussieren. Die Folge im familiären Umfeld sei jedoch fatal: „Zehntausende Kinder haben bereits zugesehen, wie ihre Mütter Geschwisterkinder verkaufen. Was macht das mit den Geschwistern?“
– „Reduktion“ im Mutterleib und staatlich gestempelte Frauenfeindlichkeit
Zudem verpflichten die Verträge die Frauen zur Durchführung aller medizinischen Eingriffe. Dies schließe explizit die Abtreibung gesunder Kinder ein, falls diese das „falsche“ Geschlecht haben, nicht mehr gewollt sind oder sich unerwartete Mehrlinge entwickeln. Im Fachjargon der Industrie werde das Töten im Mutterleib harmlos als „Reduktion“ bezeichnet.
In manchen US-Bundesstaaten werde die biologische Mutter nicht einmal mehr in der Geburtsurkunde erwähnt – dort stehen stattdessen zwei „Väter“. Kelle spricht von „Frauenfeindlichkeit mit staatlichem Stempel“.
Der „Katalog“: Genetik wie auf dem Zuchtmarkt
Die Auswahl der Frauen gleiche einem Online-Katalog im Stil von „Tinder für gute Gene“. Leihmütter und Eizellspenderinnen werden separat gecastet. Der Preis steige mit der Gesundheit und der Gebärfähigkeit. Spenderinnen würden wie „Zuchtstuten“ angepriesen – sortiert nach Rasse, Hautfarbe, Herkunft, optischen Merkmalen oder Bildung („Ivy League“-Kollektion).
Abschließend warnt Kelle vor der zunehmenden Globalisierung dieses Marktes: Um Kosten zu sparen, würden Frauen in den USA angeworben, zur Befruchtung in Billigländer geflogen und die Geburt dort geplant, wo die Rechtslage für den Kunden am günstigsten ist. Gegen diese juristisch hochgerüstete Industrie hätten die Frauen keinerlei Möglichkeit, sich zu wehren.
Das Fazit der Publizistin fällt vernichtend aus: Die Leihmutterschaft ist ein „menschlicher Verschiebebahnhof“. Das System sei zutiefst ausbeuterisch und degradiere Kinder zu bloßen Anschaffungen auf einem globalen Marktplatz. „
@Steve Acker
Auch in Sachen Leihmutterschaft Birgit Kelle eine unübertroffene Diskutantin. Vor einiger Zeit habe ich sie sehr streitbar in einem erregten TV-Gespräch mit einem zweifachen Vater gekaufter Kinder erlebt. Mir schien der Mann sogar zum Bekanntenkreis Birgit Kelles zu gehören. Was ihre Argumentation angeht, ist Birgit Kelle auch auf diesem so besonderen Feld unschlagbar. Zu begrüßen ist, dass dieses traurige Thema hierzulande endlich einmal hochkocht. Gegen Leihmutterschaft nimmt sich Prostitution wie ein Spiel am Kindergeburtstag aus. Schlimm, wie man immer öfter und angestrengter versucht, dem Herrgott ins Zeug zu pfuschen. Kostet halt was – na und? Nein, der Gedanke des Leihmutterschaft-Modells ist auch mir total zuwider. Man kann nur hoffen, dass die (internationale) Politik endlich einen gesetzlichen Riegel vor derlei Praktiken schiebt. – Der oder diejenige, welche Leihmutterschaft jüngst moralisch auf eine Höhe mit Organhandel stellte, hatte völlig recht. Beide Praktiken sind abscheulich, ja menschenunwürdig. Die Leihmutterschaft vielleicht noch mehr als der Organhandel. Schließlich geht es bei Erstgenannter um einen wenn auch noch kleinen, so doch vollwertigen Menschen. – Da der Mütter- und Kinderhandel offenbar ein weltweit praktizierter ist, habe ich nicht gerade viel Hoffnung, dass sich diesbezüglich in absehbarer Zeit viel verändern wird. Möge Gott verhüten, dass dieses abstoßende Geschäft mit dem Leben in Zukunft gar noch an Selbstver- ständlichkeit gewinnt…
Auf den Punkt gebracht.
Herzlichen Dank für Birgit Kelles Kommentar.
Die Menschen haben sich von Gott losgesagt und wollen selbst Gott spielen.
Es beginnt mit der Vielzahl von sozialen Geschlechtern, Gender-Ideologie und Selbstbestimmung des Geschlechts und geht weiter mit „mein Bauch gehört mir“, Abtreibung der Leibesfrucht, Eizellen, Sperma und Leihmutter aus dem Katalog und endet mit Kindern, die nicht wissen, woher sie kommen und vom wem sie abstammen, und die in homosexuellen Verhältnissen aufwachsen.
Orwell und Aldous Huxley lassen grüßen.
Die Menschen haben sich von Gott losgesagt und wollen selbst Gott spielen.
Nicht „die Menschen“, einige Menschen. Es liegt an uns, ob wir das zulassen, dass sie die Oberhand bekommen. Sieht nicht danach aus. Sioe sehen ja, wie selbst die linksgespülte Union bei Brosius oder Spahn noch willens und fähig ist, schnell und konsequent zu reagieren.
@ Dr. Hildegard Königs-Albrecht
„Die Menschen haben sich von Gott losgesagt und wollen selbst Gott spielen.“
Das tun Menschen schon viele Jahrhunderte. Seit sie das erste mal Hand anlegten und einen Menschen operierten um ihn zu retten. Zum Beispiel einen entzündeten Appendix im 18. Jahrhundert das erste mal entfernten.
„Mein Bauch gehört mir.“
Ja. Das fordern Sie auch. Für sich selber, für Ihren ganzen Körper. Sogar post-mortem, wenn Sie Ihn nicht mehr brauchen. Sie halten es für Ihr Grundrecht und dass die Würde des Menschen es dem Staat verbietet, dieses Grundrecht einzuschränken. Und dass immer Ihre Einwilligung entscheidend sei und niemand das Recht habe, diese Einwilligung zu erzwingen. Auch nicht durch subtile Schuldzuweisungen.
Schau‘ an – ein Obstsalat aus Äpfeln und Birnen… 🤨
Tja, wenn Ihnen nichts anderes dazu einfällt, dann darf ich Sie beruhigen.
Äpfel und Birnen sind biologisch extrem eng verwandt. Gehören zur gleichen Pflanzenfamilie (Rosaceae), zur gleichen Unterfamilie, zur gleichen Gattungsgruppe sogar zur gleichen Untergattungsgruppe (Kernobst Pyrinea). Beide sind essbar, aber botanisch gar keine Frucht sondern Scheinfrüchte. Beide sind Fremdbestäuber und neigen zur Alternanz. Beiden stammen ursprünglich aus Asien, gehören aber beide seit Jahrhunderten zum deutschen Kulturgut, kulinarisch wie literarisch.
Und, passend zu dem obigen, beide sind seit der antiken Mythologie Symbole der Weiblichkeit und Liebe und beide Formen spiegeln in der Kunst seit Jahrhunderten weibliche Kurven wider.
Wohl bekomm’s 😉
Obstsalat, liebe SvB, ist eine von Haralds großen Stärken.
Wahrscheinlich ist er ein kleiner Genießer, wer weiß das schon…
Zum Thema Leihmutterschaft hat sich auch die Fast-Verfassungsrichterin Brosius Gerstdorf geäußert. Eine interessante Einordnung zu ihrem Sermon findet sich bei Roland Tichy. Ich fand`s ganz erhellend:
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/stephans-spitzen/brosius-gersdorf-leihmutter-verbot/
@ Nobby
Wenigstens lege ich noch selber Hand an und schneide mir mein Obst selber.
Das einzige, das Sie wiederholt tun ist, mich mit dem Rhetoriktrick und Vorwurf, immer das letzte Wort haben zu müssen, von einer Replik abzuhalten (diesmal funktioniert’s nicht 😉) oder aber vorgefertigtes und in Plastik abgepacktes Gedankenobst zu konsumieren und das auch noch anderen zu empfehlen in dem Sie es copy&pasten.
Vielleicht besinnen Sie sich mal auf den Namen des Blogs. Kleiner Tipp: Damit ist Selberdenken gemeint.
@Harald
Na, jetzt haben Sie mich aber überführt… und damit einmal mehr das bestätigt, was mir bei Ihnen immer wieder unangenehm auffällt… Sie können nichts stehen lassen! Und mit rhetorischen Tricks kennen Sie sich ja auch bestens aus.
Zu meinem abgepackten Gedankenobst:
Ich habe irgendwann mal gelernt, dass Lesen bildet… das gilt sicherlich aber nur für diejenigen, die der Herrn nicht so reichlich gesegnet hat wie Sie.
In diesem Sinne und um das Ganze abzukürzen (ich hatte ja bereits an anderer Stelle geschrieben, dass mir meine Zeit für sowas zu Schade ist… haben Sie wohl übersehen… und das, wo Ihnen das mit dem Lesen und verstehen sooo wichtig ist, dass Sie sich genötigt sehen, wiederholt Forumsmitglieder darauf hinzuweisen (um sich schließlich zu wundern, warum Einzelnen nicht mit der gebührenden Ehrfurcht auf Ihre Beiträge reagieren).
Ein anderes Forumsmitglied schrieb sinngemäß, es ist besser, nicht weiterzureden wenn klar ist, dass man nicht auf einen Nenner kommt. In diesem Sinne… viel Spaß beim Obst schneiden. Ich bleibe ob der mir fehlenden Genialität dann wohl bei Konserven und lebe damit gut.
„ Seit sie das erste mal Hand anlegten und einen Menschen operierten um ihn zu retten.“
Wer einen Ertrinkenden aus dem Wasser holt, spielt dann logischerweise auch Gott ?
Sie scheinen wirklich auf ausnahmslos allen Gebieten der absolute Experte zu sein ..
@ H.K.
Darf ich fragen, warum Sie immer wieder derart flapsig und despektierlich auf meine Beiträge kommentieren? Was bitte ist an meiner Aussage so falsch? Dass der Mensch im wissenschaftlichen Fortschritt im Allgemeinen und Medizin im Speziellen Gott spielt, ist gängige Rhetorik, im Positiven wie Negativen.
Sie wurde benutzt im Kontext der Kernspaltung, sowohl in Bezug auf die Atombombe als auch Atomkraft.
Sie wurde und wird benutzt im Kontext der Gentechnik, sowohl der grünen als auch weißen.
Sie wird benutzt im Zusammenhang der IVF/ICSI (In-vitro Fertilisation/ Intracytoplasmatische Spermieninjektion) und PID (Präimplantationsdiagnostik) und wirft gerade dort hochkomplexe ethisch-moralische Fragen auf, für die es keine einfachen Antworten gibt.
Ist es ethischer, befruchtete Eizellen, die nicht mehr gebraucht werden, auf unbestimmte Zeit im flüssigen Stickstoffeis ihrem Schicksal zu überlassen anstatt sie an andere Paare zu spenden oder für die Forschung bzw. zur Gewinnung pluripotenter Stammzellen freizugeben, die Leben retten würden?
Ist es ethischer, bei einem hohen Risiko für schwere genetische Erkrankungen das Kind im Uterus erst heranwachsen zu lassen um es dann, nach Bestätigung der schweren Erkrankung, noch sehr spät in der Schwangerschaft abzutreiben anstatt eine befruchtete Eizelle im Blastozystenstadium per PID auszusortieren und erst gar nicht zu implantieren?
Besonders nachdrücklich mit zugegebenermaßen nur schwer auszuhaltenden ethische Konflikten die familiäre Erbkrankheit Chorea Huntington. Darf ein Paar, bei dem ein 50%iges Risiko besteht, dass das Kind den unabwendbar zum Tode führenden Gendefekt trägt, eine PID machen? Ist es ethischer, ein solches Kind zu zeugen und mit der Gewissheit aufwachsen zu lassen, dass es schon mit 30 oder 40 sterben wird? Auf Grund unserer veralteten und sehr restriktiven Gesetzgebung führt das schon heute zu einer völlig absurden Rechtspraxis in Deutschland. Regionale Ethikkommissionen entscheiden diametral unterschiedlich: In einem Bundesland verboten, im anderen erlaubt. Das Schicksal einer Familie hängt also maßgeblich vom Wohnort in Deutschland ab. Was bitte ist daran ethisch?
Noch grotesker wird es bei der Non-Disclosure-„Nicht-Wissen-Wollens“-PID: Ein Mann erkrankte und starb an Chorea Huntington. Seine Tochter hat eine 50%ige Wahrscheinlichkeit, das Gen auch zu tragen und daran zu versterben, will es aber nicht wissen. Ein Gentest bei ihr könnte Gewissheit bringen, ob ihr Kind überhaupt betroffen sein könnte, würde ihr aber das Recht auf Nichtwissen nehmen. Mithilfe der Non-Disclosure-PID kann das Labor im Geheimen die Embryonen testen, ohne den Eltern jemals zu verraten, ob die Mutter selbst gesund oder krank ist und es ohne Zustimmung der Eltern Eizellen aussortiert hat. Aus ethischer Sicht hochgradig umstritten.
Ja, seit dem ersten Sündenfall, Adams Biss in den Apfel, hat sich der Mensch von Gott „emanzipiert“ und wurde aus dem Paradies der unschuldigen Unwissenheit und gottgegebenen Ordnung vertrieben.
Seit dem kratzt der Mensch am göttlichen Monopol auf Leben und Tod und wir alle sind dazu verdammt, die ethischen Grenzen hierzu jeden Tag und in jedem Einzelfall selbst neu auszuloten.
Und ja, spielen damit Gott.
Weil wir gar nicht mehr anders können.
Keine Sorge.
Ich kommentiere Ihre Beiträge gar nicht mehr.
Und Langeweile habe ich auch nicht. Momentan ohnehin nicht.
Alles Gute.
Bitte zeigen Sie mir, wo Gott den Menschen verboten hat, einen entzündeten Appendix zu operieren. Zwischen einem Blinddarm und einem Eingriff in die vorgegeben Biologie kann ich leider auch keinen Zusammenhang erkennen.
Ich kenne nur: „Macht Euch die Erde untertan“ und – als Mann und Frau schuf er sie und führte sie zusammen.
auf welt. de heute ein ausführlicher Artikel über den weiter oben genannten Fall in Kanada, wo die Kindbesteller die Abtreibung wegen Qualitätsmängeln durchsetzen wollten.
die Sache ist noch nicht zu Ende.
Es war eine „altruistische“ Leihmutterschaft. (nur diese Form ist in Kanada erlaubt)
Grauenhafte Geschichte
Es muss wirklich hier dran gearbeitet werden , Umgehungsmöglichkeiten wie bei Spahn zu schliessen.
In Italien werden Leihmutterkindschaften die im Ausland entstanden, nicht anerkannt. sollte hier auch eingeführt werden.
Vor allem sollten Politiker, die ihre von ihnen selbst beschlossenen Gesetze schlicht und einfach umgehen ( und damit dem Wähler den Stinkefinger zeigen ) niemals wieder in irgend eine vom Wahlvolk bezahlte Führungsposition kommen.
Aber in diesem Land bleiben ja selbst vorbestrafte, auf Bewährung frei herumlaufende Gewalttäter nach einer erneuten schweren Tat auf freiem Fuß. Wenn der Staat Straftäter auffordert, ihm auf der Nase herumzutanzen, darf er sich nicht wundern, wenn das dann auch ausgiebig gemacht wird.
Was stimmt bloß mit großen Teilen unserer Justiz nicht ??
Hier noch der Link zu dem Fall in Kanada.
https://www.welt.de/vermischtes/article6a5f5390668d28f8978b172e/nach-verweigerter-abtreibung-des-wunschkindes-paar-verklagt-seine-leihmutter.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen#Comments
Schlaue Leute prophezeien schon das „Comeback“ Jens Spahns.
Solche Leute braucht die CDU – dann wird sie demnächst unter die 15 % fallen.
Und das zu recht.
Vielleicht können sie ja mit Frau Brosius-Gerstorf eine neue Partei gründen …
O ja! Würd‘ auch ich sofort wählen. Aber nur, wenn Frau Merkel Nachfolgerin von Herr Steinmeier wird. Sonst nicht. 😉
Was für ein Horrorszenarium!