„Operation Filibuster“. Die AfD in NRW steht vor der nächsten offenen Feldschlacht
Was schon vor Jahren hätte passieren müssen, bricht nun in der AfD unkontrolliert aus: die Auseinandersetzung zwischen – ich sage es salopp – Realos und Fundis, zwischen denen, die ernsthaft eine andere Politik für Deutschland wollen, und Extremisten, die dieses „System“ von innen heraus zerstören wollen.
Die Grünen standen nach ihrem ersten Wahlerfolg 1983 vor ganz ähnlichen Problemen.
Die Gruppe um den Hessen Fischer erkannte das Dilemma und nahm den Kampf auf gegen Maoisten, „Stadtindianer“ (Pädophile) und Spinner aller Art.
Die AfD als honorige Professorenpartei hat es nach ihrer Gründung leider laufen lassen – im Irrglauben, man müsse nur die besseren Konzepte bei der Euro-Staatsschuldenkrise mit den Belastungen für die deutschen Steuerzahler haben, dann werde schon alles gut.
Nichts ist gut geworden
Außer natürlich die Wahlergebnisse und Umfrageergebnisse. Die AfD steht bärenstark da und kann im Herbst sogar bei ein oder zwei Landtagswahlen in Ostdeutschland auf eine erste echte Machtperspektive hoffen. Die unterirdische etablierte Politik spielt ihr in die Karten, allen voran Friedrich Merz, der unbeliebteste Bundeskanzler seit 1949, der leider nicht „liefert“. Immerhin versucht er es jetzt erkennbar, aber das wird nicht reichen, solange zum Beispiel das Problem mit der Massenmigration nicht erkennbar gelöst ist. 25 Afghanen raus, 1000 rein – das ist kein Erfolgsrezept.
Die Bürgerlichen versagen in Deutschland irgendwie immer
Sie haben in den 30er Jahren in der Weimarer Republik versagt, sie haben in den 60ern in Westdeutschland versagt, und sie versagen heute. Im Großen wie im Kleinen. Und, glauben Sie mir, es ist deprimierend, wenn man – wie ich – bürgerlich ist und sein will.
Man kann das an vielen großen und kleinen Beispielen deutlich machen. Die Extremen, das sind in der Regel diejenigen, die „Action“ veranstalten. Die gehen raus, die demonstrieren, die gründen neue Parteien, veranstalten „Geheimtreffen“ und spenden auch nennenswertes Geld für ihre Pläne. Die Bürgerlichen legen ihre Ersparnisse für die Kinder an und planen Urlaub auf Norderney.
Als in Schleswig-Holstein der Machtkampf in der AfD einst tobte und ein Landesparteitag anstand, bei dem die schrille „Doris“ re-installiert werden sollte, wurden von ihren Anhängern Bustouren und Hotelübernachtungen organisiert, damit bloß alle Kader rechtzeitig da waren, um ihre Wahlunterlagen in Empfang zu nehmen. Die „Anderen“ schauten mal, wer so kommt am Samstag.
Ähnlich bei der spektakulären Abwahl der niedersächsischen AfD-Vorsitzenden Dana Guth im Herbst 2020 auf einem Parteitag in Braunschweig, bei dem ich zugegen war.
Alle Zeichen standen auf Sieg der Realpolitikerin, und dann wurde sie vom rechtsnationalen Lager Jens Kestners mit 278 zu 248 Stimmen weggefegt. Später erzählte man mir, dass auf den Unterstützerlisten für Guth etwa 80 AfD-Mitglieder standen, die zugesagt hatten zu kommen – und die dann aber nicht da waren. Ich weiß noch, es war ein herrlicher Sonnentag. Da haben „Bürgerliche“ auch mal etwas anderes vor.
Die Rechten in der AfD ticken anders
Die sammeln ein, was sie kriegen können. Erstmal stark werden, dann sehen wir weiter. Und wenn wir ehrlich sind, ist das nicht dumm.
Wenn die Basis steht, dann machen wir etwas Richtiges daraus. Blöd nur, wenn dann die Falschen die Strippen ziehen.
Bernd Lucke, Frauke Petry, Jörg Meuthen – ich kenne alle drei, alles honorige und auch beeindruckende Leute. Aber das Sagen in der AfD haben heute andere. Die Strategie von Schnellroda, die den Höcke-„Flügel“ so stark und einflussreich machte, spielte eine wichtige Rolle. Auch Einfluss und – wie man hört – Geld „von außen“.
Und damit kommen wir nach Nordrhein-Westfalen
Dort ist im kommenden Jahr Landtagswahl, und die AfD wird vermutlich erheblich stärker als bisher. Das hat sie im Wesentlichen ihrem Vorsitzenden Dr. Martin Vincentz zu verdanken, einem Arzt und Realo. Weil NRW der mitgliederstärkste Landesverband der AfD ist und mehr Mitglieder hat als die AfD in ganz Ostdeutschland zusammen, versuchen die destruktiven rechtsnationalen Kräfte, den Mann wegzubeißen. Da werden Koalitionen geschmiedet, das können Sie sich in Ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausdenken.
Das „freundliche Gesicht des NS“, der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich, ist im Kampf gegen Vincentz die zentrale Figur in NRW, und er hat mächtige Unterstützer in Berlin. Welche Rolle die Sprecherin Alice Weidel dabei spielt, wird in den Kulissen offen erzählt. Ich beobachte nur, aber es scheint keine gute zu sein. Bloß nicht Herrn Vincentz zu mächtig werden lassen…
Am vergangenen Wochenende fand in Marl ein erster Showdown statt
Da begann die AfD, ihre Liste für die Landtagswahl aufzustellen. Der Verlauf der Veranstaltung war überaus bemerkenswert, denn die „Realos“ wählten durch. Auf den ersten 22 Listenplätzen finden sich nun ganze zwei zukünftige Abgeordnete, die dem rechten Lager um Helferich klar zuzurechnen sind. Eine Wackelkandidatin soll dabei sein – der Rest ist Vincentz-Lager.
Das sorgte für Aufsehen und in der Helferich-Kulisse für blankes Entsetzen.
Fortan verlegte man sich auf pure Destruktion ohne Rücksicht auf Verluste oder das Ansehen der AfD. Helferichs Helfer schlugen dann am Sonntag mehr als 100 Kandidaten für einen einzigen Listenplatz vor. Offenkundig geht es jetzt nur noch um Chaos. Am Wochenende geht es weiter und am Wochenende danach auch.
„Wir appellieren an alle Teile der Partei, sich entsprechend professionell zu verhalten und nicht zu spalten“, erklärten die Bundessprecher Tino Chrupalla und Alice Weidel in einer gemeinsamen Erklärung. Sie schlugen einen „Mediator“ für den Parteitag vor, was von Vincentz und der Vorstandsmehrheit in Nordrhein-Westfalen brüsk abgelehnt wurde.
Der Grund für die Ablehnung ist nachvollziehbar.
Denn die Vincentz-Gegner mobilisieren in einer internen Chatgruppe heftig gegen ihn und seine Leute. Name der Gruppe: „Operation Filibuster“. Prominente AfD-Mitglieder und Abgeordnete sind da drin, Vertraute von Alice Weidel auch, die doch eigentlich Mediatoren für den innerparteilichen Frieden vorschlägt.
Auf jeden Fall wird es wieder bunt bei der AfD an Rhein und Ruhr, wenn man am Wochenende zur nächsten Runde zusammenkommt. Ich habe mal ein bisschen geschmökert in den Screenshots aus der Gruppe. Da wird eine Menge auszuzählen sein bei der zu erwartenden Kandidatenflut…



Der „gärige Haufen“ schaufelt das eigene Grab, wenn man sich auf das politische Schlachtfeld der Macht begibt.
Das ist genau das Problem, unter dem wir in dieser Gesellschaft an vielen Stellen leiden. Jeder möchte Häuptling sein und keiner mehr Indianer. Alle wollen Manager-Posten und Gehälter und niemand mehr die Arbeit machen, mit der am Ende das Geld verdient ist.
Wenn es dann jedoch ans „eingemachte“ geht, möchte niemand mehr eine unpopuläre Entscheidung treffen müssen – und Verantwortung dafür übernehmen und notfalls dafür gerade stehen ist ohnehin längst aus der Mode.
In jeder Partei gibt es interne Machtkämpfe. Nicht umsonst gab es mal den berühmten Ausspruch „Feind, Todfeind, Parteifreund“, der Konrad Adenauer höchst persönlich zugeschrieben wird.
In der CDU erleben wir das beispielsweise mit dem Merkel Lager, dem ganz offensichtlich Herr Günther aus Schleswig-Holstein angehört und der ganz offen gegen seine eigene Partei schießt.
Die Grünen und die SPD haben das Problem mit ihren Jusos und der Grünen Jugend, die Marxisten, Lenisten und in meinen Augen teilweise sogar Faschisten sind.
Ich würde das Thema entsprechend nicht überbewerten, da es am Ende immer darum geht, wie eine Partei damit umgeht und welcher „Flügel“ sich durchsetzen kann. Das Leben besteht aus Kompromissen und ein bürgerliches Lager gepaart mit einem etwas weiter rechts angesiedelten Lager kann gemeinsam gute Poltik für das Volk machen.
Überschattet der interne Machtkampf jedoch die Poltik und nimmt zu viel Zeit, Kraft und Ressourcen ein, dann wird die Partei, deren Poltik und letztlich das Volk darunter leiden und ganz demokratisch dafür abgestraft werden.
Die AfD ist noch immer relativ neu auf dem politischen Parkett und hat eine Chance verdient in Regierungsverantwortung unter Beweis zu stellen, dass sie sich auf das Wesentliche besinnen und gute Poltik machen kann.
Stimmungsmache vorher ist weder sinnvoll noch gerechtfertigt, da keine der Fehlentwicklungen der Vergangenheit tatsächlich der AfD angelastet werden kann. (Gleichwohl das gerne und oft versucht wird)
Lassen wir die Partei ihre Arbeit machen und messen wir sie hinterher an den Ergebnissen. Kaffeesatzleserei überlassen wir denjenigen, die nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung im Stande sind.
Und ganz ehrlich – Machtkämpfe können auch dafür gut sein, Bestenauslese zu betreiben. Das ist im gesamten Tierreich so, und das ist auch bei den Säugetieren der Gattung „Homo“ noch so.
Das ganze Land befindet sich in einem Zustand, der zumindest als „besorgniserregend“ bezeichnet werden kann.
Die Union hat diese Zustände der mehrmals täglichen, ja stündlich stattfindenden Messer-/ Macheten-Attentate zusammen mit der SPD und den Grünen zu verantworten.
Die Scholz-Regierung hat es mit der ungezpgelten „Eil-Einbürgerung“ auf die Spitze getrieben und Merz hat zwar alles und jedes versprochen, aber nicht nur nichts gehalten, sondern er belügt die Wähler ein ums andere Mal.
So.
Die Einzigen, die bislang nicht bundesweit regiert haben, sind die Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei und „die da“.
Erstere lassen nicht erkennen, daß sie due Dinge wieder in Irdnung bringen wollen.
Letztgenannte werden mit sämtlichen Tricks und Haken und Ösen behindert bus hin zu Wahlrechtsentzug und Parteiverbot – incl. Gewaltanwendung.
Der Fraktionsvorsitzende der Union wird entgegen dem Gesetz des Verbits der Leihmutterschaft Papa ( oder Mama ? ), und trotzdem und trotz Maskenaffören, Villa und und und ist er Fraktionsvorsitzender der christlichen, konservativen Partei Deutschlands ?
Und da wundert man sich bei Union und SPD, daß „das Volk“ die Nase gestrichen voll hat und das Kreuzchen bei der Schwefelpartei macht ?
Der AfD-Zug ist abgefahren. Selbst wenn sich Dr. Vincentz vorerst durchsetzen sollte, über kurz oder lang wird ihn das gleiche Schicksal ereilen wie zuvor Lucke, Petry, Meuthen und mit ihnen viele realpolitische Mitstreiter. Sie alle haben die AfD verlassen.
Der Machtkampf innerhalb der AfD ist längst entschieden. Selbst ihr Zugpferd Alice Weidel ist eingeknickt. Einst wollte sie Höcke aus der AfD ausschließen. Sie ist zurück gerudert. Nach einem „persönlichen Gespräch“ mit Höcke. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Die Strategie von Schnellroda ist aufgegangen. Höcke et al. sind kein „Flügel“ mehr. Sie sind tonangebend innerhalb der AfD. Ohne sie geht wenig, gegen sie gar nichts.
Und so verfährt die AfD mit ihrer Strategie sehr erfolgreich weiter: Über ihr vermeintliches Realopersonal gibt man sich bürgerlich-konservativ, angelt erfolgreich Prozentpunkte während sich die Schnellroda-Extremisten programmatisch in Stellung bringen, „dieses ‚System‘ von innen heraus zu zerstören“, sobald sie in Regierungsverantwortung sind. Ulrich Siegmund sagt es offen: Mit ihm gibt es keine Kompromisse. AfD-Programm ganz oder gar nicht.
Gewarnt wurde vor dieser Entwicklung schon früh. Zu früh, als die AfD noch klar „nur“ bürgerlich-konservativ war. Damit war die „Rechtsextrem-Kugel“ verschossen und schreckt nicht mehr ab. Auch nicht, wenn einst führende AfD-Köpfe vor der Unterwanderung durch Rechtsextreme warnen.
Das einzige, das den AfD-Zug noch aufhalten könnte, wäre ein erfolgreiches Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Das scheut man. Nicht nur, weil die Hürden sehr hoch liegen. Selbst das vermeintliche „best-case“-Ergebnis, ein AfD-Verbot, würde einen kapitalen politischen Flurschaden hinterlassen. 25% der Wähler im Westen und über 40% im Osten würden der Demokratie dauerhaft abschwören. Wer ließe sich schon gerne vorhalten, dass die eigene Meinung verfassungsfeindlich ist?
So bleibt die Erkenntnis, dass das einzige, das die AfD entzaubern könnte, sie selbst ist. In alleiniger Regierungsverantwortung. Ohne Ausflüchte: „Wir würden ja gerne, müssen aber Kompromisse eingehen“.
Und dann hoffen, dass die Wähler aufwachen. Rechtzeitig.
Um dann endlich zu realisieren, was wirklich nötig ist, um das Land wieder fit zu kriegen.
@Harald:
Nur eine kurze Gegenfrage dazu:
Inwiefern würde sich das scheitern der AfD von dem der Altparteien unterscheiden?
Ist es nicht so, dass seit 1945 die Parteienlandschaft in diesem Land weitgehend unverändert geblieben ist und alle Probleme von den heute noch existierenden Parteien, allen voran der CDU und der SPD verursacht sind?
Und wenn wir uns in diesem Punkt einig sind, dann möchte ich wirklich gerne wissen, warum die Wähler aufwachen und realisieren müssen, was wirklich nötig ist, um das Land wieder fit zu kriegen?
Was wäre denn wirklich nötig und wer soll diese Schritte politisch einleiten?
Die CDU?
Die SPD?
Die Grünen?
eine Koalition aus denen, oder noch weiteren?
Alle Konstellationen machen den Bock zum Gärtner.
Nur ein Bewerber auf die Gärtnerstelle, war vorher nicht unter denjenigen, die den Garten verwüstet haben. Wäre das nicht automatisch der beste Bewerber?
@ Martin Ludwig
Um mal Ihre Gartenanalogie aufzugreifen. Sie könnte kaum besser passen.
Einigen wir uns zunächst einmal darauf, dass nicht der ganze Garten verwüstet ist. Deutschland zählt nach wie vor zu den schönsten Gärten weltweit und das trotz wachsender Konkurrenz vor allem in Asien. Wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt trotz vergleichsweise kleiner Bevölkerung, gehören zu den top ten im weltweiten Lebensqualitätsindex.
Ja, der Garten sah schon mal besser aus, aber auch schon schlechter wie Ende der 1990er/Anfang 2000er. Auch damals gab es extrem unansehnliche Ecken in Form gigantischer Staatsverschuldung, gelähmter Wirtschaft und damals doppelt so hoher Arbeitslosigkeit.
Die Gärtner, die damals Hand anlegten, waren Rot-Grün unter Schröder. Altgeliebte aber morsche Bäume und wuchernde Brombeerhecken wurden mit Hartz IV und Agenda 2010-Ächsten gefällt, sehr zum Bedauern der Gartenbesitzer. Darum haben sie die Gärtner wieder entlassen.
Wenige Jahre danach blühte der Garten in ungeahnter Schönheit wieder auf. Die Gärtnerin, der man danach die Pflege anvertraute, profitierte davon, bekam einen 16-Jahresvertrag ohne viel zu tun. Die Welt staunte und die Gartenbesitzer freuten sich.
Aktuell erleben wir etwas ähnliches. Unkraut sprießt an diversen Stellen, Bäume und Sträucher sind morsch geworden, der Rasen hat braune Flecken. Die aktuellen Gärtner versuchen gerade, den Garten wieder zurecht zu stutzen. Wieder zum Leidwesen der Gartenbesitzer, die mehr und mehr auf die Versprechungen neuer Gärtner schielen. Diese sagen, wenn man die paar invasiven Arten rausreißt, wird sich der Rest schon geben und wollen morsche Bäume und wuchernde Brombeerhecken hegen und pflegen, weil es sind ja traditionelle Hölzer. Man will den Gartenbesitzern nicht zumuten, sich von Altem, Morschem, nicht mehr Zeitgemäßem zu verabschieden.
Mehr noch. Anders, als die frühere Gärtnerin, wollen sie Dinge beenden, die den Garten bisher sonst noch haben gedeihen lassen. Kein Kooperationsverbund mehr mit Nachbargärten, weil man glaubt: Alleine können wir es besser. Auch keine neuen Pflanzen, die der Hitze besser standhalten. Weg mit dem eigenen Komposthaufen, weil der sieht ja unschön aus. Lieber Erde und Dünger zukaufen.
Es gibt Stimmen, auch früherer Mitarbeiter der Gartenfirma, die warnen davor, dass der Gärtnerverein, wenn sie erst mal den Auftrag haben, den gesamten Garten komplett umgraben wollen, auch weg mit dem vielen, was vortrefflich gedeiht und statt dessen eine Monokultur pflanzen wollen. Nichts mehr Buntes, dafür vermeintlich pflegeleicht.
Ist das Ihrer Meinung nach der beste Bewerber?
„ Die aktuellen Gärtner versuchen gerade, den Garten wieder zurecht zu stutzen. Wieder zum Leidwesen der Gartenbesitzer, die mehr und mehr auf die Versprechungen neuer Gärtner schielen.“
Genau DAS tun die aktuellen Gärtner eben NICHT !
Die aktuellen Gärtner kümmern sich um ALLE Gärten – auf der ganzen Welt – und lassen den EIGENEN Garten völlig verkommen, von Wühlmäusen, Ratten und allem möglichen Ungeziefer zerfressen.
Der Dünger, der für den eigenen Garten höchst notwendig wäre, wird in alle Winde verstreut und verpufft völlig sinnlos.
Noch nicht einmal gegossen wird der eigene Garten. Im Gegenteil: Man schaut zu, wie alles verdorrt und verkommt.
Und dazu rufen die Gärtner die Gartenbesitzer auf, noch mehr Dünger und mehr Wasser herbeizuschaffen – für ALLE Gärten, nur nicht für den EIGENEN.
Und damit der Obergärtner das Elend nicht sehen muß, besucht er einen fremden Garten nach dem anderen – manchen auch gern mehrmals im Monat. Hauptsache, das eigene Elend kann verdrängt werden.
@ H.K.
Ja klar. Asylanträge so niedrig wie zuletzt 2012, trotzdem Beibehalten der Grenzkontrollen, gigantische Infrastrukturprojekte, Renten-, Gesundheits-, Steuerreform – zählt alles nicht weil kommt ja nicht von den blaublütigen Rittern auf weißem Ross sondern dem „Merz, der nicht liefert“. Oder jetzt doch🤔 Aber halt: Nicht bei den „richtigen“ sondern allen und damit auch in meinem backyard.
Weil bitte schön: Für mich nur NIMBY-Reformen ☝️
Ich fürchte, die Sache mit den Asylanträgen kann Ihnen auch jemand noch 12 mal erklären.
Wenn die Badewanne VOLL ist und der Wasserhahn ein kleines bißchen zugedreht wird – wie lange, glauben Sie, dauert es, bis die Wanne nicht mehr überläuft ?
„ gigantische Infrastrukturprojekte, Renten-, Gesundheits-, Steuerreform …“
Ääh – wird es mit all dem TEURER für Otto Normalverbraucher oder BILLIGER ?
Hat dann JEDER MEHR am Jahresende in der Tasche oder WENIGER ?
Bezahlen die Krankenversicherten, ob privat oder gesetzlich versichert, MEHR oder WENIGER mit der „Reform“ ?
Und wenn – nur als Beispiel – die Grundsteuerreform „aufkommensneutral“ ist: Wenn die Einen plötzlich deutlich MEHR zahlen und ein paar Andere deutlich WENIGER – ist das dann für ALLE „aufkommensneutral“ ?
Sollten Sie Ihren Bescheid noch nicht haben: bleiben Sie erwartungsfroh !
Und Gleiches gilt für die Beitragsankündigung Ihrer Krankenkasse zum Jahresende.
@ H.K.
„Ääh – wird es mit all dem TEURER für Otto Normalverbraucher oder BILLIGER ?“
Tja, sehen Sie. Da liegt wahrscheinlich ein großer Unterschied zwischen Ihnen und mir.
Ich bin nicht so naiv zu glauben, man könne eine über Jahrzehnte auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur über Nacht zum Nulltarif auf Vordermann bringen oder Rente und Gesundheitsversorgung einer alternden Gesellschaft sichern, ohne dass alle einen Beitrag dazu leisten.
Ich werde ab nächstem Jahr deutlich mehr für etwas weniger Gesundheitsleistung zahlen. Begeistert bin ich davon nicht, sehe aber die harten demographisch-bedingten wirtschaftlichen Realitäten.
Und glaube grundsätzlichen keinen parteipolitischen Versprechen, die zu gut klingen um wahr zu sein. Wie ein früherer Chef von mir mal sagte: If something sounds too good to be true, it probably is.
Vielleicht sollten wir einmal anfangen, Millionen Menschen ohne Beitragsleistung nahezu gleiche Leistungen in der Krankenversorgung zu gewähren wie den Vollzahlern.
Und vielleicht sollte, wir als nächstes die ebenfalls beitragslosen Empfängerfamilien in der Türkei sich selbst um ihre Krankenversicherung in ihrem Land kümmern lassen.
Und vielleicht wäre es auch ratsam, den gesetzlichen Krankenkassen nicht nur etwas mehr auf die Finger zu schauen, sondern klipp ujd klar zu VERBIETEN, mit den Beitragszahlergeldern zu spekulieren und Millionenberluste einzufahren, für die niemand zur Verantwortung gezogen wird.
Und vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, daß auch Kommunalregierungen, die nachweislich pleite sind, sechststellige Summen in ihren Städten für „Partnerschaukeln“, „orangefarbene Frauenzufluchtsbänke“ und „regenbogenfarbige Zebrastreifen“ zu verplempern, gleichzeitig aber den „aufkommensneutralen“ Hebesatz der Grundbesitzabgaben von 600 auf 950 % zu erhöhen.
Nur mal so als Gedanke,…
@ H.K.
Das kann man alles machen. Dennoch, auch wenn es schwer fällt angesichts dieser Beträge von „Peanuts“ zu sprechen so sind sie es letztlich endlich dann doch!
Wir reden über 370Mrd Gesundheitskosten der GKVs. Pro Jahr! Zusammen mit der PKV über 400Mrd. Tendenz massiv steigend!
Und in der Rentenkasse, die mit nichts von dem, was Sie da oben beschreiben belastet wird, von 130Mrd Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. Jedes Jahr! Tendenz: ebenso massiv steigend.
Grund: Unsere alternde Gesellschaft.
Sie können weiterhin stets stimmungsmachend immer nur auf andere zeigen und die drei Finger übersehen, die auf Sie zurück zeigen.
Typisch NIMBY halt.
Es ist sinnlos und Zeitverschwendung, Ihnen irgend etwas zu erklären.
Ich wünsche einen angenehmen Tag.
Ihre Gartenparabel hinkt gewaltig, weil die Gärtner, die für den jetzigen Zustand verantwortlich sind, eben nicht das Unkraut mit der Wurzel entfernen, sondern es weiter nur mit Scherchen bearbeiten.
Beispiel: Energiewandel
Sie meinen wohl Energiewende…aber da kommt man auch schnell mal durcheinander mit Klimawandel etc.
Das Thema Atomkraft hatten wir ja schon. Kann man machen, dann soll man aber ehrlich sein und den Menschen reinen Wein einschenken: Wird teuer, kommt frühestens 2050, eher 2060 und dass man bis dahin eine mögliche Versorgungslücke im Winter (Stichwort Dunkelflaute) ganz anders, billiger und schneller schließen kann.
Das ist auch der Grund, warum Merz, grundsätzlich Atomkraft alles andere als abgeneigt, das Thema zur Zeit nicht zur Priorität macht.
„ Wird teuer, kommt frühestens 2050, eher 2060 “
Lesen Sie gelegentlich auch Zeitung ?
( Wenn ja: welche ? )
@ H.K.
Ja. Ich lese täglich Online-Ausgaben diverser Zeitungen und Medienportale. Links, Mitte wie Rechts.
Bei solchen Themen aber vor allem Primärliteratur von Leuten und wissenschaftlichen Institutionen, die sich tagtäglich mit der Materie beschäftigen.
Wie zum Beispiel dem Fraunhofer Institut.
Sie kommentieren den halben Tag hier und lesen jede Menge Zeitungen.
Arbeiten Sie auch irgendwann zwischendurch ?
@ H.K.
Ja! Gestern zum Beispiel bis 23h abends.
Und Sie? Wann arbeiten Sie? Sie kommentieren noch weitaus fleißiger als ich.
PS: Heute ist Wochenende 😉🤗
„ Der AfD-Zug ist abgefahren.“
Ja !
Wer zu spät am Bahnsteig steht, sieht im wahrsten Sinne nur noch rot – die Rücklichter des Zuges …
Aber morgen, übermorgen oder irgendwann fährt sicher wieder mal ein Zug, den man(n) verpassen kann.
🤗
Ein Verbotsverfahren für die AfD hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn der Partei nachgewiesen werden kann, daß sie die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik gefährdet.
Dieses Ziel kann ich nicht erkennen.
Erlebt habe ich aber, daß die Regierung in der Corona-Krise die Grundrechte der Bürger eingeschränkt hat und zur Zeit sehe ich die Gefahr, daß die Regierung die Freiheit der Bürger durch die verschiedensten Maßnahmen immer mehr einschränken will. Der neueste Coup ist der Versuch, das Informationsfreiheitsgesetz einzuschränken.
„ Der Verlauf der Veranstaltung war überaus bemerkenswert, denn die „Realos“ wählten durch.“
Das macht mir Hoffnung, nämlich dass die „Realos“ – wenn auch eher ruhig – dass Spiel hinter den Kulissen aber dennoch mit harten Bandagen zu spielen verstehen.
Nicht Lautstärke zählt, sondern die richtigen UND stabilen Netzwerken zu spinnen. Das scheint Herrn Vincentz gelungen und ich gehe mal davon aus, dass er durchaus mit dem gerechnet hat, was kommt.
Und: gehen wir mal davon aus, dass das eine oder andere U-Boot sich bereit macht aufzutauchen, wennś nicht schon oben ist.
Drücken wir den Realos die Daumen!
„Die AfD in NRW steht vor der nächsten offenen Feldschlacht“
Die offene Feldschlacht der CDU bundesweit ist aber auch nicht von schlechten Eltern. Jens Spahn zerbröselt gerade die letzten Reste der ehemaligen Volkspartei. Hätte er doch geschwiegen. Macht die Sache nicht besser, aber hätte im Wahlkampf geholfen.
Das war’s CDU!
Ja, das war‘s als Fraktionschef !
( Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ titelt bereits „Rücktritt als Konsequenz !“ ).
Heißt aber nicht, daß er nicht der nächste Bundeskanzler werden könnte.
( Diese CDU bringt das fertig – es MUSS doch möglich sein, die „1“ vor die Umfragewerte zu bekommen …. ).
„hätte er doch geschwiegen“…
Richtig, so erklärt er uns der feine Herr Spahn, daß er aus zwei Personen besteht, die nichts miteinander zu tun haben sollen: der Politiker und der Privatmann. So hat er offenbar auch bisher agiert.
Ich vertraue weder der einen Person noch der anderen und verlange seinen Rücktritt.
Hätte er doch geschwiegen gilt aber auch für den Kanzler, der wieder einmal keinen Fettnapf auslässt. Was soll denn eine Gratulation zu einem offensichtlichen Rechtsbruch und einer ethisch überaus fragwürdigen Maßnahme?
Naja. In Baden-Württemberg war auch einmal absolutes Chaos in der AfD. Jetzt scheint es zu laufen. Ob jetzt oder die Realos oder die Fundis gewonnen haben, weiß ich nicht. Auch in anderen Teilen der AfD war das Mal der Fall.
Und die Rolle, ob man Realo oder Fundi ist, kann sich schnell ändern. Aktuell gibt es diesen Fall, dass Jens Spahn und sein Ehemann Vater geworden sind. Dank Leihmutter. Verschiedenste konservative und auch AfD-nahe Personen auf Twitter waren dabei auf Seiten von Jens Spahn. Teilweise weil sie selbst homosexuell sind. Teilweise weil sie das Elternglück hochgehoben haben. Ich dachte mir, die AfD könnte Unterstützer verlieren, wenn sie sich hier zu eindeutig positioniert.
Und: In diesem Fall würden wohl die allermeisten in der BRD diejenigen, die gegen Leihmutterschaft sind, als Fundis bezeichnen.
Man sollte also vorsichtig sein, wenn man von sich denkt, man sei der Realo und die anderen die bösen Fundis. Übernacht kann man selbst zum Fundi erklärt werden.
Der Sinn des Lebens ist nicht, einer Mehrheit anzugehören, sondern sich nicht auf der Seite der Wahnsinnigen widerzufinden (Zitat Marc Aurel)
Nicht „widerzufinden“ sondern wiederzufinden!