Kai Wegner schmeißt endlich hin: Doch für das bürgerliche Berlin gibt es keine Hoffnung

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) wird am Abend seine Spitzenkandidatur für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses im September zurückziehen. Das kündigte er am Nachmittag an. Bis zur Neuwahl eines Regierenden werde er im Amt bleiben. Auch als Berliner CDU-Chef schmeißt Wegner hin. Wörtlich: „Ich kriege es nicht mehr hin, Botschaften zu senden, weil eine andere Debatte alles andere überlagert.“

Nicht weil alles andere überlagert wird

Sondern weil Wegner jämmerlich versagt hat, als er die Chance hatte, Statur zu zeigen und das Ticket für eine weitere Amtszeit sozusagen nebenbei zu lösen.

Doch Wegner nutzte seine Chance nicht. Ja, er entblößte sich vor den Menschen in Berlin und Deutschland als der Typus Politiker, den immer mehr Bürger einfach nur noch verachten.

Und sein Statement vorhin dokumentiert geradezu erschütternd, dass diese Generation von CDU-Politikern bis heute nicht begriffen hat, dass sie selbst es sind, die die Erosion der großen Volkspartei der Mitte, die Partei von Konrad Adenauer und Helmut Kohl, bis heute auf den Abgrund zutreiben.

Seit vielen Jahren ätzt die AfD, dass die Union den Weg der italienischen Democrazia Cristiana (DC) beschreiten und in die Bedeutungslosigkeit untergehen werde. Und ich habe stets energisch widersprochen.

CDU und DC – das sei überhaupt nicht vergleichbar. Merkels Harakiri auf der deutschen und Korruption und Mafia auf der italienischen Seite – das sei nun wirklich nicht vergleichbar. Inhaltlich ist das auch heute so.

Aber wenn eine Partei mutwillig ihre treuesten Anhänger und Wähler immer und immer wieder enttäuscht, wenn die Arroganz der Macht wichtiger ist als die Nöte und Bedürfnisse der Bevölkerung, dann laufen irgendwann auch die Treuesten der Treuen in Scharen weg.

Zur Ehrenrettung von Wegner muss man sagen…

Berlin ist für die CDU immer ein schwieriges Pflaster gewesen. Auch wenn von Weizsäcker und Diepgen hier einst gut regiert haben.

Und ich gebe zu, es hat mich gefreut, als Wegner zum Regierenden gewählt wurde. Weil Berlin nichts mehr braucht als wirtschaftliche Vernunft, Sicherheit, eine Vision und weniger soziale Wohltaten mit dem Füllhorn, sozialistische Spinnerei und kriminelle Araber-Clans und Palästinenser-Extremisten.

Aber nach Wegners Amtsübernahme in Berlin änderte sich nichts. Nichts. Null. Nada.

Und das lag – anders als im Bund – weniger am Koalitionspartner SPD.

Doch wenn Sie hier im Auto unterwegs sind, stundenlang im Stau stecken wegen Baustellen und Absperrungen an jeder Ecke, ohne dass Sie über Monate einen einzigen Menschen dort sehen, der irgendwas arbeitet, dann stellt sich irgendwann die Sinnfrage.

Die Berliner, die sich zuletzt für die Union entschieden hatten, wollten ein marktwirtschaftliches Profil – besonders in der Wohnungsbaupolitik. Sie wollten mehr Sicherheit auf den Straßen. Und sie wollten – meine subjektive Einschätzung – weniger Müll und Dreck im Stadtbild, weniger Elend und Drogenhandel.

Stattdessen bekamen sie eine Regenbogenflagge am Roten Rathaus, Abweichen von der Schuldenbremse und alles Mögliche, was ganz sicher nicht CDU-Kernpolitik ist.

Und dann der Stromausfall im Januar

100.000 Berliner bei eisiger Kälte direkt betroffen. Kein Naturereignis, sondern durch einen linksradikalen Terroranschlag.

Jeder, der sich mit politischer Kommunikation und Strategie auskennt, hätte nicht einmal zum Handbuch greifen müssen. Hier lag auf der Hand, was zu tun ist.

Der Regierende Bürgermeister als Kümmerer, morgens früh vor Ort.

Sprechen mit Anwohnern, dafür sorgen, dass seine Verwaltung heißen Tee und belegte Stullen für die Helfer organisiert. Hilfe zusagen, Krisenstab einberufen, den energischen Stadtvater geben. Was man in einer solchen Situation aber auf gar keinen Fall machen darf, ist Business as usual, ist Freizeitvergnügen.

Als bekannt wurde, dass Wegner am ersten Tag nicht in Zehlendorf war, sondern Tennis spielen. Als er die Öffentlichkeit mehrfach belog und behauptete, er habe am 3. Januar den ganzen Morgen telefoniert, um die Notfallmaßnahmen für seine Bürger zu organisieren und zu koordinieren, und sich dann herausstellte, dass er an diesem ersten Tag nicht ein einziges Telefonat in dieser Sache geführt hat, da war im Grunde klar, dass dieser Mann aus dem Amt raus muss. Am besten sofort.

Was ist die wichtigste Aufgabe eines Landesvaters?

Für seine Bürger da zu sein, in guten wie in schlechten Zeiten. 18.494,37 Euro brutto bekommt er jeden Monat neben all den anderen Vergünstigungen des Amtes. Und in seiner Stadt findet ein Terroranschlag statt, der Auswirkungen auf 100.000 Bürger hat. Und dann geht dieser Regierende Tennis spielen? Ernsthaft?

Was geht im Kopf dieses Mannes vor? Wie zynisch ist sein Amtsverständnis?

Die Berliner CDU hat das endlich auch begriffen. In aktuellen Umfragen liegt die CDU nur noch auf Platz 4, viele Mandate könnten im September weg sein, der Sitz an der Spitze der Regierung sowieso. 17 Prozent der Berliner wollen heute noch CDU wählen. Mancher im Konrad-Adenauer-Haus wird das für stabil halten, wette ich.

Weil den sogenannten Strategen dort immer noch nicht klar ist, dass nach dem vordergründigen Ende der Ära Merkel keineswegs wieder alles gut ist.

Vielleicht wird es nie wieder gut. Sollte doch ein Wunder geschehen, dann ist das ein sehr langer Weg. Denn die Politiker-Kaste, die uns regiert, ist ja nicht nur Wegner. Friedrich Merz ist der unbeliebteste Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Günther (Schleswig-Holstein), Wüst (NRW) und andere sind genau der Typus von Kai Wegner: angepasste Manager der Macht ohne jeden idealistischen Kompass und das Feuer im Herzen, das die Union einst so groß und erfolgreich gemacht hat.

Glauben Sie mir, der Niedergang der einst stolzen Volksparteien CDU und SPD bereitet mir keine Freude.

Es ist ein Desaster für die Menschen in unserem Land. Und niemand weiß, wohin für uns alle die Reise führt. Es sieht nicht danach aus, dass es besser werden könnte.

Die Berliner Union muss jetzt schnell handeln, am Abend findet eine Kreisvorsitzenden-Konferenz statt.

Die Spitzenkandidatur übernehmen wird wohl Finanz- und Kultursenator Stefan Evers. Vereinzelt wurde auch Felor Badenberg genannt, Justizsenatorin und frühere Vizepräsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz, aber parteilos.

Evers wird es wohl machen. Ob er noch eine Chance hat, das Ruder herumzureißen, ist mehr als fraglich.

Und das stürzt das arbeitende, bürgerliche Berlin in eine tiefe Krise

Eigentlich will man die CDU nicht mehr wählen, die AfD hat null Chance, irgendwie an der Macht im Roten Rathaus partizipieren zu können, die FDP existiert praktisch nicht. Stärkste Partei in den Umfragen ist die frühere SED, die sich heute Linke nennt. Zusammen mit SPD und Grünen könnten sie ab September die Vier-Millionen-Metropole übernehmen, unsere Hauptstadt. Der Horror – Palästinenserfreunde leiten dann die Polizei, Araber-Clan-Versteher die Justiz und der Verfassungsschutz liegt in den Händen von Sympathisanten aller möglichen Extremistenfreunde.
Hier stirbt gerade jede Hoffnung auf bessere Zeiten…

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Dieser Artikel wurde 29 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Die einzige Hoffnung, die noch bleibt, ist, daß die Geberländer einer kommunistischen Regierung in der Hauptstadt den Geldhahn zudrehen und den Länderfinanzausgleich nicht nur in Frage stellen, sondern – endlich – beerdigen.

    Failed state – ich möchte da nicht tot über dem Zaunpfahl hängen …

    • Harald Antworten

      Da bin ich absolut bei Ihnen. Der Länderfinanzausgleich gehört grundlegend reformiert.

      Seit Jahrzehnten zahlen Bayern, BW und Hessen Unsummen an Empfängerländer allen voran Berlin, die damit Wohltaten wie kostenlose Kitas finanzieren während die Bürger der Geberländer für sowas bei sich zu Hause blechen dürfen.

      • H.K. Antworten

        Oh, Prinz Charming geht es wieder besser !

        Ich wünsche Ihnen auch einen schönen, erfolgreichen Tag !

      • S v B Antworten

        Warum schon wieder so aggressiv, lieber Klaus? Weil Deutschland aus der WM ausgeschieden ist…? Hast Du das immer wiederkehrende Geätze Richtung H.K. nötig? Sorry, aber das wäre armselig. Überraschung – das Leben ist nicht nur, aber auch zum Lernen da. Falls es Dich etwas beruhigen sollte… selbst Harald ist der gleichen Ansicht wie H.K. Und DAS will wirklich was heißen, oder?

        • Harald Antworten

          @ S v B

          Meine Zustimmung bezog sich auf den Länderfinanzausgleich und dass ich es für inakzeptabel halte, wenn Dauergeberländer von ihren Bürgern zu Hause verlangen, z.B. Kitakosten selber zu tragen, Dauernehmerländer wie Berlin dieses Geld aber nehmen, um dort solche Wohltaten zu finanzieren. Ulrich Siegmund macht mit den gleichen Versprechungen erfolgreich Wahlkampf für Sachsen-Anhalt. Auch ein Dauernehmerland.

          Berlin deswegen aber pauschal einen „failed state“ zu nennen, käme mir nicht in den Sinn. Wie ich Ostdeutschland auch nicht pauschal als Dunkeldeutschland bezeichnen möchte. Berlin hat die gleichen Probleme wie alle großen Metropolen. Ich liebe Berlin, bin immer gerne dort. Wohnen wollte ich dort aber nicht, wie auch nicht inmitten anderer Großstädte. Gerne in unmittelbarer Nähe vor den Großstadttoren wie aktuell, mit den Öffis in 15 Minuten in der Innenstadt mit Zugriff auf Oper, Museen, notfalls Topärzte und Krankenhäuser, aber doch lieber in einer kleineren Stadt, bei der die Kommunalpolitik meiner Auffassung nach gut bis sehr gut funktioniert, nah an den Bürgern.

          Der einzige Unterschied, den ich in Berlin wahrnehme, sind die politischen Extreme, links wie rechts, die in aktuellen Umfragen vorne liegen. Wie man daraus noch vernünftige Politik machen soll, erschließt sich mir nicht.

          Gleiche Sorgen habe ich aber auch bezüglich der Entwicklung im Bund.

          • Tina.Hansen

            Da haben wir doch mal was gemeinsam! Auch ich lebe gern nahe der Natur, aber am Rande zur Grossstadt. Leider hat meine Hausarztpraxis sogar den Weg in Onternet gefunden: 8.500 Patienten auf eine Hausarztpraxis.

  2. Gerd Franken Antworten

    „Der Horror – Palästinenserfreunde leiten dann die Polizei, Araber-Clan-Versteher die Justiz und der Verfassungsschutz liegt in den Händen von Sympathisanten aller möglichen Extremistenfreunde.“

    Von einigen Nuancen abgesehen ist das schon längst Realität. Und Klöckner will die gesamte AfD Fraktion aus dem Bundestag verweisen. LOLL! Zum Glück habe ich keinen Koffer in Berlin.

    • H.K. Antworten

      Ich habe den Ausschnitt gerade auch gesehen.

      Ein Bundestagspräsidentendes und auch ein Bundespräsidentendes KANN gar nicht wirklich neutral, unvoreingenommen und unparteiisch sein.

      Vielleicht sollte tatsächlich Hape Kerkeling ins Bällwüh einziehen. Und vielleicht sollte das Bundestagspräsidium komplett und direkt vom Volk gewählt werden.

    • Harald Antworten

      Klöckner kann gar keine Kollektivstrafen gegen politische Fraktionen verhängen. Das muss immer individuell geschehen. Die Drohung, die ganze AfD des Sitzungssaals zu verweisen, war also juristisch und formal gesehen eine rein rhetorische Ansage.

      Die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages, die persönliche Beleidigungen (diese teilweise sogar explizit benennend) untersagt, wurde per demokratischer Mehrheit im Bundestag letzten Herbst beschlossen. Gerade eine Partei, die stets Recht und dessen Durchsetzung einfordert, hat sich daran zu halten! Und es ist immer wieder die AfD, gefolgt von den Linken, die gezielt und vorsätzlich dagegen verstoßen und provozieren – und sich dann darüber echauffieren, wenn sie dafür gerügt werden.

      Man soll im Parlament kontrovers debattieren. Gerne scharf. Inhaltlich, aber nicht ad personam! Das Deutsche Parlament ist keine social-media-Plattform. Diese haben unsere Debattenkultur schon genug massiv beschädigt und sowas will ich nicht im Bundestag hören!

      Interessant übrigens, wer letztes Jahr gegen diese neue Geschäftsordnung stimmte: AfD und die Linke.

      Die beiden auf social media lautesten, aggressivsten und erfolgreichsten und Parteien.

      Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

      • H.K. Antworten

        Tja, der Auftritt der nächsten hoffnungsfrohen Bundespräsidentin ( was für ein Abstieg: von der Königin zur Präsidentin auf Zeit … ) war schon verwunderlich.

        Aber vielleicht saß ja der öffentlich-rechtliche Herr Pilawa auf der Zuschauertribüne …

        Es wird mit zweierlei Maß gemessen, und wenn die „demokratischen Parteien“ mit allen denkbaren Winkelzügen und Tricks eine, ja, die größte Partei des Landes immer und immer wieder benachteiligen zu müssen und selbst durchdachtesten und logischen Anträgen nicht zuzustimmen, bloß, weil sie von „denen da“ kommen, darf sich niemand wundern, wenn diese Partei bockig wird und entsprechend reagiert.

        „Neutrale“, unparteiische Sitzungsleitung geht jedenfalls anders.

        Dumm nur, daß all das wirklich jeder mitbekommt.

        • H.K. Antworten

          Was selbstverständlich NICHT heißen soll, daß Regeln und Gesetze nicht für AUSNAHMSLOS A L L E gelten.

          Es ist wie mit Gewalt:

          Gewalt geht GAR NICHT – völlig egal, von welcher Seite.

          Auffällig ist – zumindest für mich – jedoch, daß auch nach einer ganzen Woche und trotz vorliegenden, zahlreichen Videos und Fotos, noch niemand von den Schlägern aus Erfurt festgenommen wurde.

          Bei räääächten Schlägern ( die genauso in den Knast gehören ) sähe das vielleicht u,U. ggf. evtl. ETWAS anders aus …

          • Harald

            Da empfehle ich, weniger zu insinuieren als einfach mal abzuwarten.

            Ein erheblicher Teil der Angreifergruppe war vermummt. Die Täter stammten aus „Schwarzen Block“, trugen Masken, Schlauchschals oder Kapuzen, um ihre Gesichter unkenntlich zu machen.

            Dass hier Ermittlungen dauern, ist logisch. Auch die Ermittlungen gegen die linken Angreifer auf das Team der ZDF-„heute-show“ im Jahr 2020 gestalteten sich extrem langwierig und mühsam. Nur durch am Tatort gesicherte DNA-Spuren und die spätere Auswertung von Kommunikationsdaten konnten Jahre danach überhaupt vier der Angreifer überführt werden. Anklage wurde 2023 gestellt, Anfang 2024 wurden sie abgeurteilt.

          • H.K.

            Ah ja.

            Ich empfehle, einmal die Bilder und Videos anzuschauen, da offenbar nicht geschehen.

            Es gibt nicht nur EIN unverhülltes Gesucht der Antifa-Prügeltruppe.

          • Harald

            @ H.K.

            Habe ich gesehen. Vielleicht mit genauerem Blick als Sie.

            Ja, einige sind nicht vermummt. Darunter auch jene, die beim ersten Bedrängen und Schuppsen dazwischen gegangen sind.

            Derjenige, der sich als erstes aus der Gruppe löste und mit Flasche auf den Apollomitarbeiter losging, war in den Videos, die ich gesehen habe, teilweise vermummt und nur von hinten zu sehen.

            Aber, vielleicht haben Sie ja Zugriff auf andere Videos…

  3. Angelika Antworten

    „Was ist die wichtigste Aufgabe eines Landesvaters?“:
    Entschuldigung. Diese Frage an sich ist schon Trash.
    Was aber stimmt: Clevere Politiker sorgen dafür, dass schöne Bilder und Geschichten über sie in den Medien erscheinen. Merkel machte das z.B. mit Netzwerken mit den Medien. Ansonsten machen sie einfach ihre Politik und verteilen den Kuchen unter all den Leuten, die sie brauchen. Was clevere Politiker allerdings auch machen: Wenn sie merken, dass einzelne Punkte auf zu starken Widerstand in der Bevölkerung stößt, geben sie diese Punkte einfach auf.
    Im Grunde will die „Bevölkerung“ eh so wenig: Keine allzu schlimmen Auswüchse der Politik und nette Geschichten über ihre Heimat in den Medien. Aktivisten sind nur deshalb so erfolgreich, weil sie ihr persönliches Anliegen mit Horrorstories medial vermarkten können: Wenn das und das nicht kommt, werden 100 Milliarden Menschen sterben! Und solche Horrorgeschichten will der Normie nicht lesen. Merke: Kontrolliere die Medien und Du bist der beliebteste Politiker aller Zeiten.

    • H.K. Antworten

      Die „beliebteste Politikerin Deutschlands“ war – gefühlt – eine halbe Ewigkeit „Mutti“. Und das auch noch, als längst klar war, welches Unglück diese Frau über das Land gebracht hat.

      Inzwischen sind die Beliebtesten – angeblich – Pistorius, Özdenir und Wüst.

      Warum oder für was eigentlich ?

  4. S v B Antworten

    Gerade junge Leute liiieben Berlin! Sie sind von der Stadt meist enorm begeistert. Ob trotz oder gerade wegen der mehr als fragwürdigen Verhältnisse, die dort, für „vernünftige“ (oder sind’s einfach nur „normale“?) Bürger allenthalben offensichtlich herrschen. Auch soll, wie ich mal hörte, Berlin die Start-up-Hauptstadt zumindest Deutschlands, wenn nicht gar Europas, sein. Alle anderen Großstädte im Lande sind diesen Leuten einfach zu spießig. Oh ja, hochgradig unterhaltsam ist Berlin tatsächlich. Keine Frage. Vielleicht sind aber gerade junge Leute noch blind und taub gegenüber den unheilvollen Flammenzeichen an der Wand? Man könnte es ihnen nicht mal verübeln. – Ich lass‘ das alles jetzt einfach mal so steh’n…

    • Klaus Kelle Antworten

      Gerade junge Leute liiieben Berlin! Sie sind von der Stadt meist enorm begeistert.

      @S v B,

      ja ich….

      Berlin wird schlecht regiert und nist ein „Melting Pot“, der nicht wirklich rund läuft. Das bestreitet niemand. Ich finde allerdings auch wenig überzeugend, dass Menschen, die hier nicht leben, meinen, das Lebensgefühl dieser Stadt beurteilen zu können, weil sie immer mal in der Zeitung lesen, dass es Krwall oder einen Messerangriff gab. Das gibt es in Stuttgart, Nürnberg und Dortmund inzwischen auch regelmäßig.

      Denkt, was ihr wollt, aber Berlin ist deutlich besser als sein Ruf, wie ich zuletzt selbst wieder erleben durfte – nachzulesen hier

      Schönes Wochenende!

      Klaus

      • H.K. Antworten

        Demnach dürfte niemand, der nicht in den USA lebt, etwas über The Donald sagen oder meinen.
        Wer jenseits des „großen Teiches“ lebt, in Deutschland z.B., schon gleich gar nicht.

      • Gerd Franken Antworten

        „weil sie immer mal in der Zeitung lesen, dass es Krwall oder einen Messerangriff gab.“

        In Berlin ist wirklich nicht alles schlecht: SEK beendet Geiselnahme im Supermarkt. Aber als Kassierer wollte ich in Berlin auch nicht unbedingt arbeiten.

      • S v B Antworten

        Lieber Klaus,
        ich habe Deinen Artikel in Germanz gelesen. Wie gut, dass Du Dich sofort an die richtigen Stelle gewendet und nicht gewartet hast, ob es nicht doch wieder besser wird. Gütiger Himmel, das hätte sehr, sehr übel ausgehen können. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du unendlich erleichtert und dankbar warst, dass das Richtige zur rechten Zeit von den richtigen Leuten gemacht wurde. Obwohl ich Deine Nach-OP-Euphorie und Dankbarkeit gut nachvollziehen kann ( habe ich doch schon den weitaus(!) größten Teil meines Lebens hinter mir), hat das Ganze nicht wirklich – oder doch nur sehr eingeschränkt – mit der notorischen Dysfunktion Berlins zu tun. Man könnte wohl weitaus mehr benennen, was eben nicht so gut – oder vielleicht gar nicht – funktioniert.

        Ich wünsche Dir von ganzem Herzen beste Genesung und die Einsicht, dass besonders der Patient gefragt ist, wenn ihm aus berufenem Munde eine komplette Wende hin zu nicht nur einem gesünderen, sondern zu einem selbstverantwortlichen, gesunden Lebensstil angeraten wurde. Lass Dir das jetzt einfach mal von einem alten, „enorm“ lebenserfahrenen, Weib sagen.

        Nur… mit welcher Art von Hund Du zuvor im Garten getollt hast, wissen wir noch immer nicht. Hundebesitzer (ob ehemalig oder aktuell) interessieren sich eben auch für sowas. Ich z. B. war Frauchen von insgesamt vier schwarzen, gutmütigen, tapsigen und in jeder Beziehung dickfelligen Neufundländer-Hündinnen (die meist erst bei Annäherung an einen Fluss oder See so richtig lebendig wurden). Nachdem das Thema Hund für mich/uns aufgrund unseres Alters eigentlich abgeschlossen war, schlich sich dann doch ein streunendes, offenbar herrenloses, etwa halbjähriges maurizianisches Mischlings-Weibchen in mein Herz. „Niemals nicht“ hätte ich nach Abreise das arme Tier den berüchtigten Hundefängern überlassen. Also ging’s für die Kleine auf nach Deutschland. War alles nicht ganz einfach, aber es hat dann doch geklappt, und wir hatten fast dreizehn Jahre lang doch noch mal ein Familienmitglied auf vier Beinen. Ihre Adoption hat sie uns vielmals gedankt.

  5. Gerd Franken Antworten

    Stefan Evers soll es nun richten. „Wir können stolz sein auf das was wir erreicht haben. Wir können nur dann etwas erreichen wenn wir bla bla bla bla.“

    Und täglich grüsst das Murmeltier.

  6. H.K. Antworten

    Was kassiert Kai Wegner eigentlich wie lange nach dem Murks, den er produziert hat ?

    Und welche Orden bekommt er wohl für die „Verdienste für Berlin“ ?

  7. H.K. Antworten

    Wer mag, schaut einmal in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ nach dem Artikel

    „Kanzleramt widerspricht Aussage von Wegner“.

    VOR der Bezahlschranke, frei lesbar.

    Alles irgendwie merkwürdig: wer da angeblich mit wem oder auch nicht gesprochen hat, ist plötzlich eine Frage von öffentlicher Sicherheit“.

    Auf das Wahlergbenis am 20. September darf man(n) gespannt sein …

  8. Elena Antworten

    „Der Regierende Bürgermeister als Kümmerer, morgens früh vor Ort.“

    Wirklich? Ein Bürgermeister hat sich um seine Bürger zu kümmern, dazu muss er nicht sofort vor Ort sein. Oft genug sind Politiker „vor Ort“ – mit entsprechendem Tross von Parteifreunden, Medienaufgebot und unzähligen Gaffern – eher eine Behinderung der Helfer. Und wenn der eine Politiker dann abgezogen ist kommt der Nächste…oft aus reinem Populismus, denn die nächste Wahl kommt bestimmt. Diesen von ihm erwarteten Populismus hat Wegner nicht bedient, was ihn dann zum Lügen verleitete. Allerdings hat er wohl auch sonst nichts oder wenig unternommern (was auch nicht unbedingt schlecht sein muss, evtl. sogar besser als wenn er sich mit seinem Problemlösungsprofil gleich eingemischt hätte).

    Etwas Gutes zeigt sich in dem Fall doch: Lügner scheitern sogar im angeblich so chaotischen Berlin. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten auf diesem Planeten!

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