Russischer Angriff auf ein Gotteshaus in Kiew

Er redet gern von Frieden und von Verhandlungen, die man jetzt – kreuzen Sie bitte an – a) mit Washinton, b) mit Brüssel, c) mit Selenskyj unbedingt führen müsse. Und immer, wenn Russlands Präsident, ein international mit Haftbefehl gesuchter Kriegsverbrecher, seine nächste „Friedensinitiative“ ankündigt, folgt darauf ein massiver militärischer Angriff mit Drohnen und Raketen gegen Wohnhäuser und kritische Infrastruktur.

Ziel dieser Angriffe ist nicht als nackter Terror gegen die Bevölkerung

Denn deren Widerstand will Putin brechen.

So auch in der vergangenen Nacht, als Russland die Hauptstadt der Ukraine mit 60 Raketen und Marschflugkörpern angriff, darunter die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew.

Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster zeigen Flammen auf dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Das Kloster wurde um 1050 im historischen Kiewer Reich gegründet. Es gilt als der älteste und heiligste Klosterkomplex der Region, von dem aus sich das Christentum in der gesamten Kiewer Rus verbreitete.

Für Ukrainer ist die Anlage ein unersetzliches Zeugnis ihrer Jahrhunderte alten Staatlichkeit, Kultur und Geschichte. Der riesige Komplex umfasst unterirdische Höhlen mit Reliquien, den berühmten Lawra-Großglockenturm und die wiederaufgebaute Kathedrale.

In der jüngeren Geschichte steht das Kloster im Zentrum der Trennung der ukrainischen von der russisch-orthodoxen Kirche. Der ukrainische Staat übernahm schrittweise die Kontrolle über Teile des Areals, um den Einfluss des Moskauer Patriarchats zu verringern.

Wenn Sie also mal wieder PR-Fotos von Putin im Netz finden, wie er ehrfürchtig dreinschauend in einer orthodoxen Kirche ein Kerzlein entzündet – lassen Sie sich nicht täuschen! Auch das ist genauso verlogen wie alles andere, was in dieser Zeit aus dem Kreml kommt…

 

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