Die CDU hat wieder eine Heldin
In Berliner Regierungskreisen herrscht im Moment eine Nervosität, wie man sie seit Bildung der schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz nicht mehr erlebt hat. Und das heißt etwas, denn seit dem Start der Koalition aus CDU/CSU und SPD rumpelt es ja sowieso dauernd an allen Ecken und Enden.
Was als fachlicher Disput über die explodierenden Spritpreise und die Frage begann, was man tun kann, um Verbraucher und Unternehmen zu entlasten, hat sich innerhalb weniger Tage zu einer veritablen Identitätsdebatte in der CDU ausgewachsen.
Im Zentrum des Sturms steht dabei Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Gegen sie läuft vor allem die traditionsreiche, aber innerparteilich inzwischen völlig belanglose CDA Sturm: die sogenannten „Sozialausschüsse“. Die scheinen vergessen zu haben, dass die Union seit ihrer Gründung immer die Partei der wirtschaftlichen Vernunft war – eines der zentralen Kernprofile. Doch jetzt will die CDA den Rücktritt der mutigen Politikerin, die selbst bei Gegenwind aus dem Kanzleramt fest am marktwirtschaftlichen Profil ihrer Partei festhält.
Auslöser des ruppigen Zoffs war Reiches „Nein“ zu den Plänen des Finanzministers Lars Klingbeil (SPD). Der hatte für seine Partei am 10. April Pläne für eine Übergewinnsteuer und direkte staatliche Subventionen an den Zapfsäulen vorgestellt. Reiche wartete nicht auf das nächste Kabinettstreffen: Auf offener Bühne nannte sie die Vorschläge des Koalitionspartners „ökonomischen Analphabetismus“ und „einen Angriff auf das Eigentumsrecht“.
Jetzt brennt die Hütte
Für die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) war der Auftritt Reiches der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.
Christian Bäumler, Vize-Vorsitzender der CDA, warf Reiche vor, sie betreibe eine Politik „kalter Herzlosigkeit“. Die Forderung der CDA nach ihrem Rauswurf ist mehr als eine Nickligkeit – es ist der Vorwurf, Reiche habe das „S“ in der CDU aufgegeben. Die CDA sagt, dass eine Volkspartei in Krisenzeiten die Handlungsfähigkeit des Staates beweisen müsse, anstatt sich hinter marktwirtschaftlichen Leitlinien zu verschanzen. Wer den sozialen Ausgleich verweigere, so der Vorwurf, der bereite den Boden für die AfD. Was auch sonst, wenn man punkten will…
Tatsächlich ist Reiche nur Projektionsfläche für den immer noch nicht entschiedenen Kampf um das zukünftige Profil der CDU
Die Gegenbewegung innerhalb der Union aber ist erstaunlich massiv. Für den Wirtschaftsrat der CDU und den einflussreichen Parlamentskreis Mittelstand (PKM) ist Katherina Reiche keine „Rebellin“, sondern eine Heldin. Ihre Anhänger argumentieren, die CDU habe in den Jahren des desaströsen Merkel-Kurses ihr marktwirtschaftliches Profil fast vollständig verloren. Reiche sei die Einzige im Kabinett Merz, die den Mut aufbringe, die Prinzipien Ludwig Erhards gegen den „Verteilungspopulismus“ der SPD und der eigenen Linksausleger zu verteidigen.
Reiches Unterstützer sehen in der Forderung der Genossen außerhalb und innerhalb der Union nach einer Übergewinnsteuer einen gefährlichen Präzedenzfall, der Investoren abschrecke und den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig schädige. Reiches Argumentation ist für viele Abgeordnete, Mitglieder und Wähler der CDU wahres Balsam auf die Seele: endlich ein lebendes Bollwerk gegen eine schleichende Sozialdemokratisierung der Union.
All das kommt für den Bundeskanzler alles andere als gelegen
Denn Friedrich Merz ist angeschlagen. Der Mann, der Deutschland insbesondere bei der Wiederbelebung der strauchelnden Wirtschaft auf die Beine helfen will, liefert einfach nicht. Noch mehr: Er passt sich um des Koalitionsfriedens willen immer und immer wieder auch fragwürdigen Ideen der SPD-Partner an. Inzwischen ist das größte Problem für den Kanzler nicht der inhaltliche Dissens, sondern die Frage der eigenen Autorität in Regierung und Partei.
Merz hatte bereits Anfang April ein Machtwort gesprochen und gefordert, „geräuschlos und einvernehmlich“ Lösungen zu erarbeiten. Dass Reiche kurz darauf die SPD-Vorschläge öffentlich zerpflückte, wird im Kanzleramt als direkter Affront gegen Merz gewertet. Und tatsächlich muss die Frage erlaubt sein, ob sie mit dem öffentlichen Schachzug gut beraten war.
Genau hier setzt die CDA mit der Axt an: Reiche beschädige die Richtlinienkompetenz des Kanzlers. Reiche kontert zurecht, dass Loyalität zum Bundeskanzler nicht die Preisgabe von Grundüberzeugungen der Union bedeuten dürfe.
Und wieder sitzt der Kanzler zwischen den Stühlen fest
Entlässt Merz die Ministerin, riskiert er einen offenen Bruch mit dem Wirtschaftsflügel und der Jungen Union, die in Reiche eine Hoffnungsträgerin sehen und ihre Standhaftigkeit bewundern. Behält er sie im Amt, droht die SPD mit einer Blockade wichtiger Gesetzesvorhaben, und der interne Streit mit der CDA wird die Partei weiter zerreiben.
Am kommenden Sonntagabend trifft sich der Koalitionsausschuss. Es ist der Moment der Wahrheit. Die deutsche Politik ist wieder richtig spannend geworden…



Die AfD setzt sich bei den Umfragen immer weiter ab; der Verdruss über den Kanzler steigt und steigt und die Wirtschaft Deutschlands befindet sich in steilstem Sinkflug. Die (Messer)Kriminalität explodiert, virtuelle Vergewaltigungen sind seit neuestem das Hauptproblem der Politik und die Kankenkassen- und Bürgergeldkosten explodieren.
Und: Die LT-Wahlen im Osten sind gaaanz nah. Da käme eine Heldin ganz gelegen.
Wenn man sie denn nur mal ließe. Aber das wissen der Kanzler und der sensible Lars gewiss zu verhindern.
Schlage vor: ein „Ende mit Schrecken“. Die ohnehin längt angeschlagene, ja in weiten Teilen sinnentleerte CDU soll sich endlich ehrlich machen, gefälligst Butter bei die Fische tun und sich entlang ihrer ohnehin schon länger bestehenden Bruchlinie teilen. Der eher linke Teil möge sich am besten wohl Lars Klingbeils SPD zugesellen, während sich die Konservativen, sinnvollerweise unter Führung von Katherina Reiche, in Richtung AfD bewegen. Vielleicht ließe sich mit diesem vielleicht gerade noch sensationell, ja impertinent klingenden Vorschlag endlich wieder einmal der Wählerwillen abbilden. Zumindest hinreichend. Mit etwas Glück würde es dann wieder so wie in früheren Zeiten, als CSU und SPD noch sehr deutlich voneinander zu unterscheiden waren. Ein Zweiparteiensystem wie durchaus auch in anderen Ländern üblich, sollte auch für Deutschland kein Nachteil sein. Das im Grunde schon seit Jahren anhaltende Hin- und Her belastet das Nervenkostüm der Wählerschaft inzwischen weit über Gebühr. In einer schon mehr als prekären Gesamtsituation kann sich ein Staatswesen kein unentschiedenes Gehampel, kein laienhaftes Zaudern und auch engstirnigen Stümpereien leisten. Und schon gar keine ständige Widersprüchlichkeit. Politischer Pragmatismus ist in Zeiten wie diesen gefragter denn je. – Bravo, werte Frau Reiche, für ihre vorausschauende Klugheit und Standhaftigkeit inmitten einer Woge sich im Winde wiegender Halme. Nein, SO kann es nicht weitergehen.
Wenn von Teilen der CDU gefordert wird, der Kanzler müsse seije Wirtschaftsministerin entlassen, „weil sie sich dem Kanzler widersetzt“ habe, so ist das schlicht der Witz in Tüten.
Mir ist nicht bekannt, daß der gleiche „Flügel“ gefordert hätte, der Kanzler müsse Klingbeil oder auch „Bullshit-Bas“ entlassen, die den Kanzler nun beide wiederholt öffentlich düpiert haben.
Das Kernproblem ist m.E., daß Merz weder Rückgrat noch Kompetenz hat: weder KANN er Wirtschaft noch Führung noch hat er Richtlinienkompetenz.
Da tanzen ihm die beiden Chef-Sozis kreuz und quer auf der Nase herum – und was tut der deutsche Bundeskanzler ?
Er geht mit ihnen lecker essen und anschließend duzt man ( frau auch, es sowieso ) sich freundschaftlich.
Es darf wohl bezweifelt werden, ob Helmut Schmidt oder Helmut Kohl, Gerhard Schröder, vermutlich auch Olaf Scholz, sich dermaßen hätten vorführen lassen.
Eher darf man wohl vermuten, daß jeder von ihnen unverzüglich zum Hörer gegriffen und in Bellevue nachdrücklich um die sofortige Entlassung dieser respektlosen Minister gebeten hätte.
Aber was tut Friedrich Merz nicht alles für die „Wagenschlüssel“ …
Es ist nur noch zum Fremdschämen …
„Wer den sozialen Ausgleich verweigere, so der Vorwurf, der bereite den Boden für die AfD.“
Das einzige was die Koalition einigt ist der Kampf gegen die AfD. Wird wohl nicht reichen.
Gestern „heute show“ gesehen ?
Gar. nicht nett von Ihnen… Denn – auf Ihre Frage hin habe ich soeben Dreiviertel der Sendung – unter Aufbietung all meiner Kräfte – durchgestanden. Ja, durchgestanden. Einmal mehr ist mir von Herrn Welke und Co. vor Augen und Ohren geführt worden, warum ich auch diese Sendung schon vor Jahren aus meinem Programm gestrichen habe. – Bitte kommen Sie mir jetzt nicht noch mit Herrn Böhmermann…
„Gar nicht nett“ kann ich gut !
Man ( frau auch, es sowieso ) fragt sich nur, warum wir alle für diese Propaganda zahlen müssen.
Wenn ich „Disney“, „Netflix“ oder sonstwas sehen möchte, kann ich es buchen und dafür bezahlen.
Warum das technisch nicht auch bei den Öffentlich Rechtlichen möglich sein sollte, erschließt sich mir nicht.
Wer den Unfug sehen möchte, bucht die entsprechenden Sender und zahlt dafür, wer nicht, der eben nicht.
@H.K.
Ja, das wär’s!
In Ihrem geliebten Großbritannien werden übrigens ebenfalls Zwangsgebühren fürs TV verlangt. Dorthin auszuwandern brächte also nix.
Aber… es gibt in Europa noch etliche Länder, die ihren Bürgern pauschal keine Rundfunk-Gebühren abverlangen. Der von Ihnen (erst jüngst zitierte) Wermutstropfen: die Fernsehgebühren werden dort über das Steuersystem abgerechnet. Würde heißen, dass weniger Betuchte günstiger (in manchen Fällen vielleicht sogar gratis?) in den Genuss des Fernsehens oder Radiohörens gelangen als ihre finanziell besser aufgestellten Mitbürger. – Allerdings will man sich den enormen bürokratischen Aufwand, den eine individuelle Berechnung der Gebühren erfordern dürfte, gar nicht erst vorstellen.
Schönen Sonntag noch!
Nun, DAS Großbritannien, das ich kannte und stets meinte, gibt es nicht mehr.
Wer sich heutzutage Bilder oder Videos aus britischen Städten ansieht, stellt schnell fest, daß es da deutlich anders und „bunter“ aussieht als bei „Inspektor Barnaby“, vir allem völlig anders als in den 60er und 70er Jahren ( „Der junge Inspektor Morse“ ).
Dazu kommt der offensichtliche Dauerflirt von Charles III mit dem Islam.
Ich kann mich nicht erinnern, daß es bei „Lissy“ laute Rufe nach dem Rücktritt der Monarchin gegeben hätte.
Großbritannien läuft m.E. Gefahr, den letzten König er erleben.
Nach dort auswandern ?
Never ever …
@H.K.
Noch ein Anglophiler, wie schön! Willkommen im Club! Ja, Sie haben völlig recht, Großbritannien ist nicht mehr das, was es war. Noch vor 20 Jahren war z.B. England das sicherste Reiseland für alleinreisende Frauen. Würde ich heute nicht mehr unterschreiben.
Bei den neuen Barnaby-Folgen mit Neil Dudgeon wollte die BBC übrigens den langjährigen Produzenten Brian True May auch zwingen, mehr Farbige einzubauen. Da isser wohl entfleucht….
Mir hat auch die Krimiserie George Gently sehr gefallen, aber ….äh… das hat natürlich alles nichts mit dem Thema des Artikels zu tun. Wollt’s nur mal erwähnt haben. 😉
Über Merz denke ich wie Sie, der Mann müsste sofort verschwinden, denn was auch immer nachkäme an Personalie – schlimmer könnte es nicht werden.
@ Inge H.
Meine UK-Affinität hat mittlerweile stark gelitten.
Wenn Sie mögen, geben Sie bei Dr Google doch einmal ein
„Stadt mit den meisten Messerattacken im Vereinigten Königreich im Jahr 2026“
Es findet sich u.a. auch folgende Notiz vom 25.07.2925:
„Allein in London werden mehr Messerangriffe registriert als in ganz Deutschland . In den sozialen Medien kursieren unzählige Videos, die Kämpfe zwischen rivalisierenden Banden und einzelnen Jugendlichen zeigen – ausgetragen mit Macheten, Schwertern oder Küchenmessern.“
Die berichteten Zahlen beziehen sich offenbar nur auf England und Wales.
Trotzdem:
Ein schon länger geplanter Besuch dort liegt erst einmal auf Eis …
@H.K.
Da bin ich voll bei S v B, die roten Schmähsendungen von Welke oder gar Blödermann werde ich mir nicht antun. Mir genügt völlig der ideologische Unterton in den Krimis und/oder der spätestens nach 5 Minuten aufdröhnende Klimawandel-Zeigefinger in jeder Dokumentation. Sudel-Ede hätte seine helle Freude an den beiden gehabt.
Da bin ich bei Ihnen beiden.
Den Türkenpräsidenten-Beleidiger habe ich mir noch nie ( d.h.: einmal kurz, quasi als „Unfall“ ) angesehen.
Man ( frau auch, es sowieso ) bekommt Pickel bei dem Gedanken, dafür zahlen zu MÜSSEN.
Und, wer TUT etwas dagegen, außer daß wir uns hier aufregen ?!
Es ist eine Frage von Bildung und Erziehung, wie weit gutes Benehmen sich in der Politik manifestiert. Frau Reiche nennt die unausgegorenen, von sozialistische Ideologie getragenen Vorschläge „ökonomischen Analphabetismus“, die SPD (Bas) hätte es „Bullshit“ genannt. So klingt schon verbal der Unterschied zwischen Bildung und Gosse.
@Achim Koester
Gewiss nicht nur mir klingt Ihr Anspruch an „Bildung und Erziehung“ – gerade in der Politik – entschieden zu rückständig. Mit Ihrem überzogenen Anspruch werden Sie wohl kaum mehr glücklich werden. Deshalb mein dringender Rat an Sie: Machen Sie sich locker! 😉
Liebe S v B,
Gute Manieren und Anstand sollten nie aus der Mode kommen, erst recht nicht bei Politikern. In dieser Hinsicht bin ich gern rückständig.
Bei Studienabbrechern und Nichtskönnern an „Bildung“ zu denken ist schon mutig.
„Dummdreist“ oder/ und „rotzfrech“ trifft es da wohl schon eher.
Na und? Warum würde es sonst wohl heißen, dass „Frechheit siegt“?
Gestern um 20:00 Uhr zeigte die Tagesschau in epischer Länge eine Demonstration für die sog. „Energiewende“, in der ein Teilnehmer allen Ernstes behauptete es sei „wissenschaftlich erwiesen“, dass Wild- und Solarstrom das Land voll versorgen können. An anderer Stelle tönte die Chefideoloin Claudia Kemfert, es gebe „Speicher noch und nöcher“. (Erinnert mich an Baerbocks Kobolde, die den Strom im Netz speichern.) Es ist unnötig , zu erwähnen, dass beide Aussagen unwidersprochen blieben. Mir standen die Haare zu Berge. In der ARD hat man weder von Prof. Dr. Werner Sinn, noch von Gerd Ganteför oder Fritz Vahrenholt gehört, die die Lüge bereits seit Jahren aufdecken.
Gibt es eigentlich noch Demonstrationen gegen Rechts? Ist merkwürdig still geworden an der Front.
ja, fehlt mir auch
Die kommen schon noch, wenn das entsprechende Klientel begriffen hat, daß 27% für „die da“ stehen und 12% für den „sensiblen Lars“ und „et Babsi“.
Die bezahlten und durch ganz Deutschland gekarrten Berufsdemonstrant*/-/:/_/•/Innen werden spätestens vir den Wahlen im Osten schon noch irgend etwas „Großes“ veranstalten …
Spontan können solche Aufmärsche längst nicht mehr sein. Das Ganze scheint nicht zu Unrecht als auffällig orchestriert. Man kann die perfekte organisatorische Infrastruktur dieser Massendemos im Grunde nur bewundern. Die Konservative als Gegengewicht treibt demgegenüber nach wie vor diffus und lautlos im politischen Äther. Allerdings sollte niemand annehmen, dass eine solche nicht existiert. Sie tut es. Und ob sie es tut. Ein Hoffnungsschimmer, dass dies selbst Frau Ministern Prien allmählich bewusst zu werden scheint.
„Was sind Sie von Beruf ?“
„Demonstrant in Festanstellung“.
Die unwidersprochene Aussage des „Klimabewegten“ zur sog. Energiewende zeigte, wes Geistes Kind in der Hauptnachrichtensendung des ÖRR am Ruder ist. Bei der ARD arbeiten keine Journalisten sondern Ideologen, die im Sinne einer Erziehungslobby den Bürger manipulieren.
Das ist nichts Neues. In der Corona-Zeit war diese methode gang und gäbe. Leider ist die Mehrzahl unserer Zeitgenossen der „Berichterstattung“ gefolgt und hat die aufgeklärten Mitbürger als Querdenker verfolgt.
Liebe Frau Dr. Königs-Albrecht,
Damit sind wir beide voll auf einer Linie, aber wir können es ja leider nicht ändern.
Deutschland geht es wie dem Wal. Etwas Schwanzzucken wird als überschäumender Lebenswille schöngeschwätzt. Aber der Flachwasserbereich verschwindet davon nicht, sondern die staatliche Großhilfe beschleunigen per Bürokratie den Lethalprozeß.
Schade!
LLuzi Ferase
Ein gerade in diesen Tagen trefflicher Vergleich. Beide vormals so gesunden und starken Organismen können einem inzwischen nur noch leidtun, schrecklich leidtun. Und einmal mehr ist es der Mensch, der versagt.
Ich würde sagen, an dem Wal zeigen sich die unglaubliche Fähigkeit und Kompetenz, die in diesem Land stecken.
Das Staatsoberhaupt merkt nach gut vierzehn Tagen, daß es da „einen großen Fisch“ gibt.
Morgen sind es drei ( ! ) Wochen, daß der arme Kerl ( der Wal ! ) feststeckt.
Da sind sich Politik, Verwaltung und wer sonst noch „wichtig“ ist ( der Kanzler hat m.W. bisher nicht einen Ton verlauten lassen ) nicht einig und zanken herum. Es werden Strafverfahren eingeleitet, gerne gleich im 24er-Pack, und Morddrohungen ausgesprochen. Ordnung muß sein !
Dann kommen zwei Multimillionäre und bieten an, die Rettung zu finanzieren und lassen sogar eine spezialisierte Tierärztin aus Hawaii einfliegen – und die deutschen Behörden müssen der Dame – selbstverständlich erst NACH ihrem stundenlangen und kostspieligen Flug – eine „Ausnahmegenehmigung“ erteilen.
„Datum – Dienststempel – Unterschrift ( gerne auch digital oder „ohne Unterschrift gültig“.
SO gehört sich das in Deutschland !
Damit es bloß nicht schnellstmöglich losgehen kann, müssen noch tagelange Verhandlungen zwischen Anwälten stattfinden, weil ja schließlich geklärt sein muß, wer wann genau und warum ( für ein eventuelles Scheitern und jahrelange Schadenersatzprozesse wichtig ) für den Wal „verantwortlich“ war.
In Australien sind sie hergegangen, haben einem dort gestrandeten ( ebenfalls: Buckel-) Wal ein Tau an die Flossen gebunden und ihn von der Sandbank gezogen.
Nach ein paar STUNDEN war der Meeresriese frei. Das Video gibt es bei der „Zeitung mit den vier Buchstaben“.
Aber – mutmaßlich – fehlte da ein Stempel oder eine Unterschrift.
Und so ist der Wal sinnbildlich für den Zustand unseres Landes:
Es passiert etwas „Ungewöhnliches“ ( nicht zum ersten Mal, aber da wir gern den Teller beim Abtrocknen auf den Fliesenboden fallen lassen und uns wundern, daß das Ergebnis auch beim 6. und 10. Versuch immer noch das gleiche ist … ) und wir stehen davor und fragen uns „NEIN ! Was machen wa denn nu ?!“
Und dann geht das Diskutieren los, das Bilden von Ausschüssen, mindestens einer Kommission, dann kommen die Anwälte ins Spiel und irgendwann werden die Unschuldigen bestraft und die nicht Beteiligten befördert.
So geht es bei ALLEM in diesem Land.
Wir würden, wenn russische Panzer an der nächsten Straßenkreuzung stehen, auch erst einmal nach der letzten Abgasuntersuchung fragen und überprüfen, ob nicht doch vielleicht ein Blinker defekt ist oder ein Scheibenwischer klemmt oder ob wirklich für jeden Insassen eine Warnweste vorhanden ist. Ganz wichtig: ob beim Rückwärtsfahren der vorgeschriebene Piepton in ausreichender Lautstärke zu hören ist.
„Et hat noch immer jood jejange !“
In diesem Sinne: gesegneten Sonntag und unschuldiges Weiterschlummern !
@H.K.
Hat der zu dem Säugetier tatsächlich Fisch gesagt?
Zuzutrauen wäre es ihm.
Haben Sie vergessen, daß er der oberste Deutsche und „Feine-Sahne-Fischfilet“-Fan ist ???
@H.K.
Drei Männer sollten ein Baum fällen und werden gefragt, was sie dafür brauchen.
„Eine scharfe Axt“ sagt der Erste.
„Eine Kettensäge“ sagt der Zweite
„Eine Genehmigung“ sagt der Dritte
Frage: wer ist der Deutsche?
@H.K.
Also wenn Präsident Steinmeier tatsächlich von einem „großen Fisch“ geredet haben sollte, fällt mir wirklich nichts mehr ein. – Ach herrje, jetzt will Deutschland der Welt auch noch seine Exzellenz in der Disziplin „Wal-Retten“ beweisen.- Auch mir tut Steinmeiers großer Fisch, das erbarmungswürdige Geschöpf – welches sich, ebenso wie der Mensch zu den Säugern rechnen darf – unendlich leid. Möge jetzt bitte alles schnell gehen. Entweder oder…
NEIN !
Der „Fisch“ kommt von mir …
@ S v B
Mit wem soll es schnell gehen?
Es gäbe zwei Möglichkeiten.
Natürlich mit dem Wal. Ewas anderes wäre mir nie in den Sinn gekommen.
@S v B
Könnte es sein, dass Sie „Ironie aus“ vergessen haben?
Wo ist denn nur die Frauen-Union? Und die anderen Schwätzerinnen? Eine Frau wird angegriffen und die üblichen Verdächtigen melden sich nicht zu Wort?
Naja, die MIT und der Wirtschaftrat und die JU stehen hinter Reiche. Die Frauen Union ist seit Merkel ein linkgsgstrickter Club und die CDA ist – außer Laumann – einfach überflüssig.
@KK
„Naja, die MIT und der Wirtschaftsrat… stehen hinter Reiche.“
Das hatte ich bisher immer angenommen. Aber auch Dir, lieber Klaus, muss Welkes Heute Show vom 17.04. entgangen sein. In dieser schien mir der CDU-Mittelstand alles andere als Frau Reiche zugetan zu sein. Es sein denn, das Ganze war KI-verfärbt…? Heute weiß man schließlich nie… Und bei der Heute Show erst recht nicht. Vielleicht bin ich auf die herabwürdigenden Aussagen einfach nur hereingefallen. Schließlich habe ich, was Satire-Sendungen angeht, keinerlei Erfahrung mehr. Vielleicht brauche ich Nachhilfe… ?
Unvoreingenommener, gesunder Menschenverstand reicht völlig aus …
@H.K.
Waaaas? Bei Satiresendungen?
Der wird doch von unserem ÖRR systematisch vernichtet und durch Ideologie ersetzt.
Hatte bis dato eigentlich immer angenommen, dass ich über diesen in hinreichendem Maße verfüge… 😉
Aber im Ernst, KI könnte sich mit der Zeit geradezu desaströs auf die Nachrichtenlandschaft auswirken. Der Anfang ist bereits gemacht. Zweifel und Verunsicherung könnten den Medienkonsumenten mit der Zeit extrem zusetzen, ja ihn schließlich vom letzten Glaubensfetzen an seriöse Informationssendungen abbringen. Die teils absehbaren, teils noch völlig unabsehbaren Folgen der KI sind bis heute nicht einmal im Ansatz ernsthaft be- bzw. durchdacht.
Liebe @S v B,
glaub mir, ich generiere mein Wissen über das Innenleben der CDU nicht über bei Herrn Welke und seine Hetzsendung, die – zugegeben – oft lustig ist.
Aber ich bin 1977 auch nicht in die CDU eingetreten wegen Rudi Carrell… („denn schuld daran ist nur die SPD…“ 🙂 )
Schönen Sonntag Dir!
Klaus
@KK
lieben Dank, dass Du mir Rudi Carells Gassenhauer von 1975 – nach gefühlter Ewigkeit – wieder ins Gedächtnis gerufen hast. Zur Zeit könnte der verhältnismäßig früh verstorbene Publikumsliebling mit einem Klagelied über einen – offenbar – besch…, also wohl außergewöhnlich niederschlagsreichen und noch zudem kühlen – Sommer wohl kaum mehr punkten. Im Gegenteil, wenn’s hier noch länger so weiter geht, dürften Schlager wie dieser unverzüglich auf dem Index landen. Zumindest bei uns in Deutschland.
PS:Während ich den Text nur noch teilweise erinnere, hat sich die eingängige Melodie offenbar tief in mein Gedächtnis „eingegraben“.
Über viele Jahre hat Rudi Carell seinen Zuschauern und -hörern viel Freude bereitet. – RIP, Rudi!
@KK
„Stehen hinter Reiche“??
Das ist exakt die Position für den Dolchstoß in den Rücken.
Wenn „Mutti“ einem Ministernden „das uneingeschränkte Vertrauen“ ausgesprochen hat, wußte man, was innerhalb kürzester Zeit passiert …
Wirtschaftskompetenz und Führungsqualitäten hat Friedrich Merz sicherlich. Sonst hätte er es nicht zum Aufsichtsratsvorsitzenden von BlackRock und zum Bundeskanzler gebracht. Was ihm aber offensichtlich fehlt ist eine Strategie, neben der durchaus erfolgreichen Wende in der Migrationspolitik der dahinsiechenden SPD weitere erforderlich Zugeständnisse abzuringen, ohne den Sozialdemokraten den Todesstoß zu versetzen.
Die Ursache wiederum liegt bei der SPD selbst. Sigmar Gabriel brachte es jüngst bei Maischberger auf den Punkt: Die SPD kann nicht beschreiben, wozu es sie gibt. Hätten die Sozialdemokraten einige markante Alleinstellungsmerkmale, z.B. für ihre einstige Wählerschaft, die Arbeiter und kleinen Angestellten, könnten sie diese in die Waagschale werfen als quid pro quo für wichtige Wirtschaftsreformen.
So aber bleibt der SPD nur das „Nein“ zu egal was Katherina Reiche vorschlägt, und sei es noch so profund. Und damit Merz in Zugzwang, dem Koalitionsfrieden zuliebe, seine Wirtschaftsministerin zurückzurufen.
Somit reißt die SPD auch die Union in den Abwärtsstrudel.
„Wirtschaftskompetenz und Führungsqualitäten hat Friedrich Merz sicherlich.“
Ja, jeden Tag, ach was: jede MINUTE für jeden überdeutlich zu sehen !
( Oder haben Sie nur „gehabt“ vergessen ??? Und wie wärs mit den Zusätzen „Glaubwürdigkeit“, „Vertrauen“ und „EHRLICHKEIT“ ??? )
🤭
@H.K.
@Harald
Ebenso wie Sie, lieber H.K., bin auch ich über Haralds erste beiden Sätze gestolpert. Ich frage mich, wie jemand – angesichts der mannigfaltigen Merzschen Ausfälle – auf eine solche, ähm…, wundersame Bewertung kommen kann. – Haralds Abschlussbemerkung, seine Erkenntnis, dass die SPD die Union mit sich in den Abwärtsstrudel reiße, kann man hingegen bedenkenlos unterschreiben.
Na, offensichtlich fühlt sich „Harald“ von unserer Regierung und insbesondere ihrem Chef gut vertreten.
Es bleibt zu hoffen, daß angesichts der Tatsache, daß aktuell die Deutsche Marine ihren Einsatz in der Straße von Hormus vorbereitet, dieser phantastische und unvergleichliche „Inhaber der Richtlinienkompetenz“ nicht auch noch seine Führungsqualitäten als „Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt“ zeigen muß …
Der liebe Gott steh‘ uns bei …
Nee – als Inhaber von Befehls- und Kommandogewalt kann ich mir Merz nur schwer vorstellen. Aber was hat man sich schon alles nicht vorstellen können. Und dann brach es doch über einen herein. 😉
@H.K.
Für die Befehlsgewalt haben wir doch einen absolut Impo-ähhh kompetenten Mann, man denke nur an die Funkgeräte.
@ H.K.
@ S v B
Wirtschaftskompetenz und Führungsqualitäten haben ist das eine, sie in der Regierung zeigen ist das andere.
Warum Merz letzteres nicht tut, habe ich dargelegt.
Wenn ich dazu nichts sage, dann nicht, weil mir nichts einfiele …
😮💨
Werter Harald, widersprechen Sie sich in gewissem Sinne nicht selbst, wenn Sie „jemandem“ Führungsqualitäten zusprechen – oder auch andichten? -, deren konsequente, proaktive Nutzung schon viel zu lange auf sich warten lässt? Da muss sich sich die Annahme, dass besagte Führungsqualitäten gerade nicht vorhanden sein könnten, doch unweigerlich einstellen. – Und was Wirtschaftskompetenz angeht, so sollte der Wirtschaftskompetente mit dem Beweis fürs Vorhandensein einer solchen nicht zu lange warten. Zumal nicht in Zeiten wie diesen. Das Land kann sich Zögerlichkeit schlicht nicht mehr leisten.
Lieber S v B,
Im Grunde genommen bei ich da bei Ihnen. Allerdings sehe ich die Führungsschwäche bei Merz in seiner fehlenden Strategie, den kleinen und laut Umfragen immer kleiner werdenden Koalitionspartner SPD auf Spur zu bringen. Meines Erachtens gäbe es da durchaus Möglichkeiten. Zum Beispiel Klingbeil und Bas mal nonchalant darauf hinweisen, dass das Scheitern der Koalition der Todesstoß für die SPD sein könnte und ihr hinter der Hand mal ein paar Tipps geben, wie eine sozialdemokratische Politik für Arbeiter und Angestellte aussehen könnte.
Dazu hätte gezählt, nicht auf eine pauschale Senkung der Energiesteuer zu setzen (Gießkannenprinzip, von dem auf jene profitieren, die es gar nicht nötig hätten, und das sind recht viele) und die schäbige Forderung einer 1000€-Tankprämie, zu zahlen über die Unternehmen.
Reiche war für eine Erhöhung der Pendlerpauschale, was richtig gewesen wäre, und die kurzfristige Senkung der Energiesteuer (nicht gegenfinanziert!) und diese unsägliche Tankprämie ist nach allem Dafürhalten auf dem Mist der SPD gewachsen.
Einen Fehler hat indes auch Reiche gemacht: Man sollte die eigene argumentative Munition nicht in der Öffentlichkeit verschießen. Schlimm genug, dass das die SPD ständig macht.
Hier ein Machtwort des Kanzlers an alle wäre jene Führungsqualität, die ich erwartete.
Lieber Harald,
Auch Sie selbst werden bemerkt haben, wieviele Konjunktiv-Formen Sie in einen einzelnen Kommentar zu den Merzschen Kompetenzen und Qualitäten packen mussten. Das alleine erklärt vieles, wenn nicht schon alles. 😉
HÖRTIPP zum Sonntag: ein gerade auch im Zusammenhang mit der „Causa Reiche“ hochaktuelles Thema!
Achse des Guten von heute, Titel: „Energie! Ein Land in der Doppelkrise“. Sehr hörenswertes Fachgespräch über Deutschland und sein immer offensichtlicher zutage tretendes, auf Dauer wohl kaum noch regulierbares, geschweige denn beherrschbares, „kombiniertes“ Energie-und Wirtschaftsproblem. Außer der Nennung gegenwärtiger Mängel sowie der eklatanten politischen Fehlschlüsse werden dem interessierten Hörer zukunftsweisende und – vor allem auch – zukunftssichernde Lösungswege aufgezeigt, bzw. den politisch Verantwortlichen dringlich ans Herz gelegt.
Gesprächsteilnehmer: Prof. Fritz Vahrenholt (den wohl jeder „energetisch Interessierte“ kennen dürfte) sowie Prof. André Thess (ebenfalls „sehr vom Fach“!) Moderation Ilka Hein. – Es lohnt sich wirklich, dem etwa einstündigen Expertengespräch von Anfang bis Ende(!) akustisch beizuwohnen! Trotz einiger – vielleicht manchem bereits bekannter – Aspekte, präsentieren die beiden Professoren ihren Hörern wohl auch etliches, was dem energetischen Laien, ja selbst dem „energetischen Otto-Normalverbraucher“ noch unbekannt sein dürfte.
Hörenswert!
Nachdem diese glorreiche und unvergleichliche Bundesregierung exorbitante Gehaltserhöhungen für Beamte, insbesondere aber für Staatssekretäre, Minister und den Kanzler beschlossen hatte und diese nun nach empörten Berichterstattungen zurückgezogen hat, wird offenbar nach dem Schuldigen gesucht.
Damit nicht genug, kommt heute nun die Meldung, in Zeiten der Energie- und Wirtschaftskrise, in denen „das Volk“ sparen, den Gürtel enger schnallen und sich auf noch höhere Steuern einstellen soll, weil „der Staat“ klamm ist, sollen Beamte im Ruhestand eine Erhöhung von VIERZEHN, SECHS Prozent auf ihre ohnehin schon deutlich höheren Altersbezüge im Vergleich zu Renten bekommen.
Merkt diese Regierung noch irgend etwas ???
Oder will unser Bundeskanzler schlicht und einfach seine unzweifelhaft vorhandene „Wirtschafts- und Führungskompetenz“ nicht so zur Schau stellen, um seinen Koalitionspartner nicht allzu sehr zu beschämen ???
Von solchen Erhöhungen der Altersbezüge kann ein Rentner nur träumen. Warum muss man es gerade in einer Zeit, in der ein Mindestmaß an Solidarität gefragt ist, unbedingt auf die Spitze treiben? Ziemlich unsensibel, das Ganze. Na und? Soll’n se doch Kuchen essen, die anderen!
Kein Wunder, wenn „die da“ in Kürze bei 30 stehen und die ehemals konservative Volkspartei sich gen 20 bewegt …
Die – mit Merz angeblich abgesprochene – Teilnahme Klingbeils (und Thürmers) am Internationalen Sozialistenkongress in Barcelona setzt allem noch die Krone auf. Jedenfalls lässt es zumindest für die Zukunft der Koalition, und insofern auch für Deutschland, nicht wirklich Gutes erhoffen.
Friedrich Merz hat die Zügel fest in der Hand !
( Dumm nur, wenn die Pferde schon lange nicht mehr am anderen Ende hängen – sofern sie das mal taten … ).
Und wenn AfD-Spitzenpolitiker in der russischen Botschaft Häppchen essen, ist das aber in Ordnung, oder?
Auf SteuerInnenzahlerkosten ??
@H.K.
Interessantes Bild, das mit den Pferden. Muss ich mir merken…
auch dann wird die ehemalige Volkspartei regieren und Ihre Helden im Keller sitzen
@KK
Mal ganz persönlich – wie kann man sich mit einer Sache (gemeint ist „eine oder auch die Partei“, egal welche) auf Biegen und Brechen, auf Immer und Ewig gemein machen? Versteh‘ ich nicht; könnte mir deshalb auch nie passieren. Auch manche Enttäuschungen bleiben mir so erspart. Innerer Abstand sollte stets gewahrt bleiben, für Perspektiven, die einem Klarheit verschaffen können – zu vielem und vielleicht insbesondere zu den Parteien „unserer Demokratie“. Gerade diese waren und sind noch immer teils grundlegenden Veränderungen unterworfen, mit denen man sich früher oder später vielleicht nicht mehr abfinden will.
Gerade auf die CDU trifft dies in jüngerer Zeit zu; und zwar, in erheblichem Maße. Unter der langjährigen Führung Merkels wurde Kohls Partei kräftig umgebaut, teils bis zur Unkenntlichkeit. Eine solch grundlegend veränderte Partei wird, ja kann gar nicht mehr mit der so verlässlichen und bewährten CDU übereinstimmen, welche einst von Kanzler Kohl geführt wurde. Wer die Kohl-Partei und deren Inhalte favorisierte sowie inhaltlich voll hinter ihr stand, konnte sich schon in der Merkelpartei nicht mehr recht zuhause fühlen. Und nun schafft es die Merzpartei schon jetzt nicht mehr, einer Heerschar von mittig-konservativen CDU-Wählern eine politische Heimat zu sein. Gerade unter Merzens‘ ganz besonderem Führungsstil wird der konservative Wähler zunehmend Mühe haben, sich in der „neuen“ CDU politisch zu identifizieren, sich zurechtzufinden, auf gewisse Weise geborgen zu fühlen und sich noch dazu klug und vorausschauend regiert zu wissen. Ein großer Anspruch, in der Tat.
Bitter der Moment, in dem er sich einmal ganz ehrlich machen und es ihm anhand diverser Parameter plötzlich sehr bewusst werden sollte, wie erschreckend fremd ihm „seine“ Partei doch längst schon geworden ist. Spätestens dann wird die Entscheidung fällig.
Guten Morgen, liebe @S v B,
ich frage mich immer wieder, wenn Du dich in Wortbeiträgen hier an mir und der CDU abarbeitest, ob Du bei unseren Stammtischen in München nicht zugehört hast. Aber ich glaube, Du warst die beiden vergangenen Male nicht da, oder (Augustiner)?
Dass Merz eine Enttäuschung ist, das weiß ich und habe das hier oft zum Ausdruck gebracht.
Dass Merkel eine furchbare Heimsuchung für unser Land war, das weiß ich und habe das hier oft zum Ausdruck gebracht.
Dass ich seit damals politisch heimatlos bin, habe ich in unzähligen Beiträgen auch hier zum Ausdruck gebracht. Ich habe alles durchgwählt bei verschiedenen Wahlen – FDP, AfD, WerteUnion, Bündnis Deutschland, Freie Wähler…eine Enttäuschung nach der anderen.
Und dann habe ich nach 16 Jahren (!) im Februar 2025 wieder mal die CDU gewählt, aus Verzweiflung. Und jetzt bin ich wieder enttäuscht.
Aber was kommst Du (und einige andere) mir hier immer mit der CDU an? So, als wäre ich der CDU-Lobbyist hier. Ganz sicher nicht. Ich bin konservativ, bürgerlich und katholisch, und ich bin verzweifelt auf der Suche nach einer politischen Heimat. Und Du warst doch auch einmal bei einer Schwarmkonferenz, wo es genau um diese Verzweiflung und mögliche Auswege ging.
Aber, liebe Freundin, mit solchen Sätzen wie „Mal ganz persönlich – wie kann man sich mit einer Sache (gemeint ist „eine oder auch die Partei“, egal welche) auf Biegen und Brechen, auf Immer und Ewig gemein machen?“ kann ich nichts anfangen.
Es sei denn, ich habe es falsch verstanden und Du meinst gar nicht mich…
Klaus
Klar !
So wie „Merz liefert“ wird das eintreten …
🤫
@KK
Nur zur gfl. Erinnerung: keiner der AfD-Spitzenleute war und ist (jedenfalls bisher) in Regierungsverantwortung. Im Gegensatz dazu Lars Klingbeil, der nicht nur als deutscher Finanzminister, sondern auch als deutscher Vizekanzler auf dem Sozialisten-Treffen erschien!!! Mit politischem Fingerspitzengefühl hatte dies nun wirklich nichts mehr zu tun, oder?
Was ist der Unterschied zwischen einem Weinlokal und dem Bundestag?
Das Weinlokal hat noch mehr Flaschen im Keller.