Vier Matrjoschka-Puppen von der AfD auf Reisen
Diese Reise verstößt gegen deutsche Interessen, und wenn Sie mich fragen, ich finde es abstoßend, was sich die vier Herrschaften von der AfD erlauben, die Anfang Juni zu einem „Wirtschaftskongress“ ins russische St. Petersburg reisen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Steffen Kotré, wird dabei sein, der sächsische AfD-Landeschef und -Landtagsabgeordnete Jörg Urban natürlich, nicht zum ersten Mal. Dann der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, und der Europaabgeordnete Petr Bystron.
Kotré sagte, er wolle zeigen, „dass wir Friedensdiplomatie wollen und keine Kriegsrhetorik, wie sie die Bundesregierung leider unbegründet von sich gibt“. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine erwähnte er nicht. Deutschland brauche wieder „preiswerte und sichere Energie aus Russland“, damit Putin seine täglichen Angriffe auf ukrainische Städte, all das Töten und Morden mit deutschem Geld ungehindert fortsetzen kann. Das hat Kotré natürlich nicht gesagt – warum eigentlich nicht? –, aber das wäre die direkte Folge.
Sachsens Landeschef Urban schoss mal wieder den Vogel ab: „Sachsen braucht Russland als Garant für Frieden und Wohlstand in Europa.“ Man möchte laut lachen, denn kein Land in ganz Europa steht weniger für Frieden und Wohlstand als Putins Russland. Genau deshalb wollen die Osteuropäer mit Moskau auch nichts mehr zu tun haben. Weil es den eigenen und den Menschen draußen nichts Positives anbieten kann. Außer das, was zufällig aus dem Erdboden kommt.
Aber die wenigen Deutschen, die zu Putins Propagandashow ins schöne St. Petersburg reisen, dürften genau wissen, dass sie vom Kreml-Regime als nützliche Idioten vorgeführt werden.
Und, damit Sie mich nicht missverstehen, vor Putins Angriffskrieg waren auch Politiker von SPD und CDU immer gern in St. Petersburg dabei, wenn der frühere KGB-Offizier zum Stelldichein lud.
Jetzt, 1,4 Millionen Opfer weiter, folgen nur noch die Putins Einladung, die von ihm abhängig sind oder mit denen sonst niemand etwas zu tun haben will. So wie jetzt die vier Weltpolitiker von der AfD.
Dass die dort eine große Bühne bekommen, hat auch einen direkten kausalen Zusammenhang dazu, dass man der von mehr als 10 Millionen Deutschen in freier und geheimer Wahl gewählten AfD immer noch ihre parlamentarischen Rechte weitgehend verweigert. Das ist skandalös und eine Schande, so wie die ganze „Brandmauer“ eine Schande für ein freies Land ist. Aber die deutsche Allparteien-Verhinderungskoalition treibt die AfD geradezu in die Arme von Leuten wie Putin.
Wenn sie in Berlin nicht ernst genommen oder empfangen werden, dann fliegen sie halt nach Washington D.C., Moskau oder … ja, St. Petersburg. Die Welt wächst zusammen, die AfD müsste allein deshalb schon Befürworter der Globalisierung sein.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist Schirmherr des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg vom 3. bis zum 6. Juni und in der Regel auch der prominenteste Redner dort. Im vergangenen Jahr betonte Putin dort am Rednerpult seine Maximalforderungen in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine: „Wo der Fuß eines russischen Soldaten hintritt, das gehört uns“, sagte er. Ich bin sicher, dass es in der AfD und bei ihren Wählern sehr viele Patrioten gibt, die das ganz anders sehen. Schade, dass den Putin-Lautsprechern in der Partei niemand energisch entgegenzutreten wagt.



„Ich bin sicher, dass es in der AfD und bei ihren Wählern sehr viele Patrioten gibt, die das ganz anders sehen.“
Das möchte man meinen. Andererseits, in der AfD und unter ihren Anhängern gibt es aber eben auch viele, die sehen das nicht ganz anders sondern ganz genauso!
Sie wünschen sich einen autokratischen Führer auch für Deutschland, den starken Mann, der auf Verträge, den Rechtsstaat und andere Länder sch*ißt und sich notfalls einfach das nimmt, was er will, was er glaubt zu brauchen, um das eigene Land groß und noch größer zu machen. In anderen Blogs äußerten nach Beginn des Ukrainekriegs nicht wenige Foristen den Wunsch, Putin möge doch bitte gleich nach Berlin durchmarschieren und dieses „woke Drecksland“ mit einnehmen. Und feiern seitdem immer wieder AfD-Personal, das regelmäßig nach Russland reist um sich medienwirksam für Putin vor dessen Karren spannen zu lassen.
Ebenso feierten sie Trump, als er sich Grönland einverleiben wollte.
Und jene in der AfD, die das ganz anders sehen? Sie halten die Füße still, schlucken dies als Kröte für etwas größeres Ganzes oder halten es gar für eine notwendige provokante Profilierung des Andersseins.
Und somit erreichen diese Matrjoschka-Puppen der AfD – früher zunächst kleine Püppchen aus den hinteren Reihen als Testballon, heute dicke Matrjoschkas aus der Führungsriege – das, was die AfD will: Wählerbindung.
Dieses Land steckt nicht nur in einer wirtschaftlichen Krise, sondern auch in einer parteipolitischen. Und da schließe ich alle Parteien mit ein. Und vor allem: deren Wähler. Die Ursachen? Derer gibt es einige, aber allen ist gemein: Sie werden durch (a)soziale Medien verstärkt, die die politische Kompetenz der Wähler zunehmend pulverisiert.
Jüngeres Beispiel einer der dicksten AfD-Matrjoschkas: Dr. Maximilian Krah. Anfang des Monats postete er auf seinem X-Profil ein Bild von Anastasia Fedorow, der Ehefrau des ukrainischen Verteidigungsministers, vor einer 50 Meter Superyacht, die ihr vorgeblich gehöre. Preis 26 Mio Euro. Das eingebunden in einen Tweet: „Die 90 Mrd Euro sind gut in Kiew angekommen!…Danke, Merz!“
Dem Deepfake-geschulten Auge fiel sofort auf: Das Bild sieht unrealistisch aus. Die Kanten von Anastasia und ihrem Mann wirken viel zu hart vor der einheitlich unscharfen Yacht im Hintergrund, ohne sich verändernde Tiefenschärfe.
Um der politisch mündige Social Media-Bürger? Er hätte sich sofort fragen müssen: Selbst wenn Anastasia die Jacht gehörte, wären sie und ihr Ehemann, der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, in der aktuellen Situation so blöd, ein solches Foto in die Welt zu setzen?
Und dann hätten ein paar Klicks mit Google-Rückwärtssuche gereicht um herauszufinden: das ist ein Deepfake! Das Ursprungsbild ist schon zwei Jahre alt und wurde ursprünglich vor einer Graffiti-Wand aufgenommen.
Und die Yacht? Auch hier hätte eine simple Google-Suche schnell Klarheit geschaffen: Die Tankoa S501 Vertige steht bei mehreren internationalen Yachtbrokern zum Verkauf. Die einzige „Quelle“, dass Anastasia die Yacht gehört: russische Geheimdienststellen, TASS und Sputnik. Asymmetrische Kriegsführung Russlands, wie wir sie seit Jahren kennen. Selbst eine vergleichsweise schludrige Bildmontage reicht. Jede Open-Source-KI hätte das Bild besser auf Fake getrimmt.
Was uns zum heutigen politischen Bildungsniveau bringt, der Politiker und deren Wähler. Maximilian Krah hat das Bild mit Sicherheit überprüft, bevor er es postete. Alles andere wäre unverzeihlicher Dilettantismus, was ich ihm als politischen Vollprofi nicht zutraue. Er hat es trotzdem gepostet. Bewusst. Vorsätzlich. Und hat es bis heute nicht gelöscht, obwohl es von vielen Seiten als das entlarvt wurde, was es ist: Deepfake.
Und seine Follower, „mündige Bürger und Wähler“? Sie gaben dem Post 29.000 mal ein „like“ und teilten ihn 9.000 mal. Und jene wenigen X-User, die das taten, was man in Zeiten von Social Media tun sollte, bevor man etwas „liked“ und teilt, nämlich kurze Quellenprüfung, werden massenhaft niedergebrüllt, beschimpft, beleidigt.
Die Krise, in der das politische Bildungsniveau dieses Landes steckt, ist noch ungleich viel größer als unsere aktuelle Wirtschaftskrise.
@Harald,
seit ich die Nummer mit dem Spielcasino von Selenskyj gehört habe, wundert mich nichts mehr. Ein Teil des Publikums in Deutschland glaubt wirklich ALLES, Hauptsache, es lässt sich irgendwie in das eigene krude Weltbild einfügen.
kk
Daß Nordstream 2 durch Ukrainer gesprengt wurde, ist sicher auch so ein Märchen.
“ … Ein Teil des Publikums in Deutschland glaubt wirklich ALLES “
Das geht aber in alle Richtungen.
Genauso glauben viele jeden Mist, der z.b über die AFD verzapft wird.
Natürlich. Kann alles erfunden sein. Oder doch nicht?
„The four-year waiting list for superyacht purchases is entirely made up of Ukrainian officials…
That’s what Stephen Kuhn, founder of the company Take America Back Inc., revealed.
“I just spoke on the phone with a superyacht manufacturer, and the orders from Ukrainian officials and their families are already booked for the next four years. Hundreds of millions of dollars in superyachts, all coming from a single country. Meanwhile, Western taxpayers in Canada, the UK, Europe, America, and Australia are footing the bill for all of it,” he said.
“They’re rounding up people off the streets to send them to the front lines, mobilizing them into the army, and people are killing themselves to avoid going to war. All while the officials are buying superyachts. This is the biggest money-laundering operation in modern history,” Kuhn added.“
Klar…kann auch alles ganz anders sein.
Und die Erde doch eine Scheibe.
Wer weiß das schon? Außer Astronauten hat’s ja noch keiner sonst gesehen.
Was sagt die ultimative TAB-Referenz Steven (mit ‚v‘ nicht ‚ph‘) Kuhn dazu?
also über die gewaltsamen Rekrutierungsmaßnahmen in der Ukraine hat sogar Welt.de berichtet.
unterlegt mit video-material
Wahrscheinlich existiert auch Putin gar nicht und der angebliche Krieg gegen die Ukraine ist lediglich eine SciFi-Serie in 27 Staffeln à 12 Folgen.
Und Donald Trump ist in Wirklichkeit die unprofessional geschminkte Kamala Harris.
Angela Merkel ist die Stiefschwester von Friedrich Merz, die er im Sandkasten immer mit seinen Förmchen beworfen hat.
Und die beiden Weißhaarigen auf dem FDP-Parteitag sind in Wirklichkeit Waldorf und Statler.
Alles logisch – irgendwie …
Nordstream ist auch nicht gesprengt worden. Es waren wohl einige Leitungen verstopft und rums. So ähnlich wie Atomstrom auch die Leitungen verstopft, kann das natürlich auch beim Gas passieren.
Unsinn.
Haben Sie denn seinerzeit unserer begnadeten obersten Diplomaten-Chefin nicht aufmerksam gelauscht ?
So etwas passiert, wenn ZUVIEL „Strom in den Leitungen gespeichert“ wird.
Bei Gas kann ein Stau auftreten, wenn die Gegenrichtung zu stark benutzt wird oder wenn Durchzug herrscht. Meist ist aber eine 360°-Wende von Kobolden die Ursache.
Die Superyacht Geschichte wurde inzwischen als russische Fake enttarnt. War nicht mal schwer. Man hat das Foto des Ukrainischen Verteidigungsministers mit seiner Frau vor einer Mauer genommen, die Mauer wegretuschiert und dafür die Yacht reingesetzt, die Jahre davor zu Verkauf stand. Das selbe mit dem angeblich korrupten Bürgermeister+Familie die vielleicht korrupt waren aber lange vor 2022 und damit auch lange vor jeglichen westlichen Geldern.
Hier nachzulesen: https://reitschuster.de/post/ukraine-korruption-was-stimmt-und-was-erfunden-ist/
Nicht das ich annehme das würde was bringen.
Was die 4 Deppen angeht, hab ich unter Frohnmeisers Post in FB geschrieben das es grenzdebil ist, den altparteien nur argumente liefert und was diese 4 ach so wichtige “ Wirtschaftspolitiker “ dort wollen ausser Putin freie Propaganda zu liefern.
Solche Idioten wünschen sich die altparteien…..
@ Harald, in Reaktion auf eine an anderer Stelle gepostete Äusserung von Ihnen: Nein, ich bin nicht in der AFD. Ich wähle sie lediglich. Und dann noch: Egal, wie gepflegt Sie Ihre Sprache wählen – wissen Sie eigentlich, was Sie da schreiben, wenn Sie im Duktus einer gewissen Selbstverliebtheit berichteten, auch Sie hätten in Corona-Zeiten auch mal über die Impfpflicht nachgedacht? Sie haben also darüber nachgedacht, Ihnen vollkommen fremde Menschen geradezu zu vergewaltigen. In meinen Augen hat der liebe Gott diese Impfpflicht irgendwie mitverhindert. Die Menschen, die auf so viel schon verzichtet hatten, hätten sich irgenwann auch physisch verteidigt. Ich bin froh, dass es nicht so weit gekommen ist.
Darüber hinaus zeugen solche Äusserungen auch von fundamentaler Unkenntnis. Gucken Sie mal Ben ungeskriptet, eine neue Folge.
Es spricht ein Pfizer-Entwickler, der sich selber nie impfen liess. Er spricht von einem Menschenversuch.
@ Tina
Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich auf dieses Thema hier nicht mehr weiter eingehe. Das habe ich detailliert hier bereits getan.
Nur so viel: Wäre an dem, was ein Füllmich schon früh stundenlang im Corona-Ausschuss postulierte und Helmut Sterz über Stunden in einem Podcast oder in seinen Bestsellern von sich gibt, auch nur ein Fünkchen Wahrheit, hätten 30% der Geimpften drei Wochen nach Impfung unter der Erde liegen müssen oder wir nach der Impfkampagne eine über Jahre bis heute stetig massiv steigende Sterblichkeit feststellen müssen.
Nichts davon ist eingetreten.
Ich habe meine Beweggründe dargelegt und warum ich abschließend zu der Überzeugung kam: besser keine allgemeine Impfpflicht, auch nicht für Ü60er. Und nur um die ging es. Übrigens zu einem Zeitpunkt, zu dem es bereits andere Impfstoffe neben mRNA gab.
Ich unterstelle Impfgegnern der Corona-Impfung keine pauschale Paranoia oder Trypanophobie. Und ich hoffe, dass Sie umgekehrt nicht rd. 60Mio Menschen in Deutschland, die sich impfen ließen, für so blöd halten, sich freiwillig „geradezu vergewaltigen“ haben zu lassen.
Ihnen sind offenbar die Zahlen nicht bekannt. Deutschland hatte eine massive Übersterblichkeit, die nicht etwa mit dem Auftreten des Corona-Virus begann, sondern mit dem Beginn der Impfung. Dass jemand, der angeblich Reitschuster liest, wie Sie einmal indirekt zu verstehen gaben, nicht weiss, ist rätselhaft.
… dies nicht weiss…
@ Tina.Hansen
Wir hatten eine deutlich Übersterblichkeit in Europa, stets parallel zu den Coronawellen. Besonders gravierend jene in der ersten Welle im Frühjahr 2020 (da sind saisonale Grippewellen längst weg) und die stärkste im Winter 2020/21. Da gab’s noch keine Impfungen bzw. waren gerade erst zugelassen. Kaum einer war geimpft.
Das deckt sich mit den Sterbefällen in Deutschland. Diese stiegen das erste mal 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich an, parallel mit dem Auftreten von Corona. Da gab es noch keine Impfungen. Sie stiegen mit ungefähr gleichem Delta 2021 und 2022 weiter an. Seit 2023 sinken sie wieder.
Das passt mit dem, was Helmut Sterz über Stunden in einem Podcast oder in seinen Bestsellern gerade in Bezug auf Impfspätfolgen auch Jahre nach der Impfung behauptet, null, absolut NULL zusammen! Und auch steht Sterz damit im Widerspruch zu hunderten an wirklich führenden Epidemiologen weltweit, die sich aktiv (Sterz ist seit weit über 10 Jahren in Rente) genau mit diesen Fragen beschäftigen.
Was für ein gequirler Quark, Harald. Jeder Mensch, der sich ernsthaft damit beschäftigt hat, weiss, dass die Grippe praktisch ausgefallen ist. Sorry, nee. Zu blöd.
@ Tina.Hansen
Ich weiß jetzt nicht, was die „praktisch ausgefallene Grippewelle“ damit zu tun hat, dass wir Ende März bis April 2020 europaweit eine scharfe Übersterblichkeit hatten, parallel zur ersten Coronawelle.
Ohne Impfstoffe! Die gab’s da nämlich noch nicht.
@Harald, bitte gehen Sie schlicht und einfach auf destatis und rechnen Sie selber nach. Knallen Sie sich mal einen Abend nicht vor Markus Lanz und rechnen Sie selber. Die sogenannte Corona-Pandemie begann in Deutschland im März 2020, die Übersterblichkeit im Januar 2021. Die Impfkampagne begann zur Jahreswende 20/21 in Altenheimen, wurde im Frühjahr ausgeweitet und endete im Herbst in einem Zustand totalitärer Gewalt gegen Ungeimpfte. (Wenn Sie möchten – gerne Details.) In dieser Zeit, gerade um den November 2021 herum, hatten wir eine Übersterblichkeit, die einen schwer schlucken liess.
Wie gesagt und wie Birgit Kelles grossartiger Kollege Kissler gerne sagt: Nur selber denken macht schlau! Selber recherchieren auch.
@ Tina
Wer andere auffordert zu recherchieren sollte das selber mal tun. Nicht bei Reitschuster u.a., sondern bei den Rohdaten.
Zum Beispiel auf Euromomo dot eu (Erfassung wöchentliche Übersterblichkeit in Europa). Wenn Sie auf bulletins 2020-20 nachschauen, bekommen Sie die Kurven 2018 bis Mitte 2020. Sehen Sie den riesigen Ausschlag rechts zur 12-15 Kalenderwoche 2020, Ende März bis April? Da sind saisonale Grippewellen längst durch. Und Impfungen gabs noch lange nicht!
Dann gerne auf graphs-and-maps schauen. Die zeigen die Kurven ab Mitte 2020. Sehen Sie den Anstieg zur europaweit größten Übersterblichkeit (AUC, area under the curve), beginnend Ende 2020 in der 43. Kalenderwoche. Das war Mitte Oktober. Da gab es auch noch keine Impfungen!
Und wenn Sie schon Destatis zitieren, dann schauen Sie sich die jährlichen Sterbefälle für Deutschland mal an. Und was sehen Sie da? Der erste deutliche Anstieg war im Jahr 2020. Da war de facto noch niemand geimpft hierzulande. 2021 und 2022 stiegen die Sterbefälle weiter an. Jetzt können Sie natürlich sagen: Liegt an der Impfkampagne und nicht an Corona. Passt dann nur nicht mit dem Anstieg 2020 zusammen.
Und seit 2023 sinken die Sterbefälle wieder. Und auch das passt nicht zu dem was Sterz und all die anderen mRNA-Impfwarner postulieren, nach dem Geimpfte noch Jahre massenhaft an der Impfung versterben werden. Diese Impfarmageddonpropheten stehen Lauterbachs Panikmache vor der „nächsten Corona-Killervariante“ in nichts nach!
Was genau sind 2026 deutsche Interessen?
Ich könnte sagen, was ich dafür halte.
Aber Regierungsseitig? Viel Haltung gepaart mit einer Überdosis Moral und ansonsten eine große Menge heiße Luft.
Persönlich finde ich Gespräche mit dem (militärischen) Gegner nicht verkehrt.
Vorausgesetzt Timing & Inhalt passen. Nur: VORHER müssen die eigenen Interessen klar (formuliert) sein.
Und welche politische Botschaft sendet eine Regierung nach innen und nach außen, die die Zerstörung eigener kritischer Infrastruktur dem Zerstörer noch lohnt?
@Johannes,
gute Frage! Ich denke, wenn sich ein Land im Krieg mit einen gemeinsamen Feind befindet, und andere Nachbarländer und wichtige Partner wie die USA sagen uns: laast das sein – und dann lassen wir es trotzdem zu, dann ist wenig überraschend, dass es Konsequenzen hat.
Die Pipeline Nord Stream 2 gehörtt zu 100 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom. Betreiberin ist die in der Schweiz ansässige Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG, die sich ebenfalls vollständig im Besitz der Gazprom-Gruppe befindet. Genau genommen hat das ukrainische Spezielkommando nocht deutsche Infrastrultur angegriffen, sondern russische. Das halte ich für legitim, wenn man sich in einem Krieg mit Russland befindet…
kk
Nach der Logik wäre es sicher auch legitim, wenn Rußland Standorte bzw. Werke von Rheinmetall, Hensoldt und Renk. u.a. angreift. Die von dort gelieferten Waffen wurden großenteils nicht einmal von der Ukraine gekauft, sondern von Deutschland „verschenkt“.
Dazu wird ein deutscher Spitzenpolitiker, der einer Regierungspartei angehört, nicht müde, „den Krieg nach Rußland tragen“ zu wollen, ohne daß die Regierung dem widerspricht.
Also …
Abgesehen davon: WER sagte doch noch „wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander“ ?
Wenn durch die Reise der „vier Matrjoschka-Puppen von der AfD“ auch nur EIN Menschenleben gerettet werden kann, hat es sich m.E. schon gelohnt.
@ H.K.
„Nach der Logik wäre es sicher auch legitim, wenn Rußland Standorte bzw. Werke von Rheinmetall, Hensoldt und Renk. u.a. angreift.“
Falls diese Werke in der Ukraine liegen: ja!
Sonst: nein!
Nordstream 2 lag komplett in Rußland ?
Oder gilt da wieder etwas Anderes ?
@H.K.
Da haben Sie m.E. Einen Punkt gemacht.
Wir können dem lieben Harald ja mal aufklären durch welche nicht terrestrischen Landesgrenzen Nordstream 2 verläuft:
Russland-Finnland-Schweden-Dänemark-Deutschland.
Da hat sich die Ukraine aber mächtig ins Zeug gelegt. LOLL!
@ H.K.
Damit hatte ich schon gerechnet, dass Sie über das Stöckchen zu springen 😉
Von daher: Internationale Gewässer. Vielleicht finden Sie ja ein Werk von Rheinmetall u.a., das am Grund der Ostsee Panzer baut und teilen diese brisante Information auf Telegram etc.
Kleiner Hinweis: Russland zerstört übrigens auch Infrastruktur auf internationalen Gewässern. Es wurden schon diverse Unterseestrom- und -datenkabel von russischen Schiffen zerstört. Mit Baltic Connector übrigens auch eine Gaspipeline zwischen Finnland und Estland, wohl durch ein chinesisches Schiff, das Russland beliefert. Nachtigall ick hör dir trapsen.
Noch was: NS1 wurde schon lange vor der Sprengung von Russland selbst außer Betrieb genommen.
@Harald
Der Unterschied zwischen internationalen Gewässer und Hoheitsgewässern ist Ihnen nicht bekannt? Machen Sie sich schlau bevor sie anstatt Stöckchen Nebelkerzen werfen.
😉
@ Gerd Franken
Dann klären Sie mich Dummerchen doch auf!
Ich habe das ganz alleine recherchiert. Das können Sie auch. Nur Mut!
Tja, so ungerecht ist das Leben …
Manchmal hat man(n) einfach kein Glück – und dann kommt auch noch Pech dazu …
🫣
@Harald
Nur zur Info, HK und ich benutzen getrennte Tastaturen…..
😉
Plappermaul …
Das sollte doch „STRENG GEHEIM“ bleiben !!
😉
@ Gerd Franken
Ich habe recherchiert, bevor ich kommentierte. Sie auch?
Die Sprengung erfolgte in internationalen Gewässern.
Ich habe recherchiert, bevor ich kommentierte. Sie auch?
Nein, macht er nie. Einfach Thema wechseln und gut….
Recherchiert ?
So wie immer ?
… und weil die Sprengung der Gasleitung nun erwiesenermaßen Machwerk von Ukrainern war, hat man von von der Leyens unmittelbarer Ankündigung harter Sanktionen gegen das „Täterland“ nichts Weiteres mehr vernommen. Die gute Frau war sich – wie wohl die meisten in Politik und Medien – offenbar allzu sicher, dass Russland dahintersteckte. Eine weise, ja selbst eine kluge Spitzenpolitikerin hätte sich zunächst einmal jeglicher Schuldzuweisungen und Ankündigungen von Strafmaßnahmen enthalten. Im Nachhinein betrachtet, handelte es sich bei v. d. Leyens düsterer Warnung um nichts weiter als ein – weiteres – Glanzstück deutscher bzw. westlicher Spitzendiplomatie.
Hm …
Lassen Sie uns einmal überlegen …
Auf welchen schönen Posten könnte man ( frau auch, es sowieso ) die Dame denn noch befördern ?
Her Majesty The Queen wurde ja dummerweise durch Charles III ersetzt.
Als POTUS kommt die überall dringlich Gebrauchte ja nun bedauerlicherweise auch nicht in Frage.
Aber da wäre doch noch der Herr Antonio Guterres, der auch inzwischen stolze 77 Lenze zählt …
Ach ja: Päpstin wäre vielleicht noch ein erstrebenswerter Karriereschritt – auch sieben Kinder dürften da kein wirkliches Zölibatsproblem darstellen …
Oder sollte sie vielleicht doch lieber die Adresse „Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin“ bevorzugen ?
Die ließe sich sicher noch in „Uschis großer Platz“ oder so ähnlich umbenennen.
@ S v B
„…weil die Sprengung der Gasleitung nun erwiesenermaßen Machwerk von Ukrainern war, hat man von von der Leyens unmittelbarer Ankündigung harter Sanktionen gegen das „Täterland“…“
Wow. Da sprengen 7 Ukrainer eine russische Pipeline und schon ist das ganze Land ein „Täterland“. Warum nicht gleich „Tätervolk“? Damit kennen sich Linke hierzulande doch besonders gut aus.
Und was ist es dann umgekehrt, wenn hundertausende Russen auf Befehl ihres Staatschefs seit über 4 Jahren ein ganzes Land bombardieren, Wohnhäuser, Krankenhäuser, Einkaufszentren, Kindergärten, Energieversorgung im bittersten Winter in Schutt und Asche legen, mit über 15.000 nur zivilen Opfern?
@KK:
So wie es auf der formalen Ebene schildern,, hätte dass auch die Bundesregierung schlicht darstellen können UND vielleicht sogar ein gewisses Verständnis erzeugt. Hat aber leider nicht und sie weiß GENAU, warum sie es nicht tat und nie tun wird. Weil es politisch schlicht das politische Eingeständnis ist, für Deutschland relevante kritische Infrastruktur nicht schützen zu können.
Daher sagte unser aller Liefer-Kanzler ja auch deutlich gen Rußland „Wir sind BEREIT !!“
Angeblich schlottern Herrn Putin immer noch die Knie …
Heute im Handelsblatt gelesen:
„St. Petersburg. Nach Jahren der Zurückhaltung wegen Russlands Angriffskriegs gegen die Ukraine treten deutsche Unternehmer nun erstmals wieder offiziell beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf. „Nicht zuletzt für den Moment nach einem Waffenstillstand wollen wir wie andere große westliche Länder die wirtschaftliche Brücke nach Russland erhalten und die mehr als 100 Milliarden deutscher Vermögenswerte in Russland schützen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, der Deutschen Presse-Agentur. Amerikaner und Franzosen waren bereits seit vorigem Jahr mit einem Business-Dialog präsent.“
Es sind also nicht nur „Matrjoschka-Puppen von der AfD“ dort zu finden, sondern eine GANZE Menge mehr solcher „Puppen“ aus der deutschen Industrie, sowie Vertreter aus Frankreich und den USA.
Also DAS erkläre mir mal einer….
„Also DAS erkläre mir mal einer….“
@Johannes
Die von Ihnen genannte Personen können nur verkappte AfDler sein. Das blaue Netzwerk hat längst seine Netze auch in den USA und Frankreich.
Mal etwas zur Auflockerung. Wissen Sie eigentlich was eine Fahrt ins Blaue bedeutet?
Urlaub in Sachsen Anhalt.
zu Nordstream .
was ich bei den Ukrainern nicht verstehe.
Einerseits wollen sie immer mehr Geld und Waffen aus Deutschland. Andererseits arbeiten sie wohl an der Zerstörung der deutschen Wirtschaft.
Schlachtet man eine Kuh, kann man sie nicht mehr melken.
Der Weg ist das Ziel.
Und das Ziel ist die Vollmitgliedschaft in EU UND NATO.
Was glauben wir, wie die Forderungen der Ukraine dann erst aussehen, wo sie doch jetzt schon ohne jeglichen Widerspruch ( z.B. in Davos ) äußern können, Europa tue „nicht genug“ für sie ?!
Und die Kuh, die demnächst eh geschlachtet wird, muß gemolken werden, bis sie nicht mehr kann.
„…Was glauben wir, wie die Forderungen der Ukraine dann erst aussehen…“
ein Vorgeschmack hat man gesehen, als Selensky persönliche Drohungen gegen Orban aussprach
Und, wie war die Reaktion der „Leading Three“, Macron, Starmer und Merz, nach den vorwurfsvollen Aussagen Selenskys in Davos, Europa täte nicht genug für sein Land ?
Und, wie war die Reaktion, als klar war, wer Nordstream 2 zerstört hat ?
Ein entschlossenes, kraftvolles Schweigen dröhnte durch die Welt …
Die Ukraine hat ja grad begonnen ihre Führungsleute aus den 40er Jahren, die in Mitteleuropa begraben sind, wieder heimzuholen. Sie werden in Kiev mit allen militärischen Ehren begraben, zu „helden der Ukraine“ ernannt, Monumente für sie errichtet.
Das sind Leute die mit den Nazis kooperiert haben, fürchterliche Massaker begangen haben, an Polen in Wollhynien und an Juden.
Die Polen sind entsprechend wütend. Nawrocki will Selensky einen verliehenen Orden entziehen.
Polen ist eines der Länder die der Ukraine am meisten geholfen hat. Zum Dank wird ihnen jetzt ins Gesicht gesp kt.
auch das zeigt was uns erwarten wird, wenn die Ukr in die EU kommt. Merz hat ja zunächst eine eingeschränkte Mitgliedschaft vorgeschlagen. Kam aus Kiev: kommt überhaupt nicht in Frage , nur Vollmitgliedschaft
Jedes Land hat Interessen, alle anderen Länder auch.
Und kein Land ist völlig unabhängig von seiner Umgebung – oder es kann sein erwünschtes Niveau nicht erreichen.
Beispiele:
China braucht Erdöl jedenfalls solange es noch nicht genügend Strom aus AKW erzeugt. deshalb baut es ja zahlreiche AKWs und ist sauer weil der der Energiefluss aus dem Nahen Osten behindert wird.
Die USA brauchen „seltene Erden“ und andere Rohstoffe aus anderen Teilen der Welt sowie billige Produktionsmöglichkeiten um den Lebensstandard der Bevölkerung hoch zu halten.
usw. alles bekannt. Deshalb ist Handel sinnvoll. Kriege bewirken das Gegenteil.
Sie zerstören das Leben, die Gesundheit und Sachwerte und nützen nur einer Machtgier von „Eliten“. Sarkastisch könnte man u.a. ergänzen: Kriegskrüppel dienen auch den Verdienstwünschen der Pharma- und Gesundheits-Industrie.
Das sieht praktisch jeder. Daher muss der Bürger für Kriege erst künstlich motiviert werden. Was durch Geheimdienstoperationen und psychologisch ausgefeilte Meinungslenkung immer besser gelingt. Die Brutkastenlüge flog auf, „911“ auch.
So wurde der Krieg in der Ukraine über Jahre vorbereitet und ein Angriffskrieg provoziert, so werden wir nun in Feindseligkeiten mit Russland hineingetrieben. Dabei wird Zentraleuropa bereits jetzt schon erfolgreich zerrieben. Ob durch eine sinnfreie EU-Bürokratie/Diktatur, deutsche Weltrettungspolitik oder überteuerte Energiepreise. Wenn wir preiswerte Energie in Russland kaufen können, sollte dazu nichts Negatives zu sagen sein. Wir hatten in der Vergangenheit – vor Hitler – auch gute Beziehungen zu Russland.
In jedem Fall gilt: Handel verhindert Kriege.
„…. Wir hatten in der Vergangenheit – vor Hitler – auch gute Beziehungen zu Russland….“
und auch in den 30 Jahren vor 2022
@Steve Acker
Interessanter Punkt. F. Merz bezeichnet sich als letztes Bollwerk gegen den aufkommenden völkischen Nationalsozialisums in Deutschland. Die letzten Nazis die nach Russland reisten, haben über 20 Millionen Russen massakriert. Die aktuellen Nazis wollen in Russland Matrjoschka-Puppen kaufen. Findet den Fehler.
Wenn das dann genau so kommt wie „Links ist VORBEI !!“ …
Wer lügt braucht ein gutes Gedächtniss. Was diese Diszilplin angeht überholt sich F. Merz täglich mehrmals selbst.
„NIEMALS !!
Zu KEINEM Zeitpunkt ! Zu K E I N E M Zeitpunkt !
Und ich würde Sie bitten, das nicht so einfach ungeprüft weiter zu sagen !
Zu K E I N E M Zeitpunkt !!“
And das mit den „kleinen Paschas“ habe ich auch nie gesagt. Genauso wie das mit den ukrainischen Touristen oder das mit den Migranten und den Zahnarztterminen.
ZU K E I N E M ZEITPUNKT !!
NIE NICHT !“
Alles Putin Zrolle?
„Nach Jahren der Zurückhaltung wegen Russlands Angriffskrieges gegen die Ukraine treten deutsche Unternehmer nun erstmals wieder offiziell beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf. „Nicht zuletzt für den Moment nach einem Waffenstillstand wollen wir wie andere große westliche Länder die wirtschaftliche Brücke nach Russland erhalten und die mehr als 100 Milliarden deutscher Vermögenswerte in Russland schützen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp. Amerikaner und Franzosen waren bereits seit vorigem Jahr mit einem Business-Dialog präsent.“
https://www.welt.de/wirtschaft/article6a1c0ddb5622b2f9c4ec5392/st-petersburg-deutsche-nehmen-wieder-an-putins-wirtschaftsforum-teil-darunter-der-globus-chef.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.3.B_schlagzeilen
„Man möchte laut lachen, denn kein Land in ganz Europa steht weniger für Frieden und Wohlstand als Putins Russland.“
Wie friedvoll es in Europa ist konnte man vergangene Woche in Paris bestaunen. Nachdem PSG die CL gewonnen hatte, fehlte den Fans wohl das Material um Freudenfeuer zu entzünden. Dann haben sie eben das genommen, was gerade da war. PKWs, LKWs, Fahrräder, Überwachungskameras, Bushaltestellen, Auslagen der Geschäfte und alles was sonst irgendwie brennbar ist, (ausser den palästinensischen Flaggen versteht sich). Die Franzosen hatten vorsorglich 8000 Polizisten nach Paris entsand. Für die wäre es besser gewesen in den Kasernen zu bleiben. Bilanz beim ZDF: „Es gab zahlreiche Festnahmen und einige Zwischenfälle.“
Ja, die Erde ist eine Scheibe und die Menschen glauben wirklich alles.
Ich las beim ZDF: „Brennende Autos, hunderte Festnahmen: Nach dem Champions-League-Finale kam es in Paris zu Ausschreitungen.“ Nur um der Wahrheit die Ehre zu geben.
Wobei, in einem Punkt gebe ich Ihnen Recht. Paris hat sich sehr verändert. Leider nicht zum besseren. Ich war oft dort, privat wie geschäftlich, und heuer träfe Merz‘ „Straßenbild“ dort noch ganz anders zu als hierzulande. Sehr schade.
Neu ist das indes nicht. Das einzige mal, dass ich auf einer Reise in eine Auseinandersetzung mit ein paar Jungs inklusive kurzem Krankenhausaufenthalt zur Versorgung einer kleinen Wunde geriet, passierte in Frankreich. In Marseille. Schon vor über 40 Jahren.
Russland kenne ich auch. Schon das letzte mal, als ich in Moskau war, noch vor dem Ukraine-Krieg, ging die Polizei dort nicht zimperlich vor. Gegen völlig harmlose Passanten, die einfach zusammenstanden. Als wir abends mit Kollegen im Restaurant zusammen saßen und nach ein paar Wodkas die Sprache darauf und Putin kam, wurden meine russische Kollegen sehr leise. Fast flüsternd räumten sie ein, dass die Situation extrem sei und man besser nicht in der Öffentlichkeit diskutiert. Man wisse nicht, wer am Nachbartisch sitze. Der Riss ginge durch Familien. Jüngst traf ich die Kollegen wieder. Im „bösen Westen“ redeten sie dann offen, und ich mochte kaum glauben, was sie berichteten.
Aber zurück nach Moskau: Als ich abends dann im Hotelaufzug stand und sich die Türen fast geschlossen hatten, fuhr eine Hand dazwischen und dann stieg – Achtung, Spoilerwarnung Klischee – ein älterer, kleinerer Herr ein, dicke goldene Rolex am Arm, eine ca. 40 Jahre jüngere Blondine im anderen Arm, mächtig Vorbau und deutlich aufgespritzte, knallrot geschminkte Lippen, flankiert von zwei Kleiderschrank-Kerlen, unter deren schwarzen Jacketts sich für alle sichtbar veritable Knarren in Magnum-Format abzeichneten. Die Herrschaften stiegen Gott sei Dank zwei Etagen vor mir aus.
So, und nun dürfen Sie raten – nur einmal! – wo ich lieber Urlaub mache: In Russland oder Frankreich?
„Fast flüsternd räumten sie ein, dass die Situation extrem sei und man besser nicht in der Öffentlichkeit diskutiert.“
Ansteigender Trommelwirbel: Die werden doch wohl nicht die AfD gewählt haben? Gibt es in Russland eigentlich einen Fachhandel für Bademäntel?
Ich habe von diversen Lieferengpässen in Russland gehört, die mehr und mehr auf die Bevölkerung durchschlagen.
Bademäntel waren nicht darunter 😉
Mangelnde Nachfrage. Bei uns gehen die weg wie warme Semmeln.
@ Gerd Franken
Na, wenn Sie meinen.
Dann beantragen Sie doch Asyl in Russland, wenn es Ihrer Meinung nach da so viel besser ist als hierzulande.
Oder in Frankreich.
Oder überhaupt im Westen.
Bestimmt kann @Gerd Franken da seinen eigenen Bademantel mitnehmen…
@Harald
„Dann beantragen Sie doch Asyl in Russland, wenn es Ihrer Meinung nach da so viel besser ist als hierzulande.“
Warum sollte ich das tun? Mir geht es hier blendend. Ok, ich habe mein Ehrenamt in der katholischen Gemeinde verloren, weil man mich bei einem Wahlstand der AfD gesehen hat. Hin und wieder bezeichnet man mich als braunes Arschloch, aber hey, freie Meinungsäußerung und so. Meinen Urlaub mache ich im übrigens immer in Deutschland. Ende August wieder mal im schönen Münsterland. Mit echten Fahrrädern ganz ohne den ganzen Elektrosch…….
@Klaus Kelle
Wenn meine Frau mich im Bademantel sehen würde……das kann ich ihr einfach nicht antun.
Lassen Sie das bloß nicht @H.K. hören! Der sieht an jeder Straßenecke Messerstecher und Terroristen. Und Merz liefert überhaupt nicht….
@ Klaus Kelle
So ein Unfug !
( Der Messerangriff mit einem Notoperierten gestern abend mit Polizeigroßeinsatz, ca. 1 km von meinem Zuhause entfernt, ist selbstverständlich niemals passiert und ich habe ihn nur geträumt. Alles „rääächts Verschwörungdtheorie“ ! Das war wahrscheinlich einer von „denen da“, um die Bevölkerung zu verunsichern … ).
@Klaus Kelle
Es wird nichts bringen den Versuch zu starten meine Wenigkeit gegen andere Foristen hier in Stellung zu bringen, zumal Ihre Gründe dafür in ziemlich dünne Bretter gebohrt sind. H.K. behauptet nicht, dass an JEDER Strassenecke Messerstecher und Terroristen zu finden sind, sondern dass es immer MEHR Strassenecken gibt, wo Messerstecher und Terroristen ihr Unwesen treiben. Desweiteren ist seine häufig gebrachte Feststellung das Merz nicht liefert nur das politische Tagesgeschehen in Deutschland. Jeden Tag liefert dieser Pseudokanzler nämlich genau nichts, ausser, dass alles noch schlimmer wird. Das wird z.B. selbst von Werner J. Patzelt, immerhin eine gewichtige Stimme in der politischen Diskussion, ausdrücklich genau so gesagt. Von R. Tichy mal ganz zu schweigen. Und wenn Sie ehrlich sind…….
Ich bin immer ehrlich. Und Sie wären wahrscheinlich der Letzte, den ich gegen irgendwen „in Stellung bringen würde“. Aber ich muss das gar nicht, das ist das Beste…von mir aus können Sie H.K. heiraten oder sich an einer Straßenecke treffen, um das Unwesen dort zu beobachten…
@Klaus Kelle
Sie selber haben ja des öfteren gefragt warum uns der Staat nicht vor der importierten Gewalt schützen will. Das haben Sie ja nicht an irgendeiner Strassenecke beobachtet.
@ Klaus Kelle
Nur, wenn SIE den Trauzeugen geben – und Friedrich Merz als Brautjungfer die Blümchen liefert …
@H.K.
Darf ich vielleicht auch noch ein Wörtchen mitreden?
nein
@ Gerd Franken
„@ H.K.
Darf ich vielleicht auch noch ein Wörtchen mitreden?“
Soweit kommt‘s noch …
Sie kriegen eine Burka übergestülpt und werden zwangsverheiratet.
So, wie es demnächst hier ohnehin Sitte wird.
( Mal sehen, ob es Katrin Göring-Eckard und Bärbel Bas demnächst auch noch „bunt genug“ ist, wenn sie die Welt durch einen Nikab oder eine Burka betrachten dürfen – zuhause. Oder in Begleitung eines männlichen Verwandten …).
@ Gerd Franken
Die Frage ging zwar an mich, aber auch, wenn Klaus Kelle darauf antwortet, heißt das noch lange nicht, daß er unter meinem Künstler- ( äähemm ) Namen schreibt.
Nur mal so zur Klarstellung …
@Harald
„Sie wünschen sich einen autokratischen Führer …“, damit haben Sie alles Wesentliche zum „Drall“ der AfD gesagt, auch wenn es großzügig beurteilt „nur“ Teile der AfD mit diesem Drall sind, aber sie werden geduldet. Der Drall, der bekanntlich die Flugbahn eines Körpers stabilisiert. Deshalb will und kann man auf ihn nicht verzichten. Die Psychologie hinter diesem Wunsch, oder besser hinter dieser Sehnsucht, ist so hochinteressant wie sehr ernst zu nehmen („Psychologie der Massen“, Le Bon, Desmet). Hier dürfte es sehr um verpasste Chancen, um tiefe Bedürfnisse, um ein ständiges Gefühl des Zu-kurz-kommens, um Missgunst, um eingeredete Benachteiligungen, um Mangel an Aufmerksamkeit, schließlich um Mangel an erfahrener Liebe und daraus folgend um Hoffnung auf einen „Erlöser“ gehen. Das sind alles typische Muster menschlicher Verhaltensweisen, die Ausdruck des Schreiens nach Besserung ihrer Situation sind. Der Anstieg der psychologischen Erkrankungen und der Zustimmungswerte für die AfD verläuft zeitlich zumindest parallel. Einen möglichen Zusammenhang hier zu erkennen, wäre sicher eine Studie wert.
Eine solche staunen machende Entwicklung kann sich nach meiner festen Überzeugung nur in einer überwiegend heidnisch, wertevergessen, orientierungs- und ankerlos geworden Gesellschaft so vollziehen. Ich muss immer wieder an den Altvorderen der AfD und einstigen CDU-Politiker Alexander Gauland denken, der treffsicher bereits in ihren noch jungen Jahren die AfD als „gärigen Haufen“ bezeichnete. Leider konnte sie diese Zustandsbeschreibung auch nach all den Jahren nie hinter sich lassen. Im Gegenteil: heute scheint sie auch vollends auf ihre Wählerschaft zuzutreffen!
„Der Anstieg der psychologischen Erkrankungen und der Zustimmungswerte für die AfD verläuft zeitlich zumindest parallel.“
@Sarnersee
Das ist genauso aussagekräftig, wie die Beobachtung, dass die Anzahl der Störche die Geburtenrate beeinflusst. Oder wollen Sie behaupten, dass die Wähler der AfD psychische Probleme haben? Das wäre dann aber wirklich nicht Ihr Ernst.
@Gerd Franken, ich nehme an der frühere Gerd,
dann verraten Sie mir mal – das ist meine Erfahrung seit vielen Jahren, zu Beginn unter Lucke, Petry und selbst bis Meuthen war das nicht so – warum gerade unter den bekennenden AfD-Wählern eine Ungeduld, Nervosität, ein höheres Aufregungspotenzial, eine oft derbe, mitunter aggressive Sprache mehr auffällt als bei anderen? Auch viele Politiker der vorderen Reihen wählen bisweilen eine Sprache und einen Ton, der bisweilen verstörend wirkt. Warum nehmen sie diese Hinweise nicht an und entgegnen mit Unverständnis und Herunterspielen mit Sprüchen, dass Politik schließlich kein Ponyhof wäre. Natürlich ist der Umgang mit der AfD eine Schande, wie Klaus Kelle zurecht schreibt, aber professionell damit umgehen, sich die Verärgerung nicht anmerken lassen, ruhig und sachlich bleiben, das wird den Wähler beeindrucken, aber sicher keine patzigen, besserwisserischen Reaktionen, die zudem noch das Gekränktsein zur Schau stellen. Die Reaktionen einiger Kommentatoren hier spiegeln diese Aufgeregtheit genau wieder. Sie lassen sich äüßerst schnell reizen. Ungeduld ist ein ganz schlechter Ratgeber, wenn man überzeugen möchte. Der öffentliche Auftritt der AfD ist nach zwischenzeitlicher leichter Besserung, wie mir zumindest schien, inzwischen wieder auf dem früheren sehr amateurhaften Niveau. Da das ganze Land an Niveau verliert, die Verrohung zunimmt, dürfte diese Entwicklung der AfD gar nicht so sehr abträglich sein. Vielleicht sieht sie auch deshalb diesbezüglich keinen wirklichen Handlungsbedarf.
@Sarnersee
„mitunter aggressive Sprache mehr auffällt als bei anderen?“
Sie werden mir sicher verraten, wie hoch das Aggressionspotenzial in meinem Kommentar ist. Ich weiß ja nicht wo Sie die letzten 10 Jahre verbracht haben, um zu dem Schluss zu kommen, dass bei der AfD aggressiver gesprochen wird als bei den anderen.
Oder besser noch, Sie verraten mir wie hoch das Aggressionslevel ist, wenn eine Strack-Zimmerman die AfD als Scheisshaufen bezeichnet und die Wähler der Alternativen als Schmeissfliegen. Was treibt einen MP Wüst dazu, die AfD Wähler als Nazis zu bezeichnen oder einen F. Merz von der „braunen Suppe“ zu sprechen. Auf die Frage eines Moderators an S. Esken ob die AfD mit Goebbels zu vergleichen ist, sagt die Wundertüte: Ja, die AfD ist eine Nazi-Partei.
Was verlangen Sie nun von der AfD? Sie sollen sich nicht aufregen, sie sollen ruhig bleiben, und mit souveräner Geduld dieses Trommelfeuer ertragen? Das müssten Sie als Hobby(?)psychologe eigentlich besser wissen. Das wird nicht funktionieren. Irgendwo verliert immer jemand die Nerven. Können Sie exemplarisch an Bärbel Bas ablesen oder an der ganze Truppe unserer Trümmerregierung.
Aber, aber !!
Schließlich waren es doch „die da“, die zuerst vor laufenden Kameras von „Ar…..chern im Deutschen Bundestag“ geredet haben, und schließlich waren es auch die selben Schwefelbuben, die nicht mehr neben bestimmten Leuten im Parlament sitzen wollten !
Wie bitte ? Ich verwechsele da was ?
Na immerhin: Der „Ar…..cherplauderer“ sitzt nicht mehr im Bundestag, sondern auf seinem Kanapee zuhause in Hamburg ( ausgerechnet … ), und die, denen ihre Platzierung im Parlament nicht passte, brauchen sich auch nicht mehr aufzuregen: Die dürfen seit gut einem Jahr die Debatten bei „phoenix“ verfolgen …
@Sarnersee
Also der „Aufgeregteste“ hier im Blog ist doch wohl eindeutig der Hausherr selbst. Auch Sie, werter Sarnersee, sind ja nicht erst gestern zu uns gestoßen; da müsste auch Ihnen schon das eine oder andere Mal aufgefallen sein, wie aggressiv KK im Tonfall werden kann, wenn ihm Personen oder Vorgänge nicht gefallen bzw. wenn er diese anders sieht, bzw. beurteilt als einer – oder auch mehrere – der Kommentatoren. Darauf angesprochen, erklärt KK dies meist damit, dass in einer Blog-Diskussion andere sprachlichen Regeln gelten würden als im Journalismus. Punkt. Dass Ihnen dies bisher verborgen geblieben sein sollte, ist fast nicht zu glauben.
@KK: Nix für ungut, lieber Klaus, aber das musste in diesem Zusammenhang mal gesagt werden.
@S v B,
Du kannst auf diesem Blog sagen, was immer Du willst. Solltest Du eigentlich wissen.
Da wir uns persönlich kennen, weißt Du auch, dass ich ein überaus netter Kerl bin, bisweilen sogar charmant. Ich glaube nicht, dass Du aus den Jahren 2013 bis 2023 hier irgendetwas findest, dass man bei meinen Beiträgen und Kommentaren als irgendwie „aggressiv“ werten könnte. Aber – Du kennst das mit dem Wald, in den man hineinruft – es gehört nicht zu den Blogregeln hier, dass man den „Hausherrn“ nach Belieben anpöbeln darf und mir gegenüber auch persönlich werden darf und ich dann aber immer ganz lieb freundlich antworten muss. Das findet hier nicht statt. Jetzt nicht und auch in Zukunft nicht.
Nebenbei: Ich finde es inzwischen schon ein wenig amüsant, dass – ich meine nicht Dich! – es Menschen gibt, die mir jahrelang vorgehalten hat, dass ich viel zu zurückhaltend und bürgerlich sei – eine politische Freundin aus Thüringen bezeichnete mich mal als „CDU-Weichei“ 🙂 – und heute teilweise die gleichen Leute beklagen, dass ich so „aggressiv“ sei und gar nicht richtig tolerant gegenüber dem Massenmörder in Moskau und seinen deutschen Knechten 🙂 bin. Oh, Entschuldigung – weiß gar nicht, ob ich „Knechte“ noch schreiben darf…. Ist schon ziemlich aggressiv…
Schönen Tag Dir, liebe Freundin!
Klaus
„ … tolerant gegenüber dem Massenmörder in Moskau und seinen deutschen Knechten …“
Warum sollte man ( frau auch, es sowieso ) das nicht sagen dürfen ?
Wenn Deutsche in der Ukraine für die Russen kämpfen und Menschen dort vergewaltigen, verletzen oder gar töten würden – selbstverständlich wäre das ein entsprechend zu benennendes Verbrechen, das mit aller Härte bestraft gehört.
„ Der Anstieg der psychologischen Erkrankungen und der Zustimmungswerte für die AfD verläuft zeitlich zumindest parallel. Einen möglichen Zusammenhang hier zu erkennen, wäre sicher eine Studie wert.“
Dazu braucht es m.E. doch keine Studie !
Selbst der letzte Buntheitsfan hat doch längst begriffen, daß die unzähligen, meist totgeschwiegenen Attentate, Vergewaltigungen und Messerstechereien nahezu ausnahmslos von „psychisch Erkrankten“ verübt werden – außer, es handelt sich um Rääächte. Die sind – fraglos – alle vollschuldfähig.
Die Psychiatrien quellen über – auch ohne Studie.
@ Sarnersee
Eine interessante Analyse. Ob es sich bei der Zunahme der psychischen Erkrankungen und steigende Zustimmung zur AfD nur um eine Koinzidenz oder doch eine Kausalität handelt kann ich nicht beurteilen, noch nicht mal, ob psychische Erkrankungen tatsächlich zunehmen oder nur deren Diagnosestellungen. Das ist nämlich ein himmelweiter Unterschied.
Ich sehe das Hauptproblem tatsächlich in den dekadent-übersättigten westlichen Konsumgesellschaften, die bei Problemen die Schuld im Außen suchen um dann je nach Klientel falschen Propheten zu folgen, die je nach Feindbild auf andere Sündenböcke zeigen. Das gilt für Rechte wie für Linke gleichermaßen. Für erstere sind Migranten die Urmutter aller Probleme, gefolgt Roten, Grünen und Woken, die die traditionelle Familie zerstören wollen, für letztere sind es Milliardäre und Hausbesitzer gefolgt von der bösen binären Gesellschaft, die sie in ihrem täglich wechselnden „Wer bin ich heute und wenn ja wie viel?“ nicht ausreichend sehen und dann fordern, mit möglichst vielen Sternchen angesprochen zu werden. Und beide, Rechte wie Linke, sehnen sich nach starken Führern, die die Probleme für sie lösen. Für die einen ist es starke Mann, für die anderen die starke Partei. Beide autokratisch.
Vorreiter sind mal wieder die USA. Trumps MAGA ist nichts anderes als das verzweifelte Rückzugsgefecht einer auf Pump konsumübersättigten Gesellschaft, die nicht realisieren will, dass man den Zenit überschritten hat und Länder wie China einem gerade den Rang ablaufen. Nicht nur, weil es mehr als viermal so viele Chinesen wie US-Amerikaner gibt, die auch was vom Wohlstandskuchen abhaben wollen, sondern weil sich China ins Zeug legt und alle mitmachen. Ebenso autokratisch.
Das ehrliche Motto müsste lauten: RUOS oder LUDÄH: Roll up our sleeves oder lasst uns die Ärmel hochkrempeln. Statt dessen: MAGA, alle anderen sind schuld, weil sie die USA ausnutzen und darum kommen jetzt Zölle bis hin zu militärischer Gewalt.
Gerade Rechte, die sich so gerne die guten alten Zeiten der 1960er und 1970er zurücksehnen, sollten sich fragen: Haben unsere Eltern gejammert, die Schuld im Außen gesucht und nach starken Führern gerufen, die ihnen ein schönes Leben auf dem Silbertablett servieren? Nein! Die haben angepackt, Kinder in die Welt gesetzt und haben selbst zurückgestanden damit es denen mal besser geht als ihnen.
Und was tun wir, die Kinder, die Boomer und Gen-Z? Work-Life-Balance, dreimal im Jahr Urlaub, aber Kinder? Ach nee, eher nicht, die bedeuten ja Einschränkung. Und dann wundern wir uns, wenn uns die Renten- und Krankenversicherung um die Ohren fliegen. Mit Ansage! Seeeeehr laaaaanger Ansage. Seit über 30 Jahren!
Dann sollen es die starken Führer richten. 70% Rentenniveau bitte! Und das nächste Krankenhaus nicht weiter als 10 Autominuten entfernt. Und eine hübsche Altbauwohnung im hippen Großstadtviertel zum Schnäppchenpreis.
Wer’s bezahlen soll? Wahlweise, je nach Feindbild, Migranten („Remigration!“) oder Milliardäre und Hausbesitzer („Enteignung!“ und „Mietendeckel!“).
Wenn wir uns nicht endlich unbequemen Wahrheiten stellen, haben wir wirklich fertig.
@Gerd Franken @S v B @H. K.,
Sie haben recht. Die Nerven liegen blank und Aggression löst beim Attackierten wiederum Aggression aus. Ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass so die Spaltung in der Gesellschaft sich weiter zementieren wird. Da muss ich selbst an Strauß und Wehner in den 70ern denken, die ich als kleines Kind eindrücklich erlebte, meine überhaupt ersten Erinnerungen. Laut und „rustikal“ geht tatsächlich auch mit Stil und Niveau. Doch beides vermisst man heute gänzlich. Die zunehmende Verrohung in der Gesellschaft wird zuerst in Sprache und Auftreten sichtbar. Die macht auch vor dem Hohen Haus nicht halt. Und ja, es ist einfach nur erbärmlich, welche Sitten dort herrschen. Ich empfehle jedem Wähler, sich vor der nächsten Wahl eine Bundestagsdebatte auf phoenix oder gar live anzuschauen. Volksverteter? Meine sind es nicht, in der Union vielleicht noch wenige. Der Ton macht bekanntlich die Musik. Allein die Redner der Union sind im Stil im Vergleich noch die gemäßigsten.
Nein, ich beobachte das in meinem täglichen Umfeld. Die meiste Zeit des Tages verbringe ich mit Menschen, die einer schwarz-grünen, theoretisch Jamaika-Koalition zugetan sind. Eher höher Gebildete. Vergleichsweise gesittet. Dann gibt es in der freien Zeit einen sehr bunten Mix. Auffällig, dass die Neiddebatten, die Sorgen vor steigender Abgabenlast und materieller Ungerechtigkeit immer von mit SPD und AfD sympathisierenden Menschen kommen. Christliche Nächstenliebe demjenigen gegenüber, von dem ich keine Gegenleistung erwarten kann, scheint unter ihnen ein naiver, allein frömmelnder Wunsch. Da wird die Sprache schnell rustikaler. „Es gibt ja Gott sei Dank die Blauen, die bald aufräumen werden“ hört man immer öfters, vorlaut und subtil missgünstig auf Vergeltung sinnend. Auch in der Bahn, in der ich viel unterwegs bin, erlebe ich immer mehr hitzige Wortgefechte. Ruhig sprechen diese Ereiferer selten. Irgendwann will man ihnen nicht mehr zuhören. Es ist fast wie ein natürlicher, angeborener Reflex. Es sind auch sehr einfache Menschen, deren Sorgen aus ihrer Perspektive natürlich sehr verständlich sind. Putin ist für diese entweder zu weit weg und interessiert nicht wirklich, oder, darauf angesprochen, man erhält Schulterzucken. Ein kleines bisschen spürt man eben auch hier diese „Aggression“, zugegeben ein zugespitzer Begriff. Ich sprach ja auch von Aufgeregtheit, Nervosität, der meines Erachtens zu viel Ausdruck vom Vetfechter verliehen wird. Ich mag es ruhig und sachlich. Haifischbecken ist definitiv nicht mein Medium.
Tacheles: ich wähle die Union, weil sich in ihr immer noch im Durchschnitt die Menschen mit der vergleichsweise demütigsten Haltung finden. Die notorischen Selbsterhöhungen und Selbsterlösungsphantasien aller anderen Parteien sind mir zuwider. Das „C“ steht für „Christlich“, auch wenn dieses Profil immer mehr verschwimmt, de facto kaum mehr sichtbar ist. Aber es kann auch wieder zum Ansporn werden. Von Hoffnung als hochwirksames Lebenselixier schrieb ich hier unter einem anderen Beitrag. Wie Teile der AfD ethnische Herkunftsmerkmale überhöhen und privilegieren, also beim Mensch willentlich unterscheiden wollen, was dem Schöpfungsgedanken diametral entgegen steht, so überhöhen und überschätzen Grüne ihren vermeintlich tiefer geschliffenen und damit eingeredet überlegenen Intellekt mit ihren Belehrungen an die Welt. In ihrem Menschenbild ist der Mensch nicht die Krönung der Schöpfung wie im christlichen, sondern er wird auch als Folge seiner im Patriarchat verlaufenen Entwicklung rückblickend als Ursache von aller Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Krieg und Umweltzerstörung einschließlich Klimawandel betrachtet. Vor allem der Mann. Erlöst werden kann Mensch und Mann nur, wenn er den grünen Idealen folgt. Ähnlichkeiten mit Sekten wären hier rein zufällig. Keine Partei außer der Union sieht sich in ihrem Tun der Verantwortung vor Gott verpflichtet. Keine. Selbst wenn die Union dieser Verantwortung gerade sehr schlecht bis gar nicht nachzukommen scheint, stellt sie sich ihr weiterhin und nimmt vor dem Hintergrund einer zunehmend heidnisch und gottloser werdenden Gesellschaft von dem Anspruch bisher auch nichts zurück. Auch Petrus war nach der biblischen Erzählung feige, hat seinen Herrn gleich dreimal verleugnet und doch hat der Herr ihm seine Kirche anvertraut und die Schlüsselgewalt überantwortet. Die Union knickt auch feige vor ihren Peinigern ein, linken und kirchenfeindlichen Parteien und selbigen Medien. Und dennoch wusste der Herr, wer Petrus in seinem tiefsten Selbst war. Wäre die FDP im März letzten Jahres ähnlich stark gewesen wie zu diesem Zeitpunkt die SPD, wir hätten eine Neuauflage von Schwarz-Gelb, leider wohl eine Verteidigungsministerin Strack-Zimmermann bekommen, aber keinen „Pinocchio“, keine Kanzlerkrise, keine Unmutsäußerungen aus der Industrie, sondern sanftes aber hoffnungsvolles Wachstum der Wirtschaft, keine Meldestellen, keine Meinungszensurdebatten, keine Pläne zu einem „Public-Value-System“. Die AfD nicht bei fast 30 Prozent. Im Rückblick war der Fehlschluss von Christian Lindner 2017, lieber gar nicht zu regieren als schlecht zu regieren, folgenschwer. Auch wenn er ehrlich motiviert war.
Zu guter Letzt, ich bin weder Psychologe noch übe ich sie in der knappen freien Zeit aus. Ich behalte Dinge ganz gut im Gedächtnis, die mir mal von berufener Seite unterschiedlichster Disziplinen erklärt worden sind. Das muss ich auch in meinem zumeist analytischem Tun. Die Psychologie ist da hinsichtlich des Erfolgs in der Tat ein völlig unterschätzter Schlüssel.
@ Sarnersee
Hm …
Normalerweise lese ich lange, absatzlose Texte nur widerwillig.
Ihren habe ich gelesen. Komplett – was allerdings sicher auch daran liegt, daß er u.a. an mich adressiert ist.
Sie schildern ruhig, sachlich und ohne jeglichen „Schaum vor dem Maul“ Ihre persönliche politische und gesellschaftliche Einstellung. Und dabei kann ich Ihnen großenteils widerspruchslos folgen.
In meinem bisherigen Leben durfte ich auch schon das eine oder andere Mal wählen – und die engagierten Hahnenkämpfe der Herren Wehner und Strauß habe ich sogar auch schon live im damaligen Bonner Bundestag erlebt.
U.a. den von mir sehr geschätzten späteren Bundespräsidenten Karl Carstens durfte ich damals in einem längeren Gespräch kennenlernen.
„Die Zeiten ändern sich – und wir mit ihnen“.
Damals, in meiner „Sturm- und Drangzeit“, gab es die Union, die SPD und die FDP und irgendwann die Sonnenblumen häkelnden Grün*/-/:/_/•/Innen. Es gab Westdeutschland und es gab „die Zone“.
Ein Bundestagsabgeordneter in Jeans und Turnschuhen, mit Schlafanzugoberteil unter einem zerknitterten Sakko, mit Nasenring oder Arafat-Feudel am „Redendenpult“, „Alerta Alerta, Antifaschista“ rufend, ohne daß das Präsidentende einschritt, gar weibliche Abgeordnete mit Tattoos bis unters Kinn – u n d e n k b a r.
Sicher, ich kannte seinerzeit bei weitem nicht alle Abgeordneten mit Namen, persönlich schon gleich viel weniger. Aber das, was sich heute im Parlament teilweise abspielt, insbesondere auch in der mehrfach umbenannten Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei, lässt zumindest mich doch mitunter eher sprachlos zurück.
( Ich warte auf den Tag, wo „ein Abgeordnetes“ in Flipflops und Bikinioberteil, mit Nasenring und grün gefärbtem Irokesenschnitt von einem Saaldiener im Frack nicht ein Glas Wasser, sondern eine Dose Red Bull serviert bekommt – und beim Verlassen des „Redendenpultes“ ein Tütchen zieht … ).
Die Union war im Grunde immer die Partei, die mir sowohl vom Inhalt, von der Form als auch von den Personen her am nächsten stand.
Wer Rainer Barzel, „FJS“ und später Helmut Kohl einmal persönlich getroffen hat, weiß, was ich meine.
Bei einem Empfang des Kanzlers Helmut Kohl in Bonn habe ich zum ersten Mal eine „junge Dame“ erlebt, die später tatsächlich „die mächtigste Frau der Welt“ werden sollte. Und ich lernte einen „Anwalt aus dem Sauerland“ kennen – Friedrich Merz.
Anfangs, ja, lange Jahre, fand ich „Kohls Mädchen“ noch – sagen wir: „bemerkenswert“, aber das änderte sich schlagartig 2015.
Von da an ging‘s bergab. Die „Mutter aller Probleme“ war da. ( Ob Seehofer damit vielleicht doch eher „Mutti“ gemeint hat ? )
Und wer geglaubt hatte, nach ihr würde es mit „AKK“ besser, wurde ziemlich enttäuscht.
Die große Hoffnung, der beim dritten Anlauf erfolgreiche neue Parteichef würde – endlich – die Union von „Muttis“ Trampelpfad abbringen und das Land wieder in die richtige Richtung lenken, erwies sich als – Entschuldigung – kompletter Rohrkrepierer.
Nach diesen Erfahrungen, erst mit Merkel, mit AKK ( „Flugzeuträger ? Ja, find‘ ich gut !“ ), mit der von niemandem gewählten EU-Chefin und nun mit einem Kanzler, über den ich lieber nicht schreibe, was ich von ihm denke: Nein, diese Union ist für mich u n w ä h l b a r geworden.
Noch nie habe ich mich von einer Regierung, erst recht nicht von ihrem Chef, dermaßen vera….t gefühlt.
Meine Stimme bekommt die Union nicht mehr.
Helmut Kohl würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er all das, was „seine“ Partei mit und in diesem Land anstellt, erleben müßte.
Und da daneben weder die klassenkämpfenden Sozialisten der ehemals großen alten Arbeiterpartei noch die verstrahlten „Deutschland wird bunter und ich freu mich drauf“-Anhänger, erst recht nicht die Partei, die glaubt, durch mehrfache Umbenennungen die von ihr beauftragten Morde an der innerdeutschen Grenze vergessen lassen zu können, in der Lage, nicht einmal willens sind, in unserem „Land der Dichter und Denker“ wieder Recht und Ordnung zu etablieren, kann ich – leider, leider – auch nach mehrfacher, reiflicher Überlegung nur eine Partei wählen, die zumindest verspricht, das zu tun.
Wehe, sie tut es nicht und gibt nach den nächsten Wahlen „den Merz“ …
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ …
Werter @ H.K.,
ein herzliches Vergelt’s Gott für die interessante Erzählung Ihrer früheren Erlebnisse aus Ihrer damals offenbar großen Nähe zur großen Politik. Auch wenn wir wohl mindestens eine Generation auseinanderliegen dürften, Karl Carstens ist auch mir als Kind in allerbester Erinnerung. Seine geniale Idee seiner Wanderung durch Deutschland während seiner Amtszeit, um zu zeigen, wie wichtig ihm Volksnähe ist, bleibt für das höchste Amt unübertroffen. Der heutige Bundespräsident ist der krasse Gegenentwurf dazu, verspottet lieber „sein“ Volk, will und fördert Spaltung und setzt sich damit dem Verdacht aus, sich selbst in seinem „Bessermenschentum“ sonnen zu wollen.
Was Sie zu den Verhältnissen im Deutschen Bundestag schreiben, insbesondere zum Auftreten und Benehmen der SED-Nachfolger, bisweilen auch von Grünen und der SPD, ist schändlichst und jedem Hohen Haus dieses Planeten höchst unwürdig. Dem stimme ich vollumfänglich zu. Ich selbst empfahl zuvor jedem Wähler vor einer Wahl, sich einmal eine Bundestagsdebatte auf phoenix anzuschauen.
Als die Verbotsdebatte zur AfD aufkam, ereiferte ich mich sehr, denn es ist die Partei „Die Linke“, die nahezu alle Kriterien für ein Verbot erfüllt, nicht aber die AfD. Ich gebe zu, ich habe mich gestern schon „schadengefreut“, dass Deutschland aus dem UN-Sicherheitsrat ausgeschlossen bleibt und die sichtlich beschämte Ex-Außenprinzessin das Ergebnis zerknirscht verkündete. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Den nächsten wird es spätestens am Independence Day geben, wenn die Deutsche Mannschaft die Heimreise nach verlorenem Spiel gegen Frankreich aus Philadelphia antreten muss.
Angela Merkel war mir seit ihrem ersten Erscheinen in der Öffentlichkeit unsympathisch. Jeder kennt das, man sieht erstmalig eine Person, die einen an jemand anderes erinnert bzw. an die Eigenschaften, die eindrücklich waren, gute wie weniger gute. Sind es weniger gute, ist die Gefahr größer, künftig die Person nur noch aus dieser so gefärbten Brille zu sehen. C’est la vie.
Ihren Mentor Kohl erstach sie auch aus opportunistischen Motiven rücklings. Kohls mangelnde Menschenkenntnisse wurden ihm zum Verhängnis. Kohl unterschätzte den Umstand, dass Merkel zunächst der SPD beitreten wollte. Sie landete dann 1990 beim DA, als dessen Mitglied sie kundtat, dass sie mit der CDU nichts zu tun haben wolle (Ewald König: Angela Merkel: „Mit der CDU will ich nichts zu tun haben“. In: Die Zeit 25/2015. 18. Juni 2015).
Die Inkompatibilät der lutherischen Merkel mit der „rheinisch-katholischen“ CDU und der „bayrisch-katholischen“ CSU wurde immer offensichtlicher.
Ein einziges Mal aber war meine Sympathie auf ihrer Seite. Als sie nach ihrer Wahl zur ersten Regierungschefin 2005 in der „Elefantenrunde“ saß und der „Gockel“ Gerhard Schröder ihr in aller Öffentlichkeit gar spöttisch die Eignung zu dem Amt absprach. Mit ihrer ruhigen, besonnenen, klugen, diese arrogante Unflätigkeit ignorierende Reaktion war Schröder dann der Blamierte und wohl nichts erleichterte ihr den Einstieg in das mächtigste Amt mehr als dieser ostentative Schröder’sche Chauvinismus (heute fast 21 Jahre danach immer noch sehenswert).
Ihre von Aversion gegenüber dem Katholizismus des Elternhauses geprägte Sozialisation wurde dann spätestens Anfang 2009 für jeden sichtbar, als sie mit einer völlig deplazierten, infolge ausgebliebener Recherche inhaltlich grundfalschen Kritik an Papst Benedikt, die allein emotional motiviert war und in der Folge zu prominenten Austritten aus der CDU führte (wie der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Werner Münch).
Mein persönliches Lieblingsstück des berühmten Konjunktiv-Quartetts „Hätte, Täte, Wäre, Könnte“ aus seinem politischen Repertoire:
Hätte der Himmel im August 2002 über Tschechien nicht seine Schleusen so weit und lange geöffnet, das Elbhochwasser wäre ausgeblieben, der damalige Meister der Selbstinszenierung Gerhard Schröder hätte nicht seine Gummistiefel angezogen, sich nicht mit Bundespolizei-Heli samt Kamerateams ans Elbufer fliegen lassen, der Wolfratshausener Edmund Stoiber wäre Kanzler geworden und die jüngste Geschichte Deutschlands wohl eine gänzlich andere – ohne Merkel, ohne Linksrutsch der Union, ohne Atomausstieg, weniger Klimahysterie, ohne Ehe und Abitur für Alle, keine unkontrollierte und illegale Migration und wohl ohne AfD. Für Rot-Grün war es – die Ironie wollte es so – zum rechten Zeitpunkt ein „Geschenk des anderen Himmels“. Eine zuvor im Frühjahr und Sommer noch weit abgeschlagene SPD machte auf der Zielgeraden Meter um Meter gut bis in der Wahlnacht die Ziellinie schließlich Kopf an Kopf überschritten wurde. Das Fotofinish ergab einen leichten Vorsprung von nur 6000 Stimmen für die SPD. Letzlich waren es die 1,2 Prozent, die die Grünen vor der FDP lagen, die die erste CSU-Kanzlerschaft verhinderten. Vieles, sehr Vieles wäre in diesem Land mit und nach einem Kanzler Stoiber anders verlaufen.
Nein, die Union ist trotz aller richtigen Einwände von Ihnen nicht unwählbar. Ich schrieb das zuvor dem Mitstreiter @Gerd Franken. Ich setze meine Hoffnung auf engagierte Jung-Politiker wie beispielsweise einen Johannes Winkel, der um sich eine kleine Schar von couragierten JU-lern versammeln konnte, gemeinsam gegen das himmelschreiende, von der SPD erpresserisch durchgesetzte „Sondervermögen“ zu stimmen. In dieser Generation passiert gerade viel, in ganz Europa. Eine Rückbesinnung auf traditionelle, christliche Werte unter bewusster Aussparung von mitunter verstörenden Nationalismen. Ein in gemeinsamen Werten geeintes Europa ist Maxime. Das Pendant, die „Generation Deutschland“, gehört eher nicht zu dieser Bewegung. Sie hat sich eine andere Maxime gegeben, auch wenn bei ihr traditionelle Werte zentral sind, aber eben nicht dezidiert christliche. Sie zeigt sogar eher Anzeichen, ihre Mutterpartei noch rechts überholen zu wollen.
Eine nachhaltige „Reinigung“ kann immer nur von innen heraus erfolgen. Deutschland wird nicht besser, wenn die Guten auswandern. Die Zustände der katholischen Kirche in Deutschland sind hier ein gutes Beispiel. Viele Gläubige wenden sich desinformiert und das Wesen ihrer Kirche nicht verstehend ab, weil ungute Kräfte die Kirche insgesant zerstören wollen. Die wirksamsten Kräfte aber kämpfen nicht von außen, sondern befinden sich in der Kirche selbst und zersetzen sie, teils in völliger Unkenntnis, dass sie das tun, dazu umso mehr in der Überzeugung, im Recht zu sein, es schließlich gut zu meinen. Der Teufel ist besonders hier ein Eichhörnschen. In Deutschland nennen sich diese Kräfte „Synodaler Weg“. Zu ihm bekennt sich gar das Gros des deutschen Episkopats. Wahnsinn, wie weit die totale Verwirrung fortgeschritten ist. Wie die Grünen sich anmaßen der Welt in Sachen Klima und Energiewende Vorbild sein zu müssen, meinen auch die Anhänger des „Synodalen Wegs“ größenwahnsinnig und selbstüberhöhend der Weltkirche erklären zu müssen, wie Kirche in der Welt nur funktionieren kann. Hier hilft aber nicht die Resignation, die Abwendung oder beispielsweise der Anschluss an die erzkonservative, schismatische Pius-Bruderschaft, sondern Treue und ein geduldiges Engagement, damit Besserung überhaupt möglich werden kann.
Auch in der deutschen Politik kommt es gerade jetzt so sehr auf die Treuen, Standhaften an wie vielleicht noch nie, damit das ganze Gefüge uns nicht noch katastrophaler als schon bisher um die Ohren fliegt.
Sie schreiben es ja selbst:
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ …
@ Sarnersee
Haben Sie herzlichen Dank für Ihre wirklich beeindruckende Antwort.
Ich weiß Ihre Zeit und Energie dafür sehr zu schätzen.
Im Grunde sind wir m.E. eher einer Meinung als überkreuz.
Die Union war über Jahrzehnte die Partei, die mich am allermeisten geprägt und auch sozialisiert hat.
Und die Zeit meiner zuvor geschilderten Begegnungen werde ich sicher ebensowenig vergessen wie die Stunden, die ich als Jugendlicher seinerzeit mit u.a. Volker Rühe im Keller der CDU-Geschäftsstelle mit dem Kleben von Plakaten verbracht habe.
Ein für mich damals riesiges Dankeschön war eine mehrtägige Reise nach Bonn, mit Treffen mit Leuten wie eben u.a. Karl Carstens, die mich nochmals beeindruckte.
Von daher können Sie mich gern als „alten Schwarzen“ bezeichnen.
Von bzw. über „Mutti“ möchte ich lieber nichts schreiben – ansonsten könnte mir das gleich – endlich – anstehende Abendessen nicht mehr schmecken.
Was Johannes Winkel angeht, muß ich Sie allerdings enttäuschen.
Ich denke, daß der Mann leider überhaupt nicht weiß, was er da teilweise loslässt.
Bzgl. des Sondervermögens stimme ich ihm uneingeschränkt zu.
Was seine Äußerungen, gestern wieder, zum Thema Rente angeht, kann ich nur sagen, er hat keinen blassen Schimmer.
Konkretes Beispiel:
Ein sehr guter Bekannter von mir hat sich kürzlich bzgl. seiner Altersbezüge – vertraulich – geäußert.
Er bekommt inzwischen neben einer betrieblichen nun auch seine staatliche Rente.
Die betriebliche Rente liegt aktuell unter dem Niveau von 2022. Angeblich, weil er mittlerweile höhere Steuern zu zahlen hat.
D.h. es fehlen p.a. fast € 800 – ohne Inflation gerechnet.
Zusammen mit der staatlichen Rente kommt er auf monatlich Bezüge von rund € 3.000, die versteuert werden müssen.
Für seine private Krankenversicherung zahlt er nach rund € 850 im vergangenen Jahr seit Januar rund € 1.200 – einen Arbeitgeberanteil gibt es nicht mehr.
Nun erhielt er von seiner Pflegezusatzversicherung, die er bereits vor vielen Jahren abgeschlossen hatte, die Mitteilung, daß zum 1. Juli der monatliche Beitrag von rund € 80 um knapp FÜNFZIG PROZENT angehoben wird.
Zum Juli wird er – wie nahezu alle Rentner – eine Erhöhung der staatlichen Rente um 4,24 % bekommen.
Diese 4,24 % sind Johannes Winkel aber zuviel.
Er fordert eine Erhöhung um DREI %, „das ist mehr als die Inflation“, so Winkel bei Lanz.
Der erwähnte Rentner würde bei 4,24 % ab Juli ( die Rente wird mittlerweile bekanntlich – oh Wunder – nicht mehr zum 1., sondern zum Ultimo des Monats gezahlt ) tatsächlich rund € 75 mehr kassieren, d.h. € 900 p.a. – die selbstredend versteuert werden müssen.
Durch die niedrigere Betriebsrente bekommt er bereits p.a. rund € 800 WENIGER, durch die erhöhte PKV bleiben ihm p.a. rund € 4.800 WENIGER, und aufgrund der höheren Pflegezusatzversicherung fehlen ihm weitere € 480 p.a.
Unterm Strich fehlen ihm somit knapp € 6.100 pro Jahr – und Johannes Winkel will ihm von den geplanten ( zu versteuernden ! ) € 75 Rentenerhöhung tatsächlich € 22,32 WEGNEHMEN ?
So kann nur einer reden, der NIEMALS in seinem Leben womöglich von einer Durchschnittsrente wird leben müssen.
Wer mit 34 Jahren gute € 15.000 pro MONAT kassiert und bereits nach kurzer Zeit im Bundestag gehörige Rentenansprüche, von denen Otto Normalverbraucher nur träumen kann, „erwirbt“, sollte nicht dermaßen dicke Backen machen.
Und das gilt für JEDEN aus der „jungen Gruppe“ der CDU.
BODENHAFTUNG und VOLKSNÄHE ? NULL.
@H.K.
besten Dank für Ihre abermals hochinteressante Antwort. Ich beobachte das pol. Geschehen tatsächlich nur am Rande und mir fiel Johannes Winkel schon mehrmals mit klugen Äußerungen auf. Als Sauerländer müsste er eigentlich Bodenhaftung und Volksnähe haben, eigentlich. Von Linnemann war ich anfangs auch recht angetan, aber die Karriere verändert den Menschen. Das stimmt schon. Ihre Schilderungen zu Winkel erinnern da ein wenig an seinen Vorgänger und einstigen Hoffnungsträger Philipp Mißfelder und seiner dümmlichen Äußerung hinsichtlich teurer Hüftgelenke für 85-Jährige. Ist 23 Jahre her, unglaublich wie die Zeit rast. Es sei der Jugend in ihrem Eifer nachgesehen. Aber da haben Sie natürlich einen Punkt. Dem Rententhema gilt meine Aufmerksamkeit derzeit noch nicht. Ich bin immer nur erstaunt, wieviele Rentner an den Flughäfen mit ihren großen bunten Koffern anzutreffen sind, oder in den so teuer gewordenen Cafés, schon vormittags bei Cappucino und Torte. Es sei ihnen von ganzem Herzen natürlich gegönnt. Sie haben es sich mehr als verdient. Die hüpfende und klebende, Freitags die Schule schwänzende Generation hätten da noch sehr viel Aufholbedarf, wenn sie sich eines fernen Tages sagen können, das haben wir uns verdient. Ich will damit nur sagen, dass junge Politiker vielleicht auch diese Bilder von Rentnern vor Augen haben, wenn sie solche Schnellsch(l)üsse von sich geben.
@Sarnersee,
Das stimmt schon. Ihre Schilderungen zu Winkel erinnern da ein wenig an seinen Vorgänger und einstigen Hoffnungsträger Philipp Mißfelder und seiner dümmlichen Äußerung hinsichtlich teurer Hüftgelenke für 85-Jährige. Ist 23 Jahre her, unglaublich wie die Zeit rast. Es sei der Jugend in ihrem Eifer nachgesehen.
Tatsächlich hat PM das bewusst so gemacht, weil er wusste, dass er zwar mächtig Haue bekommt, aber wenn er den Sturm übersteht, in ganz Deutschland bekannt und für später Höheres geeignet ist. Jugendlichen Eifer gibt es in dieser Liga auch von Winkel nicht mehr…
@ Sarnersee
Guten Morgen !
Ich bin ein wenig erschrocken, daß Sie sich noch keine Gedanken ( oder Sorgen ? ) um Ihre Rente machen. Dafür ist es nie zu früh !
Es wird so kommen, wie Friedrich Merz es angekündigt hat: Die staatliche Rente wird in Zukunft nur noch eine „Basisabsicherung“ sein.
Ich will da keine Panik verbreiten, aber man ( frau auch, es sowieso ) sollte diesen Punkt deutlich ernster nehmen.
Viele vergessen, daß die Rente versteuert werden muß, daß bei Angestellten, die in den Ruhestand treten, der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung wegfällt.
Vor allem ist vielen nicht klar, daß allein dadurch zusätzliche Kosten in mittlerer fünfstelliger Höhe p.a. auf sie zukommen.
Und der erwähnte Bekannte ist mit gut € 3.000 nun wirklich KEIN „Durchschnittsrentner“.
Wenn ihm nach Abzug von Steuern, Krankenkasse u.ä. noch rund € 1.500 übrigbleiben, davon aber ca. € 1.000 für Miete abgehen, verbleiben für Kühlschrank voll, Auto, Versicherungen, Kleinkram und evtl. mal Urlaub gerade noch € 500 – im MONAT.
Für Rentner sind 4,24 % mehr ab Juli 2026 geplant. Im genannten Fall also rund € 75.
Das ist Johannes Winkel zuviel.
Zuviel war ihm allerdings die Erhöhung für Abgeordnete im vergangen Jahr, seit dem er im Bundestag sitzt, von 5,4 %, somit rund € 600 PRO MONAT, nicht.
Ich wüßte jedenfalls nicht, daß er dagegen aufbegehrt hätte. Auch er hat die über € 7.000 p.a. gern eingesteckt – die nächste jährliche Diätenerhöhung sollte ja 2026 zumindest 4,2 % betragen.
Was die „Bodenständigkeit und Volksnähe“ von Sauerländern angeht:
Müßte die ein Friedrich Merz nicht erst recht haben ?
Und der „Eifer der Jugend“ – mit 34 im Falle Johannes Winkels ? Jugend ??
Andere leiten mit 34 ganze Unternehmen. Sebastian Kurz war mit 34 schon längst Bundeskanzler der Alpenrepublik.
Was die vielen „ Rentner an den Flughäfen mit ihren großen bunten Koffern anzutreffen sind, oder in den so teuer gewordenen Cafés, schon vormittags bei Cappucino und Torte“ angeht:
Könnte es – nur u.U., ggf., evtl., vielleicht – möglich sein, daß es sich da großenteils nicht um Rentner, sondern um PENSIONÄRE, ehemalige Beamte, handelt ?
Ein Durchschnittsrentner bekommt € 1.405, eine Durchschnittsrentnerin € 955.
Die durchschnittliche Beamtenpension in Deutschland liegt bei € 3.416.
Vielleicht wäre es ratsam, allen Rentnern ein großes „R“ und allen pensionierten Beamten ein großes „B“ ( oder „P“ ) auf die Stirn zu tätowieren, damit da keine Verwechselungen stattfinden.
Ich gönne jedem Pensionär seine Bezüge, seinen Urlaub und auch seine Torte, damit da kein Mißverständnis aufkommt.
Als ich kürzlich im Supermarkt an der Kasse stand und es nicht vorwärtsgehen ging, kam wieder einmal meine gelegentliche Ungeduld zum Vorschein.
Bei genauerem Hinschauen hielt eine ältere Dame den Betrieb auf.
Diese Frau mußte von ihrem bereits gescannten Einkauf zwei Teile zurückgeben, weil das herausgekramte Kleingeld nicht reichte.
Der Vorgang war ihr ganz offensichtlich entsetzlich peinlich.
Vielleicht hätte Johannes Winkel ja sein Portemonnaie herausgeholt und die paar Münzen für die Dame dazugelegt.
Aber als „jugendlicher“ Abgeordneter wird man in Berlin kaum im Supermarkt an der Kasse stehen. Und wenn, wartet der Bundestagschaffeur mit der S-Klasse vor der Tür.
Just my 2 Cents …
Auch, wenn es niemanden ( mehr ) zu interessieren scheint:
Ich empfehle einen Artikel in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ von heute, VOR der Bezahlschranke, frei lesbar:
„Altersbezüge für Abgeordnete
Vier Jahre im Bundestag ersetzen 28 Jahre Arbeit“.
Ich hoffe, Johannes Winkel und die „junge Gruppe“ der Union finden die Zeit, diesen Artikel zu lesen …
@Sarnersee
Eine Spaltung ist nicht per se etwas Schlechtes. Wenn daraus etwas besseres wird, immer her damit. Die Union sollte schleunigst das C aus ihrem Logo streichen. Das ist nämlich eine Beleidigung für den christlichen Gott an den ich glaube. Ja der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Wie passt es dann zusammen, dass die Union mit Parteien zusammen arbeitet, die das ungeborene Leben zum Abschuss frei gegeben haben? So lesen wir in der SPD Postille „Vorwärts“ folgenden Satz: „Höchste Zeit also, dass die Demokraten erkennen: Mit der Einschränkung des Abtreibungsrechts gerät die ganze Demokratie unter Druck. Denn das Selbstbestimmungsrecht ist der Kern unserer Verfassung.“
Von der Würde des Menschen und deren Unantastbarkeit lesen wir dort genau nichts. Die SPD ist eine Partei, die die Demokratie retten will, indem sie ihre Kinder tötet. Kann man sich nicht ausdenken. Friedrich Merz ist, nach eigenen Angaben, praktizierender Katholik. Haben Sie von ihm schon irgendetwas relevantes zu diesem Thema gehört? Ich auch nicht.
@Gerd Franken,
ich würde nicht das Prädikat „spalten“ verwenden, sondern „trennen“, das Gute vom Unguten, eine „Reinigung“ quasi, man entledigt sich alter Lasten, man befreit sich von Belastungen. Das ist sicher nichts schlechtes. Spaltungen in Gemeinschaften haben dagegen immer Leid zur Folge.
Würde die Union ihr „C“ aus dem Namen streichen, wären die Jubelsprünge der pol. Linken und wohl auch in weiten Teilen der AfD sehr hoch. Schließlich ist die Entchristlichung der Gesellschaft Querschnittsaufgabe aller linken Parteien und den Parteien an beiden Rändern. Allein das „C“ vermag der „Fels in der Brandung“ zu sein und der Partei ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal (USP) zu verleihen. Demokratisch, sozial und darin vereint, meinen auch alle anderen sich anpreisen zu können. Hoffnung trägt und es gibt talentierte Jungpolitiker in der Jungen Union, die Anlass zu berechtigter Hoffnung geben. Ich sehe viel mehr diese und die hinteren Reihen, wenn ich mein Kreuzchen mache.
In einem anderen Beitrag schrieb ich jüngst, dass die Schaffenskraft des Menschen gottgewollt ist, also zentral im Schöpfungsgedanken grundgelegt ist, sich aber stets der Würde eines jeden Menschens unterordnen müsse. Selbstbestimmung ist in diesem Kontext ein Euphemismus für Selbsterhöhung. Gar ein Recht darauf kann sich nur der Widersacher, der Lügenfürst oder „Herr der Welt“ (Robert Hugh Benson 1906, sehr empfehlenswerter Roman) ausdenken.
Ich sehe es wie Sie, eine „Brandmauer“ zu diesen Parteien, die die Würde des Menschen an Bedingungen knüpfen, wäre tatsächlicher vor diesem Aspekt gerechtfertigter als die zur AfD. „DIE Bundestagsrede Jesu“, die Bergpredigt (Mt 5,37), ist da unmissverständlich: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein – alles andere stammt vom Bösen.“ In einer gebrochenen Welt gibt es das leider, dass die Brandmauer dort fehlt, wo sie nötig wäre und dort errichtet ist, wo sie dem Schutzsuchenden selber schadet.
Das „Jein“ der Union ist maßgeblich der linksgrünen Medienmacht, der Vierten Gewalt, geschuldet. Es wird sie weiter auszehren bis neue Leute die längst überfällige Notbremse ziehen werden.
Wären die Medien wirklich ausgewogen, es gäbe die Brandmauer zur AfD nicht und es hätte keine derartige Radikalisierung in der AfD gegeben. Davon bin ich überzeugt.
Die AfD muss wieder an ihren Startblock zurück, dahin, von wo sie einst losgelaufen ist, als Korrektiv auf die wirtschafts-, bildungs- und insgesamt gesellschaftsgefährdende und -zersetzende Linksverschiebung der Merkel-Union und auch der FDP. Bekanntlich war es die unkontrollierte Migration ab 2015, die die AfD als Thema kaperte und sie dann erst stark machte. Daraufin gab sie ihre wichtige Funktion als Korrektiv ab und verlor damit in der Folge sehr verständige Politiker. Die AfD hätte in der damaligen Funktion die Union wieder in die rechte Mitte zurückbewegen können. Das genaue Gegenteil aber ist passiert. Finde den Fehler.
„Finde den Fehler.“
@Sarnersee
Gerne:
Friedrich Merz muss wieder an den Startblock zurück, wo er lautstark posaunte, dass linke Politik vorbei wäre. In der Leichtathletik würde man nach einem solchen Fehlstart disqualifiziert. Die AfD muss überhaupt nichts, weil sie beim Start gar nicht aufgestellt war.
@Gerd Franken,
ja, Friedrich Merz muss an den Startblock zurück, in jedem Fall! Und in der Union nicht nur er.
Die AfD muss an ihren von 2013 zurück! In jedem Fall! Für alle Liberal-Konservative, die mit allem Christlichen ihre persönlichen Probleme haben und allein schon deshalb die Union nie wählen würden.
Vielleicht ist es hilfreich, bevor man zu den Startblöcken zurück eilt, die Meinungsfreiheit in unserem Land vollständig wiederherzustellen. Die ist nämlich faktisch ausser Kraft gesetzt. Wir sind somit nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einem autokraten Staat.
@ Gerd Franken
„…die Meinungsfreiheit in unserem Land vollständig wiederherzustellen. Die ist nämlich faktisch ausser Kraft gesetzt. Wir sind somit nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einem autokraten Staat.“
Dafür, dass Sie glauben, wir lebten in einem autokratischen Staat, in dem Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt sei, teilen Sie Ihre Meinung hier sehr frei mit.
Und das sehr häufig!
„Dafür, dass Sie glauben, wir lebten in einem autokratischen Staat, in dem Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt sei, teilen Sie Ihre Meinung hier sehr frei mit.“
🙂 Jetzt schon ein guter Tag!
Danke, @Harald!
@Harald
https://www.youtube.com/shorts/BW9qanur98k
Autokratien zeigen sich erst im Widerstand…..
@ Gerd Franken
Nennt sich Rechtsstaat. Und den gab’s schon immer. Im deutschen Recht sind Androhung von Ordnungsgeldern bis zu 250.000 Euro, ja sogar Ordnungshaft möglich.
Das war schon immer so, auch lange vor den asozialen Medien.
Helmut Kohl führte über Jahrzehnte zahlreiche presserechtliche Verfahren gegen Medien, um Unterlassungen, Gegendarstellungen oder Schadensersatz durchzusetzen. Besonders berühmt war Franz Josef Strauß für seine unzähligen Klagen gegen Journalisten und Zeitungen. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt er als einer der prozessfreudigsten deutschen Politiker gegenüber den Medien.
Heuer besonders eifrig: Donald Trump. Und nicht nur gegen Journalisten im eigenen Land sondern auch ausländische Medien. Mit Portokassenbeträgen von 250.000 Euro kleckert Trump nicht rum sondern klotzt gleich mit 10 Milliarden US-Dollar.
Merke: Es gibt einen Grund, warum Journalismus eine Ausbildung ist und es Redaktionen gibt, die den Inhalt vor Veröffentlichung sichten und in denen auch Juristen ein Wörtchen mitzureden haben.
Wenn sich heuer Hinz und Kunz Dank asozialer Medien aufgerufen fühlt, als Journalist und Autor in Personalunion mit Herausgeber und Redaktion ungeprüft Dinge in die weite Welt rauszuhauen, der wird halt mit den Konsequenzen konfrontiert, die früher nur offizielle Medien trafen.
Früher, vor den asozialen Medien, blieben geschätzt 90% aller Leserbriefe in Redaktionen hängen und erblickten nie das Licht der medialen Welt. Und das nicht nur aus Platzmangel. Auf die Idee, das als Einschränkung der Meinungsfreiheit zu empfinden, kam keiner.
@Harald
„Merke“
Nö ganz sicher nicht, ich trigger hier nur. Ich weiß ja nicht wann Sie geboren sind….ich bin in einem Staat aufgewachsen, wo man Politiker unbehelligt als Lügner bezeichen konnte ohne Post von der Staatsanwaltschaft zu bekommen. Helmut Kohl oder F.J. Strauss hätten sich niemals an einfachen Bürgern abgearbeitet. Jeder in der Republik konnte Helmut Kohl straffrei als „Birne“ bezeichnen ohne irgendwelche Konsequenzen. Die Prozesse gegen linksgedrehte Hetzblätter die in der damaligen Union ihren Erzfeind erkannten stehen auf einem ganz anderen Blatt.
Die DDR nannte sich im übrigen ebenfalls demokratisch und rechtsstaatlich. Der Staatsratsvorsitzende hat aktuell viel mit dem Kanzler gemein. Beide bauen eifrig am antifaschistischem Schutzwall und Philipp Amthor gibt einen perfekten Vorturner.
@ Gerd Franken
„Ich trigger hier nur.“
Ja, das tun Sie fürwahr. Für Sie war die Spiegelaffäre bestimmt auch gar nicht so schlimm weil es traf ja ein „linksgedrehtes Hetzblatt“.
Wie Merz auch heute von Satirikern heftig angegangen werden, weit schlimmer als die Kohl-Birne, entgeht Ihnen wohl auch. Weil: Sie schauen ja keinen ÖRR.
@Harald,
Für Sie war die Spiegelaffäre bestimmt auch gar nicht so schlimm weil es traf ja ein „linksgedrehtes Hetzblatt“.
Treffer, versenkt!
@ Harald
Ich brech es mal runter: Wenn jemand einen Lügner beim Lügen erwischt und ihn als Lügner bezeichnet, ist das mit Sicherheit keine Satire und schon gar keine Straftat. Wenn dem so wäre, hätte ich meine Eltern mehrfach anzeigen können, wenn diese mir erklärten, dass Lügen kurze Beine haben.
@ Gerd Franken
Ich nehme das sportlich. Wer sich heute selber zum Journalisten und Autoren, Redaktion und Herausgeber in Personalunion aufschwingt und Beiträge veröffentlicht, der soll bitte schön auch die gleiche Verantwortung tragen wie klassische, traditionelle oder auch alternative Medien, die das genauso tun. Und das war früher, vor dem Internet, nicht anders. Siehe oben.
Wo wir beim Thema sind: Haben Sie auf Grund Ihrer häufigen „Merz ist ein Lügner“-Beiträge schon eine Unterlassungsklage im Briefkasten? 🤔
Um es Ihnen mal deutlich zu sagen: Wenn Sie glauben, sie lebten in einem autokratischen Staat ohne Meinungsfreiheit, dann fahren Sie mal nach Russland und versuchen Sie ähnlich, wie Sie es hier tun, über Putin zu herzuziehen. Hierzu ein kleiner Tipp: Haben Sie einen probaten Bademantel griffbereit! 😉
Oder fahren Sie nach China. Dort ist man noch effizienter. Solche Blogs wie diesen hier gibt’s dort nicht und Facebook, Insta und X sitzen hinter der „Großen Brandmauer“ (Great Firewall).
„Wo wir beim Thema sind: Haben Sie auf Grund Ihrer häufigen „Merz ist ein Lügner“-Beiträge schon eine Unterlassungsklage im Briefkasten“
@Harald
Haben Sie die Eier sich in Berlin im öffentlichen Raum mit einem Lügenfritz-T-Shirt vor dem Kanzleramt aufzubauen?
„dann fahren Sie mal nach Russland“
Warum soll ich weit fahren, was ich hier live erleben kann? Russland und China sind im übrigen ständige Mitglieder der UN mit Vetorecht. Alles lupenreine Demokratien und Rechtsstaaten. Sonst säßen die dort ja nicht. Was für Deutschland neuerdings Geschichte ist.
@ Gerd Franken
„Warum soll ich weit fahren, was ich hier live erleben kann?“
Wann waren Sie denn das letzten mal in Russland? Oder in China?
@ Gerd Franken
Es bringt nichts.
Reines Verplempern kostbarer Arbeitszeit.
Wer mag, liest einmal bei „Nius“ den Artikel
“ „Sommer in den Hauptstadtparks
„In Berlin gibt’s keine Deutschen“ “
Ach ja: In Hamburg wurde in einem rewe-Markt ein Mann von einem Inder mit einem Kampfmesser vor den Augen anderer Kunden ermordet.
Ob es morgen eine Trauerbekundung unseres verehrten Herrn Bundespräsidenten gibt ?
@Klaus Kelle,
Danke für die Klarstellung zu Philipp Mißfelder. Ich hatte das seinerzeit nicht weiter verfolgt. Mein Vater, damals zunächst sehr angetan von ihm, war entsetzt über diese seine Äußerung. Die Einwände zu „jugendlichem Eifer“ bei den Herren kann ich nachvollziehen. Bei mir selbst bemühe ich ihn allerdings heute noch. „Jugend“ sollte auch eher die Mächtigkeit des Eifers ausdrücken und Anspielung auf ihren beider JU-Vorsitz sein.
„Haue“, um Sturmfestigkeit nachzuweisen und so die Weihen für Höheres zu erlangen, hätte er sich allerdings auch in einem anderen Kontext holen können, dessen Fettnapf deutlich kleiner gewesen wäre. Die Alterspyramide der damaligen Unionswähler unterschied sich nicht so sehr von der heutigen.
Aber das seien nur Gedanken am Rande.