Hans-Thomas Tillschneider (AfD) und die russische Armeetasse
Mir kann niemand vorwerfen, dass ich der AfD Böses will. In zig Artikeln, Reden und Diskussionen habe ich die Unfairness kritisiert, mit denen die Partei vom Establishment in „Altparteien“ und Medien behandelt wird. Sie alle wissen, was ich meine: Ausschussvorsitze und Platz im Präsidium des Deutschen Bundestages, Geld für die Desiderius-Eersamut-Stiftung und ähnliches.
Gleichzeitig werde ich nicht müde, öffentlich zu begründen, warum ich persönlich die AfD derzeit nicht wählen kann und werde – nämlich wegen ihrer schwammigen bis menschenverachtenden Haltung gegenüber der Ukraine und gegenüber Putin.
Im aktuellen Podcast von Paul Ronzheimer ploppt jetzt genau dieses Thema wieder auf
Denn Ronzheimer hat sich zum Interview mit dem ideologischen Kopf der AfD zumindest in Sachsen-Anhalt getroffen, im Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider. Dort fiel Ronzheimer gleich zu Beginn eine schwarze Tasse mit rotem Stern in einem Regal in Tillschneiders Büro auf.
Darauf angesprochen versuchte der AfD-Politiker, der nach einem Wahlerfolg am kommenden Sonntag bei der Landtagswahl Bildungsminister werden soll, abzuwiegeln und reagiert dann zunehmend unwirsch. Nach dem Interview versuchte Tillschneider Medienberichten zufolge, den Teil mit der Tasse im Gespräch per Rechtsanwalt verhindern zu lassen.
Tatsächlich war auf der Tasse in russischer Sprache der Schriftzug „Armee Russlands“ zu lesen: „Armija Rossii“
Solche Tassen sind in einem russischen Onlineshop zu bestellen, der nach BILD-Recherchen mit der russischen Armee kooperiert.
Von Ronzheimer gefragt entwortete der AfD-Politiker: „Die Tasse steht da einfach rum. Ich verbinde damit nichts Großes. Die ist mir mal geschenkt worden.“ Und als das Gespräch hitziger wurde, schnauzte Tillschneider den Journalisten an: „Jetzt hören Sie mit dieser blöden Tasse auf.“
Naja, es ist schon erhellend, was es bedeutet, wenn jemand, der zukünftig die Erziehung der Kinder in Sachsen-Anhalt verantworten soll, eine Fan-Tasse der russischen Armee in seinem Büro stehen hat, die seit mehr als vier Jahren zerstört, vergewaltigt und tötet in der Ukraine.
Ich finde Politiker gut, die eine Tasse der deutschen Bundeswehr in seinem Büro stehen hätte. Denn als Volksvertreter gewählt werden sie gut dafür bezahlt, DEUTSCHE Interessen zu vertreten, nicht die Interessen von Staaten, die in Deutschland Sabotage und Terroranschläge betreiben.
Medien berichen inzwischen, dass Tillschneider wenige Monate nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine nach Russland gereist war. Damals brach er die Reise ab, weil der damalige Bundesvorstand der Partei über diese nicht abgesprochene Tour wenig amüsiert war. Im Oktober 2025 entblödete sich Tillschneider dann nicht, in der russischen Botschaft in Berlin auch noch den Geburtstag des Kriegstreibers Wladimir Putin mitzufeiern.
Ja, die politischen Darbietungen von CDU, SPD, Grünen und FDP in den vergangenen Jahren waren und sind unterirdisch. Und ich verstehe jeden, der sagt, er habe genug von der Stümperei und werde die AfD wählen.
Aber ist bei solchen Gestalten wie Tillschneider nicht eine Grenze überschritten?
Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird unter Punkt 14 gefordert, den Russisch-Unterricht an den Schulen im Land auszubauen. Dazu sollen gezielt akademisch gebildete russische Muttersprachler als Seiteneinsteiger für den Schuldienst gewonnen werden.
Und man fragt sich: Warum eigentlich?
Russland ist in der zivilisierten Welt inzwischen ein Paria, die Bevölkerung schrumpft massiv, die Wirtschaft liegt am Boden und die Gesellschaft ist deutlich überaltert. Warum also soll der Russisch-Unterricht in einem deutschen Bundesland ausgebaut werden? Wem dient das? Deutschland ganz sicher nicht, den jungen Menschen in Magdeburg und Stendal auch nicht.
Russische Geheimdienste lassen Sabotage und Terroranschläge in unserem Land verüben, im russischen Staatsfernehen wird immer wieder von Atomangriffen auf deutsche Städte schwadroniert, ohne dass jemand widerspricht.
Ulrich Siegmund hat einen fulminenten Wahlkampf hingelegt, und die AfD wird kommenden Sonntag die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewinnen.
Wie hoch, das werden wir sehen. Aber ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere Wähler dort durch Herrn Tillschneider daran erinnert wird, was auf dem Spiel steht. Wenn der Mann seiner AfD einen Dienst erweisen will, dann sollte er noch heute zurücktreten und seine Kandidatur für Sonntag aufgeben.
Ronzheimer zum Thema hören Sie hier
Und hier



Er hat Jehova gesagt !
Warum AfD wählen, der Grund bleibt der selbe. Mit AfD an der Regierung gibts es eine 50:50 Chance das es besser wird und eine, ich würde sagen nahezu 100% Chance das es zumindest in den ultra wichtigen Bereichen Migration, Energie, Klimawahn sowie NGO Pest besser wird.
Mit den Blockparteien gibt es keine Chance sonern eine 100% gewissheit das es schlimmer wird, da gibts es nicht mal eine Chance hinter komma das irgendetwas besser wird.
Als Beweis dienen die letzten gut 20 Jahre. Nur scheisse am laufenden Band und immer schlimmer.
Da ändern Tassen oder sonstwas gar nichts daran. Wer irgendeine änderung will muss AfD wählen oder es vergessen das sich was ändert.
Übrigens witzig die grüne in Sachsen-Anhalt und ihr man….hört man irgendwie nichts davon in altmedien…..
Aus Extremismus ist noch nie etwas Gutes für die Menschen entstanden! Und deshalb wird auch mit der Afd, die rassistisch, nationalistisch, antisemitisch, sexistisch, diktatoren- und nazifreundlich ist, in Regierungsverantwortung nie etwas Gutes für die Menschen entstehen. Noch dazu bei ihrem bedenklich amoralischem Personal.
Das fällt mir alles eher zu den linkskriminelen Linken und den linksextremen Grünen und PSD ein
Da sieht man, wie weit bei manchen Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinander klaffen können.
… nicht wahr, Elena!
Es spricht ganz und gar nicht für den charismatischen, erfrischenden und sehr geerdet wirkenden Ulrich Sigmund einer solchen Personalie nicht unmissverständlich von vornherein eine Absage für jedwedes Amt in der Landespolitik zu erteilen.
Solange die AfD solche Personalien in ihren Reihen duldet, solange bleibt sie für verzweiftelte Unionswähler weiterhin unwählbar. Eher würden sie ihre Stimme an Kleinstparteien „verschenken“, um ihnen zumindest einen kleinen Achtungserfolg zu ermöglichen und sie zu ermuntern, weiter zu machen. Offensichtlich bleibt dem Bürger mit traditionellen Tugenden gar keine andere Wahl mehr. Und das ist das eigentlich tragische in diesen Zeiten. Der tugendhafte Bürger bleibt von der konkreten politischen Mitgestaltung zunehmend außen vor, da ihm das Eingehen von Kompromissen abverlangt wird, dazu aber nicht mehr bereit ist.
In einem Kommentar las ich jüngst:
Der Spiegel nannte ihn, Herrn Tillschneider, „Dr. Rechtsextrem“, „Moskaus Gotteskrieger in Magdeburg“ die SZ, Die Zeit: „der Deutsch-Ultra“, für die NZZ ist er „der Mann, der die patriotische Wende einleiten will“.
Deutschland mir graust’s vor dir.
Auf der einen Seite Selbstaufgabe, Inkompetenz, Narzissmus und ein perfektionistischer Neosozialismus, auf der anderen Seite nationalistische Autokratiesehnsüchte, an deren Ende wieder der Stechschritt in Lederstiefeln stehen soll. Ganz düstere Aussichten.
„Der Spiegel nannte ihn, Herrn Tillschneider, „Dr. Rechtsextrem“
@Sarnersee
Der Spiegel? Echt jetzt?
Die meisten Unionswähler wählen Union, weil sie es seit 40 Jahren schon tun, und die Tagessschau ihnen sagt, dass die AfD unwählbar ist. Und weil sie keinen persönlich Druck spüren.
Geht es ihnen persönlich schlechter, werden sie unruhig werden. Sie werden mit den Informationen aus Tagesschau und Co nicht mehr zufrieden sein. Sie werden sich über dieses böse Neuland-Internet informieren und dort nach Erklärungen suchen. Je nachdem, wo sie landen, verändert sich ihre Weltsicht.
DAS bringt der AfD Stimmen. Alles andere ist dagegen unerheblich. Die AfD kann tun, was sie will. Entscheidend ist, wie die Medien, die die Wähler konsumieren, das darstellen.
Speziell am Beispiel Russland: Liefern diese Medien die Sicht vom gefährlichen Russland, sehen es die Konsumenten genau so. Ansonsten eben nicht.
Es sind die Medien, die die Realität liefern, nicht die Realität.
@Angelika,
bei allem Respekt, so einfach ist es nicht. Und Russland IST gefährlich, nicht wegen „der Medien“, sondern weil sie in der Ukraine mehr als eine Million Opfer auf beiden Seiten verursacht haben und weil sie gegen Deutschland, unser Land, und die europäischen Partner seit Jahren hybrid Krieg führen. Leipzig zuletzt ist ja nur die kleine Spitze eines Eisbergs.
Mein Punkt ist: Ostrom und das Sassanidenreich haben sich Jahrzehnte lang erbittert bekämpft. Bis sie beide vom Islam erobert wurden.
Es ist absoluter Schwachsinn, sich in einen Gegner zu verbeißen. Jeder Staat dieser Welt ist unser potentieller Feind. Wenn er nur stark genug ist und die Möglichkeit dazu hat. So funktioniert Geschichte seit Jahrtausenden.
Ja Russland ist eine Bedrohung für die Ukraine und die baltischen Staaten. Und andere kleinere Staaten an seiner Grenze. Derzeit ist es keine direkte Bedrohung für Deutschland. Ja es ist gut, dass Russland weit von unserer Grenze entfernt ist. Aber wenn die Polen könnten, wie sie wollten, würde sie morgen in Berlin einmarschieren.
Wie gesagt, es ist absoluter Schwachsinn, sich geistig in einen bestimmten Gegner zu verbeißen. Der Freund von heute kann der Feind von morgen sein.
Die Menschen reden davon, daß man aus der Geschichte lernen soll, was bei dieser Landtagswahl gebetsmühlenartig wiederholt wird, um die Opposition abzuwürgen.
Haben die Menschen jemals aus der Geschichte gelernt? Haben sie verstanden, daß eine Verkettung von unglücklichen Ereignissen und die Unfähigkeit zu Kompromissen zu verheerenden Kriegen führen?
Der Rußland-Ukraine-Krieg dauert schon Jahre, hat Millionen Tote, unendliches Leid und unglaubliche Zerstörung gebracht. Dennoch wird erbittert weiter gekämpft, bis beide Parteien am Ende sind.
Land für Frieden oder zumindest Waffenstillstand und Verhandlungen sind keine Option.
@Dr. Hildegard Königs-Albrecht,
„Du kannst nicht mit jemandem über Frieden verhandeln, der gekommen ist, um Dich zu töten.“
Golda Meir
„Land für Frieden oder zumindest Waffenstillstand und Verhandlungen sind keine Option.“
Wurde angeboten von Selenskyj. Beides. Mehrfach. Und jedes mal abgelehnt. Von Putin.
Was soll man machen?
„Du kannst nicht mit jemandem über Frieden verhandeln, der gekommen ist, um Dich zu töten.“:
Ja, wenn jemand dich angreift (Russland greift uns derzeit nicht an), verteidigst Du Dich. Wenn Du stark genug bist, kannst Du ihn dauerhaft besiegen. Wenn nicht, musst Du Frieden schließen. Länder haben immer wieder mit anderen Frieden geschlossen, die sie angegriffen haben. Außerdem hat sowieso in der Geschichte kaum jemand nach eigener Darstellung einen Angriffskrieg geführt. Alle haben sich immer nur verteidigt.
Sehr geehrter Herr Kelle,
auch auf die Gefahr hin, dass sie mich sogleich als 5. Kolonne Moskaus bezeichnen, was ja von Linken gerne gemacht wird, wenn sie keine Argumente haben (Nazi geht wahlweise auch), möchte ich auf Folgendes hinweisen, nämlich auf die Anfänge dieses Konflikts.
„Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.“ (Zitat Nicolo Macchiavelli)
Wer hat Russland und die Ukrainischen Russen bedrängt, mit NATO-Beitritt und ethnischer Erpressung? Wer hat ukrainische Russen umgebracht, ihnen ihre Sprache verboten, ihnen Wasser, Strom und ihre Rentenzahlungen vorenthalten? Wer hat die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine weggeputscht (Maidan)?
Und wer hält den Konflikt am Kochen, obwohl er für di Ukraine nicht gewinnbar ist? Weder konventionell noch nuklear?
Der Konflikt könnte längst beendet sein, aber dann würden ja die Rheinmetall-Aktien einknicken und auch etliche in den USA! VW würde pleitegehen, weil sie nicht mehr ins Rüstungsgeschäft einsteigen könnten. Blackrock würde Verluste machen – das darf nicht sein!! Da würden ja Merz und Strack-Zimmermann Probleme bekommen!
So siehts aus!
Nachsatz: wer dann wie Herr Ronzheimer (fast hätte ich Rotzeimer geschrieben) sein Weltbild an einer Tasse bestätigt sieht, hat selbige nicht alle im Schrank.
Sehr geehrter @Cygnus,
ich bezeichne niemand so, der es nicht ist. Aber ich erlaube mir, Ihnen zu widersprechen.
Sie schlagen allen Ernstes vor, dass die Ukraine sich endlch dem Willen Russlands unterwerfen soll?
Und wer hat wen „genötigt“?
Beim NATO-Gipfel in Rom wurde Putin am 24. Mai 2002 explizit auf die Absicht der Ukraine angesprochen, engere Beziehungen zur NATO zu knüpfen. Er antwortete damals, dass dies eine Entscheidung zwischen der Ukraine und der NATO sei. Er betonte, die Ukraine sei ein souveräner Staat und habe das Recht, ihren Verteidigungskurs selbst zu wählen. Ein solcher Schritt würde die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew nicht belasten.
Bei seiner Pressekonferenz im Kreml in Moskau am 24. Juni 2002 wiederholt Putin seine Haltung zur NATO-Osterweiterung generell und bezogen auf die Ukraine. Er erklärte vor Journalisten, dass Russland in einer Erweiterung des Bündnisses „keine Tragödie“ sehe und Moskau damit „keine Probleme“ habe, solange die Sicherheit der Russischen Föderation nicht direkt bedroht werde.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gerhard Schröder in Moskau 2004 sagte Putin: „Hinsichtlich der NATO-Erweiterung haben wir keine Sorgen mit Blick auf die Sicherheit der Russischen Föderation“.
Und plötzlich sind also 450 Bundeswehrsoldaten in Litauen für die Atommacht Russland eine tödliche Bedrohung?
Die Ukrainer haben den Russen im Donbass ihre russische Amtssprache genommen – das war dumm und falsch, kann aber niemals eine Rechtfertigung für die Barbarei der Russen in den vergangenen viereinhalb Jahren dort sein.
Russischstämmige wurden im Donbass nicht einfach so „umgebracht“, sondern erst als die russische Regierung begonnen haben – nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim – die Seperatisten mit Waffen zu versorgen, damit sie in den Kampf gegen die legitime Regierung in Kiew ziehen, haben die ihe Soldaten geschickt und gekämpft. Dabei sind nicht 14.000 Russen „ermordet“ worden. Die Vereinten Nationen haben für den Zeitraum des Donbass-Konflikts (2014 bis Februar 2022) folgende Todesopfer registriert: 4.641 getötete ukrainische Soldaten. 5.772 getötete prorussische Separatisten und 3.404 getötete Zivilisten auf beiden Seiten der damaligen Frontlinie.
Und die Ukraine kann nicht gewinnen?
Seit viereinhalb Jahren beweisen sie, dass sie das können und sie werden gewinnen, jetzt, da der Westen einig ist und selbst das gehirngewaschene Deutschland inzwischen begriffen hat, dass Russland keinen Frieden will
Putin wollte innerhalb von zwei WOCHEN Kiew erobern. Was für eine jämmerliche Armee, wie wir heute wissen. Ohne Waffen aus China und dem Iran und Leihsoldaten aus Nordkorea wäre Russland längst am Ar…., aber ich bin zuversichtlich, dass wir alle den Tag bald erleben.
Slava Ukraini!
@ Klaus Kelle
Danke für diese unmissverständliche Klarstellung.
Das mit dieser Tasse ist doch lächerlich. Ich bin Atheist durch und durch und in meinem Wohnzimmer hängen koptische/griechische Ikonen, Gipsabrücke aus altägyptischen Gräbern auch wieder mit Göttern drauf und ich habe auch eine Bibel geerbt. Selbst wenn sich einer solch eine Tasse kauft – als Erinnerung an eine Reise – das kann doch kein Grund sein, um jemanden seine patriotische Fähigkeit und Willen unsere GG-Rechte zu schützen abzusprechen. Wenn mein Opa mir seine Gestapo Utensilien vermacht hätte – so what – sie fänden ihren Platz wie mein Bierkrug mit Strauß und einem von der Bundeswehr neben den Gamshörner, die meine bayrischen Wildschützen Vorfahren vor 200 Jahren sich illegal aus den Bergen geholt haben – samt dranhängenden Tier. Es wird och so weit kommen, dass der Besitz eines Verbrenners als Straftat geahndet wird, wie auch ein Furz nach einer Mahlzeit.
Die Tasse bestätigt doch lediglich seine bekannte Einstellung zu Putin, seine Bewunderung als Afd-Funktionär, die er für den Gewaltherrscher und Kriegsverbrecher im Kreml hat.
Und der sich selbst Patriot nennende Tillschneider erklärt unverblümt: „Unsere Feinde, die sitzen nicht in Moskau. Unsere Feinde sitzen in Magdeburg und in Berlin!“ Diese Tasse weist zufällig auch darauf hin, was von Tillschneider und den „Patrioten“ und der Afd zu halten ist. Nämlich den Verrat und die Ausliefung Deutschlands an die plumpe Gewaltherrschaft. Wehe dann den erklärten Feinden in Magdeburg, in Berlin, in Deutschland.
Aber ist wohl egal wie deutlich und gewaltsam sich die Afd-ler äußern, sie werden gewählt, und hinterher will es niemand gewußt haben. Hatten wir schon mal.
Entschuldigen Sie schon, Elena, aber Deutschland wurde und wird nicht von der AfD an die plumpe Gewaltherrschaft ausgeliefert, sondern von Merkels CDU, der SPD, den Grünen und der FDP.
Gibt es vonseiten der AfD Schlägertrupps, die andersdenkende attackieren und schlagen, auch unter Inkaufnahme des Todes des Attackierten? Wo sind denn diese Leute? Ich kenne nur eine Gruppe, die das macht: die linke Antifa unter Duldung der Altparteien!
Projizieren Sie Ihre Gewaltfantasien nicht auf Menschen, die damit nichts zu tun haben!
Aber natürlich entschuldige ich, werte(r) Cygnus und widme mich Ihrem fulminatem Text!
….“Deutschland wurde und wird nicht von der AfD an die plumpe Gewaltherrschaft ausgeliefert, sondern von Merkels CDU, der SPD, den Grünen und der FDP.“
Ahja, verstehe, die Gewaltherrschaft der Merkel- & Ampeldiktatur wurde doch nicht abgewählt. Wäre ja auch verwunderlich, wenn man Gewaltherrscher einfach abwählen könnte, nicht wahr?
….“Gibt es vonseiten der AfD Schlägertrupps, die andersdenkende attackieren und schlagen, auch unter Inkaufnahme des Todes des Attackierten?“
Sie meinen demnach, dass es vonseiten der Gewaltherrscher von CDU, der SPD, den Grünen und der FDP Schlägertrupps gibt, die andersdenkende attackieren und schlagen, auch unter Inkaufnahme des Todes des Attackierten. Jetzt begreife ich, wie sollte auch eine Gewaltherrschaft ohne Schlägertrupps überhaupt gewalttätig sein können.
….“Ich kenne nur eine Gruppe, die das macht: die linke Antifa unter Duldung der Altparteien!“
Verstehe, die die Gewaltherrschaft von Merkels CDU, der SPD, den Grünen und der FDP duldet linke Schlägertrupps. Wie es Gewaltherrscher nun mal so machen! Übrigens: Dulden sie rechte Schlägertrupps auch?
….“Projizieren Sie Ihre Gewaltfantasien nicht auf Menschen, die damit nichts zu tun haben!“
OK – da ich mit „plumpe Gewaltherrschaft“ Putin angesprochen hatte, projeziere ich mal meine Gewaltfantasien von Putin weg (und huldige ihn künftig als Friedenfertigen) hin zu den wahren Gewaltherrschern, also CDU, der SPD, den Grünen und der FDP samt Schlägetruppe..
Zufrieden?
Ich habe zu Hause einen Kugelschreiber mit SPD Logo. So lange der tut was er tun muss schreibe ich damit….
„Russland ist in der zivilisierten Welt inzwischen ein Paria, die Bevölkerung schrumpft massiv, die Wirtschaft liegt am Boden und die Gesellschaft ist deutlich überaltert.“
Es gibt viele Parias in der zivilisierten Welt. Sollten wir an unseren Schulen nun den Deutschunterricht einschränken?
Russisch als Sprache in der Schule braucht es m.E. nicht (mehr); Chinesisch wohl da schon eher 😉
Es ist schon eine Krux: Tillschneider hat da eine Tasse mit einem roten Stern im Büro und der Kanzler gibt im Sommerinterview zu besten (in der JF nachzulesen):
„ BERLIN. Friedrich Merz hat angesichts der Umfragen für die Wahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen. Im ARD-Sommerinterview sagte der Kanzler und CDU-Bundesvorsitzende auf die Frage, ob seine Partei auch als zweitstärkste Kraft mithilfe der Linken regieren werde: „Wir werden das im Lichte des Wahlergebnisses anschauen.“
Die ehemalige Mauerschützenpartei könnte laut Kanzler potentiell koalitions- und satisfaktionsfähig sein (mag die Linke nicht auch russisch…).
Wenn soll der Sachsen-anhaltinische Wähler denn nun wählen?
Wer AfD wählt bekommt u.a. die Forderung nach Russisch im Schulunterricht, wobei offen ist, ob das überhaupt durch- und umsetzbar ist.
Wer CDU in der Hoffnung auf konservative Politik wählt, bekommt – mit des Kanzlers Fürsprache – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit linke Politik, mit kosmetischen konservativen Spuren.
Ich würde, könnte ich, AfD wählen. Dort ist nicht alles Gold, was glänzt, aber die konservative Richtung würde beibehalten und umgesetzt.
Auf den Punkt gebracht: russische Tasse gegen Linkspartei!
Den Splitter im Auge des Gegners sehen, den Balken im eigenen Auge negieren!
Eine russische Armeetasse….und Merz zerlegt gerade die Volkspartei CDU.
Ob ein einzelner Afd Politiker, dumpf russophil oder fanatischer Transatlantiker ist, ist nebensächlich. Klar kann man darüber diskutieren. Aber, wie einige Kommentatoren schon bemerkt haben: Nur mit der AfD besteht die Chance auf eine Änderung zum Besseren für Deutschland. Wer etwas anderes wählt, wählt das „weiter so“, letztlich in den Untergang.
Die Altparteien und die Medien haben sich ja nicht gescheut jemanden zum Viezekanzler zu machen, der „mit Deutschland nichts anfangen kann“ (sinngemäß, wir alle kennen die Äußerung).
Das finde ich schlimmer als eine Tasse.
@ Andreas Roller
Sie wissen, in welchem Kontext Habeck dies schrieb?
Ja
Dann wissen Sie ja, dass Habeck sehr wohl was mit Deutschland anfangen kann, er das als provokante Eröffnung von 200 Seiten nahm, in denen er ein linkes Plädoyer für Patriotismus entwarf.
So nannte er dann auch sein Buch.
Und?
@Harald
„… ein linkes Plädoyer für Patriotismus“
Das Buch von Habeck ist aus 2010 und trägt den Titel:
„ Patriotismus: Ein linkes Plädoyer“
Allerdings belegt Habeck den Begriff „Patriotismus“ mit einer „neuen“, Definition, die nichts mit der gemein hat, wie sie von der konservativen Mehrheit im Lande verstanden wird. Lothar Struck schrieb u.a. dazu:
„Habeck zitiert Rorty und Habermas und plädiert in punkto Einwanderung für Integration statt Exklusion. „Landsleute“ sind für ihn nicht völkisch oder nach Abstammung definiert, sondern alle im Land lebenden Menschen (was dann das eigentlich abgelehnte Prinzip der Territorialität über die Hintertür wieder einführt). Einen Fragekatalog zur Einbürgerung lehnt er ab. Am Horizont leuchtet bisweilen Ulrich Becks kosmopolitischer Internationalismus auf, ohne direkt erwähnt zu werden. Linker Patriotismus ist für ihn ein rationaler Gesellschaftsvertrag mit einer emotionalen Ansprache, eine[r] gemeinsamen Idee, damit ein Pathos der Zusammengehörigkeit entstehen kann, in dem das Gemeinwohl wieder neu entdeckt wird.“
Ja, R. Habeck kann sich durchaus als Patriot sehen. Aber nicht als ein Patriot, wie ihn wohl die Mehrheit der Gesellschaft sieht.
Was wohl auch der Grund dafür sein könnte, dass er seit es die AfD gibt, tunlichst vermeidet, sein Verständnis von Patriotismus an die große Glocke zu hängen.
Was immer der Ihrer Meinung nach mit Deutschland auch „anfangen“ kann. Ein Patriot ist er nach eigener Aussage nicht. So jemand darf niemals ein bedeutendes politisches Amt übernehmen.
Und auch und vor allem ihren Taten sollt ihr sie messen. Er und die klügste Aussenministerin der Welt haben Deutschland und dem deutschen Volk geschadet.
Ich zitiere die Vorsitzende der einzigen echten Oppositionspartei: „Weil sie Deutschland hassen…“.
Und ja, ich kenne auch den Kontext dieses Ausspruches.
@ Johannes
„Ja, R. Habeck kann sich durchaus als Patriot sehen. Aber nicht als ein Patriot, wie ihn wohl die Mehrheit der Gesellschaft sieht.“
Nun, das ist der alte Diskurs des traditionellen, völkischen Patriotismus vs. Verfassungspatriotismus. Langzeitstudien zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen eindeutig zu letzterem steht.
@ Andreas Roller
Ja, Habeck hat auch Mist gebaut. Die Kommunikation und das Management rund um das Heizungsgesetz bezeichnete er glaube ich selbst als „fast alles falsch gemacht“.
Er hat aber aber auch höchste Anerkennung auch seitens des politischen Gegners erhalten: als Krisenmanager bei der Sicherung der Energieversorgung nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs, wie das Wiederanfahren von Kohlekraftwerken auch gegen seine eigene Partei sowie der Bau von LNG-Terminals in Rekordzeit.
@Andreas Roller
….“Ein Patriot ist er nach eigener Aussage nicht. So jemand darf niemals ein bedeutendes politisches Amt übernehmen.“
Dabei ist gerade der sich gerne Patriotismus nennende Nationalismus für die meisten Kriege ursächlich verantwortlich.
….“Ich zitiere die Vorsitzende der einzigen echten Oppositionspartei: „Weil sie Deutschland hassen…“.
Die einzige Vorsitzende einer Oppositionspartei, die lieber im Ausland lebt als in Deutschland. Verstehen Sie das unter Patriotismus? Weil die darf von Ihnen kritiklos vom Ausland aus ein „bedeutendes politisches Amt“ innehaben. Und wenn die Erfolge der „einzigen echten Oppositionspartei“ weitergehen, dann wird Deutschland vom Ausland aus regiert? Das ist dann der vermutlich „einzig echte“ Patriotismus.
@Harald & Elena
Interessante Antworten von Ihnen beiden; nehme da einen gewissen Gleichklang in Duktus und Argumentation wahr.
Zur Sache: das labeln mit „völkischem“ und „verfassungsmäßigem“ Patriotismus ist eine Nebelkerze.
Sogar die von AfD wenig gemochte Juristin Brosius-Gersdorf meinte erst jüngst:
„ „Dass ein ethnisch-abstammungsmäßiges Volksverständnis gegen die fdGO verstoße, ist in dieser Pauschalität nicht richtig“, zitierte die Welt aus dem Werk. Ein Staat dürfe seine Einwanderungspolitik durchaus am Ziel einer „soziokulturellen Homogenität“ ausrichten und könne danach differenzieren, aus welchen Ländern und Kulturkreisen Zuwanderung eher passe.“
Und weiter führte sie aus:
„ Auch eine Rückkehr zum reinen Abstammungsprinzip im Staatsangehörigkeitsrecht sei ihrer Ansicht nach verfassungsrechtlich zulässig. „Das dem Abstammungsprinzip zugrunde liegende Ziel, die soziokulturelle Homogenität des Volkes zu wahren, darf der Staat grundsätzlich auch zum Maßstab der Zuwanderungspolitik machen.“
Ups – was ist da nun passiert? Hat sie gerade die Grundlage für einen „völkischen“ Nationalismus gelegt?
Nein – sie hat schlicht ausgedrückt, dass ein Staat selbstbestimmt darüber befindet, wer zu ihm gehört und wer nicht und an welche Voraussetzungen und Bedingungen dies geknüpft ist.
Sie beide vertreten offensichtlich eine Minderheitsauffassung was dieses Thema anbelangt. Die nicht politisch linke Mehrheitsgesellschaft ist aber nun mal anderer Auffassung als Sie beide- sie ist bei dem o.g. Verständnis dass Frau Brosius-Gersdorf als legitim ansieht.
Damit ist m.E. alles gesagt.
@ Johannes
Immer wieder amüsant: Schon ein früherer Diskutant suggerierte, dass der Blogbetreiber und ich ein und die selbe Person seien. Etwas entsprechendes nun also auch Ihrerseits.
Da bin ich froh, dass Elena und ich es Ihnen so leicht machen. Müsste ich hier all die Foristen zusammentragen, bei denen ich einen „gewissen Gleichklang in Duktus und Argumentation wahrnehme“, wäre das ein größeres Unterfangen meinerseits und die resultierende Liste lang. Ermüdend lang 😉
Aber weg von der einen zu Ihrer anderen Nebelkerze. Brosius-Gersdorfs Auslassung sind kein Widerspruch zum Verfassungspatriotismus. Im Gegenteil. Brosius-Gersdorfs Betonung liegt auf „soziokultureller Homogenität“ und dass hier ein Staat natürlich das Recht hat darüber zu befinden, wer zu ihm gehört und an welche Voraussetzungen und Bedingungen dies geknüpft ist.
Nichts anderes geschieht heutzutage. Um eingebürgert zu werden, muss man mindestens 5 Jahre fest in Deutschland leben, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen, den Lebensunterhalt vollständig aus eigenen Mitteln bestreiten, Deutsch auf B1-Level beherrschen, einen staatsbürgerlichen Einbürgerungstest bestehen, straffrei sein und sich zur deutschen Verfassung bekennen. Das entspricht übrigens ziemlich genau dem, wie das auch andere westliche Staaten regeln. Ausgenommen die USA. Die machen es deutlich leichter.
In Deutschland gilt sogar eine 10-Jahres-Frist, innerhalb derer die deutsche Staatsbürgerschaft wieder entzogen werden kann, wenn man bei den obigen Voraussetzungen „arglistig getäuscht“ hat. Die u.a. durch die AfD angestrengte Diskussion dreht sich ja genau um die Frage, ob ein Eingebürgerter seine Staatsbürgerschaft auch dann verlieren kann, wenn er sich nachträglich – also erst nach der Einbürgerung – verfassungsfeindlich entwickelt. Dort greift die Regelung der arglistigen Täuschung aktuell nämlich nicht. Hier also bekennt sich die AfD zum Verfassungspatriotismus.
Und keiner merkt es.
Ich könnte mir übrigens eine solche Erweiterung der „arglosen Täuschung“ auf das Bekenntnis zur Verfassungstreue nicht nur zum Zeitpunkt der Einbürgerung sondern auch „forward looking“ vorstellen.
Schon ein früherer Diskutant suggerierte, dass der Blogbetreiber und ich ein und die selbe Person seien.
Einer von sehr sehr wenigen in 13 Jahren, den ich nicht vermisse.
@Harald#
Ihr Amüsement ist drollig. Ich musste herzhaft lachen.
Ansonsten ist von meiner Seite alles gesagt.
@Harald Ihr „auch“ gefällt mir – sehr schõn.
Den „großen Krisenmanager“ Habeck kann ich schon deshalb nicht erkennen, weil ich die linksgrüne Energiepolitik für grundfalsch halte.
Diese ist meiner Meinung nach die dümmste der Welt.
Kohlekraftwerke reaktivieren, teure LNG-Terminals: Hektische Reparaturarbeit an einer Energiepolitik, die man vorher selbst ideologisch gegen die Wand gefahren hat.
Und der übliche grüne Argumentationsversuch: Die Politik ist heilsbringend, man hat sie dem (dummen) Bürger nur „schlecht erklärt“.
Das Heizungsgesetz ist Bevormundung. Der Staat schreibt Eigentümern vor, welche Entscheidungen sie bei ihrer eigenen Heizung noch treffen dürfen. Der Widerstand mündiger Bürger dagegen wird dann als Kommunikationsproblem dargestellt.
Grüne Politik macht das Leben der Menschen teurer, unfreier und unbequemer. Das „Heizungsgesetz“ schadet den Bürgern und ist nur Ausdruck des Klimawahns . ich erkenne ausser (damals) für Herrn Graichen, Wärmepumpenproduzenten und Subventionsempfängern keinen Nutzen.
@Elena
“ Dabei ist gerade der sich gerne Patriotismus nennende Nationalismus für die meisten Kriege ursächlich verantwortlich.“.
Als historisch interessiert und einigermaßen bewandert, muss ich hier widersprechen. Kriege gibt es seit Jahrtausenden. Von so etwas wie „Nationalismus“ kann man frühestens seit etwa gut 200 Jahren sprechen. So nahm z.B. die Idee der Formung eines deutschen Nationalstaates (Voraussetzung für „Nationalismus“)erst im Zuge der Befreiungskriege (1813-15) fahrt auf.
Denken Sie an Alexander, Römer, die Mongolen, Friedrich der Grosse… Deren Kriege haben mit Nationalismus gar nichts zu tun. Und auch heute sind die Gründe für Kriege mannigfaltig.
Und selbst wenn aggressiver Nationalismus Kriege verursachen sollte, heisst das noch lange nicht, dass Patriotismus schlecht ist, nur weil sog. Nationalisten sich gelegentlich „Patrioten“ nennen.
Zu Frau Weidel:
Wo habe ich behauptet, Frau Weidel dürfe „kritiklos“ ein bedeutendes politisches Amt innehaben? Das haben Sie sich ausgedachtt.
Wem oder welcher Partei ich in welchem Punkt kritisch gegenüberstehe ist ein weites Feld.
Dass Weidels „Familie“ in der Schweiz lebt, mag man persönlich bemerkenswert finden, das widerpricht nicht Patriotismus. (Ich denke auch daran Deutschland zu verlassen, werde aber deutscher Patriot bleiben). Nebenbei: Es gibt historisch viele Beispiele für Patrioten im Ausland.
Das Gerede vom „Regieren aus dem Ausland“ ist zudem billige Polemik, die gerade durch die Medien geht. Mit inhaltlicher Auseinandersetzung hat das nichts zu tun.
Politische Entscheidungen werden in deutschen Institutionen getroffen, nicht in der Schweiz.
Solche Nebenkriegsschauplätze werden jetzt gesucht, weil die Afd immer erfolgreicher wird. Die Nazikeule und Faschismusvorwurf verfangen nicht mehr ( oder auch dieses Tassenthema hier). Inhaltlich hat man nichts entgegenzusetzen.
Aus meiner Sicht ein Zeichen zunehmender Hilflosigkeit (oder gar Panik) bei Hauptstrommedien und Kartellparteien.
@ Andreas Roller
Das Thema Energiepolitik (Energiewende) hatten wir hier schon an anderer Stelle. Der Ausstieg aus der Atomenergie wurde vor 25 Jahren beschlossen. Das muss man nicht gut finden, war aber klar demokratisch legitimiert, ja sogar gefordert. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wollte es damals so nach Jahrzehnten Diskussion und Protest.
Dass diese Energiewende mehrere Jahrzehnte dauern wird, war klar. Auch, dass es etwas kostet. Natürlich kann man nun eine Energiewende-Wende zurück zur Atomkraft fordern. Auch das wird, selbst wenn es sofort angegangen würde, Jahrzehnte dauern, bis selbst nur ein einziges neues AKW am Netz wäre. Und es wird nochmal einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten. Nur ein einziges AKW. Und der Strom, der dieses AKW dann liefert, wird in der Erzeugung der mit Abstand teuerste sein. Energiepolitik ist nix für „rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln“.
Beim Thema Gasversorgung verhält es sich etwas anders, in der Konsequenz aber noch toxischer. Russisches Gas über NS1 und NS2 waren in Deutschland nie umstritten weil billig, sehr wohl aber im Ausland. Ich habe mich damals sehr über Donald Trump geärgert, als er in seiner ersten Amtszeit Baufirmen von NS2 mit einem US-Embargo drohte. Neben seiner Motivation, uns deutlich teureres US-LNG-Gas zu verkaufen, hatte er aber einen anderen validen Punkt: Dass sich Deutschland massiv von Russland abhängig macht während die USA jedes Jahr Milliarden zahlen, um uns im Rahmen der NATO u.a. vor Russland zu schützen. Schröder, Merkel aber auch die deutsche Industrie (allen voran BASF/Wintershall) haben sich einlullen lassen von einer „Geiz ist geil“-Mentalität und haben – völlig unabhängig vom Ukrainekrieg – das toxischste gemacht, was man als Land machen kann, dessen wirtschaftliches Lebensexilier Energie auf Gedeih und Verderb am Import aus dem Ausland hängt (darunter auch aus anderen Ländern wie den Golfstaaten, mit denen man alles andere als „eng verbündet“ ist): Sie haben sich erpressbar machen lassen. Mit dem Ausbruch des Ukrainekriegs wurde das dann manifest.
Und ja: In dieser Krise hat Habeck effizient reagiert, und das schnell und ist auch über diverse eigene grüne Schatten gesprungen: Kohlekraftwerke wieder reaktiviert, mit Ländern wie Katar verhandelt, LNG-Terminals in Rekordzeit bauen lassen. Und damit die Energieversorgung Deutschlands gesichert.
Mir fällt kein Zacken aus der Krone, das anzuerkennen, auch wenn ich in der Summe mit Habeck unzufrieden war und ihn bzw. die Grünen nicht gewählt habe.
@Harald
Die Betrachtung der Historie der sog. Energiewende (ich nenne es Deindustrialisierung) macht diese weder besser noch richtig.
Michael Klonovski hat es vor ein paar Jahren mal auf den Punkt gebracht:
„Ich bemerkte gelegentlich, das absurde Verhalten der Grünen werde plötzlich plausibel, wenn man sie als eine ausländische Besatzungsmacht betrachtet…“
Damit belasse ich es jetzt.
@ Andreas Roller
Ja, Sorry, Nationalismus ohne Nationen ergibt wenig Sinn, das hätte ich natürlich erwähnen sollen. Können Sie mir das Nachsehen? Als dann, korrigiert: _in den letzten 200 Jahren_ ist der Nationalismus die Ursache nahezu aller Kriege. Patriotismus ist die Vorstufe des Nationalismus, ohne Patriotismus gäbe es keinen Nationalismus, und abgesehen davon sehen sich Nationalisten immer als Patrioten – oder kennen Sie einen Patrioten, der sich Nationalist nennt? Alles „nur“ Patrioten…also ist eine gewisse Vorsicht mit den sich Patrioten nennenden zweifellos angebracht!
Sie schreiben: „So jemand [gemeint: Habeck] darf niemals ein bedeutendes politisches Amt übernehmen.“ Können Sie mir erklären warum nicht? Oder was qualifiziert Patrioten für „bedeutende pol. Ämter“? Was kann ein Patriot besser als jemand, der sich nicht als Patriot bezeichnet?
Und wenn es so wichtig ist, dass nur Patrioten bedeutende Ämter bekleiden dürfen, wie sollte das dann Ihrer Meinung nach festgestellt werden?
Also die im Ausland lebende Fr. Weidel „widerpricht nicht dem Patriotismus“. Was widerspricht dagegen bei Hr. Habeck Ihre Einstufung als des Nicht-Patrioten?
Würde mich wirklich interssieren!
@Elena
Aber ja, ich sehe Ihnen das gerne nach. Mir war schon klar, daß Sie mit den „meisten Kriegen“ nicht den Mongolensturm meinten, sondern wohl auf die jüngere Vergangenheit blicken. Und, ja, auch in so einem Forum muss man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Da ich mich aber intensiv mit Geschichte befasse, konnte ich nicht widerstehen. Sehen Sie mir das bitte ebenfalls nach.
Trotzdem wird die Aussage trotz Korrektur nicht richtig.
Nationalismus spielte in manchen Kriegen eine Rolle, ist aber ist nicht die Ursache „nahezu aller Kriege“. (US Bürgerkrieg, Krimkrieg, Korea u.a.).
Und Patriotismus ist nicht bloß die Vorstufe des Nationalismus.
Patriotismus bedeutet eine positive Einstellung zum eigenen Land, eine tiefe Verbindung. Nationalismus bedeutet die Überhöhung der eigenen Nation, bei gleichzeitiger Abwertung anderer. Eines folgt längst nicht aus dem Anderen.
Womit wir bei dem Herrn Habeck wären.
Warum er in meinen Augen kein Patriot ist?
Weil er es selbst sagt (schreibt):
„Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“
(Robert Habeck, Patriotismus: Ein linkes Plädoyer, Gütersloh: Bertelsmann, 2010.)
Das ist deutlich für mich. Dann legt er seinen eigenen linken Patriotismusbegriff dar, der stark an diesen habermasschen „Verfassungspatriotismus“ angelehnt ist.
Und dieser Habeck/Habermassche „Verfassungspatriotismus“ ist für mich kein Patriotismus, sondern ein „akademischer“ Ersatzversuch für Menschen, denen das eigene Land peinlich ist.
Ein Land, eine Nation ist doch mehr als (Grund-) Gesetzestexte. Es ist Geschichte, Landschaft, Sprache, Herkunft, Brauchtum, Erinnerung, Opfer, Erzählungen, Mythen, Märchen, Kultur, also über Jahrhunderte gewachsene Zugehörigkeit und, ja, auch ein ethnisch geprägtes Selbstverständnis. Das ist das, was die Menschen einander zugehörig empfinden lässt.
Es entsteht kein gemeinsames „Wir“ unter Leuten, die zufällig zwischen Rhein und Oder herumlaufen, nur weil sie den gleichen Verfassungsartikel gelesen haben.
Patriotismus heißt für mich, ein Land als das eigene zu empfinden, seine Besonderheiten zu lieben und sich seinem Volk zugehörig zu fühlen.
Das alles will Habeck nicht. Er hält die Zustimmung zu einem Ordnungsrahmen für ausreichend. Das kann in letzter Konsequenz dann auch eine „Verfassung“ eines halbdemokratischen Bürokratiemonsters wie der EU sein.
Ich denke es ist klar, daß ihm an Deutschland selbst nichts liegt.
Habeck hat auch durch sein Handeln bereits bewiesen, daß ihm die Durchsetzung seiner Ideologie wichtiger ist, als das Wohl Deutschlands.
Ich bevorzuge demnach „Vaterlandsliebe“ und ich möchte auch in der Regierung Politiker, die sich Ihrem Land und Ihrem Volk tief verbunden fühlen.
@Andreas Roller
Nationalismus, z. B. lediglich Europa betrachtet, war die Ursache schon des dt.-französischen Krieges von 1871, der beiden Weltkriege, der Jugoslawienkriege, und Putin selbst bezeichnete sich 2012 als Nationalist, bevor er dann in die Krim einmaschierte.
Patriotismus: Sie beschreiben das als ein Gefühl für ein Land. Leider lassen sich Gefühle nicht feststellen, nicht mal mit einem Lügendetektor. Ihre Forderung, dass nur Menschen mit solchen Gefühlen ein bedeutendes Amt bekleiden sollten, kann also nicht überprüft werden. Wenn jemand sagt, er sei Patriot, dann kann das stimemn oder nicht. Auch wenn jemand sagt, er sei kein Patriot. Es kann nicht überprüft werden. Ich negiere Ihre Attribute, die einen Patrioten auszeichnen soll, nicht, aber diese Attribute schließen nicht nur ein („Das ist das, was die Menschen einander zugehörig empfinden lässt“), sondern auch aus: Wer nicht so empfindet, gehört nicht dazu, kann nicht mal ein pol. exponiert tätig werden – Gesinnung als Ausschlusskriterium, ja als Qualitätsmerkmal für Führungskräfte? Sie müßten also diese Gesinnung irgendwie testen, um Ihre Forderung erfüllbar zu machen, Gesinnungstests also?
Und warum ein Mensch, mit den Patrioten zugeschriebene Eigenschaften, besser regiert, erklären Sie nicht. Haben Sie Beispiele, wo vermeintliche Nichtpartrioten schlecht regiert haben?
Aber bitte nicht so: „Habeck hat auch durch sein Handeln bereits bewiesen, daß ihm die Durchsetzung seiner Ideologie wichtiger ist, als das Wohl Deutschlands.“
Das Durchsetzen der jeweiligen Ideologie ist zunächst das Streben eines jeden Politikers. Habeck hat entgegen seinen Überzeugungen in der Krise dafür gesorgt, dass LNG nach Deutschland kam, er ist bei Scheichs vorstellig geworden, um Energie für Deutschland zu erhalten. Gefragt, warum er das entgegen seinen und der Überzeugung seiner Partei mache, erklärte er, dass er jetzt Wirtschaftsminister sei und nicht Parteiideolge (die Grünen trennen ja immer noch ein pol. Amt von der Partei, um dies auch deutlich zu machen). Und als Wirtschaftminister habe er die Pflicht, für Energiesicherheit zu sorgen. Also explizit keine Parteipolitik.
Hallo Herr Kelle es gibt in Deutschland SOETWAS wie die Unschuldsvermutung! Wenn also der Herr Tillschneider sagt das er diese Tasse geschengt bekommen hat so gilt nach meiner Meinung die Unschultsvermutung!
Wenn dann aber der Herr Paul Ronzheimer (ich kann den Kerl nicht leiden) sich auf diese Tasse „einschießt“ würden warscheinlich auch Sie nach der 10ten Nachfrage „SAUER“ reagieren! Nur mal so!
Wenn unser NICHT ALLER Bundesfutzi Glückwunschschreiben in alle Welt verschickt dann ist das ein Gutmensch!
Lieber Herr Leyh,
es hat auch schon AfD-Bundestagsabgeordnete gegeben, die am 20. April Hitler-Fotos an Bekannte verschickt haben. Das ist nicht DIE AFD, aber ich bin tatsächlich der Meinung, dass Journalisten IMMER nachfragen dürfen, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Wenn Tillschneider trotzdem gewählt wird, fein, das ist das die Entscheidung der Bürger/Wähler. Aber sie sollten ihren Kandidaten dann schon kennen.
@Klaus Kelle
Na ja….haben Sie denn den Friedrich Merz gekannt, als Sie ihn gewählt haben? Ich habe zumindest gewusst, dass es mit den Sozen niemals und never funktionieren kann, ganz ohne ihn zu kennen.
@Gerd Franken,
ich kenne Friedrich Merz noch aus gemeinsamen JU-Zeiten in NRW in unserer Jugendzeit, aber nicht gut. Er war eine Generation vor mir, wir waren und sind keine Buddys. Aber ich kenne ihn halt aus der alten CDU, aus Zeiten von Kohl, Dregger, Strauß. Niemals hätte ich mir eine solche Deformation wie jetzt vorstellen können. Wir haben in der Zeit seiner Rückkehr auf die CDU-Bühne ein paarmal miteinander gesprochen, auch da fand ich ihn durchaus beeindruckend. So kann man sich irren…
kk
Es braucht keine Fan-Tasse der russischen Armee um zu realisieren, wes Geistes Kind Tillschneider ist. Von Holocaust-Relativierung über Goutieren von Sex mit Minderjährigen als etwas „männliches“ bis hin zu Putin-Devotion ist alles dabei.
Bis vor wenigen Jahren war jemand wie Tillschneider eine Persona non grata.
Wie man auch nicht auf die Toilette geht um dort aus dem Urinal zu trinken, nur weil einem das Bier an der Theke nicht schmeckt. Über die AfD werden solche Charaktere erst salonfähig und vielleicht bald schon „ministrabel“. Niedergang von Sitte und Anstand beklagt die AfD regelmäßig, ist sich aber selbst nicht zu schade, jemanden ohne jeden Anstatt, Sitte und Moral nicht nur in den eigenen Reihen zu dulden sondern ihn zum Führungspersonal aufzubauen. Offensichtlich, weil er mehrheitsfähig ist.
Was die viel grundlegendere Frage aufwirft: Woher stammt dieses Stockholm-Syndrom bei Ostdeutschen in Bezug auf ihre Russophilie und verklärte DDR-Nostalgie? Nicht nur die AfD um Ulrich Siegmund, auch die Linke bedient dieses Gefühl sehr erfolgreich, und das schon seit jeher.
Der Frust und die Enttäuschung in ostdeutschen Bundesländern, in Punkto Wirtschaftsleistung, Einkommen, Wohlstand und Privatvermögen dem Westen noch immer deutlich hinterherzuhinken, ist nachvollziehbar. Selbst 35 Jahre Wiedervereinigung mit weit über einer Billionen Euro Transferleistungen konnten die 20 Jahre DDR-Misswirtschaft bisher nicht egalisieren. Anstatt aber auf die Schuldigen in Moskau und deren ehemalige Lakaien in Ost-Berlin zu zeigen, schimpft man über den bösen Wertewesten – ausgeprägter Anti-Amerikanismus inklusive – und kuschelt lieber mit Putin und kultiviert ausgeprägte DDR-Nostalgie.
In der Psychologie nennt man das kognitive Dissonanz.
Ich verstehe es einfach nicht…
*40 (genauer gesagt 41) Jahre DDR muss es natürlich heißen.
@Harald,
über Goutieren von Sex mit Minderjährigen als etwas „männliches“
Konkret bitte!
@ Klaus Kelle
„Konstantin Wecker: ‚Na und?‘, sagt Tillschneider von der AfD über die Sänger-Affäre mit einer Schülerin (16 Jahre alt)“. Die Debatte dazu nannte er „männerfeindliche Propaganda“.
(Die Welt vom 21.11.2025)
Schlug eigentlich ziemlich hohe Wellen, zumal Konstantin Wecker selbst dies „unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten“ nannte und sein „tiefstes Bedauern“ ausdrückte.
Also noch ein Punkt zu dieser Kaffeetasse: Solch ein Gegenstand ist mir symbadischer als die MAO-Bibel im Kopf eines Ministerpräsidenten und seine Glückwunschkarte an Pol Pot zu dessen erfolgreicher Politik. Und deutlich unangenehmer wäre es mir einen Handdruck von Merkels bluttriefender Hand mit abgekauten Fingernägel akzeptieren zu müssen
Dazu fällt mir spontan der Name Cohn-Bendit ein. Seine Fummeleien im Kindergarten hat er sogar schriftlich festgehalten, es wurde nie aufgearbeitet, er erhielt Orden und durfte reden halten.
Die Grünen haben sogar als Partei ihre Pädophilenpropaganda verdeckt beibehalten. Das Problem steht mit der Idee, die sexuelle Identität ins Grundgesetz aufzunehmen, gerade wieder auf.
Ach ja, ein Herr Edathy hatte Zeit genug, alle Beweise für seine kinderpornographischen Neigungen zu löschen.
Wir finden diese schrecklichen Neigungen in allen Schichten der Bevölkerung und in allen Parteien. Es ist richtig, Roß und Reiter zu nennen, aber Sippenhaft sollte man ablehnen.
1982 war Cohn-bendit in der französischen Literatur-Diskussionssendung Apostrophes.
also 7 Jahre später , er war damals 37, die Sponti-zeit war vorbei.
Er erzählt in der Sendung mit Lachen, wie fantastisch es ist, sich von einer 5 jährigen ausziehen zu lassen.
Die sendung kann man auf youtube sehen.