„Invasion“? Geht’s auch eine Nummer kleiner?

Die rund 60.000 Flüchtlinge, vorwiegend junge Männer, die vergangene Woche die spanische Enklave Ceuta stürmten und sich in Teilen extrem daneben benahmen (Geschäfte plündern, Schlägereien), sind weitgehend wieder zürück in ihrer marokkanischen Heimat. Angeblich seien 55.000 inzwischen wieder zu Hause, behaupten die Behörden.

Die Bilder und Handyvideos aus Ceuta waren dennoch schockierend für uns alle und sorgen immer noch für aufgeregte Debatten in den sozalen Netzwerken, wobei der Wort „Invasion“ immer wiederholt wird, wohl, weil das so schön gruselig klingt.

Aber zur Wahrheit, die vielen Menschen offenkundig dabei gar nicht bewusst ist, gehört, dass nicht ein einziger dieser „Flüchtlinge“ den Boden der europäischen Staatengemeinschaft betreten hat. Ja, ja, ich weiß, rechtlich gehört Ceuta zu Spanien, aber – deshalb Enklave – der Flecken Land befindet sich jenseits des Mittelmeers auf afrikanischem Territorium.

Zwischen Ceuta und dem europäischen Kontinent liegen 17 Meilen offenes Meer. Das hätten wohl kaum 60.000 Leute schwimmend durchquert.

Ceuta ist ein Problem, und die EU und Spanien müssen konsequente Maßnahmen möglichst schnell umsetzen, damit sich das nicht wiederholt. Aber „Invasion“? Geht’s auch eine Nummer kleiner?

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Dieser Artikel wurde 45 mal kommentiert

  1. Matthias Antworten

    Sie verharmlosen das Problem in derselben Weise wie andere die Sache zur Katastrophe aufbauschen, Woher wissen Sie denn, ob unsere CDU/CSU-geführte Regierung nicht die sogenannten Minderjährigen von dort aufnehmen will, denen Herr Sanchez zugesagt haben soll, sie nach Spanien zu bringen? Wer hat 2015 (und in den Folgejahren) die Invasion in Deutschland verantwortet? Eine Regierung unter Führung von CDU/CSU.

    • Jens Gnisa Antworten

      Das sind alles wilde Spekulationen, die so natürlich nicht stimmen. sie bezeugen aber eines: mangelndes Vertrauen. Das ist wohl das grösste Problem.

      • Matthias Antworten

        „Das sind alles wilde Spekulationen…“ Auch die Aussagen über 2015 und folgende Jahre??? Richtig ist, dass das Vertrauen in solche Regierungen nicht mehr vorhanden ist.

  2. Harald Antworten

    Was erwarten wir? Ceuta als auch die andere spanische Enklave Melilla sind durch bis zu 10m hochgesicherte Grenzzäune komplett von Marokko abgeriegelt. Auch die Straße von Gibraltar ist hoch gesichert. Dennoch gehen die Schätzungen, wie viele Flüchtlinge in den 2000ern auf dem Meer den Tod fanden, in die Zehntausend.

    Wollen wir einen Zaun auf dem Mittelmeer errichten? Und auch im Atlantik vor den Kanarischen Inseln?

    Die eine einfache Lösung kennt niemand. Es braucht einen ganzen Satz an Maßnahmen, einige davon auch mit unbequemen, sprich kostenträchtigen Botschaften an Länder nördlich der Alpen.

    Und realisieren, dass die Angstmacherei vor einer zweiten Flüchtlingswelle wie 2015 nichts anderes ist als Parteipolitik. Auch Merz mischte da die Tage schon sehr unrühmlich mit.

    • S v B Antworten

      @Harald

      Darf ich fragen, was man – und sei’s auch nur beispielsweise – unter „unbequemen, sprich kostenträchtigen Botschaften an Länder nördlich der Alpen“ zu verstehen hat? Die Errichtung von „Meeres-Zäunen“ kann’s ja wohl nicht sein.

      Die Menschen Afrikas, die sich auf den langen, entbehrungsreichen, mitunter für sie tödlich endeten Weg ins vermeintliche europäische Paradies aufmachen, zeichnet vor allem eines aus – der eiserne, nein stählerne Wille, ihren Wunsch Realität werden zu lassen. Koste es, was es wolle. Ja selbst das Leben, wenn es denn sein muss. Europa tut sich verdammt schwer, ja zeigt sich bis dato völlig unfähig, dieser jungen, „wilden Entschlossenheit“ etwas Wirkmächtiges entgegen zu setzen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ausnahmsweise gilt dies hier für zwei gegeneinander konkurrierende Kräfte.

      Übrigens… haben Sie zu besagter Thematik schon Michel Houellebecq oder gar Jean Raspail konsultiert?

      • Harald Antworten

        @ S v B

        Gerne.

        Zum Beispiel Kosten für Aufstockung von Frontex. Das führt entweder zu einer zusätzlichen Belastung der Nettozahler oder aber es müsste an anderer Stelle gespart werden, vor allem bei dem größten Subventionsempfängerbereich, der Landwirtschaft.

        Ein anderes Beispiel: Cash-for-Work in den Ursprungsländern.

        • S v B Antworten

          @Harald

          !. Wie stellen Sie sich ein wirksames Vorgehen von Frontex vor? Und könnte eine konsequentesVorgehensweise der Grenzschützer mancherorts in Europa nicht auf unerwartet massiven Widerstand stoßen?

          2. Cash for work. Welche Art von Arbeiten haben Sie da im Sinn? Und wer sollte für Arbeiten bezahlen, die einzig dem Herkunftsland zugute kommen – Europa oder doch das Land, dem sie zugute kommen? Angesichts einer oft extrem wohlhabenden Oberschicht in den Herkunftsländern dürfte mit einem Verständnis der Bürger Europas für diese Art von Ausgaben wohl aum noch zu rechnen sein. Sorry, aber gegen den von mir an anderer Stelle betonten eisernen Willen junger Afrikaner, es nach Europa zu schaffen, dürften Ihre Vorschläge nur wenig oder gar keine Wirkung zeigen.

    • Matthias Antworten

      Geld für den Ukrainekrieg scheint aber massenhaft vorhanden zu sein, da gibt es wohl auch „einfache Lösungen“. Und unser Steuergeld wird verpulvert…

        • Matthias Antworten

          Kein Geld für den Krieg, der nicht unser Krieg ist. Wer privat geben will, der kann geben, Aufruf an alle Willigen, aber keine Nötigung der Steuerzahler. War übrigens auch schon mein Vorschlag bei der Invasion 2015ff. Die Willigen können doch die Migranten bei sich auf eigene Kosten unterbringen. Meines Wissens gab es damals sogar welche, die es am Anfang gemacht haben, dann aber von allen Steuerzahlern das Geld gefordert haben. Das zeigt eben „echte Haltung“!

          • Harald

            @ Matthias

            Richtig. Was geht es mich an, wenn mein Nachbar brutal überfallen wird?

            Und dann viel Spaß bei der Sicherung der Grenzen, wenn sich Millionen an Ukrainern auf die Flucht machen.

            Und schon mal bereit machen, wenn Putin das als Ansporn nimmt, bei Nato-Partnern wie den Balten weiter zu zündeln.

          • Klaus

            Es ist UNSER KRIEG, weil die tapfere Ukraine die Last Line of Defense vor dem irren Psycho im Kreml ist

    • Chrigel Antworten

      @Harald
      Es gibt keine einfachen Lösungen, d’accord.
      Wie wäre es zuerst einmal in Deutschland das rundum-sorglos-Paket zusammen zu streichen. Eine Signalwirkung mit der eindeutigen Botschaft: hier gibt es nichts gratis, weit über Deutsche Grenzen hinaus. Ich habe 20 Jahre in Tschechien gelebt und weiss aus eigener Erfahrung, wenn einem der Staat klipp und klar sagt: keine Aufenthaltsbewilligung bei Inanspruchnahme von Sozialleistungen und wenn nicht die gesetzliche Krankenversicherung selbst bezahlt wird. Vergleichen Sie mal die Zahlen der Migration in Deutschland und Tschechien.

      • S v B Antworten

        Ihr Beispiel dürfte auf – um ein Haar – auf 100 Prozent aller Länder der Erde zutreffen. Umme gibt’s ausschließlich hierzulande. – Gerade jüngst saß ich im Regionalbus einer etwa fünfzigjährigen Polin gegenüber, die sich, in recht ordentlichem Deutsch, extrem lebhaft, eher total aufgebracht darüber ausließ, dass Deutschland viel zu lasch und großzügig mit seinen „Zugezogenen“ umginge. Wortwörtlich und ziemlich aufgebracht sagte sie, dass auch Ukrainer in Polen arbeiten müssten, um Unterstützung zu bekommen. Schließlich habe auch sie hier in Deutschland vom ersten Tag an hart gearbeitet. Sie kriegte sich ob der deutschen Großzügigkeit, ja Dummheit, fast nicht ein. Auch die übrigen Fahrgäste hörten der Schimpftirade aufmerksam zu. Ich hielt mich eher zurück, weil ich es interessant fand, zuzuhören, wenn einmal die ungeschminkte Meinung einer hier ansässigen Polin zum Thema Ukrainer – und andere Flüchtlinge – in Deutschland laut und deutlich zu vernehmen war. Das Gespräch, das im Grunde ein Monolog war, fand ich zumindest … nun ja, interessant.

  3. Elena Antworten

    Europaweite Schnappatmung, dabei gehört Ceuta gar nicht zum Schengenraum, d.h. die „Invasoren“ in Badehosen müssten erst mal nach Spanien einreisen dürfen, und Dänemark und Finnland fordern den sofortigen Ausschluss Spaniens aus dem Schengenabkommen? Kleiner gehts wohl nicht. Erst mal Hektik verbreiten, das scheint die Devise zu sein.

    Entgegen den sofortigen Meldungen der Aufregermedien wurden auch keine Geschäfte geplündert.

    • S v B Antworten

      @Elena

      Selbst wenn es sich, wie irgendwo zu lesen war, um einen jugendlichen Handy-Gag gehandelt haben sollte (den nicht wenige leider mit ihrem Leben bezahlen mussten), verliert das Thema nicht an „unterschwelliger Aktualität“. Schließlich nimmt die Bevölkerung Afrikas ständig zu. Rasant. Bereits einer von fünf Menschen auf der Erde ist Afrikaner., worauf man in Afrika stolz ist. Ich entsinne mich noch, dass um das Jahr 2010 der milliardste Einwohner Afrikas „vor Ort“ freudig begrüßt wurde. Seitdem ist die Einwohnerzahl des Kontinents um weitere 580 Millionen Menschen gestiegen. Da erliegt „der eine oder andere“ junge Mensch schon mal der Versuchung, sich auf den Weg in ein besseres Leben aufzumachen; was immer er darunter verstehen mag.
      Was immer er darunter verstehen mag.

    • Martin Ludwig Antworten

      @Elena

      Es ist Dänemarks und Finnlands gutes Recht, eine solche Forderung zu stellen. Ob am Ende ein entsprechender Beschluss gefasst wird oder nicht, ist teil des demokratischen Prozesses der EU – von Hektik zu sprechen und damit Ländern Ihre Teilhabe an einem demokratischen Diskurs abzusprechen halte ich für weit schlimmer, als die (legitime) Forderung dieser Staaten zum Schutz vor einer INVASION!

      Es gab keine Plünderungen. Natürlich, dass müssen wir diesen Menschen hoch anrechnen, dass sie nach begangenem Rechtsbruch nicht noch ein Recht gebrochen haben. Wenn jemand vergewaltigt wurde – schreibst du dann auch, dass die Aufregermedien nichts dazu schreiben, dass der Vergewaltiger diese Person wenigstens nicht ermordert hat?

      Niveau ist keine Gesichtscreme!

      • Elena Antworten

        Es geht scheinbar nicht kleiner oder ruhiger. So soll ich bereits Staaten den „demokratischen Diskurs abzusprechen“, nur wegen des Hinweises auf die hektische Reaktionen dieser von Ceuta weit entfernten Staaten? Spanien kontrolliert die Einreisen von Ceuta gewissenhaft und ohne Visum gelangt kein Nichteuropäer nach Spanien. Nicht mal auf ein Schiff Richtung Spanien.

        „Natürlich, dass müssen wir diesen Menschen hoch anrechnen, dass sie nach begangenem Rechtsbruch nicht noch ein Recht gebrochen haben.“ Ich habe nur entgegengesetzen Aussagen von gewalttätigen Plünderungen widersprochen. Ihre zugespitzte Polemik macht Falschaussagen nicht richtiger.

        PS: 70 oder 80 oder 100 der INVASOREN sind tot, vielleicht wirkt das abschreckend. Ist doch wenigstens ein beruhigender Aspekt der INVASION, oder wie sehen Sie das?

        • Martin Ludwig Antworten

          @ Elena:
          Bereits in der Bibel steht geschrieben, „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ (Sir 3,27). Leider hat vermutlich keiner der 80.000 bis 100.000 Invasoren jemals die Bibel gelesen – macht aber die Kernaussage nicht weniger richtig.

          Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass unser „Gutmenschentum“ sowohl die Schuld an jedem einzelnen Toten auf der Flucht nach Deutschland bzw. Europa trägt, als auch an jeder einzelnen Straftat, die von unseren Goldstücken tagtäglich in Europa begangen werden.
          Hätte wir 2015 die Grenzen nicht geöffnet, wäre keine nennenswerte Zahl an Schatzsuchern im Mittelmeer ertrunken und die Zahl der Rohheitsdelikte in Deutschland um eine hohe zweistellige Prozentzahl niedriger. Der Pull-Faktor ist real und diesen zu leugnen sollte ähnlich geächtet sein, wie den menschengemachten Klimawandel zu leugnen! Wer einen Kindergarten auf die eine Seite eines Minenfelds baut, und einen Süßwarenhandel auf die andere – der kann sich kaum darüber wundern, dass Menschen ums Leben kommen. Genau das ist aber doch, was die EU und insbesondere Deutschland mit ihrem Versprechen auf ein leistungsloses Leben in Vollversorgung tut. Wer in Armut lebt, hat nicht viel zu verlieren. Er wird sich auf den „gefährlichen Weg“ machen, weil die Chancen insgesamt doch sehr hoch sind, heil und sorgenfrei im Schlaraffenland anzukommen. Um die Toten zu verhindern gibt es nun noch zwei wirkungsvolle Wege, nachdem das Kind bereits in den Brunnen (bzw. ins Mittelmeer) gefallen ist:

          • Die Dichte der Minen und damit die Abschreckung massiv erhöhen.
          ODER
          • den Süßwarenladen schließen.

          Ich hoffe wir sind uns einig, dass eine der Beiden Maßnahmen sinnvoller und insbesondere Menschlicher ist, als die andere genannte Option und damit das Argument der „Gutmenschen“ allen Schatzuchern helfen zu wollen, vollständig ad absurdum geführt ist.

  4. Libkon Antworten

    oder wie ZDF schrieb ..es gab einen Andrang auf die Enklave. Alles nicht so schlimm – die wollten nur schwimmen…nee warten Sie Trump, Israel und der King von Marokko haben das gemanagt…von 35-60 tausend ( Varianten je politische Richtung) sind immerhin 50-55 tausend zurück… geschwommen? Minderjährige dabei? Klasse die holen wir – nein doch nicht – doch.
    sorry wenn 45 tausend ( Mitte) gewaltsame und massenhaft in ein fremdes Gebiet eindringen in denen 85 tausend wohnen ist das eine INVASION.

  5. Gerd Franken Antworten

    Ich selber und die meisten von uns waren nicht vor Ort. Wir müssen uns ein Bild machen von dem was wir sehen und hören. Ich habe mich für einen Videobeitrag von Tichys Einblick entschieden. Was ich da sehe ist eine ziemlich große Menschenansammlung von überwiegend jungen Männern, die um Grenzzäune schwimmen und in Ceuta einlaufen. Ich bezeichne das nicht als Invasion aber genauso wenig als wie einen Triathlon der mit einem Massenstart im Schwimmen beginnt obwohl es auf den ersten Blick den Anschein hat. Es gibt sogar ein Filmchen wo einer mit dem Fahrrad an Land geht. Kann natürlich auch KI sein, aber sieht schon ziemlich nach einem Sportevent aus. Ergo: Beruhigt euch geht weiter hier gibt es nichts zu invadieren…..

  6. Johannes Antworten

    In der Weltwoche ist zu lesen:

    „Nach dem massenhaften Grenzübertritt in die spanische Exklave Ceuta will Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez rund 7.000 unbegleitete minderjährige Marokkaner auf die autonomen Regionen des Landes verteilen, berichtet die Zeitung El Español.“

    Hier wird gerade ein weiterer Pull-Faktor geschaffen. Rechtswidriges Verhalten wird erneut belohnt; aber daran haben die Meisten sich schon gewohnt und nehmen es nur noch Achselzuckend hin.

    ALLE Pull-Faktoren gehören abgeschafft!

    Zur „Invasion“: ja, das war keine im militärischen Sinn.

    Aber viele enttäuschte und frustrierte Menschen empfinden diese Aktion zunehmend als eine „gesellschaftliche Invasion“ in ihren Alltag. Die Probleme mit gewaltbereiten Migranten nehmen in allen europäischen Ländern zu und die Politik reagiert nicht angemessen. Und: wer die Probleme offen benennt, wird nicht selten als „rechts“ (inzwischen synonym für rechtsextrem) bezeichnet.

    Relativierungen, der mit GEWALTBEREITEN Migranten verbunden Probleme haben viele inzwischen satt. Sie können sie nicht mehr hören.

  7. H. Krautner Antworten

    Der Autor ist wohl nicht ganz auf dem aktuellen Stand:

    Spanische Medien melden, dass heute die ersten von denen, die Ceuta verlassen haben bereits an der Künste nahe Gibraltar angekommen sind und erwarten, dass noch mehr von denen dort eintreffen werden.

    Sicher sind diese Leute nicht nach Gibraltar geschwommen.
    Auch hier gibts es also Leute, die so etwas organisieren.

    Auch gibt es heute eine Nachricht, dass noch immer Marokkaner versuchen nach Ceuta zu kommen. Die spanische Polizei (oder das Militär) hat heute ein Boot gekapert, mit dem 17 Marokkaner nach Ceuta reisen wollten.

    • Klaus Kelle Antworten

      @H. Krautner,

      Der Autor ist wohl nicht ganz auf dem aktuellen Stand:

      Dann wäre ich Ihnen für eine aktuelle Quelle zu neuen Entwicklungen dankbar!

      kk

      • H. Krautner Antworten

        Herr Kelle,

        ich habe heute in El Pais und in El Mundo Artikel gelesen.
        In welcher von dieser beiden Tageszeitungen diese Berichte standen, weiß ich leider nicht mehr – habe jetzt auch keine Lust nach zu recherchieren.

        Sorry, das war auch keine Kritik an Sie von meiner Seite.

  8. Steve Acker Antworten

    also wenn 60000 leut gewaltsam in kurzer Zeit in eine Stadt mit 80000 einwohner eindringen, hat das schon den Charakter einer Invasion.

  9. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Wenn 60.000 Menschen in eine Stadt mit 80.000 Bewohnern einfallen, ist das eine Invasion. Was sonst? Man muß benennen, was Sache ist. Schönreden hilft nicht.

    Die meisten Invasoren kamen ohne jegliches Gepäck, ohne Kleidung und Nahrung. Wer sollte sie versorgen? Wer sollte ihrer Herr werden, wenn sie sich verständlicherweise aneigneten, was sie brauchten? Was müssen die Bewohner von Ceuta für Ängste ausgestanden haben!
    Es bleiben die Sorgen vor einer Wiederholung! Hoffentlich werden die Verantwortlichen in der EU endlich wach und beenden die jetzt mehr als 10 Jahre dauernde Invasion ihrer Mitgliedsstaaten.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Dr. Hildegard Königs-Albrecht,

      und wenn 55.000 von denen nach 4 Tagen wieder weg sind, dann ist das Re-Migration. Wunderbar! Wollen Sie und andere das nicht?

      Klaus Kelle

      • Gerd Franken Antworten

        @Klaus Kelle

        „Wollen Sie und andere das nicht?“

        Es gibt einige die das absolut nicht wollen. Irene Montero (Podemos) z.B. ist so eine. Die frühere „Gleichstellungsbeauftragte“ in Spanien will nämlich folgendes: „Ja, ich will Austausch! Ich will Rassisten und Faschisten gegen arbeitende Menschen tauschen. Egal, welche Hautfarbe sie haben.“ (Quelle: Welt, 3.2.26)

        Für diese Anti-Re-Migrationsfanatikerin in Spanien sind die Rassisten und Faschisten nur in einem Lager zu verordnen. Alte weisse Männer im rechtsextremen Lager. Kein Wunder dass unter einer solchen linken Regierung in Spanien, hundertausende illegale Migranten sich plötzlich in die Legalität wiederfinden. Das spricht sich natürlich sehr schnell bis nach Marokko weiter. Die 55 000 sind schneller wieder in Spanien, als uns lieb ist.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Mir wäre lieber, daß das Problem der Rückführung gar nicht entsteht!

        Warum?

        Fast 100 Leichen, die angespült werden. Überwiegend junge Männer, die ihr Leben noch vor sich und irgendwo trauernde Familien haben.
        Verängstigte Bürger, die das Geschehen nicht morgen schon vergessen haben werden.
        Völlig überlastete Schutzkräfte.
        Eine riesige Menge von unversorgten Menschen, bei denen die Gefahr besteht, daß sie sich holen, was sie dringend brauchen, z.B. Nahrung.
        Enttäuschte Hoffnungen aber auch Anreize, das Eindringen auf irgendeine Art zu wiederholen.

        Genügt Ihnen das?

  10. Gerd Franken Antworten

    „Hoffentlich werden die Verantwortlichen in der EU endlich wach und beenden die jetzt mehr als 10 Jahre dauernde Invasion ihrer Mitgliedsstaaten.“

    Da muss ich Sie enttäuschen. V.d. Leyen will nun Marokko mit Geld zuschütten, damit die ihre Grenzen schützen. Ich sage mal voraus, dass Marokko das Geld nimmt und Europa weiter mit „Hilfesuchenden“ fluten. Woher der Wind weht rufen diese Migranten selbst in die Kameras: „Allahu Akbar“!
    Läuft die Umvolkung.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Viele Mitbürger wollen das Problem einfach nicht sehen. Wie bei Corona folgen sie den offiziellen Aussagen und verkennen die Gefahr, die vom Islam ausgeht:

      – Weltherrschaft
      – eine Religion, die alle(!) Lebensbereiche umfasst
      – eine Gesellschaftsordnung, die Frauen diskriminiert
      – Scharia
      – Vormachtstellung der Gläubigen, Mißachtung der Nicht-Muslime mit dem Ziel der
      Unterordnung bis zur Beseitigung

      • Gerd Franken Antworten

        @Dr. Hildegard Königs-Albrecht

        Off Topic: Corana! In den USA wird momentan Fauci vor dem Senatsausschuss gegrillt. Er beruft sich auf den fünften Verfassungszusatz und verweigerte die Antworten. Für jemand der begnadigt ist ziemlich mysteriös.

  11. Harald Antworten

    Pull-Faktoren stehen im Zentrum der Diskussion. Auch als Antwort auf meinen obigen Kommentar. Viele kritische Pull-Faktoren hat Dobrindt abgestellt, bis hin zu Zurückweisungen an der Grenze.

    Das alles ändert nichts an dem Hauptpull-Faktor: Der ungleich viel höhere Lebensstandard in Europa. Da hilft „offline“, also real, nur die weitere Stärkung von Frontex.

    Sowie online die tiefe Infiltration des Netzes inklusive verschlüsselter Messengerdienste. Denn das sind die Hauptwerbeplattformen für Europa, in dem vermeintlich Milch und Honig fließt sowie die Anwerbekanäle für Schlepper. Schon die Migrationskrise 2015 wäre ohne social media in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen. Offensichtlich scheint auch der jüngste Ansturm auf Ceuta dem geschuldet sein.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Es ist nicht der „Lebensstandard in Europa“, es ist das „Bürgergeld“ in Deutschland, das die Migranten nach Deutschland zieht.

  12. Querdenker Antworten

    Lieber Herr Kelle irgendwie klingen ihre Worte wie: „Bitte gehen Sie weiter in Ceuta gibt es nichts zu sehen“. Ich sehe in den Ereignissen eine erste Welle und Machtdemonstration es werden aber ganz gewiss weitere Wellen bis zum Ausmaß eines Tsunamis kommen. Afrika ist mit seiner Bevölkerungswachstumsrate von 2,3 bis 2,5 Prozent pro Jahr, der weltweit am schnellsten wachsende Kontinent. In Afrika leben derzeit etwa 1,6 Milliarden Menschen und mit einem Medianalter von 19,5 Jahren ist die Bevölkerung sehr jung. Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg der Bevölkerung auf 2,5 Milliarden Menschen erwartet. Zum Vergleich liegt die Bevölkerungswachstumsrate in der Europäischen Union bei 0,24 Prozent. Experten gehen davon aus, dass die Bevölkerung in der EU um das Jahr 2029 ihren Höchststand von etwa 453 Millionen erreicht und danach langfristig sinkt. Wenn sich nur die Hälfte der bis 2050 hinzugekommenen Menschen in Afrika auf den Weg nach Europa macht, wird sich die Bevölkerung in Europa auf 900 Millionen Menschen bis 2050 verdoppeln. Zynisch gesehen sage ich „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sage euch eines: Ich freue mich darauf“.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Querdenker,

      absolut nicht, ich sehe die Gefahr so wie Sie und alle anderen hier. Mir geht es um den Alarmismus, der hierzulande frühliche Urständ feiert. Wir reden nicht von Fehlentwicklungen, Krise oder Gefahren . Hier ist immer „Invasion“, „Untergang un „Zusammenbruch“.

      Ich könnte viele Beispiele im Detail vortragen aus allen möglichen Bereichen.

      Erinnern Sie sich noch an die Finanzkrise 2008? Der Euro steht vor dem Zusammenbruch? Freitags fahren schon geheime Laster durch Deutschland, die frisch gedruckte D-Mark-Scheine zu den Bankfilialen bringen für den nächsten Montag?

      So ist das mit der Invasion auch. Die Bilder der marokkanischen Randalierer waren erschreckend. Aber nach 4 Tagen waren auch (fast) alle wieder zu Hause. Eine Invasion ist etwas Militärisches, strategisch geplant mit dem Ziel von dauerhafter Eroberung.

      In Ceuta sind inzwischen 4000 spanische Soldaten, das Leben läuft weitgehend normal.

      So, legen wir uns schlafen? Natürlich nicht. Die Leute haben die Nase voll, sie wählen rechte Parteien gerade wegen dieser Ereignisse und Anschläge wie zuletzt in Berlin auf den CSD.

      Die EU-Außenminister sitzen jetzt zusammen, um vor dem Hintergrund von Ceuta den Schutz der Außengrenzen effektiver zu machen. Frontex bekommt schnelle Einsatzkräfte für solche Lagen und geht intensiver gegen Falschinformationen in Sozialen Medien vor. Die Grenzkontrollen werden von Spanien intensiviert.

      Reicht das alles? Das werden wir sehen. Was ich sagen will, bisher ist das alles noch beherrschbar, nur wir dürfen es nicht laufen lassen.

      Und es kommt noch ein Aspekt dazu, den wir – auch ich – leicht aus den Augen verlieren.

      Gerade weil unsere Bevölkerung nicht wächst, kommt der Westen ohne geregelte Zuwanderung nicht aus. Das Zauberwort ist dabei „geregelt“. Nicht die Idioten, die wir beim Plündern von Geschäften gesehen haben oder bei den Messerangriffen immer wieder. Es regt mich auf, dass es nicht möglich zu sein scheint, dass diese Leute eingesammelt, eingesperrt und rausgeworfen werden können – ein eklatantes Staatsversagen.

      Aber ich habe letztes über die andere Seite geschrieben

      Über meine persönlichen Erfahrungen nach der Bypass-OP vor vier Wochen in Berlin. Über meine Erfahrungen mit Ärzten und Pfleger(innen) aus aller Herren Länder, die ihren Job gut machen, die fließend Deutsch sprechen. Meine OP haben ein deutscher und ein syrischer Arzt gemacht, Pfleger aus Polen und der Türkei, die junge Schwester aus Nordafrika, die mich morgens zum Bad begleitet hat, die Frau aus Pakistan, die vorbei kommt und in Hochdeutsch sagte: „So, Herr Kelle, wollen wir Sie heute mal rasieren“?

      Gestern bei der Reha saß ich mit 10 Leuten im Sportraum und habe gelernt, wie man vernünftig sitzt und Rückenschmerzen vermeidet. Der Trainer war ein sympathischer junger Therapeut aus Tunesien, fachkundig, hilfsbereit.

      Verstehen Sie? Sie und ich sind seit Jahren beim Migrationsthema unterwegs und ich sehe den ganzen Irrsinn, der auch passiert. Aber es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Wir müssen die Leute holen, die uns nutzen, die mitmachen, die unsere Gesetze und Traditionen akzeptieren. Und im Gegenzug bieten wir Menschen aus anderen Ländern eine Zukunft. Das ist ein Deal.

      Und die „Invasoren“ – raus, raus, raus!

      kk

      • Gerd Franken Antworten

        @Klaus Kelle

        „Gerade weil unsere Bevölkerung nicht wächst, kommt der Westen ohne geregelte Zuwanderung nicht aus.“

        Ich zitiere mal unseren ersten Kanzler K. Adenauer der in Bezug auf die umlagefinanzierten Rente mal gesagt hat: „Kinder kriegen die Leute immer!“ Der Mann hatte aus damaliger Sicht gesehen völlig recht. Es gab z.B. keine „Ehe für alle“, die vorgeburtliche Kindstötung war eine schwere Straftat und dass zwei Männer ein Kind im Ausland bestellen können war für eine Gesellschaft in den 1950ger Jahren einfach unvorstellbar. Mein Statement: Anstatt über eine geregelte Zuwanderung zu reden, die mit dem politischen System aktuell nicht zu machen ist, sollten wir dann doch lieber über die Ursachen der Kinderlosigkeit nachdenken und entsprechend handeln. Aber da sind wir bei einem großen Problem, weil der „Point of no return“ längst überschritten ist und wir demnächst über die Früchte unserer Fruchtlosigkeit jammern werden.

        • Klaus Kelle Antworten

          @Gerd Franken,

          aber das ist doch die Entscheidung der Menschen. Ich halte das persönlich f´ür irre, keine Kinder zu wollen. Aber viele wollen das genau so. Ich denke, dass die „Homo-Ehe“ in diesem Kontext nur eine Nebensache ist. Aber auch Honmosexuelle könbnen Sie nicht zwinten, Kinder zu zeugen. Und wenn sie es mittels Leihmutter tun, dann greifen all die ethischen Probleme, die nach Spahn und Streeck ja jetzt in der Diskussion sind.

          Was wollen Sie also tun, wenn die Leute freiwillig auf Kinder verzichten?

          Bunte Broschüren verteilen und Steuergeschenke?

          Klaus Kelle

          • Gerd Franken

            @Klaus Kelle

            Mal unter Christen gesagt:

            Wie wäre es denn mit schwarz weiß Broschüren, in denen eine Abtreibung in allen Einzelheiten abgebildet ist? Man könnte auch des öfteren mal wieder den hl. Paulus zitieren, was der so von den homosexuellen Handlungen seiner Mitmenschen hält. Wie z.B. Römer 1, 27…. aktuell bestimmt als Hassrede bestraft.
            Dann würde zumindest das Feuer wieder brennen, was Jesus auf die Erde geworfen hat. Da sind „wir“ dann wieder in Verantwortung.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Familien werden in Deutschland nicht genügend geschätzt und gefördert. Der Schutz der Familie (Art.6 GG) wird nicht mehr garantiert.
            Demnächst werden wohl die letzten Bastionen fallen (z.B. Ehegattensplitting).

            Zur Familie gehören Vater und Mutter, keine gleichgeschlechtliche Paare, keine Eizellspenderin, kein Samenspender, keine Leihmutter und Bedingungen, die es erlauben, Kinder groß zu ziehen. D
            Die Berufstätigkeit der Mütter bei Säuglingen und Kleinkindern tut weder den Kindern noch den Müttern gut. Mütter, die sich entschließen zur Erziehung ihrer Kinder einige Jahre beruflich zu pausieren, werden nicht genügend unterstützt, geschweige denn wertgeschätzt.
            Wertschätzung genießen zur Zeit nur Minderheiten aus dem queeren Bereich, die auf Kosten der Familien ihr selbstbestimmtes Leben genießen. Wer wird sie einmal pflegen? Wer soll ihre Rente bezahlen?
            Nur wenn wir genug Kinder haben, wird unser Gemeinwesen weiter existieren. Allein auf Zuwanderung zu setzen, bedeutet, daß die Nation sich auflösen wird.

      • Steve Acker Antworten

        Problem zu den gut integrierten Ausländern, ist , dass diesen hier das Leben schwer gemacht wird, durch das sich immer mehr verbreitende Kuschen vor dem Islam. zb. wenn deren Töchter auf dem Schulhof gemobbt wrden, weil sie kein Kopftuch tragen, oder weil sie den Ramadan nicht einhalten.

        Es ist erschreckend wie auf vielen Ebenen sich Deutschland an den Islam anpasst, zb. Speisepläne , Ramadan, Kopftuch…
        immer mehr Türkinnen die schon lange hier leben , tragen plötzlich Kopftuch.
        Vor über 10 Jahren, war ich mal in meinem Heimatstädtchen in Bad.Würt.
        Sah viele Kopftücher und hörte wie die Frauen dortigen Dialekt sprachen. waren also nicht grad aus Syrien gekommen.

        Samir Khalil Samir, hat mal vor Jahren gesagt: es muss den Moslems hier klar gemacht werden, dass ein hundertprozentiges Ausleben ihrer Religion hir nicht möglich ist.
        Hier besteht gar kein Wille dazu. Im Gegenteil, wir müssen kuschen, und die Grün-roten freuen sich ,. weil dies die Gesellschaft hier zerstört, die sie so sehr hassen.

        Zum Kopftuch noch: das ist ein gefährliches Instrument zur Unterdrückung der Frauen und zur Spaltung der Gesellschaft. Und es gibt auch wohlmeinende Konservative die das total unterschätzen.
        Mir ist schon klar dass man es nicht vollständig verbieten kann, aber es muss Bereiche geben, wo es untersagt ist, zb Schulen

        • Klaus Kelle Antworten

          @Steve Acker,

          Es ist erschreckend wie auf vielen Ebenen sich Deutschland an den Islam anpasst, zb. Speisepläne , Ramadan, Kopftuch…

          Ja, das Problem gibt es. Ob es „erschreckend“ ist, weiß ich nicht. Ich lebe in Berlin, selbst hier sind diese Problene nur in einigen Bezirken/Stadtteilen erkennbar. Das es hier zugeht, wie in Mekka kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

          Zur Wahrheit gehört aer auch, dass viele Wähler in Deutschland genau dieses Politik wählen. Das ist erstmal nicht schuld eine bösen Regierung. Millionen Menschen wählen Linke, Grüne un SPD, die diese Politik genauso wollen, weil sie darauf setzen, dass damit die hausgemachte Kinderarmut aufgefangen wird und die demografische Katastrophe aufgehalten werden kann.

          kk

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          Danke, daß Sie Samir Khalil Samir erwähnen. Er hat schon vor Jahren mit seinem Buch „100 Fragen zum Islam“ hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet.
          Leider scheinen sich viele Mitbürger viel zu wenig mit dem Islam bekannt gemacht zu haben., Sie gehen völlig naiv davon aus, daß der Islam eine Religion wie jede andere ist und haben nicht verstanden, daß der Islam ein Lebenssystem ist, dem sich alles unterordnen muß. Islam heißt nicht umsonst „Unterwerfung“.

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