Zwei goldene Wochen für die CDU, starke Zugewinne für die AfD – leider versteht die nicht, was sie grundsätzlich falsch macht
Bei den politischen Journalisten in der Hauptstadt ist es am Wahltag so, dass sie ab dem frühen Nachmittag regelmäßig Trendmeldungen der Demoskopen per WhatsApp bekommen.
Die erste heute erreichte mich exakt um 15:26 Uhr. Die Forschungsgruppe Wahlen (FGW) ermittelte für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 29 bis 31 Prozent für die SPD und 28 bis 30 Prozent für die CDU. Eine Viertelstunde später erreichte mich der ARD-Trend: SPD 32 und CDU 30 Prozent. Alles deutete darauf hin, dass die Union auch in Rheinland-Pfalz ein ähnliches Desaster wie vor zwei Wochen in Baden-Württemberg erleben würde. Und in meinem Kopf schwirrte schon herum, wie ich das am späten Abend in Worte und diesen Artikel für meine Leser fassen könnte.
Aber wenn man diese Zahlen nachmittags erhält, dann muss man wissen, wie sie ermittelt werden
Denn die Meinungsforschungsinstitute suchen vorher Wahlkreise aus, die bei den Wahlen vor fünf Jahren am nächsten am später richtigen Ergebnis lagen. Dann gehen sie dorthin und befragen über den ganzen Tag insgesamt etwa 20.000 Wähler, die aus dem Wahllokal kommen und gerade auf dem Stimmzettel ihre Kreuze gesetzt haben. Manche antworten dann, andere nicht. Dann wird auch nicht nur gefragt, was sie gerade gewählt haben, sondern auch, was sie vier Jahre vorher angekreuzt hatten. Und noch ein paar andere Dinge. Das ist dann das Basismaterial für all die schönen Grafiken, die Sie abends zur Analyse in den Wahlstudios von ARD und ZDF präsentiert bekommen.
Man weiß aber auch, dass die Zahlen nachmittags um 14 oder 15 Uhr noch eine erhebliche Fehlertoleranz ausweisen
Allein schon dadurch, dass nur die Stimmen von Wählern gesammelt werden, die ins Wahllokal gehen. Die Briefwähler sind also unberücksichtigt. Und die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass CDU, Grüne und FDP bei Briefwählern oft überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielen. Mehr als bei denen, die wie SPD- und AfD-Anhänger eher Wahllokale bevorzugen, um selbst dort abzustimmen.
Aus den Trendzahlen um 15 Uhr konnte sich nicht sicher ablesen lassen, wer um 18 Uhr die Nase vorn haben würde. Aber klar war, dass die Wahlbeteiligung steigt – wie sich später herausstellte – hauptsächlich, weil frühere Nichtwähler dieses Mal gewählt hatten, und zwar vorrangig die AfD.
Und sicher war danach auch, dass die FDP und die Freien Wähler, wahrscheinlich aber auch die Linke, die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen würden.
Tatsächlich hatte dann um 17 Uhr die Forschungsgruppe Wahlen auch für ihre Befragungen vor Wahllokalen ihre Prognose zugunsten der CDU geändert. Und Sie alle wissen, dass es dann so gekommen ist.
Nach 35 Jahren wird die CDU in Rheinland-Pfalz wieder den Ministerpräsidenten stellen. Vor zwei Wochen haben sie dieses Ziel knapp verfehlt, und Cem Özdemir schaffte es kurz vor knapp noch, mit seinen Grünen auf Platz 1 zu springen. Aber: Die CDU kehrt im Ländle, einst wie Rheinland-Pfalz eine Hochburg der Union, nach 15 Jahren wieder „auf Augenhöhe“ in die Landesregierung zurück. Und was viele in Deutschland gar nicht so wahrgenommen haben: Auch in Brandenburg ist die CDU als Juniorpartner wieder – ohne Landtagswahl, sondern durch Koalitions-Rochade – in der Landesregierung dabei.
Die vergangenen zwei Wochen waren für die CDU extrem erfolgreich
Und wäre die Performance der Bundesregierung unter Friedrich Merz nicht so grottig, stünde die Union als führende politische Kraft in Deutschland noch weitaus besser da.
Die ständigen Kassandrarufe vom bevorstehenden Untergang der CDU, die „das Schicksal der italienischen DC“ und den Sturz in die Bedeutungslosigkeit erleben werde, sind wirklich ein Stück weit absurd, wenn man sich in der politischen Wirklichkeit bewegt.
Die Union ist innerhalb von zwei Wochen in drei Landesregierungen eingezogen, in denen sie vorher nicht war. Posten werden verteilt, Geld wird verteilt, Strukturen werden ausgebaut. Die CDU ist putzmunter – und leider wird sie das zu weiterer Überheblichkeit verleiten, die vollkommen unangebracht ist, weil die Union einfach nicht strategisch und vor allem längerfristig denkt. Jetzt ist erst mal wieder satte Selbstzufriedenheit angesagt, statt grundsätzlich die Weichen zu stellen für die Zukunft.
Die AfD hat bei den beiden jüngsten Landtagswahlen bärenstark abgeschnitten
In Rheinland-Pfalz fast 20 Prozent (Stand soeben 19,9 %). Ein Fünftel der Deutschen und mehr wollen eine konservativere Politik – im Osten ebenso wie im Westen. Und das Dauergejammer von der bösen Ausgrenzung durch die „Altparteien“ ist ja auch nicht falsch, aber es zeigt auch nicht das ganze Bild. Die Bereitschaft der Union, der Funktionäre wie der Mitglieder, mit der AfD zu koalieren, ist nicht nur schlecht, sie wird immer schlechter.
Das haben die Zahlen gestern Abend in der ARD belegt. 71 Prozent der AfD-Wähler wünschen sich in Mainz eine Regierungsbildung zusammen mit der CDU. Aber 96 Prozent der CDU-Wähler lehnen genau das ab. Und das hängt auch damit zusammen, dass die AfD heute so ist, wie sie ist.
In der deutschen Nachkriegsgeschichte haben es zwei Parteien geschafft, sich aus eigener Kraft dauerhaft im Parteiensystem zu etablieren: die Grünen und die AfD. Die Grünen haben nach deren ersten Wahlerfolgen und chaotischen Parteitagen begonnen, den Kampf zwischen „Realos“ und „Fundis“ final auszufechten. Als das durch war, bekamen die Grünen relativ schnell Zugang zum Politikbetrieb und sind bis heute Gesprächs- und Koalitionspartner überall. Mit der AfD wollen andere Parteien nicht einmal sprechen, geschweige denn kooperieren oder sogar koalieren.
Weil sie diesen Selbstreinigungsprozess bis heute nicht einmal begonnen haben. Weil man in der AfD offen vor einer „Melonisierung“ der Partei warnt, also vor dem erfolgreichen italienischen Modell, wo eine postfaschistische Partei erfolgreich Italien regiert und sogar in der EU-Kommission vertreten ist. Aber selbst viele der führenden Rechtsaußen-Parteien in Brüssel wollen mit der AfD möglichst nichts zu tun haben. Die Union wird nie im Leben mit Politikern vom Schlage Helferich, Höcke oder Moosdorf in irgendeiner Form zusammenarbeiten. Die Ablehnung gegenüber den Putin-Lautsprechern und EU-Hassern ist in CDU und CSU so hoch wie noch nie zuvor.
Noch ein Wort zu den Kleinen: FDP und Freie Wähler (FW) sind gescheitert. Ich sehe im Moment nicht, wie sich die Freien Wähler – außer in Bayern – auf oberen Ebenen (Bund, Länder) erholen können. Das ist eine typische bürgerliche Kommunalpartei, überall verankert. Mehr leider nicht. Und über die FDP habe ich geschrieben, dass ich sie für erledigt halte, wenngleich ich das bedauere. Eine Partei, die nicht einmal mehr zwei Prozent der Wähler hinter sich versammle, habe „ein existenzielles Problem“, sagte Frau Strack-Zimmermann vorhin in einem Interview. Dem ist nichts hinzuzufügen.



„Zwei goldene Wochen für die CDU, starke Zugewinne für die AfD – leider versteht die nicht, was sie grundsätzlich falsch macht.“
Muss man sich den weiteren Artikel antun? Nö, muss man nicht……
Nö, Sie wirklich nicht 🙂
Wie meine „Gott hab sie selig“, weise Großmutter öfters gesagt hat: „Es ist nicht alles Gold was glänzt, das meiste ist nur Blech!“
Wir sehr dieser Spruch auf die CDU zutrifft muss erst mal widerlegt werden.
Hm …
„Höcke, Helferich, Moosdorf“.
Hat einer von denen in BaWü oder RP etwas zu melden ?
„Die da“ könnten in jedem Bundesland auch Mutter Teresa als Spitzenkandidaten aufstellen. Ändern würde es an der arroganten, ideologischen Einstellung der „demokratischen Parteien“ nichts, nicht einen Deut.
Sie werden die Quittung bekommen – die nächsten Wahlen werden kommen.
Die Wähler*/-/:/_/•/Innen sind – dummerweuse – weit weniger blöd als die „Altparteien“ wahrhaben wollen.
Tricksereien wie von Schweitzer oder Reiter kommen früher oder später alle ans Licht.
Dumm nur, daß in diesem Land auch die totalsten Vollversager nicht strafrechtlich belangt werden.
Sie können Milliarden verplempern – es passier nichts. Aber wehe, einer äußert etwas wie „Schwachkopf“ – da steht um 6 in der Früh das Einsatzkommando in der Tür …
So ist das im „besten Deutschland, das wir jemals hatten“ …
Sie werden die Quittung bekommen – die nächsten Wahlen werden kommen.
🙂 Wie oft habe ich das schon gehört?…
Na, wenn eine Verdoppelung der Stimmen von einer Wahl zur nächsten keinen Einfluß hat, kann ich es auch nicht mehr erklären …
Ein großer Pluspunkt für CDU und SPD ist für mich, dass beide aussichtsreichen Kandidaten einen fairen Wahlkampf geführt haben. Ein Lichtblick war auch, dass nicht einmal die Grünen Gordon Schnieder unter der Gürtellinie angegriffen haben, wie sie das in BW mit Hagel gemacht haben.
Ändern wird das Ergebnis nicht viel, da eine schwarz/rote Koalition fast immer SPD Politik macht, wie auch in Berlin. Schade um die verplemperte Zeit im Wahllokal.
Kann gut verstehen, was Sie meinen Herr Kelle (mit Blick auf die AfD) und dazu braucht es keinen Bezug auf die äußerst rechten Ränder in der AfD.
Den m.E. tatsächlichen Wahlsieger des gestriegen Abends, Jan Bollinger, kenne ich sehr gut und aus einer längeren gemeinsamen Zeit. Ihn zeichnete von Anfang an ein unbändiger Machtwille aus, den er nutzte, um gute Leute aus der Partei zu vertreiben.
Schon früh begann er, anstelle von Sacharbeit mit dem spinnen von Netzwerken, die ihm verpflichtet waren. So ist er nun heute da, wo er ist (auch mit schmutzigen Tricks) und nennt den CDU Spitzenkandidaten im Wahlkampf mehrfach öffentlich einen „Versager“. Das dieser den AfD-Vorsitzenden nicht mal mit der Kneifzange anpackt versteht sich von selbst.
Wie gesagt, es braucht keinen Bezug auf rechte Ränder in der AfD um zu verstehen, weshalb „die anderen“ Abstand zur AfD halten. Es sind Anstand, Umgang ung gute Manieren, die beim Spitzenpersonal der AfD in leider nicht weniger Fällen, unterdurchschnittlich ausgeprägt sind.
Aber vielleicht lernt der AfD Vorsitzenden noch dazu: enstschuldigt sich öffentlich bei CDU Vorsitzenden für überhitzte Zuschreibungen im Wahlkampfgetöse und versucht menschliche Brücken zur CDU zu bauen.
@Johannes,
Aber vielleicht lernt der AfD Vorsitzenden noch dazu: enstschuldigt sich öffentlich bei CDU Vorsitzenden für überhitzte Zuschreibungen im Wahlkampfgetöse und versucht menschliche Brücken zur CDU zu bauen.
So habe ich lange auch gedacht, wenn ich mit AfD-Politikern gsprochen habe. Aber so denken die in der Masse einfach nicht. Wenn man sich nur mal anschaut, wie die auch innrparteilich miteinander umgehen, und wie seit – mindestens – 2 Jahren mit schmutzigen tricks etwa in NRW versucht wird, den politikfähigen Landeschef politisch hinzurichten. Das ist atemberaubend. Aber im Grunde ist es auch dem Wesen von Machtpolitik geschuldet. Denn auch in der CDU, der SPD oder bei den Grünen gib es sowas…
Klaus Kelle
@ Herrn Kelle
“ Aber im Grunde ist es auch dem Wesen von Machtpolitik geschuldet.“
Ja, sehe ich genau so.
Und diejenigen, die der Versuchung wiederstehen, der negativen Seites des „Wesens von Machtpolitik“ in ihrem Handeln Raum zu geben, sind in allen Parteien sehr dünn gesät.
Da sind Sie den allermeisten Interessierten ohne Frage ein großes Stück voraus.
Der Name „Bollinger“ war zumindest mir bislang nur in Form einer Flasche Champagner aus diversen James-Bond-Filmen bekannt.
Ich denke, alle Parteien stehen einander im Wahlkampf nichts nach.
Und manche nicht nur im Wahlkampf.
Ich erinnere mich sehr gut an den Genossen Johannes Kahrs, der von „Ar…löchern im Deutschen Bundestag“ sprach, vor laufenden Kameras und außerhalb jedes Wahlkampfes.
So mancher/ s Politikende scheint mit dem Düsenjet durch die Kinderstube geschossen worden zu sein.
Letztlich zählt m.E. für viele Wähler aber nicht die förmliche Etikette oder Petitessen.
Ich höre immer wieder und immer öfter von „ganz normalen Leuten“, die weder rääächtsextrem noch gar „Nazi“ sind, daß viele einfach – Entschuldigung – „die Schnauze voll “ haben von Tricksereien, Versprechungen, gebrochenen Zusagen, von immer mehr Drangsalierung und Bevormundung durch die „demokratischen Parteien“, von ausgeschlossenen Steuererhöhungen, die dann doch – leider, leider – „unumgänglich“ sind, und vor allem von unzähligen Messerstechereien, Vergewaltigungen, von „jungen Männern“ mit Macheten, Eisenstangen, Zaunlatten, die im Dutzend und noch weit mehr aufeinander auf offener Straße losgehen, von zunehmenden Schießereien in unseren Städten, von Kopftuch tragenden Frauen, die im Chor im Angesicht eines Polizeiaufgebotes johlen „Deutschland ist Scheiße“, die Polizei als „Nazis und Faschisten“ bezeichnen und unsere „Freunde und Helfer“ müssen sich das anhören und auch noch „danke“ sagen.
Und da die „demokratischen Parteien“ an diesen Zuständen nicht nur nichts ändern, sondern noch zusätzlich Islamisten auf StruerInnenzahlerkosten einfliegen, tritz gegenteiligen Versprechens die Grenzen nicht schließen, deutsches Steuergeld für jeden Firlefanz in alle Welt verplempern, während hierzulande Brücken zusammenbrechen, Straßen vor Schlaglöchern strotzen, in Schulen Decken einstürzen und sich die „arbeitende Bevölkerung“ von ihrem eigenen Kanzler als „faul“ bezeichnen lassen muß, wählt man halt die, die klar aussprechen, daß sie diese unhaltbaren Tatsachen ändern.
Und solange eine SPD nicht begreift, warum sie ihre Wähler aus der Arbeiterschicht verliert, solange eine CDU nicht begreift, daß ihre hirnverbrannte Brandmauer und ihre immer wieder mit SPD oder Grün*/-/:/_/•/Innen geschlossenen Koalitionen an diesen von der Mehrheit nicht gewünschten Zuständen nichts ändern, solange ein Bundeskanzler sich von Wahlverlierern vorführen lässt und weiterhin keinerlei Führung zeigt, wird sich die Stimmenzahl für „die da“ vielleicht nicht bei jeder Wahl verdoppeln, aber zumindest deutlich zunehmen.
Und dann kommt von den „demokratischen Parteien“ die mit großen Augen gestellte Frage „NEIN ! Wie konnte DAS denn passieren ?!“
„…starke Zugewinne für die AfD – leider versteht die nicht, was sie grundsätzlich falsch macht.“
Meine Zustimmung, daß manche Töne aus der AfD schwer zu verkraften sind. Aber die Aussage könnte man ebenso auf die CDU beziehen.
Diesmal hat sie die Wahl gewonnen, nur ihre Politik wird sie nicht ändern und damit immer mehr Wähler in die Arme der AfD treiben. Die „Ausreißer“ in der AfD wird man verschmerzen, wenn die CDU mit Linken den Karren endgültig an die Wand gefahren hat.
@Dr. Hildegard Königs-Albrecht,
Sie dürfen mir glauben, dass ich ebenso verzweifelt bin, wie viele andere Konservative. Aber es geht ja nicht nur um ein paar „Ausreißer“. Über 90 Prozent der CDU-Wähler in Rheinland-Pfalz haben gestern in der Nachwahlbefragung (20.000 Wähler) von infratest dimap gesagt, dass sie keine Koalition mit der AfD wollen.
Wie da die AfD weiter stur behauptet, Rheinland-Pfalz habe „Mitte-Rechts“ gwählt (Alkive Weidel gestern auch), das erschließt sich mir nicht.
Wähle AfD, wer immer das will. Aber für die Union ist das Thema Kooperation durch.
Vielleicht wird das Fass wieder im September aufgemacht, wenn der Osten wählt. Die aktuellen Zahlen geben die Möglichkeit eines AfD-Durchmarsches ja her. Mal schauen, wie der Wahlkampf laufen wird!
Auch vor der Landtagswahl 2021 gab es in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Sachsen-Anhalt. Es gab die gleiche Diskussion wie heute wieder. Und wissen Sie was? Am Wahlabend hatte diee CDU 16 Prozent (!) Vorsprung vor der AfD dort. Die Messe ist noch lange nicht gelesen…
Ihnen eine schöne Woche!
KLaus Kelle
@ Klaus Kelle
Danke für die guten Wünsche. Wir waren für einige Tage im Kloster der Benediktiner in Maria Laach.
Da kann man Abstand vom ärgerlichen Tagesgeschehen gewinnen, zumal ich erst kurz vor der Abreise in einem Leseraum einen Fernsehapparat entdeckte. Die „tollen“ Ideen der derzeitigen Koalitionäre zur Beschaffung weiterer Knete haben mich auch ohne TV erreicht.
Herzliche Grüße
Hildegard Königs-Albrecht
@Dr. Hildegard Königs-Albrecht,
das ist ein ganz wunderbarer Ort. Seit über 15 Jahren gehe ich zu Männer-Einkehrwochenden dorthin. Allein die Ruhe dort ist phantastisch. Außer, versteht sich, wenn man im Gästehaus ein Zimmer raus zur Kirche hat und morgens um 5 Uhr die Glocken zu läuten beginnen.
Aber Sie bringen mich gerade auf eine Idee, denn ich habe seit längerem immer wieder daran gedacht, mal ein Treffen des harten Kerns um diesen Blog herum zu organisieren.
Einige von Ihnen waren immer mal bei meinen bürgerlich-konservativen Stammtischen überall in Deutschland dabei. Die beiden ersten Schwarmtreffen 2016/2017 in Kleve (NRW) waren als Lesertreffen dieses Blogs konzipiert mit 80 und dann 100 Teilnehmern. Und es gibt hier immer mal wieder Initiativen einzelner Foristen, private Treffen z. B. zum Gulaschessen in Bayern zu organisieren.
Warum also im Herbst nicht auch mal ein Wochenende in Maria Laach? Das ist auch für diejenigen problemlos möglich, die religiös unmusikalisch sind…
Einen schönen Palmsonntag Ihnen!
Klaus Kelle
Der Vergleich mit den Realos und Fundis aus den Anfängen der Grünen kam mir schon öfters in den Sinn in Bezug auf die AfD. Warum die AfD diese Klärung verweigert, dafür kommen nur zwei Gründe in Frage.
Erstens, auf die 8-10% am Rechtsaußenrand, die es überall gibt und die früher die NPD oder gar nicht gewählt haben, auf die will man nicht verzichten.
Zweitens, letztlich sind es Höcke et al., die wirklich tonangebend in der AfD sind und die die moderat konservativen oder enttäuschten Wähler nutzen, um Stimmen in der Mitte zu angeln. Alle, die sich innerhalb der AfD bisher gegen die Rechtsaußenprotagonisten positioniert haben, wurden geschasst (Lucke, Petri, Meuthen) oder aber sind auf Linie gebracht worden. Höcke ist klug genug um zu wissen, wie man überehrgeizige Personen wie eine Alice Weidel angelt.
Unabhängig von dieser Rechtsaußenfrage ist es zudem naiv zu glauben, eine Union, die Partei Adenauers und Kohls, würde mit einer Partei enger zusammenarbeiten oder gar koalieren, die die europäische Integration hasst wie der Teufel das Weihwasser.
Was mich zu den Wählern der AfD bringt. Die müssen sich zwei Fragen gefallen lassen:
1. Wen glauben Sie mit ihrem Kreuzchen zu wählen? Eine konservative Alternative oder die extreme Partei von Höcke et al.?
2. Warum machen sie ihr Kreuzchen bei der AfD wohlwissend, dass ihre Stimme hinter der Brandmauer in der Opposition landet? An dieser Brandmauer ist weniger die Union als vielmehr die AfD schuld. Siehe oben. Das entspricht übrigens nicht nur der Meinung der Unionsspitze sondern auch die der Wähler der Union: Gestern sprachen sich 87% CDU-Wähler klar gegen eine Koalition mit der AfD aus. Anders formuliert: Wer eine konservative Neuausrichtung der Bundesrepublik will, dem bleibt nur die Union und diese in einer wie auch immer gearteten Koalition möglichst stark zu machen. Darauf zu hoffen, man wählt AfD und bekommt eine konservative Neuausrichtung Deutschlands zusammen mit der Union, der ist im besten Falle nur naiv, im schlechten aber ich fürchte wahrscheinlicheren Fall strategisch völlig unversiert: Er schwächt die Union in einer Koalition zugunsten der sich selbst hinter die Brandmauer verdammten AfD.
PS: Nein, ich bin weder Unions-Mitglied noch Unionsstammwähler.
Nehmen wir an, die Hälfte der AfD-Wähler wäre so schlau, ihre Stimme doch lieber der CDU zu geben.
Nehmen wir an, die CDU hätte im Bund 2025 eine einstellige Prozentzahl mehr bekommen.
Glauben Sie, die Koalition wäre eine andere geworden ?
Glauben Sie, dieser Bundeskanzler würde sich nicht von der ehemaligen Arbeiterpartei am Nasenring durch die Manege führen lassen ?
Wie, glauben Sie, wird die Bundes-CDU das Ergebnis von gestern Abend bewerten ?
Als Scheitern der Bundespolitik oder eher als Zustimmung ?
Da ich von Letzterem ausgehe, ist ja alles gut im Land und die CDU kann so weitermachen, wie bisher – mit der SPD oder/ und drn Grün*/-/:/_/•/Innen …
Wäre bei der letzten Bundestagswahl die Hälfte der AfD-Wähler so schlau gewesen und hätten die Union gewählt, wäre diese auf 33% gekommen. Doppelt so viel wie die SPD und dreimal so viel wie Grünen. Das hätte sehr wohl eine andere Gewichtung innerhalb einer Koalition gebracht, auch was die Besetzung von Ministerposten anbelangt.
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Es ändert nichts an dem derzeitigen Fakt, dass die AfD einfach nicht koalitionsfähig ist (siehe oben) und jeder, der sein Kreuzchen dort macht, letztlich nur Links und Grün stärkt.
Und im Bund auf eine absolute Mehrheit der AfD zu hoffen, ist mit Verlaub Träumerei!
„Es ändert nichts an dem derzeitigen Fakt, dass die AfD einfach nicht koalitionsfähig ist (siehe oben) und jeder, der sein Kreuzchen dort macht, letztlich nur Links und Grün stärkt.“
@Harald S.
Ich glaube es war F. Merz der als großer Prophet der Neuzeit davon sprach, dass Links und Grün vorbei wäre und man die AfD halbieren kann, wenn er ans Ruder kommt. Könnte es nicht sei, dass jemand der sein Kreuzchen bei den Schwarzen macht nur Links und Grün bzw Rot und Dunkelrot bekommt?
„Könnte es nicht sei, dass jemand der sein Kreuzchen bei den Schwarzen macht nur Links und Grün bzw Rot und Dunkelrot bekommt?“
Ersetzen Sie die „Schwarzen“ durch die „Blauen“ und Sie können die Frage im Konjunktiv in eine Feststellung im Indikativ umformulieren.
Das bekommt er nicht hin….
Natürlich nicht.
Alle doof – außer einem …
nee, andersrum…nur einer doof
„Selbsterkenntnis ist der erste Schritt …“
„Ersetzen Sie die „Schwarzen“ durch die „Blauen“
Kein Blauer hat je das Blaue vom Himmel gelogen wie die Schwarzen. Ist das so richtig im Indikativ?
@gerd
„Ist das so richtig im Indikativ?“
Durchaus. Halt nur nicht in Bezug auf Ihre ursprüngliche Frage im Konjunktiv. Aber sei’s drum.
Und selbst in Bezug auf Ihr neues Fässchen, das Sie damit aufmachen, ist das die Gnade derer, die Dank Brandmauer nie Regierungsverantwortung hatte.
Doch auch so deuten sich schon Wortbrüche an.
Man ist für Freihandel und Wirtschaftswachstum, stimmt aber gegen das Mercosur-Abkommen. Zusammen mit den Grünen und den Linken. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Man fordert Grenzkontrollen. Wenn Dobrindt die durchzieht ist’s auch wieder nicht recht.
Man ist für den Wehrdienst, aber nicht zu Kriegszeiten. Da ist mir zum einen glatt entgangen, dass Deutschland im Krieg ist, zum anderen: Wehrdienst nur bei Schönwetter?
• „ Wenn Dobrindt die durchzieht ist’s auch wieder nicht recht.“
Wo ? Wie ? Wann ? Wer gegen wen ?
• „ Wehrdienst nur bei Schönwetter?“
Ja ! Friedrich Merz will die Deutsche Marine dann Richtung Straße von Hormus in Marsch setZen, wenn der Krieg vorbei ist – hat er gesagt.
Macht Sinn.
Schließlich wird die Feuerwehr auch erst dann geschickt, wenn das Feuer aus ist …
„Und selbst in Bezug auf Ihr neues Fässchen, das Sie damit aufmachen, ist das die Gnade derer, die Dank Brandmauer nie Regierungsverantwortung hatte.“
@Harald S.
Ja das Fass mach ich gerne auf. Fakt ist, dass F. Merz so idiotisch war den Begriff Brandmauer nicht nur zu übernehmen sondern auch zu zementieren. Nun daraus einen Strohmann zu konstruieren, die AfD wäre selbst schuld ist schon abenteuerlich und wenig glaubhaft.
@Harald S,
Wer eine konservative Neuausrichtung der Bundesrepublik will, dem bleibt nur die Union und diese in einer wie auch immer gearteten Koalition möglichst stark zu machen. Darauf zu hoffen, man wählt AfD und bekommt eine konservative Neuausrichtung Deutschlands zusammen mit der Union, der ist im besten Falle nur naiv, im schlechten aber ich fürchte wahrscheinlicheren Fall strategisch völlig unversiert…
Ich stimme Ihnen zu 100% zu, aber Sie dürfen mir glauben, dass das in diesem Forum kaum einer hören will. Die AfD, von der übrigens der Begriff „Brandmauer“ stammt, der dann idiotischerweise von Friedrich Merz aufgenommen wurde, hat überhaupt kein Interesse daran, dass diese Brandmauer fällt. Nur so lange die besteht, kann sie ihren Opfermythos pflegen und so Wählerstimmen einsammeln.
kk
„Wer eine konservative Neuausrichtung der Bundesrepublik will, dem bleibt nur die Union …“
😂😂😂
Da müssen Sie sich wohl selbst bis heute nachmittag vor Lachen auf die Schenkel klopfen …
WAS bitte ist an dieser CDU denn ( noch ) konservativ ???
@Harald S,
sehen Sie, ich habe es Ihnen prophezeit… 🙂
Ist ja nett, daß Sie antworten.
Aber wie wäre es denn, auf die Frage einmal einzugehen ?
Dann antworte ich Ihnen mal.
1. Migration. Deutliche Reduktion innerhalb eines Jahres. Und das liegt nicht nur am Außen. Deutschland ist nicht mehr Nummer 1 bei der Migration sondern nur noch Nummer 4 in Europa.
2. Subventionierung von Regenerativen. Reiche wird die Subventionen für PVAs streichen. Richtig so! Ich habe selber eine PVA auf dem Dach mit Batteriespeicher. Das hätte ich auch gemacht, wenn ich keine Einspeisevergütung bekäme, die ich gerade dann bezahlt bekomme, wenn die Sonne ohnehin genügend Strom ins Netz schiebt. Macht ohnehin nur einen Bruchteil dessen aus, was ich an Strom einspare.
3. Bürgergeld wird nicht nur Grundsicherung (richtig den Namen zu ändern!) sondern wird auch deutlich verschärft. Mal sehen, ob das BVerfG das nicht wieder kassiert.
4. Heizungsgesetz – kassiert. Jeder kann wieder einbauen, was er will. Genau wie von der AfD gefordert.
5. Verbrennerverbot weg – wie von der AfD gefordert.
Mal die Gegenfrage: Was erwarten Sie sich denn mehr von einer AfD, ohne Rechtsverstöße zu begehen? Welchen AfD-Wahlversprechungen gehen Sie auf den Leim, die bei genauerer Betrachtung in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus?
Welchen AfD-Wahlversprechungen gehen Sie auf den Leim, die bei genauerer Betrachtung in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus?
Keinem! @H.K. ist überzeugt, die AfD macht das alles wirklich 🙂
@ Harald S.
Sorry, daß ich nach z.B. Photovoltaik nicht gefragt habe, aber gut, daß Sie über Energie und -wende sprechen möchten.
Abgesehen davon: Ich gehe gar niemandes Versprechen auf den Leim. Ich sehe, was ein Friedrich Merz VOr der Wahl versprochen hat, ujd was davon er NACH der Wahl hält.
Darüberhinaus sehe ich, was Friedrich Merz VOR der Wahl versprochen hat und daß er nun das Gegenteil davon tut.
Wie man ( frau auch ) jemanden nennt, der so handelt, muß ich Ihnen sicher nicht erklären.
@ Klaus Kelle
Schön, daß Sie nun für mich sprechen !
Leider kann ich mir einen Pressesprecher nicht leisten.
Da könnten Sie eigentlich mal etwas spenden !
zu 2. Das Problem ist, daß es keine sichere Stromversorgung mit der sog. Erneuerbaren Energie gibt, die noch dazu erheblich teurer geworden ist als eine Kugel Eis.
zu 3. Die Verschärfung ist reine Kosmetik. Es fehlen nicht nur die Leute zur Durchführung, es fehlt auch der Wille.
zu 4. Das Heizungsgesetz ist lediglich entschärft worden. Welcher Energiemix letztlich vorgeschrieben wird und möglich ist, ist keineswegs klar.
zu 4. Auch das Verbrennerverbot besteht weiter. Welche Kraftstoffe möglich sind, weiß heute noch keiner.
Lieber Klaus Kelle,
ich kann mir denken, dass das hier viele nicht hören wollen. Vielleicht, weil sie selbst AfD-Mitglied sind oder aber AfD-Stammwähler, sprich mehr oder weniger offen Parteiwerbung betreiben? Ich kenne das schon von anderen Foren. Aber gerade das, was man nicht hören will, weil es die eigene Wahrnehmung stört, ist besonders wichtig um zu klären: geht es um eine Partei oder um politische Programmatik.
Womit wir zur „Brandmauer“ kommen. Auch ich stimme Ihnen zu 100% zu: Es ist die AfD, die davon am meisten profitiert. Eine wirkliche Lösung des Problems habe ich auch nicht. Vielleicht die Flucht nach vorne seitens der Union und mal offen debattieren, wo es denn politische Schnittmengen für mehr konservative Politik gäbe, sollte die Brandmauer fallen? Da sieht es bei realistischer Betrachtung nämlich düster aus. Sehr düster.
Stichwort Migration: Was bitte will die AfD noch mehr jenseits dessen, was Dobrindt schon durchzieht, bis und mitunter sogar über rechtliche Grenzen hinaus?
Stichwort (Atom)Energie: Ja, das Abschalten der letzten Meiler 2023 war ein Fehler, deswegen aber den Wiedereinstieg zu fordern, so wie es die AfD tut, ist naiv. Selbst wenn alle Beschlüsse heute bereits vorlägen, ginge ein Atommeiler frühesten in den 2050ern an Netz. Bis dahin lassen sich tausende Batteriespeicher landesweit installieren, H2-Koverter an den Küsten sowie Gaskraftwerke, die uns durch die paar Wochen Dunkelflaute im Winter bringen. Von der Tatsache, dass wir in einem europäischen Stromverbundnetz stecken und im Winter mal französischen Atomstrom importieren um im Gegenzug im Frühjahr und Sommer Wind- und Solarstrom nach Frankreich zu exportieren, weil die dortigen Meiler wegen Wartung oder zu niedrigem Flusswasserstand runtergefahren werden müssen, mal ganz zu schweigen. Energetisch autark ist in Europa vielleicht nur Norwegen, sonst kein anderes Land.
Stichwort EU: Mich nervt auch vieles Klein-Klein aus Brüssel, aber wer ernsthaft in Erwägung zieht, deswegen aus der EU auszutreten, sägt an dem einzigen Ast, der uns wirtschaftlich aktuell noch trägt. Sprich: Er wirft mit dem Schinken nach der Bratwurst.
Mir fällt kein einziges politisches Themenfeld ein, bei dem die AfD eine echte Alternative für mehr konservative Politik wäre, selbst wenn sie sich von ihrem Rechtsaußenpersonal trennen würde.
Was nicht passieren wird.
Warum, siehe oben.
„Ja, das Abschalten der letzten Meiler 2023 war ein Fehler, deswegen aber den Wiedereinstieg zu fordern, so wie es die AfD tut, ist naiv.“
Naiv ist es darauf zu hoffen, dass die Sonne und der Wind keine Rechnungen schicken.
Das behauptet auch niemand ernsthaft.
Wobei ein großer Batzen an Kosten in den ohnehin längst überfälligen Netzausbau fließt. Der ist in vielen Ländern nämlich auf Kante genäht. Zu sehen an dem großflächigen Stromausfall in Spanien letztes Jahr.
Das ist also wirklich mal etwas, wo Deutschland sinnvoll in die zukünftige Infrastruktur investiert, beschleunigt durch die „Energiewende“.
Anderen Ländern steht das noch bevor.
„ … Zu sehen an dem großflächigen Stromausfall in Spanien letztes Jahr.“.
„Warum in die Ferne schweifen … ?“
Anfang d.J. saßen ein paar tausend Berliner*/-/:/_/•/Innen immDunkeln und in der Zitterkälte.
Gut, daß die einen tatkräftigen, führungsstarken Regierenden haben !
( Ääh: Von welcher Partei war der doch gleich noch ! )
@H.K.
„Anfang d.J. saßen ein paar tausend Berliner*/-/:/_/•/Innen immDunkeln und in der Zitterkälte.“
Ach, daran waren jetzt auch WKAs und PVAs Schuld? Das ist mir doch glatt entgangen.
#Sarkasmus aus# muss ich bei Ihnen wohl anfügen…
Hm.
Sie sprechen von „großflächigem Stromausfall in Spanien“ und „Infrastruktur“, ich gehe auf diese Punkte ein und dann schwenken Sie auf die Schuld von „ WKAs und PVAs“ ?
Wo oder wann ich mich dazu geäußert habe, ist mir nicht im Gedächtnis.
Mir fällt kein einziges politisches Themenfeld ein, bei dem die AfD eine echte Alternative für mehr konservative Politik wäre, selbst wenn sie sich von ihrem Rechtsaußenpersonal trennen würde.
Gibt auch keins…
Bekanntlich sind jene Berufsgruppen gefährdet Rückenprobleme zu bekommen, die sich während ihrer berufsbedingten Arbeitsverrichtung häufig bücken müssen.
Bei Leutchen, die ständig der Liebedienerei frönen, soll eine ebensolche Gefährdung in Form des Bandscheibenvorfalles bestehen – hört man.
„ Mir fällt kein einziges politisches Themenfeld ein, bei dem die AfD eine echte Alternative für mehr konservative Politik wäre, selbst wenn sie sich von ihrem Rechtsaußenpersonal trennen würde.“
Hm …
Vielleicht würde helfen, gelegentlich mit ein paar „normalen Leuten“ von der Straße zu sprechen – oder ab und zu mal „Nius“ zu schauen ?
Aber so Mancher hält ja auch wohl die „bunten“ Verhältnisse auf unseren Straßen und in unseren Städten für chic, hip und „en vogue“ ( oder heißt das „en woke“ ? )
Bleibt die Frage, wie man diese Zustände den Opfern, deren Angehörigen und vor allem den eigenen ( Enkel- ) Kindern erklärt …
Es ist nicht nur das Klein-Klein aus Brüssel. Es ist die Anmaßung der EU in nationale Interessen einzugreifen. Ein Beispiel gefällig?
Deutschland wird viele Gaskraftwerke brauchen, um Dunkelflauten auszugleichen. (Die sind übrigens auch nicht morgen fertig!) Brüssel muß dazu die Genehmigung erteilen und hat die erforderliche Zahl reduziert.
Auch im Bereich Gender, Abtreibung oder Ehe für alle maßt sich die EU an, sich über nationales Recht hinwegzusetzen.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Ein altes Sprichwort.
Was ist mit dem, der immer wieder lügt?
Der wird wiedergewählt
Man schaue sich einmal die Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise in RLP an. Da fällt eines auf: dort, wo die CDU besonders stark ist (Gebiete mit traditionell höherem Anteil an Katholiken), ist die AfD vergleichsweise schwach. Dort wo die SPD vor der CDU liegt (traditionell Gebiete mit höherem Anteil von Protestanten) ist auch die AfD sehr stark. D.h Landkreise, die einst fest in SPD Hand lagen, mit fast oder über 50%, haben viele Wähler an die AfD verloren; klassisches Arbeiter-Klientel. Das Spannende daran ist also die Frage, warum in aller Welt macht diese Wählerschaft nicht bei der CDU ihr Kreuz? Denn sie galt/gilt traditionell als die Partei mit der höheren Kompetenz in Wirtschaft, d.h. darin, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Die SPD nannte ich schon als Jugendlicher die Partei der Neider und Umverteiler. Sie verteilte immer schon gerne das Geld der Leute, die CDU und FDP wählten. Wenn das klassische Arbeiter-Klientel mehr Gerechtigkeit für sich möchte, d.h. gerechte Entlohnung und später Empfang von angemessenenen Sozialleistungen als Ertrag von und Wertschätzung für jahrzehntelanger harter und ehrlicher Arbeit bei höchstem Engagement, dann darf sie ganz sicher nicht die AfD wählen, die niemals mit ihrer engstirningen Wirtschaftspolitik in engen, selektiven Grenzen das Geld wird erwirtschaften können wie es die Union in ihren Blütedekaden konnte. Die AfD bliebe nichts anderes als eine SPD 2.0 zu werden, die genauso nach Quellen für Umverteilung suchen wird müssen. AfD und SPD sind sich sehr viel näher als es die SPD wahrhaben will. Der AfD-Wähler verrät diese unliebsame und der SPD höchstpeinlichen Wahrheit. Und übrigens wählten dieselben Gebiete, in denen SPD und AfD nahe beieinander sind und die CDU dahinter, also deutlich unter dem Gesamtergebnis für RLP liegt, seinerzeit mehrheitlich die Nationalsozialisten. In den überwiegend katholisch geprägten Regionen schnitt die NSDAP deutlich schlechter ab. Wer das christliche Menschenbild hochhält, es zum Maß allen politischen Gestaltens macht, wird niemals SPD oder AfD wählen. Umgekehrt spotten vergleichsweise viele AfD- und SPDler besonders gerne über bekennende Christen, insb. über den Katholizismus, was in ihren teilweise sehr gehässigen Kommentaren auf vielen neuen Medien oder alternativen, „rechten“ Plattformen immer wieder auffällt.
@Sarnersee
Ich selber mit Katholik und Mitglied in der AfD. Gegen gehässige Kommentaren, von welcher Seite auch immer, hilft fast immer ein beredtes Schweigen.
Warum sollte man CDU wählen? CDU bedeutet nachweislich linksgrünes „weiter so“.Seit dem Merz Staatsstreich mit Verfassungsänderung vor Konstituierung des neuen Bundestages ist die Kartellparteienkungelei zum Machterhalt unverhohlen.
Für Deutschland scheint sich auch die CDU nicht mehr zu interessieren. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ (es werden z.B. immer noch Afghanen eingeflogen)
Was die einzige Oppositionspartei betrifft, kann ich, keinen wesentlichen Unterschied im inneren Spektrum und ihrer Genese zun Werdegang anderer Parteien erkennen. Rechter Rand? Ja sicher, aber was denn konkret? Irgendwelche seltsamen Figuren findet man in jeder Partei. Und spielt das wirklich eine Rolle?
Und was konkret ist denn so böse am Herrn Höcke? Da kommt oft nicht viel.
Ich habe die letzten Jahre begriffen, daß das alles letztlich nur eine Frage der Einordnung aufgrund eigener Präferenzen ist.
Wenn man kein linksgrünes oder konservativ-transatlantisches Weltbild hat, sind die meisten Vorwürfe an die AfD tatsächlich nicht stichhaltig.
Warum sollte man CDU wählen?
Aus purer Verzweiflung…
„Aus purer Verzweiflung“?
Beispiele hinken bekanntlich – trotzdem mal eines aus der Erfahrung eines > 1,5 x Weltumradlers:
Auf einem Radl herrscht stets Fahrtwind, im Hochsommer angenehm, bei kühleren Temperaturen nicht.
Dafür/dagegen bietet der Fachhandel federleichte Windstopperjacken an und der unerfahrene Radler schreitet zum Erwerb.
Leider, leider sind nun diese Jäckchen gerade ausverkauft, aber das betriebseigene Verkaufstalent bietet dem Laien die „optimale“ Lösung an – ein „atmungsaktives“ (ich hab‘ so’n Ding noch nie schnaufen hören) Jackerl mit Wind- und Regenschutz gleichzeitig und selbiges wird im guten Glauben erworben.
Nun kommt in der Praxis, was kommen muss:
Ein Anstieg vier Kilometer lang/10 Prozent Steigung, bei Erreichen des Gipfelpunktes wird sich unser völlig verschwitzter Gutgläubiger wegen Hitzestaus „aus purer Verzweiflung“ diese Fehlentscheidung vom Leibe reißen.
So ähnlich verhält es sich mit verfehlten Wahlentscheidungen und wem das wiederholt passiert, ist was?
Herr Albert Einstein hat’s auf den Punkt gebrach!
Am Rande:
E-Bike Pedalisten ab ~ 75 Nm Motor sind hier ausgenommen.
Wir haben hier momentan eine politische Landschaft wie in den USA: Es gibt nur zwei Parteien, die AfD und die Anti-AfD. (Patzelt)
Eine Mehrheit der bürgerlichen und rechten Abgeordneten hat heute im EU-Parlament schärfere Asylgesetze durchgebracht…
Nachher mehr dazu…
Gute Nachrichten. So langsam dämmert`s im EU Parlament.
„Wir haben eine explodierende Gewalt in unserer Gesellschaft, und zwar im analogen wie im digitalen Raum…. dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt.“
(F. Merz)
Wo er recht hat……
Das hat er gestern rausgehauen. Da hatte ihn der sensible Investitionsminister noch nicht angerufen …
Dafür hat die Union dann gestern nachmittag gegen den Antrag von „denen da“, der komplett aus ihrem eigenen Parteitagsbeschluß übernommen worden war, gestimmt.
Macht ja Sinn. Wenn „die da“ sagen, der „Himmel ist blau“, dann schreit die Union mit den anderen „demokratischen Parteien“ aus Prinzip „buuuh ! Stimmt nicht ! Der Himmel ist Gelbkomplementär !!“
Die Brandmauer fällt in ganz, ganz dünnen Scheiben…..aber sie fällt.
Sie fällt nicht einfach so, kluge Politiker wie Manfred Weber (CSU) öffnen sie Schritt für Schritt
Manfred Weber kippt die Brandmauer.
Und Friedrich Merz beeilt sich, sie dem deutschen Kanzler nicht vor, sondern auf die frisch polierten Edeltreter fallen zu lassen.
Bernd Baumann AfD, vermutet zu Recht einige kluge Köpfe in der Union die früher oder später drauf kommen….ein kluger Mann.
Es gibt zweifellos sehr viele kluge Köpfe in der Union
Manfred Weber bei Lanz: „Die AfD ist irrelevant.“
Nicht besonders schlau.