Anderswo ist auch nicht alles Gold, was glänzt: Warum so viele Auswanderer nach fünf Jahren wieder hier sind
Spielen Sie auch mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen? Vielleicht sogar für immer? In unseren eher konservativen und wirtschaftsliberalen Milieus ist das seit einigen Jahren ein Dauerthema.
Einzelne Bekannte von mir haben den Schritt sogar inzwischen vollzogen, und wenn sie alle Möbel auf dem Umzugswagen verstaut und alle Koffer gepackt haben, dann verabschieden sie sich oft wortreich und voller Enthusiasmus und Vorfreude auf ihr vermeintlich sorgenfreies und glückliches neues Leben.
Tja, Reisende soll man nicht aufhalten, heißt es ja immer gern. Und, ganz ehrlich, ich habe mir solche Gedanken auch schon gemacht, wenn wieder neue Horrorzahlen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland veröffentlicht werden. Und wenn ich sehe und höre, wie viele Irre in diesem Land unterwegs sind, ein Messer immer griffbereit unter der Jacke. Und dann die Verwahrlosung und Vermüllung in den Großstädten und was es für asoziale Menschen gibt.
Ja, es gibt schon Gründe auszuwandern
Die meisten Deutschen, die den Schritt wagen – kein Witz – ziehen übrigens nicht ins Silicon Valley nach Kalifornien oder auch, wie so gern erzählt wird, nach Ungarn. Sie ziehen in die Schweiz und nach Österreich.
Über 323.600 Deutsche lebten Anfang 2024 in der Schweiz: Alpenpanorama und Käsefondue, ähnlicher Sprachklang, hohe Löhne (aber auch Kosten) und natürlich die Nähe zu Deutschland. So ähnlich ist alles in Österreich, wo 232.700 Deutsche mit Stand 2024 eine neue Heimat gefunden haben.
Das wichtigste Fernziel außerhalb Europas sind natürlich die USA. In Europa sind noch Spanien und Frankreich besonders beliebt zum Auswandern.
Aber dass es jetzt alle aus politischen Gründen nach Ungarn ziehen würde, ist ein Märchen. Und nach Russland wandert überhaupt niemand aus, besonders nicht die Putin-Fans, die es ja in manchen Teilen Deutschlands reichlich gibt, von denen aber – ich bedauere das außerordentlich – niemand wirklich seine Sachen packt und abhaut, sondern hier lieber schimpfend, aber gut und gerne lebt.
Es lohnt sich bei solchem Gerede vom Auswandern – so wie übrigens bei allen Themen – immer mal ein bisschen genauer hinzuschauen.
Wir hören ja jeden Tag, wie viele gut ausgebildete Leistungsträger Deutschland den Rücken kehren. Und wir beklagen, wie viele ungebildete und auch unwillige Menschen aus Shithole-Countrys hier einreisen. Das hat alles einen wahren Kern.
Aber zur Wahrheit gehört auch…
Und das sind offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Im Jahr 2024 verließen 270.000 Deutsche unser Land. Aber im gleichen Jahr kehrten auch 190.000 Deutsche, die einige Jahre vorher „ausgewandert“ waren, wieder zurück. Deutschland verlor also nicht 270.000 gut ausgebildete Fachkräfte, sondern maximal netto 80.000. Das ist auch viel, aber es relativiert unseren Blick auf das Phänomen Auswanderung doch erheblich.
Für viele Auswanderer aus Deutschland ist dieser Schritt nicht final, sondern eine temporäre Lebensphase. Ein sehr hoher Anteil der deutschen Auswanderer ist nämlich nach maximal fünf Jahren wieder zurück in Deutschland.
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Ihre praktischen Erfahrungen in der Fremde – auch wenn es nur innerhalb Europas oder gar dem deutschen Sprachraum war – zeigen nämlich, dass anderswo auch nicht alles Gold ist, was glänzt.
Über die Gründe für die Rückkehr gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die auf den Erfahrungen von Rückkehrern basieren. Das können zwischenmenschliche Gründe sein, etwa der Wunsch, wieder näher bei Eltern oder Großeltern in der Heimat zu leben oder kranke Angehörige zu pflegen. Das kann der Abschluss eines Studiums oder eines zeitlich begrenzten beruflichen Projektes sein. Und – das wird sehr häufig genannt – wenn man Kinder bekommen und eine Familie gründen will oder wenn der Lebensabend naht, dann ziehen viele Deutsche gern wieder in die Heimat zurück und erfreuen sich daran, in einem Land mit einem weltweit geschätzten Sozial- und Gesundheitssystem leben zu dürfen.
Kein Mensch käme auf den Gedanken, nicht zurück nach Deutschland zu kommen, weil hier die AfD so stark ist oder weil Friedrich Merz Bundeskanzler ist. Das sind alles absurde Horrorgeschichten.
Als ich damals darüber nachdachte, ob ich nicht auch anderswo meine letzten Lebensjahre verbringen könnte als hier, waren meine drei Sehnsuchtsländer die USA, Portugal und Kroatien.
Fantastische Menschen, tolles Wetter und ein Lebensgefühl, das so ganz anders ist als das in Deutschland. Entspannter die Leute, mehr Lebensqualität, mehr Freiheit, fantastisches Essen. Ja, ich könnte überall dort leben und sicher auch noch in einigen anderen Ländern wie Italien, Griechenland oder irgendwo in Skandinavien. Aber ich bin nun mal Deutscher, und ja, irgendwie liebe ich mein Land mit all seinen Brüchen und Behäbigkeiten und seinen Traditionen und Hundehaltern und Gartenzwergen und samstags Auto waschen.
Es ist einfach meine Heimat. Und weit weg von meinen Kindern und meinen Enkeln leben – das schließe ich für mich definitiv aus.



„Spielen Sie auch mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen?“ – körperlich nein, aber innerlich sind wir schon lange ausgewandert.
Meine Frau und mich verbinden mit der BRD nur noch einzelne Menschen, Geschwister, Kinder, Enkel und Freunde, mit Deutschland als Gesellschaft haben wir fertig. Vergleichbar zu frustrierten Mitarbeitern, die innerlich kündigen, nur noch körperlich im Betrieb anwesend sind und das absolut Notwendigste ohne Interesse und Engagement machen, sind wir innerlich ausgewandert. Wir sind viel auf Reisen oder leben in unserem Sommerdomizil am Mittelmeer. In unserem Haus am Rhein halten wir uns wegen nahestehende Menschen, Arztbesuche oder unvermeidbare Behördengänge auf. So werden wir am nächsten Wochenende zu unserem Haus am Rhein fahren, um mit der Familie Ostern zu verbringen, aber Anfang Mai verschwinden wir wieder. So wie viele Mitarbeiter in „innerlicher Kündigung“ für jeden Betrieb verhängnisvoll sind, können viele „innerliche ausgewanderte Bürger“ für eine Gesellschaft fatal sein. Nach meinem Gefühl ist das Heer der „innerliche ausgewanderten Bürger“ sehr groß und der Schaden durch deren Gleichgültigkeit dürfte den Schaden der richtig ausgewanderten Bürger weit übersteigen.
Wie das so ist mit der „inneren Kündigung“: Die letzte Konsequenz einer realen Kündigung wagen dann viele nicht, denn es hötte ja entsprechende Nachteile. Da ist „das absolut Notwendigste ohne Interesse und Engagement machen“ einfach bequemer. Ich nenne sowas nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch Feigheit, nicht für sich die Konsequenzen zu ziehen – jammern, aber nichts machen als Lebensmotto?! Wenn man schon nicht den Mut für Konsequenzen hat, dann sollte man zumindest die Tatkraft aufbringen, etwas in seinem Sinne zu verändern. In Betrieb oder in der Gesellschaft. Alles andere ist Leben auf Kosten der Mitarbeiter oder der Gesellschaft!
Volle Zustimmung !
Insbesondere in Bezug auf all die Menschen, die „Deutschland Scheiße“ finden, denen das Land, die Menschen nicht gefallen, denen die Kultur zuwider ist und die hier „andere Verhältnisse“ wie Scharia & Co einführen wollen, die sich nicht benehmen können, die Gesetze und Regeln nicht respektieren, achten und befolgen und glauben, tun und lassen zu können, was sie wollen.
All die sollten dieses Land schleunigst verlassen – und schon gleich gar nicht auf Kosten dieses verachtenswerten Landes leben.
@H.K.
Off topic…
Haben Sie auch schon mitbekommen, dass sich Schulen neuerdings als „Partnerschulen“ des ZDF bewerben können? Was das nun wieder bedeuten soll…? Ob Schulkindern vielleicht von berufener Stelle aus vermittelt werden soll, was es braucht, um die Paus’sche Demokratie richtig, na ja eben ganz richtig, zu leben? Gerade jetzt, da Karin Prien gewisse „Umbaumaßnahmen“ für besagte NGO in Erwägung zieht? Fragen über Fragen…
Ich habe gestern nur mit Erstaunen gelesen, daß sich das ZDF in den „Kindernachrichten“ ( noch nie davon gehört ) von der „bösen Kirche“ und dem „guten Islam“ berichtet haben soll.
Inzwischen wundert mich gar nichts mehr, was in diesem Land „unter MEINER Führung“ ( Merz ) so alles passiert.
Unfassbar, oder?
Die aktive Suche des ZDF nach Partnerschulen geschieht übrigens in Form fröhlicher Werbespots…
„Wir müssen die Lufthoheit über die Kinderbetten bekommen“.
Olaf Scholz, SPD
@H.K.
Oh ja, ich entsinne mich noch sehr gut an diesen geradezu abartigen Anspruch. Seltsam und mir völlig unverständlich, dass selbst eine verbale (und gedankliche!) Entgleisung wie diese in null Komma nix aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten konnte.Man könnte sogar sagen, dass dieser Satz bis heute seiner Aufarbeitung harrt.
Mit den Themen Mitarbeiterführung, Motivation und dem zurückholen innerlich gekündigter Mitarbeiter habe ich 25 Jahre meine Brötchen verdient und kann versichern, die innere Kündigung hat selten was mit Bequemlichkeit und Feigheit zu tun. In den meisten Fällen hat das Unternehmen und deren sogenannte Führungskräfte versagt. Die Mitarbeiter waren die Opfer und warum sollten sie das Unternehmen verlassen, wenn die Chefs ihrer Verantwortung nicht gewachsen waren. Gesellschaftlich sehe ich das vergleichbar, die „unsere Demokratie“ Parteien und Politiker sind mit ihrer linken Politik gescheitert. Anstelle notwendiger Kurskorrekturen höre ich nur, wer deren Weltbild nicht teilt, wer das Scheitern linker Politik aufzeigt, wer es wagt selber zu denken, steht außerhalb „unserer Demokratie“. Der wird aus ihrer „Mitte der Gesellschaft“ ausgebürgert, was nur einen schwäbischen Gruß von der innerlichen Auswanderung entfernt ist. Wäre ich richtig ausgewandert, dann wäre in der ersten März-Woche meine Laune besser gewesen, am 6. März musste ich meine Steuervorauszahlung für das erste Quartal überweisen. Was ich nicht als ein Leben auf Kosten der Gesellschaft bezeichnen würde.
Ich wage einmal die kühne These, daß von den allermeisten „Chefs“ in den Unternehmen und Behörden die wenigsten „Führungskräfte“ sind und auch nur einen Schimmer von Menschenführung haben.
Die allermeisten dürften nicht einmal merken , wenn ihre engsten Mitarbeiter innerlich zu kündigen drohen. Von Mitarbeitern in einem Unternehmen wie VW o.ä., die die Chefs nicht einmal vom Sehen kennen, gar nicht zu reden.
Wer hat denn aus der Chefetage der meisten Unternehmen „Führung“ gelernt ?
Fingerspitzengefühl, Einfühlsamkeit, Empathie, Menschenkenntnis und vor allem ( Lebens-) Erfahrung lernt man nicht in ein paar Seminaren.
Und wenn zu lesen ist, daß ein Fünftel der jungen Leute konkrete Auswanderungspläne hat, muß da wohl so einiges komplett schief gelaufen sein.
Aber Hauptsache, die Unternehmen haben Vorständ*/-/:/_/•/Innen in Einklang mit der Frauenquote und es wird korrekt gegendert.
@Querdenker
Dass die innere Kündigung häufig ein Manko von Mitarbeiterführung ist bezweifle ich doch nicht. Ich beklage den Opferstatus, den diese innerlich Gekündigten beanspruchen. Und deren Passivität, die dann die anderen Mitarbeiter durch mehr Arbeit ausgleichen müssen. Sie haben meist keinen Mut, kein Engagement, und durch dieses Verhalten ändern sie gar nichts, sondern zementieren noch durch ihre Passivität das Fehlverhalten von Führungskräften.
Mit solchen Menschen ist kein Staat zu machen. Auch nicht gesellschaltlich, sie sehen sich als jammenrnde Opfer „linker“ Politik, und wenn man nicht ihre Meinung teilt, dann sehen sie sich bereits ausserhalb der Demokratie und „ausgebürgert“. Dabei lebt, im Gegensatz zu Diktaturen, Demokratie vom Engagement ihrer Bürger.
Sehr geehrter Herr Kelle,
ein brilliantes wie gleichzeitig inzwischen fast schon banales Thema, das Sie hier zur Diskussion stellen. Ihre Gedanken erinnern sehr an die eigenen Reflexionen, die Pro- und Kontra-Argumente, und mehr noch an die sich selbst gestellte Frage, ob man wirklich ehrlich zu sich selbst ist, ob man nicht ob aller Unwissenheit vielleicht einer gewaltigen Täuschung unterliegt, wenn man von einem anderen Leben fern ab von all der deutschen Hochmoral, den Besserwissereien, Rechthabereien, Gutsein-Zwängen und Selbstverliebtheiten mit „demütigeren“ Menschen gleicher oder ähnlicher Gesinnungen leben kann. Immer wieder ist es wohltuend, wenn ich US-Amerikanern mit ihrer Offenheit, Herzlichkeit und v.a. Uneitelkeit begegne, die nicht schon wie viele Landsleute im zweiten Satz bereits ihre Hochmoral und ihr Streben, der bessere Mensch zu sein, erkennen lassen.
Und doch ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass unabhängig von der rosaroten Brille, durch die man sein auserwähltes Ziel sieht, Auswandern auch eine feige Flucht wäre. Wenn etwas zum Besseren verändert werden muss, dann läuft man eben nicht weg und überlässt Wiederaufbau oder Wiederherstellung den Anderen. Tatsächlich anerkenne ich existenzielle Gründe, das eigene Land zu verlassen. Selbst Jesus und seine Eltern mussten bekanntlich fliehen. Doch davon sind wir in Deutschland de facto noch weit entfernt.
Ich sehe zuversichtlich dem baldigen Einriss der Brandmauer entgegen und damit ein Ende rotgrüner Dominanz mit ihrer scheinbar unbändigen, allein aus Neid erwachsenenen Zerstörungswut sowie ihrem Sadismus gegenüber konservativen Positionen, wie er etwa mit tatkräftiger Mithilfe der Leitmedien die Geiselnahme der Union darstellt. Nach 200 Jahren eine Neuauflage des Pauperismus wird die Situation in Deutschland grundlegend ändern. Es wird mutmaßlich noch viel Geschrei und Wehklagen, weitere Verrohung und allgegenwärtig Hass, Hetze und auch tätige Gewalt geben. Die heute noch sehr jungen Menschen, die wieder nach Gott fragen, die Alten bereits anklagen, warum sie ihnen Gott vorenthalten haben, werden die verstörte und eine völlig unsolidarisch gewordene Gesellschaft vom Kopf wieder auf die Füße stellen. Davon bin ich überzeugt. Und es wird schneller gehen als wir das jetzt vermuten. Zuspitzung erfolgt immer nach der natürlichen Exponentialfunktion bis sie urplötzlich einbricht, wie die Luftströmung an der Tragfläche eines Flugzeuges, wenn natürliche, vom Menschen eben nicht geschaffene Gesetze nicht beachtet werden.
Wir werden den heute jungen Menschen dann vielleicht sowas wie der „Ältestenrat“ sein können, der ihnen beisteht, sie berät und sie mutmachend erkennen lässt, dass „damals“ nicht alle Menschen Egozentriker und Narzissten waren und sich einen gesunden Menschenverstand bewahrt haben. Hier stehen gerade wir, die wir höchst priviligiert Jahrzehnte in nie dagewesenem Wohlstand und Freiheit ein vergleichsweise sorgenfreies Leben hatten, durchaus in der Pflicht. Jetzt ist, lange herausgezögert, Zahltag.
In meiner frühen Jugend hieß es durchaus einsichtig: „Do, wo de leeve Jott dich hinjesat hät, do sollst de blöie.“
Ja, Auswandern ist eine Art „Flucht“.
Auswandern erfordert eine Menge frustrierte Konsequenz.
Aber hier zu bleiben lohnt sich nur dann, wenn man sich in irgend einer Weise „wertgeschätzt“ und ernst genommen fühlt.
Leider mangelt es vor allem bei den letzten Kriterien seit spätestens 2015 ganz erheblich.
Und seit Februar/ Merz 2025 ist m.E. eine Art Kippunkt überschritten.
Wenn immer mehr und immer öfter mit zweierlei Maß gemessen wird, ohne das auch nur im Geringsten zu verschleiern, sondern ganz offen, wenn die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, die Sicherheit, die Verläßlichkeit und das Vertrauen in Justiz, Behörden, Regierung, immer mehr abnimmt, wenn „junge Männer“ in zunehmender Zahl nicht mehr bereit sind, keinen Sinn mehr darin sehen, dieses Land, seine Menschen und seine Werte, so diese denn noch vorhanden sind, zu verteidigen, wenn jetzt bereits 20% der jungen Menschen hierzulande konkret planen, auszuwandern, weil sie ihre persönliche Zukunft nicht mehr hier sehen und ihre Heimat verloren haben, sollten in unserer Politelite alle roten Lampen nicht nur leuchten, sondern durchbrennen.
Leider walzt diese Regierung unter Kanzlers Führung mit angelegten Ohren durch die Weltgeschichte und begreift offenbar gar nichts.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, noch nie war eine Regierung ihren Bürgern, „dem Volk“, dermaßen entrückt und fremd wie die jetzige.
Auswanderungspläne sollten bis spätestens 30 unter Dach und Fach sein. Je länger man wartet, desto schwieriger wird das erhoffte Einswerden mit dem gewählten Land. Ich kenne Leute, die nach etlichen Jahrzehnten im Ausland gen Lebensabend wieder in ihre angestammte Heimat zurückgekommen sind.Die Gründe dafür sind – bzw. waren – vielschichtig und deckten sich in den meisten Fällen mit den im Artikel genannten Argumenten. Zumindest „Kind zweier Welten“ zu werden ist wohl in vielen Fällen schwerer, als gemeinhin angenommen wird. Immer wieder habe ich eine gewisse innere Zerrissenheit festgestellt, welche „die zwei Hälften der Neubürger“, einem Reißverschluss ähnlich, zwar sehr wohl zusammenhielt, aber auch immer wieder innerlich entzweite. In meinem Verhältnis zu Südafrika habe ich Ähnliches erlebt. Die innere Zerrissenheit zwischen zwei vertrauten Welten ist mitunter nur schwer auszuhalten. Für jemanden, der diese Gefühle nicht kennt, ist eine solche Lebenssituation wohl nur schwer oder gar nicht vorstellbar. Die Erfahrung dürften wohl viele Leute machen, bzw. gemacht haben, die für längere Zeit in einem anderen Land gelebt haben. Selbst wenn jemand nur in ein europäisches, ja selbst in ein Nachbarland -verzogen sein sollte, dürften ihm solche oder ähnliche Erfahrungen kaum erspart bleiben. – Dennoch, sich für einige, sprich längere, Zeit frischen Wind um die Nase wehen zu lassen, hat schließlich noch niemandem geschadet. Ob man nun in seiner neuen Wahlheimat für immer verbleibt, oder irgendwann wieder in das Land seiner jungen Jahre zurückkehren sollte. Doch Achtung, besagter Reißverschluss könnte sich bis hin zum Lebensende als voll funktionstüchtig erweisen…
Push-Motivationen, weg von irgendetwas, sind meist schlechte Ratgeber. Pull-Motivationen, hin zu etwas Konkretem, das einem sehr wichtig ist, sind weitaus nachhaltiger.
Das ist aber immer nur ein Teil der Gleichung. Der andere ist, was man erwartet, dort und generell.
Ja, viele Entwicklungen hierzulande stören mich auch. Ich komme beruflich viel rum und stelle immer wieder fest: In den wenigsten Ländern sieht es besser aus. Vielleicht in Norwegen, Finnland, Dänemark, der Schweiz oder Kanada. Danach wird es aber schon dünn. Kriminalität, Straßenbild, Sicherheitsgefühl etc. sind in vielen westlichen Ländern schlechter, gerade in den USA. Ich habe jüngst gelesen, dass erstmals mehr Amerikaner nach Deutschland auswandern als Deutsche in die USA. Auch wegen dem „Donald Dash“.
Es ist wie es schon immer war. In einem sind wir Deutschen Weltmeister: im Jammern. Auf höchstem Niveau.
ich bin vor ueber 30 jahren nach kanada ausgewandert. kann ich es empfehlen? nein. das land ist durch die gleichen kraefte, die deutschland ruinieren/ruiniert haben ebenso zerstoert worden. kanada ist ein name auf der landkarte. sonst nichts.
chinesen, inder, sozialisten, nutzlose parasiten bilden staaten im staat und saugen alles lebenskraefte aus dem land. ich verfolge ueber das netz die lage in deutschland und kann keinen grossen unterschied zur deutschen lage erkennen. jetzt wird hier gerade ein bundesgesetz verabschiedet, dass jede freie meinungsaeusserung unmoeglich macht. und, und, und. kanada kann ich als auswandererziel NICHT empfehlen! gruss an die heimat, r.
Danke für Ihre Lagebeschreibung!
Mir scheint, dass es inzwischen weltweit eine Art Gleichschritt innerhalb der westlichen Welt gibt, was bestimmte Themen, wie z.b. Meinungsfreiheit, „Gesundheitsmaßnahmen“, bargeldloses Zahlen usw. gibt. Irgendwie habe ich immer mehr den Eindruck, dass sich die bislang freiheitlich ausgerichtete westlichen Gesellschaften in Richtung des chinesischen gesellschaftlichen Systems bewegen (wollen). Ich erinnere in diesem Kontext an die lobenden Worte des VW Chefs, zu chinesischen 5-Jahres Plänen, wie er vor kurzem sagte.
Kurzum: nirgendwo Worddokument es wohl besser sein.
„Wird es“ nicht „Worddokument „
Ich finde den Eindruck nicht ganz richtig. Ich glaub, Norwegen war, hat eine Gesetz eingeführt das jeder Laden Barzahlungen abzusichern hat. Schweden empfiehlt seinen Bürgern Bargeld zuhause zu haben. Die Finnen wollen Unterricht an Tablets wieder abschaffen weil viele Fähigkeiten da doch nicht ausgebildet werden. Und was ist in Deutschland, da fängt man gerade an diese Dinge umzusetzen wo andere die Fehler schon lange gemacht und bemerkt haben.
Was ich meine ist, andere Machen was und korrigieren wenn Fehler bemerkt werden und in diese Zeit wurde in Deutschland nur geredet.
Ja, das mit Norwegen und Schweden stimmt. Ich empfinde es aber eher als punktuell und als Auffangslösung bis das bargeldlose Zahlen „ausfallsicher“ funktioniert.
Man lese und staune: ein mit mir seit meiner Jugend gut befreundeter Landeszentral- bzw. Bundesbankruheständler überließ mir jüngst ein Exemplar der Mitarbeiterzeitschrift „echt“, konkret die Ausgabe 4/25, in welcher unter der in riesigen Lettern gedruckten Überschrift „Bar? Na klar!“ doch tatsächlich Barem recht leidenschaftlich „das Wort geschrieben“ wurde! Eine Initiative des „Nationalen Bargeldforums“ (nie zuvor gehört, macht aber nix) will dem Einzelhandel verstärkt Aufkleber zur Verfügung stellen, mit welchen die Bezahlung per Bargeld gefördert, zumindest aber als gleichwertig beworben werden soll. Der Artikel hat mir förmlich die Sprache verschlagen – nach allem, was einem über die geplante, ja drohende Abschaffung des Bargeldes in jüngerer Zeit zu Ohren bzw. Augen gekommen ist. Irgendwie hat mich der Artikel verwirrt. Also macht es wohl Sinn, sich mit den Ambitionen des Nationalen Bargeldforums und seiner Mitarbeiter einmal näher zu beschäftigen. Fragt sich nur, auf welchem Wege dies Nicht-Bundesbanklern überhaupt möglich wäre. Mir zumindest war besagte Institution bis dato völlig unbekannt. Als irgendwie beruhigend empfand ich, dass dort erstaunlich engagierte jüngere Mitarbeiterinnen am Werke scheinen, die sich eindeutig pro Bargeld positioniert haben. – Grübel, grübel…
Das ist ja das, was ich meinte mit der eigenen inneren Erwartungshaltung. Und zwar generell, nicht nur bezüglich eines bestimmten Landes.
Was ist falsch daran, bargeldloses Zahlen überall zu ermöglichen und dessen Einsatz auszubauen, alleine schon aus Sicherheits-, Logistik- und Kostengründen, die mit dem Umlauf großer Bargeldmengen verbunden sind? Oder im Netz die gleichen rechtlichen Kriterien anzulegen, wie sie seit jeher in der reellen Welt gelten und die in prä-social-media-Zeiten jeder, der einen Leserbrief veröffentlicht bekommen wollte, befolgen musste, ohne sofort „Einschränkung von Meinungsfreiheit“ zu geifern?
Was die chinesischen 5-Jahres-Pläne anbelangt, so sehe ich da in der Tat einen inhärenten Vorteil autokratischer Staaten. Sie können lange planen ohne sich alle 4 Jahre zur (Ab)Wahl stellen zu müssen. Was mitnichten bedeutet, dass ich in solchen Staaten leben möchte.
Aber, der Wähler ist ungeduldig, ihre Meinung volatil was dann entsprechende politische Entscheidungen nach sich zieht. Und im Nachhinein sind dann immer die Politiker schuld.
„Was ist falsch daran, bargeldloses Zahlen überall zu ermöglichen und dessen Einsatz auszubauen, alleine schon aus Sicherheits-, Logistik- und Kostengründen, die mit dem Umlauf großer Bargeldmengen verbunden sind? “
Es ist NICHTS „falsch daran“, es wäre ( über-) lebensnotwendig !
Man ( wer ist das eigentlich ? ) will, daß das Bargeld abgeschafft wird. ( Begründet wird das diesmal mit dem „Kampf gegen Schwarzgeld“, nicht „gegen Rääächts“).
Alles, was nicht „digital“ ist, kann nicht 100 %ig kontrolliert werden.
„Man“ will den „gläsernen Bürger“, den „man“ zu gegebener Zeit vollständig kontrollieren ( und damit: steuern ) kann. Wer nicht spurt, dem werden die Konten gesperrt, die Petsonalpapiere, der Reisepaß etc etc entzogen – per Knopfdruck. ( „Staatsfeind Nr 1“ sehenswerter, spannender, jahrzehntealter Spielfim mit Denzel Washington und Gene Hackman ).
Daß z.B. bei einem – völlig unrealistischen und niemals eintretenden – Stromausfall dann gar nichts mehr funktioniert, niemand auch nur ein Brot oder Butter und Käse kaufen oder gar tanken kann, daß dann kein digitaler Unterricht mehr möglich ist, weil konsequenterweise – ähnlich wie bei Bunkern und Schutzräumen, die ja schließlich alle „überflüssig“ und nur Kostenfaktoren waren – selbstverständlich auch die anachronistischen grünen Schultafeln abgebaut und entsorgt wurden, wird wohlwollend und optimistisch ignoriert. ( Sowas passiert, wenn Dilettanten, die dazu nicht mit Geld umgehen können, das Sagen haben ).
„Und im Nachhinein sind dann immer die Politiker schuld.“
Ja – das sind sie.
Dumm nur, daß WIR unfähige Nichtskönner in diese Positionen gewählt oder sie zumindest dort geduldet haben.
Wir begreifen es erst, wenn es „richtig geknallt und gescheppert hat“, wie der mir ansonsten äußerst unsympathische Oliver Pocher gerade geäußert hat.
Wo er recht hat, hat er recht …
@ H.K.
Ich halte Ihre Ängste bezüglich bargeldlosem Zahlen für eine Nebelkerze. Wollte der Staat das, was Sie befürchten, könnte er das heute schon, mit Bargeld.
Wollte er wissen, was Sie einkaufen, könnte er das wissen. Gerade der Kassenbereich von Supermärkten ist lückenlos von Kameras überwacht. Den Rest erledigt die Gesichtserkennungs-KI.
Konten sperren, das geht und passiert schon heute durch Banken. Lohntüten gibt es nicht mehr und spätestens nach einem Monat müssen Sie neues Bargeld abheben.
Und bei flächendeckendem Stromausfall geht auch keine Kasse mehr und schon gar keine Zapfsäule.
Wie heißt es so schön: Wenn der Himmel runterfällt, sind alle Spatzen tot.
@H.K.
Die Abschaffung des Bargeldes bedeutet einen totalen Verlust an Freiheit.
Auch wenn jetzt schon Überwachung möglich ist, das lässt sich bei digitalem Geld bis ins Kleinste ausbauen. Da kann der Alkoholiker plötzlich keinen Schnaps mehr kaufen oder der Diabetiker keine Schokolade.
Es wird nachvollziehbar, welcher Organisation ich eine Spende und wieviel ich meinen Kindern und Enkeln zukommen lasse.
Gib dem Staat den kleinen Finger, er nimmt die ganze Hand und reisst dir am Ende den Arm aus.
Aber wie bei Corona sind die meisten Zeitgenossen zu bequem, sich Gedanken zu machen und ihre Möglichkeiten des Protestes auszunutzen. Die Masse ist es selbst schuld, daß die Politiker immer mehr Macht an sich reißen und der Bürger wenig Möglichkeiten hat, sich dem zu entziehen.
Es ist der Weg weg vom christlichen Abendland in die globale Herrschaft des Mammon, der Weg zum Goldenen Kalb.
Es sollte eine Antwort auf „Johannes“ sein.
@ron,
bleibt die Frage, warum kommen Sie nicht zurück nach Hause?
Klaus Kelle
ich bin ja aus deutschland weg, weil ich „damals“ schon nicht „reingepasst“ habe. ich war immer schon „anders“. bisher war die lage hier so, dass mann in recht weiten grenzen machen konnte, was mann wollte, so lange mann die ruebe nicht zu weit und offensichtlich rausstreckte. kanada hat DRAKONISCHE gesetze in den buechern, aber es mangelte bisher an der anwendung/durchsetzung. im schnitt gibt es hier 1 polizist pro 1000 einwohner. jetzt, unter dem einfluss der „unnennbaren“ aendert sich das rapide. es ist ein gesetz in arbeit, dass jegliche kritik an speziell den aktionen der „unnennbaren“ mit drakonischen strafen belegen soll. stichworte hass und hetze. ich kam mehr oder weniger nur mit meiner deutschen ausbildung, mehrsprachig und urhandwerkgesellenbrief hier an und habe die aermel hochgekrempelt. gelegenheiten ergriffen, die sich geboten haben. hart, sehr hart gearbeitet. jetzt lebe ich „auf dem land“, bin dabei so viel wie moeglich selbst anzubauen, zusammenarbeit mit den bauern vor ort. ich bereite mich auf ein leben im stil von 1850/1900 vor. stichwort: kein elektrischer strom. das ist hier machbar, sowieso mit meinem handwerk. ich bin schmied von beruf. hoert sich alarmistisch an, aber ich sehe die dinge kommen, lange bevor sie passieren. was soll ich in deutschland? wenn ich die dinge so lese, die da passieren, kann ich leicht sehen, dass ich innerhalb von tagen fuer immer im knast waere. ich bin schon mein ganzes leben gegen unqualifizierte „autoritaet“ allergisch. darunter verstehe ich leute, die in funktionen/positionen sind, ohne wirklich dafuer qualifiziert zu sein. stichwort buerokraten/gruene/linke usw. die gibt es hier auch zuhauf, aber bisher konnte mann die vermeiden/ausweichen. in deutschland kann mann ja ohne genehmigung/bescheid/zulassung eigentlich nicht mal mehr atmen. die meisten dinge, die ich hier gemacht/verwirklicht habe, waeren mir in deutschland schlichtweg unmoeglich gewesen. ich habe ja noch kontakt mit handwerkern in deutschland. wenn ich mir deren auflagen/vorschriftenflut anschaue graust es mir. mit meiner ersten antwort wollte ich ja nur warnen, sich zumindest im augenblick kanada als zielort einer auswanderung sehr, sehr genau anzuschauen. es ist ein RIESENSCHRITT und die konsequenzen koennen fatal sein. mann muss sich auch im klaren darueber sein, dass mann als weisser mann hier in kanada als der letzte dreck angesehen wird. ist leider so. politisch ist der unterschied mit deutschland nicht gross. AAABER, wir haben hier PLATZ, freiraum, bodenschaetze noch und noch. ein leben OHNE staat ist moeglich. noch.
ich bin gerne bereit, jedem zu helfen/ratschlaege zu geben, der kanada im fokus hat.
Die Übergriffe der staatlichen Macht konnte man in Kanada während der Corona-Krise beobachten, wenn man sich die Zeit nahm, die Agenda der Pandemie weltweit zu studieren.
Trudeau ist einer der Young Global Leader, die in der Kaderschmiede WEF geschult wurden!
@ron, ich kann Ihre Schilderungen zu Ihrer Wahlheimat exakt so bestätigen. Ich habe beruflich viel Zeit im Osten Kanadas verbracht und der sozialistisch-woke Wandel hat sich dort genauso und parallel zu unserem vollzogen, teilweise sogar noch eifriger. Die neuen, alten Kräfte, denen viele entfliehen wollen, finden sich inzwischen überall auf diesem Globus.
Es bestätigt sich die Frage auf die Aussage „ich wandere aus !“ „ja, aber WOHIN ???“
Selbst die Orban-Fans könnten, nach Ungarn ausgewandert, auch eines Tages überrascht aufwachen.
Und auch z.B. in Wien wird beklagt, daß teils 80% der Schüler in den Klassen Migranten ohne jede Deutschkenntnisse sind. ( Aber solange sie wenigstens „österreichisch“ sprechen …).
wohin? nirgendwohin. es ist meiner meinung nach zu spaet, auszuwandern. das kommende chaos muss vor ort, da wo mann jetzt lebt, durchgefochten werden. ich wuerde heute, waere ich jung, NICHT auswandern. ein sehr guter leitfaden ist dieser bericht, der auf gelebter erfahrung beruht:
https://archive.org/stream/TheSHTFAnthologySelco/The%20SHTF%20Anthology%20-%20Selco_djvu.txt
keine werbung, rein nur text/information. ich bekomme nichts fuer diesen hinweis.
ich bin gern bereit, jedem, der kanada ins auge fasst, ratschlaege zu geben. speziell britisch kolumbien. im rest kanadas kenne ich mich nicht aus. jede provinz ist sehr eigenstaendig und insbesondere klimatisch sehr unterschiedlich zu den anderen. stichwort: kanadischer winter
Im Operettenstaat Austria wird die deutsche Politik noch übertrumpft. Ich empfehle den „Wegscheider“ bei Servus TV.
haha. der osten ist eine ganz andere welt. ich lebe in britisch kolumbien. es ist schwieriger, handel von provinz zu provinz zu treiben, als mit dem ausland. provinzen entsprechen den deutschen bundeslaendern. absolut irre. mann kann hier ueberleben, indem mann sich seine eigene kleine welt baut und sich nur mit gleichgesinnten abgibt und den rest so weit wie irgend moeglich abschottet. in deutschland waere das durch die dichte der ueberwachungsorgane NICHT moeglich.
Gott hat mich in Deutschland auf diese Welt bringen lassen. Daran werde ich, mit seiner Hilfe nichts ändern.
Aus meinem „Archiv“; passend auch die Hintergründe, die viele aus ihrem Heimatland vertreiben:
Im Herbst 2010 lernte ich bei den Vermittlungsbemühungen zur Vermietung eines Reihenhauses den vom Eigentümer hinzugezogenen Freund/Nachbarn/Bekannten kennen, der für ihn die Dinge regeln sollte. Ein sehr netter Kontakt, der mir die Hintergründe wie folgt schilderte: der Eigentümer war bei den Bayer-Werken im Bereich F&E mit einem Projekt im Rahmen der Landwirtschaft befasst (die Einzelheiten sind mir entfallen; es hatte, wenn ich mich recht erinnere, mit dem Komplex Saatgut und Genforschung zu tun).
Die schon damals grassierende Weltuntergangspanik geneigter Kreise hierzulande hatte jedoch zu einem Verbot dieser Forschung geführt. Bayer verlegte diesen Bereich daher in die Vereinigten Staaten, der Eigentümer folgte diesem Ruf samt Familie und wollte sein nunmehr leer stehendes Haus vermieten.
Knapp 2 Jahre später meldete sich der Nachbar nochmals bei mir. Der Eigentümer wollte nun wissen, ob unser Büro aus dem früheren Vermittlungsauftrag noch irgendwelche Ansprüche an ihn richten könne (was nicht der Fall war). Die neue Sachlage wurde mir derart geschildert, dass sich die Familie (auch die Kinder!) bestens in den USA eingelebt und dort neue Bekanntschaften geschlossen hätten, sodass eine Rückkehr nach Deutschland (vorerst, meine Anmerkung) nicht mehr geplant sei. Das Haus solle verkauft, dem Mieter ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden. Und damit endete mein Kontakt.
Man kann dies nun wohl in vielerlei Hinsicht deuten. Aber es sind vielschichtige Gründe für die Abwanderung von Leistungsträgern aus unserem Land verantwortlich; zudem zeigt sich m. E. die Fortführung eines Prozesses, der schon geraume Zeit beobachtet werden kann.
Und unabhängig von alle dem – ob das angesprochene Forschungsprojekt zum (Markt)erfolg führt, sei dahingestellt. Aber die Entwicklung kam durch das deutsche Verbot nicht zu ihrem Ende. Was man auch auf so manche andere Technologie übertragen kann, finde ich. Und für welche Fachkräfte(!) dieser Welt, die diese Bezeichnung verdienen, ist am Ende welches Land interessant?
Auswandern ist ein halt ein großer Act, den man nicht so einfach so mal machen kann,
so wie etwa eine andere Bier-marke zu nehmen.
Die Entscheidung auszuwandern hängt von sehr vielen Faktoren ab, inbesondere der eigenen Lebenssituation.
In den 30er Jahren, aber auch in der frühen DDR haben viele erkannt wo es hinläuft, und sind weg, haben wahrscheinlich dabei auch viel aufgegeben. Aber insgesamt haben sie wohl die bessere Wahl getroffen.
Vor vielen Jahren war ich mal im südlichen Südamerika. Wunderschön dort, Landschaft , Klima, nette leute. In jugendlichem Elan sagte, ich wandere hierher aus.
Später legte sich das.
Heute sehe ich wie wir mehr einer Diktatur werden. Freiheit wird immer mehr eingeschränkt . Wer dagegen aufmuckt wird nach allen Regeln der Kunst fertig gemacht, zerstört, manchmal auch in den Knast gesteckt (wie Ballweg). Die grün-rot-woken Kräfte haben alle Schaltstellen in Politik und Medien fest im Griff.
Wenn ich noch jung und nicht gebunden wäre, würde ich mich heute ernsthaft mit Auswanderung beschäftigen.
Ich leb in einem kleinen Dorf. Da geht es noch.
Aber wenn ich lese, was zb. in Berlin so alles läuft, da würde ich es sicher nicht aushalten.
Ergänzung.
Das neue und absurde an der Diktatur auf die wir hinsteuern, ist dass sie auf die eigene Zerstörung abzielt.
In den europäischen Ländern und auch von der EU betrieben, wird die Zerstörung der Wirtschaft , der Gesellschaft , der Familien, der Menschen betrieben.
Normalerweise versucht ja eine Diktatur die eigene Position zu stärken, zb. durch eine leistungsfähige wirtschaft.
Nicht so hier: man hat den Eindruck in Brüssel überlegt ständig wie man die europäische Wirtschaft noch weiter strangulieren kann.
Klimawahn ist da der Aufhänger.
Durch möglichst frühzeitige endoktrinierung versucht man Kinder dazu zu bewegen , ihr Geschlecht in Frage zu stellen, und sich dann später verstümmeln zu lassen. So können sie dann keine Kinder mehr bekommen und keine Familie gründen.
die zügellose Migration und Unterwerfung unter den Islam trägt ebenfalls zur Zerstörung bei.
Vor langer Zeit kaufte ich ein Haus mit 4 Schlafzimmern im malaysischen Teil von Borneo und dachte, mit meiner Frau die Pension in der Wärme mit phantastischem Essen und meinem Golfplatz in der Nähe zu verbringen. Die chinesische Community hat mich voll integriert und dennoch blieb ich in Österreich – es ist einmal meine Heimat und was gibt es Schöneres als die Jahreszeiten. Man flucht zwar über den Winter, aber umso mehr genießt man das Frühlingserwachen mit all seinen Positiva, außerdem würde ich die blühenden Marillenbäume und die Donau, auf die ich gerade blicke, vermissen.
Nebenbei ist die phantastische medizinische Versorgung, die ich hier habe, in meinem Alter 70+ auch einer der Gründe. Und wenn ich will, kann ich immer noch lange Urlaube machen. Weiters wäre dieses Vorhaben mit dem impfbedingten Tod meiner Frau sowieso gestorben, auch sind meine Söhne und ihre Frauen, mit denen mich ein phantastisches Verhältnis habe, ebenfalls in der Nähe.
Nicht einmal der finanzielle Vorteil von mehr als 12.000€ pro Jahr durch einen ordentlichen Wohnsitz im Ausland würde mich bewegen, meine Heimat zu verlassen.
Dass mich unsere Regierung, der deutschen ähnlich, zur Weißglut bringt, hat nichts damit zu tun, dass Österreich, und da speziell die wunderschöne Wachau, meine Heimat ist.
Lieber Herr Dr. Stockinger,
danke für diesen schönen und persönlichen Einblick in Ihre Seele!
Klaus Kelle
@ron, Nachtrag Kanada, B.C.
Ich kenne B.C. und die stark europäisch geprägte, frankophone Provinz Quebec. Wie Sie schreiben, eine völlig anderer Menschenschlag. Diese einstmals sehr katholische Bevölkerung ist inzwischen völlig säkularisiert. Der Glaube ist nshezu erloschen, noch deutlicher als hierzulande. Kanada (B.C.) ist nun auch das:
https://www.kath.net/news/89969
Meine Frau wollte in jungen Jahren nach Alberta auswandern, nachdem sie dort über ein Jahr gearbeitet hatte – als der Krieg im Iran und auf dem Balkan begann. Sie tat es letzlich nicht, auch wegen des langen Winters und des fehlenden sichtbaren und erfahrbaren kulturellen Reichtums Europas.
oh, maid. ja. ich kenne da einige faelle persoenlich. es gibt auch sterbehilfe fuer speziell katholische kirchen. die kirchen an sich. wird nur nicht so darueber berichtet….
Churches Burning in Canada
**Since May 2021, at least 33 Canadian churches have burned to the ground, with 24 confirmed as arsons and only two ruled accidental.** This surge in fires, which includes at least 113 instances of churches being burned or vandalized, began shortly after the discovery of unmarked graves at the former Kamloops Indian Residential School in May 2021.
**The pattern of destruction has been linked by investigators and community leaders to anger over the residential school system**, though no conclusive motive has been formally identified for the majority of cases. While some fires were determined to be unrelated to the residential school discoveries, such as a case involving mental illness, many others occurred on Indigenous lands or were deemed suspicious by police.
* **Timeline:** The fires began in June 2021 and continued through at least December 2023, with some incidents reported in 2024.
* **Locations:** Many of the destroyed churches were located in British Columbia and Alberta, often on First Nations reserves.
* **Arrests:** As of early 2024, 12 people had been charged in relation to these arsons, with only one conviction recorded for a youth involved in the Kehewin Cree Nation fire.
* **Response:** Prime Minister Justin Trudeau and Indigenous leaders have publicly condemned the destruction of places of worship, stating that burning churches is not the path to justice.
stellt sich jetzt raus, dass diese „graeber“ abwasserrohre und baumwurzeln sind…
wie immer:
cui bono?
die aktuell sau, die durch das dorf getrieben wird, ist die enteignung von land/immobilien durch irrwitzige forderungen von angeblichen ureinwohnern hier
In August 2025, a BC Supreme Court ruling in *Cowichan Tribes v. Canada, et al.* declared that **Aboriginal title can override fee simple ownership** on specific lands. The court found that the fee simple titles held by the federal government and the City of Richmond on approximately 800 acres of Lulu Island were „defective and invalid“ because they were granted without the consent of the Cowichan Tribes and unjustly infringed upon their Aboriginal title.
**Crucially, the court did not invalidate private fee simple titles.** The decision explicitly stated that the Cowichan Tribes did not challenge the validity of private landowners‘ interests, and those titles „are valid until such a time as a court may determine otherwise or until the conflicting interests are otherwise resolved through negotiation.“ The court directed the provincial government to negotiate in good faith with the Cowichan Tribes to reconcile the conflicting interests on privately held lands.
Therefore, while the legal foundation of fee simple ownership has been fundamentally questioned in relation to Aboriginal title, it has **not been abolished or declared universally invalid**. Private property rights remain legally recognized, but the decision has introduced significant uncertainty for future land use and development, particularly on Crown and government-held lands.
ich koennte da im privaten gespraech dinge offenlegen…
heutzutage nicht ratsam, das im netz „oeffentlich“ zu tun. hier ist ein drakonisches zensurgesetz in arbeit, dass unter umstaenden RUECKWIRKEND gilt…
meine empfehlung: shtf lesen. die weiteleitung ist oben in einer meiner antworten angegeben. keine werbung, ich bekomme nichts dafuer. ist rein nur text. der bericht beruht auf gelebter erfahrung aus dem jugokrieg in den 90ern.
Wir sind zu zweit seit 2007 nach Österreich ausgewandert. (Ich war 37)
Ich selbst habe mich vor 10 Jahren einbürgern lassen.
Natürlich ist hier auch nicht alles Gold, was glänzt. Aber als Arbeitnehmer ist man hier finanziell und rententechnisch doch noch deutlich besser aufgestellt als in EUtschland.
Allein schon das 13. und 14. Monatsgehalt, das verpflichtend ist, und deutlich geringer versteuert wird, als das normale Gehalt trägt enorm zum Wohlstand bei. Dafür hat man eine Woche weniger Urlaub. Nur 5 Wochen. Aber da ich vorher selbständig war und gar keinen Urlaub hatte, war es kein Problem und auch kein Faktor für mich. Ich komme nicht zurück…
bei Ungarn als eventuelles Auswanderland, ist halt ein Problem die sehr schwere Sprache