Aus, Aus, Aus! Das Spiel ist aus: Spanien ist Weltmeister – Beobachtungen zu einer fantastischen Fußball-WM
Spanien ist Fußball-Weltmeister 2026 – und das ist auch gut so. In einem insgesamt eher enttäuschenden Finale setzte sich die „Selección“ dank des Treffers von Ferran Torres in der 106. Minute mit 1:0 durch.
Gestatten Sie mir die persönliche Anmerkung, dass ich schon vor Anpfiff auf Spanien gesetzt und gehofft hatte, obwohl ich mit denen eigentlich nicht viel zu tun habe.
Aber wenn in einem Turnier der besten Nationalmannschaften des Planeten Deutschland ausscheidet – immer meine Nummer 1 – und unter den verbleibenden acht Mannschaften sieben aus Europa und eine aus Südamerika kommen, dann bin ich immer auf Seiten der Europäer.
Obwohl jeder Fußballfan eine Grundsympathie für Argentinien, für Maradona und Messi hat – ich auch. Im Grunde ja auch für Brasilien, weil uns allen immer wieder die spielerische Leichtigkeit des Auftretens der Südamerikaner fasziniert hat.
Deutschland, das war früher immer Disziplin und Struktur, die Britten waren volle Pulle nach vorn. Aber Südamerika – das ist Samba und Tango statt Stehblues und Foxtrott.
Und wenn nach Abpfiff die Statistik zeigt, dass die Spanier 20-mal aufs Tor des Gegners geschossen haben und Argentinien ganze zwei Mal einen Abschluss versuchte, dann ist Spaniens Sieg zu 100 Prozent verdient.
Kommen wir also zur Begleitmusik
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni brach nach dem Finale seine Pressekonferenz unter Tränen ab und konnte kaum noch sprechen, so sehr ging ihm die Niederlage ans Herz. Und die Millionen in den Straßen Argentiniens und die Zehntausenden live im Stadion werden ähnlich empfunden haben. Sie alle hätten besonders ihrem Superstar Lionel Messi zum Abschluss seiner Karriere noch einmal den WM-Titel gegönnt.
„Er ist der beste Fußballer, der jemals einen Fußballplatz betreten hat“, brachte Scaloni über Messi noch heraus: „Daran wird sich nichts ändern!“
Kann sein, wenngleich man mit Superlativen immer vorsichtig sein sollte. Lamine Yamal ist erst 19 Jahre alt und schon jetzt herausragend. Wer weiß, was aus dem noch wird, wie viele Trophäen er einsammelt in der Zukunft. Und, ganz ehrlich: Pelé, Beckenbauer, Beckham, Mbappé, Haaland, Kane und viele andere Superstars konnten und können an guten Tagen auch Spiele im Alleingang gewinnen.
Ein Tropfen Wasser in den Wein
Fußball, auch wenn eine WM ein Milliardengeschäft ist, hat auch viel mit Sportsgeist, Ehre und Respekt zu tun. Wenngleich man bei einer WM oder Europameisterschaft sein Land repräsentiert. Dass die argentinischen Spieler bei der Siegerehrung der Spanier denen demonstrativ den Rücken zuwandten, war würdelos und eine Schande. Denn der Sieg der Spanier war verdient und sportlich errungen. Selbst wenn man nach einer Niederlage enttäuscht ist, muss man Haltung zeigen.
O.k., von Donald Trump war zu erwarten,
dass es nicht ohne Peinlichkeit enden würde. Wie er nach der Pokalübergabe bräsig im Jubel-Bild stehen blieb und erst vom FIFA-Chef Gianni Infantino mit sanftem Druck aus dem Bild gezogen wurde, das war schon strange. Aber hat es Sie wirklich überrascht? Mich nicht. Dass die WM in den USA die schönste, beste aller Zeiten sein würde, wussten wir schon vor dem ersten Anpfiff, oder?
Doch bleiben wir bei Infantino und allem, was vorausgesagt wurde über die Drei-Länder-WM.
Nichts davon hat sich bewahrheitet
Die Amis, Kanadier und Mexikaner waren perfekte Gastgeber. Die Stadien waren nahezu immer ausverkauft, die WM hat Milliarden Dollar in die Kassen des Weltfußballverbandes FIFA, aber auch in Gastronomie und Hotels gespült. Es gab keine Sicherheitsprobleme, die Sonne schien und die an Wucher grenzenden Preise hielten niemanden ab, Spaß zu haben mit Menschen aus der ganzen Welt. Schotten im Kilt mit Dudelsäcken, rudernde Norweger – jeden Tag konnten wir vor dem Bildschirm sehen, wie es sein könnte in einer friedlichen Welt. Könnte.
Und natürlich gab es zum Schluss noch Meinungsstreit in den (a)sozialen Netzwerken
Eine „Half-Time-Show“ wie beim Super Bowl – passt das zu einem WM-Finale im Weltfußball? 27 statt 15 Minuten Halbzeit – nein, mir persönlich kam das fremd vor.
Aber Versuch macht kluch – ich finde es ok, dass sie es versucht haben, und die Show mit Superstars wie Madonna, Justin Bieber und Shakira war perfekt, wie die Begrüßungsworte vor Spielbeginn von Tom Cruise und der Auftritt von Robbie Williams auch.
Hey, das ist Amerika!
Die USA und die FIFA haben der Welt ein rasantes Spektakel geschenkt, das für uns Deutsche den Blick geschärft hat, dass wir trotz vier Sternen sehr weit von der Weltspitze entfernt sind. Aber ich hoffe auf Jürgen Klopp und eine goldene Zukunft für den Fußball hierzulande.
Und ich habe unglaublich viel Freude gehabt an den Spielen unserer europäischen Freunde. England hätte ich es nach 60 Jahren von Herzen mal wieder gegönnt. Die Norweger, Belgier, Franzosen und Spanier – die Musik im Weltfußball spielt immer noch auf dem alten Kontinent. Und da kann ich mich ehrlich mitfreuen…



Zustimmung, lieber Klaus Kelle. Oder wie man bei TE titelte: „Spanien ist Weltmeister – Es gibt ihn noch, den Fußballgott der Gerechtigkeit“. Es wäre unerträglich gewesen, hätten die Argentinier mit ihrem Rüpelfußball vor allem beim gestrigen Spiel (von den extrem brutalen und hässlichen Szenen nach Abpfiff mal ganz zu schweigen) durch mehr Glück als Verstand bzw. Teamleistung das eine und alles entscheidende Tor geschossen.
Was die gesamte WM und die unzähligen Kontroversen und Skandale anbelangt, so hat diese gestern der trefflich aufgelegte ZDF-Kommentator Oliver Schmidt immer wieder wunderbar pointiert.
Vor allem sein Schlusskommentar trifft es: „Die Liebe zum Sport ist am Ende doch größer als die Abneigung gegen das Geschäft“.
Eine Woche Stillstand im Blog, gleichwohl es politisch einige Beben in diesem Land gab und mal wieder ein Neubürger mit Messer und Fahrzeug Anschläge begeht.
Klaus, geht es dir gut?
Ich hoffe, du befindest dich nur im Urlaub und genießt die Sonne an irgend einem Strand.
@Martin,
ich freue mich wirklich, so aufmerksame Leser wie Dich hier zu haben. Tatsächlich bin ich in Reha-Vorbereitung eine Woche im Schwarzwald und hatte zuletzt kein WLAN.
Es geht mir jeden Tag besser, bin nur immer noch schlapp. 1,5 Kilometer zu Fuß, dann muss ich mich 2 Stunden ausruhen…
Herzliche Grüße, Klaus
Kein WLAN ist mal eine gute Vorbereitung für die Reha. Könnte eine Maßnahme von ganz oben sein…..Gute Besserung…und bleiben Sie offline….
Den Gefallen tue ich Ihnen nicht. Einer meiner Söhne hat gestern Abend eine tragfähige Lösung gefunden. Ich liebe meine Kinder…
Ab heute beschäftigen wir uns wieder mit den Dingen, wie sie sind…
Tun Sie mir keinen Gefallen sondern ihrem Herzen.
ok, versprochen
@Klaus,
schön zu hören, dass es dir soweit gut geht und du auf dem Weg der Besserung bist. Eine Woche Schwarzwald ohne WLAN kling für mich, wie das Paradies auf Erden – aber so unterschiedlich sind wir Menschen nunmal.
Schone dich, deine Nerven und vor allem dein Herz!
Gute Genesung weiterhin!
Gestern abend stand hier noch ein Kommentar von @Tina Hansen.
@H.K.,
das kann nicht sein, sie hat sich vorgestern „hier“ verabschiedet und dann noch bei allen bedankt, die sie so sehr lieben. Sie müssen das verwechseln.
kk
Ja sicher.
Da ich ja eh nur Unsinn schreibe, habe ich mir das nur eingebildet.
( Und den Screen Shot davon habe ich mir mit KI zusammengebastelt … )
😮💨
Hängen Sie sich den an die Wand im Wohnzimmer! Oder schicken Sie das Bildchen an die Stasi – gab immer solche Mitbürger
Jo. Der Kommentar, der jetzt auch schon zum zweiten Mal gelöscht wurde, lautete wahrheitsgemäss dass Klaus Kelle in den letzten Tagen regelmässig sein Putler-Kommentare auf Facebook abgesetzt hat, aber hier behauptete, er sei im Schwarzwald ohne WLAN. Das kann ich durchaus posten, ohne mich wieder zu diesem kaputt gemachten Blog zu bekennen.
Nun, kein Mensch braucht im 21. Jahrhundert WLAN, um mit einem Handy einen Kommentar auf Facebook abzusetzen. Für die Administration eines Blogs benutzt man hingegen einen Computer – der wiederum keine SIM-Karte besitzt und deswegen auf LAN oder WLAN angewiesen ist. Ich sehe hier keinen Widerspruch…
Doch selbst wenn ich einen sehen würde: Der Hausherr macht das hier alles unentgeltlich. Weder haben wir einen Anspruch auf regelmäßige Beiträge, noch schuldet er uns Rechenschaft für irgendwas.
Die Stimmung(-smache) erschließt sich mir nicht. Für einen konstruktiven Austausch von Meinungen ist der „Angriff“ noch nie förderlich gewesen. Das ist im Übrigen auch das, was wir „UnsererDemokratie™“ im Umgang mit der Opposition vorwerfen.
@MartinLudwig,
danke Dir, genau so ist es.
Klaus
Weil alle, außer Frau @Hansen natürlich, begreifen und wissen, dass es einen Unterschied macht, ob man im Schwarzwald unterwegs ist – zum Beispiel im Auto – und zwischendurch ein Facebook-Posting absetzt oder ob man in einer Wohnung vor dem Bildschirm eines Computers sitzt und einen Artikel mit Foto schreiben und einstellen will, erkläre ich es gerne nochmal hier, bevor der nächste Schwachsinn zum fünten Mal gepostet wird. Ich kann eine Online-Tageszeitung und einen Blog nicht von meinem Smartphone aus betreiben, beispielsweise, weil ich auf meinem Handy nicht das TheGermanZ-Fotosystem mit mehr als 30.000 Bildern gespeichert habe und Themen nicht recherchieren und schreiben kann auf einem Smartphone-Screen.
Aber über was reden wir hier eigentlich?
Dies ist ein bürgerlich-konservativer Blog und ob ich mir heute Morgen die Zähne geputzt habe oder mein Hund anständige Tiernahrung bekommt, ist nicht Gegenstand der Diskussion in diesem Forum. Wenn ich selber mal etwas Persönliches schreibe, können Sie es lesen und kommentieren oder auch nicht.
Aber diese Dauernerverei geht nicht so weiter. Es würde ungefähr 90 Sekunden dauern, dieses Forum komplett vom Netz zu nehmen. Aber warum sollte ich das tun, dieses Forum und seine Diskussionen mit vielen guten Beiträgen unterscheiden sich diametral von fast allem, was es in der alternativen Bloggerszene so gibt. Weil hier jeder offen schreiben darf und kann, was er oder sie möchte.
Und wenn jemandem das nicht mehr gefällt, ist es in Ordnung.
Aber Leute, die sich ständig für immer verabschieden, um am nächsten Tag für die Ovationen zu danken und dann am dritten Tag einfach weiter Schwachsinn posten, die sind einfach nur peinlich, und ich reagiere darauf jetzt definitiv zum letzten Mal, auch wenn sie demnächst behaupten, dass ich mich an einem geheimen Ort in einem Ufo mit den Abgesandten von Alpha Centauri getroffen habe, um die AfD zu zerstören…
Genießen Sie den Sommer!
Klaus Kelle
Lieber Klaus Kelle,
Ich bewundere Ihren Mut, einen Blog mit nicht proaktiv moderierter Kommentarfunktion (noch nicht mal automatisiert über Disqus o.ä.) zu betreiben, in der jeder Kommentar sofort online erscheint. Das ist einmalig, und verdient Anerkennung, denn es ist mit nicht unerheblichen Risiken verbunden.
Selbst falls Sie deswegen dann und wann mal einen Kommentar nachträglich löschen, ist das immer noch ungleich viel offener und freier als alles andere, das ich kenne – wo dort dann dennoch Kommentare freigeschaltet werden und trotz Kritik publik bleiben, obgleich sie derart inakzeptabel sind, dass sie niemals das Licht des World Wide Web hätten erblicken dürfen.
Dafür einfach mal Danke. Verbunden mit der Erwartung, dass wir mit dieser Freiheit, die Sie uns alle einräumen, verantwortlich umgehen.
@Harald,
das funktioniert im Grunde ja seit 13 Jahren hier. Und auch wenn Sie die vergangenen Monate anschauen – gute Diskussionen, kluge Beiträge der Foristen, mal ein paar Neue, mal springt jemand ab. Alles ganz normal.
Im Zuge meiner zugegeben etwas deutlicheren Haltung zu Russlands Krieg meinten einige, mich persönlich anschießen zu müssen. Ich rede nicht von Widerspruch, ein Blog ist dazu da, dass man einander widerspricht und sich die Köpfe heißredet. Das ist wunderbar. Und ich verstehe auch, dass es manche Foristen stört, wenn ich deutlicher Begriffe wähle, die man auch netter umschreiben könnte.
Aber nehmen wir den aktuellen Fall:
1) Ich schreibe, ich konnte im Schwarzwald wenig Texte schreiben, weil ich in meiner Wohnung kein W-Lan hatte und das Handynetz dort extrem schwach war.
2) Dann schreibt hier eine, die sich schon verabschiedet hatte, ich hätte auf Facebook gepostet, was stimmt, wenn es mal möglich war. Das ist aber etwa anderes als ein Nachrichtenportal zu betreiben.
3) Sie wiederholt den gleichen Text – Kelle war auf Facebook. Ja, wissen wir. Und weiter? Wahrscheinlich will sie suggerieren, ich hätte die Community hier angelogen.
4) Ich lösche den wiederholten Post, sie stellt ihn erneut ein. Sie ist empört und widerholt, Kelle habe aber auf Facebook gepostet.
Und wissen Sie was? Ich habe einfach keine Lust auf diesen Kinderzirkus.
Ich freue mich über jeden, der hier dabei ist und liest. Über jede begründete Meinung – auch und besonders, wenn sie meiner entgegensteht. Deshalb gibt es dieses Forum.
Aber wenn jemand nicht diskutieren will, sondern nur Unfrieden sähen und gegen mich persönlich zündeln, dann ist es irgendwann zu blöd.
So, jetzt aber genug davon, ich habe vorhin schon geschrieben, dass ich nichts mehr dazu schreibe. Und wenn irgendwer noch postet, ich hätte aber auf Facebook was geschrieben oder mein Frühstücksei sei zu hart gekocht, dann lösche ich es einfach kommentarlos.
Und jetzt bitte: Lasst uns über etwas Ernsthaftes reden! Gibt genug…
Klaus Kelle
Es wird gelöscht, was das Zeug hält.
Nicht mehr der Blog, der es mal war.
Ich wünsche allen hier alles Gute.
Adieu.
Ich Ihnen auch!